Beginn der Abrissarbeiten des Nordflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofs

(26.08.) STUTTGART - Am Mittwoch haben die Abrissarbeiten der Fassade des Nordflügels am Stuttgarter Hauptbahnhof im Zuge des Projekts "Stuttgart 21" begonnen. Die Projektgegner waren auf diesen "Tag X" gut vorbereitet und reagierten schnell: rasch fanden sich am Mittag zahlreiche Demonstranten vor Ort ein und protestierten mit lautstarken Protesten, Sitzblockaden und Straßensperren. Matthias von Herrmann, Sprecher der Gegner, warf den Projektpartnern vor, die Menschen über die Art und Weise des Abbruchs belogen zu haben. Die Leute seien ganz besonders darüber erzürnt, dass nicht wie versprochen der Nordflügel von innen zurückgebaut wurde, sondern mit der Abrisszange von außen. Bei den Reden der Projektgegner wurde immer wieder betont, dass es trotz der jetzt begonnenen Abbrucharbeiten noch nicht zu spät sei, um aus dem Projekt auszusteigen. Die Menschen wurden aufgefordert, dafür sorgen, dass durch den Eingang des Baugelände "nichts mehr rein und nichts mehr raus" komme und so die Bauarbeiten lahmgelegt würden. Mindestens 500 Menschen müssten dafür in den nächsten Tagen vor dem Zaun stehen.

Am Abend kletterten mehrere Projektgegner auf das Dach des Nordflügels und enthüllten ein Protestplakat. Sie wollten ihren Protest erst beenden, wenn ein Moratorium für "Stuttgart 21" durchgesetzt wird. Im Bahnhof hinderten Demonstranten gegen 19 Uhr für rund eine Stunde einen TGV-Schnellzug in Richtung Paris an der Abfahrt. Die Bundespolizei sperrte nach Bahnangaben aus Sicherheitsgründen die daneben liegenden Gleise ab. Der Bahnverkehr wurde behindert, es kam zu zahlreichen Verspätungen. Nach Angaben der Veranstalter protestierten am Abend über die Stadt verteilt insgesamt rund 30000 Menschen gegen das umstrittene Bahnhofsprojekt, bei dem unter anderem ein unterirdischer Durchgangsbahnhof mit acht Gleisen anstelle des heutigen Kopfbahnhofs realisiert werden soll. Bereits den ganzen Nachmittag über war der Verkehr in großen Teilen Stuttgarts durch die Proteste lahmgelegt - Demonstranten hatten verschiedene Kreuzungen des Hauptstadtrings blockiert. Unter anderem wurde auch vor dem Amtsitz von Stuttgarts OB Schuster lautstark dessen Rücktritt gefordert.

Der Abriss des Nordflügels ist notwendig, um den Bau des unterirdischen Technikgebäudes am Nordeingang des Bahnhofs zu realisieren. Für den gesamten Rückbau des Gebäudeteils sind etwa zwei bis drei Monate veranschlagt. Seit Anfang August wurde der Nordflügel des Hauptbahnhofs entkernt, vor wenigen Wochen wurde bereits ein Vordach abgerissen.

Bilder der Abrissarbeiten und Proteste folgen (an dieser Stelle); zum Thema siehe auch den nachfolgenden Bericht!

"stern": Stuttgart 21 - "Es geht um Leib und Leben"

(26.08.) HAMBURG - Der Stararchitekt Frei Otto, einer der Väter von "Stuttgart 21", fordert einen Stopp des umstrittenen Bahn-Projektes. In der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins "stern" warnt Otto eindringlich davor, mit dem Bau des neuen Hauptbahnhofes zu beginnen. Man müsse jetzt "die Notbremse ziehen", es gehe "um Leib und Leben". Stuttgart 21 ist eines der teuersten Bahnprojekte aller Zeiten in Deutschland - und das umstrittenste. Der alte, denkmalgeschützte Bahnhof soll teilweise abgerissen, unter die Erde gelegt, aus dem Kopf- soll eine Durchgangsbahnhof werden, dafür wird ein 33 Kilometer langes mehrgleisiges Tunnelsystem gebohrt.

Otto, der vor einem Jahr aus der S-21-Projektgruppe wegen wachsender Sicherheitsbedenken ausschied, sagte dem "stern", dass er "laut" werden müsse: "Aus moralischer Verantwortung heraus, kann ich nicht anders handeln." Mehrere Gefahren sieht der Architekt, der 1997 gemeinsam mit Christoph Ingenhoven den Wettbewerb für den Tiefbahnhof gewonnen und den neuen Tiefbahnhof mit entworfen hat: dass der Bahnhof eventuell überschwemmt werden, oder aber auch, dass er "wie ein U-Boot aus dem Meer" aufsteigen könne". Stuttgarts Erde ist tückisch. Voller Wasser und Quellen, Gipsschichten mit hohem Anhydridanteil, also Mineralien, die aufquellen, Hohlräume, unkontrollierbar Krater bilden können. Im badischen Staufen, wo die Erde zwecks Erdwärmegewinnung angepiekst wurde, hoben sich Häuser und bekamen Risse, in der Nähe von Stuttgart selbst muss derzeit ein Autobahntunnel aufwendig repariert werden, weil der Druck aus der Tiefe die Straße verformt. Otto: "Es ist wie bei einer roten Ampel, wenn da einer durchbraust, muss man ihn aufhalten."

Ein geologisches Gutachten von 2003, das bisher nur ein kleiner Personenkreis kannte, nicht aber Abgeordnete oder gar Stuttgarts Öffentlichkeit, bestätigt Frei Ottos Bedenken. Diese Studie des Ingenieursbüros Smoltczyk & Partner, die dem "stern" vorliegt, belegt, wie gefährlich Stuttgarts Untergrund ist: löchrig wie ein Käse, voller Dolinen und Hohlräume, sie zeigt, dass Baurbeiten in diesem Grund enorm schwierig werden. Es lässt sich kaum abschätzen, wie lange sie dauern. Unkalkulierbar scheint zudem, wie viel die Arbeiten in diesem Untergrund kosten werden. "Mit dem Wissen von heute", so Otto zum "stern", "kann ich dieses Projekt nicht mehr verantworten. Ich würde auch nicht mehr in die Tiefe gehen, das wollte ich sowieso nie, das wollte der Auftraggeber." Der Tübinger Dr. Geologe Jakob Sierich, ein Spezialist für Anhydrid- und gipsführende Erdschichten, hat für das Magazin das Gutachten analysiert. Sein Befund: "Bei Stuttgart 21 geht es nicht um mögliche Risse in Häusern, es geht um mögliche Krater, in denen Häuser verschwinden können. Es geht um Menschenleben."

Anschlagfeier für Tunnel Masserberg

(26.08.) ERFURT - Am Mittwoch haben für den 1.051 Meter langen Tunnel Masserberg in den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt und Hildburghausen mit einer traditionellen Anschlagfeier die bergmännischen Vortriebsarbeiten begonnen. Als Tunnelpatin, die Vertreterin der Heiligen Barbara auf Erden, wurde Sabine Doht, Thüringer Landtagsabgeordnete und langjährige Vorsitzende des Ausschusses für Bau und Verkehr, in ihr Amt eingeführt. Nach alter Bergbautradition begann die Tunnelpatin mit einer ökumenischen Andacht, die Pfarrerin Dorothee Schmitt und Pfarrer Dietmar Ruhling gestalteten, ihr Amt, - zum Schutz der Mineure vor den Unwägbarkeiten des Berges - trotz aller modernen Erkundungstechnik. Der Tunnel wird von Norden her im bergmännischen Bagger- und Spreng-Verfahren mit Spritzbetonsicherung aufgefahren. In einem zweiten Arbeitsschritt erhält er eine zweite, eine innere Röhre, in welcher dann die Züge fahren. Die 226.000 m³ Ausbruchsmassen werden auf kurzen, zuvor errichteten Baustraßen, transportiert und als Modellierungen die Landschaft nach einem speziellen Konzept überformen. Die Einzelinvestition beträgt etwa 23 Millionen Euro.

Der Tunnel ist das elfte von 14 unterirdischen Bauwerken in Thüringen, für das der Vortrieb begann. Die Tunnel befinden sich in unterschiedlichen Fertigungsstadien: Fünf sind bereits im Rohbau fertig gestellt. Die 107 Kilometer lange Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt besteht vor allem aus einer langen Kette aufeinanderfolgender großer Ingenieurbauwerke von 29 Brücken und 22 Tunneln. Inbetriebnahme ist 2017. Gegenwärtig sind in Thüringen etwa 1.500 Menschen direkt am Projekt beschäftigt. Das Gesamtprojekt umfasst als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 die 500 Kilometer langen Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg - Erfurt - Leipzig/Halle und Berlin. Finanziert wird es vom Bund, der Europäischen Union und der Bahn. Die Investition beträgt etwa 10 Milliarden Euro. Der Personen- und Güterverkehr erhält im transeuropäischen Netz eine konkurrenzfähige und umweltgerechte Alternative zu Straße und Flugzeug.

DB lädt zu XVI. Meininger Dampfloktagen ein

(26.08.) MEININGEN - Am 4. und 5. September 2010 finden die 16. Meininger Dampfloktage statt. Das Dampflokwerk Meiningen der DB erwartet auch in diesem Jahr wieder weit über 10.000 Besucher. Hauptattraktionen sind Dampflokomotiven aus ganz Deutschland. Einige davon ziehen Sonderzüge aus Berlin, Frankfurt am Main, Nürnberg, Chemnitz und Stuttgart. Sie können anschließend innerhalb einer Fahrzeugausstellung auf dem Freigelände besichtigt werden. Die Besucher werden sich auf insgesamt mehr als 12 Dampflokomotiven verschiedener Baureihen freuen können. Im Halbstundentakt finden Führungen durch alle Werkstätten statt. Hierbei erhalten die Teilnehmer einen hervorragenden Überblick über die speziellen Arbeiten des Dampflokwerks. In diesem Jahr gibt es ein besonders interessantes Exponat zu sehen: der soeben fertig gestellte Neubau eines Dampfkessels für die australische Schnellzuglokomotive '3801', dessen alsbaldige Überführung per Schiff nach Sydney vorgesehen ist.

Und noch ein Highlight: In einem halbstündigen Lehrgang können sich die Besucher einen Kindheitstraum erfüllen und sich zum "Ehrenlokführer" ausbilden lassen. Das Zertifikat berechtigt zur anschließenden Fahrt mit der Dampflok 50 3501 unter fachlicher Anleitung auf dem Werksgelände. Die Teilnahmegebühr beträgt 30,00 Euro. Für Kinder wird die kostenlose Führerstandsmitfahrt auf einer Schmalspurlokomotive der Baureihe 99 angeboten. Der Verkauf eisenbahntypischer Souvenirs sowie ein Sonderpoststempel zu den 16. Meininger Dampfloktagen begleiten die beiden jeweils in der Zeit von 9 Uhr bis 17 Uhr stattfindenden Veranstaltungstage. Und hier die Eintrittspreise: Erwachsene: 6,00 Euro. Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, Rentner und Studenten: 4,00 Euro. Für Kinder ist der Eintritt kostenlos.

Kinder beschießen S-Bahnen mit Steinschleudern

(26.08.) HAMBURG - Nach jetzigem Sachstand der Bundespolizei haben zwei zehn bzw. elf Jahre alte Jungen am Dienstag mehrere S-Bahnen der Linie S 1 mit Steinschleudern zwischen den Stationen Klein Flottbek und Hochkamp beschossen. Nach erstem Ermittlungsstand der Bundespolizei wurden drei S-Bahnen im Bereich der Fenster beschädigt. Besorgte Fahrgäste alarmierten gegen 16.00 Uhr telefonisch die Leitstelle der Bundespolizei in Hamburg - Jenfeld. Umgehend erreichten zwei Funkstreifenwagen der Bundespolizei den Einsatzort und konnten im Bereich der Haltestelle Klein Flottbek zwei Kinder feststellen. Im Beisein einer erziehungsberechtigten Person gaben die beiden Jungen gegenüber den eingesetzten Bundespolizisten an, mit Steinschleudern auf vorbeifahrende S-Bahnen geschossen zu haben. Beide Kinder wurden eingehend über die Gefahren und den Folgen ihres leichtsinnigen Handelns aufgeklärt.

Metalldiebe stehlen Stromkabel von Gleisbaufahrzeug

(26.08.) KASSEL - Bislang unbekannte Diebe habe in der Nacht zum Mittwoch von einem Gleisbaufahrzeug der DB drei Starkstromkabel von je 25 Meter Länge sowie einen Trennschleifer gestohlen. Um an das Werkzeug zu kommen, haben die Unbekannten eine Metallkiste auf der Ladefläche des Gleisfahrzeuges aufgebrochen. Das Fahrzeug war am Weichenmontageplatz, südlich des Bahnhofes Wilhelmshöhe, abgestellt. Der angerichtete Sachschaden beträgt rund 3000 Euro. Ein Bahnmitarbeiter stellte den Schaden gegen 00.30 Uhr fest und verständigte die Bundespolizei. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Sachdienliche Hinweise, insbesondere wenn derartiges Material zum Kauf angeboten werden, sind unter der Telefon-Nr. 0561/81616-0 erbeten.

Transnet/GDBA und Privatbahnen vertagen Gespräche

(25.08.) BERLIN - Am Dienstag hat in Berlin die erste Verhandlungsrunde zu einem Branchentarifvertrag SPNV zwischen den Gewerkschaften Transnet/GDBA und den fünf größten privaten Bahnunternehmen Veolia, Benex, Arriva, Abellio und Keolis stattgefunden. Die Auftaktrunde habe gezeigt, "dass wir am Anfang sehr komplexer und schwieriger Tarifverhandlungen stehen", sagten TRANSNET-Chef Alexander Kirchner und GDBA-Vize Heinz Fuhrmann. "TRANSNET und GDBA wollen ein Niveau vereinbaren, das bereits heute für rund 90 Prozent der Beschäftigten in der Branche gilt. Dieses Niveau wollen wir für alle Beschäftigten im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) durchsetzen. Leider war es heute nicht möglich, von der Arbeitgeberseite eine klare Aussage dazu zu bekommen."

Die Arbeitgeberseite sprach der Auftaktrunde von einer "konstruktiven Gesprächsatmosphäre", in der grundlegende inhaltliche Klärungen erreicht worden seien. Eine erste Verständigung habe hinsichtlich des Geltungsbereichs des auszuhandelnden Tarifvertrags erzielt werden können: Die Verhandlungen beziehen alle Mitarbeitergruppen im Schienenpersonennahverkehr ein, nicht jedoch im Güter- und Fernverkehr. Die nächste Verhandlungsrunde wird am 14. September stattfinden.

Bahnstrecken im Bereich Lehrte wegen Räumung von Fliegerbomben gesperrt

(25.08.) HANNOVER - Am Sonntag, 29. August, werden im Stadtgebiet Lehrte mehrere Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg entschärft. Aus diesem Grund kommt es zwischen 12 Uhr und etwa 16 Uhr auf den Strecken Hannover - Wolfsburg und Hannover - Braunschweig und bei der S-Bahn Hannover zu Zugausfällen, Umleitungen und Verspätungen im Fern- und Regionalverkehr.

Auswirkungen im Fernverkehr:
Da die Umleitungsstrecke für den Fernverkehr über Hildesheim zum Großteil nur eingleisig ist, kommt es teilweise zu gravierenden Fahrzeitverlängerungen. Einige Züge müssen ganz oder teilweise ausfallen.

Auswirkungen auf den Regional- und S-Bahnverkehr:
Regional-Expresszüge (RE) Rheine/Bielefeld - Braunschweig enden aus Richtung Westen in Hannover Hbf und aus Osten in Hämelerwald. Es wird ein Buspendelverkehr zwischen Hannover und Lehrte, Gaußstraße sowie zwischen Hämelerwald und Lehre, Gaußstraße im 20-Minuten-Takt eingerichtet. RE-Züge Hannover - Wolfsburg enden/beginnen in Immensen-Arpke. Es wird ein Busersatzverkehr zwischen Immensen-Arpke und Lehrte, Gaußstraße sowie Buspendelverkehr im 20-Minuten-Takt zwischen Hannover und Lehrte, eingerichtet.

Züge der Linie S 3 Hildesheim - Lehrte - Hannover fahren nur auf dem Abschnitt zwischen Hildesheim und Sehnde. Ab Sehnde verkehren Busse nach Lehrte, Gaußstraße. Zwischen Hannover Hbf und Lehrte, Gaußstraße wird ein Buspendelverkehr im 20-Minuten-Takt eingerichtet. Züge der Linie S 7 Celle - Burgdorf - Lehrte - Hannover fahren nur zwischen Celle und Burgdorf. Zwischen Burgdorf und Lehrte, Gaußstraße werden Busse eingesetzt. Zwischen Hannover Hbf und Lehrte, Gaußstraße verkehren Pendelbusse im 20-Minuten-Takt. Die Züge der Linie S 6 Celle - Burgdorf - Ahlten - Hannover fallen aus.

Je nach Dauer der Entschärfungsaktion kann die Sperrung der Strecken länger dauern oder schneller aufgehoben werden. Reisende werden gebeten, die Fahrplanänderungen aufgrund der Bombenräumung zu berücksichtigen und gegebenenfalls frühere Verbindungen zu nutzen. Weitere Informationen und Fahrpläne gibt es im Internet unter www.bahn.de/aktuell.

Empfangsgebäude für Bahnhof Gesundbrunnen

(25.08.) BERLIN - Die DB setzt ihre Planungen für ein Empfangsgebäudes auf dem Hanne-Sobek-Platz in Gesundbrunnen fort. Berlins größter und wichtigster Umsteigebahnhof im Norden soll einen kundenfreundlichen Zugang erhalten. "Wir erstellen zur Zeit die Entwurfs- und Genehmigungsplanung einschließlich der Kostenberechnung", so Uwe Marxen, Leiter des Regionalbereiches Ost der DB Station&Service AG. "Für die mehr als 100.000 Reisenden, die täglich am Bahnhof Gesundbrunnen ein-, aus- oder umsteigen, wollen wir mit dieser Investition in Millionenhöhe mehr Reisekomfort und Aufenthaltsqualität schaffen."

Neben elektronischen Fahrtzielanzeigern in der Bahnhofshalle sind auch Kundenserviceeinrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie in den Planungen enthalten. Die Bahnhofsplatte über den S- und Fernbahngleisen ist seit dem Neubau des Fern- Regional- und S-Bahnhofs vor vier Jahren nur mit einem kleinen Servicepavillon belegt. Eine Reihe von Konzepten konnte aus wirtschaftlichen Gründen nicht verwirklicht werden.

S-Bahn Werk Ohlsdorf: Fahrzeugparade und Tag der offenen Tür

(25.08.) HAMBURG - Die S-Bahn Hamburg ist seit über 100 Jahren ein fester Bestandteil Hamburgs. Am Sonntag, 29. August können Besucher das S-Bahn Werk in Ohlsdorf kennenlernen. Um 10 Uhr startet im Bahnhof Ohlsdorf eine Fahrzeugparade mit historischen und modernen Zügen der Hamburger S-Bahn und des schleswig-holsteinischen Nahverkehrs, darunter auch ein Wechselstromzug der Baureihe ET 99 von 1927. Die Züge pendeln in der Zeit von 10 Uhr bis 11 Uhr zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel. Die planmäßigen Züge der Linie S 1 werden in diesem Zeitraum zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel durch Busse ersetzt. Die Züge aus der Innenstadt fahren zum Flughafen.

Im Anschluss an die Fahrzeugparade findet der "Tag der offenen Tür" im S-Bahnwerk Ohlsdorf, Sommerkamp 31, 22335 Hamburg in der Zeit von 12 bis 18 Uhr statt. Den Besuchern werden kostenlose Fahrten mit einer Dampflokomotive, Besichtigungen des Werkes und der Ausbildungswerkstatt und Probefahrten mit den StadtRädern angeboten. Außerdem gibt es eine Fahrzeugschau mit historischen und modernen Fahrzeugen, eine Ausstellung zum Projekt "S 4" sowie Informationen über die Ausbildungsberufe bei der Bahn. Jung und alt erwarten zudem ein buntes Unterhaltungsprogramm mit der Live-Band "Big Feet Boys", "Ernie und Bert", Hüpfburg, Kinderschminken und Fußballspeedbox. Essen und Getränke werden zu moderaten Preisen angeboten. Nähere Infos erhalten Interessierte unter www.s-bahn-hamburg.de.

Mit rund 12,2 Millionen Zugkilometern pro Jahr, einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern und einer Energieversorgung ausschließlich aus Ökostrom ist die S-Bahn das schnellste und umweltfreundlichste Verkehrsunternehmen im Hamburger Öffentlichen Nahverkehr.

330.000 Euro in Haltepunkt Gießen Licher Straße investiert

(25.08.) GIESSEN - In den vergangenen acht Monaten wurden insgesamt 330.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes in den Haltepunkt Gießen Licher Straße (Strecke Gießen - Fulda) investiert. Der 140 Meter lange Bahnsteig wurde umfassend modernisiert. Die Bahnsteigkante wurde saniert und der bislang unbefestigte Bahnsteig gepflastert und mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Ein neues Wetterschutzhäuschen, neue Beleuchtung und Vitrinen wurden ebenfalls installiert. Die Bauarbeiten hatten Ende 2009 begonnen.

Bis 2011 investiert die DB in Hessen 33,8 Millionen Euro aus den Konjunkturprogrammen des Bundes für insgesamt 369 Maßnahmen in 237 kleinere und mittelgroße Bahnhöfe. Unter www.bahnhof.de/konjunkturprogramm gibt es umfangreiche Informationen zum Fortschritt aller bundesweiten Bauprojekte an Bahnhöfen aus den Konjunkturprogrammen des Bundes. Das Internetportal liefert auf 400 Seiten Daten und Fakten zu den einzelnen Stationen. Es wird monatlich aktualisiert. Mehr als 2.500 Bilder komplettieren das Internetangebot.

Zusätzliche Züge zum Tønder-Festival

(25.08.) KIEL - Vom 26. bis 29. August findet in Dänemark zum 36. Mal das Tønder-Festival statt. Damit die Besucher des Festivals in den Abendstunden hin und auch bis nach Mitternacht wieder zurück kommen, bieten sowohl die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) als auch die Norddeutsche Eisenbahngesellschaft Niebüll (neg Niebüll) auf Bestellung des Landes zusätzliche Fahrten an. Die NOB fährt am Donnerstag (26.8.) und Freitag (27.8.) sowie bis in die Nacht auf den 28. August hinein sechs zusätzliche Züge: ab Niebüll in Richtung Tønder um 21.06, 22.06 und 0.06 Uhr sowie in der Gegenrichtung ab Tønder um 21.34, 23.34 und 0.34 Uhr. Samstagabend und in der Nacht vom 28. auf den 29. August fährt die neg ebenfalls zusätzliche Züge zu den gleichen Zeiten. Es gilt der Schleswig-Holstein-Tarif; eine preisgünstige Reisemöglichkeit bietet die Kleingruppenkarte für bis zu fünf Personen.

Die NOB verkehrt auf der Strecke Niebüll - Tønder von Montag bis Freitag. Die neg Niebüll fährt gemeinsam mit der Arriva samstags und sonntags. Mehr Informationen sind im Internet unter www.nord-ostsee-bahn.de bzw. www.neg-niebuell.de abrufbar. Für Fragen zu Tarifen und Fahrtzeiten stehen die Kundencenter der NOB unter 0180/ 1018011 sowie der neg Niebüll unter 04661/ 9808890 Verfügung.

