Rheinland-Pfalz bei DB-Umwelt-Programm dabei

(30.06.) MAINZ - Ab dem 1. Juli 2010 nimmt Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland beim "Umwelt-Plus Programm" der DB teil. "Wir tragen dazu bei, die Nutzung von regenerativen Energien auszubauen und die CO2-Emissionen insgesamt weiter zu senken", sagte Umweltministerin Margit Conrad. Die Landesbediensteten führen ihre Dienstreisen mit der DB künftig CO2-frei durch. Nach Angaben der Bahn bringe die Beteiligung am vom TÜV SÜD zertifizierten Programm jährliche Einsparungen von über 600 Tonnen Kohlendioxid, so die Ministerin. "Derzeit wird für die Bahnreisen ein Strommix genutzt, bei dem der Anteil an erneuerbaren Energien nur bei 16 Prozent liegt. Entsprechend des Energiebedarfs für Bahnreisen der Bediensteten des Landes - insgesamt rund 1,1 Millionen Kilowattstunden pro Jahr - kauft die Deutsche Bahn nun quartalsweise vorab Strom aus hundert Prozent regenerativen Energiequellen in Deutschland und speist sie ins Bahnstromnetz ein", so die Umweltministerin.

"Der geringe Aufpreis für ein Öko-Ticket - bei einer Fahrt von Mainz nach Koblenz fallen vierundzwanzig Cent an - geht mit einem großen Gewinn für die Umwelt einher", so der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl. Mit der Teilnahme am Umwelt-Plus Programm der Deutschen Bahn leiste die Landesregierung nach der bereits zu Beginn des Jahres erfolgten Umstellung auf Ökostrom bei den Landesliegenschaften einen weiteren Beitrag zur Ausweitung der Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien. "Wir gehen mit gutem Beispiel voran und setzen damit einen Impuls für die Reduktion von CO2-Emissionen im Verkehrsbereich", so Kühl.

Dreiwöchige Totalsperrung der Strecke Dessau - Bitterfeld

(30.06.) LEIPZIG - Die DB beginnt am 12. Juli mit den Hauptbauarbeiten auf der 27 Kilometer langen Strecke zwischen Dessau Hbf und Bahnhof Bitterfeld. Ziel ist es, im Zuge einer rund dreiwöchigen Totalsperrung die Eisenbahninfrastruktur auf diesem Streckenabschnitt wieder auf den modernsten Stand der Technik zu bringen und die Verkehrsstationen teilweise zu modernisieren. Dafür investiert die DB in diesen Abschnitt rund 30 Millionen Euro aus Bundes- und Eigenmitteln. Um die Sperrpause so intensiv wie möglich zu nutzen, realisiert die DB in diesen drei Wochen eine Vielzahl an Bauarbeiten. Damit werden in Zukunft die betrieblichen Einschränkungen für die Reisenden so gering wie möglich gehalten.

Entlang der gesamten Strecke Dessau-Bitterfeld finden Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik statt. Diese wird im Herbst, mit der Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks (ESTW) in Betrieb gehen. Die Verkehrsstationen auf dem Streckenabschnitt werden mit neuen Beleuchtungsanlagen ausgestattet. Das betrifft die Bahnhöfe Roßlau, Dessau Hbf, Dessau Süd, Marke, Raguhn, Jeßnitz, Wolfen und Greppin.  Im südlichen Bahnhofsbereich am Hbf Dessau sind umfangreiche Gleisbauarbeiten geplant. Dabei werden die Spurpläne optimiert und dem Bedarf entsprechend angepasst. Gleichzeitig wird auch hier eine neue Oberleitungsanlage erreichtet und die alte Oberleitungsanlage zurück gebaut.

Insgesamt acht Bahnübergänge entlang der Strecke erhalten neue Schrankenanlagen, vier Bahnüberübergänge werden an die neue Sicherungstechnik angepasst. Für die Installation der Sicherungstechnik sind umfassende Tiefbauarbeiten an den Bahnübergängen erforderlich. Die neuen Schrankenanlagen sollen zeitgleich mit dem neuen ESTW in Betrieb gehen. Bis zur Inbetriebnahme werden die Bahnübergänge durch Sicherungsposten gesichert.

Im Bahnhof Wolfen werden im Zuge der Totalsperrung die Hauptgleise mit einer modernen Oberleitungsanlage ausgestattet und die alten Oberleitungsanlagen zurückgebaut. Gleichzeitig finden umfassende Gleisbauarbeiten statt. Darüber hinaus investiert die DB auch in die Verkehrsstation, saniert Bahnsteige und erneuert Beleuchtung, Wetterschutz sowie Treppenaufgänge. Auch die Verkehrsstation Raguhn erhält ein neues Gesicht. Neben der Installation einer neuen und Rückbau der alten Oberleitungsanlage, baut die DB hier auch einen neuen Bahnsteig in Richtung Bitterfeld, der sich in unmittelbarer Nähe des Bahnübergangs befindet. In Raguhn finden auch umfassende Gleisbauarbeiten statt, in dessen Zuge vier neue Weichen installiert und nicht mehr benötigte Weichen zurückgebaut werden.

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Raguhn wird in den nächsten Wochen die neue Eisenbahnbrücke in der Gartenstraße eingeschoben, neue Gleise verlegt und die alte Eisenbahnbrücke entsprechend abgerissen. Am Haltepunkt Dessau Süd finden umfassende Umbauarbeiten am Bahnübergang Peterholzstraße statt. Hier müssen zahlreiche Rohre, Kabel und andere Medien für die Stadtwerke Dessau verlegt und die Werkeinfahrt zum Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH umgebaut werden. Gleichzeitig wird der alte, baufällige Personentunnel abgerissen. Der Zugang zu den Bahnsteigen erfolgt dann ebenerdig über den Bahnübergang.

Bremerhaven Hbf barrierefrei ausgebaut

(30.06.) BREMERHAVEN - Der Hauptbahnhof Bremerhaven ist mit dem Einbau von zwei neuen Personenaufzügen zu den Gleisen 2/3 und 4/5 barrierefrei ausgebaut. Bisher waren diese beiden Bahnsteige nur über Lastenaufzüge und mit Hilfe von DB-Servicemitarbeitern für mobilitätseingeschränkte Reisende zugänglich. Ebenfalls neu ist die WC-Anlage, die über eine Drehtür mit Münzeinwurf erreichbar ist. Die Benutzungsgebühr beträgt 50 Cent. Der WC-Bereich für behinderte Reisende verfügt über einen separaten Eingang. In diesem Bereich befindet sich auch ein Baby-Wickeltisch.

Im November 2009 haben die Umbauarbeiten in Bremerhaven Hbf begonnen. Die Maßnahme beinhaltet die Sanierung des Empfangsgebäudes und die Modernisierung der Verkehrsstation. Bis zur Sail 2010 sollen die Arbeiten an der Verkehrsstation abgeschlossen sein. Hierzu gehört neben dem Einbau der Personenaufzüge und der Erneuerung der WC-Anlage der Umbau der Bahnsteige, des Personentunnels und der Treppenaufgänge. Die Kosten für die Erneuerung der Verkehrsstation von rund 4,9 Millionen Euro teilen sich das Land Bremen (2 Millionen Euro) und die DB aus Fördermitteln des Bundes (2,9 Millionen Euro).

Mann bedroht Zugbegleiter mit einer Schreckschusswaffe

(30.06.) KASSEL - Ein stark alkoholisierter Mann hat am Dienstag Nachmittag gegen 15.25 Uhr in einem Nahverkehrszug auf der Bahnstrecke zwischen Zierenberg und Ehringen (Landkreis Kassel) für erheblichen Wirbel gesorgt. Der 25-jährige Mann aus Kassel hatte den 23-jährigen Zugbegleiter plötzlich mit einer 9 mm Schreckschusswaffe bedroht. Dem vorausgegangen sei eine verbale Auseinandersetzung mit dem Betrunkenen.

Der Bahnmitarbeiter erkannte im Vorfeld die Situation und bat die weiteren Reisenden das Abteil zu verlassen. Über die Notfallleitstelle der DB wurden Polizei und Bundespolizei alarmiert. Drei Streifenwagenbesatzungen des Polizeipräsidiums Nordhessen und zwei Streifen der Bundespolizei waren am Einsatz beteiligt. Der Zug wurde im Bahnhof Ehringen gestoppt. Über Lautsprecher wurde der Täter aufgefordert das Abteil zu verlassen. Dem kam der Täter nach und lies sich widerstandslos festnehmen. Die Waffe wurde sichergestellt. Ein später durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 2,5 Promille.

Die zehn Mitreisenden kamen mit dem Schreck davon und konnten mit einer Stunde Verspätungen die Reise fortsetzen. Insgesamt verspäteten sich zwei Züge um rund 90 Minuten. Die weiteren Ermittlungen führt die Bundespolizeiinspektion Kassel. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Experimentelle Küche in den DB Bordrestaurants

(30.06.) BERLIN - Im Juli bieten die Bordrestaurants der DB drei Gerichte nach Rezepten von Fernsehkoch Stefan Marquard an. Mit Marquard wird die zwölfmonatige Aktion "TV-Köche tischen auf" zugunsten des Hilfsprojektes "Spitzenköche für Afrika" fortgesetzt. Dabei kommen jeweils 50 Cent pro Gericht der Karlheinz Böhm Stiftung "Menschen für Menschen" zugute. "Einen Punkrocker als Rezeptgeber hat es bei der Bahn bisher noch nicht gegeben. Umso erfreuter waren wir über die Zusage von Stefan Marquard, uns bei der diesjährigen Wohltätigkeitsaktion zu unterstützen. Zwar können wir keinen Punkrock an Bord servieren", schmunzelt Robert Etmans, Vorstand Personal und Bordservice der DB Fernverkehr, "dafür aber experimentelle Küche, kreiert vom Küchenprofi Marquard."

Ob Rote Currysuppe mit Eisbein, Chorizo-Hühnchen auf Kohlrabi mit Kräuter-Gnocchi oder geschmorte Kalbshaxe mit Serviettenkloß und Rahmwirsing - schon die Rezepturen lesen sich ungewöhnlich, passend zum Lebensmotto des unkonventionellen gelernten Metzgers und Kochs aus Schweinfurt. Bis Januar 2011 unterstützt die Bahn "Spitzenköche für Afrika". Diese Initiative wurde von Delikatessengroßhändler Ralf Bos und Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann zusammen mit Schauspieler Karl-Heinz Böhm gegründet. Gemeinsam mit der Böhm-Stiftung "Menschen für Menschen" hat sie das Ziel, mit dem Bau von Schulen Hunderttausenden von Kindern in Äthiopien den Besuch einer Schule zu ermöglichen.

SBB Cargo wertet 440 Güterwagen auf

(30.06.) BERN - SBB Cargo lässt 440 offene vierachsige Güterwagen des Typs Eaos umbauen. Die 440 Wagen des Typs Eaos erhalten einen neuen, verstärkten Wagenkasten und einen Stahlboden eingebaut. Das Ladevolumen wird erhöht. Für den Umbau und die Modernisierung dieser Wagen für den Transport von Industriestahl und Schrott investiert die SBB rund 19 Millionen Schweizer Franken. Dank der Verstärkungen rechnet SBB Cargo mittelfristig mit spürbaren Reduktionen der Reparaturkosten. Diese haben sich infolge der starken Beanspruchung dieser Wagen beim Be- und Entladen von Schrott jährlich auf mehrere Millionen Franken belaufen.

Die Umsetzung erfolgt sehr rasch zwischen August 2010 und September 2011 durch die slowakische Firma ŽOS in Trnava. Diese unterbreitete der SBB von insgesamt 13 europäischen Anbietern das beste Preis-Leistungsangebot. Aus der Schweiz war kein Angebot eingegangen. Die Firma ŽOS Trnava ist auf Reparaturen, Modernisierungen und Umbauten von Güterwagen spezialisiert.

DB-Jubiläumstour macht Halt im Hauptbahnhof Berlin

(30.06.) BERLIN - Die DB feiert in diesem Jahr "175 Jahre Eisenbahn in Deutschland" und lädt zum Mitfeiern nach Berlin ein. Am Sonntag, dem 4. Juli, macht die DB-Jubiläumstour durch Deutschland Halt im Hauptbahnhof Berlin. Auf der Bühne spielen die Bands The Mint, Lovestoned und Hot Banditoz live ihre Charthits und der neue Trainer von Hertha BSC Markus Babbel stellt sich den Fragen der Moderatoren. Gewinnspiele und Aktionsmodule sorgen für weitere Unterhaltung.

Zum Bahnjubiläum hat die DB ein Ticketangebot aufgelegt, das nur am 3. und 4. Juli verkauft wird. 29 Euro kostet das Ticket "DB on Tour". Es gilt für eine Fahrt 2. Klasse quer durch Deutschland ab Berlin oder nach Berlin. Das Ticket ist zuggebunden und erhältlich in den DB Reisezentren in Berlin sowie an allen DB-Automaten und DB Agenturen in Berlin. Gegen einen Aufpreis ist "DB on Tour" auch in den Zügen der CityNightLine gültig. Auch die BahnCard 25 gibt es am kommenden Wochenende in Berlin günstiger. Sie kostet statt 57 nur 29 Euro.
Wer beim Jubiläumsquiz richtig liegt, kann zudem attraktive Preise gewinnen: als Tagespreise eine Ameropa-Städtereise nach Hamburg, Reisegutscheine über 175 Euro sowie Preise aus dem Jubiläumssortiment des BahnShops und eine Mobility BahnCard 100 am Ende der Tour.

An vier multimedialen Säulen gibt es Informationen über das Eisenbahn-Jubiläum, die Mobilitätsangebote und das Klimaschutzprogramm des Unternehmens. Kinder können die erste Dampflok in Deutschland, den "Adler", basteln und sich schminken lassen. Unterstützt wird die DB-Jubiläumstour von den DEVK Versicherungen und den Sparda-Banken. Beide Partner sind ebenfalls mit einem Informationsstand beim Bahnhofsfest vertreten.

"Stuttgarter Zeitung": Probleme bei Stuttgarter S-Bahn

(29.06.) STUTTGART - Die Stuttgarter S-Bahn leidet offenbar seit einer Woche unter einem Kapazitätsengpass: Seitdem müssen nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" weitaus größere Blockabstände zwischen den aus Richtung Feuerbach und Bad Cannstatt zum Hauptbahnhof fahrenden S-Bahnen eingehalten werden. Das Eisenbahnbundesamt (EBA) habe eine seit 1978 bestehende Ausnahmegenehmigung aufgehoben, die es den Triebfahrzeugführern erlaubt habe, in dem von allen sechs Linien genutzten S-Bahn-Tunnel unter dem Hauptbahnhof sehr dicht auf den vor ihnen befindlichen Zug aufzufahren. Ursache für die Maßnahme des EBA seien die Umbauarbeiten im Gleisvorfeld und an der S-Bahn-Tunnelrampe des Hauptbahnhofs im Zuge des Projekts "Stuttgart 21", bei denen es zu Veränderungen bei der Zugsicherungstechnik gekommen sei, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Bahnkreise.

Deggendorf: Neue Bahnbrücke über die Donau in Betrieb

(29.06.) DEGGENDORF - Bei Deggendorf kreuzen sich die internationale Wasserstraße der Donau und die Bahnstrecke Landshut - Bayerisch Eisenstein. Bereits im Jahr 1877 wurde die Eisenbahnbrücke über die Donau gebaut. In den vergangenen zwei Jahren errichtete die DB rund 15 Meter stromaufwärts ein neues 466 Meter langes Bauwerk. Die Bahnbrücke entspricht sowohl in ihrer lichten Weite als auch in ihrer Höhe den heutigen Anforderungen der Schifffahrt. Im Beisein von Vertretern aus Wirtschaft und Politik nahmen am Montag Dr. Andreas Scheuer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Anna Eder, Oberbürgermeisterin von Deggendorf und Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für Bayern, die neue Donaubrücke offiziell in Betrieb.

Die neue Donaubrücke liegt rund 3,80 Meter höher als die bestehende Brücke. Der Überbau wurde als Stahlfachwerkkonstruktion über fünf Brückenfelder ausgeführt. Für die Zwischenunterstützung des Überbaus errichtete die DB insgesamt vier Brückenpfeiler. Das Bauwerk besteht aus 3800 Tonnen Stahl. Die Brückenteile wurden in China zusammengebaut und vor Ort montiert. Die maximale Stützweite beträgt 106 Meter. Die Durchfahrtshöhe misst nun acht Meter statt bisher lediglich 4,30 Meter. Durch die offenere Bauwerkskonstruktion wird auch der Hochwasserabfluss verbessert. Für die Modernisierung der neuen Donaubrücke wurden rund 47 Millionen Euro bereitgestellt.

Der Bau der Brücke in neuer Lage erforderte auch die Verlegung der Bahntrasse auf einer Länge von rund zwei Kilometern und die Erneuerung von drei weiteren Brückenbauwerken: über die Staatsstraße 2074 (Hauptstraße), die Staatsstraße 2125 (Neusiedler Straße) sowie über einen Feldweg.

Russische Bahn weiter an Einstieg bei DB interessiert

(29.06.) DÜSSELDORF - Der russische Bahn-Chef Wladimir Jakunin hat erneut Interesse an einer Beteiligung an der DB geäußert. "Sollte die deutsche Bundesregierung die Privatisierung der Deutschen Bahn wieder auf die Tagesordnung setzen, werden wir wieder unser Interesse bekunden", sagte Jakunin der "Wirtschaftswoche" laut einem Vorabbericht von Samstag. Bezüglich der Modernisierung der Transibirischen Eisenbahn als Alternative zu Schiffstransporten nach Ostasien kündigte Jakunin laut "WiWo" eine starke Fahrtzeitverkürzung an. "Bereits im Jahr 2012 werden wir es in sieben Tagen vom äußersten Osten bis an die Westgrenze Russlands schaffen und 2015 in der gleichen Zeit sogar bis ins weißrussische Brest an der polnischen Grenze", sagte Jakunin. Containerschiffe hingegen benötigen etwa von Shanghai bis nach Westeuropa mindestens vier Wochen.

Defekte Oberleitung behindert Zugverkehr in Berlin

(29.06.) BERLIN - Ein Oberleitungsschaden im Berliner Ostbahnhof hat am Montag zu zahlreichen Verspätungen und Behinderungen geführt. Fernzüge aus dem Westen endeten bereits im Hauptbahnhof. Nahverkehrszüge der Linie Rathenow - Königswusterhausen (RE2) wurden über Jungfernheide, Gesundbrunnen und Lichtenberg umgeleitet. Gegen 14 Uhr war der Schaden behoben.

Bad Wurzach Bahn startet in erste Saison

(29.06.) ULM - Am Sonntag, 4. Juli 2010, beginnt auf der Bad Wurzach Bahn, die sich im Eigentum der Stadt befindet und seit Jahrzehnten nur von Güterzügen befahren wurde (Kursbuchstrecke 752), ein neues Eisenbahnzeitalter. Die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) richtet ab diesem Tag für Radfahrer und Wanderer erstmals einen Pendelverkehr mit Triebwagen zwischen Oberschwaben und dem Allgäu ein. Der 3-Löwen-Takt Radexpress "Oberschwaben" fährt von Aulendorf über Bad Waldsee nach Bad Wurzach.

Am 4. Juli sowie an allen Sonntagen vom 1. August bis 19. September 2010 sowie auch am Sonntag, 3. Oktober 2010, bringt die Bad Wurzach Bahn Ausflügler und Radler zu den schönsten Ausflugszielen entlang der Schwäbischen Bäderstraße. Aulendorf, Bad Waldsee und Bad Wurzach sind Start und Zielpunkt vieler Radtouren oder Wanderungen in die schöne Umgebung. Tagsüber pendelt die Bad Wurzach Bahn von 9.15 Uhr bis 17.15 Uhr im Zweistundentakt zwischen Aulendorf und Bad Wurzach. Rückfahrtmöglichkeiten ab Bad Wurzach nach Aulendorf bestehen von 10.04 Uhr bis 18.04 Uhr ebenfalls im Zweistundentakt. In der Bad Wurzach Bahn gelten alle Tarifangebote der Deutschen Bahn, im Verkehrsgebiet des Tarifverbundes bodo dessen Angebote. Die Fahrradmitnahme ist kostenlos.

Sechs Züge mit Steinen beworfen; Bundespolizei sucht Zeugen

HENNEF - In der Nacht vom 26.06. - auf den 27.06.10 bewarfen unbekannte Täter insgesamt sechs Reisezüge der Deutschen Bahn AG vermutlich mit Steinen. Die betroffenen Züge befanden sich auf der Fahrt von Köln nach Au/Sieg. Gegen 23.29 Uhr stellten Sicherheitspersonal der DB AG im Bahnhof Au/Sieg an einer eingetroffenen S-Bahnen erstmals Beschädigungen fest. In der Folge kamen dann weitere fünf Züge mit gleichem Beschädigungsmuster dort an. An insgesamt 22 betroffenen Reisewagen waren ca. 50 Dellen und Beulen festzustellen, sowie bei einem Reisezugwagen ein beschädigtes Klappfenster.

Im Rahmen der bundespolizeilichen Ermittlungen konnte der Tatort auf den Streckenabschnitt zwischen den Haltpunkten Blankenberg und Merten eingegrenzt werden. Die Bundespolizei hat ein Strafverfahren wegen "Gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr" eingeleitet und sucht Zeugen, die im vorgenannten Bereich Personen im/am Gleis gesehen haben. Hinweise bitte an die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei unter 0800 6 888 000.

EU-Kommission verklagt Deutschland und zwölf weitere EU-Staaten

(26.06.) BRÜSSEL - Wegen der mangelhaften Öffnung ihrer Eisenbahnmärkte verklagt die EU-Kommission Deutschland und zwölf weitere EU-Staaten. Wichtige Aspekte seien in den betroffenen Ländern immer noch nicht geklärt, obwohl dies eigentlich bereits bis 2003 hätte geschehen müssen. In Deutschland beanstandet die Kommission vor allem, dass es kein unabhängigen Infrastrukturbetreiber gibt. Zudem gebe es keine ausreichenden Anreize, die Kosten für die Gleisnutzung zu senken und den Zugang für alternative Anbieter zu erleichtern.

Der Europäische Gerichtshof muss nun klären, in welchen Fällen die beschuldigten Staaten gegen EU-Recht verstoßen. Setzen diese in der Folge die Regeln weiterhin nicht um, kann die Kommission Busgelder verhängen. Die Klage der EU richtet sich neben Deutschland auch gegen Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn.

Spatenstich für Abschnitt Querfurter Platte der NBS Erfurt-Leipzig/Halle

(26.06.) LEIPZIG - Am Freitag hat mit einem ersten Spatenstich der Bau eines weiteren Streckenabschnittes der Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle begonnen. Dieser verläuft mit Geländeeinschnitten und Bahndämmen zwischen dem Osterbergtunnel bei Steigra über Langeneichstädt, Bad Lauchstädt bis zur Saale-Elster-Talbrücke bei Halle (Saale). Die Einzelinvestition beträgt etwa 120 Millionen Euro. Vor dem Bau des über 20,5 Kilometer langen Trassenstücks wurden planmäßig umfangreiche archäologische Sicherungsgrabungen durchgeführt.

Diese Grabungen bilden Abschluss und Höhepunkt der jahrelangen konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der für Projektrealisierung verantwortlichen DB ProjektBau GmbH und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie. So konnten insgesamt entlang eines 64 km langen Streckenabschnittes im Süden Sachsen-Anhalts über 400.000 Fundstücke aus nahezu allen Epochen der sesshaften Menschheitsgeschichte Mitteleuropas seit 5.500 v. Chr. geborgen werden. Tatsächlich nachgewiesen wurde im Bereich der Neubautrasse eine historische Wegeverbindung zwischen dem Thüringer Becken und dem Raum Halle/Leipzig/Merseburg, die so genannte Wein- und Kupferstraße.

Demnächst überlassen die Archäologen den Trassenbauern komplett das Baufeld. Eine parallel zur künftigen Bahntrasse verlaufende Baustraße wird den Transport von 3,3 Millionen Kubikmetern Massen aufnehmen. Fünf Eisenbahn- und 14 Straßenbrücken über die Trasse werden alle Wegebeziehungen wieder herstellen. Dazu kommen 15 Kilometer neue öffentliche Straßen.

Der jetzt begonnene Bauabschnitt ist Teil der 500 Kilometer langen Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg - Erfurt - Leipzig/ Halle und Berlin (VDE8). Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt etwa 10 Milliarden Euro. Nach Abschluss aller Maßnahmen wird sich die Reisezeit zwischen München und Berlin von heute sechs Stunden auf etwa vier Stunden verringern, Personen- und Güterverkehr erhalten eine konkurrenzfähige und umweltgerechte Alternative zu Straße und Flugzeug. Zwischenziel für 2015 ist die komplette Inbetriebnahme von 123 Kilometern Neubaustrecke zwischen Erfurt und Halle bzw. Leipzig mit Reisezeiten von etwa einer halbe Stunde bzw. 40 Minuten.

Halbzeit für Bauarbeiten im Projekt "Weimar 2010"

(26.06.) WEIMAR - Seit März laufen die Bauarbeiten der DB im Raum Weimar und auf der anschließenden Strecke Weimar - Erfurt auf Hochtouren. Bis Ende Juni diesen Jahres hat die DB bereits eine Vielzahl an Bauabschnitten beendet. Im Projekt "Weimar 2010" hat die DB zahlreiche Maßnahmen im Bahnhofsbereich Weimar sowie auf der Strecke zwischen Weimar und Erfurt zusammengefasst. Ziel der DB ist dabei die erhebliche Verbesserung der Infrastruktur auf diesem Streckenabschnitt, der ein Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) ist, um so die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur zu erhöhen und die Fahrzeit für die Reisenden zu reduzieren.

Im Bahnhof Weimar sind die Hauptbauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Hier hat die DB in den letzten Monaten sechs komplexe Weichenanlagen erneuert, Gleise in einer Länge von rund 500 Meter neu gebaut und der Spurplan der Gleise an die heutigen Bedürfnisse angepasst. In diesem Zusammenhang hat die DB auch die gesamte Leit- und Sicherungstechnik im Bahnhof Weimar erneuert. Noch bis Ende November dauern die Arbeiten an den Oberleitungsanlagen im Bahnhof Weimar. Inzwischen sind die Arbeiten an den Fundamenten für die 265 neuen Oberleitungsmasten vollständig abgeschlossen. Ab Juli folgt dann das Aufstellen der Masten sowie Montage der insgesamt 12 Kilometer langen Oberleitung. Parallel dazu werden - ebenfalls ab Juli - die Gleisanlagen im Bereich des Weimarer Bahnhofs mit neuer Gleisfeldbeleuchtung sowie neuen elektrischen Weichenheizungen ausgestattet. Nicht mehr benötigte Gleise und Weichen werden zurück gebaut.

Große Fortschritte hat bereits auch die Hangsanierung in Ulla gemacht. Hier ist die bahnlinke Seite bereits zu fast 90 Prozent mit Netzen abgedeckt. Der Fokus liegt momentan auf der Herstellung der Entwässerungsanlagen. Ziel der DB ist es, die Hangsanierung in Ulla bis Ende 2010 zu beenden. Ebenfalls bis Ende 2010 sollen die Arbeiten an der Oberleitung zwischen Weimar und Vieselbach abgeschlossen sein. Die Mastgründungen und das Aufstellen der Maste sind bereits abgeschlossen, aktuell wird die Oberleitung montiert. Die Gleisertüchtigung am Viadukt Gaberndorf steht ebenfalls unmittelbar vor dem Abschluss. Die Errichtung des Rahmenbauwerks und die Dammschüttung sind bereits abgeschlossen. Der zweite Teil der Gleisbauarbeiten erfolgt im Rahmen der geplanten 55-stündigen Sperrpause zwischen dem 25. und 27. Juni 2010. Der Projektabschluss ist noch in diesem Jahr geplant.

Das komplexe Bauvorhaben im Bahnhofsbereich Vieselbach grenzt unmittelbar an den Baukomplex "Weimar 2010" an. Noch bis Mitte 2011 sollen hier die Gleisanlagen, die Bahnsteige sowie der Personentunnel am Bahnhof Vieselbach grundhaft saniert werden. Insgesamt investiert die DB in beide Komplexmaßnahmen rund 28 Millionen Euro. Etwa 18 Millionen Euro stammen aus dem Konjunkturprogramm des Bundes.

EU-Projekt ECORailS: Energieersparnis von 15 % bis 2020 möglich

(26.06.) BERLIN - Im europäischen Schienenpersonenverkehr lassen sich enorme Energiemengen einsparen, wenn sich Eisenbahnverkehrsunternehmen, Bahnindustrie und Aufgabenträger europaweit besser miteinander verzahnen und am Markt vorhandene Umweltinnovationen besser nutzen. Nach Einschätzung der Allianz pro Schiene könnte eine umweltorientierte Vergabepraxis dazu führen, den spezifischen Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß bis 2020 im Nahverkehr auf der Schiene um 15 Prozent zu vermindern.

Im Rahmen des EU-Projekts ECORailS trafen sich am Donnerstag Akteure aus sechs europäischen Ländern, um einen Leitfaden zu diskutieren, der allen Beteiligten konkrete Anregungen liefert: Neben energiesparenden Technologien und operativen Maßnahmen enthält der Katalog auch rechtssichere Textbausteine für umweltfreundliche Vergaben. "Unser Ziel ist erreicht, wenn Aufgabenträger in allen Regionen Europas diesen Leitfaden als Hilfestellung annehmen", sagt Allianz pro Schiene-Umweltfachmann Matthias Pippert. "Wir sind überzeugt, dass mit diesem Instrumentarium auf freiwilliger Basis eine Energieersparnis von 15 Prozent zu schaffen ist", sagte Pippert und betonte, dass damit für jeden Euro mehr Nahverkehr angeboten werden könne.

Der ECORailS-Leitfaden wird zur Zeit in vier Regionen getestet: Berlin-Brandenburg, Öresund (Dänemark), Lombardei (Italien) und Timisoara (Rumänien) stehen dabei beispielhaft für die sehr unterschiedlichen Startbedingungen in den Ländern der Europäischen Union. An der Brüsseler Konferenz nehmen Mitglieder von Aufgabenträgern, Bahnbetreibern, Infrastrukturbetreibern, Industrie und Verbänden aus ganz Europa teil. Das Brüsseler ECORailS-Forum organisieren der Berliner Senat für Stadtentwicklung, der Forschungs- und Anwendungsverbund Verkehrssystemtechnik (TSB-FAV) und die Allianz pro Schiene, die bei dem EU-Projekt für den Leitfaden verantwortlich ist.

Urlaubszeit: ADAC empfiehlt die Bahn in Bayern

(26.06.) MÜNCHEN - In diesem Jahr gehen der ADAC in Bayern und DB Regio Bayern wieder gemeinsam auf Stauberater-Tour. Vom 26. Juni bis 12. September 2010 machen sie an den Wochenenden auf bayerischen Autobahnen Werbung für das Bahnfahren. Es lohnt sich, nach den Stauberatern Ausschau zu halten: Insgesamt werden Bayern-Tickets im Wert von 14.000 Euro an die im Stau stehenden Urlauber verteilt.

Bahn und ADAC stellten am Freitag die gemeinsame Aktion vor, die auf einen umwelt- und familienfreundlichen sowie stressfreien Urlaub zielt. Die Stauberater sind zu erkennen an den weiß-gelben ADAC Motorrädern, die aktuell mit einem Bahn Logo versehen sind. Über die klassische Mobilitätsberatung hinausgehend zeigen sie "staugeplagten" Autofahrern eine Alternative mit den täglich fast 6.000 Regionalzügen in Bayern auf. Empfohlen wird die Nutzung des Bayern-Tickets, mit dem in Bus und Bahn bis zu fünf Personen einen ganzen Tag lang Ausflüge unternehmen können.

Die Stauberater des ADAC und von DB Regio Bayern verteilen eine Broschüre, die zeigt, dass gerade Bayern-Urlauber die kostbare Ferienzeit nicht im Stau verbringen müssen: Die Broschüre enthält eine Auswahl an Ausflugszielen, die bequem mit dem Zug und dem Bayern-Ticket zu erreichen sind. Während der kommenden Stauberatung wird diese Broschüre an Raststätten und Parkplätzen verteilt. Wer Glück hat, gewinnt eines von 500 Bayern-Tickets: In jeder fünften Broschüre ist eines der Tickets beigelegt. Erfahrungsgemäß werden die Stauberater insbesondere auf der A 9, der A 99 und der A 8 zum Einsatz kommen. Weitere Informationen zum Bayern-Ticket und alle Ausflugstipps sind unter www.bahn.de/bayern zu finden.