Liegengebliebener ICE: Bundespolizei untersucht Verhalten der Bahn

(24.08.) STUTTGART - Nach der Panne eines ICEs in einem Tunnel am Sonntag überprüft die Bundespolizei nun, ob ein Fehlverhalten der Bahn oder ihrer Mitarbeiter vorliegt. "Der Vorfall wird untersucht", sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Bei Anhaltspunkten für ein Fehlverhalten werde in Absprache der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Am Sonntagmittag war nach Polizeiangaben im Pulverdinger Tunnel bei Vaihingen/Enz (Kreis Ludwigsburg) ein ICE auf dem Weg von Berlin nach München mit etwa 420 Fahrgästen aufgrund eines technischen Defekts liegen geblieben. Mehrere Personen erlitten beim stundenlangen Ausharren in dem Zug Kreislaufprobleme. Da aus Sicherheitsgründen der Strom abgeschaltet wurde, funktionierte die Klimaanlage nicht mehr. Drei Stunden nach der Panne wurden die Passagiere in einem Ersatzzug nach Stuttgart gebracht, da ein Versuch, den defekten Schnellzug mit einer anderen Lok abzuschleppen, fehlgeschlagen war.

"Tagesspiegel": Normalverkehr bei Berliner S-Bahn im Dezember wohl nicht zu schaffen

(24.08.) BERLIN - Nach Informationen des "Tagesspiegel" wird die S-Bahn Berlin ihren Normalbetrieb nicht wie geplant im Dezember wieder aufnehmen können. Berechnungen der DB-Tochter hätten ergeben, dass das Ziel, im Dezember auf allen Linien wieder zum normalen Fahrplan zurückzukehren, sich nicht erfüllen lasse. Um wieder auf allen Linien fahren zu können, müssen nach Angaben der S-Bahn 501 der vorhandenen 630 Viertelzüge einsetzbar sein. Interne Untersuchungen haben nach "Tagesspiegel"-Informationen aber gezeigt, dass nicht mehr als 420 Viertelzüge auf die Gleise geschickt werden könnten. Mehr schafften die Werkstätten nicht, obwohl die Kapazitäten erweitert und Anfang des Jahres auch die 2006 geschlossene Werkstatt Friedrichsfelde wieder den Betrieb aufgenommen hat. Eine Stellungnahme des Unternehmens gibt es laut "Tagesspiegel" bislang noch nicht.

"Tagesspiegel": Bahn-Gewerkschaft Transnet schließt Streiks nicht aus

(24.08.) BERLIN - Im Regionalverkehr auf der Schiene sind in den kommenden Wochen weiterhin Streiks möglich. Darauf hat der Vorsitzende der Bahn-Gewerkschaft Transnet, Alexander Kirchner, vor der neuen Runde in den Gesprächen über einen Branchentarifvertrag in dieser Woche hingewiesen. "Wenn wir bei den Verhandlungen feststellen sollten, dass wir hingehalten werden, greifen wir auch zum Mittel des flächendeckenden Arbeitskampfes", drohte Kirchner im Gespräch mit dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe).

"Ohne einen Branchentarifvertrag wird sich die Lohnschraube im schärferen Wettbewerb immer schneller nach unten drehen. Das ist Wettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten", mahnte der Vorsitzende. Da die DB sowie die Gewerkschaften erst über Lohnsteigerungen reden wollen, wenn das Thema Branchentarifvertrag abgehakt ist, fordert Kirchner nun Übergangslösungen. "Wenn die Verhandlungen länger dauern, müssen wir über Abschlagszahlungen reden", findet er. "Einige hundert Euro wären angemessen - vor allem für die Beschäftigten der Privaten, deren Tarifverträge schon vor Monaten ausgelaufen sind."

In dieser Woche verhandeln die Organisationen Transnet, GDBA sowie die Lokführergewerkschaft GDL erstmals mit den fünf größten Konkurrenten der DB - Abellio, Arriva, Keolis, Veolia und Benex. Am Montag fanden Gespräche der fünf Bahnunternehmen mit der GDL statt. In der ersten Runde seien erste Gemeinsamkeiten herausgearbeitet worden, teilte die Arbeitgeberseite mit. Die Gespräche werden am 15. September fortgesetzt. Morgen nehmen die Privatbahnen mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA Tarifgespräche auf.

Bislang hatten sich die Privaten geweigert, über einheitliche Löhne zu reden. Kürzlich waren die fünf Firmen aber aus dem Arbeitgeberverband AGVDE ausgeschert und wollen nun in Eigenregie verhandeln - dies war daher als Annäherung gewertet worden. "Das Lohnniveau soll bundesweit gleich sein, ob in Görlitz oder in München", gab Kirchner nun als Ziel für die Verhandlungen vor. Hier seien die Löhne der DB die Messlatte. Nur über Schichtzulagen oder Weihnachtsgeld sollen die Unternehmen vor Ort entscheiden können.

Forsa-Umfrage: Deutliche Mehrheit für Branchentarifvertrag im SPNV

(24.08.) BERLIN - Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger befürwortet eine einheitliche Bezahlung für die Beschäftigten im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV). Das hat eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Gewerkschaft TRANSNET ergeben. 83 Prozent der Befragten halten demnach einen Branchentarifvertrag für sinnvoll, um die bestehenden Lohnunterschiede in der Branche zu beseitigen. Für die Umfrage wurden Anfang August 1.004 Bundesbürger befragt. 85 % der Befragten gaben an, dass sie die bestehenden Lohnunterschiede in der Branche nicht für gerechtfertigt halten. Derzeit werden für gleiche Tätigkeiten im SPNV bis zu 20 % unterschiedliche Löhne gezahlt.

Nur 15 % der Befragten halten dementsprechend niedrige Lohnkosten für einen wichtigen Wettbewerbsfaktor. Aus Sicht der Bürger und Bahnkunden sind demnach andere Faktoren wichtiger für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. So nannten 91 % der Befragten "gut ausgebildete Mitarbeiter", 85 % nannten "gute Produkte bzw. Dienstleistungen". Für 83 % der Befragten ist eine "gute Unternehmensführung" wichtig für den Erfolg.

SBB Cargo mit zusätzlich 270 Shuttlezügen

(24.08.) BERN - Am Montag startete SBB Cargo den Transport von internationalen Güterzügen für die niederländische Ewals Cargo Care. Ab sofort reisen die Container und Sattelauflieger des internationalen Logistikanbieters auf jährlich 270 Shuttlezügen von SBB Cargo von Deutschland durch die Alpen nach Italien. Die Schweizer Güterbahn erbringt die gesamte Transportleistung zwischen Rheinhausen bei Duisburg via Lötschberg nach Novara in Norditalien aus einer Hand. Als Spezialität stellt SBB Cargo dabei pro Zug jeweils drei so genannte Taschenwagen zur Verfügung, auf welchen bis Domodossola auch großprofilige Sattelauflieger des Typs P 400 transportiert werden können. Die beiden Unternehmen haben für die gemeinsame Partnerschaft einen Dreijahresvertrag abgeschlossen.

Entscheidung über S-Bahn-Verschwenk durchs Knoblauchsland im Herbst

(24.08.) FÜRTH - Bis Oktober wollen die Stadt Fürth, die DB und das bayerische Verkehrsministerium laut einem Bericht des "Bayerischen Rundfunks" endgültig entscheiden, ob der sogenannte S-Bahn-Verschwenk durch das Nürnberger Knoblauchsland gebaut wird. Bei den Gesprächen solle auch die Wirtschaftlichkeit der Strecke geprüft werden. Nach den bisherigen Planungen soll die S-Bahn-Strecke in Richtung Erlangen hinter Fürth auf eigener Trasse abseits der bestehenden Bahnstrecke durchs Knoblauchsland bis nach Eltersdorf geführt werden. Ursprünglich war hier ein Gewerbegebiet geplant, das eine S-Bahn-Anbindung erhalten sollte. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung wurde das Vorhaben aber bereits vor Jahren beerdigt.

Betrunkener im Bremer Bahnhofsdach

(24.08.) BREMEN - Mit 2,27 Promille ist ein 23-jähriger Mann in die Stahlkonstruktion des Bremer Hauptbahnhofes geklettert. In zehn Metern Höhe zechte er weiter. Die Bundespolizei und die Feuerwehr wurden alarmiert. Weil sein Absturz nicht auszuschließen war, wurden fünf Gleise gesperrt und die Oberleitungen abgeschaltet. Ein Bundespolizist kletterte ihm nach. Er konnte den jungen Mann zum Herabklettern bewegen. Glücklicherweise kamen beide unverletzt herunter. Angeblich wollte der 23-Jährige "kreativ" sein und Filmaufnahmen vom Bahnhof machen. Neben einer Videokamera hatte er noch zwei Flaschen Bier dabei. Sein lebensgefährlicher Leichtsinn könnte teuer werden. Neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige drohen zivilrechtliche Regressansprüche.

Feuer im Regionalexpress

(24.08.) STRALSUND - Am späten Samstagnachmittag bemerkten aussteigende Reisende auf dem Bahnhof Stavenhagen eine starke Rauchentwicklung im Fahrradabteil des Regionalexpress 93113 von Güstrow nach Neubrandenburg. Die aufmerksamen Reisenden informierten umgehend den Fahrdienstleiter, welcher den Lokführer während der Fahrt verständigte. Zusammen mit der Schaffnerin konnte dieser den Brand am folgenden Haltepunkt Kleeth mit einem Handfeuerlöscher löschen. Reisende kamen nicht zu Schaden. Um weitere Schäden zu verhindern wurde zusätzlich die Feuerwehr alarmiert, welche den Brand als gelöscht erklären konnte. Die Bundespolizeiinspektion Stralsund hat die Ermittlungen übernommen. Zur Brandursache kann bisher keine Information gegeben werden.

"Welt": DB plant bei Fernverkehr erhebliche Gewinnsteigerung

(21.08.) BERLIN - Die DB plant laut einem Bericht der Zeitung "Die Welt" für die Fernverkehrssparte eine erhebliche Steigerung des Gewinns. Unter Berufung auf eine geheime Mittelfristplanung schreibt die Zeitung, im kommenden Jahr solle das Ergebnis vor Steuern bei 292 Millionen Euro liegen, im Jahr darauf bereits bei 420 Millionen Euro, 2013 bei 472 Millionen Euro und 2014 schließlich bei 513 Millionen Euro. Mit mehr Service und neuen Angeboten wolle Bahnchef Rüdiger Grube neue Kunden in die Fernzüge locken. Wachstum erwartet er dem Bericht zufolge vor allem auf den Strecken ins Ausland, unter anderem der Brenner-Route aber auch im Nachtzug-Geschäft. Die Auslastung der Züge soll laut Bahnplanungen von derzeit 45,2 Prozent auf 47,9 Prozent im Jahr 2014 steigen. Die Steigerung bei den Fahrgastzahlen muss laut "Welt" in jedem Fall sehr deutlich ausfallen, um die gesteckten Ziele zu erreichen, denn gleichzeitig sehe man im Konzern realistisch, dass die Ausgaben aufgrund der technischen Probleme bei den Zügen und geplanten Investitionen steigen werden. Die Investitionen sollen 2011 bei 407 Millionen Euro liegen, nach 387 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

"SZ": Kein Geld für wichtige Ausbauprojekte beim Schienennetz

(21.08.) MÜNCHEN - Sämtliche Überlegungen zum künftigen Ausbaubedarf des Schienennetzes sind einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge vorerst hinfällig. Wie die Zeitung in unter Berufung auf eine zweiseitige Aufstellung des Bundesverkehrsministeriums berichtet, sei schon mit den laufenden Projekten das Geld, das von dem Ministerium in den kommenden Jahren zur Verfügung gestellt wird, komplett verplant. "Die Situation ist noch desolater, als wir befürchtet haben", sagt der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Winfried Hermann (Grüne) der "SZ". "Wichtige Strecken, die die Wachstumschancen des Schienenverkehrs bestimmen, haben keine Chance, in Angriff genommen zu werden."  Beispiele hierfür seien die Verbindungen von Karlsruhe nach Basel, der Lückenschluss zwischen Frankfurt am Main und Mannheim sowie der Rhein-Ruhr-Express in Nordrhein-Westfalen und der Ausbau zum bayerischen Chemiedreieck von München nach Mühldorf.

Dem Grünen-Politiker zufolge sind in den Bundeshaushalten bis einschließlich 2020 Mittel von elf Milliarden Euro für Bahn-Projekte zu erwarten. Acht Milliarden Euro seien laut der Aufstellung des Bundesverkehrsministeriums bis dahin bereits fest für Projekte verplant. Hinzu kämen noch 900 Millionen Mehrkosten für den umstrittenen unterirdischen Bahnhof "Stuttgart 21", der in den kommenden Jahren gebaut werden soll. Für zusätzliche Streckenprojekte stünden dann voraussichtlich noch 2,1 Milliarden Euro zur Verfügung, die laut Hermann aber "unter Garantie für die üblichen Baukostenerhöhungen drauf" gehen. Damit wäre das Budget ausgeschöpft und wichtige zusätzliche Projekte nicht zu bewältigen, sagte der Verkehrsexperte der "Süddeutsche Zeitung". Nach Ansicht Hermanns gibt es nur einen Ausweg aus dem Dilemma: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) müsse "eine klare Priorität für den Schienengüterverkehr setzen und Stuttgart 21 mit der ICE-Neubaustrecke stoppen, um Geld frei zu machen für wichtigere Maßnahmen", sagt der Verkehrspolitiker.

Stralsunder Bahnhof hat ein neues Dach

(21.08.) STRALSUND - In den letzten 12 Monaten wurde das Dach des Empfangsgebäudes des Stralsunder Bahnhofs erneuert. In Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz wurde durch die Deutsche Bahn das Dach des Bahnhofs mit naturroten Biberschwanzziegeln mit Kronendeckung neu eingedeckt, die Dachebene gedämmt und die Decke im Reisezentrum neu gestaltet. Die Arbeiten wurden am 20. Juli 2009 begonnen und kürzlich abgeschlossen. Die Bahn hat für das neue Dach rund eine Million Euro investiert, u.a. aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Durch das Konjunkturprogramm des Bundes ist bis Ende dieses Jahres die Sanierung der Treppeneinhausung am Querbahnsteig geplant. Weiterhin soll die Belagsanierung am Bahnsteig 1 /2 begonnen werden. Eine Optimierung der Fahrradabstellanlage ist in 2011 vorgesehen. Das Gebäude, die Bahnsteige und Bahnsteigdächer wurden bereits zwischen 1999 und 2000 umfassend saniert. In diesem Zeitraum wurden auch der Bereich vor den Bahnsteigen mit einer modernen Glaskonstruktion überdacht und Vermarktungseinheiten errichtet.

Auch Heidi Schüler, untere Naturschutzbehörde Stralsund, freut sich über die zwischenzeitlich abgeschlossenen Arbeiten am Dach des Empfangsgebäudes und dankte der DB für ihr Engagement für den Artenschutz. Die Bahn habe der unteren Naturschutzbehörde ermöglicht, Nistmöglichkeiten für Mauersegler am Empfangsgebäude anzubringen. Bei kurzfristigen Beobachtungen konnte bisher keine Besiedlung festgestellt werden. Da die Tiere die neuen Nistmöglichkeiten erst finden müssen, hoffen Bahn und Naturschutzbehörde, dass es in der nächsten Brutsaison klappt.

Mann klammert sich bei der Zugabfahrt von außen an offenes Fenster

(21.08.) GIESSEN - Ohne gesundheitliche Folgen blieb am Mittwoch Abend gegen 19.10 Uhr die leichtsinnige Tat eines bislang unbekannten Mannes im Bahnhof Gießen am Gleis 1. Gerade als der Regionalexpress Richtung Aachen angefahren war, sprang der Unbekannte an den rollenden Zug und klammerte sich an ein geöffnetes Fenster. Ein Reisender, der direkt hinter dem Fenster stand, zog den Mann ins Innere des Abteils. Anschließend sei die Person in den hinteren Zugteil gelaufen. Der Lokführer hatte dies ebenfalls beobachtet und sofort eine Schnellbremsung eingeleitet. Nach etwa 30 Metern kam der Regionalexpress zum Halten. Im Zug wurde niemand verletzt. Der Springer soll zwischen 30 und 40 Jahre alt gewesen sein. Er war schlank und etwa 190 cm groß, hatte längere graue Haare und trug ein kariertes Hemd. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren wegen eines "Gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr" eingeleitet. Hinweise zu dem Unbekannten sind erbeten unter 0561/81616 - 0.

DB Bahnbau Gruppe vereint Baugesellschaften der DB

(21.08.) BERLIN - Mit den Eintragungen am 18. und 19. August in das Handelsregister Berlin-Charlottenburg wurde die Verschmelzung der DB Bahnbau GmbH (DBB), der Deutsche Gleis- und Tiefbau GmbH (DGT), der Deutsche Bahn Gleisbau GmbH (DBG) sowie der Ibb Ingenieur-, Brücken- und Tiefbau GmbH (Ibb) zur DB Bahnbau Gruppe GmbH, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010, rechtswirksam. Ziel der Zusammenführung der Baugesellschaften des DB Konzerns unter einem Dach ist die strategische Weiterentwicklung der Bahnbau Gruppe. Damit werden die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit optimiert und zusätzliche Synergieeffekte in der Leistungserbringung erzielt. Das Unternehmen positioniert sich somit am Markt als Full-Service-Anbieter für Bahn-Infrastruktur. Zum Leistungsportfolio gehören die Sparten Oberbau, Ausrüstung, Tief- und Ingenieurbau sowie Maschinentechnik. Die DB Bahnbau Gruppe GmbH ist eine 100%-ige Tochter der DB Netz AG mit Sitz in Berlin. Sie beschäftigt rund 3.000 Arbeitnehmer und erzielt einen jährlichen Umsatz von rund 500 Millionen Euro.

Regionalfaktoren: DB Netz AG und Bundesnetzagentur schließen Vergleich

(20.08.) FRANKFURT/Main - Am Donnerstag haben die DB Netz AG und die Bundesnetzagentur einen Vergleich über den weiteren Umgang mit den Regionalfaktoren des Trassenpreissystems vereinbart. Demnach gelten die Regionalfaktoren noch im kompletten Fahrplanjahr 2011. Ab dem Fahrplanjahr 2012 sollen sie entfallen. Die Bundesnetzagentur hatte die Regionalfaktoren ursprünglich bereits ab Dezember 2010 untersagt. Die DB Netz AG begrüßte in einer Stellungnahme die nunmehr gemeinsam gefundene Lösung, mit der das bei der Bundesnetzagentur anhängige Verfahren ohne weitere rechtliche Auseinandersetzung beendet wird. Dies trage zur Planungssicherheit der Eisenbahnverkehrsunternehmen bei und erhalte das Finanzierungsgleichgewicht im Schienenpersonennahverkehr.

Regionalfaktoren sind Preiskomponenten, die den wirtschaftlichen Betrieb von Strecken in Regionalnetzen mit überwiegender Nutzung durch den Schienenpersonennahverkehr sicherstellen sollen. Sie gelten für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen, die die Infrastruktur der DB Netz AG nutzen, auch für die der Deutschen Bahn. Die Bundesnetzagentur hatte im März 2010 die Regionalfaktoren für ungültig erklärt, da diese mit dem Eisenbahnrecht nicht vereinbar waren. Die Behörde hatte insbesondere die selektive Erhebung der Regionalfaktoren auf nur einzelnen Regionalstrecken sowie deren unterschiedliche Höhe kritisiert. Gegen die Entscheidung hatte die DB Widerspruch eingelegt. Mit den Zuschlägen hatte die DB bisher jährlich rund 110 Millionen Euro eingenommen.

Auf Grund konkreter Maßnahmen wie die Erhöhung von Verkehrsleistungen in den Regionalnetzen sollen bereits im Jahr 2011 die Regionalfaktoren in 16 der bestehenden 40 Netze reduziert werden. Dies führt zur Entlastung des Schienenpersonennahverkehrs um über 20 Millionen Euro pro Jahr. Um auch ab dem Jahr 2012 diese regionalen Strecken für den Nahverkehr vorhalten zu können, will die DB Netz AG alternative Finanzierungsmöglichkeiten prüfen.

Ab Freitagfrüh wieder Zugverkehr zwischen Neustadt und Weidenthal

(20.08.) SAARBRÜCKEN - Nach der Kollision eines ICEs mit einem Mülllaster können mit Betriebsbeginn am Freitagmorgendie meisten Züge wieder durchgehend die Bahnstrecke Mannheim - Saarbrücken befahren. Vorerst steht jedoch zwischen Neustadt und Lambrecht nur ein Gleis zur Verfügung. Auf diesem Gleis fahren vorübergehend die Züge abwechselnd in beiden Richtungen. Deshalb muss der Fahrplan etwas reduziert werden. Alle S-Bahnen und die meisten Regionalzüge fahren nach Plan. Nur noch einige Züge mit Start und Ziel BASF in Ludwigshafen fallen zwischen Kaiserslautern und Neustadt aus. Sie fahren nur zwischen Neustadt und der BASF. Im Fernverkehr werden die ICE-Züge von und nach Paris noch über Straßburg umgeleitet. Die meisten anderen IC- und ICE-Züge fahren wieder von und nach Kaiserslautern und Saarbrücken. Aufgrund des Wechselbetriebes kann sich bei allen Zugverbindungen die Fahrzeit um wenige Minuten verlängern.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Zum einen war aufgrund der engen Tallage der Bewegungsspielraum für die Bergungskräfte eingeschränkt. Zum anderen sollte der ICE bei der Bergung nicht weiter beschädigt werden. Um 14 Uhr waren am Donnerstag Mittag aber sowohl der Unfallzug als auch der Müllwagen geborgen und abtransportiert. Im Laufe der Nacht werden Gleise, Schwellen und Schotterbett repariert und die Oberleitung wieder installiert. Weil die Gleise der Fahrtrichtung von Neustadt nach Kaiserslautern stärker beschädigt wurden, dauert dort die Reparatur noch länger. Nach jetzigem Stand kann dieses Gleis voraussichtlich im Laufe des Samstags wieder in Betrieb genommen werden. Bis dahin gilt der oben beschriebene ausgedünnte Fahrplan. In Höhe von Lambrecht war am Dienstagvormittag ein ICE mit einem Müllwagen kollidiert und teilweise entgleist, so dass die Bahnstrecke in diesem Bereich komplett gesperrt werden musste. Zwischen Neustadt und Weidenthal war seitdem ein Notverkehr mit Bussen eingerichtet.

Konzernchef Grube will Bahn beliebter machen

(20.08.) BERLIN - Bahnchef Rüdiger Grube will das schlechte Image der Deutschen Bahn verbessern. "Als Dienstleistungsunternehmen müssen wir sympathisch sein", sagt er im Interview in der neuesten Ausgabe des "Greenpeace Magazins". "Für mich zählen drei Dinge: Kunde, Kunde, Kunde." Grube will die Fahrgäste künftig "ehrlich und schnell" informieren und im "Brot-und-Butter-Geschäft" Personenverkehr besser werden. Das will Grube mit milliardenschweren Investitionen in die Infrastruktur erreichen. In den nächsten fünf Jahren will die Bahn für neue Schienen, Bahnhöfe, Brücken und Züge insgesamt 41 Milliarden Euro ausgeben. Die gesamte IC-Flotte soll ersetzt, 300 neue Züge für den Fernverkehr angeschafft und Teile der ICE2-Familie modernisiert werden. Allein dafür veranschlagt Grube zehn Milliarden Euro. Dabei hat er auch den Umweltschutz im Auge: Bis zu 400 neue Elektro-Triebzüge für den Nahverkehr sollen angeschafft werden, ebenso 130 Rangierlokomotiven mit Partikelfilter. "Wir wollen eines der saubersten Unternehmen sein."

Grube kritisiert Steuernachteile der Bahn trotz ihrer Klimafreundlichkeit: "Wir sind das umweltschonendste und CO2-ärmste Verkehrsmittel, müssen aber mehr Steuern zahlen als unsere Konkurrenz", so Grube im Interview mit dem "Greenpeace Magazin". "Wir zahlen Mineralölsteuer und den vollen Mehrwertsteuersatz - eine klare Benachteiligung gegenüber Flugreisen und Binnenschifffahrt." Auch im Ausland will Grube weiterhin investieren, um gegenüber der europäischen Konkurrenz nicht zurückzufallen. Grube verteidigt die 2,7 Milliarden Euro teure Übernahme des britischen Konkurrenten Arriva: "Reise- und Logistikketten enden heute nicht mehr an der deutschen Grenze." In einigen Jahren werde es in Europa nur noch fünf bis sechs große Bahnunternehmen geben. "Zu denen wollen wir gehören."