Kundenzufriedenheit bei DB Regio in Sachsen-Anhalt gestiegen

(26.06.) LEIPZIG - Die Kundenzufriedenheit bei der DB Regio in Sachsen-Anhalt hat sich binnen Jahresfrist um 12 Prozent verbessert. "59 Prozent unserer Kunden bewerten die Leistungen unseres Nahverkehrsangebotes in der Region mit sehr gut oder gut", sagte Frank Sennhenn, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG. Honoriert wurde von den Fahrgästen unter anderem die Aufstockung des Personals in den Nahverkehrszügen um 119 Kundenbetreuer. 65 Prozent der Fahrgäste waren 2009 mit der Verfügbarkeit von Kundenbetreuern in den Zügen zufrieden (2008: 55 Prozent).

Um den Nahverkehr auf Sachsen-Anhalts Gleisen attraktiver zu machen, beschafft der Verkehrsbetrieb Elbe-Saale für rund 40 Millionen Euro im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt 21 neue modernisierte Doppelstockwagen. Ab Dezember dieses Jahres werden die in Görlitz von Bombardier Transportation produzierten Doppelstockwagen ausgeliefert. Sie werden als Interregio-Express (IRE) zwischen Magdeburg und Berlin eingesetzt. Mit der Auslieferung weiterer Fahrzeuge ist ab März 2011 der Einsatz als Regional-Express (RE) beziehungsweise Regionalbahn (RB) auf der Strecke Halle (Saale) - Magdeburg - Stendal - Salzwedel - Uelzen vorgesehen. Im Verlauf des Jahres 2012 wird die RE-Linie Magdeburg - Dessau - Roßlau - Leipzig mit Anbindung des Oberzentrums Dessau - Roßlau an die Fernverkehrsknoten Magdeburg und Leipzig mit dem Einsatz modernisierter Doppelstockwagen aufgewertet.

Das Gebiet des Verkehrsbetriebes Elbe-Saale mit Sitz in Magdeburg umfasst 19.000 Quadratkilometer Fläche. Hier fahren auf einem 1.420 Kilometer langen Streckennetz im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt täglich 875 Züge des DB-Nahverkehrs, die jährlich 12 Millionen Reisende befördern. Die Züge von DB Regio verbinden die Altmark mit Niedersachsen, die Landeshauptstadt Magdeburg mit Haldensleben, Wolfsburg, Stendal, Loburg, Sangerhausen und Erfurt. Im Süden Sachsen-Anhalts erschließen sie den Raum Aschersleben/Bernburg/Köthen/Dessau-Roßlau. Die Burgenlandbahn (BLB) bedient täglich 58 Haltepunkte auf einem Streckennetz von 179 Kilometern im südlichen Sachsen-Anhalt. Von der BLB werden Strecken im Burgenlandkreis, im Saalekreis und im Landkreis Mansfeld-Südharz befahren.

Bad Schwartau: Feuer am Zug

(26.06.) KIEL - An einem Triebwagen, der leer und verschlossen als zweiter Teil eines Regionalzuges von Lübeck nach Kiel unterwegs war, hat es am Freitag gebrannt. Wie die Bundespolizei mitteilte, entdeckte der Triebfahrzeugführer gegen 10.00 Uhr zwischen Lübeck und Bad Schwartau im Rauchentwicklung an der zweiten angekoppelten Fahrzeugeinheit, die nach Kiel in die Werkstatt überführt werden sollte. Die Feuerwehr und die Bundespolizei wurden alarmiert und im Bahnhof Bad Schwartau stoppte der Triebfahrzeugführer den Zug, forderte die ca. 20 Fahrgäste der vorderen Fahrzeugeinheit auf, den Zug zu verlassen und lief mit einem Feuerlöscher zur zweiten Fahrzeugeinheit. In der Mitte, am sogenannten Drehkreuz, war vermutlich aufgrund eines technischen Defektes ein Feuer entstanden. Der Triebfahrzeugführer konnte das Feuer löschen - sechs Löschfahrzeuge der Feuerwehr konnten ohne weiteren Einsatz wieder abziehen. Die genaue Schadensursache und die Schadenshöhe blieben vorerst noch unklar.

S-Bahn-Brand behinderte Bahnverkehr zwischen Frankfurt und Mainz

(26.06.) FRANKFURT - Ein Brand an einem S-Bahn-Zug am Freitag Abend hat eine Sperrung der Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Mainz/Wiesbaden verursacht. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei stieg aus dem Wagenkasten des hinteren Wagens vermutlich wegen einer heißgelaufenen Bremse schon bei der Einfahrt in den Kelsterbacher Bahnhof Rauch auf. Der Triebfahrzeugführer ließ alle Fahrgäste aus dem Zug aussteigen und fuhr den Zug danach aus dem Bahnhof heraus. Dort löschte die alarmierte Kelsterbacher Feuerwehr den Brand. Nach etwa einer Stunde war der Bahnverkehr in beiden Richtungen wieder freigegeben.

Kabeldiebstahl führte zu erheblichen Störungen im Betriebsablauf

(26.06.) KÖLN - In der Nacht zum Freitag wurde auf der Bahnstrecke zwischen Köln-Ehrenfeld und Longerich mehrere Meter Kupferkabel der Erdungseinrichtung entwendet. Ihm Rahmen der Täterfahndung konnten zwei aus Rumänien stammende Männer (19 und 21 Jahre) festgenommen werden. Gegen 02.45 Uhr schnitten die Täter mehrere Erdungskabel an den Schienen und Signalmasten ab. Dies führte dazu, dass es zu einer technischen Störung auf dem zuständigen Stellwerk kam und die Strecke zwischen Köln-Ehrenfeld und Longerich für den Zugverkehr gesperrt werden musste.

Noch während der Schadensaufnahme durch Techniker der DB AG und der Bundespolizei kam es gegen 3.30 Uhr, in nur 1000 Meter Entfernung, zu einer erneuten Störmeldung. Auch hier wurde wieder Kupferkabel der Erdungseinrichtung entwendet. Im Rahmen der erneuten Tatortabsuche wurden zwei Rucksäcke mit Kabelstücken und Tatwerkzeug (Bolzenschneider) aufgefunden. In unmittelbarer Tatortnähe und versteckt in einem Gebüsch wurden die beiden Männer angetroffen und vorläufig festgenommen.

Die vorliegenden Indizien reichten jedoch nicht aus, um die beiden Tatverdächtigen dem Haftrichter vorzuführen. Die Auswertung der vorgefundenen Spurenträger dauert zurzeit noch an. Durch die technische Störung entstand bei 44 Reise- und Güterzügen eine Gesamtverspätung von 965 Minuten. Darüber hinaus gerieten 12 Züge in den Teilausfall. Die Bundespolizei leitete gegen die beiden Männer ein Strafverfahren wegen Diebstahl und gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ein.

RMV startet Ausschreibung

(25.06.) FRANKFURT/Main - Jetzt läuft der Countdown für ein neues Zeitalter der S-Bahn Rhein-Main: Der Aufsichtsrat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) hat seinen Grundsatzbeschluss zur wettbewerblichen Vergabe aller S-Bahn-Linien konkretisiert und damit das Verfahren eröffnet: Demnach werden zunächst in einem sogenannten öffentlichen Teilnahmewettbewerb geeignete Eisenbahnverkehrsunternehmen gesucht, mit denen anschließend über die Einzelheiten der Verkehrsdienstleistungen verhandelt wird. Die Leistungen sollen im November kommenden Jahres vergeben werden, der neue Betreiber soll dann drei Jahre später am Start sein.

Der Verkehrsverbund strebe an, so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat, in allen Fahrzeugen Kameras zu installieren und Zugbegleiter mitfahren zu lassen. Der Aufsichtsrat beschloss zudem - basierend auf umfassenden Prüfungen verschiedener Modelle der Unterstützung der Fahrzeugfinanzierung bis hin zur Fahrzeugbeistellung - dass die Fahrzeuge weiterhin durch die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) bereitzustellen und zu finanzieren sind. Dem besonderen Finanzierungsvolumen und der speziellen Verwendung der S-Bahn-Fahrzeuge und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Risiko für die EVU, trägt der RMV durch unterschiedliche, gemäß neuer EU-Vorgaben bis zu 22,5 Jahre lange Vertragslaufzeiten Rechnung. Ergänzt wird dies durch weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzierungskonditionen.

"Im Ergebnis der Ausschreibung werden alle Fahrzeuge mindestens das Niveau des Typs ET 423, ergänzt um weitere Ausstattungselemente, aufweisen. Der in die Jahre gekommene ET 420 hat dann im Dezember 2014 endgültig ausgedient", bekräftigte Geschäftsführer Ringat die Absicht des RMV, für komfortablere Fahrzeuge zu sorgen. Ebenfalls konkret beschlossen wurde, in welchen Paketen die zurzeit alle von der DB betriebenen S-Bahnlinien ausgeschrieben werden: Ein Teilnetz umfasst die Linien S3 bis S6, ein zweites die S2 und das dritte Paket die übrigen Linien, also S1, S8, S9 und S7. Berücksichtigt wurden bei dieser Aufteilung betriebliche Belange sowie geplante Verbesserungen im Schienennetz wie der viergleisige Ausbau nach Friedberg und die nordmainische S-Bahn.

Generell verspricht sich der Verkehrsverbund von einer Aufteilung in Teilnetze, dass mehrere Verkehrsunternehmen sich zutrauen, im wettbewerblichen Verfahren Angebote abzugeben. "Damit kommt Schwung in den Verkehrsmarkt und wir haben eine größere Auswahl", zeigt sich Geschäftsführer Ringat optimistisch.

Bundesverwaltungsgericht: Buslinienfernverkehr kann zulässig sein

(25.06.) LEIPZIG - Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am Donnerstag entschieden, dass ein Linienfernverkehr mit Bussen unter Umständen genehmigt werden kann, auch wenn die Strecke bereits von der Bahn bedient wird, wenn die Fahrpreise im Busverkehr deutlich günstiger sind als die entsprechenden Bahnpreise. Allerdings war die angegriffene Linienverkehrsgenehmigung deshalb aufzuheben, weil der Bahn nicht die erforderliche Möglichkeit zu einer Ausgestaltung ihres Schienenverkehrs eingeräumt worden war.

Im November 2005 wurden dem beigeladenen Busunternehmen die Einrichtung und der Betrieb eines Linienbusverkehrs von Frankfurt am Main/Hauptbahnhof nach Dortmund/Hauptbahnhof mit Zwischenhalten in Bonn, Köln, Duisburg, Essen und Bochum genehmigt. Hiergegen hat die DB Fernverkehr AG unter anderem mit der Begründung geklagt, dass allein günstigere Fahrpreise die Genehmigung eines Parallelverkehrs zu dem von ihr angebotenen Schienenverkehr nicht rechtfertigten, der schneller und bequemer sei. Ihre Klage und die von ihr gegen das klagabweisende erstinstanzliche Urteil eingelegte Berufung sind ohne Erfolg geblieben.

Auf die Revision der Klägerin hat das Bundesverwaltungsgericht die vorinstanzlichen Urteile geändert und den Genehmigungsbescheid aufgehoben. Die Genehmigungsbehörde habe einen Beurteilungsspielraum bei der Frage, ob der Verkehr bereits mit den vorhandenen Verkehrsmitteln befriedigend bedient werde und ob es mit einer wesentlichen Verbesserung der Verkehrsbedienung verbunden sei, wenn mit dem beantragten Verkehr eine bereits wahrgenommene Verkehrsaufgabe übernommen werden solle. Es sei nicht zu beanstanden, wenn die Genehmigungsbehörde bei der ihr obliegenden Gewichtung der einzelnen Belange und Interessen den deutlich günstigeren Fahrpreisen der Beigeladenen das ausschlaggebende Gewicht beigemessen und das Vorliegen eines Versagungsgrundes deshalb verneint habe.

Ein Verkehrsbedürfnis für den Linienbusverkehr der Beigeladenen habe insbesondere bei dem Teil der Bevölkerung gesehen werden können, der aus finanziellen Gründen nicht in der Lage sei, die Verkehrsangebote der Klägerin und die damit verbundenen Vorteile hinsichtlich Schnelligkeit und Komfort zu nutzen. Die erteilte Genehmigung sei aber deshalb aufzuheben, weil die Genehmigungsbehörde die Klägerin nicht in der gebotenen Form zu einer Ausgestaltung des bereits vorhandenen Schienenverkehrs aufgefordert habe.

Nach § 13 Abs. 2 Nr. 2 des Personenbeförderungsgesetzes - PBefG - ist beim Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen die Genehmigung zu versagen, wenn durch den beantragten Verkehr die öffentlichen Verkehrsinteressen beeinträchtigt werden, insbesondere a) der Verkehr mit den vorhandenen Verkehrsmitteln befriedigend bedient werden kann, b) der beantragte Verkehr ohne eine wesentliche Verbesserung der Verkehrsbedienung Verkehrsaufgaben übernehmen soll, die vorhandene Unternehmer oder Eisenbahnen bereits wahrnehmen, c) die für die Bedienung dieses Verkehrs vorhandenen Unternehmer oder Eisenbahnen die notwendige Ausgestaltung des Verkehrs innerhalb einer von der Genehmigungsbehörde festzusetzenden angemessenen Frist und, soweit es sich um öffentlichen Personennahverkehr handelt, unter den Voraussetzungen des § 8 Abs. 3 selbst durchzuführen bereit sind.

Steinwürfe auf Züge in Celle

(25.06.) CELLE - Zweimal haben drei unbekannte Jungen Steine auf durchfahrende Metronomzüge in Westercelle an der Bahnbrücke des Fuhsekanals geworfen. Drei Scheiben wurden beschädigt. Fahrgäste blieben unverletzt. Der erste Fall ereignete sich am 22.06. gegen 18:00 Uhr und der zweite Fall am 23.06. gegen 14:00 Uhr. Die Scheiben des Sicherheitsglases splitterten, wurden aber nicht durchschlagen. Sie mussten bei Ankunft der Züge in Uelzen ausgetauscht werden. Die Schadenshöhe beträgt mehrere tausend Euro. Nach ersten Zeugenhinweisen sollen die Jungen ca. 13 - 16 Jahre alt sein. Einer hatte blonde Haare. Ein weiterer Verdächtiger trug ein auffälliges quer gestreiftes grün-schwarzes Shirt und ein Junge ein weißes Shirt. Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Zeugenhinweise werden unter der Telefonnummer 0421/162995 erbeten.

Kabelbrand in Elektrolok

(25.06.) PADERBORN - In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (23./24.06.2010) war ein Güterzug als Leerzug von Seelze nach Kassel unterwegs. Gegen 02:50 Uhr wurde dem 32-jährigen Triebfahrzeugführer im Display des Führerstandes eine Feuermeldung (Feuer im Maschinenraum) angezeigt. Daraufhin stoppte der Lokführer den Zug zwischen Steinheim und Altenbeken in Höhe Himmighausen. Durch den zuständigen Fahrdienstleiter wurde die Feuerwehr Nieheim angefordert. Beim Eintreffen der Wehr war der Brand im Maschinenraum -vermutlich handelte es sich um einen Kabelbrand- bereits erloschen. Der Güterzug wurde mit einer Ersatzlok in den Bahnhof Altenbeken gezogen. Personen kamen nicht zu Schaden. Durch diesen Vorfall erhielten 7 Züge eine Gesamtverspätung von 417 Minuten. Der Streckenabschnitt Himmighausen-Bergheim war von 02:59 Uhr bis 04.42 Uhr und der Streckenabschnitt Bergheim-Himmighausen von 02:59 Uhr bis 06:33 Uhr gesperrt.

Stuttgart 21: Bonatz-Erbe legt Berufung gegen Urteil des Landgerichts ein

(24.06.) STUTTGART - Peter Dübbers, Erbe des Stuttgarter Architekten Paul Bonatz, hat am Mittwoch Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Stuttgart im Urheber-Rechtsstreit zu den Seitenflügeln des Bonatz-Baus eingelegt. In erster Instanz hatte das Landgericht Stuttgart die Klage am 20. Mai abgewiesen. Die dort mit der Sache befasste Fachkammer für Urheberrecht bestätigte die Rechtsauffassung der DB. Danach dürfen die beiden Seitenflügel des Bonatz-Baus im Rahmen der Neugestaltung des Stuttgarter Hauptbahnhofs abgetragen werden, ohne Urheberrechte zu verletzen. Das Gericht führte unter anderem in seiner Urteilsbegründung aus, das Erhaltungsinteresse des Urhebers müsse "hinter den Modernisierungsinteressen des Eigentümers zurücktreten". Zudem relativiere der Ablauf von drei Vierteln der urheberrechtlichen Schutzdauer von 70 Jahren das urheberrechtspersönliche Erhaltungsinteresse.

Neues Zugsicherungssystem für Berliner S-Bahn

(24.06.) BERLIN - Die DB Netz AG bereitet derzeit den Einsatz eines neuen Zugbeeinflussungssystems (ZBS) für die Berliner S-Bahn vor, das in den kommenden zehn Jahren schrittweise die bisherige Sicherungstechnik ablösen wird. Die Inbetriebnahme des ersten Abschnitts ist für das 4. Quartal 2011 zwischen Frohnau und Schönholz auf der Linie S1 vorgesehen. Gegenüber der bisherigen Technik, die mittels mechanischer Fahrsperren eine ungewollte Vorbeifahrt am Halt zeigenden Signal verhindert, überwacht das neue leistungsfähige System zusätzlich die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit der Züge.

Zu diesem Zweck werden die Gleise mit sogenannten Balisen ausgerüstet, die die erforderlichen Daten zum Fahrzeug senden. Entsprechende Anlagen im Zug werten die Daten aus, überwachen die Geschwindigkeit, kontrollieren die Geschwindigkeitsabnahme bei Annäherung an Halt zeigende Signale und veranlassen bei Erfordernis eine Abbremsung. Elektronische Anzeigen und Ansagen im Führerstand der Züge unterstützen die Triebfahrzeugführer im Umgang mit der neuen Technik. In der Vergangenheit wurde die grundsätzliche Eignung des Verfahrens auf dem S-Bahn-Südring zwischen Hermannstraße und Sonnenallee nachgewiesen. Das neue System ist optimal auf die konkreten Erfordernisse des Berliner S-Bahn-Systems zugeschnitten.

Die technisch anspruchsvolle Ausrüstung des 332 Kilometer langen S-Bahn-Netzes erfolgt in 20 Etappen. Dazu wird die Balisentechnik bei Neubauten Elektronischer Stellwerke (ESTW) sogleich integriert. Strecken mit vorhandenen ESTW müssen umgerüstet werden. Für jede Streckenetappe werden die dort eingesetzten S-Bahn-Züge rechtzeitig mit den neuen Anlagen ausgestattet. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf über 130 Millionen Euro.

Streik in Frankreich beeinträchtigt am Donnerstag Zugverkehr

(24.06.) FRANKFURT/Main - Am Donnerstag kommt es aufgrund eines Streiks in Frankreich zu erheblichen Beeinträchtigungen im Zugverkehr von und nach Frankreich. Die ICE-Linie Frankfurt - Saarbrücken - Paris wird entweder über Straßburg umgeleitet oder fällt im französischen Teil ihres Laufweges aus. Der deutsche Teil wird zwischen Frankfurt und Saarbrücken immer bedient. Züge, die über Straßburg umgeleitet werden, haben eine um mehr als 20 Minuten verlängerte Fahrzeit. Es gibt keinen Regionalzugverkehr von Saarbrücken nach Frankreich.

Am Donnerstag fahren der ICE 9558 (Frankfurt ab 6.00 Uhr), ICE 9554 (Frankfurt ab 13.01 Uhr) und der TGV 9552 (Frankfurt ab 16.57 Uhr als ICE) nur bis Saarbrücken. Die ICE 9556 (Frankfurt ab 9.01 Uhr) und 9550 (Frankfurt ab 19.01 Uhr) fahren mit zwei Zugteilen bis Mannheim. Der erste Zugteil fährt über Straßburg nach Paris, der zweite Zugteil nach Saarbrücken. Am 24.06. entfallen auf dem französischen Abschnitt zwischen Paris und Saarbrücken ICE 9551 (Paris ab 7.04 Uhr), TGV 9553 (Paris ab 9.09 Uhr) und ICE 9557 (Paris ab 17.09 Uhr). Diese Züge beginnen jeweils in Saarbrücken (Abfahrt um 8.59 Uhr, 10.57 Uhr und 18.59 Uhr). ICE 9555 (Paris ab 13.09 Uhr) und der ICE 9559 (Paris ab 19.05 Uhr) werden zwischen Paris und Mannheim über Straßburg umgeleitet. Zwischen Saarbrücken und Frankfurt werden auch für diese Züge zusätzliche ICE in den Fahrtzeiten des ICE 9555 und des ICE 9559 eingesetzt.

Fahrgästen von Kaiserslautern und Saarbrücken nach Paris wird empfohlen, nach Möglichkeit an einem späteren Tag zu reisen, da die Reisemöglichkeiten von dort aus über Mannheim - Karlsruhe - Straßburg mit einer deutlich längeren Reisezeit verbunden sind. Die TGV auf der Strecke (München -) Stuttgart - Straßburg - Paris fahren fahrplanmäßig. Die internationalen Eurocity- und City Night Line-Züge nach Paris fahren am Donnerstag nur im deutschen Streckenabschnitt. Für den französischen Teil der Strecke werden von der Deutschen Bahn Ersatzbusse bereitgestellt. Reisenden, die am Donnerstag nach Frankreich fahren wollen, wird empfohlen sich beim Reiseservice der Bahn unter der Telefonnummer 01805 99 66 33 nach ihrer Zugverbindung zu erkundigen.

Neues Kundenmagazin für Berliner Bahnhöfe

(24.06.) BERLIN - Ab 24. Juni gibt es an acht großen Bahnhöfen in Berlin ein neues und kostenloses Kunden- und Einkaufsmagazin. "Dein Bahnhof" wird von den Werbegemeinschaften der Berliner Bahnhöfe herausgegeben und in enger Partnerschaft mit der DB Station&Service AG erstellt. Das Magazin ist speziell für Pendler und Besucher sowie Reisende der Berliner Bahnhöfe Hauptbahnhof, Alexanderplatz, Friedrichstraße, Hackescher Markt, Lichtenberg, Ostbahnhof, Südkreuz und Zoologischer Garten zugeschnitten.

"Dein Bahnhof" präsentiert auf insgesamt 36 Seiten aktuelle Trends und Produkte sowie die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten in den acht Berliner Einkaufsbahnhöfen. Das Kunden- und Einkaufsmagazin hat eine Gesamtauflage von 250.000 Exemplaren und soll bis zu vier Mal im Jahr erscheinen. "Für die Kunden stehen neben der Ausstattung eines Bahnhofs die verschiedenen Einkaufsangebote an erster Stelle. Wir freuen uns daher, dass wir den Kunden von heute an regelmäßig und noch gezielter über die zahlreichen attraktiven Angebote in und um die Berliner Bahnhöfe informieren können", sagte Horst Mutsch, Leiter Geschäftseinheit Vermietung der DB Station&Service AG.

Investitionen für die Station Düsseldorf-Benrath

(24.06.) DÜSSELDORF - Im Bahnhof Düsseldorf-Benrath sind im Rahmen des Konjunkturprogramms des Bundes deutliche Verbesserungsmaßnahmen erfolgt. Bislang wurden in Benrath der Aufzug und das Bahnsteigdach saniert. Damit ist der Zugang zum Bahnsteig erleichtert und die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert worden. Die Maßnahmen für Düsseldorf-Benrath haben ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 310.000 Euro.

In den nächsten Jahren wird durch die "Modernisierungsoffensive 2 für Bahnhöfe in NRW" ein größerer Umbau des Bahnhofs Düsseldorf-Benrath erfolgen. Dann soll der S-Bahn-Bahnsteig erhöht sowie mit neuer Beleuchtung, Beschallung und Bahnsteigausstattung versehen werden. Die Modernisierungsoffensive wurde im Jahre 2008 zwischen dem Land NRW und der Bahn als Rahmenvereinbarung unterzeichnet. 108 Bahnhöfe in NRW werden überwiegend barrierefrei ausgebaut und renoviert. Weitere Informationen dazu sind auf der Internetseite www.bahnhof.de/konjunkturprogramm 

Berliner S-Bahn: Baureihe 485 darf wieder fahren

(23.06.) BERLIN - Die seit Februar abgestellten S-Bahn-Züge der Baureihe 485 dürfen einem Bericht der "Berliner Zeitung" (Mittwochsausgabe) zufolge ab sofort wieder fahren. Zuvor habe sich die DB gegenüber dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) zu noch einmal verschärften Sicherheitskontrollen bei dieser Baureihe verpflichtet. Laut "Berliner Zeitung" müssen motorangetriebene Achsen nun alle 15 000 Kilometer mit Ultraschall geprüft werden. Bei aufgearbeiteten Antriebsachsen werde bereits nach 10 000 Kilometern eine Prüfung fällig. Die Zahl der Kilometer, bevor die Achsen ausgebaut werden müssten, sei teilweise auf ein Drittel verringert worden.

NABU: Dubiose Güterverkehrsprognosen für Fehmarnbeltquerung

(23.06.) CISMAR - Für das am Dienstag begonnene Raumordnungsverfahren für die Hinterlandanbindung zur festen Fehmarnbeltquerung hat die DB ihre Erwartungen für den Bahngüterverkehr in den vorab versandten Unterlagen deutlich nach unten korrigiert. Laut einer Pressemitteilung des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) vom Dienstag sind anstelle von 150 Güterzügen pro Tag, die ab 2018 von Hamburg nicht mehr über Flensburg, sondern über die geplante feste Fehmarnbeltquerung nach Skandinavien laufen sollen, plötzlich nur noch 76 prognostiziert. Das Raumordnungsverfahren soll klären, ob angesichts der geplanten sogenannten Ertüchtigung der Bestandsstraße zwischen Lübeck und Puttgarden - mit der eine erhebliche Schädigung der touristischen Infrastruktur durch 150 zusätzliche Güterzüge erwartet wird - teurere Neutrassierungen und extra Lärmschutzmaßnahmen für besonders stark betroffene Ortschaften notwendig werden.

"Durch die plötzlich stark abgeschwächten Zahlen wird das Verfahren zur völligen Farce", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Offensichtlich solle jetzt auf Kosten der Anwohner am Lärmschutz gespart werden und doch nur wie geplant die bestehende Trasse durch die Ostseebäder ausgebaut und somit das eingespart werden, was das völlig überflüssige Projekt an bereits bekannten Mehrkosten verursachen werde. "Es ist dubios, dass 2009 eine politische Zustimmung im Bundestag und Bundesrat mit hohen Bahngüterverkehrsprognosen erkauft wurde, um diese jetzt im Raumordnungsverfahren aus dem Nichts mal eben zu halbieren", so Miller.

Per Staatsvertrag hat sich die Bundesrepublik Deutschland gegenüber Dänemark verpflichtet, ab 2018 die Bahnverbindung Bad Schwartau - Puttgarden zu elektrifizieren und die A1 / E47 bis Puttgarden vierstreifig auszubauen. Das auf 900 Millionen Euro berechnete, vom Bundesrechnungshof jedoch auf 1,7 Milliarden Euro geschätzte Vorhaben zur Hinterlandanbindung der Riesenbrücke gehört aus NABU-Sicht auf die Streichliste unsinniger Verkehrsprojekte. "Mit Artikel 22 bietet der Staatsvertrag eine Ausstiegsklausel. Diese muss angesichts der dramatischen Finanz- und Wirtschaftskrise und der lächerlichen Bahngüterprognosen nun endlich angewendet werden. Es kann nicht sein, dass in Zeiten knapper Kassen aus diplomatischer Höflichkeit gegenüber Dänemark und als Geschenk an die Kieler Landesregierung so ein ökologisch und ökonomisch riskantes Milliarden-Projekt durchgezogen wird", so Malte Siegert, zuständig für das Thema feste Fehmarnbeltquerung beim NABU Bundesverband.

"FTD": DB übernimmt SNCF-Anteil an spanischer Tochter

(23.06.) BERLIN - Die DB stockt nach Informationen der "Financial Times Deutschland" ihre Mehrheitsbeteiligung am spanischen Fracht-Transporteur Transfesa auf. Dafür solle die französische Bahn SNCF ihren 20-Prozent-Anteil an die Bahn-Logistiksparte Schenker abgeben. Im Gegenzug solle die SNCF die Anteile der Deutschen an einer französischen Güterbahn erhalten. Die DB war 2007 bei Transfesa eingestiegen und hält 55 Prozent. Beteiligt ist auch die spanische Bahn Renfe. Transfesa ist vor allem auf Schienentransporte für die Autoindustrie spezialisiert.

DB feiert Eisenbahnjubiläum bundesweit in 16 Bahnhöfen

(23.06.) BERLIN - Die DB feiert "175 Jahre Eisenbahn in Deutschland" mit der DB-Jubiläumstour und lädt bundesweit zum Mitfeiern ein. In 16 Städten gibt es zwischen Juni und November Bahnhofsfeste mit Musik, Gewinnspielen und Informationsständen. Neben Kinderschminken und Publikumsquiz laden weitere Aktionen zum Mitmachen ein. Besucher bekommen Einblicke in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bahn. Es gibt Informationssäulen zu Mitarbeitern der Bahn, aktuellen Mobilitätsangeboten und zum Klimaschutz. Attraktive Gewinne warten auf die Besucher - neben vielen kleinen Preisen gibt es eine Ameropa-Städtereise und am Ende der Tour eine Mobility BahnCard 100 zu gewinnen.

Zum Auftakt wird am kommenden Sonntag, dem 27. Juni, in Kiel gefeiert. In allen Städten der DB-Jubiläumstour gibt es spezielle Preis- und BahnCard-Angebote, die nur dort am jeweiligen Wochenende verkauft werden. In Kiel wird es das Ticket "DB on Tour" für 29 Euro geben. Das Ticket ist vom 26. bis 27. Juni erhältlich und gilt für eine Fahrt 2. Klasse quer durch Deutschland ab Kiel oder nach Kiel. Das Ticket ist zuggebunden und gilt gegen einen Aufpreis auch in den Zügen der CityNightLine. Auch die BahnCard 25 gibt es günstiger. Sie kostet statt 57 nur 29 Euro.

Die DB-Jubiläumstour gastiert - jeweils sonntags von 10 bis 16 Uhr - in diesen Hauptbahnhöfen: Kiel: 27. Juni; Berlin: 4. Juli; Hamburg: 11. Juli; Frankfurt am Main: 18. Juli; Hannover: 1. August; München: 8. August; Bremen: 15. August; Dresden: 22. August; Erfurt: 29. August; Schwerin: 12. September; Halle: 19. September; Bielefeld: 26. September; Saarbrücken: 3. Oktober; Mannheim: 10. Oktober; Stuttgart: 17. Oktober; Köln: 7. November.

Unbekannte stehlen 170 Meter Kupferdraht

(23.06.) KASSEL - Von einer Baustelle am Überholbahnhof Körle Ost der Schnellfahrstrecke Hannover - Würzburg haben bislang Unbekannte insgesamt 170 Meter Kupferkabel gestohlen. Das Material war für Instandsetzungsarbeiten vorgesehen und in einem verschlossenen Materiallager deponiert. Die Täter sind offensichtlich mittels Bolzenschneider in das Lager eingedrungen. Ein Bahnmitarbeiter hatte gestern Morgen den Diebstahl festgestellt und die Bundespolizei in Kassel verständigt. Der Gesamtsachschaden wird auf rund 2000 Euro geschätzt. Die leeren Kabelrollen hatten die Unbekannten im nahe gelegenen Gebüsch zurückgelassen. Die Tatzeit kann auf den Zeitraum 17.06. bis 21.06.2010 eingegrenzt werden. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Sachdienliche Hinweise, insbesondere wenn derartiges Material zum Kauf angeboten werden, sind unter der Telefon-Nr. 0561/81616-0 erbeten.

"Kurier": DB soll Zuschlag fürs Werdenfelsnetz erhalten

(22.06.) WIEN - Die DB Regio soll den Zuschlag für das Werdenfelsnetz (München - Garmisch-Patenkirchen - Mittenwald bzw. Reutte in Tirol) erhalten. Das habe der Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) beschlossen, berichtet die österreichische Zeitung "Kurier" in ihrer Dienstag-Ausgabe. Beworben hatten sich neben der DB auch Benex, Veolia und die ÖBB, die laut dem Bericht in dieser Reihenfolge die Plätze zwei bis vier belegten. Der Auftrag umfasst die Leistung von 4,1 Mio. Zugkilometer jährlich von 2013 bis 2025.

Neue Nürnberger S-Bahn-Züge gehen zurück an Hersteller

(22.06.) NÜRNBERG - Vor zwei Wochen hat der Fahrzeughersteller Bombardier DB Regio Mittelfranken drei neue S-Bahn-Triebzüge der Baureihe 442 für Schulungszwecke zur Verfügung gestellt. Die Fahrzeuge, die noch nicht über eine Zulassung verfügen, mussten nun von der DB wegen erheblicher Mängel an Bombardier zurückgegeben werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Schulungen können damit bis auf weiteres nicht wie geplant fortgesetzt werden.

Damit treten weitere gravierende Verzögerungen im Zeitplan auf und es wird immer unwahrscheinlicher, dass die 42 neuen Züge wie geplant ab Dezember eingesetzt werden können. Ursprünglich war vom Fahrzeughersteller bereits für Herbst 2009 die Lieferung der ersten Züge zugesagt worden. DB Regio Mittelfranken erwartet nun von Bombardier eine Klärung, ob die Mängelbeseitigung und die Zulassung der Fahrzeuge noch rechtzeitig erfolgen kann, damit nach entsprechender Vorbereitung und Schulung der Lokführer und Werkstattmitarbeiter der Einsatz aller 42 Züge ab Dezember noch ermöglicht werden kann.

Stuttgart 21: Ausnahmegenehmigung für S-Bahn-Strecke am Flughafen erteilt

(22.06.) STUTTGART - Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat dem Antrag der DB zugestimmt, für den Streckenabschnitt Leinfelden - Flughafen eine Ausnahme zuzulassen, damit er zukünftig auch mit Regional- und Fernzügen befahren werden kann. Die Ausnahme ist zunächst bis zum Jahr 2035 befristet. Bisher war diese Strecke, inklusive der beiden Tunnel Echterdingen und Flughafen, nur für den S-Bahn-Verkehr vorgesehen. Im Rahmen der Realisierung von Stuttgart 21 hatte die DB die Zulassung von Ausnahmen zur Eisenbahnbau- und Betriebsordnung (EBO) beantragt, um die vorhandene S-Bahn-Strecke auch für Regional- und Fernverkehrszüge nutzen zu können.

"Entscheidend ist, dass die Sicherheit oberste Priorität hat, dies wurde über viele Monate intensiv geprüft. Mit der jetzt vorliegenden Ausnahme und den dazugehörigen Maßgaben können auch Regional- und Fernverkehrszüge in den Tunneln Echterdingen und Flughafen fahren. Damit kann die Planfeststellung im Bereich des Flughafens weitergeführt werden", so Wolfgang Drexler MdL und Sprecher des Bahnprojektes. Der Antrag auf Zulassung von Ausnahmen bezieht sich auf den in den Tunnelabschnitten Echterdingen und Flughafen verringerten Regellichtraum sowie die vorhandenen Gleisabstände von 3,80 Meter. Der Abstand von Gleisachse zu Gleisachse beträgt für Neubauten nach EBO normalerweise vier Meter.

Die Bahn will mit entsprechenden Maßnahmen in diesen Bereichen den Sicherheitsstandard weiter erhöhen und damit die mit der Ausnahme verbundenen Maßgaben nach Prüfung erfüllen. Neben organisatorischen und betrieblichen Maßnahmen sind bauliche Anpassungen vorgesehen. Hierzu gehört beispielsweise die Ausstattung der Fluchtwege mit Handläufen, die Verbreiterung der Fluchtwege von 80 cm auf ein Meter sowie die Verbreiterung der vorhandenen Fluchtwegverbindungen über die Gleise auf die Breite von ein Meter. Darüber hinaus werden die Tunnelbeleuchtung und die Fluchtwegbeschilderung angepasst. Für den Brand- und Katastrophenschutz im Bereich der Tunnel Echterdingen und Flughafen sind das Regierungspräsidium Stuttgart sowie das Landratsamt Esslingen zuständig. Beide Stellen wurden über das geplante veränderte Betriebsprogramm und die erwarteten Fahrzeugtypen informiert.

Chiemgau: Neuer Opernzug auf Museumsbahn

(22.06.) MÜNCHEN - Das sommerliche Opernfestival auf Gut Immling bei Bad Endorf in der idyllischen Voralpenlandschaft nahe des Chiemsees lockt jedes Jahr zehntausende Besucher an. Es wird in diesem Jahr um eine Attraktion bereichert, den Opernexpress von DB Regio Oberbayern und der Museumsbahn Chiemgauer Lokalbahn e. V. (CLB). Opernbesucher kommen erstmals an zwei Terminen schnell, preiswert und umweltfreundlich zum Kunstgenuss und sparen sich Staus auf der Autobahn. Zum ersten Mal bringen zwei bewirtschaftete Sonderzüge von DB Regio Oberbayern und CLB, die teilweise über eine Museumsbahnstrecke fahren, die Gäste aus München, Grafing und Rosenheim direkt ans Ziel (und abends wieder zurück). Am Samstag, dem 24. Juli, fährt der Zug zur Vorstellung von Wagners Oper "Der fliegende Holländer", am Samstag, dem 7. August, zu Bizets Oper "Carmen".

Die Hin- und Rückfahrt kostet (für Opernticketbesitzer) nur 15 Euro. Die Sonderzüge verlassen den Münchner Hauptbahnhof an beiden Tagen um 16.30 Uhr (Ostbahnhof ab 16.38 Uhr, Grafing 16.57 Uhr und Rosenheim 17.14. Uhr). Gegen 18 Uhr erreichen die Gäste Gut Immling (Opernbeginn 19 Uhr), so dass genug Zeit zum Abendessen bleibt. Gegen 00.25 Uhr erreicht der Opernzug wieder den Münchner Hauptbahnhof. Auf der Hin- und Rückfahrt verkaufen ehrenamtliche Mitarbeiter der Chiemgauer Lokalbahn gekühlte Getränke und kleine Snacks. Fahrkarten und Operntickets (beide werden nur zusammen verkauft) sind unter der Telefonnummer 08055/9034-0 im Festivalbüro Gut Immling erhältlich.

Möglich wurde das Angebot durch eine Kooperation des gemeinnützigen Museumsbahnvereins "Chiemgauer Lokalbahn", an deren 18 Kilometer langer Strecke Bad Endorf - Amerang - Obing das Festspielhaus von Gut Immling liegt, mit DB Regio Oberbayern, den Veranstaltern des Opernfestivals und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die die Fahrt mitfinanziert. "In gut eineinhalb Stunden erreichen die Opernbesucher von München aus bequem, preiswert und umweltfreundlich Gut Immling. Ich freue mich, dass diese Kulturkooperation zustande gekommen ist und hoffe, dass möglichst viele Menschen in unseren Zügen mitfahren", sagt Antonia von Bassewitz, Geschäftsleiterin von DB-Regio Oberbayern. "Wir verstehen uns als professionelle Tourismusbahn, die hier kulturelle Angebote ergänzen kann", assistiert Karl-Heinz Dix, Vorstandsmitglied der Chiemgauer Lokalbahn e.V.

Bahngipfel in Thüringen

(22.06.) ERFURT - Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und DB-Chef Rüdiger Grube haben sich auf dem gestrigen Bahngipfel in Erfurt übereinstimmend dafür ausgesprochen, die Eisenbahninfrastruktur in Thüringen mit großem Nachdruck voranzubringen. Hierfür sollen nach den Worten von Grube allein in Thüringen von 2010 bis 2014 fast zwei Milliarden Euro investiert werden. Freistaat und DB waren sich vor allem darin einig, dass die Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) in Thüringen und Sachsen vollständig und zügig ausgebaut werden muss. Beide Seiten appellierten in diesem Zusammenhang an die Bundesregierung, schnellstmöglich eine Finanzierungsentscheidung zum Ausbau der MDV zu treffen. "Die Mitte-Deutschland-Verbindung ist eine zentrale Eisenbahnstrecke im Netz der DB und deren weiterer zweigleisiger Ausbau zwischen Weimar und Gera sowie die Modernisierung der Bahnhöfe Jena-West und Göschwitz wichtige Ziele", so Grube.

Ein weiteres wichtiges Signal setzten beide Seiten auch in Richtung der rund 500 Kilometer langen Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle und Berlin, dem Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8: "Die Bauarbeiten liegen trotz aller Herausforderungen voll im Plan. Alle großen Ingenieurbauwerke in Thüringen, also die insgesamt 13 Tunnel und 21 Talbrücken, sind im Bau oder in Ausschreibung. Noch in diesem Jahr sollen voraussichtlich die noch ausstehenden Vergaben realisiert werden", so Grube. Nördlich von Erfurt läuft bereits der Bau der Trasse. Südlich von Erfurt beginnt bereits in diesem Jahr der Gleis- und Oberleitungsbau. Ab 2017 soll sich die Fahrzeit zwischen München und Berlin über Erfurt künftig von heute sechs Stunden auf etwa vier Stunden verringern. Finanziert wird die Neu- und Ausbaustrecke VDE 8 mit Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und der DB. Die Investitionssumme beträgt insgesamt etwa 10 Milliarden Euro.

Weitere wesentliche Bauvorhaben sind die Ertüchtigung der Strecke Erfurt-Nordhausen sowie die Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik im gesamten Freistaat, die ein leistungsfähiges Netz aus Elektronischen Stellwerken (ESTW) voraussetzt. Zwischen 2005 und 2009 hatte die Deutsche Bahn bereits mehr als eine Milliarde Euro in eine leistungsfähige Infrastruktur investiert. Darüber hinaus haben Freistaat und DB die Weiterentwicklung von nicht mehr betriebsnotwendigen Bahnflächen zur Chefsache erklärt und eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Konkret umfasst das Vorhaben verschiedene Kategorien von Immobilien: Zum einen Flächen ohne bauliche Entwicklungsmöglichkeit, die für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen genutzt werden könnten, darüber hinaus stillgelegte Bahnstrecken, die als Rad- oder Wanderwege eine Perspektive bekommen sollen, sowie innerstädtische Flächen mit Baulandpotenzial.

Auch im Hinblick auf die Modernisierung von Bahnhöfen und Haltepunkten will man künftig noch enger zusammenarbeiten. Eine entsprechende Absichtserklärung haben Landesregierung und DB gestern  unterzeichnet und damit den Ausbau der Verkehrsstationen einen wesentlichen Schritt vorangebracht. Mit einer Investitionssumme in Höhe von 3 Millionen Euro sollen zwischen 2011 und 2013 zusätzlich zu den Maßnahmen aus dem bestehenden Konjunktur- und Bahnhofsverschönerungsprogramm die Qualität der Reisendeninformation und die Aufenthaltsqualität in den Bahnhöfen weiter verbessert werden.

Mit dem Fahrrad im Zug zum autofreien "Tal Total"

(22.06.) FRANKFURT/Main - Am kommenden Sonntag, 27. Juni, findet der diesjährige autofreie Erlebnistag "Tal Total" statt. Die Rheinuferstraßen zwischen Koblenz und Bingen (linksrheinisch) sowie zwischen Lahnstein und Rüdesheim (rechtsrheinisch) sind dann für den Autoverkehr gesperrt. Die DB unterstützt diesen Aktionstag und setzt auf der rechten Rheinseite zwischen Koblenz und Wiesbaden in jeder Richtung sieben zusätzliche Züge ein. Diese Fahrrad-Sonderzüge bieten größere Ladekapazitäten für Räder. Außerdem haben sie zum Ein- und Ausladen längere Haltezeiten und halten an allen Bahnhöfen. Die fahrplanmäßigen RegionalExpresszüge (RE) sind an diesem Tag für die Fahrradbeförderung ausgeschlossen. Die RegionalBahnen (RB) verkehren ebenfalls fahrplanmäßig, hier ist aber die Fahrradmitnahme nur im Rahmen der üblichen Stellplatzkapazitäten möglich.

Im Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) gilt an diesem Tag ein Pauschalpreis von 9,70 Euro. Kinder von 6 bis 14 Jahren bezahlen nur 5,80 Euro. Das Ticket gilt für beliebig häufige Fahrten einschließlich der Mitnahme eines Fahrrades im Rahmen der vorhandenen Platzkapazitäten auch über die Verbundgrenze hinaus bis Wiesbaden. Am Automaten löst man dazu die VRM-Anschlusskarte der Preisstufe 9. Ab den Bahnhöfen im Tarifgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) gilt die Tageskarte des RMV in der Preisstufe 4 zwischen den Tarifgebieten 63, 64 und 65 zum Preis von 9,35 Euro (Kinder 5,60 Euro) über die Verbundgrenze hinaus auch auf dem Streckenabschnitt Kaub-Koblenz für beliebige Fahrten einschließlich der Mitnahme eines Fahrrades. Außerdem sind natürlich auch alle Regelfahrscheine gültig.

DB für CO2-freie Angebote ausgezeichnet

(21.06.) MADRID - Die DB hat beim diesjährigen UIC Nachhaltigkeitspreis (2nd UIC Sustainability Award) mit ihren CO2-freien Umweltangeboten den zweiten Platz belegt. Diese Angebote bietet die DB unter dem Namen Eco Plus und bahn.corporate Umwelt-Plus seit 2009 ihren Kunden im Schienengüter- und Personenverkehr an. Die für den Transport beziehungsweise die Reise benötigte Strommenge bezieht die DB komplett aus regenerativen Energiequellen in Deutschland. Die Energiebeschaffung und die Produkte sind vom TÜV SÜD geprüft.

Das bahn.corporate Umwelt-Plus ist das CO2-freie Angebot für Firmenkunden. "Anders als bei Kompensationsangeboten wie etwa im Flugverkehr kommt es bei bahn.corporate Umwelt-Plus gar nicht erst zu einem CO2-Ausstoß. Damit ist unser Angebot richtungweisend und einmalig für den gesamten Personenverkehr", sagt Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der DB Mobility Logistics AG. Zahlreiche Firmenkunden haben sich bereits für das bahn.corporate Umwelt-Plus entschieden. 2010 wird so die Umweltbilanz der teilnehmenden Unternehmen um voraussichtlich 14.000 Tonnen CO2 entlastet. Auch die Deutsche Bahn lässt ihre Mitarbeiter CO2-frei reisen.

"Mit Eco Plus bieten wir unseren Kunden auch im Schienengüterverkehr CO2-freie Transporte, die wegweisend für die Transport- und Logistikbranche sind. Eco Plus liefert einen konkreten Beitrag für die Klimaziele unserer Kunden, da es sich um keine Kompensation, sondern um direkte CO2-Vermeidung handelt. Für uns ist Green Logistics nicht nur ein Imagefaktor, sondern auch ein Wettbewerbsvorteil", so Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Transport und Logistik der DB Mobility Logistics AG.

Der "UIC Sustainability Award" wird jährlich vom internationalen Eisenbahnverband (UIC) auf der UIC Sustainability Conference vergeben. Die CO2-freien Angebote ergänzen das DB-Klimaschutzprogramm 2020. Mit diesem Programm will der DB-Konzern seinen spezifischen CO2-Ausstoß, das heißt die auf die Verkehrsleistung bezogenen Emissionen, zwischen 2006 und 2020 weltweit um weitere 20 Prozent senken. Seit Einführung des Klimaschutzprogramms im Jahr 2006 sind die spezifischen CO2-Emissionen des DB-Konzerns um 3,6 Prozent gesunken.

Erste Reiseangebote für Privatkunden sind bereits ebenfalls CO2-frei. Dies gilt für Klassenfahrten, Veranstaltungstickets und die "Natürlich Reisen"-Angebote von Ameropa, dem Reiseveranstalter der DB. Die Deutsche Bahn plant, das Angebot baldmöglichst auch auf weitere Privatreisen auszuweiten. Weitere Informationen zum Klimaschutzprogramm unter: www.dbecoprogram.com

Unter Dampf zur Tagung ins Weltkulturerbe Wattenmeer

(21.06.) DÜSSELDORF - Anlässlich des 175jährigen Jubiläums der Deutschen Eisenbahn haben sich die Eisenbahnfreunde Witten e.V. und die Dampflok-Tradition Oberhausen e.V. zusammengetan und eine Eisenbahntagung auf Borkum organisiert. Mit einem Dampfsonderzug startet die Fachtagung am 30. Oktober 2010 von Köln über Wuppertal, Hagen, Witten, Bochum, Essen, Oberhausen und Recklinghausen nach Emden Außenhafen. Nachdem die Nordsee mit einer modernen Fähre der Reederei AG EMS überquert wurde, geht es auf Borkum unter Dampf weiter mit der historischen Inselbahn.

Bis zum 1. November steht Borkum ganz im Zeichen der Eisenbahnromantik, denn auf der Insel fährt die älteste Schmalspurbahn Deutschlands. Fachvorträge zu 175 Jahre Deutsche Eisenbahn und zur Geschichte der Borkumer Kleinbahn stehen im Mittelpunkt des kollegialen Austausches, bei dem auch die Deutsche Bahn AG, die Nordwest Bahn GmbH und die Bentheimer Eisenbahn AG involviert sind. Ein buntes Borkum-Programm und ein geselliger Abend im Lokschuppen runden die Eisenbahntagung ab. Mehr Informationen sind unter www.efwitten.de oder www.dampfloktradition.de erhältlich.

S-Bahn kollidiert mit Baufahrzeug

(21.06.) FLÖRSHEIM - Der Bahnhof Flörsheim musste am Samstag Vormittag für den Zugverkehr gesperrt werden, nachdem eine S-Bahn der Linie 2 mit einem Baufahrzeug kollidiert war. Wegen Bauarbeiten in dem Bahnhof stand im Gleis 2 ein Bagger, mit dem die S-Bahn kollidierte. Nach Ermittlungen der Bundespolizei kam es zur Kollision, als die S-Bahn in Richtung Wiesbaden ausfuhr. Das Baufahrzeug drehte sich in dem Moment, als die S-Bahn in den Bereich der Baustelle einfuhr. Hierbei ragte das Heckteil des Baufahrzeuges in das Gleis 3 und somit in den Bereich der vorbeifahrenden S-Bahn. Trotz einer sofort eingeleiteten Notbremsung durch den Lokführer kam es zu einer Kollision, bei der die Außenseite sowie mehrere Scheiben der S-Bahn beschädigte wurden.

Durch die Kollision wurde keiner der etwa 200 Fahrgäste verletzt. Die Reisenden wurden aus der S-Bahn evakuiert und zurück zum Bahnsteig geleitet. Dort konnten sie die Fahrt mit bereitgestellten Taxen fortsetzen. Die Sperrung konnte um 13.36 Uhr wieder aufgehoben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt kam es bei insgesamt 21 Züge zu Verspätungen. Zwölf S-Bahnen mussten umgeleitet werden und zwei S-Bahnen fielen komplett aus. Die Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr dauern noch an.

DB: 2010 bislang höhere Gewinne als erwartet

(19.06.) BERLIN - Die DB hat in den ersten Monaten diesen Jahres besser verdient als von ihr selbst erwartet. Zwischen Januar und April habe der Gewinn bei fast einer halben Milliarde Euro gelegen, sagten mit den Zahlen Vertraute am Freitag der Nachrichtenagentur "Reuters". Damit sei der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um gut 25 Prozent über den des Vorjahreszeitraum geklettert und liege 20 Prozent über den eigenen Planungen. Hier mache sich vor allem der Sparkurs der vergangenen Monate, aber auch das Anziehen der Konjunktur bemerkbar. Laut "Reuters" konnten alle wichtigen Konzernsparten bis auf die Güterbahn zum Gewinn beitragen. Bei letzterer habe man sich nicht rechtzeitig auf die anziehende Konjunktur eingestellt: Es fehle an Güterwagen, Loks und an einigen Stellen sogar am Personal, das zu schnell abgebaut worden sei, schreibt "Reuters" unter Berufung auf Konzernkreise. Der Umsatz habe mit 10,5 Milliarden Euro ebenfalls über Plan gelegen.

Offenbar technischer Defekt Ursache für Zugunglück

(19.06.) PEINE - Ein technischer Defekt am Güterzug ist offenbar die Ursache für die Kollision zweier Züge in Peine. Einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge soll der Lokführer des Güterzuges schon vor der Entgleisung von einem möglichen Defekt gewusst haben. Er habe "von der Bahn eine Fehlermeldung erhalten und den Güterzug in Braunschweig für eine visuelle Kontrolle gestoppt", teilte Hans-Peter Kempf, Geschäftsführer der Mittelweserbahn, die den Güterzug fuhr, mit. Da der Mann aber bei einem Gang entlang des Zuges nichts Auffälliges bemerkt habe, sei er weiter gefahren. Laut Ralph Fischer, Sprecher der Bonner Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle, bemerkten Bahnmitarbeiter bei der Durchfahrt im Bahnhof Peine erneut Probleme. Die Arbeiter erteilten dem Lokführer demnach einen Haltebefehl. Kurze Zeit später entgleisten sieben Waggons des Güterzuges. Ein entgegenkommender Regionalexpress fuhr in den verunglückten Zug.

Die Mittelweserbahn wies unterdessen die alleinige Verantwortung für den Unfall zurück. Die Waggons seien von einer niederländischen Firma gemietet worden, als Mieter habe die Mittelweserbahn "nur die Verantwortung für die kleine laufende Wartung", sagte Geschäftsführer Kempf. Hauptverantwortlich für den Zustand der Waggons sei aber der Eigentümer. Wer für den Millionenschaden hafte, sei erst nach Abschluss der Ermittlungen zu sagen.

Endausbau Nord der Bahnlinie Ingolstadt - München hat begonnen

(19.06.) MÜNCHEN - Am zukünftigen neuen Bahnhof in Baar-Ebenhausen hat am Freitag der offizielle Beginn des Endausbaus Nord der Bahnstrecke Ingolstadt - München stattgefunden. Vertreter von Politik, Wirtschaft, Anliegergemeinden und der Bahn begrüßten, dass nun auch der Streckenabschnitt zwischen Ingolstadt und Petershausen als Teil der Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg - Ingolstadt - München für den Hochgeschwindigkeitsverkehr ausgebaut wird.

"Ab 2014 werden wir die Fahrzeit zwischen den Metropolregionen München und Nürnberg auf weniger als eine Stunde verringern", freute sich Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der DB für den Freistaat Bayern. Dazu wird die Geschwindigkeit auf dem 21 Kilometer langen Abschnitt zwischen Ingolstadt und Rohrbach auf durchgehend 160 Kilometer pro Stunde angehoben. Im 23 Kilometer langen Abschnitt zwischen Rohrbach und Petershausen soll sogar Tempo 190 gefahren werden.

Die Arbeiten beginnen mit dem Neubau eines Bahnhofs in Baar-Ebenhausen. Ab Juli 2011 wird er in Betrieb gehen und den ca. 500 Meter weiter südlich liegenden Bahnhof Reichertshofen ablösen. Der neue Bahnhof entsteht abseits der jetzigen Bahnlinie, quasi auf der grünen Wiese. Damit der Kurvenradius für schnellere Züge vergrößert werden kann, werden die Gleise in diesem Bereich neu trassiert. Eine weitere Maßnahme im Rahmen des Endausbaus ist die Optimierung der Trassenführung zwischen Förnbach und Pfaffenhofen.

Mit den Arbeiten im Gleis wird im Juni 2011 begonnen. Dann können die Züge über die Bahnlinie Augsburg - Olching umgeleitet werden, die sich derzeit noch im Bau befindet. Zu den Arbeiten im und am Gleis gehören auch der Neubau bzw. die Anpassung von Brücken und die Errichtung von Schallschutzwänden. Die Bahnhöfe Baar-Ebenhausen, Pfaffenhofen und Paindorf werden barrierefrei umgebaut. Diese Bahnhöfe erhalten neue Bahnsteige und Bahnsteigzugänge. In Baar-Ebenhausen und Pfaffenhofen wird außerdem jeweils ein neues elektronisches Stellwerk gebaut. Für all diese Maßnahmen sind zeitweise Einschränkungen des regulären Bahnbetriebs notwendig. Diese werden für die Kunden möglichst gering gehalten, indem der Güterverkehr umgeleitet und die größtmögliche Streckenentlastung für die Personenzüge erreicht wird. Insgesamt fließen Investitionsmittel von rund 200 Millionen Euro in den Endausbau Nord der Bahnlinie Ingolstadt-München.

Vogtlandbahn präsentiert Taurus im Adler-Design

(19.06.) SCHWANDORF - 175 Jahre nach der Jungfernfahrt des Adlers, der ersten Dampflok Deutschlands, machen Roco und die Vogtlandbahn die Eisenbahngeschichte wieder lebendig: Gemeinsam bringen sie eine E-Lok im Design des Adlers in den planmäßigen Schienenverkehr. Der Taurus mit der Lok-Nummer 183 001 vereint historisches Aussehen und hochmoderne Technik.

Holzverkleidung und Messingnieten: Was beim historischen Adler noch Material erster Wahl war, wird bei seinem Jubiläums-Nachfolger zu visuellen Stilelementen. Mit bedruckter Folie sind diese auf die moderne Lok aufgeklebt. Unter dem historisch angehauchten Farbkleid steckt die E-Lok Eurosprinter 64U4 des Herstellers Siemens, bei Eisenbahnkennern auch als "Taurus" bekannt. Eine der modernsten Loks des 21. Jahrhunderts wird so zum Botschafter "175 Jahre Deutsche Eisenbahn".

Am 25. Juni 2010 wird der moderne Adler durch die Vogtlandbahn, die Bayerische Eisenbahngesellschaft und Roco feierlich enthüllt. Anschließend verlässt die Lok das Länderbahn-Betriebswerk in Schwandorf. Ab diesem Zeitpunkt ist sie ein Jahr lang auf der Eisenbahnstrecke zwischen Regensburg und München vor alex-Zügen im Einsatz. Modelleisenbahn-Fans müssen sich noch etwas gedulden, bis der rollende Jubiläums-Botschafter auch auf Modellbahnen unterwegs ist. Das H0-Modell von Roco ist voraussichtlich ab Dezember im Modelleisenbahn-Fachhandel erhältlich.

Die Gestaltung und künstlerische Umsetzung der Jubiläumslok hat die renommierte Designerin Gudrun Geiblinger übernommen. Die Künstlerin hat das Aussehen des historischen Adlers zum Vorbild genommen und auf den modernen Taurus übertragen. In der Vergangenheit gestaltete Gudrun Geiblinger bereits die Themenloks "Mozart" und "50 Jahre Bundesheer" der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) sowie im Sommer vergangenen Jahres eine Lok zum 200. Todestag des österreichischen Komponisten Joseph Haydn.

Die feierliche Enthüllung der Jubiläumslok findet am Freitag, 25. Juni 2010 ab 11.30 Uhr im Länderbahn-Betriebswerk in 92421 Schwandorf, Birkenlohstraße 9 statt.

Neue Nahverkehrszüge für Elbe-Saale-Bahn

(19.06.) MAGDEBURG - Um den Nahverkehr auf Sachsen-Anhalts Gleisen attraktiver zu machen, beschafft die Elbe-Saale-Bahn im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt 21 neue Doppelstockwagen. "Damit werden der Reisekomfort und die Attraktivität im Nahverkehr deutlich verbessert. Das ist das richtige Signal für eine umweltfreundliche und zeitgemäße Mobilität, um künftig noch mehr Menschen zum Umsteigen auf die Bahn zu bewegen", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre am Donnerstag.

Ab Dezember diesen Jahres sollen die ersten der von Bombardier Transportation produzierten Doppelstockwagen ausgeliefert werden. Nach Auskunft von Daehre werden sie als Interregio-Express (IRE) zwischen Magdeburg und Berlin eingesetzt. Mit der Auslieferung weiterer Fahrzeuge sei ab März nächsten Jahres der Einsatz als Regional-Express (RE) beziehungsweise Regionalbahn (RB) auf der Strecke Halle - Magdeburg - Stendal - Salzwedel - Uelzen vorgesehen. Im Verlauf des Jahres 2012 werde auch die RE-Linie Magdeburg - Dessau - Roßlau - Leipzig mit Anbindung des Oberzentrums Dessau - Roßlau an die Fernverkehrsknoten Magdeburg und Leipzig aufgewertet.

Die neuen Doppelstockzüge sind klimatisiert und für eine Geschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde ausgelegt. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören bequeme Sitze - in der 1. Klasse in Lederausführung - mit viel Beinfreiheit, mit Tischen und Steckdosen, großzügigen Gepäckablagen und großen Panoramafenstern. Moderne Fahrgastinformationssysteme erleichtern die Orientierung, und eingebaute Videokameras sollen den Reisenden mehr Sicherheit vermitteln und Vandalismus vorbeugen. Eingebaute Verstärker für den Mobilfunk ermöglichen die ungestörte Kommunikation. Außerdem sind die Fahrzeuge behindertengerecht ausgestattet.

Behinderungen auf ICE-Strecke Hannover - Berlin

(19.06.) BERLIN - Diebe haben in der Nacht zum Freitag zwischen Wustermark und Buschow auf drei Kilometer Länge Metallleitungen gestohlen und dabei erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr verursacht. Nach Auskünften eines Bahnsprechers wurden dabei 800 Meter Kabel zerkleinert und abtransportiert. Die Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin bleibt voraussichtlich noch bis zum Samstagvormittag nur eingleisig befahrbar. Im Fernverkehr kommt es daher zu Verspätungen von bis zu einer halben Stunde, die Regionalzüge entfallen. Züge aus Rathenow enden bereits in Buschow. Eine Weiterfahrt erfolgt im Busnotverkehr bis Wustermark. Züge aus Berlin Spandau enden bereits in Wustermark. Eine Weiterfahrt erfolgt im Busnotverkehr bis Buschow. Die Züge im Abschnitt Buschow - Rathenow halten stündlich in Nennhausen.

BGH: Kündigungsbedingungen für Fan-Bahncard in Ordnung

(18.06.) KARLSRUHE - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Donnerstag entschieden, dass die Kündigungsbedingungen für die Fan-Bahncard 25 der Bahn in Ordnung sind. Geklagt hatte bereits 2008 eine Verbraucherschutz-Organisation anlässlich der damaligen Fan-BahnCard zur EM. Wie bereits das Landgericht und das Oberlandesgericht Frankfurt wies jetzt aber auch der BGH die Klage als unbegründet ab. Dass die Kunden angesichts der ungewissen Gültigkeitsdauer, die sich mit je nach Abschneiden der deutschen Mannschaft immer wieder um einen Monat verlängert, die Kündigungsfrist aus dem Auge verlieren könnten, mache die Klausel nicht ungültig, erklärte der BGH. Im Übrigen könnten die Fan-Bahncard-Besitzer frei disponieren. Sie hätten die Wahl, nach Kauf des Probeangebots entweder der Bahncard treu zu bleiben, sofort zu kündigen oder es sich bis zum Ablauf der Frist zu überlegen. Versäumen die Kunden die Kündigungsfrist, erhalten sie automatisch die reguläre Bahncard 25.

Arriva-Aktionäre stimmen DB-Übernahmeangebot zu

(18.06.) BERLIN - Die Aktionäre von Arriva plc. haben am Donnerstag für das Übernahmeangebot ("Scheme Document") der DB gestimmt. Vorbehaltlich der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden ist der Vollzug der Transaktion für Ende August 2010 geplant. Die Deutsche Bahn strebt an, zu diesem Zeitpunkt Arriva von der Londoner Börse zu nehmen und als eigenständige 100%ige Tochtergesellschaft der DB UK Holding Limited fortzuführen. "Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Zusammenschluss erreicht", sagte der DB-Chef. Rüdiger Grube. "Mit den erfolgreichen Bus- und Schienenverkehren von Arriva in zwölf europäischen Ländern wird die Deutsche Bahn in eine neue Dimension des Personenverkehrs vorstoßen." Auch nach der Übernahme soll die Marke Arriva außerhalb Deutschlands erhalten bleiben. Ebenso setzt die DB auf eine enge Zusammenarbeit mit dem bisherigen Management von Arriva.

Zugunglück: Ursache für Güterzugentgleisung noch unklar

(18.06.) HANNOVER - Nach dem Zugunglück mit 16 Verletzten bei Peine, bei dem ein Regionalexpress in mehrere entgleiste Güterzugwaggons gefahren war, ist noch unklar, warum die Güterwaggons aus den Schienen sprangen. Nach Angaben des Eisenbahnbundesamtes (EBA) in Bonn hatten Bahnarbeiter an dem Güterzug in Peine Unregelmäßigkeiten bemerkt und den Zugführer zum Halten aufgefordert. Als der Güterzug daraufhin gebremst habe, seien die Waggons entgleist, sagte der Sprecher des EBA, Ralph Fischer. Nach seinen Angaben konzentrieren sich die weiteren Ermittlungen nun insbesondere auf den Fahrzeugbereich des Güterzugs.