SBB macht Reisen für Familien noch attraktiver

(20.08.) BERN - Die SBB stattet bis Ende 2012 alle ihre 40 Intercity-Doppelstockzüge mit einem neuen Familienwagen aus. Den ersten umgebauten Wagen weihte sie heute im SBB Industriewerk Olten ein, unter tatkräftiger Mithilfe der Kinder aus der Oltner Krippe Hagmatt. Der sogenannte "Ticki Park" im Oberdeck präsentiert sich im Dschungel-Look, mit Rutschbahn, Hängebrücke, einem Boot sowie Höhlen zum Verstecken. Zusätzlich verfügt der "Ticki Park" über sechs integrierte Sitzplätze für Angehörige. Im Unterdeck gibt es Platz für Kinderwagen. Die SBB investiert rund 2,7 Mio. Franken in den Umbau der 40 Wagen.

Bereits heute sind 20 der 40 Intercity-Doppelstockzüge mit einem Familienwagen ausgerüstet. Sie verkehren zwischen Genf - St. Gallen und Romanshorn - Brig. Auch diese Dino- und Mondwagen werden bis Ende 2012 zu neuen "Ticki Park"-Familienwagen umgebaut. "Unsere rollenden Spielplätze sind sehr beliebt. Es gibt Familien, die ihre Reise extra auf diese Fahrzeuge abstimmen", sagte Urs Schlegel, Leiter SBB Personenverkehr a.i., an der Einweihung. Die Familienwagen befinden sich jeweils im Steuerwagen, also am Ende oder am Anfang der Intercity-Züge. Man erkennt sie von weitem an den bunten Affenmotiven auf den Wagen sowie an den Bären-Piktogrammen bei den Eingängen. Im Online-Fahrplan sind die Züge mit Familienwagen mit dem Kürzel "FA" gekennzeichnet.

Auch in den einstöckigen Intercity-Neigezügen (ICN) reisen Familien gut. Die Züge verfügen seit diesem Jahr über Familienzonen, in welchen die SBB den Kindern die Spiele "Eile mit Weile" und "Leiterlispiel" zur Verfügung stellt. Die Seitenwandtische sind dazu mit speziellen Spielfolien im Dschungel-Look beklebt. Spielfiguren kann man beim Steward der SBB Minibar sowie im SBB Restaurant für zwei Franken kaufen oder von zu Hause mitnehmen. Die Familienzonen befinden sich ebenfalls jeweils am Ende oder am Anfang des Zuges. Sie bieten Stauraum für Kinderwagen und sind mit einem Bären-Piktogrammen gekennzeichnet. Im Online-Fahrplan sind Züge mit Familienzonen mit dem Kürzel "FZ" markiert.

Der Umbau der 40 Familienwagen ist eines von vielen Modernisierungsprojekten, die im SBB Industriewerk Olten abgewickelt werden. Das Werk modernisiert zudem schrittweise 236 Eurocity-Wagen, 120 Nahverkehrspendelzüge zu Domino, 508 Einheitswagen IV und 180 Wagen des Typs Bpm51. Weitere Informationen: www.tickipark.ch und www.sbb.ch/zugservices.

Zug nach Bombendrohung geräumt

(20.08.) MÜNSTER - Am Donnerstagmorgen ging um 07:37 Uhr bei der Leitstelle der Feuerwehr Münster eine Bombendrohung aus einer Telefonzelle in Münster gegen einen Zug der Eurobahn ein. Dieser hatte um 07:34 Uhr den Bahnhof Münster bereits in Richtung Dortmund über Lünen verlassen. Der Zug mit etwa 60 Reisenden wurde im Bahnhof Davensberg gestoppt und die Reisenden evakuiert. Für die Reisenden wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Ein Hundeführer mit Sprengstoffspürhund der Landespolizei wurde angefordert, der den Zug absuchte. Der Hundeführer konnte anschließend Entwarnung geben. Sein Hund hatte nichts angezeigt. Verdächtige Gegenstände wurden nicht gefunden. Um 10:37 Uhr wurde der Einsatz beendet und die Sperrung des Bahnhofs und des Streckengleises aufgehoben. Die Bundespolizeiinspektion Münster leitet ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ein. Dem Täter drohen drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

Vandalen hausten im Regionalexpress

(20.08.) NIDDERAU - Auf der Fahrt von Nidderau nach Glauburg-Stockheim haben unbekannte Vandalen heute Morgen gegen 05.55 Uhr in einem Regionalexpress gehaust und einen Schaden von mehreren tausend Euro hinterlassen. Während der etwa dreißig Minuten Fahrtzeit hatten die Täter in einem Wagen die Bezüge von insgesamt zwanzig Sitzen und sechs Kopfstützen aufgeschlitzt. Nachdem der Lokführer die Beschädigungen in Glauburg-Stockheim festgestellt hatte, verständigte er sofort die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung, an der sich auch die Polizeistation Büdingen beteiligte, konnten die Täter bisher nicht festgestellt werden. Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main hat gegen die noch unbekannten Täter ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet.

Bahnverkehr zwischen Lüneburg und Büchen weiterhin unterbrochen

(20.08.) LAUENBURG - Der Bahnverkehr zwischen Lüneburg und Büchen ist weiterhin unterbrochen. Aufgrund des Brandes im Stellwerk Lauenburg verkehren zwischen Lüneburg und Büchen Busse. Die Fahrzeiten verlängern sich hierdurch um etwa 60 Minuten. Durch den Brand wurde auch die Fahrkartenausgabe zerstört. Daher steht im Bahnhof bis auf weiteres nur der Automat in der Bahnhofshalle zur Verfügung.  In der Stadt Lauenburg steht den Kunden auch das Reisebüro Oberelbe im Büchener Weg 7 zum Fahrscheinkauf zur Verfügung.  Auf den Bahnhöfen Lauenburg, Büchen und Echem steht den Reisenden weiterhin Servicepersonal der Bahn als Ansprechpartner zur Verfügung. Nach derzeitigen Untersuchungen kann erst in der nächsten Woche der Zugbetrieb wieder aufgenommen werden. Die Deutsche Bahn wird rechtzeitig informieren.

Großes Dampfloktreffen im DB Werk Nürnberg-Gostenhof

(19.08.) NÜRNBERG - Nach der Eröffnung der Dampflokschau "Adler, Rocket & Co" im Nürnberger DB Museum feiert die Deutsche Bahn einen weiteren Höhepunkt des Jubiläumsjahres "175 Jahre Eisenbahn in Deutschland": Am kommenden Samstag, dem 21. August, lädt das DB Museum zum großen Dampflokfest ins DB Werk Nürnberg-Gostenhof ein. Neun Dampflokomotiven werden aus diesem Anlass nach Nürnberg kommen, darunter die bayerische "S3/6" und die "01 066" aus Nördlingen. Die "23 105", die durch einen Brand im Jahr 2005 schwer beschädigt worden war, wird frisch restauriert aus Heilbronn zurückerwartet. Wer es im Frühjahr verpasst hat, auf dem Adler mitzufahren, kann das jetzt nachholen. Anlässlich des Dampflokfests werden wieder Mitfahrten auf dem Führerstand des Adlers angeboten.

Neben den Dampfloks werden fünf Diesellokomotiven gezeigt, so die "V 200 007" aus Lübeck. Auch historische E-Loks sind zu sehen, darunter die "E11 049" aus Weimar und die "E 40 128" aus Koblenz. Zudem kommen zwei Dampflok-Sonderzüge nach Nürnberg, gezogen von der "41 018" aus München und der "01 1066" aus Stuttgart. Das Programm beginnt um 10 Uhr mit einer Fahrzeugschau. Ab 13 Uhr startet die Präsentation der Lokomotiven auf der Drehscheibe. Neben Besichtigungen auf den Führerständen können Besucher im Simulator eine Fahrt mit dem ET 420 erleben. Souvenirverkauf und Kinderunterhaltung ergänzen das Programm. Moderator auf der Bühne ist Michael Lein von Radio F Nürnberg.

Das DB Museum richtet von 9.30 bis 18.30 Uhr einen Busverkehr vom DB Museum zum Werk Gostenhof ein. Per U-Bahn erreicht man das Werk mit der Linie 1, U-Bahn Station Maximilianstraße (fünf Minuten Fußweg). Erwachsene zahlen 10 Euro, Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren nur fünf Euro Eintritt. Die Eintrittskarte berechtigt am Geltungstag zum kostenlosen Besuch des DB Museums. Karten sind bereits im Vorverkauf an der Kasse des DB Museums erhältlich.

"Stuttgarter Nachrichten": Kein Spitzengespräch zu "Stuttgart21"

(19.08.) STUTTGART - Das Spitzengespräch zu "Stuttgart21" findet nicht statt. Die Verantwortlichen von Land, Stadt, Region und Bahn haben laut einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" die Einladung der Grünen in deutlichen Worten ausgeschlagen: Man befinde sich zwar in einem großen öffentlichen Disput über das Projekt - nicht aber im Kriegszustand und auch nicht in einem Glaubenskrieg, erklären die Projektpartner.

Staatsanwaltschaft ermittelt nach ICE-Unfall

(19.08.) LAMBRECHT - Nach dem ICE-Unfall in der Pfalz, bei dem am Dienstag ein ICE in einen auf die Schienen gekippten Mülllaster gefahren war, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Dabei geht es nach Angaben des Frankenthaler Leitenden Oberstaatsanwaltes Lothar Liebig um die Frage, ob dem Fahrer des Müllwagens ein Vorwurf zu machen sei. Der betroffene Bahnabschnitt blieb den ganzen Mittwoch über wegen der Bergungsarbeiten gesperrt. Frühestens am Donnerstagmorgen sollte nach Angaben der Bahn ein Gleis an der Unfallstelle freigegeben werden. Mit zwei Spezialkränen wurde versucht, den Zug wieder aufs Gleis zu setzen.

Tarifverhandlungen: Private Verkehrsunternehmen benennen Verhandlungsführung

(19.08.) BERLIN - Die großen privaten Anbieter von Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) haben sich verständigt, die Verhandlungsführung für die in Kürze stattfindenden Tarifverhandlungen in die Hände einer Doppelspitze zu legen: Ulrike Haber-Schilling (Veolia Verkehr) und Ulrike Riedel (BeNEX) werden die Verhandlungen auf Arbeitgeberseite für abellio, Arriva, BeNEX, Keolis-Deutschland und Veolia Verkehr führen und nach außen die Sprecherfunktion übernehmen. Die Verhandlungsführerinnen sind Arbeitsdirektorinnen in ihren jeweiligen Unternehmen. In der Tarifkommission sind alle fünf Unternehmen vertreten. Die nächsten Gespräche mit den Gewerkschaften finden in der kommenden Woche in Berlin statt: am 23. August mit der GDL und am 24. August mit der Tarifgemeinschaft Transnet/GDBA.

Trotz S-Bahn-Krise mehr Fahrgäste in Berlin und Brandenburg

(19.08.) BERLIN - Die Fahrgastzahlen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sind im vergangenen Jahr trotz der Krise bei der S-Bahn Berlin GmbH gestiegen. Rund 1,26 Milliarden Fahrgäste haben 2009 die Verkehrsmittel im VBB benutzt. Das sind rund 20 Millionen oder 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Täglich fuhren 3,45 Millionen Menschen mit den Bussen und Bahnen im Verbundgebiet. Dementsprechend entwickelten sich auch die Fahrgeldeinnahmen positiv. Die Einnahmen aus den Ticketverkäufen haben sich bei stabilen Fahrpreisen um 2,6 Prozent auf rund 1.023 Millionen Euro erhöht.

VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz: "Durch die Probleme bei der S-Bahn mussten wir 2009 massive Qualitätseinbrüche erleiden. Gleichzeitig aber verzeichnen wir einen neuerlichen Fahrgastrekord. Das zeigt, dass selbst in schwierigsten Situationen eines einzelnen Verkehrsunternehmens das ganze Nahverkehrssystem im Verbundgebiet gut funktioniert und den Menschen hier ein hochwertiges Bus- und Bahn-Angebot zur Verfügung steht. Das solidarischen Verhalten der anderen Verkehrsunternehmen hat seine Wirkung nicht verfehlt: Unsere Stammgäste sind uns erhalten geblieben und wir konnten sogar neue Kunden gewinnen." Nach wie vor sei die S-Bahn Berlin GmbH mit etwa 71 Prozent der Fahrleistung allerdings noch weit von einem Normalbetrieb entfernt, so Franz weiter. Derzeit werden nicht einmal die vom Unternehmen angestrebten eigenen Hochfahrstufen erreicht.

Bei der Vorstellung des Verbundberichts ging Franz auch auf das im vergangenen Jahr abgeschlossene Vergabeverfahren "Netz Stadtbahn" ein. Bei der bislang umfassendsten Ausschreibung für den Nahverkehr auf der Schiene in Deutschland wurden 16 Regionalexpress- und Regionalbahnlinien mit einem jährlichen Volumen von mehr als 20 Millionen Zugkilometern und einem Auftragsvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden Euro vergeben. Die an der Ausschreibung beteiligten Länder Berlin und Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern werden mit Abschluss der neuen Verkehrsverträge insgesamt rund 55 Millionen Euro pro Jahr einsparen - bei höheren, vorgeschrieben Qualitätsstandards, wie z.B. einem Zugbegleiter pro Zug oder durchgehende Klimatisierung. Eine branchenübliche Bezahlung wurde für die Mitarbeiter ebenfalls fixiert. Weitere Themen im VBB-Verbundbericht 2010 sind Vertragsmanagement und Qualität, Wettbewerb, Infrastruktur, Fahrgastinformation
und Fahrgastsicherheit. Der Bericht wird im Internet unter www.VBBonline.de veröffentlicht.

Am Wochenende DoStos auf der Remsbahn

(19.08.) STUTTGART - Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 wird die DB Regio AG am Wochenende die einstöckigen Wagen auf der Remsbahn durch Doppelstockwagen ersetzen. An Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen werden damit zwischen Stuttgart und Aalen fast alle Züge mit den moderneren Fahrzeugen unterwegs sein. Die Doppelstockzüge bieten im Vergleich zu den konventionellen Zügen rund 100 Sitzplätze mehr pro Zug. Darüber hinaus sind die besonders laufruhigen Züge mit niedrigen Einstiegen, breiten Türen und einer großen Toilette im Steuerwagen behindertengerecht ausgestattet. Die übrige Innenausstattung mit ergonomisch geformten Einzelsitzen mit Armlehne entspricht heutigen Anforderungen.

Die Doppelstockwagen dieser Generation (Bauserie 1994 bis 1996) verfügen noch nicht über eine Klimaanlage. Dennoch sorgt die vorhandene Umluftanlage auch im Sommer für erträgliche Temperaturen. Das Remstal bietet sich gerade am Wochenende für Radtouren an. Deshalb wurde die Anzahl der Fahrradstellplätze pro Zug um 25 Prozent auf 20 Plätze erhöht. Durch die breiten Türen lassen sich Fahrräder und Kinderwagen leicht in den Mehrzweckraum des Zuges verladen.

Auch auf der Murrbahn können ab dem Fahrplanwechsel durch den Einsatz eines Elektrotriebwagens der Baureihe ET 425 Verbesserungen im Komfortbereich realisiert werden. Dieses Fahrzeug wird ab Dezember 2010 auf der Linie Backnang - Schwäbisch Hall-Hessental eingesetzt. Mit dem Einsatz dieses spurtstarken Triebzugs kann die ohnehin gute Pünktlichkeit dieser Linie noch weiter erhöht werden.

Feuer im Stellwerk Lauenburg

(19.08.) LAUENBURG - In der Nacht zu Mittwoch hat ein Feuer im Lauenburger Bahnhof das Stellwerk der DB zerstört. Der Zugverkehr zwischen Lüneburg und Büchen bleibt daher voraussichtlich mindestens bis Donnerstagabend unterbrochen. Die DB setzt zwischen Lüneburg und Büchen zunächst bis Donnerstag Abend Busse ein. Die Fahrzeiten verlängern sich hierdurch um etwa 60 Minuten. Auf den Bahnhöfen Lauenburg, Büchen und Echem steht den Reisenden Servicepersonal der Bahn als Ansprechpartner zur Verfügung. Zur weiteren Entwicklung will die Bahn heute neu informieren.

Wie die Bundespolizei mitteilte, schlugen gegen 02.50 Uhr Flammen aus dem Bahnhofsgebäude, in welchem sich ein Fahrkartenverkaufsschalter, ein Kiosk sowie eine Gaststätte mit Zimmervermietung befinden. Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Lauenburg und Buchhorst rückten aus und evakuierten das Gebäude in der Bahnhofstraße. Die beiden Gaststättenpächter und ein Gast hatten im Hotel genächtigt. Die Feuerwehrleute brachten das Feuer schnell unter Kontrolle, konnten jedoch die Technik des Stellwerkes und auch die Fahrkartenausgabe nicht mehr retten. Personen wurden nicht verletzt. Die Kriminalpolizei in Geesthacht hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach dem ersten Stand der Ermittlungen waren Unbekannte in das Gebäude eingebrochen. Das Feuer brach im Erdgeschoss im Bereich des Raumes aus, in dem das Stellwerk untergebracht war. Durch das Feuer wurde die Technik des Stellwerkes komplett zerstört. Der entstandene wirtschaftliche Schaden kann derzeit nicht beziffert werden. Am Gebäude entstand ein Sachschaden von ca. 30.000 Euro. Die Kriminalpolizeibeamten ermitteln wegen des Verdachts der Brandstiftung. Hinweise auf einen technischen Defekt liegen nicht vor.

Bahn bietet Baustellenführungen durch die Alten Mainzer Tunnel

(19.08.) MAINZ - Im Stadtgebiet von Mainz führt die Bahnlinie zwischen dem Hauptbahnhof und der Station Römisches Theater durch die beiden hintereinander liegenden, durch einen Einschnitt voneinander getrennten Alten Mainzer Tunnel. Sie sind über 125 Jahre alt und wurden in den letzten vier Jahren komplett erneuert. Die Züge fuhren in dieser Zeit durch den 1297 Meter langen Neuen Mainzer Tunnel, der 2003 in Betrieb genommen werden konnte. Die beiden Alten Mainzer Tunnel entsprechen jetzt demselben modernen Stand der Technik, der auch im Neuen Mainzer Tunnel realisiert wurde. Der Tunnelquerschnitt wurde erweitert und mit einer Stahlbetonschale ausgestattet. Gleise und Oberleitungen wurden erneuert. Die Einrichtungen zum Brand- und Katastrophenschutz entsprechen dem neuesten Sicherheitsstandard.

Bevor wieder der Zugverkehr aufgenommen wird, möchte die Bahn den Anwohnern und sonstigen Interessierten die Gelegenheit geben, sich die erneuerten Tunnel vor Ort anzuschauen. Dazu findet am Sonntag, 22. August, ein Tag der offenen Baustelle statt. Zwischen 10 und 16 Uhr finden Führungen statt, die ca. 30 bis 40 Minuten dauern. Treffpunkt ist der Eingang zur Baustelle am Hauptbahnhof. Von der Station Römisches Theater ist kein Zugang möglich. Voranmeldungen zur Führung sind nicht notwendig. Am Eingang steht eine Infowand zum Bauablauf zur Verfügung. Außerdem hat die Bahn Faltblätter vorbereitet. Den Besuchern wird empfohlen, baustellengeeignete Schuhe mitzubringen. Gummistiefel sind nicht notwendig. Für Kinderwagen, Rollstühle oder ähnliches ist die Tunnelbegehung nicht geeignet.

"FAZ": Im Oktober ICE-Testfahrten durch den Ärmelkanal-Tunnel

(18.08.) FRANKFURT - Die DB will laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe) in der zweiten Oktoberhälfte mit den Testfahrten durch den Ärmelkanal-Tunnel beginnen. Ziel sei die technische Erprobung, hieß es unter Berufung auf Unternehmenskreise. Damit käme die Bahn käme ihrem seit langem verfolgten Ziel, den ICE auch zwischen deutschen Großstädten und London verkehren zu lassen, einen Schritt näher. Dennoch wird laut "FAZ" eine regelmäßige Verbindung wohl erst in einigen Jahren aufgenommen werden können. Vor allem technische Hindernisse und spezielle Sicherheitsauflagen erschweren der Bahn dem Bericht zufolge den Zugang zum Eurotunnel.

"Abendblatt": Verband will gegen Direktvergabe der Hamburger S-Bahn klagen

(18.08.) HAMBURG - Der Interessenverband mofair e. V., der die Interessen zahlreicher privater Verkehrsunternehmen in Deutschland vertritt, erwägt nach Informationen des Hamburger "Abendblatts", rechtliche Schritte gegen die Stadt Hamburg einzuleiten. Hintergrund ist die geplante Direktvergabe des S-Bahnbetriebs ab 2017 nach Ende des bisherigen Verkehrsvertrages an den jetzigen Betreiber, die DB-Tochter S-Bahn Hamburg GmbH. "Wenn die Stadt tatsächlich den Betrieb des S-Bahn-Netzes ohne öffentliche Ausschreibung an die S-Bahn Hamburg vergibt, dann werden wir dagegen juristisch vorgehen", sagte mofair-Hauptgeschäftsführer Engelbert Recker der Zeitung. Eine Direktvergabe widerspreche dem Vergaberecht. Recker verwies in diesem Zusammenhang auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf. Dort hatte das Gericht nach Klage von Bahnkonkurrenten entschieden, dass der direkt vergebene Verkehrsvertrag des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) mit der DB Regio NRW GmbH unwirksam ist. Allerdings ist die Entscheidung des OLG Düsseldorf noch nicht rechtskräftig, der Bundesgerichtshof in Karlsruhe soll in diesem Fall nun höchstrichterlich urteilen.

ICE kollidiert mit Mülllaster

(18.08.) NEUSTADT/Weinstraße - Auf der Strecke von Frankfurt am Main nach Paris ist bei Lambrecht in der Pfalz am Dienstag Vormittag ein ICE mit einem auf das Gleis gestürzten Mülllaster kollidiert. Dabei wurden 12 Fahrgäste, zwei Zugbegleiter sowie der Triebfahrzeugführer leicht verletzt. Der Fahrer des Müllwagens erlitt schwere Verletzungen, allerdings nicht durch den Zusammenprall des Zuges mit dem Müllwagen, sondern bereits vorher, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Mann habe sich dann aber noch aus dem Fahrzeug retten können, bevor der ICE kam. Nach Angaben der Bundespolizei befuhr der Mülltransporter einen befestigten Weg, parallel und oberhalb der Gleise verlaufend. Als er einem entgegenkommenden Fahrzeug auswich, rutschte er die unbefestigte Böschung herunter, kippte um und blieb im Gleisbereich liegen. Der herannahende ICE auf dem Weg von Frankfurt nach Paris konnte trotz einer eingeleiteten Schnellbremsung nicht mehr rechtzeitig zum Stehen kommen und kollidierte mit dem Transporter.

Der entstandene Sachschaden ist hoch. Die ersten zwei Wagen des ICEs entgleisten, die Außenwand des Zugs wurde auf einer Länge von mehreren Metern aufgeschlitzt und eine Tür komplett herausgerissen. Die Bahnstrecke zwischen Lambrecht und Neustadt an der Weinstraße bleibt bis voraussichtlich Mittwochmittag komplett gesperrt. Für die betroffene Strecke wurde ein Notverkehr mit Bussen und Taxen eingerichtet. Die etwa 320 Reisenden, die mit dem ICE unterwegs waren, darunter auch Briten, Chinesen und Amerikaner, wurden mit Bussen nach Mannheim gebracht. Von dort sollte ein Sonderzug sie an ihr Reiseziel Paris bringen. Der ICE-Verkehr zwischen Frankfurt und Paris wird über Straßburg umgeleitet. "Dadurch entstehen Verspätungen von rund 30 bis 40 Minuten", sagte ein Bahn-Sprecher. Der ICE sollte mit Hilfe eines Spezialkrans am Dienstagabend wieder ins Gleis gehoben und der Mülltransporter geborgen werden.