Nach Bahnangaben entstand bei dem Unfall ein Schaden in Millionenhöhe. Die Bahnstrecke wurde erheblich beschädigt und bleibt bis voraussichtlich kommenden Dienstag gesperrt. Fernzüge werden über Wolfsburg. Zwischen Hannover und Braunschweig werden zwischen Hämelerwald und Peine Busse eingesetzt. Zwischen Braunschweig und Peine ist ein Pendelverkehr mit Nahverkehrszügen eingerichtet. Laut Bahn kann es in den nächsten Tagen noch zu starken Beeinträchtigungen und längeren Reisezeiten kommen.

DB und RUHR.2010 bringen "Zug für MELEZ" aufs Gleis

(18.06.) DÜSSELDORF - DB und RUHR.2010 bringen gemeinsam das Projekt "Ein Zug für MELEZ" aufs Gleis. Im Rahmen der "ExtraSchicht" wird der im Ausbau befindliche Kulturzug am Veranstaltungsstandort, dem Werk Essen der DB Regio NRW GmbH, erstmals öffentlich präsentiert. Die RUHR.2010 GmbH stellt für "Ein Zug für Melez" ein hochkarätiges Kulturprogramm auf die Beine. Einen Monat lang wird der Zug zur rollenden Bühne für internationale Musiker, Schauspieler, Schriftsteller und bildende Künstler. Anfang Oktober geht der "Zug für Melez" auf Fahrt durchs Ruhrgebiet und macht dabei unter anderem Halt an Stationen in Duisburg, Mülheim a.d.R., Dortmund, Oberhausen, Essen und Bochum.

Der "Zug für MELEZ" besteht aus insgesamt fünf Themenwagen, die Raum für vielfältige kulturelle Aktivitäten bieten. Die umfangreichen Um- und Ausbauarbeiten führt ein rund 60-köpfiges Team von Auszubildenden aller Geschäftsfelder der DB unter fachkundiger Anleitung aus. Von der Entkernung bis zur Gestaltung koordinieren die freiwilligen Teilnehmer dieses "Azubi-Projekts" selbstständig sämtliche Maßnahmen in direkter Absprache mit den beteiligten Künstlern.

MELEZ (türkisch: Mischung) ist das Festival der Kulturen in der Ruhrregion. Gegründet im Rahmen der Bewerbung Essens und des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt 2010, findet es seit 2005 jährlich im Herbst statt. In diesem Jahr geht MELEZ erstmals im Zug über die Bühne. Finanziert wird das einmalige Projekt von der DB Regio NRW GmbH, der RUHR.2010 GmbH sowie dem Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Bei der "ExtraSchicht - Nacht der Industriekultur" ist der Zug offizieller Programmbestandteil am Veranstaltungsstandort Essen. Die DB öffnet am 19. Juni die Pforten ihres dortigen Instandhaltungswerks für die Öffentlichkeit und bietet neben einem umfangreichen Unterhaltungsprogramm interessante Blicke hinter die Kulissen der modernen Anlage.

Mit einer Zugsternfahrt bringt die DB am Veranstaltungstag zudem Besucher aus ganz Deutschland zum Essener Hauptbahnhof. Bereits ab dem 18. Juni stimmt dort ein dreitägiges Bahnhofsfest auf die ExtraSchicht ein.

Regionalexpress fährt in entgleiste Güterzugwaggons

PEINE - Bei einem Zugunglück in der Nähe von Peine sind am späten Mittwoch Abend 16 Menschen verletzt worden, davon einer schwer. Ein Regionalexpress war mit einem aus noch ungeklärter Ursache entgleisten Güterzug kollidiert. Die Lok und die ersten beiden Doppelstockwagen des Personenzuges entgleisten, durchbrachen einen Gartenzaun und landeten im Vorgarten eines Wohnhauses an der Bahnstrecke. Der Lokführer des Regionalexpresses wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt.

Die Strecke zwischen Vechelde und Hämelerwald bleibt vorerst in beiden Richtungen gesperrt. Zwischen Vechelde, Peine und Hämelerwald ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Zwischen Hämelerwald und Hannover sowie Vechelde und Braunschweig besteht ein Pendelverkehr auf der Schiene. Die RE-Züge von Hannover nach Braunschweig und in der Gegenrichtung werden über Hildesheim umgeleitet. Die Stationen Vechelde, Peine, Vöhrum, Hämelerwald und Lehrte werden von diesen Zügen nicht angefahren.

Bahn will in fünf Jahren 41 Mrd. Euro investieren

(17.06.) BERLIN - Die DB will in den kommenden Jahren kräftig investieren. "Wir haben uns vorgenommen - das ist eine Mittelfristplanung - in den nächsten fünf Jahren 41 Milliarden Euro zu investieren", kündigte der Vorstandsvorsitzende des Staatskonzerns, Rüdiger Grube, am Mittwoch in Berlin im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages an. Davon sollen 75 Prozent in die Infrastruktur fließen. Der verbleibende Betrag von rund zehn Milliarden Euro soll in neue Produkte gesteckt werden, sagte Grube. Dazu gehöre beispielsweise der Ersatz der veralteten IC-Flotte, die im Schnitt 32 Jahre alt sei. Von 2014 an soll die Nachfolge-Baureihe ICx in Dienst genommen werden. "Wir reden zurzeit mit der Industrie darüber", sagte er. Beste Chancen habe Siemens. Die IC-Flotte, die bis 2014 fahre, soll nach Angaben Grubes noch einmal gründlich renoviert werden. Zudem sollen die ICE2 überholt werden. Sie sollen ein völlig neues Innenleben erhalten, sagte Grube. Bei 70 000 von insgesamt 100 000 Güterwaggons würden außerdem neue Radscheiben eingebaut.

"Tagesspiegel": Bahn-Ausbau könnte sich bis 2046 verzögern

(17.06.) BERLIN - In den kommenden Jahren fehlen Milliarden, um das Schienennetz wie geplant auszubauen. Werde das derzeitige Investitionsniveau des Bundes fortgeschrieben, würden die bislang vorgesehenen Projekte erst nach dem Jahr 2041 abgearbeitet sein. Diese Befürchtung äußerten einem Bericht des "Tagesspiegel" zufolge Branchenexperten des Netzbeirats der DB, einem unabhängigen Gremium, das den Konzern bei Erhalt und Ausbau der Gleise berät. Sollte der Bund das Geld für die Schiene auf 900 Millionen Euro pro Jahr kürzen, könnte sich die Fertigstellung sogar bis weit nach dem Jahr 2046 verzögern, heißt es in einem Papier des Beirats, das dieser Zeitung vorliegt. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat signalisiert, dass er bis 2014 pro Jahr 200 Millionen Euro bei den Investitionen streichen muss.

Die Pläne für den Ausbau der Infrastruktur schreibt die Regierung in den Bundesverkehrswegeplan. Die letzte Fassung stammt aus dem Jahr 2003, der Plan geht noch davon aus, dass jedes Jahr 1,7 Milliarden Euro für neue Vorhaben zur Verfügung stehen. Tatsächlich, so das Papier des Beirats, waren es in den vergangenen Jahren nur 1,1 Milliarden. Nur dank der Konjunkturpakete sind es dieses Jahr 1,8 Milliarden. Der Bundesverkehrswegeplan sei aber längst nicht abgearbeitet – auf 37 Milliarden Euro summierten sich die ausstehenden Projekte, schreiben die Experten. Sie kommen von Konkurrenten der Bahn, Auftraggebern und Verbänden.

Komplexe Bauetappe zur Südanbindung von Halle (Saale) an NBS Erfurt-Leipzig/Halle

(17.06.) HALLE - In einer weiteren Bauetappe zur Südanbindung von Halle (Saale) an die im Bau befindliche Neubaustrecke (NBS) Erfurt-Leipzig/Halle muss die bestehende Strecke vom 4. Juli bis 1. August für den Zugverkehr gesperrt werden. Die vorbereitenden Arbeiten konnten während des laufenden Zugbetriebs ausgeführt werden. Im neuen Bauzustand werden Gleise und Weichen sowie die dazugehörige Oberleitungsanlage umgebaut. Auch die Signal- und Sicherungstechnik wird angepasst. Bisher werden bei laufendem Zugbebetrieb die Rampen zur Einbindung der Neubaustrecke in das Stadtgebiet, die Bahnbrücke Regensburger Straße sowie die Bahnbrücke, die von der Saale-Elster-Talbrücke in die Mitte der Stammstrecke Halle-Weißenfels führt, gebaut. Dafür ist das Gleis 1 in Halle-Ammendorf von Dezember 2009 bis März 2011 gesperrt.

Für die Komplettierung des Spurplans im Gleis 2 in Halle-Ammendorf ist nun die Sperrung der Eisenbahnanlagen erforderlich. Insgesamt werden 1.145 Meter Gleis verlegt, neun Weichen eingebaut, auf fast zwei Kilometern Länge die Oberleitung neu gebaut, Signale gesetzt und 180 Meter Schallschutzwand errichtet. Außerdem wird die Kreuzung vom durchgehenden Strang der Saale-Elster-Talbrücke in Richtung Leipzig über die Stammstrecke Halle (Saale)-Erfurt gebaut. Mit Hilfe eines Traggerüstes wird hier derzeit der Überbau - der auf den Pfeilern liegende Brückenteil, auf dem später die Züge fahren -errichtet. Während der Sperrung wird das Traggerüst wieder ausgebaut und auch die Oberleitung der Stammstrecke demontiert. Dann kann das derzeitig westlich der Stammstrecke vorhandene Vorschubgerüst diesen Bereich auf die Ostseite überqueren, um dort den weiteren Brückenbau fortzuführen. Anschließend wird die Oberleitung wieder installiert.

Die Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle soll ab 2015 die Fahrzeit zwischen Halle und Erfurt auf etwa eine halbe Stunde verringern. Sie ist Teil des Gesamtprojektes Nürnberg-Berlin als Kernstück des transeuropäischen Netzes, finanziert vom Bund, der Europäischen Union und der Deutschen Bahn.

Die Streckensperrung wir gleichzeitig genutzt, um über 2,5 Kilometer Strecke zwischen Halle-Ammendorf und Schkopau zu erneuern. Dabei werden mit schwerer Gleisbautechnik unter anderem 8.300 Tonnen alter Schotter ausgebaut, 4.500 Tonnen Schotter und 8.900 Tonnen Material für für die Ertüchtigung von Unterbau und Gleisoberbau eingebaut. An zwei Brückenbauwerken erfolgen Instandhaltungsarbeiten. Die Inbetriebnahme des gesperrten Abschnitts ist für den 1. August vorgesehen. Zuvor werden die neuen Anlagen in die Software des elektronischen Stellwerks einbezogen.

Notfallübung "Feuerball" im Bahnhof Moabit erfolgreich

(17.06.) BERLIN - Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr, der Bundespolizei und Mitarbeiter der DB haben in der Nacht zum Mittwoch im Bahnhof Berlin-Moabit ihre Einsatzbereitschaft im Notfall. Dafür wurde ein Brand in einem Elektronischen Stellwerk simuliert und unter wirklichkeitsnahen Bedingungen bekämpft. Die Übung bewies, dass die festgelegten Kommunikationswege innerhalb der Behörden und der Bahn, aber auch zwischen den Beteiligten praxistauglich sind und die Zusammenarbeit am Ereignisort zum Erfolg führt. Das Handeln der Teilnehmer zeigte darüber hinaus großes Engagement und Fachwissen, so die Einschätzung der Einsatzleitung.

Unmittelbar nach Auslösen der Brandmeldeanlage im Stellwerk hat der zuständige Fahrdienstleiter die erforderlichen Maßnahmen zur Abwendung weiterer Gefahren veranlasst und die Notfallleitstelle Berlin verständigt. Die Notfallleitstelle Berlin ist bei Ereignissen im Streckennetz der Deutschen Bahn zwischen Ostsee, Niederlausitz und den Landesgrenzen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt für das Herbeirufen von Rettungskräften verantwortlich. Sie rief auch in diesem Fall die notwendige Hilfe zum Ereignisort. Die teilnehmenden Bereiche werten in den nächsten Wochen die bei der Übung gewonnenen Erkenntnisse weiter aus, um bei zukünftigen Notfällen noch besser handeln zu können. Die Deutsche Bahn führt in den einzelnen Notfallbezirken jährlich Übungen durch.

DB zieht erste Bilanz zu Bauarbeiten im Stuttgarter Hauptbahnhof

(17.06.) STUTTGART - Im Stuttgarter Hauptbahnhof sind die ersten für Stuttgart 21 nötigen Veränderungen an Gleisen und Bahnsteigen deutlich erkennbar. Seit 2. Februar 2010 laufen die Arbeiten, derzeit wird am Gleis 5/6 die Verlängerung des Bahnsteigs gebaut. Im Juli 2012 sollen die Gleisvorfeldarbeiten termingerecht abgeschlossen sein. Ziel des Umbaus ist es, die Gleise und Bahnsteige im Kopfbahnhof um bis zu 120 Meter nach Nordosten zu verschieben, um dort, wo sich heute die Prellböcke befinden, Platz für den Bau des neuen Durchgangsbahnhofes zu schaffen.

Etwa ein Fünftel der gesamten Baumaßnahme im Gleisvorfeld ist inzwischen abgeschlossen. Die Arbeiten sind sehr komplex und müssen unter dem rollenden Rad erledigt werden. Dabei können sich einzelne Termine für Planungen oder Gewerke verschieben. Bis einschließlich Juli war die Sperrung der S-Bahn-Rampe an insgesamt acht Wochenenden vorgesehen, eine weitere Sperrung ist vom 7. bis 9. August, am zweiten Ferienwochenende, erforderlich. Bei der Terminfestlegung wurden verschiedene Varianten geprüft, wobei die Bahn z.B. auf Open-Air-Konzerte im Raum Stuttgart Rücksicht genommen hat.

Das nächste Bauwochenende mit Sperrung der S-Bahn-Rampe findet von Samstag, 19. Juni, 1.15 Uhr, bis Montag, 21. Juni, 4.30 Uhr, statt. Bis zum 9. August 2010 folgen dann noch fünf weitere Sperrwochenenden. Für alle sechs S-Bahn-Linien gelten die gleichen Regelungen wie am ersten Sperr-Wochenende am 1. und 2. Mai. Die S-Bahnen verkehren zu ihren regulären Fahrplanzeiten, jedoch in geänderter Linienführung. Dadurch ist in verschiedenen Relationen ein Umsteigen erforderlich. Bei einigen Verbindungen entfällt hingegen das Umsteigen in Stuttgart. Durch die zusätzlichen Umsteigeverbindungen kann sich die Reisezeit verlängern.

Im Stuttgarter Hauptbahnhof an den Gleisen 2, 3 und 4, im Tiefbahnhof, in Stuttgart-Zuffenhausen, Stuttgart-Feuerbach und Stuttgart Vaihingen stehen zusätzliche Mitarbeiter der Bahn als Reisendenlenker mit Informationen zu den Änderungen und Fahrmöglichkeiten im VVS bereit. Plakate und Aushänge an unterschiedlichen Standorten im gesamten Stuttgarter Hauptbahnhof sowie an den S-Bahn-Stationen und zusätzliche Wegweiser informieren Fahrgäste über die Änderungen, ebenso wie eine Broschüre, die in den S-Bahnen, am DB Service Point und in den DB Reisezentren ausliegt. Informationen gibt es auch im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten, www.vvs.de, www.s-bahn-stuttgart.de oder bauarbeiten.bahn.de/mobile, beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr), unter der Service-Nummer der Bahn 01805 99 66 33 sowie im SWR-Text auf den Tafeln 528 und 529.

Lübeck: Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr

(17.06.) KIEL - Zwei Männer randalierten in der Nacht auf Höhe Bahnhofsbrücke, aufmerksamer Taxifahrer alarmierte die Polizei. Heute Nacht beschädigten zwei Männer, 22 und 27 Jahre alt, auf ihrem Weg über die Bahnhofsbrücke Fackenburger Allee eine Lichtzeichenanlage und ein abgestelltes Fahrrad. Von der Brücke warfen sie eine Altpapiertonne in die Gleise. Ein Taxifahrer beobachtete die Männer und informierte die Polizei. Die Bundespolizei wurde ebenfalls informiert, da sich ein Zug dem Lübecker Hauptbahnhof näherte. Durch die Leitstelle der Bundespolizei wurde sofort die Sperrung der Bahnstrecken von Lübeck in Richtung Norden veranlasst. Nachdem die Beamten von Landes- und Bundespolizei gemeinsam die Gegenstände aus dem Gleisbereich entfernt hatten, wurden die Bahnstrecken wieder freigegeben. Die beiden Verursacher wurden im Nahbereich durch Beamte des Kriminaldauerdienstes ermittelt, einer der beiden Männer warf kurz vorher noch einen Totschläger ins Gebüsch. Gegen die Beiden wurde durch die Bundespolizei Anzeige erstattet.

Online-Ticket aufs Handy und optimierte Sitzplatzreservierung

(16.06.) BERLIN - Die DB bietet ab sofort allen Bahnreisenden mit einem Handy neue Möglichkeiten bei der Buchung. Jetzt ist es möglich, sich die Fahrkarte bei einer Buchung im Internet auf bahn.de als MMS direkt auf das Mobiltelefon schicken zu lassen. Das neue Angebot ist besonders kundenfreundlich und schont die Umwelt. Denn statt des ausgedruckten Online-Tickets zeigt der Reisende dem Zugbegleiter die MMS auf seinem Handydisplay. Für die Zustellung des Handy-Tickets müssen sich Nutzer mit ihren persönlichen Zugangsdaten auf www.bahn.de/meinebahn anmelden.

Um Kundenwünsche bei der Sitzplatzreservierung bestmöglich zu erfüllen, sind jetzt auch diese Serviceleistungen auf bahn.de optimiert. So kann der Reisende nach seinen individuellen Bedürfnissen Teilstrecken abwählen und so Geld sparen. Da nur eine Anschlussreservierung im Preis für die Sitzplatzreservierung enthalten ist, war bis dato bei zwei Umstiegen eine weitere kostenpflichtige Reservierung notwendig. Jetzt kann der Reisende entscheiden, für welche Teilstrecke er die Reservierung in Anspruch nehmen möchte.

Auch bei der Reservierung des Sitzplatzes wurde der Service verbessert. Ab sofort wird dem Kunden bereits vor Kauf der Reservierung die entsprechende Verfügbarkeit angezeigt. Im Buchungsschritt "Ticket&Reservierung" unter "Details" erhält der Kunde die Information, ob die Buchung des gewünschten Sitzplatzes möglich ist. Falls nicht, bekommt er ein Alternativangebot im selben Zug. Weiterhin hat die Deutsche Bahn die Online-Reservierung der Kleinkindabteile optimiert. So erhält der Fahrgast jetzt eine konkrete Zu- oder Absage, ob das Kleinkindabteil im gewünschten Zug verfügbar ist, beziehungsweise die Auskunft, wo Plätze alternativ zur Verfügung stehen.

Hessischer Wirtschaftsminister kritisiert Entscheidung des EU-Parlamentes zu Schienengüterverkehr

WIESBADEN - "Es wird weniger statt mehr Güterverkehr auf der Schiene geben", sagte der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch nach der gestrigen Entscheidung des Europäischen Parlamentes in einer ersten Reaktion auf die beschlossene Verordnung. "Überregulierung ist unnötig und einseitige Bevorzugung des internationalen Verkehrs zu Lasten des Personenverkehrs falsch und kontraproduktiv", sagte Posch. Nach der Verordnung werden die nationalen Schienennetzbetreiber, in Deutschland die DB Netz AG, gezwungen, für den Güterverkehr innerhalb von zwei Jahren Vorrangkorridore zu definieren und die Entscheidung über die Trassenvergabe an eine für jeden Korridor zu gründende Gesellschaft zu übertragen. Dieser sogenannte "One-stop-shop" ermöglicht es den Eisenbahnen, im grenzüberschreitenden Verkehr Fahrplantrassen für mehrere Länder bei einer einzigen Stelle zu beantragen.

Bei einer vernünftigen Umsetzung hätte dies eine Erleichterung für den europäischen Güterverkehr bedeuten können und eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs gegenüber der Straße erreicht worden. Die vom EU-Parlament beschlossene Verordnung ist nach Ansicht von Posch allerdings unausgegoren und werde dazu führen, dass Streckenkapazitäten unnötig blockiert werden - auch wenn sie für Transitverkehr und anderen grenzüberschreitenden Verkehr von und nach Deutschland gar nicht benötigt werden.

"Nach der heute beschlossenen Verordnung dürfen die für den grenzüberschreitenden Güterverkehr zu reservierenden Fahrplantrassen bis zwei Monate vor einem Fahrplanwechsel nicht für den Personenverkehr oder nationalen Güterverkehr genutzt werden. Damit sind sie für den Personenverkehr, der so kurzfristig nicht geplant werden kann, verloren", kritisierte Posch. Auf den höchstbelasteten Strecken des deutschen Schienennetzes, auf denen schon heute nicht alle vom Personenfernverkehr und von den Verkehrsverbünden gewünschten Angebote realisiert werden können, werde das Personenverkehrsangebot in Zukunft unattraktiver sein, befürchtet Posch.

In Hessen wird dies den Korridor Frankfurt - Mannheim und den Raum Fulda betreffen. Die Befugnisse des "One-stop-shop" müssen nach Auffassung von Posch auf die grenzüberschreitende Koordinierung von Fahrplantrassen beschränkt werden und für den grenzüberschreitenden Güterverkehr nicht benötigte Trassen müssen 6 Monate vor einem Fahrplanwechsel für Personenverkehr und nationalen Güterverkehr zur Verfügung stehen.

Stuttgart 21: Bahn sucht noch Käufer

(16.06.) Stuttgart - Die DB sucht laut einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" noch für einen Großteil des durch das Bahnprojekt freiwerdende Geländes Käufer. Nur etwa die Hälfte des 16 Hektar großen Bau-Areals, das durch die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs entsteht, sei bisher verkauft worden, sagte der Vorsitzende des Immobilien-Gutachterausschusses der Stadt Stuttgart, Karlheinz Jäger, am Dienstag in der Landeshauptstadt. "Die Interessenten sind zurückhaltend." Schon seit etwa zwei Jahren sei kein Grundstück auf dem Areal am Hauptbahnhof mehr veräußert worden. Ein Grund dafür sei die Finanzkrise, bei der die Preise für Gewerbeflächen eingebrochen seien.

124 zusätzliche Züge zur 128. Kieler Woche

(16.06.) KIEL - Die Regionalbahn Schleswig-Holstein (RB SH) setzt vom 19. bis 27. Juni insgesamt 124 zusätzliche Züge anlässlich der Kieler Woche ein. Erstmals fahren am Wochenende die ganze Nacht stündlich Züge nach Eckernförde, Lübeck und Neumünster. Von den insgesamt 124 zusätzlichen Zügen fahren 22 Züge zusätzlich zwischen Kiel und Lübeck, einige nur bis Eutin, 28 Züge zwischen Kiel und Eckernförde, teils auch bis Flensburg und 74 Züge zwischen Kiel und Neumünster bzw. Hamburg. Die zusätzlichen Züge hat die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS Schleswig-Holstein) bei der Regionalbahn Schleswig-Holstein bestellt. Verkehrsminister Jost de Jager, zugleich zuständig für den Tourismus in Schleswig-Holstein: "Wir möchten, dass die Gäste die Kieler Woche unbeschwert genießen können. Das Land hat für die Bestellung der Züge 200.000 Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt."

In vielen Zügen wird das Platzangebot durch zusätzliche Wagen erhöht. Die zusätzlichen Züge sind im Internet unter www.bahn.de abrufbar. Für alle Züge der RB SH nach 22 Uhr ab Kiel Hbf gibt es ein zusätzliches Faltblatt mit dem "Kieler-Woche-Fahrplan". Dieses gibt es in ausgewählten Reisezentren sowie im Internet unter www.bahn.de/schleswig-holstein.

Der Kieler Bahnhofsmanager, Ulrich Demmer, ergänzt: "Unsere Mitarbeiter freuen sich darauf, allen Besuchern der Kieler Woche einen freundlichen Empfang zu bieten." Da viele Besucher ihr Gepäck in einem Schließfach aufbewahren wollen, werden erstmals auf zwei Lkws 1620 zusätzliche Schließfächer angeboten. Die Lkws stehen neben dem Haupteingang "Raiffeisenstraße". Der DB Service Point ist als Anlaufstelle für die Reisenden von Montag bis Donnerstag von 6 Uhr bis 23 Uhr, Freitag und samstags von 6 Uhr bis 2 Uhr und sonntags bis 1 Uhr besetzt. Das DB Reisezentrum ist montags bis freitags von 5.45 Uhr bis 20.30 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 6.45 Uhr bis 19.30 Uhr. Außerhalb der Öffnungszeiten stehen Reisenden im Bereich des Bahnhofs neun DB-Automaten zur Verfügung.

Veolia baut Präsenz in Neubrandenburg aus

NEUBRANDENBURG - Am vergangenen Samstag hat Volker Schlotmann, Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung von Mecklenburg-Vorpommern, den neuen Standort des Veolia Verkehr Kundenservice in Neubrandenburg eingeweiht. Vor kurzem bezogen die mittlerweile 21 Mitarbeiter dort ihr neues Domizil. Damit verbunden war die Umfirmierung des Unternehmens von Connex Kunden Center in Veolia Verkehr Kundenservice.

Der Umzug wurde notwendig, weil das Service-Unternehmen der Veolia-Verkehr-Gruppe sein Leistungsspektrum kontinuierlich ausweiten konnte. Mehr als 130.000 Anrufe und 20.000 E-Mails aus ganz Deutschland laufen jährlich im Veolia Verkehr Kundenservice in Neubrandenburg auf. Die bundesweit agierende Muttergesellschaft Veolia Verkehr möchte auch künftig den Bereich Kundenservice in der Viertorestadt konzentrieren und ausbauen, informierte der Geschäftsführer des Veolia Verkehr Kundenservice, Andreas Winter. Ziel sei es, durch die Bündelung von Serviceleistungen für Fahrgäste eine höhere Professionalität zu erreichen und damit zusätzliche Fahrgäste zu gewinnen.

Als 2002 der erste private Fernzug, der InterConnex zwischen Rostock und Gera startete, gab es keine Möglichkeit, Tickets im Vorverkauf zu erwerben. Kurzerhand gründete die Connex-Gruppe, heute die Veolia Verkehr GmbH, mit damals fünf Mitarbeitern ein telefonisches Kundencenter für den InterConnex für die Beratung, Buchung und Service aus einer Hand. Aus einer Notlösung heraus hat sich ein gefragter Kundenservice für inzwischen elf Verkehrsbetriebe etabliert. Dazu zählen beispielsweise die Bayerische Oberlandbahn in Holzkirchen, die Mitteldeutsche Regiobahn in Leipzig, die Nord-Ostsee-Bahn in Kiel und die Ostseeland Verkehr in Neubrandenburg. 

Das rund um die Uhr alle Tage erreichbare Team wuchs mit seinen Aufgaben und ist heute von Neubrandenburg aus mit einem breiten Leistungsspektrum und qualifizierten Mitarbeitern für Verkehrsunternehmen in ganz Deutschland aktiv. Die Aufgaben umfassen unter anderem die Fahrplanauskunft, den Vorverkauf, Reservierung von Sitzplätzen, die Vermittlung von Hilfestellung für Reisende mit Handicap, das Beschwerdemanagement sowie das Organisation von Gruppenreisen oder das Nachsenden von Fundsachen. Im letzten Jahr wurden rund 17.000 Fahrscheine und Dauerkarten sowie 1.000 Gruppenreisen über die Neubrandenburger Zentrale verkauft.

Grube kündigt Modernisierung der IC-Wagenflotte an

(15.06.) BERLIN - Neben der Modernisierung der ICE 2-Flotte will die DB auch ihre IC-Wagen auf den aktuellen Stand der Zeit bringen. "Die durchschnittlich 32 Jahre alten IC-Waggons werden wir völlig überarbeiten", sagte DB-Chef Rüdiger Grube in einem Interview mit dem "Tagesspiegel". Die mehr als 1500 Fahrzeuge würden "gründlich aufgemöbelt". Damit solle die Zeit bis zurAuslieferung d er neuen ICX-Züge überbrückt werden, die langfristig neben der IC- auch die ICE-1- und ICE-2-Flotte ersetzen sollen. "Wir bekommen ja nicht alle Züge auf einen Schlag, die Auslieferung der ersten 220 dauert bis 2020. Wir brauchen 300 Züge bis 2025."

Der erste ICX soll nach jetzigem Planungsstand 2014 ausgeliefert werden. Kürzlich hatte allerdings die "Financial Times Deutschland" berichtet, es gebe zwischen dem Hersteller Siemens und der DB offenbar Differenzen bei den Kosten für die Züge, so dass sich der noch für Juni angepeilte Termin für die Auftragsvergabe verzögern könne.

Forschungsprojekt soll subjektives Sicherheitsgefühl im ÖPNV erhöhen

(15.06.) BERLIN - Die S-Bahn Berlin beteiligt sich an einem Forschungsprojekt zur Steigerung der subjektiven Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln. In diesem Zusammenhang fahren derzeit in den Abend- und Nachtstunden auf der S-Bahn-Linie S5 zwischen Ostkreuz und Strausberg Nord zusätzliche Kräfte von DB Sicherheit und Beamte der Bundespolizei in den Zügen mit. Diese wechseln regelmäßig zwischen den Waggons und arbeiten eng mit dem Betriebspersonal der S-Bahn Berlin zusammen.

Das vom Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin betreute Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert und durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg unterstützt. Weitere Partner sind die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel und die Oberhavel Verkehrsgesellschaft. Bei den drei Unternehmen werden die zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit getroffenen Maßnahmen nach Wirkungen, Nutzungen und dem jeweiligen Ressourceneinsatz analysiert und bewertet. Die Fahrgäste werden mit mehreren Befragungswellen in die wissenschaftliche Untersuchung einbezogen.

Die Ende 2010 vorliegenden Ergebnisse fließen in einen Sicherheitsmaßnahmenplan ein. Dieser kann damit als Basis für künftige Management- und Investitionsentscheidungen verwendet werden, die der Erhöhung der subjektiven Sicherheit von Fahrgästen im öffentlichen Nahverkehr dienen.

DB streicht mehrere Fernzüge in Brandenburg

POTSDAM - Die DB will zum Fahrplanwechsel im Dezember laut einem Bericht des "Tagesspiegel" in Brandenburg drei von fünf noch täglich fahrenden IC- oder EC-Züge zwischen Berlin und Stralsund streichen. Nur an Wochenenden in der Saison soll es demnach weitere einzelne Züge geben. Die Bahn begründet ihren Rückzug aus dem Fernverkehr in Brandenburg mit Verlusten im Betrieb, die sie selbst decken muss. Die Fernzüge seien meist nur zu maximal 30 Prozent besetzt, sagte ein Bahnsprecher dem "Tagesspiegel". Damit sei der Verkehr unwirtschaftlich.

Neues Bahnangebot zwischen Kiel und Lübeck

(15.06.) KIEL - Verkehrsminister Jost de Jager, DB-Konzernbevollmächtigte für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, Ute Plambeck, und LVS-Geschäftsführer Bernhard Wewers haben am Montag das neue Bahnangebot zwischen Kiel und Lübeck getestet. Bereits seit Sonntag früh fahren von 8 Uhr (montags - freitags von 6 Uhr) bis 20 Uhr zwei durchgehende Züge pro Stunde und Richtung zwischen den beiden größten Städten des Landes. Zum einen sind es die schnellen Regionalexpresszüge und zum anderen die Regionalbahnen, die an allen Bahnhöfen halten - auch am neuen Bahnhof Kiel - Elmschenhagen.

Für dieses neue Angebot wurden in den Ausbau der Bahnstrecke rund 32 Millionen Euro investiert. Das Land trug davon ein Drittel, der Bund zwei Drittel. Neben umfangreichen Erneuerungen der Gleise und des Untergrundes zwischen Preetz und Ascheberg wurden im Bahnhof Plön zwei neue barrierefreie Bahnsteige errichtet. Zusätzlich wurde in Kiel-Elmschenhagen eine neue Station gebaut. Die Fahrzeit des Regionalexpress von Kiel nach Lübeck verkürzt sich durch den Ausbau auf 68 Minuten, bisher waren die Züge vier Minuten länger unterwegs. De Jager: "Unser Ziel ist es, die Fahrzeit zwischen den beiden Städten auf unter eine Stunde zu drücken. Dafür ist die zweite Ausbaustufe nötig, die wir bis Ende 2014 umsetzen wollen."