Verkehrsexperte kritisiert im Ausgabe von Steuermilliarden bei "Stuttgart 21"

(18.08.) MAINZ - Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen), übt heftige Kritik am umstrittenen Milliardenprojekt "Stuttgart 21". Er fordert für das Parlament Einblick in die Wirtschaftlichkeitsberechnungen der DB. "Es ist einfach ein Skandal, dass wir als Abgeordnete des Deutschen Bundestages keine Informationsrechte gegenüber der Bahn haben, gegenüber einem 100-prozentigen Bundesunternehmen. Es ist aberwitzig, dass ein Parlament die Ausgabe von Steuergeldern in Milliardenhöhe nicht kontrollieren kann", sagt Hermann in einem Interview mit dem ZDF-Magazin "Frontal 21".

"Das werden wir auch vom Bundesverfassungsgericht prüfen lassen", so Hermann weiter. Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses will eine Klage vorbereiten, falls sich die Bahn weiterhin weigere, ihre Zahlen offenzulegen. Hermann weist darauf hin, dass sowohl die Bahn selbst als auch das Bundesverkehrsministerium bisher die Vorlage der genauen Kosten-Nutzen-Rechnung verweigert habe. Hermann hatte als Bundestagsabgeordneter im März dieses Jahres eine kleine Anfrage an das Bundesverkehrsministerium gestellt. Die Antwort nach seinen Angaben: Bei den Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Bahn handele es sich um "Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse". Mit derselben Begründung habe auch die Bahn die Herausgabe ihrer eigenen Berechnungen verweigert, so Hermann.

Hermann kritisiert auch die Subventionen des Landes Baden-Württemberg an die Bahn für ein Zugverkehrsaufkommen für die Zeit nach Fertigstellung von "Stuttgart 21": "Die Bahn kassiert seit 2001 rund 600 Millionen Euro unzulässiger Subventionen", sagt Hermann gegenüber "Frontal 21". Das Geld habe dazu gedient, das Milliardenprojekt auf Biegen und Brechen durchzusetzen. "Damals waren intern viele bei der Bahn, die gesagt haben, Stuttgart 21 rechnet sich nicht. Das Land hat dann mit diesen verdeckten Subventionen die Bahn bei der Stange gehalten, um Stuttgart 21 durchzusetzen."

Verbände im Bahnsektor sehen großen Ausbaubedarf

(18.08.) BERLIN - Anders als die bundesweite Aufregung um Stuttgart 21 vermuten lässt, haben sich die Mitgliedsverbände der Allianz pro Schiene in einer Umfrage zu den 58 Schienenneu- und Ausbauprojekten der Bundesregierung überraschend einhellig geäußert: Die Mehrzahl der Projekte bewerteten sie auf einer Positivliste als "unstrittig". Mit Nürnberg - Erfurt wurde nur ein einziges Projekt des Bedarfsplans Schiene von einigen Mitgliedsverbänden als "Prestigeprojekt" eingestuft. Keine einhellige Unterstützung aus den Reihen der Allianz pro Schiene-Mitgliedsverbände erhielten außerdem "Stuttgart 21" und die Feste Fehmarnbeltquerung, die allerdings beide nicht im offiziellen Bedarfsplan aufgeführt sind. Einige weitere Schienenbauvorhaben des Bundes sind bei einzelnen Mitgliedern der Allianz pro Schiene zwar in ihrer aktuellen Ausgestaltung umstritten, ein grundsätzlicher Bedarf für den Schienenausbau in den betreffenden Korridoren wird aber von allen 17 Verbänden gesehen. Dazu zählen die Strecken für den Seehafen-Hinterlandverkehr im Dreieck Hamburg - Bremen - Hannover, die Mottgersspange im Spessart oder die Anbindung zum Flughafen Berlin. Die ganz überwiegende Zahl der Bedarfsplanprojekte genießt dagegen in der vom Bund vorgeschlagenen Variante die ungeteilte Zustimmung im pro Schiene-Lager.

"Der Schienenausbau wird von unserem Bündnis gewollt", sagte der Vorsitzende der Allianz pro Schiene, Klaus-Dieter Hommel. "Diese Zustimmung steht auf einem breiten Fundament." Zu den Mitgliedern der Allianz pro Schiene zählen die Umweltverbände BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe und Naturfreunde, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die Automobilclubs ACE und ACV ebenso, wie die drei Bahngewerkschaften TRANSNET, GDBA und GDL. Hommel widersprach damit der verbreiteten Einschätzung, der Schienenausbau in Deutschland scheitere am allseitigen Widerstand insbesondere von Umweltverbänden und anderen NGOs. "Unsere Umfrage zeigt, dass dies für die Schiene nicht der Fall ist", sagte Hommel und betonte auch, dass die Zahl der Prestigeprojekte erfreulich klein sei. Ferner wird die Mär widerlegt, bei der Konzentration auf die unstrittigen Projekte könne der Bund bei der Infrastruktur sparen. Bedarfsgerechte Investitionen in die Schiene, die zusätzliche Kapazitäten schaffen, erfordern nach Einschätzung der Allianz pro Schiene Bundesmittel in Höhe von fünf Milliarden Euro jährlich.

Alle 58 Bedarfsobjekte des Bundes finden Sie als PDF-Download auf den Seiten der Allianz pro Schiene.

Nachtzüge fehlgeleitet

(18.08.) LYON - Ein Fehler bei der SNCF hat dafür gesorgt, dass 240 Fahrgäste statt in die Schweiz nach Italien bzw. umgekehrt statt nach Italien in die Schweiz gefahren sind. Ein Nachtzug auf dem Weg von Barcelona nach Mailand bzw. Zürich wurde planmäßig in Lyon geteilt. Dabei wurden aber die beiden Zugteile verwechselt und in die jeweils falsche Richtung geschickt. Wie die SBB mitteilte, sei in Genf aufgefallen, dass die dort angekommenen Fahrgäste eigentlich nach Italien wollten und nicht in die Schweiz, wodurch der Irrtum aufgeflogen sei. Beim anderen Zugteil wurde die Panne an der Grenze bemerkt. Warum dieser Fehler passiert ist, ist noch unklar. Da alle Passagiere schliefen, wurde er erst Stunden später bemerkt. Mit mehreren Stunden Verspätung erreichten die Reisenden schließlich das richtige Reiseziel.

Bayerns Verkehrsminister Zeil weist Kritik an Ausschreibungspolitik zurück

(18.08.) MÜNCHEN - Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil hat die Kritik der Gewerkschaften an der Vergabepraxis des Freistaats beim Schienenpersonennahverkehr zurückgewiesen. "Die Vorwürfe der Gewerkschaften gehen ins Leere. Bei den Ausschreibungen geht es nicht um Senkung von Sozialstandards, sondern um höhere Qualität, verbesserte Angebote und um mehr Service für die Fahrgäste. Mehrbestellungen und die hohen Serviceanforderungen in unseren Ausschreibungen haben zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft stellt hohe Anforderungen hinsichtlich Qualifikation und Ausbildung, beispielsweise für das Zugbegleitpersonal. Damit verhindern wir, dass gering qualifiziertes Personal zu Niedrigstlöhnen beschäftigt werden kann", so Zeil.

Alle Verkehrsunternehmen, die in Bayern Verkehrsleistungen erbringen, haben Tarifverträge geschlossen. Schon deshalb könne es keine Dumpinglöhne geben. Zeil: "Bei den Vergaben spielen die Lohnkosten in der Regel keine entscheidende Rolle. Bei etwa zwei Drittel der bisherigen Ausschreibungen hat nicht der Bieter mit den niedrigsten Lohnkosten den Zuschlag erhalten. Aufträge werden also keinesfalls ausschließlich anhand des Preises vergeben." Völlig unangemessen sei es, von verringerten Standards bei Qualität und Sicherheit zu sprechen. "Das ist sachlich haltlos und bloße Polemik, die ich in diesem Zusammenhang besonders bedauerlich finde", erklärt Zeil. Nach seinem ordnungspolitischen Verständnis sei es Sache der Tarifpartner, angemessene Regelungen für die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen zu finden. Die Tarifpartner hätten bislang bewiesen, dass diese Verantwortung bei ihnen gut aufgehoben ist. Das zeige auch die Tatsache, dass die Tarifpartner gerade einen Branchentarifvertrag verhandeln.

Graffiti-Sprayer schlagen Bahnmitarbeiter mit Teleskopschlagstock

(18.08.) SOLTAU - Zwei unbekannte Graffiti-Sprayer haben am Bahnhof Soltau einen 29-jährigen Bahnmitarbeiter mit einem Teleskopschlagstock geschlagen. Anschließend flüchteten sie unerkannt. Der Angriff ereignete sich am Montagabend gegen 23:30 Uhr im Bereich der Abstellgleise. Der Bahnmitarbeiter reinigte einen Personenzug. Dabei bemerkte er zunächst nur einen Mann mit einer Spraydose in der Hand. Er stellte ihn zur Rede. Der Sprayer nahm seine Kapuze ab und zog sein Halstuch herunter, welches er vor das Gesicht gebunden hatte. Dreist beleidigte er den Bahnmitarbeiter. Dabei schlich sich unbemerkt ein zweiter Sprayer heran. Wortlos schlug er mit dem Schlagstock zu und traf den 29-Jährigen am Handgelenk. Er erlitt eine schmerzhafte Prellung. Dann flüchteten die Sprayer von der Bahnanlage. Sie wurden wie folgt beschrieben: Ca. 18 - 25 Jahre alt, vermutlich türkischer Herkunft, ca. 180 cm und 170 cm groß, schwarze Kleidung, schwarze Rucksäcke. Der 180 cm große Täter trug weiße Turnschuhe zur schwarzen Kleidung. Er hatte einen Strichbart auf Oberlippe und Kinnpartie sowie einen etwas längeren und nicht anrasierten schwarzen Irokesenschnitt. Er flüchtete in Richtung der Visselhöveder Straße. Der zweite 170 cm große Täter flüchtete ins Stadtzentrum. Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Zeugenhinweise werden unter der Telefonnummer 0421 / 162 995 erbeten.

Kabeldiebe im Hessischen Nidda

(18.08.) NIDDA - Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main ermittelt gegen noch unbekannte Täter, die in der Nacht zum Dienstag im Bereich des Bahnhofes Nidda in Richtung Ranstadt insgesamt 600 Meter Kabel und einen Streckenfernsprecher entwendet haben. Techniker der DB hatten den Diebstahl um 05.00 Uhr festgestellt, als es nach Ende der Betriebsruhe zu einer Störung der Telekommunikation auf der Bahnstrecke kam. Nach Ermittlungen der Bundespolizei haben die Täter die an der Strecke verlaufende Kabel durchtrennt, einen Streckenfernsprecher abmontiert und beides abtransportiert. Der hierdurch entstandene Schaden beläuft sich nach einer ersten Schätzung auf etwa 13.000 Euro. Den Technikern gelang es den Schaden so schnell zu beheben, dass es auf der Bahnstrecke zu keinen Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs kam. Zu den laufenden Ermittlungen sucht die Bundespolizei nach Zeugen. Unter der Telefonnummer 069/3400 6953 können sachdienliche Hinweise der Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main gemeldet werden.

Zugverkehr zwischen Fulda und Alsfeld pünktlich wieder angelaufen

(17.08.) FULDA - Pünktlich um 4.25 Uhr startete am Montag Morgen nach einer vierwöchigen Streckensperrung in Alsfeld der erste Regionalzug in Richtung Fulda. Die Bahn nutzte die verkehrsarmen Sommerferien, um in dem rund 46 Kilometer langen Streckenabschnitt Brücken und Gleise zu erneuern. Busse ersetzten in dieser Zeit den gewohnten Zugverkehr.

Der Bund stellt insgesamt 24,6 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm 2 zur Verfügung, um die insgesamt 106 Kilometer lange Vogelsbergbahn zwischen Gießen und Fulda zu modernisieren und dabei die Streckengeschwindigkeit von bisher maximal 90 auf bis zu 120 Kilometer pro Stunde zu erhöhen. In den jetzt endenden Sommerferien war der Abschnitt Alsfeld - Fulda an der Reihe. Die Bahn erneuerte zwei Eisenbahnbrücken in Oberbimbach und im Stadtgebiet Fulda sowie zwei Bachdurchlässe im Bereich Lauterbach. Auf rund 16 Kilometern Länge fanden in mehreren Abschnitten Gleisstopfarbeiten am Schotterbett statt. Für die genannten Arbeiten wurden rund 1,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm aufgewendet. Darüber hinaus nutzte die Bahn die zugfreie Zeit, um im Rahmen der Instandsetzung Gleise und Schienen zu erneuern. In einem 1,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Alsfeld und Wallenrod wurde der gesamte Gleiskörper mit Schienen, Schwellen und Schotterbett ausgetauscht. Zwischen Lauterbach und Bad Salzschlirf sowie zwischen Großenlüder und Maberzell wurden auf insgesamt 4,5 Kilometern Länge die Schienen erneuert. Rund 1,7 Millionen Euro flossen in diese Instandsetzungsmaßnahmen.

Die Arbeiten werden in den Herbstferien im Abschnitt Mücke - Alsfeld fortgesetzt. In den Weihnachtsferien ist der Abschnitt Gießen - Grünberg an der Reihe. Letztmals Streckensperrungen sind in den Osterferien 2011 im Abschnitt Alsfeld - Wallenrod eingeplant. Neben der Erneuerung von Brücken, Durchlässen und Gleisen passt die Bahn insgesamt 61 Bahnübergänge signaltechnisch an die höheren Geschwindigkeiten an. Diese Arbeiten können auch außerhalb von Streckensperrungen laufen. Die gesamten Arbeiten sollen im Sommer 2011 abgeschlossen sein.

Erneuerter Nitteler Tunnel nach 14 Monaten Bauzeit pünktlich in Betrieb gegangen

(17.08.) TRIER - Mit einer Gesamtinvestitionssumme von über 30 Millionen Euro ist eines der größten Bahnbauprojekte in Rheinland-Pfalz am Montag Morgen gegen 4 Uhr termingerecht abschlossen worden: Die Erneuerung des 575 Meter langen Nitteler Tunnels an der Obermoselstrecke zwischen Trier und der deutsch-französischen Grenze bei Perl. In 14 Monaten Bauzeit wurde in der vormals zweigleisigen alten Tunnelröhre ein komplett neuer eingleisiger Tunnel gebaut und mit moderner Tunnelsicherheitstechnik ausgestattet. Außerdem wurden im Bereich der Gemeinde Wellen Lärmschutzwände errichtet. Bis Ende des Jahres werden noch die Baustraßen und Baustelleneinrichtungsflächen zurückgebaut und Böschungen bepflanzt. Der Zugverkehr, der seit Juni 2009 zwischen Wellen und Perl durch Busse ersetzt worden war, wurde am Montag Morgen wie geplant wieder aufgenommen. Auch die beliebten Ausflugszüge am Wochenende nach Metz über Thionville können jetzt wieder angeboten werden.

Modernisierung des Bahnhofs Übach-Palenberg abgeschlossen

(17.08.) DÜSSELDORF - Nach fast zweijähriger Umbauzeit ist der Bahnhof Übach-Palenberg am 16. August offiziell in Betrieb genommen worden. Stadt und Deutsche Bahn verfolgten mit der Modernisierung insbesondere die Schaffung einer mobilitätsgerechten Zuwegung sowie die Verkürzung der Wege innerhalb der Station. Die Sanierung umfasste den Neubau des Außenbahnsteiges am Gleis 1 in Richtung Aachen sowie des Hausbahnsteiges am Gleis 2 auf der Seite des Empfangsgebäudes in Richtung Mönchengladbach jeweils mit einer Länge von 170 Metern, die Sanierung der vorhandenen Personenunterführung, den Neubau von mobilitätsgerechten Rampen zur Personenunterführung an beiden Bahnsteigen, den Neubau der Beleuchtungsanlage und den Neubau der Wetterschutzhäuser und des Wegeleitsystems. Das Gesamtvolumen der Maßnahme betrug rund 2,9 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der DB. Die Planungsleistungen wurden von der Stadt Übach-Palenberg mit finanziert.

Gleisbauarbeiten zwischen Mertingen und Meitingen

(17.08.) DONAUWÖRTH - Zwischen Mertingen und Meitingen werden an den vier Wochenenden von Ende August bis Mitte September etwa zehn Kilometer Schienen erneuert. Deshalb werden Samstag/Sonntag, 21./22. und 28./29. August sowie 4./5. und 11./12. September mehrere Regionalverkehrszüge zwischen Donauwörth und Meitingen durch Busse ersetzt. Die Reisenden werden gebeten, die frühere Abfahrt bzw. spätere Ankunft der Busse in Donauwörth um bis zu 25 Minuten zu beachten. Nähere Details erhalten die Reisenden durch die ausgelegten Handzettel oder unter dem Link http://bauarbeiten.bahn.de/docs/2010/bayern/910.pdf. Die Mitnahme von Kinderwagen, Rollstühlen und Fahrrädern ist in den Bussen eingeschränkt möglich. Die Fahrgastinformation erfolgt anhand von Lautsprecherdurchsagen und Aushängen an den Bahnhöfen sowie unter der Nummer 01805 99 66 33.

Nächtliche Oberleitungsarbeiten zwischen Dresden Mitte und Dresden-Neustadt

(17.08.) LEIPZIG - Auf Grund von Oberleitungsarbeiten zwischen Dresden Mitte und Dresden-Neustadt kommt es in der Nacht am 18./19. August (von 23.15 Uhr bis 0.15 Uhr) zu Fahrplanänderungen, Umleitungen und Halteausfällen.Die S-Bahnen der Linien S 1 Meißen Triebischtal - Dresden - Schöna und S 2 Pirna - Dresden - Dresden Flughafen werden zwischen Dresden-Neustadt und Dresden Hauptbahnhof über die Fernbahngleise umgeleitet und halten nicht in Dresden Freiberger Straße. In Dresden Mitte halten die S-Bahnen abweichend am Gleis 4. Die Deutsche Bahn bittet die Reisenden um Entschuldigung für die entstehenden Unannehmlichkeiten. Informationen zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei der Service-Nummer der Bahn 01805 99 66 33 sowie im mdr auf Texttafel 738 und im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten.

Bahnhofsfest am Bahnhof Frankfurt (Oder)

(17.08.) FRANKFURT/Oder - Am Sonntag, 22. August, laden DB, ihre Pächter und Partner zum großen Bahnhofsfest nach Frankfurt (Oder). Von 10 bis 18 Uhr wartet ein abwechslungsreiches Programm auf die Besucher. Unter anderem gibt es ein Platzkonzert mit der Fanfarengarde Frankfurt an der Oder, Drasinenfahrten und Pendelfahrten zum Stahlwerk und zur Oderbrücke. Eisenbahnfans können das Eisenbahnmuseum besuchen und sich historische Stellwerkstechnik vorführen lassen oder Eisenbahnfahrzeuge besichtigen. Ein Zugsimulator sorgt für das richtige Eisenbahngefühl aus Sicht eines Lokführers. Der Autor Erich Preuß signiert seine Bücher über die Eisenbahn. Auch die Bundespolizei wird mit einem Infostand vertreten sein. Auf die kleinen Besucher warten Bobbytrain und Hüpfburg. Für Modellbahnfreunde hat eine Tauschbörse geöffnet.

"Spiegel": Land rettete "Stuttgart 21" mit fragwürdigem Auftrag

(16.08.) STUTTGART - Zur Rettung des umstrittenen Bahnprojekts "Stuttgart 21" soll das Land Baden-Württemberg laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" der DB im Jahr 2001 einen fragwürdigen Auftrag zugeschanzt haben. Demnach hatte Ende 1999 eine Wirtschaftlichkeitsberechnung der Bahn ergeben, dass 344 Millionen Mark für das Infrastrukturprojekt fehlten. Kostendeckend wäre das Projekt nur, wenn Baden-Württemberg regionalen Zugverkehr bezahlen würde, der teilweise erst nach Fertigstellung des Großprojekts gebraucht würde. "Das Land wird rund 1,45 Millionen Zugkm/a (Zugkilometer pro Jahr), die ursprünglich nach Fertigstellung von "Stuttgart 21" eingeführt werden sollten, möglichst bereits ab dem Fahrplanwechsel 2001 bei der DB Regio AG für die Dauer von 10 Jahren bestellen", zitiert der "Spiegel" aus einem Vertragsentwurf zwischen Land und Bahn. Als Preis wurden laut Bericht 13,95 Mark pro Kilometer vereinbart. Dazu kamen unter anderem 200 Millionen Mark für neue Züge. Der Vertrag wurde dem "Spiegel" zufolge leicht modifiziert 2001 abgeschlossen.

Auch der heutige Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) soll laut dem Bericht in seiner damaligen Funktion als Politischer Staatssekretär im Verkehrsministerium an dem Deal beteiligt gewesen sein. Mappus' damaliger Vorgesetzter, der ehemalige Verkehrsminister Ulrich Müller (CDU), wies eine unzulässige Verknüpfung zwischen "Stuttgart 21" und bestellten Bahnkilometern zurück. Der "Spiegel" zitierte ihn mit den Worten, er habe "für das Land das Beste herausgeholt". Auch die Bahn wies den Vorwurf zurück und betonte, dass kein "unmittelbaren Zusammenhang" zwischen dem Auftrag und "Stuttgart 21" bestehe. Die von der Landesregierung mit der Bestellung bei der Bahn betraute Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg räumte im "Spiegel" allerdings einen Zusammenhang mit "Stuttgart 21" ein, bestritt aber, den Zugverkehr "nur" bestellt zu haben, um die "Wirtschaftlichkeit" des umstrittenen Projekts "zu verbessern".

Zugunglück von Peine möglicherweise durch lose Radreifen verursacht

(16.08.) PEINE - Das Zugunglück in Peine, bei dem im Juni ein Regionalzug in einen entgleisten Güterzug gefahren war, ist Medienberichten zufolge möglicherweise durch lose Radreifen verursacht worden. Demnach bestätigte das Eisenbahn-Bundesamt, dass an der Unglückstelle verdrehte Radreifen gefunden worden seien. "Dass die Räder diesen Mangel aufweisen, ist eine Tatsache", wurde EBA-Sprecher Moritz Huckebrink zitiert. "Ob sie aber auch Grund für das Unglück waren, wissen wir nicht." Die zuständige Stelle prüfe momentan noch, auch ein unabhängiges Gutachten sei in Arbeit. "Es wird einen Untersuchungsbericht geben, der Aufschluss über den Unglücksgrund gibt."

Touristische Informationen und Fahrscheine im sanierten Halberstädter Bahnhof erhältlich

(16.08.) HALBERSTADT - Die DB verkauft ab Montag wieder Fahrscheine im sanierten Halberstädter Bahnhof. Damit hat das durch die Bauarbeiten zur Sanierung des Bahnhofsgebäudes notwendige zweieinhalbjährige Provisorium in den Containern am Bahnhofsvorplatz ein Ende. Künftig erhalten Reisende und Touristen in dem neugestalteten Verkaufsraum mit DB Reisezentrum und Mobilitätszentrale nicht nur Fahrscheine für die Deutsche Bahn, den Harz-Elbe-Express (Veolia) und die Harzer Schmalspurbahnen, sondern auch touristische Informationen und Angebote durch einen Kooperationspartner. Die DB Reiseberaterinnen stehen montags bis freitags von 6 Uhr bis 10 Uhr und von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr sowie samstags von 8 Uhr bis 10 Uhr und von 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr für die persönliche Beratung und den Fahrscheinkauf zur Verfügung. Sonntags ist die Mobilitätszentrale von 11.30 Uhr bis 14 Uhr und von 14.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Mängel am Neuen Schlüchterner Tunnel können bis Anfang 2011 beseitigt werden

(14.08.) FRANKFURT/Main - Experten der DB und der Baufirmen haben sich auf ein Konzept zur dauerhaften Mängelbeseitigung beim Neuen Schlüchterner Tunnel geeinigt. Der neu gebaute Tunnel konnte nicht, wie ursprünglich geplant, Ostern 2010 in Betrieb genommen werden, da nach Fertigstellung an den Betonelementen der Tunnelschale, den sogenannten Tübbings, Mängel aufgetreten waren. Dem Phänomen der aufgetretenen Mikrorisse in den Tübbings wird mit Spezialdübeln begegnet, die über die gesamte Tunnellänge, also vorsorglich auch in Bereichen in denen keine Risse erkannt wurden, in die Tunnelschale gesetzt werden. Die Arbeiten können so abgeschlossen werden, dass die Osterfeiertage 2011 für die vorgesehene zeitweilig zweigleisige Anschwenkung der Strecke an den neuen Tunnel genutzt werden können. Die bereits 2010 eingeplante Sperrpause an Ostern, in der der alte Schlüchterner Tunnel von der Strecke abgehängt und der Neue Schlüchterner Tunnel an die Gleise angeschlossen werden sollte, wurde von der Bahn genutzt, um im alten Tunnel punktuelle Instandsetzungsarbeiten durchzuführen. Dadurch kann der alte Tunnel bis zur Inbetriebnahme des neuen weiterhin ohne Einschränkungen genutzt werden.

Der 1914 in Betrieb genommene zweigleisige Schlüchterner Tunnel auf der Fernverkehrsstrecke Frankfurt - Fulda ist einer der meist befahrenen Eisenbahntunnel Deutschlands. Täglich durchfahren ihn insgesamt 260 Personen- und Güterverkehrszüge. 2007 wurde begonnen, mit dem Neuen Schlüchterner Tunnel in westlicher Parallellage in einem Abstand von 50 bis 90 Metern zum bestehenden Tunnel eine neue Röhre zu bauen. Der neue Tunnel wurde auf einer Länge von 3.995 Metern mit einer Tunnelvortriebsmaschine hergestellt. Durch den Neuen Schlüchterner Tunnel soll vorerst der Zugverkehr zweigleisig abgewickelt werden, während der alte Schlüchterner Tunnel grundlegend erneuert wird. Im Endzustand werden dann beide Tunnelröhren eingleisig in je einer Fahrtrichtung betrieben.

Menschenkette gegen "Stuttgart 21"

(14.08.) STUTTGART - Rund 18000 Menschen haben am Freitag Abend mit einer Menschenkette gegen das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21" demonstriert. Auf einer Länge von über einem Kilometer zündeten sie Kerzen an, anschließend legten sie eine Schweigeminute ein. Die Kritik richtet sich unter anderem gegen die steigenden Kosten - mittlerweile mindestens 4,1 Milliarden Euro - für das Projekt, bei dem der Kopf- in einen unterirdischen Tunnelbahnhof umgewandelt werden soll, sowie negative Effekte für die Umwelt und den Nahverkehr. Die Gegner befürworten eine Modernisierung des Kopfbahnhofes und wollen einen Baustopp und eine Bürgerbefragung erreichen. Nach der Aktion zogen die "Stuttgart 21"-Gegner in einem Protestzug durch die Innenstadt zum Rathaus. Der Sprecher der Protestgruppe Parkschützer, Matthias von Herrmann, sagte angesichts der Teilnehmerzahl, der Widerstand lebe jetzt erst richtig. "Wenn das so weitergeht, tobt bald die ganze Stadt", fügte er hinzu. Herrmann warf der Politik vor, Öl ins Feuer zu gießen, weil sie den Protest von Tausenden seit Wochen ignoriere.

Am Morgen hatten die Abbrucharbeiten an der Außenwand des Hauptbahnhof-Nordflügels begonnen. Ein Bagger trug Stahlträger aus der Konstruktion ab. Außerdem wurde ein Vordach abgerissen. Schon am frühen Morgen fanden sich Demonstranten ein und versuchten, die Zufahrt der Baufahrzeuge zu verhindern. Die Polizei musste vier Aktivisten wegtragen. Wie das Kommunikationsbüro des Bahnprojekts Stuttgart - Ulm ankündigte, werden Bagger nun Schritt für Schritt die Mauern des Flügels abtragen. Das Gebäude werde stufenweise bis auf das Niveau der Kellerdecke zurückgebaut. Für den gesamten Rückbau seien zweieinhalb bis drei Monate geplant. Bereits Anfang August war mit dem Rückbau des Nordflügels im Inneren des Gebäudes begonnen worden.

Tim Mälzer bringt neudeutsch-mediterrane Küche in die DB Bordrestaurants

(14.08.) BERLIN - Der Popstar unter den deutschen Fernsehköchen, Tim Mälzer, geht im August als siebter Rezeptgeber bei der zwölfmonatigen Aktion "TV-Köche tischen auf" an den Start. Jeweils 50 Cent vom Verkaufspreis der Speisen kommen dem Hilfsprojekt "Spitzenköche für Afrika" zugute. "Wir sind stolz darauf, dass wir in den ersten sechs Monaten der Aktion bereits weit über 100.000 Euro für "Spitzenköche für Afrika" an Spenden eingenommen haben. Mit Sicherheit werden die Gerichte nach Rezepten von Tim Mälzer im August auf besonders große Nachfrage bei unseren Gästen stoßen, so dass die Aktion damit noch mal richtig Fahrt aufnehmen kann", sagt Robert Etmans, Vorstand Personal und Bordservice der DB Fernverkehr.

Tim Mälzer steht für völlig neue und innovative Gastronomiekonzepte, wie in seinem 2009 eröffneten Restaurant "Bullerei" in Hamburg zu erleben. Seine außergewöhnliche Kochkunst und seine locker schnodderig-charmante Art machen ihn darüber hinaus zu einem Publikumsliebling. Nie um einen Spruch verlegen, zeigt Mälzer mit lausbübischer Begeisterung, dass Kochen Spaß macht. Seine neudeutsche Küche mit mediterranen Einflüssen können nun auch die Gäste der Deutschen Bahn in den 250 Bordrestaurants genießen. Mälzer hat für die Bahn folgende drei Rezepturen entwickelt: Rinderroulade mit Feigen und Kartoffel-Zitronen-Basilikum-Püree, Erbsensuppe mit Mett-Enden und Tims Bolognese mit feinen Bandnudeln.

Bis Januar 2011 unterstützt die Bahn "Spitzenköche für Afrika". Diese Initiative wurde von Delikatessengroßhändler Ralf Bos und Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann zusammen mit Schauspieler Karl-Heinz Böhm gegründet. Zusammen mit der Böhm-Stiftung "Menschen für Menschen" hat sie das Ziel, mit dem Bau von Schulen Hunderttausenden von Kindern in Äthiopien den Besuch einer Schule zu ermöglichen. Weitere Informationen zum aktuellen Speise- und Getränkeangebot unter www.bahn.de/bordgastronomie. Weitere Informationen zum Hilfsprojekt unter www.skfa2010.de oder www.MenschenFuerMenschen.de

Dreigleisiger Ausbau der Bahnstrecke zwischen Stelle und Lüneburg

(14.08.) HAMBURG - Um die Leistungsfähigkeit der Bahnstrecke Hamburg - Hannover zu erhöhen, baut die DB bis 2014 in dem rund 27 Kilometer langen Abschnitt Stelle - Lüneburg ein drittes Gleis sowie zwischen Stelle und Ashausen zusätzlich ein viertes Gleis. Aufgrund dieser umfangreichen Bauarbeiten steht vom Sonntag, 15. August bis Samstag, 11. Dezember zwischen Stelle und Lüneburg abschnittsweise nur ein Gleis zur Verfügung. Die Kapazität der Strecke ist dadurch stark eingeschränkt. Daher kommt es zwischen Hamburg und Hannover zu Veränderungen im Zugverkehr. Dieses hat ebenfalls Auswirkungen auf den Zugverkehr in Schleswig-Holstein.

Fernverkehr:
Einige ICE-Züge werden in beiden Richtungen umgeleitet oder haben zusätzliche Unterwegshalte. Bedingt dadurch fahren die Züge in Hamburg rund 20 Minuten früher ab bzw. treffen aus Richtung Süden rund 20 Minuten später ein. Die ICE-Züge von und nach Kiel sowie von und nach Lübeck fahren ebenfalls zu veränderten Fahrzeiten.

Nahverkehr:
Die Fahrpläne einiger Züge der Regionalbahn Schleswig-Holstein wurden zwischen Flensburg/ Kiel/ Lübeck und Hamburg aufgrund dieser Bauarbeiten ebenfalls angepasst, teilweise mit früheren Abfahrtszeiten. Die Fahrplanänderungen wurden in den elektronischen Medien berücksichtigt. Weitere Informationen erhalten Reisende im Internet unter www.deutschebahn.com/bauarbeiten, www.bahn.de/reiseauskunft sowie durch Aushänge in den Stationen. Reisende werden gebeten, die veränderten Fahrzeiten bei ihren Reiseplanungen zu berücksichtigen und ggf. frühere Verbindungen zu nutzen.

Nächtliche Oberleitungsarbeiten zwischen Pirna und Königstein (Sächs Schw)

(14.08.) DRESDEN - Auf Grund von Oberleitungsarbeiten zwischen Pirna und Königstein (Sächs Schw) kommt es in den Nächten vom 17./18. bis 25./26. Augst zu Fahrplanänderungen auf der S-Bahn Linie S 1 (Meißen Triebischtal - Coswig - Dresden - Pirna - Schöna). Zwei S-Bahnen (S 7097 und S 7104) der Linie S 1 werden zwischen Pirna und Bad Schandau durch Busse ersetzt. Die Mitnahme von Fahrrädern, Kinderwagen und Rollstühlen ist in den Bussen nur eingeschränkt möglich. Informationen zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei der Service-Nummer der Bahn 01805 99 66 33 sowie im mdr auf Texttafel 738 und im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten.

Audi erster Kunde im CO2-freien Schienengüterverkehr von DB Schenker Rail

(13.08.) BERLIN - Audi lässt Transporte von Fertigfahrzeugen zwischen Ingolstadt und Emden CO2-frei durchführen. Seit August nutzt der Ingolstädter Automobilhersteller das Angebot Eco Plus von DB Schenker Rail, das einen CO2-freien Transport garantiert. Damit wird ein Viertel der insgesamt auf der Schiene beförderten Fertigfahrzeuge von Audi transportiert, ohne dass CO2 emittiert wird. Die für den Transport benötigte Strommenge bezieht die DB aus regenerativen Energiequellen in Deutschland. Audi als Kunde zahlt für diese Transporte einen Aufpreis. Eine Umstellung auf Eco Plus kann auf allen inländischen Relationen erfolgen. Die Option für einen CO2-freien Transport sowie die Energiebeschaffung sind vom TÜV SÜD geprüft. Mit zehn Prozent der Einnahmen aus Eco Plus finanziert die DB den Neubau von Anlagen zur Produktion von regenerativen Energien. Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Transport und Logistik der DB Mobility Logistics AG: "Wir freuen uns, dass sich mit Audi einer unserer wichtigsten Kunden als Erster für den CO2-freien Transport auf der Schiene entschieden hat. Das wird Signalwirkung haben!"

DB Schenker Rail fährt im Auftrag von Audi jährlich 625 Züge auf der Relation Ingolstadt - Emden. Somit werden etwa 150.000 Fahrzeuge ohne CO2-Emissionen transportiert. Mit der Umstellung der Verkehre auf Eco Plus kann Audi seinen CO2-Ausstoß verglichen mit dem regulären Schienentransport um jährlich rund 5.250 Tonnen CO2 vermindern. Basis für den Umweltvorteil bei DB Schenker ist die intelligente Verknüpfung der einzelnen Verkehrsträger im flächendeckenden internationalen Netzwerk. Das Angebot Eco Plus von DB Schenker Rail ergänzt das DB-Klimaschutzprogramm 2020. Mit diesem Programm will der DB Konzern seinen spezifischen CO2-Ausstoß zwischen 2006 und 2020 weltweit um weitere 20 Prozent senken. Kunden können ihre Umweltbilanz im Internet mit dem Online-Tool EcoTransIT World (www.dbschenker.com/ecotransit) präzise für Routen auf der ganzen Welt errechnen. EcoTransIT World berechnet verlässlich den CO2- und Schadstoffausstoß für Verkehrsmittel wie Zug, Lkw, Flugzeug, See- und Binnenschiff sowie für den Kombinierten Verkehr und basiert auf einer wissenschaftlich geprüften Methode und Datenlage.

Verkehrsministerium stellt Mittelfristprognose für die Verkehrsentwicklung in Deutschland vor

(13.08.) BERLIN - Das Bundesverkehrsministerium hat am Donnerstag seine Mittelfristprognose für die Verkehrsentwicklung 2010/2011 vorgelegt. Im Eisenbahngüterverkehr ist 2010 ein kräftiges Wachstum von über 11 Prozent (Aufkommen und Leistung) zu erwarten, das sich 2011 fortsetzt (Aufkommen + 3 %; Leistung + 4 %). Im Vergleich dazu ist für den Straßengüterverkehr 2010 ein Anstieg um 6 Prozent beim Transportaufkommen und um 10 Prozent bei der Verkehrsleistung (2011: Aufkommen + 2 %; Leistung + 5 %). Die stärkste Wachstumsdynamik weist die Luftfracht auf. Sie dürfte 2010 um 19 Prozent und 2011 um 7 Prozent zunehmen.

Bei der Personenverkehrsleistung aller Verkehrsträger ist 2010 mit einer annähernden Konstanz zu rechnen (2011: Zunahme um rd. 1 %). Im Bahnverkehr wird erwartet, dass die Verkehrsleistung wieder auf ihren Wachstumskurs von rd. 2 Prozent (2010/2011) zurückfindet. Der öffentliche Personen- u. Straßenverkehr dürfte nahezu stagnieren (leichte Zunahmen im Linienverkehr werden durch Abnahmen im Gelegenheitsverkehr kompensiert). Der Luftverkehr wird 2010 trotz der Behinderungen durch Vulkanasche (entspricht 1,5 % des Jahresergebnisses) wieder auf Wachstumskurs einschwenken (2010 + 4 %; 2011 + 5 %).

Schienengüterverkehr: Mit 11 Milliarden Euro ist eine Verdopplung möglich

(13.08.) BERLIN - Die Allianz pro Schiene hat das Ergebnis der Infrastruktur-Studie des Umweltbundesamtes begrüßt: "Mit 11 Milliarden Euro Investitionen in die Schieneninfrastruktur kann der Bund die Voraussetzungen für die Verdoppelung des Güterverkehrs auf der Schiene schaffen. Endlich gibt es fundierte Diskussionsgrundlagen, wie die überfällige Verkehrswende im Güterverkehr infrastrukturseitig flankiert werden kann", sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Donnerstag in Berlin. "Verkehrsminister Peter Ramsauer hat Weihnachten 2009 gefordert, den Zuwachs des Güterverkehrs möglichst vollständig auf die Schiene zu bringen, jetzt hat er die passende Studie dazu", kommentierte Flege.

"Nachdem der Deutsche Industrie- und Handelskammertag erst kürzlich ebenfalls einen massiven Ausbau der Schienenwege zur Bewältigung des Güterverkehrswachstums gefordert und mit einer Studie unterlegt hat, ist nun das Ministerium am Zug", so der Geschäftsführer des Schienenbündnisses. Nach Ansicht der Allianz pro Schiene fehlt in Ramsauers Etat jährlich rund eine Milliarde Euro für den nötigen Ausbau des Schienennetzes. Diese Finanzierungslücke müsse der Minister gemeinsam mit dem Bundestag "schnellstmöglich schließen". Neben der notwendigen Neubewertung bislang vom Bund priorisierter Neubauvorhaben dürfe dabei auch die Umschichtung von Haushaltsmitteln aus dem Straßenbauetat "kein Tabu" sein.

Mit dem Winzerzug der Erzgebirgsbahn zum Erlebnisweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul

(13.08.) CHEMNITZ - Am 19. September präsentieren die Erzgebirgsbahn und das Schloss Wackerbath einen Winzerzug von Chemnitz zum Erlebnisweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul. Mit dem Sonderzug der Erzgebirgsbahn fahren Weinliebhaber ab 10 Uhr von Chemnitz Hauptbahnhof nach Radebeul West. Vom Bahnhof geht es dann zu Fuß (ca. 20 Minuten) entlang des Weinberges zum Schloss Wackerbarth. Dort erwarten die Ausflügler eine Weinverkostung, ein ausgiebiges Winzerbuffet sowie eine Führung mit Informationen zum Weinbau und der Weinherstellung im Schloss Wackerbarth.

Die Karten für den Sonderzug kosten 50 Euro pro Person (inklusive Hin- und Rückfahrt, Weinverkostung, Winzerbuffet mit einem Getränk und Führung durch Weinfeld und Weinkeller) und sind im Vorverkauf unter der Telefonnummer 0371 4933032 oder per E-Mail unter manuela.pampel@deutschebahn.com erhältlich. Weitere Informationen zum Fahrplan und den Angeboten der Erzgebirgsbahn gibt es auch unter www.bahn.de/erzgebirgsbahn.

DB setzt zusätzliche Züge zur Sail Bremerhaven ein

(13.08.) BREMERHAVEN - Die DB setzt zum Treff der Windjammer in Bremerhaven 51 zusätzliche Züge für die bequeme An- und Abreise ein. Die zusätzlichen Züge verstärken vom 25. bis 29. August den bestehenden Stundentakt zwischen Bremen und Bremerhaven. Damit stehen auch für auch Besucher der Sail Bremerhaven in den Nächten Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag mehr Spätverbindungen nach Bremen zur Verfügung. Auch zwischen Bremerhaven und Cuxhaven werden zusätzliche Regionalbahnen das bestehende Zugangebot während der Sail Bremerhaven erweitern. In den Bahnhöfen Bremen Hbf und Bremerhaven Hbf wird während der Sail Bremerhaven mehr Servicepersonal der Bahn eingesetzt. Die zusätzlichen Züge sind in den elektronischen Fahrplanmedien unter www.bahn.de veröffentlicht. Die Bahn stellt den Kunden steht einen Flyer "Mit der Bahn ans Meer" zur Verfügung. Hier sind alle Züge während der Sail vom 25. bis 29. August verzeichnet.

LNVG: Drei Eisenbahn-Netze europaweit ausgeschrieben

(12.08.) HANNOVER - Neue Betreiber für insgesamt drei Eisenbahnnetze mit jährlich rund 5,3 Millionen (Mio.) Zugkilometern suchen die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), der Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, die Region Hannover und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in einer jetzt veröffentlichten europaweiten Ausschreibung. "Wir rechnen in allen Netzen mit weniger Steuergeld für gleichbleibend gute Fahrplanangebote und auf der Heidebahn mit erheblichen Reisezeitgewinnen sowie mehr durchgehenden Verbindungen", skizziert Hans-Joachim Menn, Sprecher der Geschäftsführung der federführenden LNVG, die Erwartungen der Aufgabenträger an das länderübergreifende Wettbewerbsverfahren.

Für das so genannte "Heidekreuz" (Bremen - Langwedel - Uelzen und Hannover - Soltau - Buchholz in der Nordheide) summieren sich die Betriebsleistungen auf jährlich rund 2,6 Mio. Zugkilometer, die die Aufgabenträger ab Ende 2011 für insgesamt acht Betriebsjahre neu vergeben wollen. Insbesondere auf der Heidebahn zwischen Hannover und Buchholz in der Nordheide sollen sich die Reisezeiten merklich verkürzen. Mit bis zu 15 Minuten allein zwischen Soltau und Hannover rechnen LNVG und Region durch den Einsatz der fabrikneuen, spurtstarken LINT 41 und den Ausbau von 80 auf 120 km/h. Insgesamt sollen für den Ausbau der Heidebahn rund 116 Millionen Euro in Gleisanlagen und Technik investiert werden. "Für den Ausbau auf 120 km/h zwischen Langwedel und Uelzen, der zu den vordringlichen Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplanes gehört, ist die Finanzierung leider immer noch offen", drängen LNVG und der Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa auf eine baldige Mittelzusage des Bundes.

Im Weser-Elbe-Netz (Cuxhaven - Bremerhaven - Bremervörde - Buxtehude) und im Weser-Lammetal-Netz (Hildesheim - Hameln - Rinteln - Bünde/Westfalen und Hildesheim - Bodenburg) sieht das Fahrplanangebot jährlich rd. 1,32 bzw. rd. 1,35 Mio. Zugkilometer vor, die ab Ende 2011 für einen zehnjährigen Betriebszeitraum neu vergeben werden. Die Vergabeentscheidung für alle drei Netze ist für den Jahreswechsel, die Aufnahme des Verkehrs zum Fahrplanwechsel Ende 2011 vorgesehen. Damit bleibt den Gewinnern der Ausschreibung noch ein Jahr für die notwendigen Vorbereitungen.

In allen drei Netzen kommt der LINT 41 zum Einsatz. Für das "Heidekreuz" hat die LNVG bereits neue LINT 41 bestellt. Diese modernen Fahrzeuge vermietet die LNVG ebenso wie die derzeit in den beiden anderen Netzen eingesetzten Fahrzeuge an die Gewinner der Ausschreibung. Derzeit fahren im Weser-Elbe-Netz zwischen 800 und 1.300 Fahrgäste täglich. Dort sei noch eine leichte Steigerung der Reisendenzahlen möglich, heißt in der LNVG. Die Züge der Weser-Lammetal-Bahn nutzen derzeit rd. 1.300 Menschen. Dies sei bereits eine gute Auslastung, eine nennenswerte Zunahme erwarten die Verkehrsexperten des NWL und der LNVG nicht mehr. Im "Heidekreuz" sind zwischen Uelzen und Langwedel etwa 400 und zwischen Hannover und Buchholz rd. 1.200 Fahrgäste täglich unterwegs. Auf der Heidebahn erhoffen sich LNVG und Region Hannover eine sehr positive Resonanz der Fahrgäste auf die millionenschweren Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge. "Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einer starken Zunahme der Fahrgastzahlen", gibt sich LNVG-Geschäftsführer Menn optimistisch.

Europäische Kommission stimmt Arriva-Übernahme durch DB zu

(12.08.) BERLIN - Die Europäische Kommission hat der Übernahme von Arriva plc. durch die DB unter Auflagen zugestimmt. Danach muss die DB alle Arriva-Tochtergesellschaften in Deutschland als Gesamtpaket verkaufen. Mit der Freigabe durch die EU-Kartellbehörde ist der Weg frei für den Vollzug der Transaktion am 27. August 2010. Die Börsennotierung von Arriva wird zu diesem Zeitpunkt beendet und Arriva dann als eigenständige 100%ige Tochtergesellschaft der DB UK Holding Limited geführt.

"Wir begrüßen diese Entscheidung der EU-Kommission, denn sie ermöglicht der Deutschen Bahn, die Chancen der Liberalisierung zu nutzen", sagte DB-Chef Rüdiger Grube. "Da wir kein Interesse am Deutschland-Geschäft von Arriva hatten, akzeptieren wir die Auflage des Paketverkaufs dieser Tochtergesellschaften uneingeschränkt und setzen sie konstruktiv um. Damit ist auch künftig ein starker Wettbewerb zum Wohl aller Bahnreisenden in Deutschland sichergestellt." Die DB beginnt jetzt mit dem Verkaufsprozess von Arriva Deutschland. Medienberichten zufolge gibt es zur Zeit drei Interessenten, nämlich Keolis, Benex sowie die Rethmann-Gruppe, die hinter Rhenus-Veniro steht. Für den Zeitraum zwischen Vollzug der Übernahme des Gesamtunternehmens und dem Verkauf der deutschen Tochtergesellschaften ist durch die Europäische Kommission sichergestellt, dass die DB keinen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von Arriva in Deutschland nimmt.