Die DB Regio AG Regionalbahn Schleswig-Holstein setzt zwischen Kiel und Lübeck moderne, klimatisierte Triebwagen vom Typ LINT ein, die einzeln oder bei stärkerem Fahrgastaufkommen als so genannte Doppeltraktion fahren. Zwei Zugpaare (Regionalbahnen) verbinden von Montag bis Freitag die Stationen an der Strecke direkt mit dem Hamburger Hauptbahnhof. Zwischen Lübeck und Hamburg fahren diese Züge ohne Unterwegshalt. Sie sind zeitlich auf die Bedürfnisse des Berufsverkehrs ausgelegt und werden mit neuen Doppelstockzügen gefahren. Zwischen Ostern und Ende Oktober fährt außerdem der "Holsteinische-Schweiz-Express" zwischen Hamburg, Lübeck und Kiel jeweils zweimal täglich an Wochenenden und verbindet die Metropolregion Hamburg ohne Umsteigen mit der Holsteinischen Schweiz. Auch dieser Zug fährt mit Doppelstockwagen.

Pünktlich zum Start des neuen Angebots hat die LVS ein regionales Fahrplanbuch mit dem Bahnfahrplan Kiel - Lübeck und den Bus-Stadtverkehren herausgegeben. Das Fahrplanbuch gibt es kostenlos an den Bahnhöfen entlang der Strecke, bei der DB Regio AG Regionalbahn Schleswig-Holstein und bei den Busunternehmen Autokraft und VKP Verkehrsbetriebe Kreis Plön.

Drei Bayern-Tickets 30 Millionen Mal verkauft

(15.06.) MÜNCHEN - Mehr Menschen denn je, rund 1,2 Millionen Fahrgäste werktäglich, fahren im Freistaat mit den Regionalzügen. Mit dem Bayern-Ticket, das 1997 auf Initiative des Freistaats Bayern eingeführt wurde, dem Bayern-Ticket Single (2003) und dem Bayern-Ticket Nacht (2005) konnte DB Regio Bayern viele neue Fahrgäste für die rund 6 000 roten Regionalzüge, die jeden Tag durch Bayern rollen, gewinnen.

Nun ist ein neuer Meilenstein gesetzt: 30 Millionen der drei Bayern-Tickets sind seit Einführung des Verkaufsschlagers über den Ladentisch gegangen. Allein 17,5 Millionen Mal davon hat sich das Bayern-Ticket verkauft. Damit gehören die Bayern-Tickets bundesweit zu den erfolgreichsten Ländertickets der DB. Das Bayern-Ticket kostet 28 Euro und gilt für bis zu fünf Personen oder Eltern/Großeltern mit beliebig vielen eigenen Kindern/Enkeln unter 15 Jahren. Es berechtigt zu beliebig vielen Fahrten 2. Klasse in den Nahverkehrszügen aller Eisenbahnverkehrsunternehmen, in allen Verbundverkehrsmitteln (S-, U-, Straßenbahnen, Busse) und in fast allen Linienbussen, montags bis freitags von 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages, an Wochenenden und bayernweiten Feiertagen sogar schon ab 0 Uhr.

Wer alleine reist, fährt für 20 Euro (2. Klasse) günstig mit dem Bayern-Ticket Single, zum Beispiel bis nach Salzburg. Für 30 Euro gibt es das Bayern-Ticket Single in der 1. Klasse. Für Nachtschwärmer lohnt sich das Bayern-Ticket Nacht. Bis zu fünf Personen zahlen zusammen nur 20 Euro und sind montags bis freitags von 18 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages, an Wochenenden und Feiertagen sogar bis 7 Uhr des Folgetages unterwegs. Alle drei Tickets sind seit April 2010 auch online zum Selberausdrucken unter www.bahn.de/bayern erhältlich.

Potsdamer Hauptbahnhof mit neuem Service Point

(15.06.) POTSDAM - Seit Montag können sich Reisende in Potsdam an einem neuen Service Point informieren. Die zentrale Anlaufstelle mitten im Bahnhof präsentiert sich modern und freundlich. Sie ersetzt den alten, 1999 errichteten Kundenschalter. Die DB baute hier knapp eine Woche und investierte rund 65.000 Euro. Der neue Service Point hat täglich von 6 bis 22.30 Uhr geöffnet. Er ist zweckmäßig, zum Beispiel mit Schwenkarm für den Monitor oder einem leistungsfähigen Drucker für den Ausdruck von Fahrverbindungen, ausgestattet. Die Reisenden erhalten so schnell und fachkundig Auskunft.

Berlin: Bundespolizei nimmt innerhalb einer Woche 15 Graffitisprayer fest

(15.06.) BERLIN - In der vergangenen Woche haben Bundespolizisten in Berlin insgesamt 15 Graffitisprayer nach Sachbeschädigungen vorläufig fest genommen. Sieben der mutmaßlichen Täter gingen Zivilbeamten in Berlin-Lichtenberg ins Netz. Die Berliner im Alter zwischen 14 und 26 Jahren hatten an mehreren Tagen eine dort neu gebaute Lärmschutzwand auf circa 185 Quadratmeter besprüht. Den Ermittlungen zufolge gehören die meisten von ihnen einer Crew an und hatten die Taten systematisch im Vorfeld geplant. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten dann umfangreiches Beweismaterial wie Spraydosen, mehrere Sprühköpfe, Eddingstifte, Graffitivorlagen, Fotohandys, Handschuhe, Warnschutzwesten und sogar ein Funkgerät. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Auf die anderen acht Sprayer wurden zwei Reisende in der S-Bahn aufmerksam. Am Dienstag bemerkte eine 40-jährige Berlinerin, wie zwei Jungen im Alter von 11 und 15 Jahren die Inneneinrichtung beschmierten. Nur einen Tag später beobachtete ein 29-jähriger Mann sechs Jugendliche beim Beschmieren einer S-Bahn. Beide machten von ihrem Recht der Festnahme für jedermann Gebrauch und übergaben die Schmierfinken dann an die Bundespolizei. Insgesamt leitete die Bundespolizeiinspektion Ostbahnhof innerhalb der vergangenen acht Tage 36 Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung durch Graffiti ein. Die festgenommenen Täter, von denen einige bereits wegen gleicher Delikte polizeilich bekannt waren, wurden nach Abschluss aller strafprozessualen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

"Tagesspiegel": Grube warnt vor weiteren Kürzungen bei der Schiene

(14.06.) BERLIN - Die Bundesregierung wird bei den Investitionen in die Schiene keine weiteren Einsparungen vornehmen. Das habe ihm Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) versichert, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). "Herr Ramsauer hat mir versichert, dass weder bei Neubauvorhaben noch beim Erhalt des Schienennetzes Einsparungen stattfinden", erklärte er. Vergangene Woche hatte die Koalition beschlossen, von der Bahn ab 2011 eine Dividende von 500 Millionen Euro im Jahr zu verlangen.

Grube nannte es angesichts der Gewinne des Staatskonzerns "verständlich, dass der Eigentümer eine Dividende sehen will". Der Manager sprach sich dafür aus, das Geld für neue Bahn-Projekte auszugeben. Allerdings fürchte er, "dass die Koalition damit Löcher bei anderen Verkehrsträgern stopfen könnte". Schließlich behandle der Staat die Bahn immer noch schlechter als Auto und Flugzeug. Dagegen kündigte Grube Widerstand an. "Das darf nicht sein, und da werde ich mich weiter zu Wort melden." In den kommenden Jahren werde allein der Schienen-Güterverkehr um die Hälfte zunehmen. "Das ist mit der heutigen Infrastruktur nicht zu schaffen. Ich warne deshalb davor, an Zukunftsinvestitionen zu sparen", sagte er dem Blatt.

Die Dividende wird Grube zufolge dazu führen, dass die Bahn ihre Schulden langsamer als bislang abbauen kann. Man habe die Schulden auf zuletzt 14,7 Milliarden Euro gesenkt. "Wäre es mit dem bisherigen Tempo weitergegangen, hätten wir 2011 oder 2012 die Schulden auf das Niveau des Eigenkapitals bringen können. Das wird angesichts der Dividende nun nicht mehr gehen", bedauerte Grube. Die wirtschaftliche Entwicklung der Bahn in diesem Jahr bezeichnete Grube als "gut". In den ersten fünf Monaten habe es beim Schienengüterverkehr ein Plus von 14 Prozent gegeben, "gut unterwegs" sei man auch im Personenverkehr. "Auch in der Logistik geht es wieder bergauf", berichtete er. In der Luftfracht sei die Transportmenge um 20 Prozent gestiegen, bei der Landfracht um 9,5 Prozent und bei der Seefracht um 30 Prozent.

Das vollständige "Tagesspiegel"-Interview mit DB-Chef Rüdiger Grube finden Sie hier.

Hamburger versucht "Bahnhofsuhr" abzusägen

(14.06.) HAMBURG - Einen nicht alltäglichen Einsatz führte erlebte eine Streife der Bundespolizei am Freitag Abend gegen 19.30 Uhr. Am Bahnhof Altona (Betriebswerksgelände DB AG / Harkortstr.) entdeckten Bundespolizisten einen jungen Mann, der auf einer Leiter stehend mit einer Metallsäge am Uhrenmast (ca. 3m hoch) einer "Bahnhofsuhr" (ca. 70 cm Durchmesser) sägte. Den Uhrenmast hatte der 22-Jährige unterhalb der Uhr bereits zu einem Viertel durchgesägt. Gegenüber den eingesetzten Bundespolizisten gab der Hamburger an die Uhr für private künstlerische Zwecke nutzen zu wollen. Die Bundespolizisten stellten die Säge sicher; gegen den "Uhrendieb" aus Hamburg-Dulsberg leiteten Bundespolizisten entsprechende Strafverfahren ein.

Nach Urinieren Sturz ins Nebengleis

(14.06.) DÜSSELDORF - Am frühen Sonntag Morgen kurz nach Mitternacht hat sich ein 33-jähriger Düsseldorfer im S-Bahn Gleis in Düsseldorf Rath (Mühlenbroich) schwere Verletzungen zugezogen. Der angetrunkene Mann hatte nach eigenen Angaben am Gleisbett urinieren wollen. Als plötzlich eine S-Bahn aus der Dunkelheit auftauchte, rettete er sich mit einem Sprung zur Seite. Das dort befindliche Nebengleis liegt allerdings zwei Meter tiefer.

Durch den Sturz zog sich der Düsseldorfer schwere Verletzungen im Rücken- und Beinbereich zu. Über Handy informierte der Mann die Polizei über das Geschehene und seinen ungefähren Aufenthaltsort. Aufgrund der ungenauen Ortsbeschreibung benötigten Landes- und Bundespolizei in einer gemeinsamen Suchaktion fast eine Stunde, um den Mann ausfindig zu machen. Ein Rettungswagen brachte man den Verletzten anschließend in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

DB Saturn-Ticket geht in die Verlängerung

(12.06.) BERLIN - Pünktlich zum Start der Fußball WM 2010 geht das Saturn-Ticket um zwei Tage in die Verlängerung. Die Fahrkartenhefte zum Preis von jeweils 122 Euro werden statt bis Samstag nun bis kommenden Dienstag (15.06.) exklusiv in allen Saturnmärkten verkauft. Das Heft beinhaltet vier einfache Fahrten in der 2. Klasse sowie ein Fan-Paket mit Trikot, Schminke und WM-Spielplan. Die Tickets gelten vom 12. Juni bis zum 31. August - außer freitags - deutschlandweit für eine beliebig weite Strecke im ICE, IC und EC sowie im Vor- und Nachlauf auch in den Zügen des Nahverkehrs.

Die Handhabung der Tickets ist einfach: Vor dem ersten Fahrtantritt werden der Name des Reisenden, das Reisedatum sowie Start- und Zielbahnhof eingetragen - und gegebenenfalls die Zahl der Familienkinder (bis einschließlich 14 Jahre), die kostenlos mitfahren können. Die vier Einzelfahrten können auch von bis zu vier Personen für die gleiche Reise mit gemeinsamem Abfahrts- und Zielbahnhof benutzt werden. Die Tickets gelten am eingetragenen Tag bis 3 Uhr des Folgetages. Der Aufpreis im ICE-Sprinter kostet 11,50 Euro. Sie gelten nicht in den City Night Line Zügen und auf Fahrten zu den Nordseeinseln. Nach Eintragung des Namens ist die Fahrkarte nicht mehr übertragbar. Das DB Saturn-Ticket ist nur in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig. Umtausch und Erstattung sowie ein Verkauf der Tickets sind ausgeschlossen.

Weitere Informationen unter www.bahn.de/saturn oder kostenlos unter Telefon: 0800-7399444.

Abellio Rail NRW-Werkstatthalle in Hagen eingeweiht

(12.06.) HAGEN - Am Donnerstag ist in Hagen eine neue Werkstatthalle von Abellio Rail offiziell eingeweiht worden. Mit dem Bau der rund 5 Mio. Euro teuren Werkstatthalle hat die Abellio Rail NRW in Hagen-Eckesey ein weiteres Signal auf rund 12.000 qm großen Grundstücksfläche des eigenen Betriebsgeländes in Hagen gesetzt: Mehr Technik für noch mehr Qualität. Und noch mehr: "Wir haben damit in die Zukunft der Abellio Rail NRW investiert und für eine langfristige Präsenz im Schienenpersonen-Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen!", betonte Anton Valk, CEO des Mutterunternehmens Abellio Group.

Eine Zukunftsperspektive bietet Abellio Rail NRW-Geschäftsführer Ronald R.F. Lünser auch dem Mitarbeiternachwuchs: "Insgesamt wurden mit unserem Engagement in Hagen rund 50 neue Arbeitsplätze geschaffen und noch in diesem Jahr werden wir Schulabgängern Ausbildungsplätze in der Instandhaltung und im Eisenbahnbetrieb anbieten." Mit der Fertigstellung der neuen, 105 Meter langen Werkstatthalle und ihrer Einweihung am 10. Juni 2010, ist das ehemalige DB-Gelände nach Gesamtinvestitionen von 7,5 Mio. Euro vollkommen renoviert und umgebaut. So hat Abellio Deutschland einen wichtigen strategischen Standort für die weitere Unternehmensentwicklung mit dem Tochterunternehmen Abellio Rail NRW in Hagen.

Das besondere Highlight am Tag der Einweihungsfeier mit Rednern, geladenen Gästen und Mitarbeitern war der erste "Roll-In" zweier gekuppelter Abellio Züge durch eine Kartonwand. Die unterschiedlichen Zugtypen standen stellvertretend für die von Abellio Rail NRW betriebenen Strecken RE 16, RB 40 und RB 91 im Ruhr-Sieg-Netz (Stadler FLIRT) und die Glückauf-Bahn RB 46 auf der Strecke zwischen Bochum und Gelesenkirchen (Alstom LINT).

Neuerungen für die Metropolregion Rhein-Neckar im Sommerfahrplan 2010

(12.06.) STUTTGART - Zum kleinen Fahrplanwechsel der DB am Sonntag, 13. Juni 2010, gibt es im S-Bahn- und Regionalverkehr der DB Regio RheinNeckar einige Neuerungen:

Neue S51 von Meckesheim nach Aglasterhausen ins Schwarzbachtal
Mit der S51 Meckesheim-Aglasterhausen wird das Angebot der S-Bahn RheinNeckar deutlich ausgeweitet. Moderne Elektrotriebwagen der Baureihe 425 verbessern das Angebot ins Schwarzbachtal wesentlich: Von Montag bis Freitag fahren die S-Bahnen auf dem Streckenabschnitt zwischen 5 Uhr und 9 Uhr, 12 Uhr und 13 Uhr sowie 15 Uhr und 20 Uhr im Halbstundentakt; zur übrigen Zeit, wie auch an Samstagen, Sonn- und Feiertagen stündlich. Insgesamt bestehen von Montag bis Freitag 13 Direktverbindungen nach/von Heidelberg Hbf und 3 Direktverbindungen nach Mannheim Hbf ohne Umstieg in Meckesheim. Zur übrigen Zeit sowie am Wochenende besteht mit einem Umstieg in Meckesheim Anschluss an die S5 Heidelberg Hbf - Eppingen sowie den übrigen Regionalverkehr ab Meckesheim.

Zusätzliche Halte auf der S3 am Wochenende
Die S 6306 hält neu samstags und sonntags auch an den Stationen Untergrombach und Weingarten (Baden). Die Abfahrt in Karlsruhe Hbf ist dadurch am Wochenende zwei Minuten früher (ab Karlsruhe Hbf neu 7.26 Uhr; ab Karlsruhe-Durlach neu 7.31 Uhr). Von Montag bis Freitag verkehrt die S 6306 unverändert um 7.28 Uhr ab Karlsruhe Hbf.

S 6106 mit früherer Abfahrt von Heidelberg Hbf
S 6106 von Karlsruhe Hbf fährt neu vier Minuten früher um 7.09 Uhr ab Heidelberg Hbf. Die Abfahrtszeiten an den Unterwegshalten bis Mannheim Hbf verändern sich entsprechend. Ab Mannheim Hbf verkehrt die S 6106 unverändert weiter bis nach Neustadt (Weinstr) Hbf.

Landau/Neustadt (Weinstr.): Anschlussverbesserung nach Stuttgart Hbf
RB 18802 um 7.04 Uhr ab Landau (Pfalz) Hbf erhält mit neuer Ankunft um 7.22 Uhr in Neustadt (Weinstr) Hbf einen Anschluss an den IC 2053 um 7.27 Uhr nach Stuttgart Hbf (Ankunft 8.46 Uhr).

Ludwigshafen (Rhein) Hbf: Anschlussverbesserung auf die S3
RB 18964 verkehrt ab Ludwigshafen BASF Nord eine Minute früher um 15.32 Uhr. Die Ankunft in Ludwigshafen (Rhein) Hbf ist neu um 15.42 Uhr. Dadurch besteht Anschluss auf die S3 um 15.48 Uhr nach Mannheim Hbf (Ankunft 15.53 Uhr).

Landkreis Germersheim: Frühere Abfahrt der RB 18958 nach Ludwigshafen (Rhein) BASF
RB 18958 verkehrt neu um 6.12 Uhr ab Wörth (Rhein). Die Abfahrtszeiten an den Unterwegshalten bis Ludwigshafen (Rhein) BASF rändern sich entsprechend. Ankunft in Ludwigshafen (Rhein) BASF Nord ist um 7.39 Uhr.

S60 nimmt Pendelverkehr auf

STUTTGART - Die S60 kommt. Ab Montag, 14. Juni, fährt die neue S-Bahn zwischen Böblingen und Maichingen. Und zur Feier des Tages gibt's zwischen Böblingen und Maichingen freie Fahrt! Von etwa 5 Uhr bis zirka 23 Uhr wird die S60 werktags außer samstags im 30-Minuten-Takt unterwegs sein. Damit sind zwei wichtige Ziele erfüllt: Zum einen erhält die Stadt Sindelfingen als viertgrößte Stadt in der Region einen S-Bahn Anschluss. Auch die Daimler-Mitarbeiter können zu einem der größten Firmenstandorte in der Region Stuttgart nun "öffentlich" fahren. Zum anderen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur S-Bahn-Querverbindung von Böblingen nach Renningen erreicht.

Den Betrieb auf dem rund sechs Kilometer langen Teilstück von Böblingen nach Maichingen finanziert der Verband Region Stuttgart mit rund 330.000 Euro im Jahr 2010. Für 2011 fallen rund 600.000 Euro Betriebskosten an. Zusätzlich wurden 300.000 Euro fällig, um den Vorlaufbetrieb auf der Teilstrecke möglich zu machen. Die Baukosten für den zweiten Bauabschnitt in Höhe von rund 60 Millionen Euro teilen sich Bund (60 Prozent), das Land Baden Württemberg (25 Prozent) und der Verband Region Stuttgart mit dem Landkreis Böblingen (15 Prozent).

Beinaheunfall zwischen Zug und LKW - Zeugen gesucht

(12.06.) BAD BENTHEIM - Am Freitagmorgen gegen 08:27 Uhr kam es im Landkreis Vechta, in Bereich der Gemeinde Steinfeld OT Mühlen zu einer Beinahe-Kollision zwischen einem Zug der NordWestBahn (NWB) und einem LKW. Am Bahnübergang Münsterlandstrasse auf der Bahnstrecke Delmenhorst-Hesepe musste der Lokführer der NWB eine Schnellbremsung einleiten, weil sich ein LKW auf dem Bahnübergang befand. Nur durch sein sofortiges und umsichtiges Handeln konnte ein Zusammenstoß gerade noch verhindert werden. Die NWB hatte zu dem Zeitpunkt eine Geschwindigkeit von 80 km/h. Nach bisherigen Ermittlungen überquerte der Fahrer eines vermutlich niederländischen Tank- bzw. Kesselwagens trotz Rotlichts den Bahnübergang. Von dem Kennzeichen konnte der Lokführer lediglich die Zahl 48 sowie vermutlich die Buchstaben OH ablesen. Ferner habe der Lokführer eine "Blume" als Motiv auf dem LKW erkennen können. Die ca. 60 Reisenden im Zug kamen nicht zu Schaden. Der LKW-Fahrer fuhr trotz des "Beinaheunfalls" unerkannt weiter. Durch den Vorfall erhielt der NWB-Zug 5 Min. Verspätung. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich mit der Bundespolizei in Oldenburg, Telefonnummer 0441/ 218380, in Verbindung zu setzen.

RUHR.2010 - Dreitägiges Bahnhofsfest im Essener Hauptbahnhof

(12.06.) ESSEN - Mitte Januar hat die DB offiziell den neuen Hauptbahnhof in Essen eröffnet. Anlässlich der "ExtraSchicht" löst sie nun ihr Versprechen ein und lädt zum großen Bahnhofsfest. Vom 18. bis zum 20. Juni gibt es im Hauptbahnhof ein buntes Unterhaltungsprogramm - von Musik und Tanz bis zu Kindershow und großer Verlosungsaktion. Ein Höhepunkt: Am Samstag, 19. Juni, endet gegen 15 Uhr im Hauptbahnhof eine Zugsternfahrt aus Berlin, Stuttgart, München, Passau, Mainz und Frankfurt am Main, die Besucher aus ganz Deutschland in die Metropole Ruhr bringt. Am selben Tag findet hier die "ExtraSchicht" statt, dieses Jahr als Sommerfest der Kulturhauptstadt 2010.

200 Events an 50 Spielorten locken Besucher in die Kulturhauptstadt. Das örtliche Instandhaltungswerk von DB Regio NRW öffnet seine Pforten für Neugierige. Besucher können den Technikern über die Schulter schauen, mit dem Zug durch die Waschanlage fahren oder den im Ausbau befindlichen "Zug für MELEZ" besichtigen. Im Oktober ist dieser Kulturzug als rollende Bühne im Ruhrgebiet unterwegs. Ein S-Bahn-Shuttle bringt die Besucher vom Hauptbahnhof zum Werk.

Bayern: Regionalzüge mit Kinderbereichen

(11.06.) ROSENHEIM - DB Regio Oberbayern bietet fortan in seinen täglich 426 Regionalzugverbindungen eine Kinderecke. Die kleinen Fahrgäste können hier malen, spielen und sich von ihren Eltern vorlesen lassen. Malbücher, Stifte und Lesebücher stellt das Zugpersonal auf Wunsch zur Verfügung. Die Bereiche sind durch Aufkleber erkennbar. "Wer mit seinen kleinen Kindern reist, will sie bei Laune halten", erklärte heute Antonia von Bassewitz, Geschäftsleiterin DB Regio Oberbayern, bei der Vorstellung der Kinderecken auf einer Pressefahrt von Rosenheim nach Prien "Mit unserem neuen Service bieten wir Eltern und Kindern die Möglichkeit, ihre Zugfahrt kurzweilig zu gestalten und entspannt am Ziel anzukommen."

DB Regio Oberbayern setzt Züge mit Kinderecken auf dem gesamten Netz zwischen Ingolstadt, München, Mittenwald und Salzburg ein. Ein erster Test fand im vergangenen Jahr zwischen Lindau, Augsburg und Nürnberg statt. Befragungen von Reisenden zeigten dabei, dass über 80 Prozent die Einführung von Kinderecken befürworten. Eine Mehrheit der Reisenden würde allein aus diesem Grund die DB-Regionalzüge weiterempfehlen, anderen Verkehrsmitteln vorziehen und häufiger nutzen. Bayernweit findet man Kinderecken auf allen wichtigen Bahnstrecken jeweils in den DB-Regionalexpresszügen (RE). Derzeit sind dies 900 Zugfahrten am Tag. In einer zweiten Stufe wird DB Regio Bayern Kinderecken auch in den Regionalbahnzügen (RB) auf den Nebenstrecken einrichten.

DB Energie nimmt neuen Umrichter in Aschaffenburg in Betrieb

(11.06.) ASCHAFFENBURG - Zur leistungsfähigen Stromversorgung der DB in Nordbayern hat DB Energie für 24 Millionen Euro in Aschaffenburg ein statisches Umrichterwerk in Modulbauweise errichtet. Hier wird bei einer Spannung von 110.000 Volt Drehstrom mit einer Frequenz von 50 Hz aus dem öffentlichen Landesnetz in das Umrichterwerk eingespeist. Moderne Technik sorgt dafür, dass am Ausgang des Umrichterwerks  Bahnstrom mit der für den Bahnbetrieb benötigten Frequenz von 16,7 Hz und einer Leistung von 60 Megawatt in das Hochspannungsnetz der DB Energie eingespeist werden.

DB Energie verwendet die elektronische Umrichtertechnik, weil sie deutlich weniger Platz und Wartungsaufwand benötigt als dies bei rotierenden Umformern der Fall ist. Zudem arbeiten Umrichter energieeffizienter, so dass im Vergleich zu den herkömmlichen Umformern auch die CO2 Bilanz verbessert wird.

Der Bau der Anlagen begann in Berlin. Hier wurden elektronische Hochleistungsbauteile im Werk der Firma Converteam in Beton-Container eingebaut. Bereits zwei Tage nach der abschließenden Werksprüfung konnten diese Container dann auf ihrem Platz im neuen Umrichterwerk aufgebaut werden. Durch diese Modulbauweise ist es möglich, die Montageleistung auf der Baustelle deutlich zu reduzieren. Unter Berücksichtigung der Genehmigungsverfahren, der Tiefbauleistungen und der notwendige Ertüchtigungen einer Bahnstromfernleitung ergab sich eine Gesamtbauzeit von knapp drei Jahren.

Kieler Woche 2010: NOB mit erweitertem Sonderfahrplan

(11.06.) KIEL - Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) fährt auch dieses Jahr zur Kieler Woche vom 19. bis 27. Juni nach einem erweiterten Sonderfahrplan. Täglich fährt um 1.01 Uhr ein zusätzlicher Zug vom Kieler Hauptbahnhof über Felde und Rendsburg nach Husum. In den Kieler-Woche-Nächten vom Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag fahren darüber hinaus Züge um 2.01 Uhr, 3.01 Uhr und 4.01 Uhr vom Kieler Hauptbahnhof über Felde und Rendsburg nach Husum. Damit fahren die Züge an den Wochenenden stündlich die ganze Nacht hindurch Richtung Westküste. Zudem verkehren vom 19. bis 27. Juni 2010 auf den Strecken Kiel - Husum und Kiel - Eckernförde ab den Mittagsstunden Züge mit einem größeren Platzangebot als regulär. Während der Kieler Woche kann die NOB nicht gewährleisten, dass Fahrräder im Zug mitgenommen werden können.

Da nicht alle Züge einen Niederflureinstieg bieten, bittet das Unternehmen mobilitätseingeschränkte Personen, sich möglichst einen Tag vor Fahrtantritt an das Kunden-Telefon unter 0180/10 180 11 zu wenden, so dass die NOB eine individuelle Reiselösung erstellen kann. Aktuelle Informationen sind ebenfalls über das Service-Telefon der NOB erhältlich. Der Sonderfahrplan liegt in den Zügen aus und ist auch im Internet unter www.nord-ostsee-bahn.de abrufbar.

Angebotsänderung im Ersatzbusverkehr Bayreuth - Münchberg

(11.06.) BAYREUTH - Im Dezember 2009 führte DB Regio Oberfranken einen zusätzlichen Busverkehr zwischen Münchberg und Bayreuth ein. Ziel war es, den Reisenden trotz Ausfall der Neigetechnik bei den Regionalexpresszügen alternative Fahrmöglichkeiten anzubieten. Zwischenzeitlich hat sich laut DB herausgestellt, dass die Reisenden das Busangebot nur geringfügig nutzen. Aus diesem Grund reduziert die DB ab Montag. 14. Juni diese Busverkehre. Zwischen Bayreuth und Münchberg verkehren dann nur drei Direktbusse von Montag bis Freitag und ein Direktbus am Samstag. Neben den Schnellbusverkehren besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit mit Regional-Express-Zügen im Stundentakt über Neuenmarkt - Wirsberg zu fahren. DB Regio Oberfranken geht davon aus, im Dezember 2010 wieder zum alten Fahrplanangebot mit Neigetechnik zurückkehren zu können.

Allianz pro Schiene kritisiert geplante Zahlungen der DB an Bund

(11.06.) BERLIN - Im Rahmen der milliardenschweren Sparpläne der Bundesregierung soll die DB eine Dividende von 500 Millionen Euro an den Staat abführen. "Sollten diese 500 Millionen Euro tatsächlich in den allgemeinen Haushalt fließen, hat das schwerwiegende Konsequenzen", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege am Donnerstag in Berlin. "Wenn die abgeführten Mittel aus dem Bahn-Konzern in den allgemeinen Haushalt fließen, stehen sie für alle Staatsausgaben zur Verfügung, bis hin zum Straßenbau", stellte Flege fest. "Vor diesem Hintergrund kann man nicht gleichzeitig fordern, die Einnahmen aus der Lkw-Maut exklusiv für den Straßenbau zu reservieren." Der Prüfauftrag der Koalitionsvereinbarung "Straße finanziert Straße" sei damit politisch tot.

Die Ankündigung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), die Lkw-Maut auf vierspurige Bundesstraßen auszuweiten, lobte die Allianz pro Schiene. "Jeder Güterzug zahlt auf jedem Streckenkilometer ganz selbstverständlich Schienenmaut. Die Ausweitung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen ist deshalb ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Flege und forderte, dass die Einnahmen aus der Maut wie bisher für Investitionen in die Infrastruktur aller Verkehrsträger eingesetzt werden müssten.

Triebfahrzeugführer wurde bedroht

(11.06.) MÜNSTER - Bereits in der Nacht vom 29.05.2010 auf den 30.05.2010 (Samstag/Sonntag), gegen 23:30 Uhr, kam es im Bahnhof Telgte zu Beleidigungen und Bedrohungen durch einen 39-jährigen Niederländer und einen 36-jährigen Deutschen gegenüber einem 33-jährigen Triebfahrzeugführer.

Wie die Bundespolizei erst gestern mitteilte, befand sich der Triebfahrzeugführer der NordWestBahn (NWB) auf der Fahrt von Münster nach Warendorf. Bei der Einfahrt in den Bahnhof Telgte gegen 23:30 Uhr überquerten unmittelbar vor dem einfahrenden Reisezug zwei männliche Personen verbotswidrig die Gleise, um den Bahnsteig zu erreichen. Der Triebfahrzeugführer sprach daraufhin die Personen auf ihr Fehlverhalten an. Da die Männer offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol standen und sich dem Triebfahrzeugführer gegenüber äußerst aggressiv verhielten, schloss dieser beide Personen von der Mitfahrt aus. Bei Abfahrt des Reisezuges bedrohten und beleidigten sie den Triebfahrzeugführer mit den Worten: "Beamtenschwein, wir kriegen Dich, wir bringen Dich um".

Am 30.05.2010, gegen 00:30 Uhr, befuhr der Triebfahrzeugführer erneut die Strecke Münster in Richtung Warendorf. Bei der Einfahrt in den Bahnhof Telgte erkannte der Geschädigte die gleichen Personen auf dem Bahnsteig wieder. Sie hielten ihm den ausgestreckten Mittelfinger entgegen und fuhren mit dem Daumen über ihren Hals. Nun ließ der Triebfahrzeugführer die beiden Personen zusteigen. Er sprach sie höflich an und bat darum, sich vernünftig zu verhalten, sonst würde ein weiterer Ausschluss von der Mit-/Weiterfahrt erfolgen. Zwischenzeitlich hatte er die Polizei in Warendorf unterrichtet. Nach Einfahrt des Zuges in den Bahnhof Warendorf wurden die beiden Tatverdächtigen bereits von Beamten der Polizeiwache Warendorf erwartet. Nun müssen die beiden Männer mit entsprechenden Anzeigen rechnen. Die für diesen Fall ermittelnde Bundespolizeiinspektion Münster leitete ein Strafverfahren gegen den 36- und 39-Jährigen ein.