"ZEIT": Gutachter empfehlen Stopp von "Stuttgart 21"

(12.08.) STUTTGART - Das Umweltbundesamt (UBA) fordert laut einem Bericht der "ZEIT" in einer Gutachten, auf das umstrittene Milliardenprojekt Stuttgart 21 zu verzichten. Die Infrastrukturpolitik müsse "grundlegend umgestaltet" werden und diese Kehrtwende dulde "keinen weiteren Aufschub", zitierte die "ZEIT" aus dem ihr vorliegenden Guthaben. Ohne "Verzicht auf die Prestigeprojekte" beim Schienenbau seien "die sinnvollen Vorhaben nicht einmal bis 2030 finanzierbar". Das Projekt Stuttgart 21 müsse "umgehend gestoppt werden", unter anderem weil es "kein Nadelöhr beseitigt, sondern neue schafft", so die Studie. "Konzeptionell falsch" sei ebenfalls die Schnellfahrstrecke von Wendlingen nach Ulm. Auch der ICE-Strecke von Nürnberg über Erfurt nach Halle und Leipzig fehle "jegliche Legitimation". Dem Güterverkehr auf der Schiene, der über ein hohes Wachstumspotential verfüge, nutzten diese Investitionsvorhaben praktisch nicht; sie allein beanspruchten aber Bundesmittel in Höhe von elf Milliarden Euro. Die gleiche Summe sei erforderlich, um die Leistungsfähigkeit des gegenüber der Straße umweltverträglichen Schienengüterverkehrs ungefähr zu verdoppeln. In Zukunft solle deshalb bei jedem Investitionsvorhaben geprüft werden, ob es dem Frachtverkehr auf der Schiene nutze, heiße es in der UBA-Studie. Davon profitiere auch der Schienenpersonennahverkehr.

Unterdessen hat das Oberlandesgericht Stuttgart am Mittwoch einen Eilantrag des Architekten Peter Dübbers auf Unterlassung der Abbrucharbeiten am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs zurückgewiesen. Zur Begründung hieß es, dass Dübbers mit seinem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zu lange gewartet und diesen so verzögert gestellt habe, dass eine Dringlichkeit für eine Eilentscheidung zu verneinen sei. Die Richter kritisierten, dass Dübbers bislang keinen Antrag auf eine einstweilige Verfügung gestellt habe, obwohl er gewusst habe, dass er für eine Durchsetzung seiner Ansprüche gegebenenfalls bis zum Bundesgerichtshof prozessieren müsse. Vielmehr habe er auch in den Medien mitgeteilt, dass für ihn eine einstweilige Verfügung nicht infrage komme, da diese bei negativem Ausgang der Hauptsache erhebliche Schadensersatzforderungen der Bahn nach sich ziehen könnten. Dübbers ist der Enkel des Bahnhoferbauers Paul Bonatz und streitet gerichtlich um die Erhaltung des Erbes.

Bayerisch-Schwaben und Allgäu künftig noch besser an den Fernverkehr angebunden

(12.08.) MÜNCHEN - Ab Dezember 2010 können sich die Fahrgäste im Süd-Westen Bayerns über ein quantitativ deutlich verbessertes Bahnangebot im ICE-Verkehr Richtung Hamburg und Berlin freuen. Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil: "In Zukunft wird es tagsüber stündlich ICE-Verbindungen von Augsburg nach Norden geben. Damit wird die Anbindung Augsburgs und Bayerisch-Schwabens an den Fernverkehr erheblich verbessert." Die Fahrgäste aus dem Allgäu erreichen die ICE-Züge jetzt bereits in Augsburg. Bisher war es meist erforderlich, zunächst mit Regionalzügen nach Nürnberg zu fahren, um dort den Fernverkehr zu erreichen.

Der Freistaat hatte hierzu den Allgäu-Franken-Express mit vier Zugpaaren zwischen Augsburg und Nürnberg bestellt, die zum Teil weiter ins Allgäu fahren. Das ist nun im bisherigen Umfang nicht mehr erforderlich. Frühmorgens und spätabends bestehen immer noch größere Taktlücken im ICE-Verkehr. Hier wird es weiterhin zwei Zugpaare des Allgäu-Franken-Express geben. Zeil: "Neu ist eine tägliche Frühverbindung von Nürnberg nach Oberstdorf und Lindau, die Tagesausflüge aus dem Großraum Nürnberg ins Allgäu und an den Bodensee ermöglicht." Die vorhandene Rückfahrtmöglichkeit am Abend ab Oberstdorf und Lindau nach Nürnberg bleibt bestehen. Dieses neue Konzept zum Allgäu-Franken-Express haben Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil und der Landtagsabgeordnete Eberhard Rotter, verkehrspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, gemeinsam erarbeitet.

Ursache für die zusätzlichen ICE-Züge über Augsburg ist eine dreijährige Großbaustelle zwischen München und Ingolstadt, die die Kapazität dieser Strecke verringert. Es bleiben aber zwei ICE-Züge pro Stunde von München über Nürnberg nach Norddeutschland erhalten. Das jetzt von der DB geplante Konzept entspricht grundsätzlich der Forderung des Freistaats, stündlich zwei ICE-Züge von München über Nürnberg und stündlich einen ICE-Zug über Augsburg nach Norddeutschland zu führen. Die DB hat angekündigt, diese Konzeption auch über die Baustellenzeit hinaus beizubehalten, wenn die neuen ICE-Züge über Augsburg gut genutzt werden. Zeil und Rotter appellieren deshalb an die Bevölkerung im Großraum Augsburg und im Allgäu, das deutlich verbesserte Angebot an ICE-Zügen in Augsburg intensiv zu nutzen und damit zu einer langfristigen Sicherung dieser Verbindung beizutragen. Die Fahrpläne im Detail werden zurzeit mit der DB abgestimmt und rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel veröffentlicht.

S-Bahn fährt in mit Karussell beladenen Lkw-Anhänger

(12.08.) HANNOVER - Am Mittwoch Vormittag ist es an einem Bahnübergang in Badenstedt zum Zusammenstoß eines mit einem Karussell beladenenen LKW-Anhängers mit einer S-Bahn gekommen. Dabei wurden der Lokführer sowie zwei Fahrgäste leicht verletzt, am Triebwagen entstand ein Millionenschaden.  Der Lkw-Fahrer wollte laut Bundespolizei nach dem Bahnübergang auf einen Parkplatz einbiegen. Aufgrund der Länge des Gespanns war der Wendekreis zu groß, und er musste auf dem Bahnübergang rangieren. Während dieser Zeit schlossen sich die Bahnschranken. Dabei verkeilte sich eine Schranke mit dem auf dem LKW-Anhänger transportierten Karussell. Der 36 Jahre alte Lokführer der herannahenden S-Bahn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. An dem Triebwagen entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa einer Millionen Euro, am Anhänger und Karussell von zirka 20 000 Euro. Darüber hinaus wurden durch Trümmerteile zwei auf dem Parkplatz abgestellte Autos beschädigt. Die Bahnstrecke war für über zwei Stunden Uhr in beiden Richtungen gesperrt, stadteinwärts bleibt die Sperrung bis Samstag bestehen.

VBB sucht Testkunden für Navigationssystem Nahverkehr

(11.08.) BERLIN - Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sucht Fahrgäste, die das neu entwickelte Navigationssystem für den öffentlichen Personenverkehr "Cairo" (context aware intermodal routing) mit ihrem Handy testen. Das Navigationssystem bezieht alle Verkehrsmittel im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg ein, darunter Fern- und Regionalzüge, S-, U- und Straßenbahnen und Busse, aber auch Mietautos und Mietfahrräder.

Das System "Cairo" stellt ortsbezogene Informationen über den öffentlichen Personenverkehr zur Verfügung. So kann man sich jederzeit und an jedem Ort eine ÖPNV-Verbindung von Haustür zu Haustür anzeigen lassen. Zudem ist es möglich, sich Abfahrtstafeln anzeigen zu lassen oder ganz einfach - mit der "Bring-mich-heim"-Schaltfläche - nach Hause zu kommen. Bei einer verspäteten Fernverkehrsverbindung ermittelt "cairo" alternative Reisewege. Das System steht als Handy-Applikation für fast alle gängigen Handymodelle - ob iPhone, Nokia oder Blackberry . zur Verfügung. "Cairo" wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Die Partner des VBB bei der Projektentwicklung sind die DB, die HaCon GmbH, das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) und die RWTH Aachen.

Testkunden können alle Funktionen von cairo kostenlos nutzen. Während der Testphase werden die Kunden zu ihren Erfahrungen und ihrer Bewertung des neuen Systems befragt. Als Dankeschön nehmen sie an der Verlosung von zwei BahnCards 50 und mehreren Sachpreisen teil. Weitere Informationen und die Anmeldung für Testkunden finden sich im Internet unter der Adresse www.innoz.de/cairo_begleitforschung.html.

Großes Öchsle-Lokschuppenfest

(11.08.) OCHSENHAUSEN - Eisenbahn- und Oldtimererlebnisse für Groß und Klein bietet das Lokschuppenfest des Öchsle Schmalspurbahnvereins am 12. September ab 10 Uhr. Anlässlich des Tags des offenen Denkmals pfeifen und dampfen rund um den historischen Lokschuppen am Bahnhof Ochsenhausen, neben den Loks der 750-Millimeter Schmalspurbahn, allerhand seltene Fahrzeuge.

Lokschuppen und Bahnhof in Ochsenhausen sind an sich schon ein Kleinod aus der Gründungszeit der Öchsle Schmalspurbahn. Wenn dort Dampfloks und eine Dampfwalze schnaufen, Fahrten mit einer Handhebeldraisine geboten und dazu noch eine Reihe von Oldtimerbussen und -PKW zu sehen sind, werden Liebhaber historischer Eisenbahnen und alter Fahrzeuge kaum an Ochsenhausen vorbei kommen.
Natürlich verkehrt den Tag über auch die Öchsle-Museumsbahn nach einem Sonderfahrplan mit zusätzlichen Fahrten zwischen Ochsenhausen und Warthausen, wobei die 83 Jahre alte Dampflok 99716 "Rosa" sowie die Diesellokomotive V22-01 zum Einsatz kommen. Am Lokschuppenfest werden alle Lokomotivtypen gezeigt, die zwischen 1899 und 1983 im Regelbetrieb auf der Öchsle-Strecke im Einsatz waren. Ein besonderes Ausstellungsstück ist die Mallet-Lokomotive Nr. 99 633: Sie war die originale Erstausstattung der Königlich Württembergischen Staatseisenbahn für das "Öchsle" von 1899. Gleichzeitig ist sie das große Zukunftsprojekt des Schmalspurbahnvereins, denn bis diese Lok wieder wie vor 100 Jahren zwischen Warthausen und Ochsenhausen dampfen kann, muss sie gründlich restauriert werden. Den Gegenpol bildet die Diesellok V51 903, mit welcher der Regelbetrieb 1983 endete. Sie war danach 25 Jahre im Bauzugdienst in Spanien und kehrte erst im vergangenen Jahr nach Oberschwaben zurück. Auch diese Lokomotive wartet auf ihre Überarbeitung und ist auf dem Bahnhofsareal zu sehen.

Natürlich stehen die Mitglieder des Schmalspurbahnvereins für alle Fragen rund um die historische Schmalspurbahn zur Verfügung und bieten sachkundige Führungen durch das Bahnhofsgelände an. Zu sehen ist dort unter anderem ein "Rollbock-Denkmal", das anschaulich macht, wie Normalspur-Güterwagen auf den schmalen Öchsle-Schienen rollen konnten. Denn mit dem Öchsle fuhren nicht nur Generationen von Pendlern, sondern es wurden auch Tonnen von Gütern transportiert. In diesem Jahr kommen auch die Freunde kleiner Eisenbahnen auf ihre Kosten: Erstmals beteiligen sich die Modellbahnfreunde Markdorf mit einer 15 x 5 Meter großen Anlage der Öchsle-Bahn mit originalgetreuen Fahrzeugen. Einen ganz anderen Blick in die Vergangenheit bietet das Waschfrauen-Museum, das sich direkt beim Bahnhof befindet und ebenfalls geöffnet ist. Neben den vielen technischen und historischen Leckerbissen ist auch für Unterhaltung und das leibliche Wohl gesorgt. Die Bewirtung im Lokschuppen umfasst Frühschoppen, Mittags- und Kaffeetisch und wird musikalisch begleitet. Für den Zeitvertreib der Kinder ist ein Kinderprogramm mit Malecke, Luftballonwettbewerb und Hüpfburg vorgesehen.

INFO: Neben den regulären Öchsle-Verbindungen ab Warthausen bei Biberach um 10.30 und 14.45 Uhr und ab Ochsenhausen um 12 und 16.15 Uhr gibt es am 12.9. einen Frühzug mit Diesellok ab Warthausen um 9 Uhr. Zusätzliche Dieselzüge verkehren außerdem ab Warthausen um 17.30 Uhr und ab Ochsenhausen um 13.20 Uhr und 19 Uhr. Reservierungen nimmt das Verkehrsamt Ochsenhausen, Telefon 07352/922026, entgegen. Informationen und das komplette Festprogramm gibt es auch im Internet unter www.oechsle-bahn.de.

Berlin: Kinder spielten an Bahnanlagen

(11.08.) BERLIN - Vier Kinder haben am Montagnachmittag gefährlich nah an den Bahnschienen entlang des Mauerweges am Bahnhof Köllnische Heide (Neukölln) gespielt. Ein neunjähriger Köpenicker hatte mit seinen drei sechs- bis neun Jahre alten Freunden Steine auf die Schienen gelegt und sich damit in erheblichen Gefahren begeben. Ein S-Bahntriebfahrzeugführer hatte die Kinder gegen 16.00 Uhr gesehen und dies gemeldet. Dank des sofortigen Einsatzes der Bundespolizei konnten die Kinder wohlbehalten an ihre Eltern übergeben werden. Zuvor hatten die Beamten die Knirpse nochmals eindringlich auf die bestehenden Gefahren hingewiesen.

Fahrplanänderung auf der Saarstrecke

(11.08.) SAARBRÜCKEN - Von Mitte August bis Mitte Oktober werden auf der Saarstrecke zwischen Dillingen und Saarburg Gleise und Weichen erneuert. Rund 20 Millionen Euro werden dafür investiert. Aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten wurde für den Zeitraum vom 17. August bis Ende September ein neuer Fahrplan für die Saarstrecke erstellt, einschließlich der Busse für die ausfallenden Züge. Von Anfang bis Mitte Oktober wird es zu weiteren kleineren Fahrplanänderungen kommen. Informationen zum geänderten Fahrplan und den Bushaltestellen gibt es durch ein Fahrplanfaltblatt, Aushänge an den Bahnhöfen, beim DB Kundendialog unter der Rufnummer 01805 99 66 33 und im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten. An den Bahnhöfen von Dillingen, Serrig und Merzig stehen Bahnmitarbeiter als Ansprechpartner zur Verfügung.

EBA sieht Fortschritte bei Berliner S-Bahn

(10.08.) BERLIN - Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat laut einem Bericht der "Berliner Zeitung" nach einer zweitägigen Betriebsprüfung am 4. und 5. August bei der S-Bahn Berlin ein positives Fazit gezogen. "Wir haben im Vergleich zu früheren Prüfungen Fortschritte feststellen können", sagte EBA-Sprecher Moritz Huckebrink, der Zeitung (Dienstagsausgabe). Die Vertreter des Bundesamts sahen laut "Berliner Zeitung" die Unterlagen durch, in denen die S-Bahn die Wartung ihrer Züge dokumentiert, und statteten Werkstätten Besuche ab. Jürgen Konz, seit September 2009 als Geschäftsführer Produktion der S-Bahn für die Technik zuständig, wertete das Ergebnis der Betriebsprüfung dem Bericht zufolge als Erfolg. "Uns wurde mitgeteilt, dass die positiven Erwartungen übertroffen wurden", sagte Konz der Zeitung. Die Prüfer hätten anerkannt, "dass es bei uns nach vorn geht".

Vorschub des Überbaus der Ilmtalbrücke bei Langewiesen

(10.08.) ERFURT - Am Montag fand das nächste reguläre Vorschieben des Überbaus Süd über die fertig gestellten Pfeiler der Ilmtalbrücke bei Langewiesen statt. Sie ist mit etwa 1,7 Kilometern die längste Brücke des Neubauprojektes Ebensfeld - Erfurt. Die Deutsche Bahn als Auftraggeber hatte im März dieses Jahres die Vorschubarbeiten einstellen lassen, nachdem Betonabplatzungen an der Bodenplatte aufgetreten waren. Auf der abschnittsweise hergestellten und taktweise vorgeschobenen kastenförmigen Spannbetonkonstruktion fahren später die Züge. Die Ursache für den Fehler war die falsche Lage mehrerer Spannglieder. Die Spannglieder wurden nach eingehender Untersuchung neu ausgerichtet und teilweise ersetzt. Die Fehlstellen im Beton wurden betoniert und die Spannglieder neu gespannt. Durch den Fehler in der Bauausführung ist an dieser Stelle ein Zeitverzug von ca. vier Monaten entstanden.

Die planmäßige Fertigstellung der Brücke im Rohbau Ende 2011 ist jedoch nicht gefährdet, da andere Arbeiten an anderen Teilen der Brücke vorgezogen werden können. Der Überbau wird in zwei Teilen von Norden bzw. von Süden her hergestellt. Die nördliche Hälfte des Überbaus ist bereits fertig. Der südliche Teil, bei dem jetzt der Vorschub wieder beginnt, wird voraussichtlich Ende 2010 in Endlage verschoben sein. Die Lücke zwischen Überbau Nord und Überbau Süd wird dann mit einem bodengestützten Traggerüst geschlossen. Der Überbau besteht aus einem etwa fünf Meter hohen Hohlkasten, der an den Endpunkten der Brücke in 14 bis 29 Meter langen Segmenten gefertigt und dann mit den fertigen Abschnitten verbunden als ein Teil über die Pfeiler geschoben wird.

Die 107 Kilometer lange Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt als Teil Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 zwischen Nürnberg und Berlin soll 2017 in Betrieb gehen.

Bauarbeiten im Werdenfels und auf der Außerfernbahn

(10.08.) GARMISCH-PARTENKIRCHEN - Wegen Bauarbeiten in den österreichischen Bahnhöfen Lermoos und Bichlbach werden auf der Außerfernbahn von Montag, 16. August, 5.15 Uhr bis Montag, 13. September, 8 Uhr alle Regionalbahnen zwischen Reutte in Tirol und Garmisch-Partenkirchen durch Busse ersetzt. Die Reisenden werden gebeten, die frühere Abfahrt der Ersatzbusse in Reutte in Tirol um bis zu 14 Minuten und die spätere Ankunft in Garmisch-Partenkirchen zu beachten.

Wegen Gleiserneuerung und Oberleitungsarbeiten sowie der Bahnsteigarbeiten in Oberau und Eschenlohe werden von Samstag, 28. August bis Sonntag, 12. September alle Züge zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen ausfallen und durch Busse ersetzt. Wegen dieser Bauarbeiten fahren ab 28. August zusätzliche Busse eine halbe Stunde früher von Reutte in Tirol nach Garmisch-Partenkirchen, um die Busse nach Murnau und die Züge nach München zu erreichen. In der Gegenrichtung fahren zusätzliche Busse etwa 30 Minuten später von Garmisch-Partenkirchen in Richtung Reutte in Tirol.

Die Mitnahme von Kinderwagen und Rollstühlen ist in den Bussen eingeschränkt, die Mitnahme von Fahrrädern ist nicht möglich. Die Fahrgastinformation erfolgt anhand von Lautsprecherdurchsagen und Aushängen an den Bahnhöfen. Die DB informiert ihre Kunden außerdem am Telefon unter der Nummer 01805 99 66 33.Weitere Informationen sind im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten oder auch im Videotext unter Bayerntext Tafel 896 abrufbar.

Fahrplanabweichungen zwischen Ulm und Augsburg

(10.08.) JETTINGEN - Wegen Bahnsteigarbeiten im Jettingen verspäten sich von Samstag, 14. August, 6 Uhr bis Dienstag, 17. August, 14.50 Uhr mehrere Züge im Regional- und Fernverkehr auf der Strecke zwischen Augsburg und München um bis zu einer halben Stunde. Zwei Regionalbahnen werden in der Nacht Samstag/Sonntag, 14./15. August zwischen Burgau und Dinkelscherben durch Busse ersetzt. Die Mitnahme von Kinderwagen und Rollstühlen ist in den Bussen eingeschränkt, die Mitnahme von Fahrrädern ist nicht möglich. Die Fahrgastinformation erfolgt anhand von Lautsprecherdurchsagen und Aushängen an den Bahnhöfen. Die DB informiert ihre Kunden am Telefon unter der Nummer 01805 99 66 33. Weitere Informationen sind im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten oder auch im Videotext unter Bayerntext Tafel 896 abrufbar.

"WiWo": Gewinne im Regionalverkehr der DB sinken

(09.08.) DÜSSELDORF - Die DB erwartet einem Bericht der "WirtschaftsWoche" zufolge wegen des zunehmenden Wettbewerbs im Schienenpersonennahverkehr einen deutlichen Gewinnrückgang bei ihrer Nahverkehrstochter DB Regio. Unter Berufung auf Planungsunterlagen hieß es, die DB rechne im Jahr 2014 nur noch mit einem operativen Gewinn (Ebit) in Höhe von 627 Millionen Euro, 30 Prozent weniger als zurzeit. Laut "WiWo" verliert die DB kontinuierlich Marktanteile und kommt heute nur noch auf rund 80 Prozent, gemessen an der Betriebsleistung in gefahrenen Zugkilometern. DB-Chef Rüdiger Grube wolle dem drohenden Bedeutungsverlust der Sparte zuvorkommen und DB Regio laut Mittelfristplanung "noch stärker" an die sich verändernden Marktstrukturen anpassen und den Fokus auch "von großen Landesverkehrsverträgen hin zu kleinteiligen Ausschreibungen" legen. Dazu plane er regionale Organisationseinheiten, die sich dann an den Ausschreibungen der öffentlichen Hand beteiligen. Um wettbewerbsfähige Kosten zu erzielen, müsse auch "das Personalkostenniveau" weiterhin "adressiert" werden.

Hamburger S-Bahn soll weiter von DB-Tochter betrieben werden

(09.08.) HAMBURG - Die Stadt Hamburg beabsichtigt einem Bericht des "Hamburger Abendblattes" zufolge, den Betrieb des S-Bahn-Netzes auch nach Ende des jetzt gültigen Vertrages im Jahr 2017 und ohne öffentliche Ausschreibung wieder an die DB-Tochter S-Bahn Hamburg GmbH zu vergeben. Die Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Unternehmen haben laut dem Bericht begonnen. Die S-Bahn fährt in Hamburg seit mehr als 100 Jahren, das Streckennetz ist rund 144 Kilometer lang. Eine Ausschreibung für dieses Netz gab es noch nie. Der derzeitige Verkehrsvertrag mit der S-Bahn Hamburg gilt seit Dezember 2009 und läuft bis Ende 2017.

"WiWo": Rethmann-Gruppe an Deutschlandgeschäft von Arriva interessiert

(09.08.) DÜSSELDORF - Die mittelständische Rethmann-Gruppe aus dem westfälischen Selm ist nach Informationen der "WirtschaftsWoche" am Kauf des Deutschlandgeschäfts des britischen Bahnunternehmens Arriva interessiert. Die DB muss die Deutschland-Aktivitäten von Arriva aus kartellrechtlichen Gründen veräußern. Laut Bericht erhöht sich damit die Zahl möglicher Käufer, die der Bahn das Arriva-Paket abkaufen könnten. Neben Rethmann werde auch den Bahnunternehmen Keolis und Benex Interesse nachgesagt. Die Rethmann-Gruppe erzielte den Angaben zufolge 2009 mit rund 38 000 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als sieben Milliarden Euro, vor allem in den Branchen Wasser- und Entsorgungswirtschaft, Logistik sowie Bioindustrie.

Tausende demonstrieren gegen Stuttgart 21

(09.08.) STUTTGART - Erneut haben am Samstag mehrere tausend Menschen gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 demonstriert. Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, das zu dem Protest aufgerufen hatte, sprach von mehr als 16 000 Teilnehmern. Während der eineinhalbstündigen Kundgebung vor dem Nordflügel des Bahnhofgebäudes erklärte der Schauspieler Walter Sittler, das Vorhaben Stuttgart 21 sei "nicht unumkehrbar" Auch der Grünen-Landtagsabgeordnete Werner Wölfle bestärkte die Gegner des Bahn-Projekts. Es sei "nicht zu spät". Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer forderte einen Volksentscheid über das Bahnprojekt: "Wir brauchen jetzt einen Schiedsrichter. Der kann nur die Bevölkerung sein."

Nach Hochwasser befährt DB in Sachsen wieder fast alle Strecken

(09.08.) Die DB will den Betrieb auf ihren vom Hochwasser betroffenen Strecken in Sachsen am Montag Morgen weitgehend wieder aufnehmen. Mit Betriebsbeginn am Montag sollen die Linien RE 2 Dresden - Zittau - Liberec und RB 61 Dresden - Zittau wieder planmäßig verkehren. Es könne aber noch zu kleineren Verspätungen kommen, teilte die DB am Sonntag Abend mit. Auf der Linie RB 71 Pirna - Bad Schandau bleibt der Streckenabschnitt Sebnitz - Bad Schandau bis auf Weiteres gesperrt. Mit Betriebsbeginn am 9.8.2010 wird auf dem gesperrten Abschnitt Busnotverkehr fahren. Weitere Informationen gibt es auch bei der Service-Nummer der Bahn unter 01805 99 66 33.

Arbeitszug fährt auf abgestellte Zugeinheiten der NWB auf

(09.08.) KLEVE - Am frühen Samstag Morgen ist aufgrund einer Fehlstellung eines Einfahrtsignals ein Arbeitszug mit 19 Waggons auf einen am Bahnhof Geldern abgestellten Zugverband der Nord-West-Bahn mit einer Geschwindigkeit von ca. 40 km/h aufgefahren. Bei dem Unfall wurde ein Rangierhelfer des Arbeitszuges verletzt. Im Krankenhaus Geldern wurde eine Schulterprellung diagnostiziert. Der Führer des Arbeitszuges blieb unverletzt. Zur Zeit erfolgen Gleisbauarbeiten auf der Strecke Geldern - Kevelaer, so dass ein Schienenersatzverkehr (Busse) von Kleve nach Geldern eingerichtet wurde. Ab Geldern sollte der Zugverkehr der Nord-West-Bahn planmäßig in Richtung Krefeld aufgenommen werden. Aus diesem Grund war der Zugverband der Nord-West-Bahn für den Zugverkehr Richtung Krefeld am Bahnhof Geldern bereitgestellt. Durch den Aufprall wurden 3 Zugeinheiten der Nord-West-Bahn aus den Schienen gedrückt und zum Teil erheblich beschädigt; ebenso wurde das Gleisbett durch den Unfall stark beschädigt. Die Bundespolizei hat unverzüglich die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Komplexe Bauetappe zur Südeinbindung von Halle an NBS Erfurt-Leipzig/Halle abgeschlossen

(07.08.) HALLE - Nach einer Totalsperrung der Bahnstrecke Halle - Schkopau zur Südanbindung von Halle an die entstehende Neubaustrecke (NBS) Erfurt - Leipzig/Halle vom 4. Juli bis 1. August rollt der Verkehr wieder planmäßig. Die Streckensperrung wurde konzentriert für drei Bauvorhaben im Abschnitt genutzt. Für die Komplettierung des Spurplans im Bahnhof Halle Ammendorf wurden 1.145 Meter Gleis verlegt, neun Weichen eingebaut, auf fast zwei Kilometern Länge die Oberleitung neu gebaut, Signale gesetzt und 180 Meter Schallschutzwand errichtet. Die Leit- und Sicherungstechnik wurde mit einem Softwarewechsel für den neuen Spurplan konfiguriert.

Außerdem wurde die Kreuzung vom durchgehenden Strang der Saale-Elster-Talbrücke in Richtung Leipzig über die Stammstrecke Halle-Weißenfels gebaut. Die Überquerung des Vorschubgerüstes über die Stammstrecke konnte per Webcam live auf www.vde8.de verfolgt werden. 2000 User klickten sich ein. Mit diesen 1000 Tonnen schweren Gerüsten wird der Überbau - der auf den Pfeilern liegende Brückenteil auf dem später die Züge fahren -, errichtet. Die Talbrücke hat eine Gesamtlänge von über acht Kilometern. Gleichzeitig wurden für das bestehende Bahnnetz 2,5 Kilometer Strecke zwischen Halle Ammendorf und Schkopau von Grund auf erneuert. Mit schwerer Gleisbautechnik sind 8.300 Tonnen alter Schotter ausgebaut, 4.500 Tonnen Schotter und 8.900 Tonnen Material für den schichtweisen Aufbau des Bahndamms eingebaut worden.

Die meisten Arbeiten im Süden von Halle werden während des laufenden Zugbetriebs ausgeführt, so die Herstellung der Rampen zur Einbindung der Neubaustrecke in das Stadtgebiet, die Bahnbrücke Regensburger Straße sowie die Bahnbrücke, die von der Saale-Elster-Talbrücke in die Mitte der Stammstrecke Halle-Weißenfels führt. Das Gleis 1 der Strecke Halle - Schkopau ist dafür noch bis März 2011 gesperrt. Die Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle soll ab 2015 die Fahrzeit zwischen Halle und Erfurt auf etwa eine halbe Stunde verringern. Sie ist Teil des Gesamtprojektes Nürnberg-Berlin als Kernstück des transeuropäischen Netzes, finanziert vom Bund, der Europäischen Union und der Deutschen Bahn.

"FTD": Ramsauer will für Bahn Frankreichs Markt öffnen

(07.08.) BERLIN - Verkehrsminister Peter Ramsauer will laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" der DB auf einem Treffen mit seinem französischen Kollegen sowie den Bahnchefs beider Länder den Zugang zum Nachbarn erleichtern. Ramsauer sagte der "FTD", er wolle endlich das Problem lösen, dass Frankreich seinen Markt für Personenzüge abschotte, französische Anbieter aber in Deutschland antreten. Hier müsse es faire Bedingungen geben. "Mir reicht's", sagte er. Auch sein Amtskollege Bussereau stellt sich dem Bericht zufolge auf eine offene Aussprache ein: "Das ist kein Höflichkeitsbesuch", sagte seine Sprecherin. Der Bahn-Gipfel ist für 31. August in Berlin geplant.

Die SNCF macht der Bahn in Deutschland im Regional- und im Güterverkehr Konkurrenz. Die DB ist ihrerseits stärkster SNCF-Wettbewerber im französischen Markt für Schienenfracht. Der Einstieg in den lukrativen Regionalverkehr scheiterte dagegen bisher. Paris plant, diesen Markt ab 2012 zu öffnen. Im grenzüberschreitenden Fernverkehr kooperieren die beiden Bahnen überwiegend.

Positive Bilanz der Expressbus-Verbindung Nürnberg - Prag

(07.08.) NÜRNBERG - Seit dem 9. August 2009 bietet die DB in Kooperation mit der Tschechischen Bahn einen schnellen Expressbusverkehr zwischen Nürnberg und Prag an. Nach rund einem Jahr zieht die Omnibusverkehr Franken GmbH als Betreiber der Linie eine positive Bilanz: Insgesamt rund 120.000 Personen nutzten die Busse, die pro Tag und Richtung bis zu siebenmal ohne Zwischenhalt die Hauptbahnhöfe der benachbarten Metropolregionen verbinden. "Wir freuen uns, dass die neue Verbindung so gut angenommen wird", sagt DB-Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn. "Und sie wird immer beliebter: So war der Juli 2010 bislang der fahrgaststärkste Monat." Rund ein Drittel aller Fahrgäste stammt aus dem Großraum Nürnberg; der weitaus größere Teil kommt aus Fernverkehrszügen. Für etwa 90 Prozent aller Fahrgäste aus Deutschland ist die tschechische Hauptstadt das Reiseziel. Die restlichen zehn Prozent fahren über Prag in andere tschechische Städte weiter. Pro Tag und Richtung werden bis zu sieben Busverbindungen ohne Zwischenhalt angeboten, die in der Regel alle zwei Stunden verkehren. Die Reisezeit beträgt circa 3 Stunden und 45 Minuten. Für die Expressbusse besteht Reservierungspflicht, die jedoch in der Regel im Fahrpreis enthalten ist.

TRANSNET/GDBA: Bei Ausschreibungen soziale Kriterien berücksichtigen

(07.08.) BERLIN - Die Gewerkschaft TRANSNET und die Verkehrsgewerkschaft GDBA haben die baden-württembergische Verkehrsministerin Gönner aufgefordert, bei den geplanten Ausschreibungen im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) die sozialen Belange der Beschäftigten zu berücksichtigen. Die CDU-Politikerin hatte Anfang Juli angekündigt, in den kommenden Jahren 15 Teilnetze in Wettbewerbsverfahren zu vergeben. Davon sollten vor allem die Kunden profitieren. Die Ministerin hatte u. a. die Hoffnung geäußert, für das bisherige Geld mehr Leistungen zu erhalten.

"Was bei diesen Plänen wieder fehlt, sind Aussagen zur Zukunft der in diesem Bereich zur Zeit Beschäftigten", erklärten TRANSNET-Bezirksvorstand Reinhold Seyfried und GDBA-Vize Peter Tröge. Die Gewerkschaften haben die Ministerin daher aufgefordert, bei den geplanten Ausschreibungen soziale Mindestbedingungen vorzugeben. "Dazu gehört für uns die Übernahme des Personals bei einem möglichen Betreiberwechsel, dazu gehört aber auch die Fortgeltung der bisherigen Tarif- und Sozialstandards", bemerkten Seyfried und Tröge. So werde nämlich von vornherein ausgeschlossen, dass die Wettbewerbsverfahren nur über Lohn- und Sozialkosten geführt würden. Ein "Dumpingwettbewerb auf der Schiene" könne im Südwesten so verhindert werden.

"Wir gehen davon aus, dass Frau Gönner unsere Auffassung teilt und die Ausschreibungen entsprechend gestaltet“" bekräftigten die Gewerkschafter. Rechtliche Gründe stünden einem solchen Vorgehen nicht entgegen. "Diese Vorgaben sind sogar europatauglich", unterstrichen Seyfried und Tröge.

Verspätungen auf Strecke Berlin - Hamburg nach Böschungsbrand

(06.08.) BERLIN - Nach einem Böschungsbrand im brandenburgischen Havelland ist es am Donnerstag zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr zwischen Berlin und Hamburg gekommen, die laut DB noch bis Freitag Vormittag anhalten. Durch den Brand im Streckenabschnitt Paulinenaue und Friesack wurden Schaltschränke und Streckenkabel stark beschädigt.

Die Züge der EC-Linie 27 Hamburg - Berlin - Dresden - Prag und die Züge der ICE-Linie 28 Hamburg - Berlin (- Leipzig) werden bis Freitag Vormittag über Stendal umgeleitet. Dabei muss mit Fahrzeitverlängerungen von ca. 30 bis 45 Minuten gerechnet werden. Die Verkehrshalte Wittenberge und Ludwigslust werden bedient. Bei den Zügen der RE Linie 4 Ludwigsfelde - Berlin - Wismar kommt es zu Fahrzeitverlängerungen von bis zu 30 Minuten. Reisende nach/von Wismar müssen teilweise zusätzlich in Bad Kleinen umsteigen. Zwischen Bad Kleinen und Wismar verkehrt ganztägig ein Pendelzug. Zwischen Bad Wilsnack und Wittenberge entfallen einzelne Züge und werden durch Busse ersetzt. Aktuelle Informationen zu den genannten Fahrplanänderungen gibt es im Internet unter www.bahn.de/aktuell. Fragen beantwortet der Kundendialog DB Regio Nordost unter Telefon 0331 235 6881.

Lokschau "Adler, Rocket & Co." im DB Museum Nürnberg

(06.08.) NÜRNBERG - Verpackt in 19 Kisten kam vor 175 Jahren der Adler aus Newcastle in Nürnberg an. Am 7. Dezember 1835 fuhr er als erste Dampflokomotive in Deutschland von Nürnberg nach Fürth. Zusammen mit acht Weggefährten aus den Anfangsjahren der Eisenbahn in Europa ist der Adler nun Teil der Fahrzeugschau "Adler, Rocket & Co.". Sie ist vom 6. August bis zum 31. Oktober 2010 im DB Museum Nürnberg zu sehen.

Folgende Loks (z.T. Nachbauten, Baujahr immer auf das Original bezogen) sind in der Fahrzeugschau vertreten:

Adler, Baujahr 1835, Deutschland: Der Adler bestritt am 7. Dezember 1835 die erste Fahrt einer Eisenbahn in Deutschland von Nürnberg nach Fürth.

Rocket, 1829, England: Die Rocket siegte im "Rennen von Rainhill" und setzte in der Eisenbahntechnik neue Maßstäbe für Dampflokomotiven.

Novelty, 1829, Schweden: Die Novelty galt als fortschrittlichste Dampflok ihrer Zeit. Auch sie nahm am "Rennen von Rainhill" teil.

Sans Pareil, 1829, England: Die Sans Pareil war ein Klassiker ihrer Zeit. Im "Rennen von Rainhill" unterlag sie dennoch der innovativen Rocket.

Beuth, 1844, Deutschland: August Borsig entwarf und baute mit der Beuth die erste komplett in Deutschland entstandene Dampflokomotive.

Licaon, 1851, Österreich: Die Licaon ist eine der ältesten Dampflokomotiven Österreichs und mit 86 Betriebsjahren ein Beispiel für Robustheit.

Saxonia, 1838, Deutschland: Das englische Modell, nachgebaut vom Industriepionier Schubert, pendelte bis 1845 zwischen Dresden und Leipzig.

Marc Seguin, 1829, Frankreich: Der französische Ingenieur Marc Seguin baute als einer der ersten eine Lok mit einem Kessel aus mehreren Heizrohren.

Gamle Ole, 1869, Dänemark: Als eine der ersten Dampfloks in Dänemark wurde die Gamle Ole 1869 für den Rangierbetrieb im Hafen Arhus angeschafft.

Bereits seit Anfang Juli zeigt die Sonderausstellung "Planet Eisenbahn" im DB Museum Nürnberg in globaler Perspektive, wie sich das System Schiene entwickelt und welche Zukunftsperspektiven es hat.

DB Schenker Logistics errichtet Terminal mit Bahnanschluss am Flughafen Klagenfurt

(06.08.) KLAGENFURT - DB Schenker Logistics investiert am Flughafen im österreichischen Klagenfurt in ein neues hochmodernes Logistikterminal. Mit dem Neubau werden der lokalen Wirtschaft in Kärnten zusätzliche Lösungen angeboten. Damit soll die Position im europäischen Landverkehr auf Straße und Schiene weiter ausgebaut und die führende Stellung in der Luft- und Seefracht langfristig gesichert werden.

Der neue Standort der Schenker & Co AG bietet beste Voraussetzungen. Mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro entsteht auf einem Gesamtareal von 30.500 Quadratmetern eine moderne Speditionsanlage. Sie besteht aus einer 2.500 Quadratmeter großen Umschlagshalle, einem Logistiklager mit 1.800 Quadratmeter Fläche sowie einem 1.200 Quadratmeter großen Bürotrakt für 130 Mitarbeiter. Das Terminal direkt am Flughafen Klagenfurt verfügt über ein eigenes Anschlussgleis. Damit kann DB Schenker auch in Klagenfurt die umweltfreundliche Transportalternative Bahn nahtlos in Kundenlösungen integrieren. Notwendig wurde der Neubau durch die deutlichen Volumensteigerungen in den vergangenen Jahren. Die Anlage soll im Frühjahr 2011 voraussichtlich den Betrieb aufnehmen.

Lok fuhr in Schafherde

(06.08.) LEER - Am Donnerstag Morgen gegen 06:44 Uhr ist eine Lok der DB AG südlich der Ledabrücke (südliche Stadtgrenze von Leer) in eine Schafherde gefahren. Die Lok war auf dem Weg von Rheine nach Leer, als auf offener Strecke plötzlich eine Schafherde stand. Der Lokführer gab noch einige Achtungspfiffe ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Den Zusammenstoß konnte er aber nicht mehr verhindern. 12 Schafe verendeten vor Ort, 15 Schafe überlebten. Der Lokführer blieb unverletzt. Die überlebenden Schafe wurden durch die Beamten in eine gesicherte Weide getrieben. Sie werden von einem Veterinär untersucht. Die Lok konnte ihre Fahrt nach Räumung der Gleise fortsetzen. Die Bahnstrecke musste in beide Richtungen bis 07:24 Uhr gesperrt werden. Dadurch kam es zu Zugverspätungen von insgesamt 116 Minuten. Zwei Züge erhielten Teilausfälle. Die Schafherde war von einer naheliegenden Weide ausgebrochen. Warum die Schafe auf die Gleise gelangen konnten, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen dauern an. Vor Ort im Einsatz waren zwei Streifen der Bundespolizei, eine Streife der Landespolizei, der Notfallmanager der DB AG, ein Veterinär und der Tierhalter. Die verendeten Tiere werden vom Kadaverentsorungsdienst der DB AG beseitigt. Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Tierhalter für alle entstandenen Schäden haftet. Wie hoch genau die Schadensersatzforderungen sind, steht zur Zeit noch nicht fest.

Angriff auf Zugbegleiter -Bundespolizei ermittelt Tatverdächtige

(06.08.) LÖHNE - In der Nacht zum 06.06.2010 hatten vier männliche Personen den Zugbegleiter in einem Regionalexpress bei der Fahrausweiskontrolle, kurz nach Abfahrt aus dem Bahnhof Löhne, angegriffen, beleidigt und verletzt. Ein 19-jähriger Bundeswehrsoldat kam dem Zugbegleiter damals zu Hilfe und wurde dabei selbst von den vier Personen angegriffen und verletzt. Wie die Medien berichteten, wurde der Bundeswehrsoldat von der DB AG für seine Zivilcourage belohnt. Durch den Ermittlungsdienst der Bundespolizei Münster konnte jetzt ein 15-Jähriger aus Bad - Oeynhausen als Tatverdächtiger ermittelt werden. Die Akte wurde der Staatsanwaltschaft Bielefeld übersandt. Nach den weiteren Tätern wird gesucht.

Bahnverbände kritisieren "Neujustierung" beim Masterplan Güterverkehr

(05.08.) BERLIN - Die drei großen Bahnverbände halten die vom Bundesverkehrsministerium öffentlich als "Neujustierung" verkaufte Amputation des Masterplans Güterverkehr und Logistik für nicht sachgerecht. In einem Brief an den Logistikbeauftragten der Bundesregierung und federführenden Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer (CSU) kritisieren führende Vertreter von Allianz pro Schiene, des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) und des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), dass inzwischen auch das Ziel "Mehr Verkehr auf Schiene und Binnenwasserstraße" ersatzlos gestrichen worden sei. "Dies können wir in keiner Weise nachvollziehen", heißt es in dem Brief. Die Bahnverbände sehen darin nicht nur eine Abkehr von Aussagen des Koalitionsvertrages. "Unter dem Deckmäntelchen der Neujustierung wird der integrative Ansatz des alten Masterplans einseitig ausgeschlachtet, entkernt und zurechtgestutzt", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Mittwoch in Berlin. Der um wesentliche Ziele reduzierte Masterplan sei nicht mehr geeignet, die zentralen Probleme des Verkehrs zu benennen, geschweige denn zu lösen.

Der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) kritisiert den nun angestrebten Verzicht auf die Einbeziehung der externen Kosten. "Diese Aufweichung des Masterplans Güterverkehr und Logistik trägt nicht dazu bei, Verkehr nach den Kriterien der Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit zu gestalten. Das ist weder zeitgemäß noch sachgerecht", sagt VDB-Hauptgeschäftsführer Ronald Pörner.

Neben der inhaltlichen Unzufriedenheit mit einer weitgehenden inhaltlichen Gleichsetzung von Güterverkehr mit Straßentransport, worauf die aktuelle Neujustierung hinauslaufe, beklagen die Bahnverbände auch eine Verschlechterung der Debattenkultur. "Die Neuausrichtung des Masterplans geht eindeutig in Richtung Stärkung des LKW-Verkehrs. Das erinnert an die Verkehrspolitik der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts und passt nicht mehr in unsere Zeit. Während Minister Ramsauer zur Aussage der Koalitionsvereinbarung steht, Verkehr auf die Schiene zu verlagern, scheint diese Zielsetzung nicht überall in seinem Ministerium geteilt zu werden", kritisierte Dr. Martin Henke, VDV-Geschäftsführer, das Vorgehen im Ministerium.

Auch die Art der Abstimmung und Zusammenarbeit des Ministeriums mit den Verbänden steht in der Kritik: "Aus einem breit abgestimmten Zielpapier ist ein Bündel von Power-Point-Präsentationen geworden, die den Verbänden gerne am Vorabend von Gesprächsrunden per Mail zugehen", so Flege. "Da nützt es auch nichts, wenn der Masterplan nun zum "Aktionsplan" umgetauft worden ist." Eine inhaltlich fundierte Debatte sei auf diese Weise nicht möglich, heißt es in dem Brief von Allianz pro Schiene, VDB und VDV an das Verkehrsministerium.

Eurotunnel: Passagiere im Zug vergessen

(05.08.) CALAIS - Rund 20 Passagiere und ihre Autos sind vom Personal am vergangenen Wochenende in einem Autotransportzug durch den Eurotunnel vergessen und nach der Ankunft im französischen Calais gleich wieder ins englische Folkestone zurückgefahren worden. Wie britische Medien am Mittwoch berichteten, seien die in ihren Autos sitzenden Fahrgäste in den letzten Waggons nicht bemerkt worden, weil bei der Beladung zwischendurch ein Waggon leer gelassen worden war. In Folkestone wurden die Passagiere von Eurotunnel-Mitarbeitern in Empfang genommen und wieder zurück an ihr Ziel in Frankreich geschickt. Sie bekamen nach den Worten eines Unternehmenssprechers außerdem eine Entschädigung.

Sanierung der Müngstener Brücke steht

(05.08.) SOLINGEN - Die Müngstener Brücke zwischen Solingen und Remscheid soll einem Bericht des Solinger Tageblatts umfassend saniert. "Wir gehen davon aus, dass die Brücke mittelfristig in Betrieb bleiben wird und von uns alle Maßnahmen durchgeführt werden, die dazu notwendig sind", erklärte ein Bahnsprecher Anfrage der Zeitung. "Das Geld, das dafür notwendig ist, wird bereitgestellt werden."

Fünf Jahre soll es laut dem Bericht des "Solinger Tageblatts" voraussichtlich dauern, die Brücke so in Schuss zu bringen, dass sie zukunftstauglich ist. Schneller gehe es nicht, weil nur abschnittweise gearbeitet werden könne. Von November bis März sei es zudem aus Wettergründen kaum möglich, den dringend nötigen Korrosionsschutz anzubringen. Neben den üblichen, regelmäßig laufenden Instandsetzungsarbeiten seien auch Teilerneuerungen der Brücke geplant, teilte das NRW-Ministerium mit. Mit dem Eisenbahn-Bundesamt als Aufsichtsbehörde habe die Bahn bereits einen Maßnahmenkatalog abgestimmt.

Bis Ende September soll dem Bericht zufolge ein Statik-Gutachten vorliegen, das detailliert Auskunft geben soll über Zustand und Belastbarkeit der Brücke. Dazu seien Ende August auch Testfahrten mit schweren Lokomotiven geplant. Bis dahin bleibt die Brücke für schwere Züge gesperrt, Regionalbahnen dürfen nur Schritttempo fahren. Auch das Brückenfest am letzten Oktoberwochenende muss ohne Dampfloks planen. "Gehen Sie weiter davon aus, dass diese nur von Ohligs bis Schaberg fahren", heißt es bei der DB.