Zusätzliche Besandungsanlagen für Münchner S-Bahnen

(10.06.) MÜNCHEN - Die S-Bahn München hat im Rahmen von vorbereitenden Arbeiten begonnen, die Fahrzeuge der Baureihe 423 für die Ausrüstung mit zusätzlichen Besandungsanlagen vorzubereiten. Mit Hochdruck werde daran gearbeitet, die Zulassung für die zusätzliche Fahrzeugausstattung zu erhalten, um schnellstmöglich mit der Umrüstung zu starten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. 75 Fahrzeuge sind demnach bereits vollständig mechanisch vorgerüstet. Angebotseinschränkungen im Herbst, wie sie in den letzten Jahren bestanden, sollen mit allen gegebenen Möglichkeiten vermieden werden.

Rund 30 Millionen Euro sollen aufgewendet werden, um die 238 durch Bombardier gelieferten Fahrzeuge der S-Bahn München mit zusätzlichen Besandungsanlagen auszustatten. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens müssen für alle Fahrzeuge umfangreiche und je nach Bauserie auch unterschiedliche Prüfunterlagen eingereicht werden. Außerdem gilt es, gemeinsam mit dem Hersteller aufwändige und bauserienspezifische Sicherheitsnachweise zu erbringen. Im Laufe des Verfahrens wurden teilweise zu eingereichten Unterlagen noch zusätzliche Nachweise oder weitere Prüf- und Messergebnisse sowie Gutachten erforderlich. Die S-Bahn München unternehme alle Anstrengungen, alle nötigen Nachweise schnellstmöglich zu erbringen und damit ihren Beitrag für den Umbau der Fahrzeuge zu leisten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

"Unser Ziel ist und bleibt, ohne Restriktionen in den Herbst 2010 zu starten. In diesem Zusammenhang bitte ich unsere Fahrgäste und die Öffentlichkeit um Verständnis, dass wir eine endgültige Aussage erst Mitte Juli treffen können", erklärt der Geschäftsleiter der S-Bahn München, Bernhard Weisser. Mit dem Einbau zusätzlicher Besandungsanlagen soll die Haftreibung zwischen Rad und Schiene bei herbstlichen Bedingungen (Schmierfilmbildung auf den Gleisen durch herabfallendes Laub und Luftfeuchtigkeit) erhöht werden.

Baden-Württemberg unterstützt Ausbau der Gäubahn

(10.06.) STUTTGART - Baden-Württembergs Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner hat jetzt die Unterstützung des Landes Baden-Württemberg beim vorgesehenen Ausbau der Gäubahn zugesagt. Das Land werde die Planungskosten für den Streckenabschnitt Horb - Neckarhausen vorfinanzieren. "Die Gäubahn ist eine der wichtigsten Zugstrecken im Land. Mit unserem Engagement wollen wir deutlich machen, dass wir den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur in allen Regionen unseres Landes vorantreiben werden" sagte die Ministerin am Mittwoch in Stuttgart nach einem Treffen mit Vertretern des Interessenverbands Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn.

Für die ersten beiden Planungsstufen, nämlich die Grundlagenermittlung und die Vorplanung, hätten die Gäubahnanlieger schon 300.000 Euro aufgewendet, sagte der Initiator des Treffens, der Tuttlinger Landrat und Landtagsabgeordnete Guido Wolf. Nachdem diese beiden Planungsstufen jetzt hätten abgeschlossen werden können, seien für die nächsten beiden Planungsschritte der Entwurfs- und der Genehmigungsplanung rund eine Million Euro erforderlich. Den größten Teil hiervon wird nach den Worten von Ministerin Gönner das Land übernehmen. Auch der Kanton Schaffhausen habe signalisiert, einen Interessenbeitrag zu leisten. "Wir wollen dazu beitragen, dass die grenzüberschreitende Bahnverbindung Stuttgart - Zürich möglichst bald zu einer leistungsfähigen Zulaufstrecke zum neuen Gotthard-Basistunnel ausgebaut wird", begründet der Schaffhauser Regierungsrat Dr. Dubach das Engagement des Kantons Schaffhausen.

Als Nächstes müssten nun die notwendigen Verträge mit der DB zur Fortführung der Planungsarbeiten ausgehandelt werden. Nach der bisherigen, sehr konstruktiven Zusammenarbeit mit der Bahn erwartet Geschäftsführer Kaufmann hier keine größeren Schwierigkeiten. Ferner werde es darum gehen, dass der Gäubahnausbau in den sogenannten Investitionsrahmenplan des Bundes aufgenommen wird. Dort würden die Finanzmittel für die in den nächsten fünf Jahren anstehenden Verkehrsprojekte bereitgestellt. Land und Gäubahnanlieger wollten hier gemeinsam initiativ werden. "Nach unseren beachtlichen Vorleistungen erwarten wir jetzt ein positives Signal aus Berlin", so Gönner.

Beim Gäubahnausbau geht es um Verbesserung des Verkehrsangebotes auf der ICE-Verbindung Stuttgart - Zürich mit weiterführenden Verbindungen in Richtung Berlin und nach Italien. Erforderlich sind hierfür verschiedene Ausbaumaßnahmen auf deutschem und schweizerischem Gebiet sowie der Einsatz von Zügen mit Neigetechnik. Grundlage für diese Maßnahmen sind insbesondere ein Staatsvertrag zwischen Deutschland und der Schweiz zum Ausbau der Zulaufstrecken zum neuen Gotthard-Basistunnel sowie die jeweiligen verkehrsplanerischen Leitpläne auf der deutschen und der schweizerischen Seite.

Auf der deutschen Seite sollen rund 134 Millionen Euro investiert werden, und zwar vor allem für drei neue, zweigleisige Streckenabschnitte (Horb - Neckarhausen, Rottweil - Spaichingen und Spaichingen - Tuttlingen), die Singener Kurve und verschiedene Beschleunigungsmaßnahmen. Zu den Maßnahmen in der Schweiz zählen zwei Doppelspurausbauten sowie verschiedene Bahnhofsumbauten mit einem Gesamtvolumen von rund 106 Millionen Euro. Während die Maßnahmen in der Schweiz zum Teil schon dieses Jahr in Betrieb genommen werden können, befindet man sich in Deutschland noch in einer sehr frühen Phase der Planungen.

Modernisierung Bahnhof Bad Harzburg nahezu abgeschlossen

(10.06.) HANNOVER - Die DB hat Ende Mai den Aufzug im Bahnhof Bad Harzburg in Betrieb genommen. Der Zugang zu und von den Bahnsteigen in das Empfangsgebäude ist nunmehr barrierefrei möglich. Der Querbahnsteig wurde neu gepflastert, die Rampe hat einen neuen Belag bekommen und neue Vitrinen wurden auf den Bahnsteigen und in der Empfangshalle aufgestellt. Ein Wetterschutz mit Sitzbank auf einem Bahnsteig und eine neue Wegeleitung wurden installiert. Im Herbst werden noch auf den Bahnsteigen moderne dynamische Schriftanzeiger angebracht, die den Fahrgästen aktuelle Informationen ihrer Züge anzeigen. Nach dem Abschluss dieser Maßnahmen präsentiert sich der Bahnhof Bad Harzburg in neuem Glanz.

Insgesamt investiert die DB aus Mitteln des bundesweiten Konjunkturprogramms in die Modernisierung für kleinere und mittlere Bahnhöfe in Niedersachsen rund 15 Millionen Euro, davon rund 500.000 Euro in Bad Harzburg. Diese Investitionen ergänzen die bisher für die Bahnhöfe geplanten Maßnahmen.

Begleitend zu den Baumaßnahmen startete die Deutsche Bahn ein neues Informationsportal. Unter www.bahnhof.de/konjunkturprogramm gibt es im Internet umfangreiche Informationen zum Fortschritt aller bundesweiten Bauprojekte an Bahnhöfen aus den Konjunkturprogrammen des Bundes. Das Portal liefert auf 400 Seiten Daten und Fakten zu den einzelnen Stationen. Es wird monatlich aktualisiert. Mehr als 2.500 Bilder komplettieren das Internetangebot. "Mit dem neuen Internetportal wird der Baufortschritt an unseren Bahnhöfen transparent. Jeder Nutzer kann nachvollziehen, dass die Bundesmittel in die Verbesserung der Servicequalität fließen. Die Bundesmittel kommen bei unseren Kunden an", sagte DB-Chef Rüdiger Grube.

Schenker offizieller Logistikdienstleister der Frauen-Fußball-WM 2011

(10.06.) FRANKFURT/Main - Die Schenker Deutschland AG ist offizieller Logistikdienstleister der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011, die vom 26. Juni bis zum 17. Juli 2011 in Deutschland ausgetragen wird. Auch bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2010 (13. Juli bis 1. August 2010) werden die Logistikexperten von DB Schenker die Voraussetzungen für sportliche Höchstleistungen schaffen.

Als offizieller Logistikdienstleister ist die Schenker Deutschland AG für die gesamte Planung, Steuerung, Durchführung und Überwachung aller Materialflüsse verantwortlich. Ob Lagerwirtschaft, Verteilung von Gütern an die Spielstätten, Ein- und Ausfuhr von Sendungen aus aller Welt samt komplexer Zollformalitäten oder die Schulung von freiwilligen Helfern - das Team von DB SCHENKERsportsevents sorgt vor, während und nach den beiden Großereignissen für einen reibungslosen Ablauf. In den Stadien steuern Logistik-Manager mit ihren Teams den exakt abgestimmten Zulauf aller Lieferungen. Dabei nutzen die Spezialisten von DB SCHENKERsportsevents ein Konzept, das sich schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bewährt hat und derzeit auch in Südafrika zum Einsatz kommt: Jeder Lieferant, der in ein Stadion einfahren will, muss zuvor eine zentrale Meldestelle ansteuern. So wird die gesamte Anlieferung geregelt und Wartezeit vermieden.

Die DB ist einer von sechs Nationalen Förderern der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011TM. Zur FIFA Frauen-WM 2011 wird es neben den Logistikdienstleistungen auch Bahnangebote im Nah- und Fernverkehr geben, die von den Fußballfans genutzt werden können.

Steinewerfer zwingen Güterzug zur Notbremsung

(10.06.) ZWINGENBERG - Unbekannte Täter haben im Bereich des Bahnhofes Zwingenberg heute Morgen, kurz nach Mitternacht, einen Güterzug mit mehreren Steinen beworfen. Als der Lokführer neben den Gleisen schemenhaft drei Personen bemerkte und plötzlich mehrere laute Einschläge an der Lok verspürte, leitete er sofort eine Notbremsung ein. Da ihm zu diesem Zeitpunkt nicht klar sein konnte, was die Ursache für die Schläge waren, verließ er die Lok und stellt mehrere Einschlagstellen von Steinen fest.

Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung der Bundespolizei konnten die Steinewerfer nicht mehr festgestellt werden. Der Zug konnte seine Fahrt mit wenigen Minuten Verspätung fortsetzen. Gegen die noch unbekannten Täter hat die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

ILA 2010: Erweitertes Verkehrsangebot

(10.06.) BERLIN - Zur weltgrößten Luft- und Raumfahrtmesse auf dem Südgelände des Flughafens Berlin Schönefeld erweitern S-Bahn Berlin und DB Regio ihr Zugangebot. Da an den Publikumstagen von Freitag, 11. Juni, bis Sonntag, 13. Juni, auf den Zufahrtstraßen mit besonders hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist, wird dringend die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel empfohlen. Am Samstag und Sonntag in der Zeit von 8 Uhr bis 18.30 Uhr wird der Zugverkehr auf der Linie S9 zwischen Treptower Park und Flughafen Schönefeld auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet. Von den Bahnhöfen Altglienicke und Schönefeld fahren Shuttle-Busse.

DB Regio richtet von Freitag bis Sonntag in der Zeit von 9 Uhr bis 19 Uhr eine kostenlose zusätzliche Shuttle-Verbindung zwischen Berlin-Lichtenberg und dem Ausstellungsgelände ein. Die Züge verkehren ohne Zwischenhalt im 30-Minuten-Abstand. Die Fahrzeit beträgt rund eine halbe Stunde. Mit den Regionalzügen der Linien RE 7 und RB 14 sind die Bahnhöfe Charlottenburg, Zoologischer Garten, Hauptbahnhof, Friedrichstraße, Alexanderplatz, Ostbahnhof und Karlshorst ebenfalls im 30-Minuten-Takt mit dem Bahnhof Flughafen Schönefeld verbunden. Von dort fahren Shuttle-Busse.

Fahrgäste aus der brandenburgischen Landeshauptstadt fahren am besten mit der Regionalbahnlinie RB 22, die am Samstag und Sonntag in der Zeit von 8 Uhr bis 19 Uhr im 60-Minuten-Takt verkehrt (am Wochenende sonst alle 2 Stunden). Informationen zum aktuellen Fahrplanangebot gibt es im Internet unter www.s-bahn-berlin.de und in der aktuellen Ausgabe der Kundenzeitung "Punkt 3". Für telefonische Nachfragen stehen das S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33 sowie der Kundendialog von DB Regio Nordost unter 0331 / 235 - 6881/-6882 zur Verfügung.

EU: Gütervorrangnetz gefährdet die Qualität des deutschen Personenverkehrs

(09.06.) BERLIN - Gegen den Widerstand der deutschen Bundesregierung, des Bundestags und des Bundesrats haben sich Rat und Parlament der EU am 4. Juni 2010 auf einen Kompromiss für eine neue Verordnung zur Entwicklung eines europäischen Schienennetzes für den Güterverkehr geeinigt. Im Ergebnis werde Deutschland durch diesen Kompromiss die ungeteilte Entscheidungsbefugnis über sein Netz entzogen, heißt es in einer Pressemitteilung der DB vom Dienstag. Die Entscheidung stelle den Einstieg in eine europäisch gesteuerte Netzbewirtschaftung dar und gefährdet damit die Fahrbarkeit des Personenverkehrs auf den deutschen Hauptmagistralen.

DB-Chef Rüdiger Grube zeigte sich tief besorgt, dass alle Anstrengungen für ein attraktives Angebot im Fern- und Nahverkehr hochgradig gefährdet sind. Durch diese Verordnung wird Deutschland verpflichtet, innerhalb der nächsten 3-5 Jahre folgende internationale Güterverkehrskorridore einzurichten:
1.Zeebrügge - Antwerpen / Rotterdam - Duisburg - (Basel) - Mailand - Genua
2.Stockholm - Malmö - Kopenhagen - Hamburg - Innsbruck - Verona - Palermo
3.Bremerhaven / Rotterdam / Antwerpen - Aachen / Berlin - Warschau - Terepol (Polen-Weißrussische Grenze)/Kaunas.

Die DB AG hatte von Beginn an vor den beabsichtigten Eingriffen in den Betrieb des Schienennetzes und den negativen Auswirkungen auf den Schienenpersonenverkehr in Deutschland gewarnt. Die Forderung der deutschen Politik nach ausreichender Flexibilität, um gerade in Transitländern Nachteile für Reisende im Nah- und Fernverkehr zu verhindern, hat jedoch letztlich nicht die notwendige Unterstützung der anderen Mitgliedstaaten gefunden.

Zwar ist es dem Verkehrsministerrat gelungen, bei zentralen Punkten wichtige Verbesserungen zu erzielen. So wurden Regelungen, die dem Güterverkehr im Fall von Störungen des Fahrplans pauschalen Vorrang einräumen, nicht gesetzlich festgelegt. In einem zentralen Punkt ist das Verhandlungsergebnis aus deutscher Sicht jedoch als höchst besorgniserregend zu bewerten. So hat sich das Parlament mit seiner Forderung durchsetzen können, Kompetenzen der Trassenvergabe auf eine zentrale Korridorstelle zu übertragen, die von den Infrastrukturbetreibern einzurichten ist. Dies bedeute eine Zersplitterung der Zuständigkeiten, die erhebliche Auswirkungen auf die europäischen Prozesse und die zukünftige Fahrplangestaltung haben wird, so die DB.

VCD Bahntest 2010

(09.06.) BERLIN - Einfach einsteigen und losfahren - das ist die Idealvorstellung vom Bahnreisen. Doch leider gibt es in der Realität zahlreiche Hürden wie die Vielfalt von Tarifsystemen, Sondertarifen, Informationssystemen und Vertriebskanälen, die nicht nur potentielle Fahrgäste abschrecken, sondern auch für Menschen, die die Bahn regelmäßig nutzen, schwer zu durchschauen sind. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse des VCD Bahntests 2010, den der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Der VCD fordert Bundesregierung, Länder und Eisenbahnunternehmen gleichermaßen auf, das klimafreundliche Bahnfahren durch einheitliche Regelungen bei Tarifen, Fahrplänen und Verkaufskanälen attraktiver zu machen.

Mit seinem Bahntest will der VCD aufzeigen, wo die Potenziale im Bahnverkehr liegen und was getan werden muss, damit mehr Menschen auf die umweltfreundliche Bahn umsteigen. Wie schon in den vergangenen Jahren hat der VCD das Hamburger Qualitätsforschungs­institut Quotas mit der Untersuchung zum VCD Bahntest  beauftragt. In einem Panelverfahren wurden Antworten von fast 3 000 Nutzern und Nichtnutzern der Bahn ausgewertet. Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: "Um möglichst viele Menschen für die ressourcen- und klimaschonende Bahn zu gewinnen, muss Bahnfahren einfacher und attraktiver werden. Dazu gehören übersichtliche Fahrpreise, unkomplizierte Nutzungsmöglichkeiten und guter Service. Den Reisenden bietet sich jedoch zumeist ein ganz anderes Bild: Das Fahren mit der Bahn ist kompliziert. Zu dieser Einschätzung kommen die Befragten des VCD Bahntests. Dabei fällt das Urteil derjenigen, die nie oder selten die Bahn nutzen, noch schlechter aus als das der Bahnerfahrenen. Potentielle Bahnkunden werden also abgeschreckt."

Laut VCD Bahntest schätzen Bahnnutzer beim Verkehrsmittel Bahn am meisten, dass es stressfreies und entspanntes Reisen möglich macht und die Reisezeit gut genutzt werden kann. Die Menschen erwarten aber, dass die Bahnen pünktlich und sicher ankommen und die Anschlüsse optimal sind. Wenn diese Ansprüche erfüllt sind, können sich rund 50 Prozent der Befragten vorstellen, künftig häufiger mit der Bahn zu fahren. Die Studie zeigt auf, dass es vor allem drei Punkte sind, die von den Befragten am stärksten kritisiert wurden: die Wahl des passenden Fahrscheins aus der schier unüberschaubaren Vielfalt an Angeboten und Tarifen, der Kauf eines Fahrscheins und die mangelnden Informationsmöglichkeiten über Fahrplan, Fahrscheine, Ermäßigungen und Fahrscheinkauf. Diese Hürden seien es, die die Menschen von einer Bahnfahrt abhielten.

Die Tarifsysteme in Nah- und Fernverkehr wurden durchweg schlecht bewertet, im Nahverkehr schlechter als im Fernverkehr. Die breite Vielfalt von Fahrscheinen und Verbund-, Nah-, Fernverkehrs- und Sondertarifen, die sich gegenseitig häufig ausschließen, verwirre selbst passionierte Bahnnutzer. Der VCD fordert, diese Unterscheidungen zu durchbrechen. Nachbesserungsbedarf bestehe auch beim Fahrscheinkauf. Ob Automat, Internet oder Schalter − alle von der Bahn angebotenen Verkaufssysteme wurden von den Befragten als mittelmäßig eingestuft. Bei fast allen Befragten sind es mangelnde Informationen über die Bahntarife, die sie gegebenenfalls vom Bahnfahren abhalten.

Zudem müssten die Bahnangebote besser aufeinander abgestimmt werden. Wie der VCD Bahntest ergab, sind für Menschen, die bisher nicht mit der Bahn fahren, Flexibilität, Zeitgewinn und Pünktlichkeit die wichtigsten Faktoren für die Wahl des Verkehrsmittels. Der VCD fordert daher einen integralen Taktfahrplan nach Schweizer Vorbild, wo alle Züge immer jede Stunde zur gleichen Minute abfahren und ankommen. Heidi Tischmann, VCD-Bahnexpertin: "Mit dem sogenannten Deutschland-Takt kann das gesamte Bahnangebot so verknüpft und vertaktet werden, dass häufigere und zügigere Verbindungen mit optimalen Umsteigemöglichkeiten entstehen. Vom ICE über die Regionalbahn bis hin zum Bus in der Fläche gebe es so verlässliche Reiseketten." Den VCD Bahntest 2010 als pdf zum Download unter www.vcd.org/bahntest.html

DB: Kunden benoten Fahrkarten-Verkauf und Beratung gut

(09.06.) BERLIN - Die DB hat anlässlich des am Dienstag veröffentlichten "VCD Bahntests 2010" darauf hingewiesen, dass viele der geforderten Vereinfachungen beim Fahrkartenangebot, bei den Preisen, beim Ticketkauf und der Beratung bereits umgesetzt seien. So seien beispielsweise im vergangenen Dezember das Dauer-Spezial in die Familie der Sparpreise integriert und entsprechende Konditionen wie BahnCard-Rabatt oder Kindermitnahme vereinheitlicht worden.

"Im Rahmen unserer eigenen regelmäßigen Kundenbefragungen bekommen wir nicht nur von 84 Prozent der Fahrgäste ein gutes oder sogar sehr gutes Feedback zum DB-Ticketverkauf, sondern auch wertvolle Hinweise zur weiteren Verbesserung von Service und Reisequalität", sagt Jürgen Kornmann, Sprecher Personenverkehr der Deutschen Bahn. "Alle Zahlen sprechen dafür, dass die Preisberatung funktioniert: Rund 90 Prozent der Fernverkehrskunden fahren zu rabattierten Preisen, im Regionalverkehr sind es über 80 Prozent."

Neben der Infas-Kundenzufriedenheitsstudie und dem DB-Kundenbeirat zieht die DB nach eigenen Angaben auch regelmäßig Untersuchungen der Stiftung Warentest und der Fahrgastverbände zur Angebotsverbesserung heran. So seien die in vielen Reisezentren eingeführten Aufrufsysteme sowie die neuen Services und der vereinfachte Fahrkartenkauf auf bahn.de auf ein positives Kundenecho gestoßen. 2009 kamen neue Anwendungen, wie der DB Navigator für das iPhone, hinzu. Darüber hinaus werde in der zweiten Jahreshälfte 2010 eine komplett neue und einfachere Benutzerführung für die DB Automaten eingeführt. Bis 2011 sollten deutschlandweit rund 7.000 Automaten des gleichen Typs aufgestellt sein (aktuell rund 4.700 Stück). Der flächendeckende personenbediente Verkauf und die Beratung werden weiterhin über mehr als 400 Reisezentren und über rund 3.100 DB Agenturen (z.B. Reisebüros) gewährleistet. Mit "Touch&Travel" habe die DB schon heute eine Technologie im praktischen Piloteinsatz, die den vom VCD geforderten restriktionsfreien und einfachen Zugang zum System Schiene ohne jegliche Tarifkenntnisse ermöglicht.

Bahnhof Tübingen wird barrierefrei

(09.06.) TÜBINGEN - Im Bahnhof Tübingen gaben am Dienstag Oberbürgermeister Boris Palmer und Sven Hantel, Leiter Regionalbereich Südwest, DB Station&Service, mit einem offiziellen ersten Spatenstich das Startsignal für den barrierefreien Ausbau der Station. Zum Umfang des Ausbaus gehören zwei Aufzüge im Bahnhofsbereich von der bestehenden Fußgängerunterführung zum Hausbahnsteig am Gleis 1 und zum Mittelbahnsteig am Gleis 2/3. Die Stadt finanziert einen weiteren Aufzug im südlichen Teil der Unterführung. Über jeweils eine Rampe werden der Mittelbahnsteig am Gleis 5/6 und der Parkplatz Hegelstraße auf der Südseite künftig barrierefrei erreichbar sein.

Als letzte bauliche Maßnahme erfolgt die Errichtung eines barrierefreien Zugangs zum Bahnhofsgebäude, damit ist der Bahnhof ab Mitte 2011 für mobilitätseingeschränkte Reisende, aber auch für Fahrgäste mit schwerem Gepäck, Kinderwagen oder Fahrrad stufenlos zugänglich. Insgesamt werden rund 3,15 Millionen Euro in die Modernisierung der Station investiert.

Zeil: "Weiter in die Zukunft investieren"

(09.06.) MÜNCHEN - Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil hat auf der Jahrestagung des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in München eine Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gefordert: "Wir brauchen nachhaltige Investitionen in Bus und Bahn, um einen attraktiven und leistungsfähigen öffentlichen Verkehr zu erhalten und auszubauen. Investitionen in den öffentlichen Verkehr eröffnen Zukunftsperspektiven. Wir dürfen wichtige Zukunftsinvestitionen in diesem Bereich nicht in Frage stellen."

Der Bund müsse mehr Mittel zum Ausbau der Schieneninfrastruktur zur Verfügung stellen. "Nur so werden wir den steigenden Anforderungen im Personen- und Güterverkehr gewachsen sein und neues, nachhaltiges Wachstum in Deutschland erzielen", so Zeil. Beim Ausbau der Schieneninfrastruktur des Bundes bestehe dringender Handlungsbedarf. Zeil: "Wenn der Bundesverkehrswegeplan nicht für immer ein bloßer Wunschzettel bleiben soll, muss der Investitionsbetrag des Bundes dauerhaft deutlich angehoben werden." Den Überlegungen innerhalb der Bundesregierung, hohe Einsparungen im Verkehrshaushalt zu erzielen, erteilt Zeil eine klare Absage. "Ausgerechnet im Verkehrsbereich den Rotstift besonders stark anzusetzen, ist grundverkehrt. Verkehrsinvestitionen sind ebenso Zukunftsinvestitionen wie Ausgaben für Bildung und Wissenschaft. Sie entscheiden über künftige Wachstumschancen und die Wettbewerbsfähigheit unseres Landes", erklärt der Verkehrsminister.

Im Interesse der Umwelt, der Lebensqualität und zur Sicherung einer nachhaltigen Mobilität für alle Menschen, benötigten die Länder ausreichende finanzielle Mittel und langfristige Planungssicherheit. Gemäß Entflechtungs- und Regionalisierungsgesetz, die beide in den nächsten Jahren überprüft werden müssen, stellt der Bund den Ländern Geldmittel für den ÖPNV zur Verfügung. "Die Entflechtungs- und Regionalisierungsmittel müssen mindestens im jetzigen Umfang auch künftig erhalten bleiben. Andernfalls wäre die Umsetzung wichtiger Ausbauprojekte in Bayern gefährdet", so Zeil abschließend.

Ab 19. Juni neuer Tarif für die Inselbahn Wangerooge

(09.06.) HAMBURG - Ab Samstag, 19. Juni startet der Verkauf der Westen-Karte für den Bereich der Inselbahn Wangerooge. Das neue Angebot gilt entweder für bis zu fünf Personen oder als Single-Karte und kann als Tages- oder 7-Tages-Karte erworben werden. Die Westen-Karte wird bis zum 30. September angeboten. Für eine Person kostet die Westen-Tages-Karte Single 5 Euro und für sieben Tage 15 Euro. Die Westen-Tages-Karte für bis zu 5 Personen kostet 15 Euro und die Westen-7-Tages-Karte ist für 20 Euro zu haben. Die Fahrkarten sind im Zug und bei der Fahrkartenausgabe Wangerooge erhältlich. Diese Zeitkarten können während der Geltungsdauer beliebig oft auf den Strecken der Inselbahn Wangerooge genutzt werden. Eine Besonderheit ist der täglich wechselnde Fahrplan, da direkte Abhängigkeiten zum Tide fahrenden Schiffsverkehr zur Insel bestehen. Der Fahrplan wird täglich vor Ort veröffentlich.

Zähe Verhandlungen - Preiskampf bei neuen ICE-Zügen

(08.06.) DÜSSELDORF - Die Gespräche zwischen der DB und Siemens um die Bestellung von bis zu 300 Fernzügen sind laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" ins Stocken geraten. Hintergrund ist demnach ein Preiskampf bei der Innenausstattung der Züge. Für die Bahn ist in der Kalkulation entscheidend, wie viel Erlös sie pro Sitz später erhalten kann. Sie will bei einem Zug mit 700 Sitzen laut "FTD" nur geringfügig mehr als 30.000 Euro pro Sitz bezahlen. Siemens solle jedoch nicht bereit sein, dafür serienmäßig die hochwertige Innenausstattung zu liefern. Könnte Siemens dagegen einen Preis von 35.000 Euro je Sitz durchsetzen, würde das den Gesamtauftrag um bis zu eine Milliarde Euro verteuern, so dass die Bahn am Ende womöglich deutlich weniger als 300 Züge bestellen könnte.

Laut "FTD" ist aufgrund der zähen Verhandlungen der angepeilte Termin für die Auftragsvergabe schwer zu halten. Die Bahn hatte Siemens im Januar zum bevorzugten Bieter ernannt. Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte dann im März das Ziel ausgegeben, den Vertrag bis 16. Juni abzuschließen. "Es kann sich leicht bis August hinziehen", zitiert die "FTD" einen Bahn-Manager. Mit der Bestellung bindet sich die DB im Fernverkehr für mindestens 30 Jahre an Siemens. Die neuen Züge ersetzen ab 2015 alle ICE der ersten und zweiten Generation sowie die IC-Züge.

Sparprogramm: DB soll 500 Millionen Euro an Bund abführen

(08.06.) BERLIN - Die DB soll künftig jährlich rund 500 Millionen Euro aus ihren Gewinnen an den Bund als Eigentümer abführen. Das sieht das am Montag vorgestellte Sparpaket der Bundesregierung vor. Ein Bahnsprecher sagte am Montag, die DB werde sich "einem solchen Wunsch nicht verschließen". Dass ab dem kommenden Jahr eine jährliche Dividende gezahlt werden solle, sei eine Entscheidung des Eigentümers, die der erfreulichen Ergebnislage entspreche und die das Unternehmen natürlich respektiere. Bisher konnte die DB die Gewinne komplett behalten.

Bahnanbindung für JadeWeserPort verteuert sich

(08.06.) WILHELMSHAVEN - Der Ausbau der Bahnstrecke nach Wilhelmshaven für die Bahnanbindung des JadeWeserPorts wird offensichtlich deutlich teurer als geplant. In einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion würden die Kosten auf rund 500 Millionen Euro beziffert, teilte der Bremer Abgeordnete Uwe Beckmeyer am Montag mit. Außerdem könnte sich der Ausbau verzögern. Bis 2012 sollen die elf Kilometer langen Trassen auf zwei Gleise erweitert und bis 2014 die Strecke bis Oldenburg elektrifiziert werden. Beckmeyer wies darauf hin, dass die Bundesregierung Medienberichte, wonach dies erst bis 2014 und 2017 erfolgen könnte, bewusst nicht dementiert habe.

Bahnhof Bad Kreuznach wird modernisiert

(08.06.) FRANKFURT/Main - Der Bahnhof Bad Kreuznach soll barrierefrei ausgebaut und modernisiert werden. Die Bahnsteige sollen auf 55 Zentimeter erhöht und mit Aufzügen und Blindenleitstreifen für Sehbehinderte ausgestattet werden. Rund 7,1 Millionen Euro werden investiert. Ein dementsprechender Finanzierungs- und Bauvertrag wurde am Montag unterzeichnet. Die Baukosten werden durch Bund, Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Bad Kreuznach getragen.

Die Bauarbeiten sollen im Mai 2011 beginnen. Die Baumaßnahmen im einzelnen: Der Hausbahnsteig an Gleis 1 und der Bahnsteig an Gleis 2 werden auf einer Länge von 140 Metern mit einer Höhe von 55 Zentimetern neu gebaut und mit einer Rampe an weitere 73 Meter bestehenden Bahnsteig angebunden. Auf der Gesamtlänge von 213 Metern werden Blindenleitstreifen installiert. Die Bahnsteige an den Gleisen 3 bis 5 werden ebenfalls auf Längen von 213 Metern auf 55 Zentimeter erhöht und entsprechend ausgestattet.

Die Bahnsteige 1, Bahnsteig 2/3 und Bahnsteig 4/5 werden mit neuen Aufzügen an die Personenunterführung angeschlossen und somit barrierefrei erreichbar. Die Treppe von Bahnsteig 2/3 zur Unterführung einschließlich der Überdachung mit Oberlicht wird neu gebaut. Die südliche Treppenanlage von Bahnsteig 1 zur Unterführung und die nördlichen Treppenanlage von Bahnsteig 4/5 werden erneuert. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2014 abgeschlossen werden.

Empfangshalle im Bahnhof Bernau ist renoviert

(08.06.) BERLIN - Am Montag ist die modernisierte Empfangshalle im Bernauer Bahnhof feierlich eingeweiht worden. Für den Umbau investierten das Land Brandenburg und die DB insgesamt 378.000 Euro. Neuen Leuchten im Treppenaufgang, eine neue Deckenleuchte im Eingangsbereich und ein Lichtband links und rechts über dem Stuck tragen zu einer hellen und offenen Halle mit Warte- und Informationsbereich bei. Die neuen Fliesen im Fußboden, an den Wänden und an der Decke sind farblich aufeinander abgestimmt. Die Wandfliesen haben Anstrich- und Graffitischutz erhalten. Vier Bänke, fünf beleuchtete Vitrinen und drei Abfallbehälter gehören mit zur Ausstattung. Eine Funkuhr informiert gut sichtbar über die aktuelle Zeit und ein verständliches Wegeleitsystem führt die Reisenden zum Ziel.

Den Bahnhofsvorplatz erreicht man jetzt über eine Treppenanlage mit Granitbelag und Blindenleitstreifen. Eine normgerechte Rampe mit doppelten Handläufen und Rutschhemmung schafft Mobilität für alle. Die Außentüren des Eingangsbereichs wurden erneuert, die mittlere Eingangstür öffnet sich jetzt automatisch. Schon seit Januar dieses Jahres informieren neue, übersichtliche LCD-Anzeiger über den Zugverkehr. Mit der jetzt sanierten Empfangshalle ist ein weiterer Meilenstein zur Modernisierung der Verkehrsstation erreicht worden.

DB spendet 20.000 Bäume

(08.06.) BERLIN - Die DB wird 20.000 Bäume an das Bergwaldprojekt e.V. spenden. Dazu wendet die DB einen Teil der Erlöse auf, die durch die Schutzgebühr von einem Euro auf die Städteverbindungshefte erzielt werden. Die Bäume werden ab dem Herbst in heimischen Wäldern gepflanzt. Um das DB-Engagement zu unterstreichen, werden sich Mitarbeiter des Unternehmens an den Pflanzaktionen beteiligen.

Die Schutzgebühr wird neu auf die Städteverbindungshefte erhoben, die seit Montag in den Reisezentren erhältlich sind. Untersuchungen haben ergeben, dass das bis zu 600 Seiten starke Heft von den Kunden zwar eingesteckt wird, aber häufig ungelesen in der Schublade landet oder im Zug liegen bleibt. Die Bahn verzeichnet darüber hinaus eine stark steigende Nutzung von elektronischen Informationsmedien wie Mobiltelefon und Internet. Über bahn.de oder unterwegs über den DB Railnavigator werden pro Tag rund drei Millionen Reiseverbindungen abgerufen.

Rinder "bremsten" den Regionalverkehr aus

(08.06.) KIEL - Kuriose "Treibjagd" auf der Bahnstrecke Kiel Lübeck. Am Montag Mittag klingelte gegen 13.30 Uhr das Telefon in der Leitstelle der Bundespolizei in Kiel. Die Notfallleitstelle der DB AG informierte die Bundespolizei darüber, dass sich zwischen Plön und Bad Malente zwei Rinder und ein Mann, wie sich später herausstellte der 42 Jahre alte Landwirt, im Gleisbereich befinden sollen. Also wurde die Strecke zwischen den beiden Bahnhöfen gesperrt. Die Rinder ließen sich durch den Landwirt und einen auf der Strecke Richtung Lübeck fahrenden Regionalzug in entsprechender Geschwindigkeit in Richtung Malente treiben, weigerten sich aber störrisch, die Gleise zu verlassen.

Also bewegte sich der seltsame Tross auf den Gleisen bis zum Bahnhof Bad Malente. Dort hatten sich mittlerweile Streifen von Landes- und Bundespolizei eingefunden, die die Rinder gemeinsam mit dem Landwirt von den Gleisen holen wollten. Nun zeigte sich, dass auch ein "Rindvieh" pfiffig sein kann. Den beiden Rindern schien die Angelegenheit mittlerweile zu gefallen, also liefen sie seitlich an dem Regionalzug vorbei und, weiter in den Gleisen, zurück Richtung Plön. So ging die "wilde Jagd" also wieder in entgegen gesetzte Richtung, da half alles Fluchen und Schreien nichts. Nach kurzer Zeit hatten die Tiere dann augenscheinlich ein "Einsehen" und verließen die Bahngleise. Auf einem Hof in unmittelbarer Nähe konnten die Rinder dann durch die Beamten von Landes- und Bundespolizei festgesetzt werden. Die Bahnstrecke wurde um 14.35 Uhr wieder freigegeben. Durch diese Aktion kam es zu mehreren Zugverspätungen auf der Strecke Kiel - Lübeck.

Neuer S-Bahntriebzug für Schulungszwecke in Nürnberg

(07.06.) NÜRNBERG - Regio Mittelfranken wird im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) ab Dezember 2010 den S-Bahnverkehr in Nürnberg betreiben. Der Hersteller Bombardier Transportation hat DB Regio jetzt das erste Triebfahrzeug der Baureihe 442 (Talent 2) für Schulungszwecke zur Verfügung gestellt. In den kommenden Monaten werden die Triebfahrzeugführer sowie die Mitarbeiter der Instandhaltung und Zugbereitstellung von Regio Mittelfranken auf ihren künftigen Einsatz auf dem Nürnberger S-Bahnnetz vorbereitet. Insgesamt machen sich 150 Lokführer im Schulungsbetrieb mit den neuen Fahrzeugen vertraut.

Parallel zur Lokführerschulung der DB betreibt Bombardier Transportation das Zulassungsverfahren für die insgesamt 42 Fahrzeuge der Baureihe 442, die für den Nürnberger S-Bahnverkehr benötigt werden. Die Aufnahme des regulären Betriebs ist für den Fahrplanwechsel im Dezember 2010 vorgesehen. Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG: "Ich freue mich, dass das künftige Triebfahrzeug für die S-Bahn Nürnberg bereits jetzt für Schulungszwecke genutzt werden kann und dass den Fahrgästen ab Dezember 2010 qualitativ hochwertige Fahrzeuge zur Verfügung stehen werden."

Sonnenbad auf Signalbrücke

(07.06.) HAMBURG - Ein "Sonnenbad" zweier Männer auf einer Signalbrücke in Hamburg zwischen den Stationen Sternschanze und Holstenstraße hat am Freitag Abend für umfangreiche Einsatzmaßnahmen der Bundespolizei gesorgt. Durch eine erforderliche Streckensperrung im Fernbahnverkehr von ca. einer Stunde erhielten nach Angaben der Bundespolizei 38 Züge Verspätungen. Beide Personen konnten durch eingesetzte Bundespolizisten auf der Signalbrücke sitzend festgestellt werden. Neben einer Anzeige haben die beiden Männer aus Berlin  und aus Oberstaufen auch mit erheblichen zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen für die verursachten Betriebsstörungen zu rechnen.

Ein Triebfahrzeugführer hatte während der Fahrt die beiden Personen auf der Signalbrücke beobachtet. Umgehend wurde die Bundespolizei alarmiert. Beide Personen wurden eingehend über ihr leichtsinniges und gefährliches Verhalten aufgeklärt. Gründe für den unerlaubten Aufenthalt auf der Signalbrücke gaben die jungen Männer gegenüber den eingesetzten Bundespolizisten auch an. Sie wollten die Sonne genießen, in Ruhe zeichnen und die Züge beobachten.

Barrierefreier Ausbau Braunschweig Hauptbahnhof schreitet voran

(07.06.) BRAUNSCHWEIG - Im Braunschweiger Hauptbahnhof sind Ende Mai drei Aufzüge vom Personentunnel zu den Mittelbahnsteigen der Gleise 3/4, 5/6 und 7/8 in Betrieb genommen worden. Die Bauzeit betrug knapp vier Monate und dazu waren für die umfangreichen Bauarbeiten die östlichen Treppenseiten der Bahnsteige gesperrt. Eine neue Wegeleitung, neuer Windschutz und moderne Sitzbänke auf den Bahnsteigen werten das Erscheinungsbild des Hauptbahnhofs auf.

In der zweiten Jahreshälfte beginnen die Arbeiten für den Einbau des Aufzuges zum Bahnsteig der Gleise 1/2. Der Einbau der vier Aufzüge und die neue Ausstattung werden aus Mitteln des Konjunkturprogramms des Bundes finanziert; die Kosten für den Braunschweiger Hauptbahnhof betragen rund 2,5 Millionen Euro.

Die Konjunkturprogramme des Bundes zeigen erste Erfolge. Bis Ende 2011 fließen insgesamt 1,4 Milliarden Euro in die Eisenbahninfrastruktur in Deutschland. Davon profitieren nicht nur die Wirtschaft, sondern vor allem auch die Bahnkunden. Am besten sind die Effekte an den Bahnhöfen zu sehen, wo insgesamt 300 Millionen aus den Konjunkturprogrammen investiert werden. Geplant ist die Modernisierung von insgesamt 2090 Bahnhöfen, an rund 300 Bahnhöfen sind die Bauarbeiten bereits abgeschlossen.

Begleitend zu den Baumaßnahmen startete die DB ein neues Informationsportal. Unter www.bahnhof.de/konjunkturprogramm gibt es im Internet umfangreiche Informationen zum Fortschritt aller bundesweiten Bauprojekte an Bahnhöfen aus den Konjunkturprogrammen des Bundes. Das Portal liefert auf 400 Seiten Daten und Fakten zu den einzelnen Stationen. Es wird monatlich aktualisiert. Mehr als 2.500 Bilder komplettieren das Internetangebot. "Mit dem neuen Internetportal wird der Baufortschritt an unseren Bahnhöfen transparent", sagte DB-Chef Rüdiger Grube. "Jeder Nutzer kann nachvollziehen, dass die Bundesmittel in die Verbesserung der Servicequalität fließen. Die Bundesmittel kommen bei unseren Kunden an."

SBB: Ausblick auf den Fahrplanwechsel

(07.06.) BERN - Ab dem 12. Dezember 2010 gilt der neue Fahrplan 2011. Im internationalen Verkehr wird das Angebot vor allem Richtung Österreich und Frankreich ausgebaut. So wird auf der Strecke Zürich - Salzburg - Wien das Angebot auf fünf Railjet und zwei Nachtzugpaare ausgebaut. Bereits ab dem 13. Juni verkehrt der EuroCity "Transalpin" als Railjet. Paris erreicht man ab dem Fahrplanwechsel von Genf aus bereits in drei Stunden und fünf Minuten, rund 25 Minuten schneller als zur Zeit. Der TGV verkehrt dann über die Teilstrecke Haut-Bugey. Der Fahrplan ab Genf Richtung Frankreich ist entsprechend neu konzipiert. Das Angebot wird von sieben auf neun Zugpaare erweitert, zudem werden die InterCity und InterRegio-Anschlüsse aus Zürich nach Lyon und aus Brig nach Paris optimiert.

Richtung Mailand ist auf den Fahrplanwechsel ein zusätzliches, taktintegriertes Zugpaar von Basel via Luzern geplant. Das Hauptziel im Nord-Süd-Verkehr bleibt nach wie vor die Stabilisierung des Fahrplans. Die neu eingesetzten Dispozüge ersetzen die regulären Züge, wenn diese verspätet in Mailand respektive Zürich eintreffen, aber bereits für die Rückfahrt bereit sein müssten. Liegt die Betriebsbewilligung für das bogenschnelle Fahren für den neuen ETR 610 auch am Gotthard vor, kommt dieser gemeinsam mit dem ETR 470 auf allen Nord-Süd-Strecken zum Einsatz.

Im nationalen Verkehr stehen punktuelle Veränderungen an, die Reisenden profitieren beispielsweise auf der Strecke Zürich - Chur von einem Angebotsausbau. Hier werden zusätzlich zwei Zugpaare eingesetzt. Dadurch kann an den Vor- und Nachmittagen jeweils eine zweistündliche IC-Verbindung gewährleistet werden. Im Regionalverkehr profitieren die Kunden auf verschiedenen Linien von einem Angebotsausbau und von neuem Rollmaterial. So verkehren in der Region Zentralschweiz/Aargau alle Züge der S26 neu über Lenzburg. Neues Rollmaterial des Typs FLIRT ersetzt die NPZ-Kompositionen. In der Westschweiz werden dank der neuen Strecke Haut-Bugey die Angebote zwischen Genf und La Plaine besser vertaktet (RER, TER und TGV). Die Reisenden profitieren in der Romandie zudem von der kontinuierlichen Erneuerung der Flotte durch Züge des Typs DOMINO und FLIRT.

Die Strecken Moutier - Solothurn und Payerne - Murten werden künftig von der SBB betrieben. Im Gegenzug übernimmt die BLS die Leistungen auf den Strecken Luzern - Wolhusen - Langnau i.E. Im Tessin werden die Linien der S10 und S20 von Bellinzona nach Castione-Arbedo verlängert. Ab 14. Juni 2010 fahren Regionalverkehrszüge nach Milano Centrale, ab Dezember 2010 folgen zusätzliche regionale Verbindungen. Im Tessin nimmt TILO, eine regionale Betriebsgesellschaft der beiden Mutterhäuser SBB und Trenitalia, nach und nach neue, sechsteilige FLIRT-Züge in Betrieb.

InterConnex-Tickets jetzt auch in der Märkischen Regiobahn erhältlich

(07.06.) BERLIN - Seit vergangenem Donnerstag können Fahrgäste der Märkischen Regiobahn bei den Kundenbetreuern Tickets für den InterConnex erwerben. Die meisten Fahrgäste erwerben die Fahrscheine im Internet, gefolgt vom Vorverkauf. Hierfür gibt es in Berlin zahlreiche Partnerschaften mit Reisebüros. Um den Vorverkauf für Berliner und Brandenburger noch attraktiver zu gestalten, wurde nun auch die Märkische Regiobahn in das Vertriebsnetz integriert. Die InterConnex-Spartickets sind ohne Aufpreis in allen Zügen der Märkischen Regiobahn direkt beim Kundenbetreuer erhältlich.

Nächtliche Oberleitungsarbeiten im Bereich Leipzig-Leutzsch

(07.06.) LEIPZIG - Auf Grund von Oberleitungsarbeiten im Bereich Leipzig-Leutzsch kommt es in der Nacht am 7./8. Juni (von 22.00 Uhr bis 4.00 Uhr) auf dem Streckenabschnitt Leipzig Hauptbahnhof - Leipzig-Leutzsch - Leipzig-Plagwitz zu Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr. Einige S-Bahnen der Linie S 1 Leipzig Hbf - Leipzig Miltitzer Allee werden zwischen Leipzig-Leutzsch und Leipzig-Plagwitz durch Busse ersetzt. Zwei Regionalbahnen der Linie RB 51 Leipzig - Gera werden zwischen Leipzig Hbf und Leipzig-Plagwitz durch Busse ersetzt.

Die Mitnahme von Fahrrädern, Kinderwagen und Rollstühlen ist in den Bussen nur eingeschränkt möglich. Die DB bittet die Reisenden um Entschuldigung für die entstehenden Unannehmlichkeiten. Informationen zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei der Service-Nummer der Bahn 01805 99 66 33 sowie im mdr auf Texttafel 738 und im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten.

Berlin: Verbessertes S-Bahn-Angebot ab 7. Juni

(04.06.) BERLIN - S-Bahn-Fahrgäste sind ab Montag, 7. Juni, auf der Linie S3 auf neuen Gleisen und mit verlängerten Zügen unterwegs. Im Rahmen einer einmonatigen Komplettsperrung zwischen Karlshorst und Ostkreuz wurden Schienen, Schwellen und Schotter komplett ausgetauscht. Die Züge der Linie S3 fahren ab Montag wieder alle 20 Minuten durchgehend von Erkner über die Stadtbahn bis Spandau. Dafür werden ab Montag Vollzüge mit acht Wagen eingesetzt. Zwischen Erkner und Ostbahnhof werden zusätzliche Züge eingesetzt, die den 10-Minuten-Takt bilden.

Auf der Linie S75 wird das ursprüngliche Fahrtenangebot wieder hergestellt. Die Züge fahren alle 20 Minuten von Wartenberg über die Stadtbahn bis Spandau. Zwischen Wartenberg und Warschauer Straße besteht ein verdichtetes Angebot im 10-Minuten-Takt. Da der S-Bahn Berlin ab Montag 416 statt zuvor 403 Viertelzüge zur Verfügung stehen, können auch für Fahrgäste der Linie S25 Angebotsverbesserungen realisiert werden. Auf der Verbindung zwischen Hennigsdorf und Teltow Stadt fahren die Züge dann mit sechs statt mit vier Wagen. Informationen zum aktuellen Fahrplanangebot gibt es im Internet unter www.s-bahn-berlin.de, in der aktuellen Ausgabe der Kundenzeitung "Punkt 3" sowie am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 / 29 74 33 33.

Neue Etappe beim Streckenausbau Berlin - Rostock

(04.06.) BERLIN - Mit einem symbolischen ersten Spatenstich gaben am Donnerstag Sebastian Schröder, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Mecklenburg-Vorpommern, in Adamsdorf grünes Licht für den weiteren Ausbau der wichtigen Bahnstrecke Berlin - Rostock. Damit wird der Zeitplan, auf den sich Land und Bahn zu Beginn dieses Jahres verständigt hatten, umgesetzt. Im 15 Kilometer langen Streckenabschnitt von Neustrelitz bis einschließlich Kratzeburg werden bis April 2012 für 42 Millionen Euro Weichen, Signale, Brücken und Durchlässe erneuert. Der Bahnhof Kratzeburg erhält eine neue 140 Meter lange Bahnsteigkante und eine moderne Beleuchtungsanlage. Der Zugang und das Wegeleit- und Informationssystem werden ebenfalls modernisiert.

Im Dezember 2013 soll der ICE zwischen Berlin und Rostock weniger als zwei Stunden unterwegs sein. Dafür müssen nach den Worten von Trettin 2012/13 auch einige Streckenabschnitte für die folgenden Bauarbeiten komplett gesperrt werden.

Die Eisenbahnstrecke Berlin - Rostock ist Teil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN) und gehört damit zu den Strecken, die über nationale Grenzen hinausgehen. Die Strecke dient insbesondere der Verbindung nach Skandinavien. Die Strecke entspricht in ihrem gegenwärtigen Zustand nicht den zu erwartenden zukünftigen Verkehrsströmen. Für eine leistungsfähige Infrastruktur wird unter anderem die Streckengeschwindigkeit von 120 km/h auf bis zu 160 km/h erhöht. Für eine bessere Reisequalität werden die Bahnhöfe erneuert und die Reisezeit verkürzt. Im Bereich des Güterverkehrs wird die Strecke so ausgebaut, dass schwere Güter mit einer Achslast von bis zu 25 Tonnen befördert werden können.

Präsentation der neuen S-Bahn für Zürich

(04.06.) ZÜRICH - Die SBB und der Zürcher Verkehrsverbund ZVV erweitern ab 2011 mit 29 neuen Doppelstocktriebzügen des Typs "Dosto RV" die Flotte der Zürcher S-Bahn. Am Donnerstag präsentierten SBB und ZVV im Hauptbahnhof die erste Komposition der von Stadler Rail gebauten Züge.

Die ersten S-Bahn-Züge der 3. Generation sollen ab Mitte 2011 auf dem Schienennetz der S-Bahn Zürich rollen. Sie ergänzen die vor 20 Jahren eingeführten Doppelstock-Pendelzüge (DPZ) und die seit fünf Jahren im Einsatz stehenden Doppelstock-Triebzüge (DTZ). Produziert werden die neuen Züge von der Firma Stadler Rail. SBB und ZVV investieren knapp eine Milliarde Franken in das neue Rollmaterial dieses Typs, von welchem ab 2012 neben den 29 Zügen für die S-Bahn Zürich auch weitere 21 Züge in anderen Regionen der Schweiz eingesetzt werden.

Beim "Dosto RV" wurde eine Reihe von innovativen Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz umgesetzt, darunter ein optimiertes Heizungs- und Lüftungssystem. Zudem sind die neuen Züge modern und bieten viel Komfort. So ist etwa der Einstiegsbereich großzügig gestaltet und bietet Platz für Kinderwagen und Gepäck. Niederflurige Einstiegstüren ermöglichen ein leichtes Ein- und Aussteigen. Dank des neuen Lüftungssystems konnte die Innenbreite des Zuges vergrößert, der Mittelgang verbreitert und die Beinfreiheit an Fensterplätzen verbessert werden. Der neue Doppelstockzug ist 150 Meter lang und besitzt zwei WCs, davon ist eines rollstuhlgängig.

Zusätzliches Fernverkehrszugpaar an die Ostsee

(04.06.) BERLIN - Ab 5. Juni können Fahrgäste aus Sachsen, Thüringen und Bayern an den Sommerwochenenden direkt mit dem ICE zum Ostseebad Warnemünde reisen. Die zusätzliche neue Verbindung nach Mecklenburg-Vorpommern startet in Nürnberg (5.20 Uhr) und fährt über Leipzig (8.51 Uhr) und Berlin Hbf (10.14 Uhr) weiter nach Rostock (Ankunft 12.33 Uhr) und zum Ostseebad Warnemünde (Ankunft 12.47 Uhr). Um 13.02 Uhr fährt der ICE ab Warnemünde wieder zurück über Rostock (Abfahrt 13.24 Uhr), Berlin Hbf (Ankunft 15.45 Uhr), Leipzig (Ankunft 17.05 Uhr) bis nach München (Ankunft 22.25 Uhr).

Dieser Zug hält ebenfalls in Waren (Müritz) (Hinfahrt 11.51 Uhr, Rückfahrt ab 14.06 Uhr) sowie in Neustrelitz (Hinfahrt 11.26 Uhr, Rückfahrt 14.32 Uhr) und bindet dadurch auch die Mecklenburgische Seenplatte als Urlaubsziel zusätzlich an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn an. Weitere Informationen zum Reiseangebot der Deutschen Bahn in und nach Mecklenburg Vorpommern sind auf www.bahn.de/mecklenburg-vorpommern erhältlich.

Neues "Harzer-Vier-Bahnen-Angebot"

(04.06.) QUEDLINBURG - Ab sofort gibt es für die Fahrgäste der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) ein neues attraktives Angebot. Am Donnerstag Vormittag unterzeichneten HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener und Andreas Putzer, Geschäftsführer der Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH (HEX), im Dampfladen Nr. 7 der HSB in Quedlinburg den Kooperationsvertrag für das gemeinsame "Harzer-Vier-Bahnen-Angebot". Fahrgäste der HSB können nun erstmals zwei Rundreisemöglichkeiten von Quedlinburg bzw. Wernigerode über den Brocken und wieder zurück zum Ausgangspunkt unternehmen und dabei mit dem HSB-Ticket auch die HEX-Züge in der Relation Wernigerode - Quedlinburg benutzen.

Mit dem Kombiangebot wird eine neue Etappe in der Zusammenarbeit beider Verkehrsunternehmen eingeläutet. Bereits seit 2006 wurde mit dem "Quedlinburger Brocken-Express" eine Rundreisemöglichkeit an einzelnen Terminen im Jahr angeboten. Aufgrund der großen Nachfrage hatten sich beide Unternehmen nun für den Ausbau dieses Angebotes entschieden. Ab sofort ist es während der Sommerfahrplanperiode immer donnerstags, freitags und samstags möglich, mit der Brocken-Rückfahrkarte eine Rundreise per Bahn durch den Harz zu starten, wobei der Ausgangspunkt der Fahrt immer ein HSB-Bahnhof sein muss. Die Fahrkarte ist ausschließlich bei der HSB zu erwerben. Zu den besonderen Attraktionen dieses im Bereich der HSB durchgängig mit Dampfzügen gefahrene Sonderangebotes gehören die planmäßige Durchfahrung der Wendeschleife in Stiege sowie die Doppelausfahrt zweier dampfbespannter Züge in Eisfelder Talmühle.

Die Rundreise startet beispielsweise um 8:30 Uhr in Quedlinburg mit dem Dampfzug, in Eisfelder Talmühle wird dann umgestiegen in den Nordhäuser Dampfzug zum Brocken. Von hier aus kann mit jedem Dampfzug der HSB die Fahrt nach Wernigerode fortgesetzt werden, so dass die Aufenthaltsdauer auf Norddeutschlands höchstem Gipfel beliebig festgelegt werden kann. In Wernigerode bestehen dann Anschlussmöglichkeiten in Richtung Quedlinburg mit den HEX-Zügen. Auch in der Gegenrichtung mit Startpunkt Wernigerode ist diese Rundreise möglich.

Allianz pro Schiene zur Debatte über geplante Lkw-Maut auf Bundesstraßen

BERLIN - Die Allianz pro Schiene begrüßt die Überlegungen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, die bislang nur auf Autobahnen geltende Lkw-Maut auf Bundesstraßen auszudehnen. "Der aus der Haushaltsnot geborene Vorschlag des Bundesverkehrsministers macht volkswirtschaftlich und verkehrspolitisch Sinn. Minister Ramsauer ist auf dem absolut richtigen Weg unterwegs", sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Donnerstag in Berlin.

Falls die Lkw-Maut tatsächlich auf weitere Straßenkategorien ausgedehnt werde, entfalle ein "wesentlicher Wettbewerbsnachteil der Güterbahnen gegenüber dem Lkw". Flege: "Die Güterbahnen müssen seit Jahr und Tag auf allen Schienenstrecken eine Maut bezahlen. Lkw bislang nur auf Autobahnen und das auch nur ab 12 Tonnen Gesamtgewicht. Insofern würde mit der Ausdehnung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen die bislang praktizierte indirekte Förderung des Lkw-Verkehrs zumindest ein Stück weit beendet."

Die Allianz pro Schiene fordert zusammen mit ihren Mitgliedsverbänden seit Jahren eine Weiterentwicklung der Lkw-Maut. In einer von allen Mitgliedsverbänden verabschiedeten Resolution fordert das Schienenbündnis unter anderem, die Lkw-Maut "auf alle Straßenkategorien" auszudehnen, also auch auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, sowie alle Lkw ab 3,5 Tonnen einzubeziehen. "Richtig rund", so der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer, werde die Neugestaltung der Lkw-Maut allerdings erst dann, "wenn ein wesentlicher Teil der erzielten Einnahmen für den Ausbau der Schieneninfrastruktur eingesetzt wird, um Alternativen zum Mensch und Umwelt belastenden Lkw-Verkehr anzubieten".

Berlin: Rentner würgt S-Bahn-Fahrer

BERLIN - Ein alkoholisierter Rentner hat den Triebfahrzeugführer eines S-Bahn-Zuges gewürgt. Der 68-jährige Berliner war mit der S-Bahn unterwegs. Als auf dem Bahnhof Westkreuz die S-Bahn um 01:15 Uhr planmäßig endete, wurde er wütend, diskutierte zunächst mit seinem Opfer und griff diesen schließlich an. Bundespolizisten nahmen den Berliner fest. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung ein, anschließend konnte der Rentner seinen Heimweg antreten. Der angegriffene S-Bahn-Fahrer blieb unverletzt.

Berliner S-Bahn legt Bilanz zum Krisenjahr 2009 vor

(03.06.) BERLIN - Die neue Geschäftsführung der S-Bahn Berlin hat eine Zwischenbilanz ihrer seit dem Amtsantritt vor elf Monaten geleisteten Arbeit gezogen. Das Unternehmen befindet sich nach Einschätzung des vierköpfigen Gremiums derzeit in einem anspruchsvollen Restrukturierungsprozess, an dessen Ende bewährte und zeitgemäß weiterentwickelte Qualitätsstandards stehen werden. "Aus den analysierten Problemen haben wir umfassende Konsequenzen gezogen", erklärt Peter Buchner, Sprecher der Geschäftsführung. "Ein Komplettcheck unserer Fahrzeuge und unserer Instandhaltungsprozesse hat deutlich gemacht, dass wir uns vielerorts neu aufstellen müssen. Dies ist in die Wege geleitet und erfordert trotz bereitgestellter zusätzlicher technischer und personeller Ressourcen viel Zeit. Diese werden wir uns nehmen, denn Fahrgäste und Besteller können zu Recht erwarten, dass wir in Fragen der Sicherheit und Zuverlässigkeit wieder Bestleistungen erbringen."

Ausgehend von technischen Qualitätsmängeln an den S-Bahn-Zügen und unzureichenden Organisationsstrukturen in der Fahrzeuginstandhaltung, war die S-Bahn Berlin im Verlauf des Jahres 2009 in eine schwere Krise geraten, die mehrfach zu erheblichen Leistungseinschränkungen führte. Bereits im Dezember letzten Jahres hatte sich das Unternehmen mit einem Freifahrtmonat für Stammkunden und ermäßigten Wochenendtarifen für Gelegenheitskunden entschuldigt. Im November und Dezember dieses Jahres wird die Aktion wiederholt. Trotz der aktuellen Problemlage sind viele Berliner und Brandenburger dem Traditionsunternehmen treu geblieben. Die Zahl der Abonnements stieg im April 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13 Prozent.

Bei der Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen und des Bestellerentgelts musste die S-Bahn Berlin im Vergleich der Jahre 2008 und 2009 Einbußen hinnehmen. Unter Berücksichtigung des Entschädigungspakets sanken die Fahrgelderlöse um 4,8 Prozent. Der Besteller kürzte seine Überweisungen um 17,6 Prozent. Als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbuchte die DB-Tochter 2009 einen Verlust von 92,9 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es nach Angaben vom Mittwoch noch 56,3 Millionen Euro Gewinn gewesen. Die Betriebsleistung der S-Bahn sank von 32,2 auf 28,1 Millionen Zugkilometer, was einem Rückgang von 12,8 Prozent entspricht. Die in der Jahresbilanz ausgewiesene Zahl eines Fahrgastrückgangs um 4,4 Prozent konnte nur geschätzt werden. Entsprechende Fahrgastzählungen werden derzeit verbundweit durchgeführt und dürften zu einem späteren Zeitpunkt genauer Aufschluss über die tatsächliche Entwicklung geben.

Zur Zeit sind von insgesamt 632 Viertelzügen wieder rund 400 im Einsatz, ab nächsten Montag 416 Viertelzüge. Für einen fahrplanmäßigen Betrieb wie vor Beginn des S-Bahn-Chaos werden knapp 550 Viertelzüge benötigt. Bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember will die S-Bahn die Zahl der Viertelzüge nach Buchners Angaben auf 500 erhöhen. Damit könne der Regelfahrplan eingehalten werden, allerdings noch mit teilweise verkürzten Zügen.

Wieder deutlich mehr Güter auf Schienen im ersten Quartal 2010

(03.06.) WIESBADEN - Auf dem deutschen Schienennetz sind im ersten Quartal 2010 83,3 Millionen Tonnen Güter transportiert worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, ergibt sich daraus im Vergleich zum ersten Quartal 2009 ein Zuwachs von 11,6%. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass im ersten Quartal 2009 in Folge der Wirtschaftskrise das Transportvolumen extrem niedrig war. Es war im Vergleich zum Zeitraum Januar bis März 2008 um mehr als ein Fünftel (– 21,2%) zurückgegangen. Der nun zu beobachtende Anstieg konnte also diese Verluste noch nicht ausgleichen. Im ersten Quartal 2010 lag das Volumen der Eisenbahngütertransporte noch auf de Niveau vom ersten Quartal 2006.

Im Vergleich zum Vorjahr kam es im ersten Quartal 2010 in allen vier Hauptverkehrsbeziehungen zu Zuwächsen. Die Transportmengen im Binnenverkehr erhöhten sich um 13,5%, nachdem sie im ersten Quartal 2009 noch um 17,0% gesunken waren. Auch bei den grenzüberschreitenden Verkehren wurden deutliche Zunahmen registriert: Der Versand in das Ausland stieg um 5,4% (erstes Quartal 2009: - 31,5%), der Empfang aus dem Ausland nahm um 11,8% zu (- 26,4%). Der Durchgangsverkehr ist hingegen nur um 1,9% angewachsen (- 24,6%).

Ausschlaggebend für das Wachstum im ersten Quartal 2010 war die Entwicklung der Güterabteilungen Eisen, Nichteisen-Metalle mit einem Plus von 44,2% sowie Erze, Metallabfälle mit einer Zunahme von 29,4%. Diese primär von der Stahlindustrie nachgefragten Güterabteilungen waren im ersten Quartal 2009 mit - 41,3% (bei Eisen, Nichteisen-Metallen) beziehungsweise - 38,0% (bei Erzen, Metallabfällen) am stärksten eingebrochen und hatten mit einem Minus von 10,7 Millionen Tonnen rund die Hälfte des gesamten Volumenrückgangs im Eisenbahngüterverkehr ausgemacht. Bei dem für das erste Vierteljahr 2010 erzielten Mengenzuwachs von insgesamt 8,6 Millionen Tonnen kamen diese Gütergruppen auf einen Anteil von rund 70%.

Ebenfalls überdurchschnittlich stiegen mit zweistelligen Zunahmen die Transportmengen von chemischen Erzeugnissen (+ 14,0%), anderen Halb- und Fertigerzeugnissen (+ 16,1%) sowie Düngemitteln (+ 38,0%). Jedoch profitierten nicht alle Güterabteilungen von der positiven Entwicklung: Abnahmen wurden unter anderem bei Mineralölerzeugnissen (- 4,8%) sowie Steinen und Erden (- 3,9%) gemessen. Die Menge der im Container beförderten Güter belief sich auf 13,9 Millionen Tonnen (+ 4,7% gegenüber dem ersten Quartal 2009). Das auf der Basis der Zwanzig-Fuß-Einheiten gemessene Container-Transportvolumen umfasste 1,3 Millionen TEU (+ 3,1%).

Anschlagfeier für Tunnel Lichtenholz der NBS Ebensfeld - Erfurt

(03.06.) BAD STAFFELSTEIN - Am Mittwoch haben für den 931 Meter langen Tunnel Lichtenholz im Landkreis Lichtenfels mit einer traditionellen Zeremonie die Arbeiten untertage begonnen. Anwesend waren beim so genannten Tunnelanschlag Hans Peter Göttler, Abteilungsleiter Verkehr des Bayrischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der DB AG für den Freistaat Bayern, Michael Ahlgrimm, Leiter Großprojekte Nord der DB Netz AG, sowie Vertreter des Landkreises und der Kommunen. Nach alter Bergbautradition wurde Karin Seehofer mit einer ökumenischen Andacht, die Pfarrer Rolf Roßteuscher und Kaplan Jürgen Wiedow gestalteten, als Patin für den Tunnel und damit als irdische Vertreterin der Heiligen Barbara auf Erden in ihr Amt eingeführt zum Schutz der Mineure vor den Unwägbarkeiten des Berges - trotz aller modernen Erkundungstechnik.

Der Tunnel ist nach dem Tunnel Reitersberg der zweite von acht unterirdischen Bauwerken, bei dem im Zuge der Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt in Bayern diese Arbeiten beginnen. Er wird von Süden her im bergmännischen Bagger- und Spreng-Verfahren mit Spritzbetonsicherung aufgefahren. In einem zweiten Arbeitsschritt erhält er eine zweite, eine innere druckwasserdichte Röhre, in welcher dann die Züge fahren. Große Anteile der 220.000³ Ausbruchsmassen werden auf kurzen Baustraßen-Wegen für den weiteren Trassenbau verwendet. Die Einzelinvestition beträgt etwa 30 Millionen Euro.

Der Tunnel ist Teil einer langen Kette aufeinanderfolgender großer Ingenieurbauwerke von 29 Brücken und 22 Tunnel der 107 Kilometer langen Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt. Inbetriebnahme ist 2017. Bei 12 Tunneln sind die Arbeiten zum Teil weit fortgeschritten. Fünf Tunnel stehen vor dem Vortriebsbeginn, so auch der benachbarte Tunnel Eierberge. Gegenwärtig sind hier etwa 1.500 Menschen direkt beschäftigt. Das Gesamtprojekt umfasst als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 die 500 Kilometer langen Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle und Berlin. Finanziert wird es vom Bund, der Europäischen Union und der Bahn. Die Investition beträgt etwa 10 Milliarden Euro. Die Reisezeit zwischen München und Berlin soll sich von heute sechs Stunden auf etwa vier Stunden verringern. Der Personen- und Güterverkehr erhält im transeuropäischen Netz eine konkurrenzfähige und umweltgerechte Alternative zu Straße und Flugzeug.

Modernisierte HSB-Reisezugwagen  übergeben

(03.06.) WERNIGERODE - Angenehm modernes Reisen in historisch-traditionellem Ambiente wird nun in insgesamt 22 neu gestalteten Reisezugwagen der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) möglich. Am Mittwoch übergab der Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Karl-Heinz Daehre, gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Verkehrs Industriesysteme GmbH (VIS), René Koch, und dem HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener die in Halberstadt frisch hauptuntersuchten Wagen symbolisch dem Verkehr.

In den vergangenen sechs Monaten waren 22 Reisezugwagen der HSB einer planmäßigen Hauptuntersuchung unterzogen worden. Neben den notwendigen Arbeiten aufgrund der eisenbahnrechtlichen Vorschriften wurde dabei auch das äußere Erscheinungsbild der Wagen aufgefrischt. Neben einer neuen Farbgebung erhielten die Wagen teilweise neue Türen und Radsätze. Bei 14 Wagen wurde das bisher seit 1984 verwendete Innenausstattungsmaterial mit "Sprelacart" - (Kunststoff) - Wänden und Kunstledersitzbezügen nun auch gegen moderne und ansprechende Materialien in warmen Holz- und Rottönen getauscht. Erste Erfahrungen dazu wurden seit 2006 in den ersten vier probeweise neu ausgestatteten Reisezugwagen gesammelt.

Weiche Sitzbezugsstoffe, ein rutschhemmender Fußbodenbelag, moderne Beleuchtungselemente und praktische Gepäckablagen gestalten das Reisen im historischen Ambiente der HSB nun erheblich angenehmer. Robuste kleine Ablagetische aus Holz jeweils direkt an jeder Sitzgruppe dienen nicht nur der Ablage von Reiseutensilien, sondern informieren zusätzlich auch mittels eingravierten Streckennetzes über den Verlauf der drei Schmalspurbahnen im Harz. Neue Lautsprecher in den Wagen verbessern die Akustik des GPS-gesteuerten Fahrgastinformationssystems.

Mit den jetzt durch Minister Dr. Daehre symbolisch an die HSB übergebenen Wagen stehen den Fahrgästen der Harzer Schmalspurbahnen nun insgesamt 34 neu gestaltete Reisezugwagen für die täglichen Fahrten in den Dampfzügen zur Verfügung. Weitere Wagen werden zukünftig bei den jeweiligen Hauptuntersuchungen nachgerüstet. Reiseerlebnisse in der so genannten "Holzklasse" wie zu "Omas Zeiten" sind bei der HSB jedoch nach wie vor bei Sonderfahrten in verschiedenen Wagen des historischen Oldtimer-Zuges möglich.

Historisches:
Der älteste Wagen der nun neu gestalteten Reisezugwagen mit der Nummer 900-480 wurde bereits 1926 gebaut, die jüngsten Wagen stammen aus dem Jahre 1992. Zehn der nun modernisierten Wagen waren vor ihrem langjährigen Einsatz im Harz bereits bei anderen Schmalspurbahnen und mit der kleineren Spurweite von nur 750 mm unterwegs. Der Wagen 900-521 beispielsweise wurde 1932 als gedeckter Güterwagen in Bautzen für die 750mm-Spurweite gebaut und erst 1959 zum Reisezugwagen auf Meterspur umgebaut.

Neue Werkstatt für Dieseltriebwagen in Kiel eröffnet

(03.06.) KIEL - Am Mittwoch haben der Verkehrsminister des Landes Schleswig-Holstein, Jost de Jager, die Konzernbevollmächtigte der DB für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, Ute Plambeck und der Leiter der Regionalbahn Schleswig-Holstein (RB SH), Edward Jendretzki, feierlich die neue Werkstatt für Dieseltriebwagen eröffnet. Hier werden ab sofort alle 31 Dieseltriebzüge der Baureihe 648 (LINT) gewartet und instand gehalten. Die Werkstatt mit zwei Gleisen entstand unmittelbar neben der bisherigen Reisezugwagenwerkstatt der RB SH. Hierfür investierte die Bahn knapp 4,5 Millionen Euro. Rund 30 Mitarbeiter arbeiten an einem modernen Arbeitsplatz.

Neben den 25 LINT, die seit Ende 2009 auf den Strecken von Lübeck nach Kiel, Fehmarn und Lüneburg eingesetzt werden, fahren weitere sechs LINT von Kiel nach Flensburg sowie zwischen Kiel und Neumünster. Durch den Gewinn großer Teile des Netzes Nord werden bis Ende 2011 weitere 16 LINT beschafft werden, die dann auch in Kiel gewartet werden. Bisher wurden die Triebwagen in der sanierungsbedürftigen, über 100 Jahre alten Werkstatt in Lübeck gewartet, die jetzt geschlossen wird. Täglich fahren etwa 730 der roten DB-Nahverkehrszüge auf rund 740 Kilometern Streckennetz und bedienen dabei 86 Bahnhöfe und Haltepunkte.

Zweigleisiger Ausbau der Strecke nach Lübeck-Travemünde verzögert sich

(03.06.) LÜBECK - Der zweigleisige Streckenabschnitt zwischen Schwartau-Waldhalle und Lübeck-Dänischburg kann nicht wie geplant am 13. Juni in Betrieb genommen werden. Der lange und strenge Winter habe den gesamten Bauablauf nachhaltig verzögert, teilte die DB mit. Die großen Schneemengen und der starke Frost machten über Wochen geplante Erd-, Gleisbau- sowie Betonierarbeiten unmöglich. In den nächsten Wochen werden noch der Oberbau für das Gleis von Lübeck-Dänischburg nach Schwartau-Waldhalle sowie die Eisenbahnüberführung über die Schwartau fertig gestellt. Zeitgleich werden die Bahnübergänge Schäferkamp, Siemser Landstraße, Moorkrug, Am Moor und Waldhusener Weg signaltechnisch an den zweigleisigen Bahnbetrieb angepasst.

Bis zur Aufnahme des zweigleisigen Betriebes, der jetzt einen Monat später für Dienstag, 13. Juli geplant ist, werden viele Regionalbahnen von Lübeck Hbf nach Lübeck-Travemünde Strand sowie in der Gegenrichtung weiterhin durch Busse ersetzt. In den Bussen sind der Kauf von Fahrscheinen und die Mitnahme von Fahrrädern leider nicht möglich. Detaillierte Infos zu den Fahrzeiten erhalten Reisende im Internet unter www.deutschebahn.com/bauarbeiten. Die Fahrgäste werden außerdem über Lautsprecheransagen und Aushänge in den Bahnhöfen sowie in den Zügen durch das Zugbegleitpersonal informiert. Reisende werden gebeten, die geänderten Abfahrtzeiten und die verlängerten Fahrzeiten bei Ihren Reiseplanungen zu berücksichtigen und ggf. frühere Verbindungen zu nutzen, um Anschlusszüge zu erreichen.

Zugverkehr in Hannover durch Kurzschlüsse vorübergehend lahmgelegt

(03.06.) HANNOVER - Mehrere Kurzschlüsse in Oberleitungen haben am Mittwoch Morgen für erhebliche Behinderungen beim Zugverkehr im Raum Hannover gesorgt. Nach mehreren Kurzschlüssen in Oberleitungen auf zwei Bahnsteigen zwischen 6.25 und 7.10 Uhr hatte die Bahn den Strom in allen Oberleitungen auf dem Hauptbahnhof in Hannover abgeschaltet. Züge konnten den Bahnhof weder verlassen noch anfahren. Im Fernverkehr wurde die Landeshauptstadt weiträumig umfahren. Die Züge des Nahverkehrs wurden zu Vorortbahnhöfen geleitet. Von dort richtete die Bahn teilweise einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Im Laufe des Vormittags normalisierte sich der Betrieb nach und nach wieder. Die Ursache für die Kurzschlüsse ist noch unklar.

Güterzug erfasst Kinderwagen

(03.06.) MARBURG - Mit dem Schrecken davon gekommen ist am Dienstag Nachmittag eine Frau aus Niederweimar mit ihrem Kind. Sie wartete am Bahnsteig Niederweimar an der Strecke Marburg - Gießen auf den Zug nach Niederwalgern. Den Kinderwagen hatte sie auf dem Bahnsteig abgestellt und das 3jährige Kind auf den Arm genommen. Nur kurze Zeit später fuhr ein Güterzug aus Richtung Marburg kommend durch den Bahnhof. Durch die Luftverwirbelungen des Zuges wurde der Kinderwagen mitgerissen und geriet unter den Zug. Bei Durchfahrt des Zuges hatte sich die Frau mit ihrem Kind vom Zug abgewandt und erst danach bemerkt, dass der Kinderwagen mitgerissen worden war. Verletzt wurde durch den Vorfall zum Glück niemand.

Neues Sparangebot: Vier einfachen Fahrten für 122 Euro

(02.06.) BERLIN - Als Einstimmung auf die Fußball WM 2010 gibt es ab Montag, dem 7. Juni, bei Saturn ein neues Sparangebot der Bahn. Die Fahrkartenhefte zum Preis von jeweils 122 Euro beinhalten vier einfache Fahrten in der 2. Klasse sowie ein Fan-Paket mit Trikot, Schminke und WM-Spielplan. Die Tickets gelten vom 12. Juni bis zum 31. August - außer freitags - deutschlandweit für eine beliebig weite Strecke im ICE, IC und EC sowie im Vor- und Nachlauf auch in den Zügen des Nahverkehrs. Nicht gültig sind die Tickets auf Fahrten zu den Nordseeinseln sowie in den City Night Line Zügen.

Die Handhabung der Tickets ist einfach: Vor dem ersten Fahrtantritt werden der Name des Reisenden, das Reisedatum sowie Start- und Zielbahnhof eingetragen – und gegebenenfalls die Zahl der Familienkinder (bis einschließlich 14 Jahre), die kostenlos mitfahren können. Die vier Einzelfahrten können auch von bis zu vier Personen für die gleiche Reise mit gemeinsamem Abfahrts- und Zielbahnhof benutzt werden. Die Tickets gelten am eingetragenen Tag bis 3 Uhr des Folgetages. Der Aufpreis im ICE-Sprinter kostet 11,50 Euro. Nach Eintragung des Namens ist die Fahrkarte nicht mehr übertragbar. Das DB Saturn-Ticket ist nur in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig. Umtausch und Erstattung sowie ein Verkauf der Tickets sind ausgeschlossen.

Mit einem eigens produzierten Saturn TV-Spot sowie aufmerksamkeitsstarken Werbemaßnahmen in Funk, Print und in allen Saturn-Märkten will Saturn viele reiselustige Kunden von dem besonders günstigen Angebot überzeugen. Bei der aktuellen Aktion stehen 250.000 Tickethefte mit insgesamt einer Million Fahrten zur Verfügung. Verkauft wird an den Kassen in allen Saturn-Märkten, solange der Vorrat reicht, jedoch längstens bis zum 12. Juni 2010. Jeder Kunde kann bis zu fünf Fahrkartenhefte kaufen. Bis zum 6. Juni können die Tickets online auf saturn.de vorgemerkt und ab 7. Juni bei Saturn abgeholt werden. Weitere Informationen unter www.bahn.de/saturn oder kostenlos unter Telefon: 0800-7399444.

"Lausitzer Rundschau": BBI-Ost-Anbindung droht Baustopp

(02.06.) BERLIN - Dem direkten Schienenanschluss des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) aus Südbrandenburg und Ostsachsen (Ost-Anbindung) droht einem Bericht der "Lausitzer Rundschau" zufolge ein Baustopp. Wie Bahnsprecher Burkhard Ahlert der Zeitung bestätigte, bereiten sowohl der Bahnkundenverband als auch die Gemeinde Schönefeld (Dahme-Spreewald) Klagen vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg vor. Der Verband möchte laut "Lausitzer Rundschau" seine Variante durchsetzen, die nicht durch den Bohnsdorfer Wald führt und zudem effizienter sei. Der Schönefelder Bürgermeister Udo Haase sieht in der Planfeststellung für den Ort Waltersdorf "viele Dinge nicht berücksichtigt".

Ein möglicher Baustopp könnte den Zugverkehr von der Strecke Cottbus - Berlin aus zum neuen Flughafen auf unbestimmte Zeit ausbremsen. Der Bau der rund fünf Kilometer langen Trasse hatte im vergangenen Februar unmittelbar nach der Genehmigung durch das Eisenbahnbundesamt begonnen. Inzwischen ist die Brücke über die Autobahn A 113 fast fertig. Ihr folgt ein Bauwerk über die Bundesstraße 179 sowie am Schwarzen Weg, in der Nähe der Einmündung der BBI-Zufahrt in die Bahnstrecke Cottbus - Berlin.

DB Schenker Rail transportiert Kohle für Mark-E

(02.06.) MAINZ - Der nordrhein-westfälische Energieversorger Mark-E hat DB Schenker Rail mit den Kohletransporten zur Versorgung seiner Kraftwerke beauftragt. Diese waren zuvor von einer anderen Güterbahn durchgeführt worden. Mark-E, ein Unternehmen der ENERVIE-Gruppe, betreibt in Werdohl-Elverlingsen Wärmekraftwerke mit zwei Steinkohle-Blöcken sowie zwei Gas- und Dampfturbinenanlagen. Die Anlagen produzieren jährlich über zwei Milliarden Kilowattstunden Strom.

Zunächst bis Ende 2012 transportiert DB Schenker Rail von den Seehäfen Rotterdam und Amsterdam sowie von verschiedenen deutschen Kohlezechen und Binnenhäfen zwischen 500.000 und 700.000 Tonnen Steinkohle nach Elverlingsen. Fünf Regelzüge stellen ab Rotterdam und Amsterdam die Grundversorgung sicher; bei Bedarf verkehren zusätzliche Züge zwischen den Zechen, den Binnenhäfen und dem Kraftwerk. Für die Durchführung der Verkehre in den Niederlanden zeichnet DB Schenker Rail Nederland, für die Transporte innerhalb Deutschlands das Tochterunternehmen RBH Logistics verantwortlich.

TV-Koch Mirko Reeh tischt in den DB Bordrestaurants auf

(02.06.) BERLIN - Der hessische Kochkünstler Mirko Reeh geht im Juni als fünfter Rezeptgeber bei der zwölfmonatigen Aktion "TV-Köche tischen auf" an den Start. Jeweils 50 Cent vom Verkaufspreis der Speisen kommen dem Hilfsprojekt "Spitzenköche für Afrika" zugute. Die Gäste von Reehs Restaurants, die Schüler seiner Kochschule sowie die Zuschauer diverser Kochsendungen haben die deutsch-mediterrane Kochkunst des Hessens kennen- und schätzen gelernt. Die Gäste der über 250 Bordrestaurants können im Juni zwischen folgenden Speisen à la Reeh wählen: Hühnerbrustfilet im Reisbett mit asiatischer Sauce, Ossobuco auf Safranrisotto mit geschmolzenen Tomaten sowie Möhren-Ingwer Suppe mit Kräuterfrikadelle.

Bis Januar 2011 unterstützt die Bahn "Spitzenköche für Afrika". Diese Initiative wurde von Delikatessengroßhändler Ralf Bos und Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann zusammen mit Schauspieler Karl-Heinz Böhm gegründet. Zusammen mit der Böhm-Stiftung "Menschen für Menschen" hat sie das Ziel, mit dem Bau von Schulen Hunderttausenden von Kindern in Äthiopien den Besuch einer Schule zu ermöglichen. Weitere Informationen zum aktuellen Speise- und Getränkeangebot unter hier.

Name für Strecke Stuttgart - Karlsruhe gesucht

(02.06.) STUTTGART - Die DB hat Anfang des Jahres für 6,5 Millionen Euro fünf Doppelstockwagen 2. Klasse beim Fahrzeughersteller Bombardier Transportation, Berlin, bestellt. Mit den neuen Fahrzeugen werden ab Dezember 2010 wochentags auf der Linie Stuttgart - Karlsruhe bei 28 Verbindungen die Doppelstock-Züge um einen Wagen verstärkt. Dadurch wird das Platzangebot um 25 Prozent erhöht.

Den Einsatz der neuen Doppelstockwagen nimmt die DB zum Anlass, der Strecke Stuttgart-Karlsruhe einen Namen zu geben. Der Namensgeber gewinnt eine Fahrt mit dem TGV nach Paris für zwei Personen in der 1. Klasse, gesponsert von Alleo. Zusätzlich verlost die Bahn unter allen Teilnehmern einen 100 Euro-Gutschein von Ameropa und noch fünf Baden-Württemberg-Tickets. Am 2. und 3. Juni werden Teilnahmekarten in den Zügen verteilt. Vorschläge entweder als Mail an MeinVorschlag@deutschebahn.com oder als Postkarte an DB Regio AG, Region Baden-Württemberg, Presselstraße 17, 70191 Stuttgart. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2010. Eine Barauszahlung der Preise ist nicht möglich. Gewinner werden per Post benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Weitere Informationen unter www.bahn.de/baden-württemberg.de.

OECD: Deutschland investiert unterdurchschnittlich in Bahninfrastruktur

(01.06.) BERLIN - Deutschland investiert deutlich weniger in die Schieneninfrastruktur als andere westeuropäische Staaten. Dies gehe aus aktuellen Zahlen der OECD hervor, die am 9. Juni in Buchform veröffentlicht werden, teilte die Allianz pro Schiene am Montag in Berlin mit. Demnach wird die Schieneninfrastruktur hierzulande lediglich mit 29,3 Prozent der staatlichen Infrastrukturausgaben für die Landverkehrsträger bedacht, während in Westeuropa im Durchschnitt 33,4 Prozent der staatlichen Infrastrukturinvestitionen ins Gleisnetz fließen. "Wenn wir verkehrspolitisch keine Verhältnisse wie in Osteuropa haben wollen, muss Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bei den anstehenden Haushaltsberatungen von der Straße auf die Schiene umschichten", forderte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Montag in Berlin. "Deutschland investiert prozentual zu viel in den Bau von Straßen und vernachlässigt den Ausbau des Schienennetzes."

Ramsauer selbst hat offenbar die Hoffnung auf mehr Geld für die Verkehrsinfrastruktur aufgegeben. Während er in den vergangenen Wochen mehrfach von 1,5 Milliarden Euro sprach, die sein Ministerium zusätzlich für die Verkehrsinfrastruktur benötige, lässt er sich in der heutigen Ausgabe des Nachrichtenmagazins Spiegel wie folgt zitieren: "Dann müsste mein Etat eigentlich erhöht werden. Das ist allerdings in Anbetracht der aktuellen Situation eine eher theoretische Betrachtung."

Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege zum Eingeständnis des Ministers: "Wenn es nicht mehr Geld für die gesamte Verkehrsinfrastruktur gibt, stellt sich umso dringlicher die Frage, wie das knappe Geld auf die einzelnen Verkehrsträger verteilt wird. Neben der vom Bundespräsidenten in der vergangenen Woche beim Weltverkehrsforum angemahnten Kostenwahrheit im Verkehr ist eine Investitionsoffensive für die Schieneninfrastruktur die zweite wichtige Stellschraube für eine moderne Verkehrspolitik. Viele westeuropäische Staaten haben bereits umgesteuert, schichten ihre Investitionen auf die Schiene um und können beachtliche Wachstumszahlen, z.B. im Schienenpersonenverkehr, vorweisen."

Felsentor bei Etterzhausen gesprengt

(01.06.) REGENSBURG - Deutschlands kürzester Eisenbahntunnel, das Etterzhausener Felsentor nahe Regensburg, ist am Montag gesprengt worden. Grund war nach Bahnangaben der schlechte Zustand des Gesteins. In den letzten Tagen hatten Pyrotechniker 240 Sprenglöcher gebohrt und diese mit 1,7 Tonnen Sprengstoff gefüllt. Ein rund 800 Meter großer Sperrkreis sicherte am Montag die Sprengstelle ab. Auch die Bundesstraße B8 war kurzzeitig gesperrt, als um kurz nach 12 Uhr die Sprengung ausgelöst wurde und rund 11 000 Tonnen Felsmaterial in einer vorbereiteten Schneise den Hang herabgestürzten. Da einige Ladungen nicht zündeten, war später noch eine weitere Sprengung notwendig.

Bis zum 07. Juni müssen jetzt die Gesteinsmassen abgeräumt und Gleis- und Oberleitungsanlagen an der Sprengstelle wieder instand gesetzt werden. Dann sollen wieder Züge über die Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg rollen, die in den Pfingstferien wegen zahlreicher Baumaßnahmen zwischen Postbauer-Heng und Regensburg vollständig gesperrt ist.

Belastungstest der Fehmarnsundbrücke

(01.06.) HAMBURG - Die DB überprüft von Freitag, 11. Juni bis Montag, 14. Juni mit Hilfe von Messsonden und modernster Computertechnik die Statik der Fehmarnsundbrücke. Gemessen wird jeweils in der Zeit von 18 Uhr bis 6 Uhr. Diese Arbeiten stehen in Zusammenhang mit der Realisierung der Schienen-Hinterlandanbindung zur festen Fehmarnbeltquerung (FBQ).

Geprüft wird das Verhalten des Bauwerks bei verschiedenen Belastungen des Schienen- und Straßenverkehrs. Hierbei werden Temperaturen sowie Wind berücksichtigt. Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, sind diverse Messungen bei normalem Schienen- und Straßenverkehr sowie bei gezielter Belastung notwendig. Zum Einsatz kommen zwei spezielle Tieflader-LKWs mit einer Beladung zwischen 12 und 20 Tonnen sowie bis zu zehn zusammengekoppelte Güterzug-Lokomotiven mit einem Gewicht von rund 120 Tonnen je Fahrzeug.

Während dieser Testfahrten (von 18 Uhr bis 6 Uhr) sind ca. alle 30 Minuten Vollsperrungen der Brücke für den gesamten Straßen- und Schienenverkehr notwendig. Die Sperrungen werden je nach Messsituation bis zu 20 Minuten dauern. Für Rettungsfahrzeuge werden im Notfall die Arbeiten sofort unterbrochen. Während der gesamten Messungen ist die Brücke aus Sicherheitsgründen für Radfahrer und Fußgänger komplett gesperrt. Hierfür ist ein entsprechender Busshuttle-Verkehr eingerichtet.

Barrierefreiheit an Bahnhöfen und Haltepunkten im nördlichen Rheinland-Pfalz

(01.06.) KOBLENZ - Eine Untersuchung des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) ergibt, dass an 42 Prozent der insgesamt 198 im nördlichen Rheinland-Pfalz (Zuständigkeitsbereich des SPNV-Nord) befindlichen Bahnhöfe und Haltepunkte ein barrierefreier Zugang zu seinen Bahnsteigen gegeben ist. Davon profitieren vor allem mobilitäts-eingeschränkte Reisende, wie Rollstuhlfahrer, Fahrradfahrer oder Reisende mit Kinderwagen. Auch im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel ist es von besonderer Bedeutung, Verkehrsstationen und Schienenfahrzeuge uneingeschränkt zugänglich, erreichbar und nutzbar zu machen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe in allen Lebensbereichen.

Die von Oktober 2009 bis März 2010 durchgeführte Praxisstudie unterscheidet hierbei zwischen der Barrierefreiheit des Bahnhofes/Haltepunktes (Zugang zu den Bahnsteigen der Verkehrsstation) und des Einstiegs vom Bahnsteig in den Zug. Das Ergebnis zeigt, dass 42% aller Verkehrsstationen einen vollständig barrierefreien Zugang zu allen Bahnsteigen bieten. Die Bahnsteige von 24% der Bahnhöfe und Haltepunkte sind nur teilweise barrierefrei erreichbar und 34% der Bahnhöfe/Haltepunkte sind zur Zeit gar nicht barrierefrei zugänglich.

Die Überprüfung des Einstiegs vom Bahnsteig in die Nahverkehrszüge umfasst die Analyse der Schnittstelle zwischen Bahnsteig und Schienenfahrzeug. Hier ist es von besonderer Bedeutung, dass die eingesetzten Züge auf die jeweilig vorliegenden Bahnsteighöhen abgestimmt sind, das heißt, dass die Einstiegshöhe in das Fahrzeug keinen oder einen nur unwesentlichen Niveauunterschied zur jeweiligen Bahnsteighöhe aufweist. Diese Bedingung wird bisher nur an nur 8% aller Verkehrsstationen erfüllt. An 82% aller Halte werden jedoch fahrzeugseitige Einstiegshilfen (Rampe, Hublift oder Personal) angeboten, mit deren Einsatz der Niveauunterschied zwischen Fahrzeug und Bahnsteig auch von Reisenden mit eingeschränkter Mobilität überwunden werden kann. Lediglich an 10% der Verkehrsstationen im nördlichen Rheinland-Pfalz ist ein barrierefreier Fahrzeugeinstieg überhaupt nicht möglich, da keine Einstiegshilfen verfügbar sind.

Das vollständige Ergebnis der Untersuchung ist auf der Internetseite des SPNV-Nord (www.spnv-nord.de) inklusive einer zugehörigen Tabelle und Übersichtskarte veröffentlicht.

DB erneuert Aufzüge und Fahrtreppen in Berlin und Brandenburg

(01.06.) BERLIN - Die DB setzt ihr Programm für die Erneuerung von Aufzügen und Fahrtreppen fort. An 20 Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg werden dieses Jahr neue Aufzüge installiert oder bestehende Anlagen durch neue ersetzt. Beispiele sind die Stationen Lichtenberg, Frankfurter Allee, Nordbahnhof und Ostbahnhof. Im vergangenen Jahr waren bereits 18 Berliner Stationen, wie Anhalter Bahnhof, Bornholmer Straße, Mahlow, Tempelhof oder Westend, modernisiert worden. Für dieses Programm werden insgesamt vier Millionen Euro investiert.

Die Stationen Alexanderplatz, Bundesplatz, Jannowitzbrücke, Bornholmer Straße, Friedrichstraße, Jungfernheide, Landsberger Allee, Potsdamer Platz, und Zoologischer Garten erhielten im ersten Quartal diesen Jahres neue Fahrtreppen. In einem weiteren Paket folgen bis Oktober die Stationen Spandau, Hackescher Markt, Lichtenberg und Brandenburger Tor. Die Fahrtreppen in Adlershof, Bellevue und Ostbahnhof wurden bereits im vergangenen Jahr erneuert. Damit sind 49 Fahrtreppen für insgesamt zwölf Millionen Euro erneuert worden.

Mit den neuen Aufzügen und Fahrtreppen wird die Qualität an den Stationen erhöht. Durch den Einsatz moderner Technik ist die Verfügbarkeit höher als bei den Altanlagen. Zudem sind die Anlagen energiesparender. Das Geld für dieses Projekt kommt vom Bund, von den Ländern Berlin und Brandenburg sowie von der DB.

Kostenlose Fahrradbeförderung auf der Kulturbahn bis Juni 2011 verlängert

(01.06.) STUTTGART - Auf der Kulturbahn Pforzheim - Horb - Tübingen (Kursbuchstrecke 774) können die Fahrgäste im Streckenabschnitt Horb - Pforzheim ihre Fahrräder in den Regionalbahn (RB)-Zügen der DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) weiter kostenlos mitnehmen. Durch Unterstützung des Landkreises Calw wurde die bisherige Vereinbarung über die kostenfreie Beförderung von Fahrrädern in den Nahverkehrszügen jetzt um ein Jahr bis Ende Juni 2011 verlängert.

Kostenfrei ist die Mitnahme von Fahrrädern montags bis freitags ab 9 Uhr sowie ohne zeitliche Einschränkung an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen. Für die Mitnahme von Fahrrädern vor 9 Uhr ist eine Fahrradkarte zum Preis von 2,50 Euro ("KulTourBahn Rad-Ticket" - erhältlich an allen DB Automaten oder für 2 Euro mehr in den DB Reisezentren und DB Agenturen) oder eine Fahrradtageskarte Nahverkehr (gültig am angegebenen Reisetag bundesweit als Tageskarte für beliebig viele Fahrten) zum Preis von 4,50 Euro erforderlich.

Güterzug prallte auf ein Hindernis

(01.06.) SCHWERIN - Vier junge Männer im Alter von 19 - 24 Jahre haben am Sonntag Abend gegen 19:00 Uhr in Schwerin von einer Brücke einen Drehstuhl in die darunter befindlichen Gleisanlagen geworfen. Ein Güterzug kollidierte mit diesem Stuhl, der Lokführer leitete eine Schnellbremsung ein. Der Güterzug kam im Hauptbahnhof Schwerin zum Halten. Durch Zeugenhinweis und Auswertung von Videotechnik konnten die vier Personen als Tatverdächtige ermittelt werden. Gegen die vier jungen Männer wird wegen des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.