Drei Millionen Tonnen Müll: HGK beliefert seit 1998 die AVG

(05.08.) KÖLN - Seit zwölf Jahren zählt die AVG mit ihrer Restmüllverbrennungsanlage zu den wichtigen Kunden der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK). In dieser Zeit hat die HGK drei Millionen Tonnen Müll auf der Schiene nach Niehl geliefert. Das entspricht rund 300.000 eingesparten Lkw-Fahrten. "Die HGK setzt sich für die Verlagerung des Straßenverkehrs auf die Wasserwege und die Schiene ein. Dies schont die Umwelt und erhält die Lebensqualität der Region", machte HGK-Vorstand Horst Leonhardt während einer offiziellen Übergabe in Niehl deutlich. Die Zusammenarbeit mit der AVG nannte er "ein positives Beispiel für die sinnvolle Kooperation zweier Unternehmen unter dem Dach der Kölner Stadtwerke".

Die AVG ist einer von insgesamt 66 sogenannten Gleisanschließern der HGK. Das bedeutet: Die Restmüllverbrennungsanlage an der Geestemünder Straße ist über den Gleisanschluss Ford-West an das regionale Eisenbahn-Güterverkehrsnetz der HGK angeschlossen. "Auf diese Weise können wir mehr als ein Drittel des bei der AVG verwerteten Mülls ohne Umwege oder Unterbrechungen anliefern", erklärte Horst Leonhardt. Dies entlaste nicht nur die Straßen im Kölner Norden, sondern sei auch effizienter als der Transport auf der Straße: "Ein Lkw verbraucht pro Tonnenkilometer rund 4,1 Liter Diesel. Die Bahn kommt auf 1,7 Liter und das Binnenschiff sogar nur auf 1,3 Liter", rechnete der HGK-Vorstand vor. "Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Köln und die Region auch in Zukunft von umweltfreundlichen Güterverkehrs-Leistungen profitieren können", betonte Leonhardt.

Entenfamilie behinderte Bahnverkehr in Kiel

(05.08.) KIEL - Bereits am vergangenen Samstag früh gegen 08.00 Uhr wurde die Bundespolizei im Kieler Hauptbahnhof zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen. Wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte, hatte sich eine Entenmutter mit ihren acht Sprösslingen im Gleis 4 "eingenistet", die Jungen waren aber aus dieser Position heraus wohl nicht in der Lage, eine der Bahnsteigkanten zu erreichen und kauerten sich um die Entenmutter herum. Da durch die ungünstige Platzwahl keine Züge auf diesem Gleis einfahren konnten, ohne die kleine Familie zu gefährden, holten Beamte der Bundespolizei die Entenfamilie aus dem Gleisbereich und transportierten sie "unter Polizeischutz" an die Hörn. Dort verließen Mutter und Nachkömmlinge laut schnatternd den Karton und stürzten sich - augenscheinlich zufrieden und erleichtert - ins kühle Nass. "Ente" gut, alles gut, so das Fazit der Bundespolizei.

S-Bahn Nürnberg: DB plant Ersatzverkehr

(04.08.) NÜRNBERG - Aufgrund von Verzögerungen bei der Zulassung von Bombardier-Zügen der Baureihe 442 ("Talent 2") ist der termingerechte Einsatz der neuen Züge in Nürnberg im Dezember fraglich. Entgegen der ursprünglichen Planungen sind die Fahrzeuge nach wie vor nicht zugelassen. Die Schulungen und Probefahrten können deshalb nur verzögert stattfinden. DB Regio Bayern rechnet damit, dass der Einsatz bei der S-Bahn Nürnberg zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 nicht mehr zu schaffen ist und plant daher einen Ersatzverkehr.

"Weil wir bei unseren Bestellern und den Fahrgästen im Wort stehen, und weil wir die neuen S-Bahnverkehre auf die Schiene bringen wollen, haben wir rechtzeitig Vorkehrungen getroffen. Mit herkömmlichen Lokomotiven und Reisezugwagen, die wir aus anderen Regionen beschaffen konnten, gelang es uns ein Ersatzkonzept aufzustellen", sagte Norbert Klimt, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern. "Die Ausweitung der S-Bahnverkehre im Dezember ist gewährleistet." 32 Lokomotiven und 82 Reisezugwagen hat DB Regio Bayern ausgeliehen. Damit kann der neue Fahrplan der S-Bahn wie vorgesehen und von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft beauftragt, gefahren werden. Diese Fahrzeuge werden übergangsweise eingesetzt, bis die 42 neuen Bombardier-Züge zur Verfügung stehen. Für das Ersatzkonzept benötigt DB Regio Bayern zusätzlich 35 Mitarbeiter im Zugbegleitdienst und 25 Mitarbeiter in den Werkstätten.

Im Vergleich zum heutigen Regionalzugverkehr wird das Angebot auf der künftigen Linie S 1 Bamberg - Hartmannshof um rund 20 Prozent aufgestockt. Hier sollen vorerst mit je zwei Loks bespannte 4-Wagen-Züge ("x-Wagen") zum Einsatz kommen. 50 bis 70 Prozent mehr Züge verkehren auf den neuen S-Bahn-Strecken S 3 Nürnberg - Neumarkt und S 4 Nürnberg - Ansbach (vorerst jeweils Garnituren mit vier n-Wagen). Diese zusätzlichen Züge fahren vor allem in der Nebenverkehrszeit und am Wochenende und belaufen sich auf insgesamt 1,4 Mio. Zugkilometer im Jahr. Das Nürnberger S-Bahnnetz wächst mit dem Ausbau von Strecken und Stationen auf das Dreifache: Künftig verbindet die S-Bahn auf 224 Kilometern 80 Stationen in der Metropolregion.

Fortschritte bei Tarifverhandlungen zwischen DB und GDL

(04.08.) FRANKFURT/Main - Bei den Verhandlungen zwischen der DB und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) über einen einheitlichen Flächentarifvertrag sind sich die Tarifparteien nähergekommen. "Wir haben trotz der rechtlich komplizierten Materie einen großen Fortschritt bei den Verhandlungen zum Betreiberwechsel im Bundes-Rahmen-Lokomotivführertarifvertrag (BuRa-LfTV) erzielt", sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Dienstag nach der dritten Verhandlungsrunde mit der DB in Berlin.

Unter anderem wurde über eine Regelung für die Mitarbeiter bei einem Betreiberwechsel verhandelt. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sagte, in diesem Fall könnten sich Lokführer künftig aussuchen, bei welchem Unternehmen sie arbeiteten. Übernehme die DB eine Verkehrsleistung von anderen Betreibern, werde sie künftig auch die dazugehörigen Lokomotivführer übernehmen. "Die Lokomotivführer stehen nach einem Betreiberwechsel somit nicht mehr auf der Straße", betonte Weselsky. "Insgesamt haben wir sehr konstruktive Verhandlungen auf tarifvertraglichem Neuland geführt", erklärte der GDL-Chef.

Die nächste Tarifrunde findet am 21. August 2010 in Frankfurt am Main statt. Hauptthemen sind dann Eingruppierung und Arbeitszeit. Durch zuvor geführte Sondierungsgespräche sollen zudem die Voraussetzungen geschaffen werden, um den Betreiberwechsel im BuRa-LfTV abzuschließen. Am 23. August sollen Gespräche mit den fünf größten DB- Konkurrenten Veolia, Abellio, Arriva, Keolis und Benex folgen. DB und GDL hatten in der Vorwoche vereinbart, dass ein Branchentarifvertrag für mindestens 90 Prozent der 20 000 Lokführer in Deutschland gelten müsse, sagte Weselsky am Dienstag. Da 80 Prozent bei der DB angestellt seien, müssten auch die Privatbahnen "maßgeblich in die Verhandlungen einbezogen werden".

DB weitet bahn.bonus-Programm aus

(04.08.) BERLIN - Die DB hat zum 1. August ihr Bonusprogramm ausgeweitet. Mit der neuen kostenlosen "bahn.bonus Card" haben ab sofort auch Bahnreisende ohne BahnCard die Möglichkeit, beim Fahrkartenkauf bahn.bonus-Punkte zu sammeln. Die Bestellung der bahn.bonus Card ist online unter www.bahn.de/bahnbonuscard möglich.

Karteninhaber können aus einem umfangreichen Angebot von 500 bahn.bonus-Prämien wählen. Neben den bereits bekannten Prämien, wie nationale und internationale Freifahrten, Hotelübernachtungen, Mietwagen oder Reiseaccessoires finden sich unter www.bahn.de/praemienkatalog auch neue Angebote. Dazu gehören beispielsweise Spiele für Kinder, Freizeit- und Multimedia-Produkte, Zeitschriften sowie zahlreiche Möglichkeiten zum Spenden von bahn.bonus-Punkten für soziale oder Umweltprojekte.

Seit der Einführung des bahn.bonus-Programms im Jahr 2005 nehmen inzwischen über 2,8 Mio. BahnCard-Inhaber teil. Das Punktesammeln ist außer bei der DB bei weiteren Kooperationspartnern möglich. Weitere Informationen zum bahn.bonus-Programm sind unter www.bahn.de/bahnbonus abrufbar.

S-Bahn Berlin lädt zum "Werkstatt-Termin" ein

(04.08.) BERLIN - Die S-Bahn Berlin öffnet am kommenden Sonntag, 8. August, von 10 bis 18 Uhr, ihre Werkstatt in Grünau. Besucher können sich vor Ort ein Bild von den großen Herausforderungen machen, denen sich die Mitarbeiter in der Fahrzeuginstandhaltung derzeit stellen müssen. Ob Fahrmotoren- und Radsatzwechsel oder Wirbelstrom- und Ultraschallprüfung - die aus den Medien bekannten Technik-Themen werden verständlich aufbereitet und nachvollziehbar dargestellt. Zu besichtigen ist auch der Hilfsgerätezug, mit dem rund um die Uhr auch auf freier Strecke Fahrzeugprobleme behoben werden können.

"Wir wollen mehr als einen Tag der offenen Tür veranstalten", sagt Peter Buchner, Geschäftsführer der S-Bahn Berlin. "Wir möchten unseren Gästen die Chance bieten, nachvollziehen zu können, wie vielfältig unsere Arbeiten sind, und warum die Rückkehr zum Normalbetrieb so außerordentlich viel Zeit braucht". Besucher können selbständig die einzelnen Wartungsstationen besuchen. Im Rahmen des Diskussionsforums "S-Bahn im Dialog" stehen die Geschäftsführer des Unternehmens für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Besucher sollten unbedingt mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen, da am Werkgelände keinerlei Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Um die Anreise besonders einfach zu machen, fahren zur Veranstaltungszeit alle Züge der Linie S8 im 20-Minuten-Takt über ihren südlichen Endpunkt Grünau hinaus umsteigefrei weiter bis zur Werkhalle.

Erneuerung des Nitteler Tunnels abgeschlossen

(04.08.) TRIER - Die Bauarbeiten zur Erneuerung des Nitteler Tunnels werden in den kommenden Tagen planmäßig beendet. Ab Montag, 16. August, fahren die Züge wieder zwischen Trier und Perl. Auch die beliebten Ausflugszüge am Wochenende nach Metz über Thionville können dann wieder angeboten werden. Seit Juni vergangenen Jahres wurde der Nitteler Tunnel von Grund auf erneuert und mit moderner Tunnelsicherheitstechnik ausgestattet. Außerdem wurden im Bereich der Gemeinde Wellen Lärmschutzwände errichtet. Rund 30 Millionen Euro wurden dafür investiert.

ZSPNV Süd: Europaweite Ausschreibung der Dieselnetze Südwest veröffentlicht

(03.08.) KAISERSLAUTERN - Nach intensiver Vorarbeit hat der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) die Ausschreibung der regionalen Schienenverkehrsangebote in der Pfalz, Rheinhessen und der Naheregion (Dieselnetze Südwest) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Die Ausschreibung ist - aufgeteilt in zwei Lose mit jährlich rund 12 Mio. Zugkilometern - die bislang größte, welche in Deutschland im Bereich des dieselbetriebenen Regionalverkehrs durchgeführt wurde. Los 1 enthält neben Regionalbahnleistungen in Rheinhessen und entlang der Weinstraße nördlich von Neustadt/W auch die südhessischen Schienenstrecken von Weinheim nach Fürth im Odenwald sowie von Bensheim über Bürstadt nach Worms. Im zweiten Los enthalten sind alle Züge zwischen Mainz, Alzey und Kirchheimbolanden und zwischen Mainz und Neubrücke entlang der Nahe - einschließlich der schnellen Regionalexpresszüge zwischen Saarbücken und Mainz/Frankfurt/M. Neu werden umsteigefreie Regionalexpresszüge zwischen Kaiserslautern und Koblenz bzw. Mainz sein. Integriert in die Ausschreibung sind auch die Züge zum Flughafen Hahn im Hunsrück.

Gemeinsam mit den Strecken Heimbach - Baumholder (Landkreis Birkenfeld) und der Verbindung Münchweiler - Monsheim (Zellertalbahn im Donnersbergkreis und dem Landkreis Alzey - Worms) sollen so insgesamt drei Schienenstrecken mit einer Gesamtlänge von rund 100 Kilometern für den regelmäßigen Personenverkehr wieder in Betrieb gehen. Die Ausweitung des derzeitigen Ausflugszugangebotes der Zellertalbahn auf einen täglichen Zugverkehr steht allerdings noch unter einem Finanzierungsvorbehalt und ist deshalb als Option aufgenommen.

Neben der Festschreibung von Qualitätsstandards wie dem Einsatz von Fahrzeugen mit Klimaanlage und barrierefreien Zugängen, die Bereitstellung von Kundenbetreuern nach 19 Uhr in allen Zügen sowie ganztägig in allen RegionalExpresszügen sind auch umfassende Regelungen bis hin zu Zuschussminderungen getroffen worden, die bei unzureichender Vertragserfüllung greifen. Zur Sicherung der Qualität haben sich die Partner der Ausschreibung ferner darauf verständigt, für das Erbringen der eigentlichen Zugleistungen keine Subunternehmer zuzulassen. Eine Zulassung nach deutschem Eisenbahnrecht ist zwingend vorgeschrieben.

Bis zum 26. Januar 2011 haben die Eisenbahnverkehrsunternehmen Zeit, um ihre Angebote auszuarbeiten und zu kalkulieren. Der Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot und damit der Abschluss des Verkehrsvertrages soll spätestens zum 26. Juli 2011 erfolgen. Der oder die Gewinner der Ausschreibung - es ist möglich, dass die beiden Lose an zwei verschiedene Unternehmen vergeben werden - gehen dann am 14. Dezember 2014 an den Start. Grundlage der Angebote ist eine Laufzeit von 15 Jahren, es sind aber auch ergänzende Angebote für einen Zeitraum bis maximal 22,5 Jahren möglich. Derzeit werden, mit Ausnahme der Strecke Alzey - Kirchheimbolanden - hier fährt Rhenus Veniro -, alle Leistungen von DB Regio erbracht.

Die Ausschreibung der Dieselnetze Südwest ist eingebettet in die gemeinsame Nahverkehrsoffensive „Rheinland-Pfalz-Takt 2015“ des Landes und der beiden SPNV-Zweckverbände als gesetzliche Aufgabenträger, welche, mit Starttermin Dezember 2014 (Jahresfahrplan 2015), eine Ausweitung der Regionalverkehrsangebote um 20 % beinhaltet. Die Ausschreibungen der Landesgrenzen überschreitenden S-Bahn Rhein-Neckar und des landesweiten Regionalexpressnetzes ist in der Vorbereitung.

Neue Zuganzeiger in Sanssouci sparen Energie

(03.08.) BERLIN - Seit Montag wird im Bahnhof Potsdam Park Sanssouci eine neuartige Anlage für die Fahrgastinformation getestet. Sie ist bundesweit die zweite, bei der alle Zugzielanzeiger und Uhren mit LED-Beleuchtung ausgerüstet sind. Damit soll zukünftig Energie gespart werden. Darüber hinaus verbessert ein neues Steuerungssystem technisch die Zuverlässigkeit der Fahrgastinformation. Insgesamt wurden rund 183.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung investiert.

Die bereits 1868 eröffnete Station am weltbekannten Schlosspark nutzen täglich viele Pendler, Studenten der Universität Potsdam und Besucher der Parkanlagen. Mit den Bauarbeiten war am 19. Juli dieses Jahres begonnen worden. Die Zugzielanzeiger auf den zwei Regionalbahnsteigen wurden bereits ersetzt, die Uhren werden in Kürze ergänzt. Allein in Brandenburg erhalten über 100 Stationen moderne Anlagen, die über den Zugverkehr informieren. Insbesondere kleinere und mittlere Bahnhöfe erhalten die neuen Geräte, die mittels Laufschrift auch über Abweichungen vom Zugverkehr informieren.

TRANSNET/GDBA: Teilübertragung der Berliner S-Bahn bringt keine Vorteile

(03.08.) BERLIN - Die Bahngewerkschaften TRANSNET und GDBA haben Überlegungen kritisiert, einen Teil des Berliner S-Bahn-Netzes in kommunale Regie zu überführen. "Es ist nicht ersichtlich, was für die Kunden und die Beschäftigten besser werden sollte, wenn auf einem Teil des Netzes die S-Bahn GmbH, auf einem anderen Teil die BVG fährt", erklärten TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck und GDBA-Vorstand Gerd Wilde. "Das käme im Endeffekt einer Zerschlagung eines im Kern funktionierenden Systems gleich. Es muss in Berlin auch künftig ein S-Bahn-System aus einem Guss und aus einer Hand geben."

Bieck und Wilde wiesen darauf hin, dass die Berliner S-Bahn sich derzeit "auf dem aufsteigenden Ast" befinde. Es gebe gute Chancen, dass die Krise der S-Bahn bald überwunden sei. Dies liege auch daran, dass die neue Geschäftsführung einen großen Teil der Forderungen der Gewerkschaften und des Betriebsrates umsetze, so den Stopp des Stellenabbaus, Neueinstellungen und Übernahmen der Azubi und die Erhöhung der Werkstattkapazitäten.

"Der Senat und die Koalitionsparteien sollten diesen Kurs endlich politisch unterstützen, statt die S-Bahner mit ständig neue Planspielen über die Zukunft ihres Unternehmens und ihrer Arbeitsplätze zu verunsichern", forderten die Gewerkschafter. Alles andere habe den "Charakter einer Strafaktion. Die allerdings würde wie meistens die Falschen treffen."

Start frei für Ausbildung bei Abellio Rail NRW

(03.08.) HAGEN - Am 2. August 2010 haben zwei junge Männer sowie eine junge Frau ihre Ausbildung bei Abellio Rail NRW begonnen. Sie sind die ersten Auszubildenden bei Abellio am Betriebsstandort Hagen und werden in zwei Berufen ausgebildet: Domenick Struck und Buket Yaldiz lernen den Ausbildungsberuf "Eisenbahner im Betriebsdienst" mit der Fachrichtung Lokführer und Transport. In der dreijährigen Ausbildung wechseln sich theoretischer Unterricht und praktische Anwendung blockweise ab. Carsten Kelbaßa hat eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum "Mechatroniker" begonnen. Den praktischen Teil seiner Ausbildung absolviert er dabei zum Teil im Rahmen einer Verbundausbildung bei der Deutschen Edelstahlwerke Karrierewerkstatt GmbH.

ICE-Zugtaufe am 31. Juli 2010 in Ostseebad Heringsdorf

(02.08.) BERLIN - Die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf hat am Samstag die Patenschaft für einen ICE TD-Zug übernommen. Der neue Zugname ist zusammen mit dem Stadtwappen auf beiden Seiten des Fahrzeuges und an beiden Zugenden angebracht. In Kooperation mit der Dänischen Staatsbahn (DSB) fahren diese bis zu 200 Kilometer pro Stunde schnellen Diesel-ICE`s je nach Disposition zwischen Berlin, Hamburg und Kopenhagen beziehungsweise Aarhus sowie innerdänisch zwischen Nyköbing und Kopenhagen. Der ICE "Ostseebad Heringsdorf" ist die 203. ICE-Einheit, die einen festen Namen trägt.

Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering: "Ich freue mich, dass der 13. ICE, der in Mecklenburg Vorpommern getauft wird, international Werbung nicht nur für Heringsdorf, sondern auch für die Sonneninsel Usedom im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern macht." Der Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf, Klaus Kottwittenborg, nahm den Akt der feierlichen Namensgebung traditionell mit einer Flasche Menger-Krug-Sekt vor. Er sagte dazu: "Ich freue mich sehr, dass nun ein ICE den Namen 'Ostseebad Heringsdorf' trägt und so Heringsdorf und die Insel Usedom auf Schienen bundesweit und international bekannt macht. Ich wünsche diesem Zug alles Gute, immer freie Fahrt und zufriedene Fahrgäste."

Über 100 Fahrgäste mussten überfüllten IC verlassen

(02.08.) OSNABRÜCK - 120 Fahrgäste mussten am Sonntagmittag in Osnabrück einen zu 200 Prozent besetzten IC verlassen. Nach Angaben eines Bahnsprechers war der Zug auf dem Weg von Nürnberg nach Hamburg wegen des Ferienendes in Niedersachsen bereits gut ausgelastet, als in Osnabrück zahlreiche weitere Passagiere einstiegen. Daraufhin habe sich das Personal gegen eine Weiterfahrt entschieden. Zusammen mit Bundespolizisten appellierten die Schaffner dann an die Fahrgäste, den Zug freiwillig wieder zu verlassen. Insgesamt 120 Passagiere, die meisten aus Bremen, entschlossen sich laut dem Sprecher daraufhin für den langsameren Regionalzug. Erst nach 51 Minuten habe der IC schließlich weiterfahren können.

Änderungen im Schleswig-Holstein-Tarif zum 1. August 2010

Zum 1. August 2010 werden die Fahrpreise im Nahverkehr an die Entwicklung der Lohnkosten sowie die Reduzierung der öffentlichen Zuschüsse durch das Land, die Kreise und die kreisfreien Städte angepasst. Im Rahmen dieser Anpassung werden die Preise für Fahrkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs (SH-Tarif) um durchschnittlich 2,11 Prozent angehoben. Damit fällt der Preisanstieg in Schleswig-Holstein geringer aus als im Durchschnitt der bundesweiten Entwicklung in den vergangenen 12 Monaten. Die Preise für Einzelfahrkarten werden durchschnittlich um 2,01 Prozent angehoben. Gleichzeitig wird der Rabatt der Mehrfahrtenkarte um einen Prozentpunkt auf 12 Prozent reduziert. Zeitkarten für Pendler werden um 1,53 Prozent angehoben, während die Preise von Schülerzeitkarten durchschnittlich um 2,36 Prozent steigen.

Die vorige Preisanpassung des Tarifs erfolgte im August 2009. Der Schleswig-Holstein-Tarif ist der Verbundtarif für den Nahverkehr von Bus und Bahn in Schleswig-Holstein. Die NSH Nahverkehr Schleswig-Holstein GmbH ist die Verbundgesellschaft der schleswig-holsteinischen Verkehrsunternehmen und ist u.a. für die Koordination und Weiterentwicklung des SH-Tarifs verantwortlich.

Nächtliche Gleisbauarbeiten zwischen Saalfeld (Saale) und Probstzella

(02.08.) LEIPZIG - Auf Grund von Gleisbauarbeiten kommt es in den Nächten vom 3. bis 5. August sowie 17. bis 18. August (jeweils ab 21.00 Uhr) auf dem Streckenabschnitt Saalfeld (Saale) - Probstzella zu Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr. Zwei Züge der Linie RE 31 Saalfeld - Lichtenfels werden zwischen Saalfeld (Saale) und Probstzella durch Busse ersetzt. Die Mitnahme von Fahrrädern, Kinderwagen und Rollstühlen ist in den Bussen nur eingeschränkt möglich. Informationen zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei der Service-Nummer der Bahn 01805 99 66 33 sowie im mdr auf Texttafel 739 und im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten.