Bundestag beschließt Privatisierung der DB
(31.05.) BERLIN - Der Bundestag hat den Weg für die Privatisierung der DB frei gemacht. Die Abgeordneten segneten am Freitag einen entsprechenden Antrag der Regierungskoalition ab. Für den Koalitionsantrag stimmten in namentlicher Abstimmung allerdings nur 355 Abgeordnete, 90 weniger als die Koalition im Bundestag hat. Allein in der SPD stimmten 27 Abgeordnete gegen die Privatisierung, 30 nahmen nicht an dem Votum teil. Ein formelles Gesetzgebungsverfahren war nach Ansicht der Regierung nicht notwendig. Deshalb muss auch der Bundesrat nicht zustimmen. Das heute endgültig besiegelte Modell sieht (wie mehrfach berichtet) vor, dass der Personen- und Güterverkehr in die Tochter Gesellschaft DB mobility & Logistics ausgelagert wird, an der sich private Investoren in der Summe mit bis zu 24,9 Prozent beteiligen können. Die Infrastruktur (Schienennetz, Bahnhöfe) verbleibt bei der Konzernholding und damit zu 100 Prozent in Staatsbesitz.
DB-Chef Hartmut Mehdorn begrüßte den Beschluss. "Das ist ein guter Tag für Kunden, Steuerzahler und Mitarbeiter. Der heutige Beschluss sichert die Zukunft des Unternehmens und seiner 237.000 Beschäftigten. Jetzt gilt es in den kommenden Monaten, die Teilprivatisierung gemeinsam zu einem Erfolg zu führen und damit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken."
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VRR: Über 500 Sonderzüge zur Loveparade
(31.05.) DORTMUND - Für die am 19. Juli 2008 in Dortmund stattfindende Loveparade
hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ein Verkehrskonzept entwickelt und
verstärkt dazu das Regelangebot mit über 500 zusätzlichen Zügen. Das
erarbeitete Verkehrskonzept konzentriert sich auf die Verteilung der Fahrgäste
auf vier Dortmunder Bahnhöfe: Dortmund Hauptbahnhof, Dortmund Hörde, Dortmund
Stadthaus und Dortmund Möllerbrücke. Hierbei gilt der Grundsatz, dass die
Abreise grundsätzlich vom Anreisebahnhof erfolgt. Auf allen Linien sind
deutliche Kapazitätsausweiterungen geplant und dies durchgehend vom 19. Juli ab
10 Uhr morgens bis zum 20. Juli um 3 Uhr. Da die räumlichen Gegebenheiten, vor
allem im Dortmunder Hauptbahnhof, bei der An- und Abreise zu Engpässen führen
könnten, werden die Fahrgäste über ein farbbasiertes Wegeleitsystem geführt.
Ziel ist es, die Gäste nach Reiserichtungen zu sortieren und eine Trennung von
ankommenden und abfahrenden Reisenden sicherzustellen.
Aufgrund der Erfahrungen der Loveparade 2007 und den WM-Begegnungen in Dortmund
hat der VRR in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn (DB), der Stadt Dortmund,
der DSW21 sowie der Bundespolizei ein spezielles Verkehrskonzept entwickelt.
Grundlage für die Planungen sind die besonderen Voraussetzungen dieses Großereignisses:
Es werden mehr als eine Millionen Besucher erwartet, die An- und Abreiseverkehre
erstrecken sich über einen langen Zeitraum und werden sich zum Teil überlagern.
Durch die Tatsache, dass die Züge des Fernverkehrs den Dortmunder Hauptbahnhof
am 19. Juli weiträumig umfahren werden, stehen im Bereich Dortmund deutlich
mehr Trassen für Nahverkehrszüge zur Verfügung. Außerdem stehen an diesem
Tag zahlreiche Bereitschaftszüge zur Verfügung, die kurzfristig und
bedarfsorientiert eingesetzt werden können. Innerhalb dieses Gesamtkonzeptes
und im Rahmen der über 500 Zusatzzüge hat der Verbund sowohl bei der DB auch
bei den Privatbahnen Abellio, NordWestBahn und der Prignitzer Eisenbahn
Zusatzleistungen bestellt.
Durch die Bündelung und Verdichtung der Verkehre in Richtung Dortmund ist es
aus betrieblicher Sicht notwendig, dass auf bestimmten Linien an diesem Tag
nicht alle Haltepunkte im Großraum Dortmund angefahren werden. Für die
betroffenen Fahrgäste wird es deshalb Ersatzverkehre geben, die unter anderem
vom lokalen Verkehrsunternehmen DSW21 gefahren werden. Schienenersatzverkehr
muss es zur Loveparade zwischen Lünen Hbf und Dortmund Hbf geben, da es dort
aufgrund einer mehrwöchigen Großbaustelle zu einer Vollsperrung der Gleise
kommt. Von Lünen Hbf verkehren deshalb am 19. Juli Busse im 5-Minuten-Takt zur
Haltestelle Kirchenstraße, die fußläufig zum Dortmunder Hauptbahnhof liegt.
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Spekulationen um Bahn-Spitzenposten
(31.05.) BERLIN (dpa/ eig. Ber. ) - Einem Bericht der Zeitung "Rheinische Post" (Freitag) zufolge soll die neue Bahntochter DB Mobility &Logistics nach dem Willen von Aufsichtsratschef Werner Müller ab 2010 vom früheren Energiemanager Utz Claassen geleitet werden. Claassen war von 2003 bis 2007 Vorstandschef von Energie Baden- Württemberg (EnBW). Müller ließ diesen Bericht allerdings umgehend dementieren. Diese Information sei "frei erfunden", sagte ein Sprecher Müllers in Essen. Erst kürzlich hatte der "Tagesspiegel" berichtet, DB-Chef Hartmut Mehdorn bleibe womöglich doch länger an der Doppelspitze. Bereits Mitte Mai hatte der Aufsichtsrat eine neue Struktur der Bahn für die Teilprivatisierung beschlossen. Danach wird Mehdorn in Personalunion Konzern und Transporttochter "zeitlich befristet" führen. Der Dienstvertrag des Bahnchefs läuft bis Mai 2011. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte damals mitgeteilt, er gehe davon aus, dass Mehdorns Doppelfunktion "im Jahr 2009 endet".
Unter Berufung auf Regierungskreise berichtete die "Rheinische Post" ferner, Aufsichtsratschef Müller und das Verkehrsministerium wollten Führungspositionen der Transporttochter mit SPD-Leuten besetzen. Genannt wurden der für die Privatisierung zuständige Verkehrsstaatssekretär Joachim Großmann (SPD) und der Bahn-Abteilungsleiter im Ministerium, Thomas Kohl (SPD). Ein Ministeriumssprecher dementierte dies auf Anfrage.
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Aktionstag der Bahn gegen Vandalismus und illegale Graffiti in Hannover
(31.05.) HANNOVER - Am kommenden Mittwoch, 4. Juni, findet im und am Hauptbahnhof Hannover von 9 bis 16 Uhr ein Aktionstag der Bahn "Gegen Vandalismus und illegale Graffiti" mit Schülerbands, Talkrunden, Wissensquiz und einer Schülertheaterperformance statt. Ein Wissensquiz mit tollen Preisen, Informationsstände der Bundespolizei, des Landespräventionsrates Niedersachsen, der Campo Arena Hannover und dem StreetCafé runden das umfangreiche Programm ab. Ein Nahverkehrszug mit Vandalismusschäden verdeutlicht, wie aufwändig und teuer es ist, Zerstörtes zu reparieren oder zu ersetzen und wie sehr die Entfernung von Graffiti die Umwelt belastet. Der Niedersächsische Minister für Inneres, Sport und Integration, Uwe Schünemann nimmt die Auszeichnungen der Jugendlichen für den landesweit ausgeschriebenen Wettbewerb zum Thema "Mach nicht alles kaputt!" vor.
Neben der Strafverfolgung fordert die Bahn von Graffiti- und Vandalismustätern grundsätzlich auch Schadensersatz. Nur so ist sichergestellt, dass unabhängig von einer strafrechtlichen Verurteilung die Täter zu Schadensersatzzahlungen herangezogen werden können. Selbst wenn Jugendliche zum Zeitpunkt der Tat nicht über Geld verfügen, kann die Bahn zivilrechtlich auch noch bis zu 30 Jahre nach der Verurteilung Schadensersatz fordern. Ein Teil der Schadenssumme kann zumindest mittelfristig zurückverlangt werden. Viele Jugendliche unterschätzen diese rechtliche Bedeutung, wenn sie Bahnanlagen zerstören und beschmieren.
Die Bahn verfolgt das Ziel, durch entsprechende Präventionsmaßnahmen die Gelegenheiten zum Sprayen zu erschweren oder zu vereiteln und das Entdeckungsrisiko für die potenziellen Täter zu erhöhen. Zu diesen Maßnahmen gehören spezielle Schutzanstriche, die Ausleuchtung gefährdeter Bereiche im Zusammenhang mit Videoüberwachung oder anderen technischen Vorrichtungen, Sensibilisierung der Mitarbeiter und eine Bestreifung der Anlagen, die abgestimmt zwischen der DB Sicherheit GmbH und der Bundespolizei im Rahmen der bestehenden Ordnungspartnerschaft erfolgt. Auch der von der DB AG erstellte Präventionsfilm "Oli´s Chance", der an einige tausend Schulen in Deutschland kostenlos für die Behandlung im Unterricht verteilt wurde, geht auf das Thema Graffiti ein und zeigt eindrucksvoll die Gefahren auf, denen sich Schüler beim unberechtigten Betreten der Bahnanlagen aussetzen.
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Mit dem HEX direkt zum Volldampferlebnis Harzer Schmalspurbahnen
(31.05.) WERNIGERODE - Jeden Samstag und Sonntag fährt der Harz-Berlin-Express von fünf Berliner Stadtbahnhöfen aus preisgünstig und ohne Umsteigen in den Harz. In Wernigerode und Quedlinburg besteht ein direkter Anschluss an die historischen Dampfzüge der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) auf den Brocken und in das Selketal. Dazu wurde in den vergangenen Tagen eine große PR-Aktion mit einem gemeinsamen Flyer der Verkehrsunternehmen Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt und HSB im Berliner Raum gestartet.
Nach der Ankunft des Harz-Berlin-Express in Wernigerode um 10.25 Uhr fährt der Dampfzug der Brockenbahn um 11.40 Uhr ab - an einzelnen Samstagen (am 19. und 26. Juli; am 2.; 9., 16., 23. und 30. August, am 4., 18., 25. Oktober sowie am 1. November) fährt bereits um 10.55 Uhr ein Dampfzug zum Gipfel. Der Brockenbahnhof ist der höchstgelegene Bahnhof aller deutschen dampfbetriebenen Schmalspurbahnen und damit ein echtes Muss für jeden Harzurlauber und Eisenbahnliebhaber. Bei klarer Bergluft sind phantastische Ausblicke in das Harzvorland zu genießen. Das Brockenhaus lädt mit einer modernen Ausstellung über die Geschichte des Berges und den Nationalpark Harz ein. Eine Wanderung um das Brockenplateau und ein Besuch beim Brockenwirt runden einen Gipfelbesuch ab. Nach der Rückankunft in Wernigerode bleibt noch Zeit für einen Bummel durch die bunte Fachwerkstadt.
Die Welterbestadt Quedlinburg wird mit dem Harz-Berlin-Express um 10.23 Uhr erreicht. Mit einem historisch bebauten Stadtkern, der sich über 80 ha erstreckt, gehört Quedlinburg daher zu den größten Flächendenkmälern Deutschlands. Erst im Frühjahr 2006 wurde Quedlinburg an das Streckennetz der HSB angeschlossen. Der Dampfzug ins Selketal fährt hier um 10.30 Uhr ab. Die mit über 120 Jahren älteste und zugleich steilste der drei Schmalspurbahnen im Harz bringt die Gäste durch das romantische Selketal. Die Bahnhöfe und Haltepunkte entlang der Strecke bilden einen guten Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren. Zahlreiche gastronomische Einrichtungen entlang der Strecke laden zum Verweilen ein. Fahrräder können am Carlswerk nahe dem HSB-Bahnhof Mägdesprung ausgeliehen und nach der Tour direkt am Quedlinburger Bahnhof wieder abgegeben werden.
Weitere Informationen und Ausflugstipps im Harz gibt es in der neuen Broschüre "Mit dem Harz-Berlin-Express zum Volldampferlebnis Harzer Schmalspurbahnen", die momentan in Berliner Freizeiteinrichtungen, in Bibiotheken, Kinos und Bädern sowie über verschiedenen Buchhändler verteilt wird. Online sind sämtliche Informationen zu Fahrzeiten, Preisen und Ausflugsmöglichkeiten unter www.hsb-wr.de und www.hex-online.de abrufbar.
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Bauarbeiten auf der Bahnstrecke Kiel - Husum
(31.05.) KIEL - Am 1. und 8. Juni baut die Deutsche Bahn
auf der Strecke Kiel – Husum. Daher setzt die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) an den
beiden ersten Sonntagen im Juni für einige Zugverbindungen Busse ein. Diese
ersetzen zwischen 5 und 14 Uhr die Züge auf der Teilstrecke zwischen Schleswig
und Husum und starten jeweils am Bahnhof in Schleswig bzw. Husum. Durch den
Einsatz der Busse verlängern sich die Fahrtzeiten. Reisende aus Kiel nutzen die
NOB-Züge bis Schleswig und steigen dort in den Bus um. Die Busse fahren stündlich
zwischen 6 und 14 Uhr jeweils zur vollen Stunde Richtung Husum ab. Wer mit dem
Zug von Husum nach Kiel fahren möchte, startet in Husum mit dem Bus. Dieser fährt
stündlich zwischen 5 und 13 Uhr jeweils 5 Minuten nach der vollen Stunde vom
Bahnhof ab. In Schleswig besteht Anschluss an einen planmäßigen Zug nach Kiel.
Detaillierte Auskünfte sind über das Service-Telefon der NOB unter 0180/10 180
11 (zum Ortstarif, Mobilfunkpreise abweichend) erhältlich. Der Sonderfahrplan hängt
in den Zügen aus und ist auch im Internet unter www.nord-ostsee-bahn.de
abrufbar.
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Im ersten Quartal 5 Prozent mehr Güter auf der Schiene
(30.05.) WIESBADEN - Auf dem deutschen Schienennetz wurden im ersten Quartal 2008 insgesamt 94,8 Millionen Tonnen bei einer Verkehrsleistung von 29,5 Milliarden Tonnenkilometern transportiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 5,0% oder 4,5 Millionen Tonnen mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs der Verkehrsleistung (Tonnenkilometer: Das Produkt aus Tonnage und Versandweite) belief sich auf 2,9%. Die Zunahme hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächt: Hier war die Beförderungsmenge um 6,2% und die Beförderungsleistung um 11,3% gestiegen. Mit den genannten Werten ergab sich im ersten Quartal 2008 eine geringere Transportweite pro Tonne als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (2008: 311 Kilometer; 2007: 318 Kilometer).
Alle Hauptverkehrsverbindungen verzeichneten im Vergleich zum ersten
Quartal 2007 mehr Transportaufkommen: Der Binnenverkehr war mit + 6,2%
wesentlicher Wachstumsträger und erreichte 59,0 Millionen Tonnen. Die
Güterströme mit Auslandsbezug zeigten mit + 3,1% ein unterdurchschnittliches
Wachstum und umfassten 35,8 Millionen Tonnen. Nach Gütern und ihrer
jeweiligen Transportmenge differenziert, stieg die volumenstärkste
Güterabteilung Besondere Transportgüter (18,1 Millionen Tonnen), die auch
den kombinierten Verkehr umfasst, um 9,4%, gefolgt von Eisen,
Nichteisen-Metallen (17,1 Millionen Tonnen; + 7,1%). Feste mineralische
Brennstoffe wurden etwas weniger befördert (13,5 Millionen Tonnen; –
0,1%). Steine und Erden (8,5 Millionen Tonnen) nahmen um 3,9% ab, während
für Mineralölerzeugnisse (9,7 Millionen Tonnen) eine Zunahme um 11,9% zu
verzeichnen war.
Besondere Wachstumsimpulse gingen wieder vom kombinierten Verkehr aus:
Der Transport von Containern erreichte von Januar bis März 2008 ein
Volumen von 15,9 Millionen Tonnen (+ 8,5% inklusive Behältergewichte).
Dieses Aufkommen ist in der oben genannten Gesamt-Tonnage von
94,8 Millionen Tonnen bereits enthalten. Bei der Maßeinheit TEU (Twenty
Foot Equivalent Unit; 1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Container) lag
der Wert bei 1,5 Millionen TEU (+ 9,6%). Die tonnenkilometrische Leistung
im kombinierten Verkehr (8,0 Milliarden Tonnenkilometer) stieg um 8,6%. Die
durchschnittliche Beförderungsweite lag mit 504 Kilometern (+ 0,1%) weit über
dem Wert der gesamten Transporte.
"Die Bundesregierung ist mit ihrem Masterplan Güterverkehr und
Logistik auf dem richtigen Weg. Straße und Schiene müssen besser verzahnt
werden, damit das Wachstumspotenzial des Schienengüterverkehrs genutzt werden
kann", kommentierte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am
heutigen Donnerstag in Berlin die aktuellen Zahlen. Im kombinierten
Verkehr sieht das Schienenbündnis große Chancen, sowohl umwelt- als auch
verkehrspolitisch verantwortungsvoll zu handeln. "Der kombinierte Verkehr
bewährt sich zusehends. Er verdient Unterstützung und kann wesentlich dazu
beitragen, das im Masterplan formulierte Ziel der Verkehrsverlagerung von der
Straße auf die Schiene zu erreichen", so Flege. Angesichts der
dramatischen Entwicklung der Energiepreise sei es notwendig und
vernünftig, stärker energieeffiziente Verkehrsträger wie die Schiene zu
unterstützen."
Beispiele für einen Boom der Güterbahnen finden sich weltweit: In den USA ist
der Marktanteil der Güterbahnen von 1990 bis 2005 von 29,5 Prozent auf 38,3
Prozent gestiegen und liegt damit weit über den Marktanteil für Lkw-Transporte
(28, Prozent). Auch Australien (39,6 Prozent Marktanteil für den
Schienengüterverkehr), Russland (41,4 Prozent) und China (49,8 Prozent) zeigen
das Potenzial der Schiene. Dirk Flege: "Für Deutschland ist eine
Steigerung des Marktanteils der Schiene im Güterverkehr von derzeit 17,3
Prozent auf 25 Prozent bis 2020 durchaus realistisch."
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"Handelsblatt": DB strebt in den Dax
(30.05.) FRANKFURT/Main - Die an die Börse strebende Bahn-Tochter DB Mobility & Logistics AG will möglichst einem Bericht der Zeitung "Handelsblatt" zufolge schnell in die Börsenbundesliga aufsteigen. "Es reicht für den Dax", sagte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. "Ich stimme Herrn Mehdorn zu", zitierte die Zeitung Christian Stocker von der Hypo-Vereinsbank. Er hält eine Aufnahme in den Dax noch in diesem Jahr für möglich. Dazu müsste die Bahn-Tochter an mindestens 30 Handelstagen beim Börsenumsatz und der Marktkapitalisierung auf Platz 25 oder höher stehen.
Vergünstigte Konditionen für Privatanleger schloss der Bahnchef nicht aus. "Mal sehen, ob wir die nötig haben", Mehdorn in Frankfurt am Main. Die Einzelheiten des für Herbst geplanten Börsengangs würden derzeit ausgearbeitet. Zugleich versicherte er, das Wertpapier der Bahn sei mit der T-Aktie nicht zu vergleichen. "Wir verlieren keine Kunden, wir gewinnen sie", sagte Mehdorn. Er befürchte auch nicht, dass die Krise an den Finanzmärkten der Bahn den Börsengang verhageln könnte. Sollten sich die Umstände aber deutlich verschlechtern, werde die Bahn eben ein halbes Jahr später an die Börse gehen. Mehdorn sprach sich erneut dafür aus, auch Mitarbeiter über Aktien an ihrem Unternehmen zu beteiligen.
Unterdessen berichtet "Spiegel Online", der Bund erwäge, der Bahn bei der Privatisierung große Freiheiten einzuräumen. Einem Vertragsentwurf zufolge dürfte sie jährlich bis zu 1700 Kilometer Schienen stilllegen lassen - würde aber trotzdem weiter 2,5 Milliarden Euro vom Staat bekommen. Der Bundestag entscheidet am heutigen Freitag über die Privatisierung, die nach dem Willen der Großen Koalition auf 24,9 Prozent der Bahn-Tochter DB Mobility & Logistics AG, in die der Personen- und der Güterverkehr sowie die Logistiksparte ausgegliedert werden soll, beschränkt bleiben soll. Der Bund erhofft sich von dem Verkauf der Anteile Erlöse von fünf bis acht Milliarden Euro.
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Mehdorn fordert steuerliche Entlastung für die Bahn
(30.05.) LEIPZIG - Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hat von der Bundesregierung Steuererleichterungen für den Schienenverkehr verlangt. "Ausgerechnet die klimafreundliche Bahn zahlt jedes Jahr energiepolitisch bedingte Steuern und Abgaben in Höhe von über 400 Millionen Euro. Das ist weder verkehrs- noch klimapolitisch sinnvoll", sagte Mehdorn der "Leipziger Volkszeitung" anlässlich des Weltverkehrsforums in Leipzig. Die Luftfahrtgesellschaften dagegen seien von solchen steuerlichen Belastungen "vollständig befreit". Dadurch werde ein Flugticket von München nach Berlin um 25 Euro entlastet, bei Flügen ins Ausland komme noch die Mehrwertsteuerbefreiung des Luftverkehrs hinzu.
Wissenschaft und Industrie rief Mehdorn zu gemeinsamen Anstrengungen auf, um CO2-neutrale Antriebstechnologien zu entwickeln. "Wir brauchen effiziente und saubere Technologien für eine CO2-arme Zukunft", forderte er vor internationalen Fachleuten auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig. Darüber hinaus trage die intelligente Vernetzung von Schiene, Schiff, Flugzeug und Straße dazu bei, die Klimabelastung durch Verkehrsleistungen zu reduzieren. Mehdorn: "Wir müssen lernen, Verkehre neu, nämlich klimafreundlich, zu organisieren. Wir müssen technische Entwicklungen vorantreiben und neue, CO2-freie Energiequellen erschließen." Weltweit verursacht der Verkehr rund 20 Prozent der CO2-Emissionen und ist damit einer der größten Treibhausgas-Emittenten. Adressiert an die Politiker, Unternehmer und Fachleute aus aller Welt, die in Leipzig zusammengekommen sind, forderte Konzernchef Mehdorn deshalb, gemeinsam Verkehre umweltverträglich durchzuführen.
"Klima- und Umweltschutz gehört zu unseren Hauptunternehmenszielen", betonte der DB-Chef. "Wir haben uns im Konzern vorgenommen, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 2006 zu senken. Wir setzen dabei nicht nur auf die Bahn als das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Wir setzen auf die intelligente Vernetzung aller Verkehrsträger, um jeden dort zum Einsatz zu bringen, wo er ökonomisch und ökologisch am sinnvollsten ist. So ergänzen sich im Logistikbereich Schienen-, Straßen-, Luft- und Seeverkehr. Mit steigendem Erfolg. Unser Ressort Transport und Logistik organisiert weltweite Transportketten und realisiert dadurch erhebliche Energieeinsparungen mit entsprechenden CO2-Minderungseffekten." In den vergangenen Jahren hat die Deutsche Bahn im Schienenverkehrsbereich bereits beachtliche CO2-Einsparerfolge erzielt: Von 1992 bis 2002 konnte der Ausstoß um mehr als 25 Prozent reduziert werden.
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DB Schenker weitet Schienenangebote auf Europa aus
(30.05.) BERLIN - Für die steigende Nachfrage nach schienengebundenen Logistikdienstleistungen rollt DB Schenker Logistics jetzt ein neues Serviceangebot in Europa aus: DB Schenkerrailog steht für bahnaffine Logistik und wird zum festen Bestandteil des gesamten europäischen Landverkehrs von DB Schenker. Mit der Tochter Railog, als Spezialist für Bahnlogistik, und der Fertrans AG ist DB Schenker bereits in einigen Ländern in diesem speziellen Markt erfolgreich aktiv. Railog, vor acht Jahren als Joint Venture mit der Deutschen Bahn gegründet, wird gemeinsam mit Fertrans jetzt noch enger in die Organisation integriert. Kunden können damit europaweit die Schiene noch besser in ihre Planung und Prozesssteuerung einbinden sowie die ökonomischen und ökologischen Vorteile der Eisenbahn als Transportmöglichkeit auf mittleren und größeren Distanzen nutzen.
Im vergangenen Jahr betreute das Unternehmen bereits den Schienentransport von mehr als sechs Millionen Tonnen Gütern und disponierte mehr als 200.000 Waggons. Kunden profitieren von individuell erarbeiteten Streckenplänen und von effizienten Ganzzug- und Direktzugsystemen. Bei europaweit rollenden Ganzzügen übernimmt DB Schenkerrailog alle Prozesse - von der Transportorganisation über den kompletten Frachteinkauf bis zur Lieferung an den Empfänger. Die gesamte Logistikkette, einschließlich Vor- und Nachlauf zu den Abgangs- und Zielbahnhöfen sowie Waggon- und Containerdisposition und Zollabfertigung, erhält der Kunde aus einer Hand. Bahnaffine Logistik-Konzepte stehen dabei auch für die optimale Kombination aller Verkehrsträger, einschließlich Lkw oder See- und Binnenschiff. Zusätzlich werden alle Umschlagsleistungen und Lagermöglichkeiten entlang der Transportkette angeboten.
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Jubiläum: 50 Jahre Gleichstrom-S-Bahn nach Bergedorf
(30.05.) HAMBURG - Vor 50 Jahren, am 1. Juni 1958, wurde der elektrische S-Bahn-Verkehr nach Bergedorf aufgenommen. Seitdem fuhren rund 500 Millionen Fahrgäste zwischen der Hamburger Innenstadt und dem südöstlichen Außenbezirk und legten dabei insgesamt rund acht Milliarden Kilometer zurück. Das entspricht etwa 53mal der Entfernung zwischen Erde und Sonne. Zum Jubiläum fährt am kommenden Samstag, 31. Mai, noch einmal der originale Eröffnungszug von 1958 auf seiner alten Route. Abfahrten des historischen Zuges ET/EM 171 082 ab Hauptbahnhof sind um 11.51 Uhr,13.21 Uhr und 14.51 Uhr. Von Bergedorf startet der Zug um 12.32 Uhr, 14.02 Uhr und 15.32 Uhr. Zur Mitfahrt reicht ein gültiger HVV-Fahrausweis. Der damalige Eröffnungszug ist heute Museumszug und wird vom Verein Historische S-Bahn Hamburg e.V. liebevoll betreut.
Die Idee, die bestehende Bahnstrecke zwischen Bergedorf und Berliner Tor mit einer Stromschiene für elektrische Schnelltriebzüge auszurüsten, wurde zum Impulsgeber für den weiteren Ausbau des Hamburger S-Bahn-Netzes. Im ersten Betriebsjahr fuhren die Züge zunächst im Inselbetrieb zwischen Bergedorf und Berliner Tor, da die Verbindungsbrücken Richtung Hauptbahnhof noch im Bau waren. Mitte der sechziger Jahre konnte mit den neuen S-Bahnen der Baureihe 470 erstmals eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern gefahren werden. 1969 wurde der elektrische Betrieb bis Aumühle erweitert. Die über Jahrzehnte praktizierte gemeinsame Nutzung der Gleise mit Fern- und Güterzügen wurde nach der deutschen Wiedervereinigung aufgegeben. Seit 1994 stehen die Gleise exklusiv für die Linie S21 und die Verstärkerlinie S2 zur Verfügung. Neue Stationen in Nettelnburg (seit 1970) und in Allermöhe (seit 1999) tragen zur guten Anbindung der neu entstandenen Wohngebiete bei. Die Fahrzeit zwischen Bergedorf und dem Hamburger Hauptbahnhof beträgt 21 Minuten.
Das heutige Gleichstromnetz der Hamburger S-Bahn umfasst 112 Kilometer. Mit der Verlängerung der Linie S3 nach Stade gehört seit Dezember letzten Jahres auch ein 32 Kilometer langer Abschnitt zum Bedienungsgebiet, auf dem Zweistromzüge ihre Energie aus der Oberleitung beziehen. Der Erfolg des Verkehrsträgers beflügelt derzeit die politische Diskussion um den weiteren Ausbau des Netzes. Die S-Bahn Hamburg unterstützt Pläne der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg, im Rahmen des sogenannten Drei-Achsen-Modells auch Elmshorn und Ahrensburg mit der S-Bahn anzubinden.
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(30.05.) BERLIN - Im DB Museum Nürnberg ist von Samstag, 31. Mai bis Sonntag, 31. August 2008 die Sonderausstellung "Love me tender - Elvis auf der Eisenbahn" zu sehen. In der 500 Quadratmeter großen Sonderschau werden nicht nur Fotodokumente gezeigt, auf denen Elvis Presley bei Fahrten mit US-amerikanischen Militärzügen in Deutschland zu sehen ist. Die Ausstellungsmacher haben auch viele interessante Objekte aus Presleys deutscher Militärzeit, darunter seine Original-Uniform, seinen Plattenspieler und seltene AFN-Aufnahmen zu dieser sehens- und hörenswerten Schau zusammengetragen.
Vor 50 Jahren, am 1. Oktober 1958, ging der 1935 geborene Elvis von einem Truppentransportschiff in Bremerhaven an Land und begann seinen 18-monatigen Wehrdienst in Deutschland. In der Folgezeit wurde der "King of Rock’n Roll" an verschiedenen Standorten in der US-amerikanischen Militärzone eingesetzt. Neben dem Hauptaufenthalt im Hessischen Friedberg nahm er wiederholt an Manövern auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz teil. Aus dieser Zeit sind interessante Fotodokumente erhalten, die Elvis oft bei Fahrten mit den US-amerikanischen Militärzügen, den "Duty Trains", zeigen.
Die Eisenbahn spielte eine bedeutende Rolle für die US-Armee in Deutschland. Der Army standen eigene Eisenbahnzüge zur Verfügung, mit denen neben den Soldaten auch militärisches Gerät, von der Feldküche bis zum Kettenpanzer, transportiert wurde. Das US-Militär besaß sogar einen eigenen Fahrplan: Seit 1945 gab es regelmäßige Personenzugverbindungen, die vom US-Army Transportation Corps ausschließlich für Angehörige des amerikanischen Militärs eingerichtet wurden. Die erste Zuglinie verband Bremerhaven und Berlin, später folgten die Verbindungen Bremerhaven - Frankfurt, Frankfurt - Berlin, Frankfurt München und der "Mozart-Express" nach Wien.
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(29.05.) BERLIN - Angesichts der hohen Spritpreise steigen immer mehr Menschen vom Auto auf die Bahn um. Im Nah- und Fernverkehr habe die Bahn zwischen Januar und April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rund 20 Millionen mehr Reisende gezählt, sagte Bahn-Personenverkehrsvorstand Karl-Friedrich Rausch der "BILD"-Zeitung. Das entspricht einem Zuwachs von 2,3 Prozent. Bei den ICE-Verbindungen habe die Reisendenzahl sogar um 3,1 Prozent zugelegt. "Jetzt tun wir alles, um die Neukunden mit einer guten Leistung dauerhaft bei der Bahn zu halten", sagte Rausch der "Bild"-Zeitung. Schließlich sei der beste Platz für ein Auto nicht die Tankstelle, sondern der Parkplatz am Bahnhof.
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Eisenbahnmärkte weiter im Aufwärtstrend
(29.05.) BERLIN - Die Eisenbahnmärkte konnten auch im vergangenen Jahr erneut eine
Steigerung ihrer Verkehrsleistung verzeichnen. Die aktuelle Entwicklung ist
dabei gekennzeichnet durch Marktanteilsgewinne von Wettbewerbern der DB,
Wachstumsstärke im Transport- und Logistikbereich sowie einer zunehmenden
Vernetzung der europäischen Verkehrsträger. "Die Eisenbahn-Branche kann
zuversichtlich in die Zukunft schauen. Die wirtschaftlichen Perspektiven sind
günstig", erklärte Dr. Otto Wiesheu, Vorstand für Wirtschaft und Politik der DB,
am Mittwoch in Berlin anlässlich der Vorstellung des siebten Wettbewerbsberichts
des Unternehmens.
Für die DB und ihre Wettbewerber war 2007 ein sehr gutes Jahr. Der gesamte
Güterverkehr in Deutschland stieg um mehr als sieben Prozent. Der
Schienengüterverkehr behauptete dabei seine Position mit einem Marktanteil von
17,3 Prozent. Von den Zuwächsen konnten die Wettbewerber der DB erneut
überproportional profitieren. Wie schon im vergangenen Jahr legten sie bei der
Verkehrsleistung um etwa 28 Prozent zu. Ihr Marktanteil liegt jetzt bei 19,7
Prozent. Im insgesamt stagnierenden Personenverkehrsmarkt konnte die Schiene
ihre Verkehrsleistung im Wettbewerb mit Straße, Schiff und Flugzeug um 0,4
Prozent auf einen Marktanteil von 9,5% leicht steigern.
"Die im Wettbewerbsbericht präsentierten Zeitreihen zeigen, dass die Schiene
überall dort erfolgreich ist, wo sie über eine gute Position im Wettbewerb der
Verkehrsträger verfügt", sagte der Wettbewerbsbeauftragte der DB AG, Joachim
Fried. Wird diese Position eingeschränkt, verliert die Schiene sofort
Marktanteile an andere Verkehrsträger, insbesondere an den Lkw. Dies hat der
Streik der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) im vergangenen Jahr deutlich
dokumentiert. Während der Streikwochen hatten viele Kunden der DB ihr Frachtgut
kurzfristig von der Schiene auf die Straße verlagert. Im Wettbewerb mit Lkw,
Schiff und Flugzeug haben die Eisenbahnunternehmen daher das gemeinsame Ziel,
eine ausreichende Finanzierung der Infrastruktur sicherzustellen, um
Kapazitätsengpässe auf dem deutschen Schienennetz zu beseitigen. Den aktuellen
Wettbewerbsbericht 2008 zum Download gibt es unter
www.db.de/wettbewerbsbericht.
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"Tagesspiegel": Mehdorn bleibt womöglich über 2009 hinaus doppelter Bahn-Chef
(29.05.) BERLIN - Hartmut Mehdorn bleibt womöglich über 2009 hinaus doppelter Vorstandschef der DB beim Konzern ebenso wie bei der neuen Transportsparte DB Mobility Logistics. Das erfuhr der "Tagesspiegel" (Donnerstagausgabe) aus Kreisen des Aufsichtsrats. Eine Entscheidung darüber solle in den kommenden Tagen fallen. "Mehdorn pusht die ganze Geschichte, ohne ihn geht es nicht", sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) strebt dagegen an, die Doppelrolle Mehdorns 2009 zu beenden - obwohl dessen Vertrag bis Mai 2011 läuft. Im Aufsichtsrat gibt es aber Widerstand dagegen. Der Manager, der die Bahn seit 1999 führt, könne nicht wenige Monate nach dem für November 2008 geplanten Börsendebüt abtreten - "wenn das feststeht, wird es einen gehörigen Abschlag bei den Einnahmen geben", hieß es.
Ein Sprecher des Konzerns wollte sich zu der Frage nicht äußern und verwies auf den Aufsichtsrat. In der Union wird derweil laut "Tagesspiegel" befürchtet, dass die SPD eine Befristung der Doppelrolle nur deshalb anstrebt, um einen ihr genehmen Kandidaten auf dem wichtigen Spitzenposten der Bahn-Börsenholding noch vor der Bundestagswahl installieren zu können. Ein solcher Plan sei aber "abenteuerlich", heißt es dort. Mehdorn kenne den Konzern, nur ihm werde es zugetraut, die schwierigere Gemengelage nach dem Börsengang zu managen. Dann gelte es, die Interessen der Politik und der neuen Investoren gleichermaßen zu berücksichtigen. "Tagesspiegel"-Informationen zufolge unterstützt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel Mehdorns Verbleib auf beiden Posten über 2009 hinaus.
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Neue Südeinbindung Halle (Saale) der Bahn geht in Betrieb
(29.05.) LEIPZIG - Nach zweieinhalbjährigen Bauarbeiten erfolgt vom 31. Mai, 15 Uhr,
bis zum 1. Juni, 6 Uhr, die stellwerkstechnische Zuschaltung der neuen
Bahnanlagen im Südraum von Halle(Saale). In der genannten Zeit muss die Strecke
Halle (Saale) - Schkopau voll gesperrt werden. Es kommt zu Fahrplanänderungen
und Schienenersatzverkehren im Fern- und Regionalverkehr. Am 1. Juni nach 6 Uhr
soll als erster Zug die Regionalbahn 16309 in Halle-Ammendorf auf den neuen
Anlagen begrüßt werden. Seit Ende 2005 wurden von Halle-Ammendorf bis in den
Bereich nördlich der Dieselstraße bei laufendem Zugverkehr auf einem Abschnitt
von 5,6 Kilometern Länge die Bahnanlagen mit Bahnkörper, Gleisen, Oberleitungen
und elektronischer Stellwerkstechnik neu errichtet. Neu sind ebenfalls der
behindertengerechte Haltepunkt Halle-Ammendorf mit 140 Metern Bahnsteiglänge
sowie die Brücken der Bestandsstrecke über die Regensburger Straße. Damit
bestehen die Voraussetzungen zur Einbindung der im Bau befindlichen
Neubaustrecke Erfurt - Halle (Saale) in das Stadtgebiet.
Im Abschnitt der Südeinbindung Halle (Saale) fahren die Züge auf 20 Kilometer
neuem Gleis und 22 modernen Weichen. Für die elektrischen Oberleitungsanlagen
wurden 7.200 Meter sogenanntes Kettenwerk, 6.000 Meter Speiseleitung sowie 350
Fahrleitungsmaste montiert. 60 neue Signalmaste erreichten am 18. und 19.
Oktober vergangenen Jahres per Hubschrauber ihre Standorte. Ein elektronisches
Stellwerk, das aus der Leipziger Betriebszentrale gesteuert wird, ersetzt vier
alte Stellwerke. Die neuen Bahnanlagen ermöglichen eine flexiblere
Betriebsführung und eine Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf 160
Stundenkilometer. Gleichzeitig werden die Verkehrsgeräusche für die Anwohner
leiser, u. a. durch Schallschutzwände auf 6,3 Kilometern Länge. Bereits im
Vorfeld der Baumaßnahme war 1999 der unvermeidliche Eingriff in den Naturraum
durch 17 Hektar neue Feucht- und Trockenbiotope ausgeglichen worden.
Im Bereich Halle-Ammendorf erreichen die zwei Gleise der künftigen Neubaustrecke
Erfurt - Halle (Saale) über die im Bau befindliche Saale-Elster-Talbrücke die
vorhandenen Bahnanlagen der Strecke Halle (Saale) - Weißenfels. In einer zweiten
Etappe werden sie bis 2011 über ein so genanntes Kreuzungsbauwerk in die
vorhandene Strecke eingebunden und über die Regensburger Straße in Richtung
Halle (Saale) Hauptbahnhof geführt. Die 123 Kilometer lange Neubaustrecke Erfurt
- Leipzig/Halle soll 2015 in Betrieb gehen. Die Investition von Bund und Bahn in
dem jetzt fertig gestellten Bauabschnitt Halle (Saale) beträgt 92,5 Millionen
Euro. 64,6 Millionen Euro davon kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE).
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Bahnverkehr im Raum Passau wird leiser
(29.05.) MÜNCHEN - Seit dem 28. April 2008 setzt die DB auf der Strecke von Passau zur
deutsch-österreichischen Grenze zur Reduzierung des bei Zugfahrten im Bereich
der Gleisbögen entstehenden Schalls ein neuartiges sogenanntes
Schienenkonditioniersystem ein. Dabei werden jeweils die Innenseiten der
bogenäußeren Schiene sowie bei der bogeninneren Schiene die Lauffläche
gleichmäßig mit einer Emulsion besprüht. Durch die Räder durchfahrender Züge
wird das Mittel in die Schienen eingearbeitet. Bereits nach einigen Wochen
Anwendungszeit werden die Kontaktflächen zwischen Rad und Schiene so merklich
glatter. Die zum Teil als unangenehm empfundenen hochfrequenten Schallemissionen
bei der Vorbeifahrt eines Zuges in der Kurve können auf diese Weise nachhaltig
vermindert werden.
Das Passauer Schienenkonditioniersystem besteht aus insgesamt 18 Anlagen, durch
die die Emulsion gleichmäßig auf dem etwa 2.000 Meter langen Streckenabschnitt
verteilt wird. Die Bahn setzt Schienenkonditioniersysteme bereits mit Erfolg in
Berlin und Hamburg ein. In Passau erfolgt seit Ende April erstmals ein Einsatz
in Bayern. Die eingesetzte Emulsion auf Basis von Graphit wurde vor dem Einsatz
nach Belangen der Umweltverträglichkeit geprüft und ist biologisch abbaubar.
Darüber hinaus hat der Einsatz des Systems keinen Einfluss auf das
Bremsverhalten der Züge.
Seit 1999 wird die "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes" von
der Bundesregierung gefördert. Damit wurde erstmals die finanzielle Möglichkeit
geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege
umzusetzen. Aktuell stehen dem Programm jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 100
Millionen Euro zur Verfügung. Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine
freiwillige Leistung des Bundes, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Bundesweit
sind aktuell in 1.020 Ortslagen Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung, Bau oder
bereits abgeschlossen. Mit der Realisierung der Maßnahmen ist die DB Projektbau
GmbH beauftragt.
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Neubau der Werkstatt von DB Regio NRW in Münster feierlich eröffnet
(29.05.) DÜSSELDORF - Am Mittwoch ist in Münster die neue Werkstatt in Münster feierlich eröffnet worden. In rund eineinhalbjähriger rekordverdächtiger Bauzeit wurde die neue Halle einschließlich der Betriebsausstattung errichtet und die ersten Arbeitsgleise konnten bereits in Betrieb gehen. Ein wesentlicher Teil der Fahrzeugflotte der DB Regio NRW wird zukünftig ab Dezember 2008 in dieser Halle gewartet: 119 Doppelstockwagen, 68 Personenzugwagen, 24 Dieseltriebwagen (VT) und 9 Elektrotriebwagen (ET). Insgesamt stehen drei Gleise für die Wartung zur Verfügung, ein viertes für längerfristige Arbeiten. Eine Wechseleinrichtung ermöglicht den schnellen und wirtschaftlichen Austausch von kompletten Fahrzeug-Drehgestellen und Radsätzen. Insgesamt wurden in den Bau über 15 Mio. Euro investiert, davon 6,2 Mio. Euro Landesmittel als Förderung. Mit dem Neubau der Werkstatt werden langfristig rund 100 Arbeitsplätze am neuen Standort in Münster aus den bisherigen DB Regio NRW Werkstätten in Münster und Osnabrück gesichert.
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150 Jahre Eisenbahn in Koblenz: DB Museum feiert am Wochenende in Koblenz-Lützel
(29.05.) KOBLENZ - Vor 150 Jahren dampfte der erste Zug von Köln nach Koblenz und fuhr im Rheinischen Bahnhof ein. 100 Jahre später, am 1. Juni 1958, zog die E10 121 als erste Elektrolokomotive einen Zug von Koblenz nach Köln. Aus Anlass dieser beiden historischen Ereignisse zeigt das DB Museum am kommenden Wochenende die legendäre E10 121 und viele weitere historische Eisenbahnfahrzeuge - darunter auch den restaurierten und wieder fahrbereiten Adler-Zug. Er wird an diesem Wochenende in Koblenz auf Fahrt gehen, sogar Mitfahrten sind möglich. Das Highlight am Samstag ist die Lokparade ab 14 Uhr 30 mit E-Loks aus fünf Jahrzehnten. Am Sonntag um 12 Uhr wird die beim Großbrand in Nürnberg beschädigte und komplett restaurierte Dampflokomotive R 3/3 wieder öffentlich vorgestellt und feierlich dem DB Museum in Koblenz-Lützel übergeben. Ein Kinderprogramm rundet das Wochenende für die ganze Familie im DB Museum ab. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Das DB Museum hat am Samstag und Sonntag ab 10 Uhr bis jeweils 17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 4 Euro für Erwachsene, Kinder bezahlen die Hälfte, Familien 6 Euro. Weitere Informationen unter www.dbmuseum.de.
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DB wählt Banken für den Börsengang
(28.05.) BERLIN - Vier Großbanken sollen die Verkehrs- und Logistiktochter der Deutschen Bahn an die Börse bringen. Wie die DB am Dienstag mitteilte, seien im Einvernehmen mit dem Bund die Deutsche Bank, Goldman Sachs, Morgan Stanley und UBS als Koordinatoren für den Börsengang der DB Mobility Logistics AG ausgewählt worden. Andere Konsortialbanken sollen in den kommenden Monaten hinzukommen, hieß es. Als Termin für die Erstnotiz der DB Mobility Logistics war am Montag aus Aufsichtsratskreisen der 5. November genannt worden.
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Öffentliche Verkehrsmittel hängen PKW ab
(28.05.) MÜNCHEN - Mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln ist man in München schneller am Arbeitsplatz als mit dem Auto. Das ist das Ergebnis einer Aktion, bei der die S-Bahn München in Kooperation mit einem Münchner Radiosender zwei Wochen lang die Fahrzeit von der Haustür bis zum Arbeitsplatz gemessen hatte. Gemessen wurde von Haustür zu Haustür, insbesondere von Berufspendlern, einmal mit dem eigenen PKW und einmal mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mehr als 90 Arbeitswegtester konnten durch die Fahrt mit der S-Bahn bzw. anderen öffentlichen Verkehrsmitteln durchschnittlich 15 Minuten Zeit sparen. Eine Testerin aus Kirchheim spart sogar knapp 30 Minuten pro Fahrt beim Pendeln mit der S-Bahn. Die S-Bahn München wird von über 260 Millionen Fahrgästen im Jahr genutzt und ist mit 442 km Streckennetz das größte und auch das schnellste aller S-Bahn-Systeme Deutschlands.
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Euro 2008: Zusatzangebot Schweiz - Österreich
(28.05.) BERN - Damit die Fußballfans bequem zwischen den Gastgeberländern Schweiz und Österreich reisen können, erweitern SBB und ÖBB das grenzüberschreitende Bahnangebot während der Europameisterschaft. So wird der Nachtzug "Wiener Walzer" Zürich - Wien bei Bedarf mit einem Extrazug doppelt geführt. Der Tageszug "Kaiserin Elisabeth" Zürich - Salzburg fährt weiter bis nach Wien und ab Wien via Salzburg nach Zürich.
Speziell für die Fußballfans schaffen SBB und ÖBB während der Fußball-EM eine zusätzliche Tagverbindung mit dem Namen "Der Europameister". Bereits im Zug können sich die Fans auf den Match einstimmen. Das Interieur ist im Fußball-Stil gestaltet, und die Fans können sich bei Schweizer Spielen ab Buchs gleich schminken lassen. Für das leibliche Wohl sorgt "elvetino" im Speisewagen.
Die SBB und die ÖBB erwarten während des Fußballfestes stark steigende Passagierzahlen. Sie gehen davon aus, dass zahlreiche Fans und Gäste die Vorteile des EM-KombiTickets nutzen werden, das jedem Fußballfan mit Matchticket die grenzüberschreitende Bahnbenutzung kostenlos ermöglicht. Der Vorverkauf der Euro 2008-Fahrausweise geht in seine zweite Phase. Noch bis Ende Mai können sich die Kunden das UEFA EURO 2008 GA und das UEFA EURO 2008 Halbtax zu besonders günstigen Konditionen sichern. Alle Angebote sind unter www.sbb.ch/euro08 abrufbar.
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Zella-Mehlis - Rentwertshausen: Setzen von Signalmasten per Hubschrauber
(28.05.) ERFURT - Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Strecke Erfurt - Würzburg werden vom 27. bis zum 30. Mai mit dem Hubschrauber rund 80 Signale entlang des Streckenabschnitts Zella-Mehlis - Rentwertshausen im 10-Minuten-Takt eingeflogen und sofort auf die vorbereiteten Fundamente aufgestellt. Die Lichtsignale sind komplett vormontiert. Gegenüber der herkömmlichen Technologie, bei dem die Signale vom Gleis aus unter Einsatz von Arbeitszügen angeliefert und montiert werden, bedeutet dieses Verfahren eine Zeit- und Kosteneinsparung.
Im Jahr 2005 konnte nach zweieinhalbjährigen Bauarbeiten bereits der erste rund 42 Kilometer lange Projektabschnitt Neudietendorf - Oberhof in Betrieb genommen werden. Hier erfolgte neben dem Umbau der Strecke, der Bahnhöfe und des Brandleitetunnels auch die Ausrüstung von 14 Bahnübergangsanlagen. Seit September 2006 wird das Projekt nun mit dem Ausbau auf den 46 Kilometern von Oberhof bis zur Landesgrenze Thüringen weitergeführt. Die gesamten Baumaßnahmen zwischen Oberhof und der Landesgrenze sollen Ende 2008 abgeschlossen sein. Ab Dezember 2008 ist der durchgängige Einsatz von Neigetechnik-Zügen in der Relation Erfurt - Schweinfurt - Würzburg vorgesehen.
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Allianz pro Schiene: "Bahnen kommen mit immer weniger Energie aus"
(28.05.) BERLIN - Der Schienenverkehr hat seinen Umweltvorteil im Vergleich zum Pkw ausgebaut. Damit erhöht sich der Druck auf die in Umweltfragen in der Kritik stehende deutsche Automobilindustrie erheblich. Autofahrer emittieren lediglich 13 Prozent weniger Kohlendioxid pro Pkm (Personenkilometer) als 1995, während sich die CO2-Bilanz der Bahnreisenden im selben Zeitraum um 21 Prozent verbessert hat. Die Organisationen Allianz pro Schiene, Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) und Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fordern deshalb die Bundesregierung anlässlich ihrer anstehenden Verabschiedung des zweiten Teils des Klimapaketes auf, die Klimapolitik stärker auf eine Verkehrsverlagerung auszurichten. Bisher werde zu einseitig Wert auf die separate Effizienzverbesserung der einzelnen Verkehrsträger gelegt. Eine wirkungsvolle Verlagerung von Straßen- und Luftverkehr auf die Schiene und auf den ÖPNV verspreche jedoch größere Erfolge.
"Der Personenverkehr auf der Schiene hat in den vergangenen zwölf Jahren sowohl den Energieverbrauch als auch den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 weitaus stärker reduziert als etwa Pkw und Flugzeuge", sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. "Es ist sehr erfreulich, dass die Bahnbranche sich nicht auf ihrem bereits bestehenden Umweltvorteil ausruht. Die Bahnen kommen mit immer weniger Energie aus. Ich gehe davon aus, dass das auch in Zukunft so bleibt und von der Politik honoriert wird", so Flege.
"Der Schienenverkehr hat seine Umweltperformance seit 1995 in allen Schadstoffkategorien nennenswert verbessert", sagte VDB-Hauptgeschäftsführer Prof. Ronald Pörner. Pro Personenkilometer hat die Schiene ihren CO2-Ausstoß bis Ende 2006 um rund 21 Prozent reduziert (von 84 Gramm auf 66 Gramm). Zum Vergleich: Im selben Zeitraum ging der CO2-Ausstoß beim Pkw um nur 13 Prozent zurück (von 162 Gramm auf 141 Gramm pro Pkm), beim Flugzeug waren es lediglich 10 Prozent (von 212 Gramm auf 191 Gramm pro Pkm). Vergleichbar gut schneidet die Schiene bei ihren Bemühungen ab, den Ausstoß von Schwefeldioxid und Rußpartikeln zu reduzieren. "Es gibt in der Bahnindustrie zahlreiche technische Innovationen, die zur Senkung des Energieverbrauchs im Personenverkehr beitragen", so Pörner. Dazu gehören auch eine konsequente Leichtbauweise und die Entwicklung regenerativer Bremsen.
"Das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung ist zu sektorspezifisch aufgebaut. Eine Verlagerung auf den umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiene verspricht demgegenüber deutlichere Fortschritte im Klimaschutz und nutzt somit allen Bürgerinnen und Bürgern", hebt VDV-Hauptgeschäftsführer Prof. Adolf Müller-Hellmann hervor. "Der Transport von Gütern auf der Schiene verursacht zum Beispiel je Kilometer nur ein Viertel soviel CO2 wie der Transport derselben Menge per Lkw."
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ÖPNV-Aufgabenträger geben Veolia Verkehr gute Noten
(28.05.) BERLIN - Eine aktuelle Imagebefragung liefert für die Veolia-Verkehr-Gruppe erfreuliche Ergebnisse. Aufgabenträger im Nahverkehr und kommunale Partner beurteilen das Unternehmen demnach insgesamt mit der Note 2,07. 77 Prozent der Befragten mit Veolia Verkehr zufrieden oder sogar vollkommen zufrieden. Die Studie wurde von der Veolia Verkehr GmbH zum zweiten Mal in Auftrag gegeben. Für die Imagebefragung wurden 118 Aufgabenträger und kommunale Partner aus ganz Deutschland kontaktiert. Etwa die Hälfte von ihnen arbeitet bereits mit Veolia Verkehr zusammen.
Im Vergleich zu den Hauptwettbewerbern, so die Analyse, gilt Veolia Verkehr als flexibler und als besonders kompetenter Partner, wenn es um regionale Aufgaben geht. Das meint zum Beispiel, dass bei kurzfristig erhöhter Nachfrage an Ort und Stelle ein Fahrzeug mehr eingesetzt werden kann. Auch die Kundenorientierung und die dezentrale Führung werden ausdrücklich positiv bewertet. Ebenfalls erfreulich ist, dass Unternehmen und Aufgabenträger, die mit Veolia Verkehr kooperieren, das Fachwissen und das Engagement der Mitarbeiter loben.
Teilweise kritisiert wurden unklare Strukturen und häufige Namensänderungen. "Wir haben festgestellt, dass etwa 40 Prozent weiterhin von Connex sprechen, wenn sie uns meinen", so Andreas Winter, als Prokurist verantwortlich für Marktentwicklung und Kommunikation. Nach der Umbenennung vor zwei Jahren ist das noch immer ein hoher Wert. Aber, so Winter: "Wir arbeiten intensiv daran, die Dachmarke Veolia Verkehr zu etablieren. Eine Maßnahme ist das Co-Branding der Züge und Busse mit dem Veolia-Verkehr-Logo neben unseren regionalen Marken. So kann beispielsweise der blau-gelbe Zug des Harz-Elbe-Express deutlich der Veolia-Verkehr-Gruppe zugeordnet werden. Ein weiterer Punkt ist der einheitliche Auftritt in der Öffentlichkeit, auf Messen und Kundenveranstaltungen. 2008 werden wir zeigen, dass hier Kontinuität einkehrt."
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DB plant Bahnbörsengang im November
(27.05.) BERLIN - Die DB will ihre Tochter DB Mobility Logistics am 5. November an die Börse bringen. Das berichteten am Montag mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Aufsichtsratskreise der DB. Auch über die Banken, die den Börsengang begleiten sollen, werde noch Anfang dieser Woche entschieden, hieß es. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete unterdessen, vier Fünftel der zum Verkauf stehenden Aktien der Bahn-Tochter seien für institutionelle Anleger, wie Fonds und Banken, reserviert. Für Kleinanleger bleibe nur ein kleiner Teil. Privatisiert werden können maximal 24,9 Prozent der neuen Transporttochter der DB, DB Mobility Logistics, in der der Personen- und Güterverkehr zusammengefasst sind. Der "Tagesspiegel" berichtete ferner, der Verkaufserlös des Börsenganges werde nach Schätzungen lediglich drei bis vier Milliarden Euro bringen, erheblich weniger als bislang geschätzt. Die Regierung hatte zeitweise von einer Größenordnung von bis zu acht Milliarden Euro gesprochen.
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Zusätzliche Züge zur Fußball-EM
(27.05.) MÜNCHEN - In rund zwei Wochen ist Anstoß zur Fußball-Europameisterschaft 2008. Schnell, bequem und umweltfreundlich bringt die DB die Fans in die Spielorte. Neben den planmäßigen Verbindungen z.B. im Zwei-Stundentakt von Frankfurt aus nach Wien setzt die DB zusätzliche Züge zu allen Spielen des DFB-Teams - auch zu möglichen Spielen in der Hauptrunde - ein. Die Züge werden Frankfurt, Stuttgart und München an den Spieltagen jeweils am frühen Morgen verlassen. Retour geht es noch am Abend nach dem Schlusspfiff oder am nächsten Tag. In Richtung Wien halten die Züge dabei unter anderem in Aschaffenburg, Würzburg und Nürnberg beziehungsweise in Stuttgart und München. In Richtung Klagenfurt gibt es Halte unter anderem in Mannheim, Stuttgart und München sowie in Richtung Basel unter anderem in Mannheim und Karlsruhe. Die zusätzlichen Direktverbindungen München - Basel halten unter anderem in Ulm und Stuttgart. Die Züge sind alle mit einem Club- und Barwagen ausgestattet. An Bord sind kalte und warme Getränke sowie kleine Speisen zu günstigen Preisen erhältlich.
Auch die Fans der niederländischen Nationalmannschaft kommen mit der Bahn schnell und direkt zur EM. Zu den drei Vorrundenspielen des Oranje-Teams in Bern fährt die DB jeweils einen zusätzlichen ICE ab Amsterdam direkt nach Basel SBB mit Anschluss in Richtung Bern. Zusätzlich bestehen gute Umsteigeverbindungen von Amsterdam über Köln und Mannheim nach Basel.
Auch im Nachtzugverkehr setzt die DB Sonderzüge ein: zu den Spielen der deutschen Mannschaft fahren jeweils City Night Line-Zusatzzüge gegen 17 Uhr aus Berlin ab, bei einem Stopp in Hannover können auch dort Fußballfans zusteigen. Ankunft in Wien und Basel bzw. Klagenfurt ist um ca. 8 Uhr morgens. Nach dem Spiel geht es im Liegewagen wieder nach Hause. Je länger die deutsche Mannschaft in den Endrundenspielen dabei ist, desto mehr Sonderzüge werden eingesetzt. Fährt der sechste zusätzliche City Night Line, ist dies ein ausgezeichnetes Zeichen: Dann dürfen alle im Finale auf den Europameistertitel für die deutschen Kicker hoffen. Die bequeme Fahrt im Liegewagen gibt es ab günstigen 49 Euro pro Person und Strecke, BahnCard-Kunden zahlen nur 45 Euro. Natürlich fahren zur Fußball EM auch Nachtzüge auf allen Regelverbindungen planmäßig nach Österreich und in die Schweiz. Für den City Night Line beispielsweise von Berlin, Hamburg, NRW oder dem Rhein-Main-Gebiet nach Zürich, Salzburg oder Wien wird rund um das große Fußballereignis eine frühzeitige Buchung empfohlen.
Alle Informationen zu den zusätzlichen Zügen und Bahnangeboten rund um die EM gibt es im Internet unter www.bahn.de/fan-ecke.
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Regelmäßig Güterzüge von China nach Deutschland geplant
(27.05.) BERLIN - Bereits in diesem Jahr sollen regelmäßig Güterzüge zwischen Deutschland und China fahren. "Schätzungsweise in drei Monaten beginnen wir damit, den Regelbetrieb aufzunehmen", sagte Manfred Michel von der Betreibergesellschaft China United International Railway Container Transport (CUIRC) der Zeitung "Die Welt". Die Züge sollen zwei bis drei Mal pro Woche starten und die rund 10.000 Kilometer lange Strecke in 15 Tagen bewältigen. Zum Vergleich: per Luftfracht sind Güter zwischen China und Deutschland ein bis drei Tage unterwegs, per Schiff im Schnitt 35 Tage.
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Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes "Lübeck Flughafen"
(27.05.) LÜBECK - Am Montag ist in Lübeck-Blankensee der neue Bahn-Haltepunkt "Lübeck Flughafen" in Betrieb genommen worden. In nur sechs Wochen Bauzeit entstand an der Strecke Lübeck - Büchen ein neuer 100 Meter langer Bahnsteig. Der Bahnsteig hat eine Höhe von 76 Zentimetern und ist barrierefrei zu erreichen. Rund 40 Regionalbahnen halten ab heute täglich an der neuen Station. Die Fahrzeit vom Lübecker Hbf zum Flughafen beträgt acht Minuten. Bis zum Terminal sind es etwa 300 Meter Fußweg. Die Gesamtkosten in Höhe von etwa 1,35 Millionen Euro tragen das Land Schleswig-Holstein, die Hansestadt Lübeck, die Flughafen Lübeck GmbH und die DB.
Im Herbst beginnt der Bau eines Aufzuges und einer Treppenanlage an der neuen Brücke über die B 207. Ein Wetterschutzhaus mit Sitzmöglichkeit, Infovitrinen und ein modernes Wegeleitsystem werden die Station vervollständigen. Über die jeweilige Betriebslage informiert eine neu entwickelte Laufbandanzeige mit Leuchtdioden. Nach Abschluss der gesamten Bauarbeiten wird das Abfertigungsterminal des Flughafens noch besser erreichbar sein. Die Hansestadt Lübeck wird die zugehörige Straßenanbindung im Wulfsdorfer Weg verbessern. Im Kreuzungsbereich Wulfsdorfer Weg - Straße Höhlfeld entstehen neben einer neuen Wendeanlage Behinderten- und Kurzzeitparkplätze.
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DB baut Korruptionsbekämpfung aus
(27.05.) BERLIN - Die DB baut die Korruptionsbekämpfung aus. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wird der Bereich Compliance neu aufgestellt und mit deutlich mehr Personal ausgestattet. Wolfgang Schaupensteiner, Chef der Compliance-Organisation, führt künftig ein 28-köpfiges Team (vormals 10 Personen), das sich jedoch nicht nur mit der Verfolgung von Korruptionshinweisen beschäftigt. "Compliance ist heute ein wichtiger Teil des Risikomanagements eines Unternehmens. Aus diesem Grund setzen wir stark auf Schulung der Mitarbeiter und damit auf Prävention", so Schaupensteiner.
Mit der Inbetriebnahme eines weltweiten elektronischen Hinweisgebersystems weitet die DB ihr Angebot an Präventionsmaßnahmen aus. Das System stellt einen entscheidenden Schritt zur Internationalisierung der Compliance-Arbeit dar. "Damit haben alle Niederlassungen und Tochtergesellschaften des Konzerns sowie unsere Geschäftspartner weltweit Zugriff auf diese Kommunikationsplattform", so Schaupensteiner. Das internetbasierte Hinweisgebersystem ist nicht bahnintern, sondern wird auf einem externen Server betrieben. Unberechtigte Zugriffe sind damit ebenso ausgeschlossen wie die Identifizierung des Hinweisgebers.
Um die Einhaltung der nationalen und internationalen Gesetze sowie der internen Regeln konzernweit sicherzustellen, bekommen alle Geschäftsfelder zusätzliche Compliance-Beauftragte. 25 Mitarbeiter werden insgesamt dezentral über alle Bereiche des Konzerns verteilt und an den CCO berichten. "Das im Jahr 2000 bei der DB eingeführte Ombudsmann-Verfahren, das für viele Unternehmen Maßstab in der Korruptionsbekämpfung in Deutschland geworden ist, bleibt weiterhin bestehen", so Schaupensteiner. "Wir stehen für Null Toleranz bei Korruption – völlig unabhängig von Funktion, Status oder Position des Betroffenen im Unternehmen", ergänzte Hartmut Mehdorn.
Neben der Neuorganisation des Compliance-Bereichs wurde auch der Compliance-Bericht 2006/2007 vorgestellt. Der Bericht weist aus, dass in den beiden Jahren rund 100 Hinweisen auf Korruption nachgegangen wurde und 24 staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren veranlasst wurden. Vom Jahr 2000 bis 2007 wurden damit insgesamt 322 Hinweise abschließend bearbeitet. Davon wurden in 148 Fällen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen aufgenommen. Den aktuellen Compliance-Bericht 2006/2007 zum Download, weitere Informationen zum Thema sowie Zugang zum elektronischen Hinweisgebersystem gibt es unter www.db.de/compliance.
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DHL nimmt Logistikzentrum Leipzig/Halle offiziell in Betrieb
(27.05.) LEIPZIG - Die Posttochter DHL hat am Montag ihr europäisches Drehkreuz für Luftfracht am Flughafen Leipzig/Halle offiziell in Betrieb genommen. Bei einem Festakt gaben Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier, Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (beide SPD) und der neue Vorstandschef der Deutschen Post, Frank Appel, den Startschuss für die 300-Millionen-Euro-Ansiedlung. Die DHL will von Leipzig/Halle aus erstmals auch über die Schiene Luftfracht transportieren. Dafür soll täglich ein Zugpaar auf der Strecke nach Frankfurt/Main eingesetzt werden. Geplant war der Start ursprünglich für Sommer. Nun ist die zweite Jahreshälfte 2008 im Gespräch.
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SPD-Politiker Scheer: Börsenerlöse nur im Inland investieren
(26.05.) BERLIN - Der SPD-Politiker Hermann Scheer hat die DB davor gewarnt, Erlöse aus dem geplanten Börsengang für den Ausbau der Güterverkehrsstrecke nach Peking zu verwenden. In einem Strategiepapier des Bahn-Experten, aus dem der "Tagesspiegel" (Montagausgabe) zitiert, heißt es, die Erlöse dürften nur im Inland verwendet werden. Deswegen seien andere private Geldgeber notwendig. "Darüber hinaus sollte mittelfristig eine gemeinsame öffentliche Trägerschaft der Schieneninfrastruktur der gesamten Strecke unter Beteiligung aller Transitländer proportional zu ihrem Streckenanteil angestrebt werden." Neben Deutschland und Russland sind dies China, die Mongolei, Weißrussland und Polen.
Die Gesamtkosten des Projekts sind offen. Scheer verweist auf ein Konzept des europäischen Bahnverbands CER, der den Ausbau der Güterverkehrsstrecke Bologna - Stockholm auf 29,8 Milliarden Euro veranschlagt. Für die drei Mal so lange Strecke Berlin-Peking sei das ein Anhaltspunkt. "Wer den Schienengüterverkehr nach China als ernsthafte und zukunftsfähige Alternative fest etablieren will, der muss mit Milliardeninvestitionen rechnen", resümiert der Bundestagsabgeordnete.
Zuvor hatte Bahn-Logistikvorstand Norbert Bensel erklärt, die DB wolle ihr Geschäft im Ausland vorantreiben. "Eisenbahn allein in Deutschland geht nicht", sagte Bensel der "Börsen-Zeitung" vom Samstag. "Wir wollen ein europäisches Netzwerk auf der Schiene haben." Hier wolle die Bahn auf den wichtigsten Märkten aktiv sein. Auch im Personenverkehr "werden wir unsere Internationalisierungsstrategie fortsetzen, weil die Wachstumschancen in Deutschland begrenzt sind". Die Bahn schaue zudem nach Fernost. Trotz vieler offener Fragen entstünden offenbar in China für den Schienenverkehr große Möglichkeiten. Die Bahn führe bereits sehr konkrete Gespräche mit Branchen, um solche Chancen letztlich auch nutzen zu können.
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"WirtschaftsBlatt": Strabag kauft sich eigene Eisenbahn
(26.05.) WIEN - Der Baukonzern Strabag baut sich einem Bericht der österreichischen Zeitung "WirtschaftsBlatt" zufolge für 100 Millionen Euro ein eigenes Bahnunternehmen auf. 600 Wagons und 20 Loks sollen europaweit den Transport der Baumaterialien zu den jeweiligen Strabag-Baustellen übernehmen, sagt Strabag-Sprecher Christian Ebner im Gespräch mit dem "WirtschaftsBlatt". Damit sollen zehn Prozent der gesamten Baumaterial-Transportes auf die Schiene verlagert und 25.000 LKW-Fahrten pro Jahr eingespart werden. Die unmittelbar erwartete Kosteneinsparung liegt laut Ebner im zweistelligen Prozentbereich. Ausgangspunkt und Testbereich ist Deutschland: Dort startete die Strabag mit einem eigenen Eisenbahnunternehmen, das Schotter von eigenen Steinbrüchen zu eigenen Betonmischanlagen bringt. Und in Polen wurde mit einem Partner ein Bahnverkehrsunternehmen gegründet, dass auch für Dritten arbeitet.
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Handyticket Hamburg - Sylt: Rabatt nur noch bis 31. Mai
(26.05.) KIEL - Wer das neue Handyticket der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) für die Strecke Hamburg - Westerland bis jetzt noch nicht getestet hat, sollte sich beeilen: Nur noch wenige Tage, genau bis zum 31. Mai, gibt es auf die Fahrkarten 20 Prozent Rabatt. Jeder, der das Ticket nutzen möchte, kann sich nach der Anmeldung unter www.nah-sh.de das entsprechende Programm auf das Handy herunterladen und das System anschließend gleich nutzen. Es werden Fahrkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs (Einzelfahrkarten, Tages- und Kleingruppenkarte) angeboten. Die Tickets gelten auch in den Stadtbusverkehren an den Unterwegshalten und im Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Das neue Handyticket wurde am 17. April 2008 als Pilotprojekt der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft mbH (LVS) und der NOB zunächst für die Bahnstrecke Hamburg - Westerland (Sylt) eingeführt.
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Mit der Bahn zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung 2008
(26.05.) BERLIN - Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) ist die größte Messe der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland. Sie findet alle zwei Jahre auf dem Südgelände des Flughafens Berlin-Schönefeld statt. In diesem Jahr beginnt die Ausstellung für Fachbesucher am 27. Mai und ist am anschließenden Wochenende vom 30. Mai bis 1. Juni für das allgemeine Publikum geöffnet. Zum Besuch der ILA 2008 setzt die DB Regio AG Nordost zusätzliche Nahverkehrszüge zwischen Berlin-Lichtenberg und dem ILA Bahnhof ein. Die Besucher erreichen mit dem kostenlosen ILA-Bahn-Shuttle das Ausstellungsgelände am Eingang Ost.
Die Zeit vom 27. bis zum 29. Mai ist den Fachbesuchern vorbehalten und der Besuch der ILA nur mit einem Fachbesucherausweis möglich. Fachbesucher können den Bahn-Shuttle ab Berlin-Lichtenberg ab 9.11 Uhr bis 18.11 Uhr jede Stunde nutzen. Zurück fahren ab Berlin-Schönefeld ILA Bahnhof die Züge jede Stunde von 9.10 Uhr bis 18.10 Uhr. Im Zeitraum 30. Mai bis 1. Juni verkehren die ILA-Bahn-Shuttle halbstündlich von Berlin-Lichtenberg ab 9.11 Uhr bis 18.25 Uhr jede Stunde zur Minute 11 und 36. Für die Rückfahrt ab Berlin-Schönefeld fahren die Züge zwischen 9.41 Uhr und 18.41 jede Stunde zur Minute 10 und 41 (am Freitag, 30. Mai um 18.56 Uhr).
Informationen zum Fahrplan gibt es beim Regionalen Ansprechpartner Nahverkehr unter 01805 194-195 (Taste 1), in DB Reisezentren und DB Agenturen sowie im Internet unter www.bahn.de/regional. Informationen zur Ausstellung finden Interessierte unter www.ila-berlin.de.
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Oberleitungsarbeiten im Raum Magdeburg
(26.05.) LEIPZIG - Auf Grund von Oberleitungsarbeiten im Raum Magdeburg muss der Streckenabschnitt Magdeburg Hauptbahnhof - Magdeburg-Buckau in den Nächten vom 26./27. Mai bis 28./29. Mai jeweils von 22.20 Uhr bis 4.00 Uhr gesperrt werden. Dadurch kommt es im Nahverkehr zu Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr. Ausfallende Nahverkehrszüge werden auf dem Streckenabschnitt Magdeburg Hauptbahnhof - Magdeburg-Buckau und in der Gegenrichtung durch Busse ersetzt. Informationen zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es an den Aushängen auf den Bahnhöfen, im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten, im Videotext auf der Tafel 737 und unter dem BahnBau-Telefon 0800 5 99 66 55 (kostenlose Rufnummer, rund um die Uhr).
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Behinderungen zwischen Feucht und Altdorf
(26.05.) NÜRNBERG - Wegen Gleisbauarbeiten werden in der Nacht von Donnerstag 29. Mai auf Freitag, 30. Mai, zwischen 22.25 Uhr und 1.00 Uhr die S-Bahnen werden zwischen Feucht und Altdorf (b Nürnberg) durch Busse ersetzt. Die Ersatzbusse fahren bis zu 15 Minuten früher in Altdorf ab und kommen in der Gegenrichtung bis zu 12 Minuten später an. Die Einzelheiten zum Zug- und Busverkehr können dem Ersatzfahrplan entnommen werden, der an den Bahnhöfen und in den Zügen ausliegt. Die Reisenden werden gebeten die geänderten Fahrzeiten zu beachten und ggf. eine frühere Verbindung zu wählen.
Die DB informiert ihre Fahrgäste im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten, am Kundentelefon 0180 5 70 21 70, im Videotext des Bayerischen Rundfunks (Tafel 700) sowie über Lautsprecherdurchsagen, Aushänge, Plakate und Faltblätter auf den Stationen. Die Mitnahme von Kinderwagen und Rollstühlen ist in den Bussen nur eingeschränkt möglich. Die Mitnahme von Fahrrädern ist in den Bussen nicht möglich.
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(24.05.) BERLIN - Die Bundesländer wollen ihre Interessen bei der Teilprivatisierung der DB per Gesetz sichern. Sie verabschiedeten dazu am Freitag im Bundesrat einen eigenen Gesetzentwurf, der ein Mitspracherecht beim Erhalt und Ausbau des Schienennetzes sowie bei der Gestaltung des Fernverkehrs vorsieht. Zwar wollten sich die Länder der Bahnprivatisierung nicht prinzipiell entgegenstellen, sagte der Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Karl-Heinz Daehre (CDU). Sie stünden aber in der Pflicht, ihre Verantwortung für den Nahverkehr wahrzunehmen. Die Privatisierung berge Risiken für den Schienenverkehr, die ein Gesetz nötig machten. Daehre zufolge ist zu befürchten, dass sich Bund und Bahn bei 30 Prozent der Strecken und Bahnhöfe aus den Investitionen zurückziehen könnten.
Die Bundesregierung will den Börsengang der Bahn ohne Gesetz regeln. Am kommenden Freitag soll der Bundestag der Teilprivatisierung nur per Entschließungsantrag zustimmen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sagte den Ländern am Freitag erneut zu, dass der Bund die Länder bei den Verhandlungen über die Qualitätskontrolle des Netzes beteiligen werde. Der Bund habe bereits viele Länderforderungen aufgenommen. Bund und Länder müssten bei der Bahn-Reform an einem Strang ziehen.
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Transnet und GDBA wollen Zeitarbeit begrenzen
(24.05.) BERLIN - Die Tarifgemeinschaft Transnet/GDBA will Zeitarbeit bei der DB eingrenzen. "Wir verlangen dazu Tarifverhandlungen", kündigten Transnet-Vize Alexander Kirchner und der stellvertretende GDBA-Chef Heinz Fuhrmann am Freitag an. Hintergrund sind offenkundige Pläne des Konzerns, Zeitarbeit massiv auszudehnen. "Zeitarbeit darf den Regelarbeitsplatz nicht ersetzen", warnten die beiden Gewerkschafter. Dies käme einer "beschäftigungspolitischen Erosion" bei der DB gleich. Bislang sind nach Gewerkschaftsangaben rund 2.500 Mitarbeiter der DB-internen Zeitarbeitsfirma und weit über 1.000 Mitarbeiter externer Zeitarbeitsfirmen bei der DB beschäftigt. "Dieser Anteil soll nach unseren Informationen erheblich erhöht werden", bemerkten Kirchner und Fuhrmann. Dem müsse allerdings "ein Riegel vorgeschoben werden." Deshalb würden Transnet und GDBA nun auf tarifvertragliche Regelungen pochen: "Wir wollen, dass der Anteil von Zeitarbeit auf einen Anteil von maximal vier Prozent der Beschäftigten in den jeweiligen Betrieben festgeschrieben wird."
Außerdem verlangen die beiden Gewerkschaften, dass "die Entlohnung von Beschäftigten in Zeitarbeit denen bei der DB AG angepasst wird." Der Einsatz von Zeitarbeit dürfe nicht zu Lohn- und Sozialdumping führen. Kirchner und Fuhrmann bekräftigten, dass es "nicht Beschäftigte erster und zweiter Klasse" geben dürfe.
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Hauptphase des Umbaus des Eisenbahnknotens Magdeburg startet am 25. Mai
(24.05.) MAGDEBURG - Am Sonntag startet die Hauptphase des Umbaus der Gleisanlagen im Bahnknoten Magdeburg. Dadurch kommt es aufgrund eingeschränkter Kapazitäten bei den Bahnsteigen 6 bis 9 auf der Westseite des Magdeburger Hauptbahnhofs zu veränderten Linienführungen, überwiegend im Fernverkehr. Die Gleise 1 bis 5 (Ostseite) des Hauptbahnhofs können uneingeschränkt genutzt werden. Der Magdeburger Hauptbahnhof steht Reisenden und Besuchern während der Baumaßnahmen mit allen Serviceeinrichtungen ohne weitere Einschränkungen zur Verfügung.
Für den Zeitraum des Umbaus fahren fast alle Züge des Nahverkehrs unverändert über den Hauptbahnhof. Die Züge des Fernverkehrs halten bis auf wenige Ausnahmen am Bahnhof Magdeburg-Buckau. Für die Reisenden des Fernverkehrs besteht Anschluss im Minutentakt zwischen dem Magdeburger Hauptbahnhof und Magdeburg-Buckau. Um dies sicherzustellen, wurden einige Linien des Nahverkehrs über den Hauptbahnhof bis Magdeburg-Buckau verlängert. So hat z. B. der IC 2033 aus Hannover bei seiner Ankunft um 8.58 Uhr bereits um 9.03 Uhr Anschluss zum Hauptbahnhof, Ankunft am Hauptbahnhof um 9.07 Uhr. Die Reisezeit ab Magdeburg Hauptbahnhof mit Umstieg in Magdeburg-Buckau verlängert sich dadurch um etwa zehn Minuten.
Am Bahnhof Magdeburg-Buckau wurden in den vergangenen Wochen die Voraussetzungen geschaffen, ihn neben dem Hauptbahnhof als Umsteigebahnhof für Züge des Fernverkehrs zu nutzen. So wurden in Magdeburg-Buckau die Bahnsteige repariert und verlängert, das Wegeleitsystem den Erfordernissen der Umsteigebeziehungen angepasst und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.
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Geldstrafen im Transrapid-Prozess
(24.05.) OSNABRÜCK - Im Prozess um das Transrapid-Unglück im Emsland hat das Landgericht Osnabrück gegen zwei angeklagte Betriebsleiter Geldstrafen in Höhe von 24000 bzw. 20000 Euro verhängt. Beide wurden der 23-fachen fahrlässiger Tötung und sowie der elffachen fahrlässigen Körperverletzung für schuldig erklärt. Mit dem Strafmaß entsprach das Gericht den Forderungen der Staatsanwalt. Die Magnetschwebebahn war im September 2006 mit fast 180 Stundenkilometern auf einen auf der Teststrecke stehenden Wartungswagen gerast. Bei dem Unglück waren 23 Menschen ums Leben gekommen, elf wurden verletzt.
Angeklagt war außerdem der Fahrdienstleiter, der aber wegen Selbstmordgefahr nicht verhandlungsfähig war. Nach Meinung der Staatsanwaltschaft saßen bei dem Prozess nicht die Hauptverantwortlichen des Unglücks auf der Anklagebank. Oberstaatsanwalt Hubert Feldkamp kündigte an, der Fahrdienstleiter werde sich auf jeden Fall noch vor Gericht verantworten müssen. Der zweite Hauptschuldige ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft der bei dem Unglück ums Leben gekommene Zugführer. Feldkamp deutete zudem an, dass noch gegen weitere Mitarbeiter der Versuchsanlage ermittelt werden könnte.
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(24.05.) FRANKFURT/Main - Am 28. Mai 1978 nahm die S-Bahn Rhein-Main offiziell ihren Betrieb auf. Dieses Ereignis jährt sich am kommenden Mittwoch zum dreißigsten Mal. Unter dem Motto "Wir feiern Geburtstag und Sie bekommen die Geschenke" lädt die Bahn zu einem Gewinnspiel ein. Hauptpreis ist eine Reise für zwei Personen nach Berlin. Auf den Bahnsteigen an den Stationen Haupt- und Konstablerwache werden am Mittwoch nicht nur Teilnahmekarten sondern auch kleine Geschenke verteilt. Oben auf dem Platz an der Konstablerwache haben Besucher die Möglichkeit, mit einem Fahrsimulator zwischen 10 Uhr und 18 Uhr selbst eine S-Bahn zu steuern. Drei neue Broschüren zu den Themen Sport, Natur und Nightlife geben Ausflugstipps für das Rhein-Main-Gebiet. Ausflugsbroschüren und Teilnahmekarten für das Gewinnspiel liegen in den DB-Reisezentren im Rhein-Main-Gebiet aus. Oder sie sind genauso wie Zahlen, Daten und Fakten zur S-Bahn im Internet unter www.bahn.de/30-jahre-S-Bahn zu finden.
Das Streckennetz wuchs von anfangs sechs Linien mit 150 Kilometern Länge auf mittlerweile neun Linien mit 300 Kilometern Länge. In den vergangenen 30 Jahren fuhren an knapp 11.000 Betriebstagen rund 8,4 Millionen Züge. Sie hielten ungefähr 125 Millionen Mal und beförderten mehr als 1,7 Milliarden Fahrgäste. An Spitzentagen nutzen über 400.000 Fahrgäste die S-Bahn. Sie stellt heute das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs im Rhein-Main-Gebiet dar. Die S-Bahn startete vor 30 Jahren mit 78 Fahrzeugen; heute sind es 164. Die Züge fuhren in den ersten Jahren im 20-, 40- und 60-Minuten-Takt. Heute rollen sämtliche Linien bis 22 Uhr im 30-Minuten-Takt, auf einigen Linien in den Hauptverkehrszeiten sogar alle 15 Minuten.
Die erste Ausbaustufe umfasste die nordwestlich von Frankfurt gelegenen Streckenabschnitte mit den Endpunkten Wiesbaden, Niedernhausen, Bad Soden, Kronberg, Friedrichsdorf und Friedberg. Damals endeten die Züge im Hauptbahnhof oder an den Stationen des allmählich weiter verlängerten S-Bahn-Tunnels unter der Frankfurter City. Schon bald wurde der Frankfurter Flughafen mit einem eigenen Bahnhof angebunden. Heute durchfahren die meisten Linien den Frankfurter Stadtbereich und enden z.B. auch in Hanau, Darmstadt, Groß Gerau und dem Rodgau.
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Zusätzliche Züge und zur Fußball-EM
(23.05.) BERLIN - In rund zwei Wochen ist Anstoß zur Fußball-Europameisterschaft 2008. Schnell, bequem und umweltfreundlich bringt die DB die Fans in die Spielorte. So fährt der ICE beispielsweise alle zwei Stunden von Frankfurt (Main) nach Wien und von Stuttgart nach Zürich. Basel ist täglich mit über 20 ICE-Verbindungen erreichbar. Wegen der starken Nachfrage werden im Fernverkehr 37 zusätzliche Züge eingesetzt, die zu den Vorrundenspielen der deutschen Mannschaft, den Viertel- und Halbfinalbegegnungen sowie zum Finale fahren. Besonders zeitsparend durch die Reise über Nacht sind die zusätzlichen City Night Line-Verbindungen von Berlin über Hannover zu den Spielorten der Nationalelf. Im Regionalverkehr rollen Sonderzüge nach Innsbruck, Salzburg und Basel.
Die seit Anfang April verkaufte Fan BahnCard 25 garantiert mindestens bis zum 30. Juni 25 Prozent Ermäßigung auf alle Normal- und Sparpreise, auch für Fahrten nach Österreich und in die Schweiz. Mit jedem Sieg der deutschen Nationalmannschaft verlängert sie sich zudem automatisch um einen Monat. Siegen die deutschen Fußballer in allen Spielen, ist die Fan BahnCard 25 bis zum 31. Dezember und damit neun Monate gültig. Seit dem Verkaufsstart haben bereits 180.000 Kunden die Fan BahnCard 25 gekauft. "Pro Sieg ein Monat mehr Rabatt, da werden immer mehr Fußballfans zu BahnCard-Fans", sagt Nikolaus Breuel, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG. Die Karte wird bis zum 7. Juni verkauft und kostet für die 2. Klasse 19 Euro (1. Klasse: 39 Euro).
Für Fahrten in die EM-Gastgeberländer gilt auch das Europa-Spezial. Das Angebot ist ab 39 Euro in der 2. Klasse und ab 69 Euro in der 1. Klasse erhältlich. Das Ticket hat eine Vorkaufsfrist von 3 Tagen und wird verkauft, so lange der Vorrat reicht. Inhaber einer BahnCard 25 oder einer Fan BahnCard 25 erhalten fünf Euro Rabatt. Alle Fahrkarten nach Österreich und in die Schweiz sind jetzt auch im Internet unter www.bahn.de als Online-Ticket erhältlich. Fußballfans im Süden Deutschlands können mit dem Bayern- oder Baden-Württemberg-Ticket sparen. Mit dem Ticket können bis zu fünf Personen für 27 Euro innerhalb der jeweiligen Länder alle Nahverkehrszüge nutzen. Die Reise nach Salzburg Hbf beziehungsweise Basel SBB ist inbegriffen.
Alle Informationen zu den Sonderzügen und den Bahnangeboten rund um die EM gibt es im Internet unter www.bahn.de/fan-ecke.
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Müller: "Neue Ära im nordschwäbischen Nahverkehr"
(23.05.) MÜNCHEN - "Mit dem nächsten Fahrplanwechsel beginnt im nordschwäbischen Nahverkehr eine neue Ära. Das Fahrplanangebot wird ab Dezember völlig neu strukturiert und dabei erheblich verdichtet. Für die Fahrgäste und die ganze Region wird es klare Verbesserungen geben", kündigte Bayerns Verkehrsministerin Emilia Müller am Donnerstag an. Mit nahezu allen Zügen, die aus dem Westen und Norden von Augsburg bislang am Hauptbahnhof endeten, könne man künftig umsteigefrei nach München weiterfahren. Haltepunkte, die bislang nur wenig oder unsystematisch bedient wurden, erhielten mehr Zughalte.
Die Änderungen sind so umfangreich, dass sie von Ulm bis München und von Schongau bis Treuchtlingen reichen. "Die Staatsregierung verfolgt das klare Ziel, alle Infrastrukturverbesserungen unmittelbar für die sukzessive Umsetzung des Regio-Schienen-Taktes zu nutzen. Die anstehende Fertigstellung des viergleisigen Ausbaus zwischen Augsburg und Mering ermöglicht uns jetzt den ersten großen Schritt in Richtung Zielkonzept", erklärt Müller. Weitere Schritte würden folgen. So werde ab Dezember 2009 auch das Zugangebot Augsburg - Aichach erheblich erweitert.
Im Vorortverkehr von Augsburg werden künftig neu von Montag bis Freitag ganztags halbstündlich die Strecken Augsburg - Dinkelscherben und Augsburg - Meitingen bedient. Zwischen Augsburg und Gessertshausen verkehren im Berufsverkehr dann 4 Züge pro Stunde und Lastrichtung. Dieses dichte Zugangebot wird im Berufsverkehr ab Dezember auch zwischen Augsburg und Mering gefahren. Auf dieser Strecke geht zeitgleich auch der Haltepunkt St. Afra in Betrieb. Neu ist auch, dass die Nahverkehrszüge zwischen München und Augsburg bis ca. 21 Uhr im Halbstundentakt verkehren. Der Vertrag über die neuen Angebote im Nahverkehr ist zwischen Freistaat und Bahn bereits endgültig verhandelt und wird in den nächsten Wochen abgeschlossen. Auf allen Strecken kommen fast ausschließlich neue Fahrzeuge zum Einsatz, die klimatisiert und barrierefrei sind.
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SBB gibt Vorschau auf Fahrplan 2009
(23.05.) BERN - Mit dem Fahrplan 2009 baut die SBB das Bahnangebot für die Kunden erneut spürbar aus. Die angebotenen Zugkilometer nehmen um über fünf Prozent zu. Durch Zusatzzüge vergrößert die SBB das Sitzplatzangebot zu den Hauptverkehrszeiten weiter. So sollen zwischen Bern und Zürich zusätzlich zum Halbstundentakt voraussichtlich vier Intercity-Entlastungszüge verkehren. Die Intercity-Züge werden weiter verlängert und verkehren neu teilweise als Doppelkomposition. "Wir fahren an der Kapazitätsgrenze unseres Netzes und setzen alles daran, wo es noch geht, die wachsende Nachfrage unserer Kunden mit Entlastungszügen und Zusatzwagen zu befriedigen", sagte Vincent Ducrot, Leiter SBB Fernverkehr. Zusätzliche Züge zur Hauptverkehrszeit setzt die SBB auch auf den Strecken Lausanne - Genf, Neuenburg - Lausanne sowie Aarau - Zürich ein. Neu sind zudem der Halbstundentakt Basel - Zürich sowie ein morgens und abends verlängerter Halbstundentakt Lausanne - Genf und Bern - Zürich. Mehr Sitzplätze sowie Entlastungszüge namentlich an Wochenenden für Wintersport- und Sommerausflüge sind ins Wallis vorgesehen.
Auf der Gotthardachse kommen neu zwischen Basel - Luzern - Lugano IC-Neigezüge (ICN) im Zweistundentakt zum Einsatz. Dadurch verkürzt sich einerseits die Reisezeit ins Tessin um 15 Minuten, andererseits profitieren die Kunden auf der Gotthardachse vom Speisewagen-Angebot. Ab Zürich/Basel/Genf nach Milano verkehrt erstmals der neue ETR 610 Neigezug von Cisalpino. Dadurch verkürzt sich die Fahrzeit nach Mailand um rund 45 Minuten. Die Cisalpino-Züge verkehren ebenfalls im Zweistundentakt, abwechslend mit den ICN. Auf der Verbindung Biel - Zürich - Konstanz verkehren anstelle der ICN neu klimatisierte EW IV-Kompositionen, wodurch das Platzangebot für die Kunden erweitert werden kann.
Eine neuerliche Verzögerung erfährt die Ablieferung der neuen ETR 610 für den Bahnverkehr nach Italien. Die Herstellerfirma Alstom hat der Firma Cisalpino bis zum Fahrplanwechsel sieben Fahrzeuge des Typs ETR 610 zugesichert. Die restlichen sieben will Alstom bis Mitte 2009 abliefern. Damit lässt sich das Angebot Schweiz - Italien via Gotthard, Lötschberg und ab Genf schrittweise ausbauen. Neben Komfortverbesserungen verkürzt sich die Reisezeit nach Mailand, aber auch zu Zielen wie Venedig und Florenz spürbar. Die neuen Züge werden sowohl in Mailand von Trenitalia als auch in Genf von der SBB gewartet, wie Cisalpino-Chef Alain Barbey erklärte. Er kündigte zudem Änderungen bei den bestehenden ETR 470 Fahrzeugen an. Technische Servicearbeiten an den ETR 470 werden künftig vermehrt durch die SBB in Basel durchgeführt. "Wir haben bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, wodurch sich die Zuverlässigkeit der Züge verbessert hat", betonte Barbey, "aber es ist klar, dass die Optimierungen weitergehen müssen." Neben einem Redesign profitieren die Cisalpino-Kunden von einem erweiterten Service an Bord der ETR 470.
Langfristig plant die SBB Investitionen von rund 19 Mia. CHF ins Rollmaterial, um das Sitzplatzangebot spürbar zu erweitern. "Bis ins Jahr 2030 investieren wir im Fernverkehr über 11 Milliarden Franken in neues Rollmaterial. Und auch im Regionalverkehr sehen wir Investitionen von rund 8 Milliarden Franken in die Fahrzeugflotte vor", sagte Paul Blumenthal, Leiter SBB Personenverkehr, am Donnerstag vor den Medien in Bern. Bereits im aktuellen Fahrplan bietet die SBB den Kunden schrittweise mehr Speisewagen im Inlandverkehr an. Mit dem neuen Fahrplanwechsel sollen künftig alle Intercityzüge einen Speisewagen mitführen. Die Dienstleistungen innerhalb der Zugkategorien werden klarer positioniert. Überdies überarbeitet die SBB das Familienwagen-Konzept. Künftig will die SBB das Einsatzgebiet der Familienwagen für die kleinsten Kunden erweitern.
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Schwedische Staatsbahn bestellt weitere Züge bei Bombardier
(23.05.) BERLIN - Das staatliche schwedische Bahnunternehmen SJ AB erweitert seine Flotte von BOMBARDIER REGINA-Hochgeschwindigkeitszügen um 20 neue Fahrzeuge mit je vier Wagen. Die aktuelle Bestellung hat einen Wert von rund 221 Millionen Euro. Ausgeliefert werden die Züge im Zeitraum von April 2010 bis August 2010. Außerdem umfasst die Vereinbarung eine Option über 20 weitere Züge. Projektmanagement und Lead Engineering werden im schwedischen Västerås durchgeführt, wo auch das BOMBARDIER MITRAC-Antriebssystem entworfen und hergestellt wird. Konstruktion und Montage der Fahrzeuge erfolgen am Bombardier-Standort Hennigsdorf, die Wagenkästen werden in Görlitz gebaut und die Drehgestelle kommen aus Siegen.
Mit der Erweiterung der REGINA-Flotte trägt SJ der steigenden Anzahl von Passagieren sowie den gestiegenen Komfort- und Service-Bedürfnissen Rechnung. Zu den Verbesserungen zählen ein breiterer Wagenkasten, höhere Flexibilität und komfortablere Innenausstattungen. Den Fahrgästen werden besondere Services auf den Sitzplätzen der ersten Klasse, ein Bistro, Internet und Infotainment im Zug, niedrige Geräuschpegel und erstklassige Innenraumausstattung geboten. "Diese neuen Züge werden unsere bestehende Flotte sehr gut ergänzen. Die REGINA-Züge bieten denselben Fahrgastkomfort und Schnelligkeit wie unsere jetzigen X2000-Züge und gewährleisten die Flexibilität, die wir im Regionalverkehr benötigen", sagte Jan Forsberg, CEO von SJ. "Zudem haben wir ein besonderes Augenmerk auf Design und Komfort gelegt, sowohl innen als auch außen."
Die REGINA-Züge können in vielen unterschiedlichen Zugbetriebsarten eingesetzt werden, beispielsweise im regionalen, überregionalen und im Intercity-Verkehr. In Skandinavien sind bereits 70 dieser Züge im Betrieb oder fest bestellt. Sie wurden speziell für die harten klimatischen Bedingungen in den nordischen Ländern entwickelt. Das innovative MITRAC-Antriebs- und Steuerungssystem senkt unter anderem durch Bremsenergie-Rückspeisung den Energieverbrauch der Züge auf ein Minimum und spart im Vergleich zur Vorgängergeneration der Hochgeschwindigkeitszüge bis zu 20 Prozent Energie. Radial gesteuerte Drehgestelle vermindern zudem die Reibungskraft und damit Verschleiß und Risse der Gleise.
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Frankreichs Nationalmannschaft reist mit der Bahn
(23.05.) PARIS - Die französische Fußball-Nationalmannschaft wird während der EM-Vorrunde mit der Bahn zu ihren Spielen anreisen. "Während dieses sportlichen Großereignisses ist es für Spieler und Betreuer möglich, in aller Ruhe mit einem Sonderzug zu reisen", teilte der Französische Fußball-Verband (FFF) am Dienstag auf seiner Internetseite mit. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten die FFF und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in Lausanne. Die drei Wagen werden für Bayern-Profi Franck Ribery und dessen Kollegen speziell ausgestattet mit Massagemöglichkeiten, Ruhezonen und einem Speiseabteil.
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"Verkehr darf nicht Klimasorgenkind Nr. 1 bleiben"
(23.05.) BERLIN - Ein verbindliches CO2-Minderungsziel von 20 Prozent bis 2020 für den gesamten Verkehrssektor in Deutschland und Europa haben heute die Allianz pro Schiene, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin gefordert. Ihre Forderung richten die drei Verbände an die europäischen Verkehrsminister, die beim Weltverkehrsforum vom 28. bis 30. Mai in Leipzig erwartet werden. Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, sagte: "Ein verbindliches CO2-Minderungsziel für den gesamten Verkehrssektor existiert bislang nicht. Wir wollen Mobilität erhalten, müssen aber mit Rücksicht auf den Klimawandel die CO2-Emissionen im gesamten Verkehrsbereich so schnell wie möglich senken. Das ist vor allem über Verkehrsvermeidung und Verkehrsverlagerung auf die Schiene zu schaffen, die unter Umweltgesichtspunkten im Vergleich zum Luft- und Straßenverkehr hervorragend abschneidet."
"Der Verkehr ist das Klimasorgenkind Nr. 1. Das darf nicht so bleiben", sagte der BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Er kritisierte das Versagen der Autoindustrie bei der Minderung des CO2-Ausstoßes ihrer Neuwagen: "Vor zehn Jahren hatte die europäische Autoindustrie eine Minderung um 25 Prozent bis Ende 2008 versprochen. Dieses Ziel hat sie aber nie ernsthaft verfolgt. Heute verbrauchen die Autos in Deutschland durchschnittlich 7,8 Liter auf 100 km und emittieren 141 Gramm CO2 pro Personenkilometer. Pkw müssten ihre Effizienzpotentiale viel besser ausschöpfen, so Timm. Bei einer Verdoppelung der Effizienz bis 2025 würden die Pkw nur noch 3,9 Liter im Durchschnitt verbrauchen und 71 Gramm CO2 pro Personenkilometer ausstoßen. Timm: "Selbst wenn beim Auto die Effizienztechnik eingesetzt und die Pkw 'downgesized' würden, würden die Pkw in 2025 noch mehr CO2 pro Personenkilometer ausstoßen als die Bahnen heute. Die Bahn fährt nämlich heute schon mit 66 Gramm CO2 pro Personenkilometer klimaschonender als das effiziente 'Auto der Zukunft'."
NABU-Verkehrsexperte Benjamin Bongardt: "Mit einem Pro-Kopf-Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid liegt Deutschland weit über dem europäischen Mittelwert. Da ist noch viel Einsparpotenzial vorhanden." Auch auf EU-Ebene sei die Entwicklung im Verkehrsbereich erschreckend. Anders als die Industrie, die Haushalte und die Energieerzeugung, verzeichnet der Verkehr bei den CO2-Emissionen eine steile Aufwärtsbewegung. "In den EU-Mitgliedstaaten gehen 27,4 Prozent der CO2-Emissionen auf das Konto des Verkehrssektors. 1990 waren es noch 20 Prozent gewesen. Damit nicht genug. Der CO2-Ausstoß des Verkehrs ist in Europa seitdem um ein Drittel gestiegen. Die Verkehrsminister in ganz Europa müssen sich für die klimafreundliche Verkehrsverlagerung auf die Schiene einsetzen", so Bongardt. Erst kürzlich hatte der Weltklimarat (IPCC) darauf hingewiesen, dass "die Verlagerung vom Straßenverkehr auf die Schiene und öffentliche Verkehrssysteme zu den wichtigsten aktuell verfügbaren "Schlüsseltechnologien und -praktiken zur Emissionsminderung" gehört.
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Russische Bahn erwägt Beteiligung an DB
(22.05.) BERLIN - Die russischen Eisenbahngesellschaft RSD ist offensichtlich an einer Beteiligung an der DB beim geplanten Börsengang interessiert. "Es ist eine gute Idee, wir werden darüber beraten", sagte der Chef der Staatsbahn RZD, Wladimir Jakunin. Er habe über eine mögliche Beteiligung bereits mit DB-Chef Hartmut Mehdorn gesprochen. Der russische Vize-Regierungschef Alexander Schuchow sagte RSD-Chef Jakunin indirekt Unterstützung zu: Es sei für den russischen Staat gut, derartige Investitionen zu fördern, wenn sich dies anbieten, sagte er. Bislang sei es aber noch zu früh, um über Einzelheiten zu sprechen. Die Bundesregierung äußerte sich abwartend. Solche und weitere Fragen seien zu behandeln, wenn die Details zur Teilprivatisierung beschlossen seien und sich das Tableau der Interessenten zeige, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin.
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E-Netz Regensburg: Endgültiger Zuschlag für Hamburger Hochbahn AG
(22.05.) MÜNCHEN - Das zukünftige Verkehrsunternehmen für das elektrische Schienennetz im Raum Regensburg und Donautalbahn steht nun endgültig fest: Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und das Innenministerium Baden-Württemberg erteilten am Mittwoch den Zuschlag an die Hamburger Hochbahn AG, nachdem das Oberlandesgericht München ein vergaberechtliches Nachprüfungsverfahren zurückgewiesen hatte. Wie die BEG am Mittwoch betonte, hatte die Hochbahn das wirtschaftlichste Angebot abgegeben.
Gegenstand der Ausschreibung war ein hochwertiger Regionalverkehr im Zulauf auf das Oberzentrum Regensburg und entlang der bayerischen Donautalbahn zwischen Ulm, Ingolstadt und Plattling. Der Betrieb des Netzes wird in zwei Stufen aufgenommen: Ende 2010 auf den Linien Neumarkt - Regensburg - Plattling und Landshut - Regensburg - Ingolstadt, Ende 2011 auf der Strecke Ulm - Donauwörth - Ingolstadt. Die Vertragslaufzeit endet einheitlich Ende 2022. Insgesamt wird die Hamburger Hochbahn AG ein Leistungsvolumen von rund 5,5 Millionen Zugkilometern pro Jahr erbringen. Rund 10.000 Zugkilometer pro Jahr entfallen auf das benachbarte Baden-Württemberg. Die Züge werden in der Regel mindestens im Stundentakt, im Einzugsbereich von Regensburg in der Hauptverkehrszeit sogar im 30-Minuten-Rhythmus verkehren. Im Einzugsbereich von Regensburg wird der attraktive Stundentakt künftig auch abends und am Wochenende gelten. Auf der Donautalbahn wird es zusätzliche Züge in den Abendstunden geben mit guten Anschlüssen zu den ICE-Verbindungen in Ingolstadt.
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"Wikinger-Züge" versorgen schwedische Autoindustrie
(22.05.) MAINZ - Ab Herbst schickt DB Schenker wöchentlich fünf mit Autoteilen beladene Züge von Kornwestheim und Hannover zum Volvo-Werk im schwedischen Göteborg, fünf weitere Züge verkehren in der Gegenrichtung. Im Vergleich zu den bisherigen Lkw-Transporten auf dieser Strecke werden per Schiene elf Stunden eingespart. Pro Tonnenkilometer werden außerdem rund 40 Gramm Kohlendioxid weniger ausgestoßen. Dies entspricht der jährlichen Speicherkapazität von 1.100 Hektar Wald und somit der Fläche der Insel Sylt. In einem zweiten Schritt wird das neue Zugsystem mit dem Namen "Viking Rail" auch Wuppertal, Frankfurt/Main und Ingolstadt anbinden. Die Produktion der Transporte zwischen Hannover und Göteborg übernimmt Railion Skandinavia.
Die Züge verkehren zwischen Deutschland und Schweden mit durchgehender Traktion, haben eine Länge von 615 Metern und fassen ein Gewicht von 1.400 Tonnen. Die Autoteile werden von den Zulieferern per Lkw abgeholt und zu den Umschlagbahnhöfen gefahren. Verladen in sogenannte Megatrailer werden sie anschließend auf dafür konzipierte neuartige Taschenwagen (Typ Sdggmrss) zum Ziel befördert. Da Megatrailer sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene befördert werden können, bieten sie Volvo eine hohe Flexibilität und Versorgungssicherheit. Etwa im Fall von Transporthindernissen auf der Schiene kann die Ware ohne Umladung per Lkw weiterbefördert werden. Die Transporte erfolgen innerhalb des "AutomotiveRailNet", einem auf die Belange der Autoindustrie zugeschnittenen Zugsystem. Zusätzlich zum herkömmlichen Einzelwagenverkehr werden damit europäische Zentren der Automobilindustrie verbunden. Die Umstellung von der Straße auf die Schiene betrifft 30 bis 40 Prozent der Gesamtmenge, die Volvo zwischen Deutschland und Schweden transportiert.
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Bahnwerk München-Pasing feiert Jubiläum
(22.05.) MÜNCHEN - Erstmals in ihrer 70-jährigen Geschichte öffnet Deutschlands größte Werkstatt für Reisezugwagen am Samstag, dem 31. Mai 2008 von 10.00 - 17.00 Uhr die Türen für die Öffentlichkeit. Rund 850 Reisezugwagen des Nah- und Fernverkehrs der DB AG sind hier beheimatet, die von 240 Mitarbeitern gewartet, repariert und gereinigt werden. Im Durchschnitt passieren 170 Wagen täglich die Werkstattanlagen. Zur Feier des 70. Werks-Jubiläums veranstaltet DB Regio Oberbayern ein Fest für Familien und Eisenbahninteressierte. Für musikalische Stimmung sorgt die Showband Banana Boat, für das leibliche Wohl wird in vier internationalen Speisewagen aus Tschechien, der Schweiz, Österreich und Deutschland sowie an einigen Imbissständen gesorgt. Abwechslung für die Kinder bieten Hüpfburg, Bobbycar-Rennen und Kinderschminken.
Beim Blick hinter die Kulissen wird der Austausch von Radsätzen, Arbeiten an der Unterflurdrehmaschine und dem Reisezugwagenheberstand vorgeführt. In der Lehrschweißerei informieren Azubis über die Berufsausbildung zum Mechatroniker, Industriemechaniker und Elektriker. Die Besucher erwartet außerdem eine Ausstellung von nostalgischen und modernen sowie internationalen Schienenfahrzeugen, z.B. Aussichtswagen des Rheingold, Lok E 44, E 18, E 101 und der neue VT 648, der ab September im Raum Nürnberg eingesetzt wird. "Die Jubiläumsveranstaltung wird das größte Bahn-Event des Jahres in München", sagte ein Bahnsprecher.
Anreise mit dem Bayernticket (27 Euro für bis zu 5 Personen, 19 Euro für Einzelperson), MVV-Partner- oder Single-Tageskarte bis München-Langwied (S-Bahn-Linie 4) oder kostenlos von München Hbf ab 09.36 Uhr stündlich Pendelfahrten, abwechselnd mit historischer S-Bahn (ET 420) und Sonderzug, bestehend aus Jubiläumslok und Doppelstockwagen.
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Jointventure zwischen Bombardier und Transmashholding zur Lokomotiven-Entwicklung
(22.05.) BERLIN - Bombardier Transportation und Transmashholding haben die Gründung
eines neuen Joint Ventures zur Entwicklung einer neuen Generation von
Lokomotiven mit asynchroner Antriebstechnologie unterzeichnet. Das neue Joint
Venture ist bereits das dritte Gemeinschaftsunternehmen von Bombardier
Transportation, dem Weltmarktführer in der Produktion von elektrischen
Lokomotiven, und der Transmashholding, dem Hauptlieferanten von
Schienenfahrzeugen für die Russische Eisenbahn. Der Vertrag wurde auf dem 3.
Internationalen Eisenbahnforum in Sotschi von Wolfgang Tölsner, Chief Operating
Officer von Bombardier Transportation, und Andrej Andreev, stellvertretender
Generaldirektor der ZAO Transmashholding, in Gegenwart des Präsidenten von
ОАО Russian Railways (RZD), Vladimir Yakunin, unterzeichnet.
Das neue gemeinsame Unternehmen wird seinen Sitz in Russland haben. Die
Vertragsparteien sind zu gleichen Teilen und mit gleichen Rechten an dem
Unternehmen beteiligt. Hauptaufgabe ist die Entwicklung von neuen Lokomotiven
für die Märkte in Russland und der GUS sowie für den Export in neue Märkte.
Die beiden Partner bringen ihre jeweiligen Stärken in das Projekt ein:
Transmashholding die langjährige und bewährte russische Konstruktionserfahrung
und Bombardier das technologische Know-how als Weltmarktführer in der
Entwicklung und Produktion von Schienenfahrzeugen. Die Gründung des neuen Joint
Ventures zur Entwicklung von Lokomotiven ist eine konsequente Weiterführung der
Zusammenarbeit, die im letzten Jahr zwischen den beiden Unternehmen begann: Am
25. Mai 2007 war ein Vertrag über die Gründung von zwei Joint Ventures
unterzeichnet worden. Hierzu gehören die Entwicklung von fortschrittlichen
Antriebstechnologien für Schienenfahrzeuge und die Produktion von
Kernkomponenten für elektrische Lokomotiven - vor allem Traktionsstromrichter,
die auf Bombardiers bewährtem MITRAC-Antriebssystem basieren.
Im Laufe des Jahres 2007 wurde die Bombardier Transportation Transmashholding AG
als Dach der beiden Tochterunternehmen "Transmashholding Bombardier
Transportation (Engineering) Rus" (Konstruktionszentrum) und "Transmashholding
Bombardier Transportation (Industrial) Rus" (Joint Venture zur Fertigung
von Traktionsstromrichtern) gegründet. Der russische Markt für angetriebene Schienenfahrzeuge
ist einer der größten weltweit. Im Jahr 2007 hatten 72,5% bzw. 84,2% der elektrischen bzw.
Diesellokomotiven der Russischen Eisenbahn (RZD) ihre vorgesehene Betriebsdauer
überschritten. Daraus ergibt sich ein voraussichtlicher Bedarf der RZD an
Lokomotiven aller Art von 11.675 Fahrzeugen im Zeitraum von 2008 bis 2015 und
weiteren 11.722 Fahrzeugen im Zeitraum 2016 bis 2030.
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"Usedom-Express" startet ab 23. Mai in die Saison
(22.05.) BERLIN - Ab Freitag, 23. Mai bis zum 05. Oktober können Reiselustige mit Ziel Sonneninsel Usedom auch dieses Jahr wieder den beliebten "Usedom-Express" nutzen. Der Zug fährt jeden Freitagnachmittag und Sonntagfrüh von Berlin mit Halten in Zoologischer Garten, Hauptbahnhof, Friedrichstraße, Alexanderplatz und Ostbahnhof bis Ahlbeck Grenze und voraussichtlich im Laufe des Monats Juni nach Inbetriebnahme der neu gebauten Strecke über die Grenze bis Swinoujscie Centrum. Zurück nach Berlin fährt der Zug am Sonnabendvormittag und Sonntagabend. Auf der Insel Usedom werden unter anderem die Bahnhöfe Zinnowitz, Bansin Seebad, Seebad Heringsdorf und Seebad Ahlbeck angefahren. Der "Usedom-Express" ermöglicht eine bequeme, umsteigefreie An- und Abreise zur Ostseeküste und eignet sich nicht zuletzt wegen seiner vier Fahrradabteile mit insgesamt 32 Fahrradstellplätzen insbesondere für Tagesausflügler. Samstags können Reisende mit Ziel Usedom auch den "Ostsee-Express" bis Züssow nutzen. Hier steigen sie in die Usedomer Bäderbahn um, die einen reibungslosen Anschluss gewährleistet.
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Bauarbeiten zwischen Glückstadt und Itzehoe
(22.05.) KIEL - Am 24. und 25. Mai baut die Deutsche Bahn auf der Strecke in Glückstadt
(Strecke Hamburg–Westerland). Daher fahren einige Züge der Nord-Ostsee-Bahn (NOB)
am Samstag und Sonntag bis zu 18 Minuten später in Glückstadt ab. Darüber
hinaus fahren an beiden Tagen einige Züge um bis zu 4 Minuten später in
Itzehoe ab. Damit wird den Reisenden ein Anschluss gewährt, die mit den
Ersatzbussen der Regionalbahn unterwegs sind. Durch die verspäteten
Abfahrtszeiten können sich die Ankunftszeiten Hamburg-Altona bzw. Westerland
(Sylt) ändern.
Detaillierte Auskünfte sind über das Service-Telefon der NOB unter 0180/10 180
11 (zum Ortstarif, Mobilfunkpreise abweichend) erhältlich. Der Sonderfahrplan hängt
in den Zügen aus und ist auch im Internet unter www.nord-ostsee-bahn.de
abrufbar. Die eingesetzten Busse verfügen nicht über einen Niederflureinstieg.
Mobilitätseingeschränkte Personen mögen sich daher bitte möglichst einen Tag
vor Fahrtantritt an das Service-Telefon wenden, so dass die NOB eine
individuelle Reiselösung erstellen kann. Eine Mitnahme von Fahrrädern in den
Bussen ist nicht möglich.
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"Handelsblatt": DB investiert in neue Züge
(20.05.) BERLIN - Die DB steht einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge vor einer umfassenden Erneuerung ihrer Fernverkehrsflotte. Demnach winkt der Industrie ein über mehrere Jahre verteiltes Auftragsvolumen für 100 bis 130 Züge, das in der Branche auf zwei Mrd. Euro geschätzt wird. "Wir streben an, ab 2015 jährlich rund 15 Prozent unserer ICE- und Intercity-Züge gegen die neue Fahrzeug-Generation auszutauschen", sagte Personenverkehrsvorstand Karl-Friedrich Rausch dem "Handelsblatt". Zuvor soll ein Prototyp entwickelt und erprobt werden, um Kinderkrankheiten im Serienbetrieb mit den neuen Zügen zu vermeiden. Die Ausschreibung soll dieses Jahr gestartet werden. Unterschiede zwischen ICE und IC werde es trotz künftig baugleicher Fahrzeuge weiter geben, erklärte Rausch gegenüber dem "Handelsblatt". Die entscheidenden Kriterien seien die Frequenz der Züge auf einer Strecke, Service, Reisezeit und Preis.
Technisch sollen die künftigen Zuggenerationen auf dem Triebzug-Konzept des ICE 3 aufbauen. Laut "Handelsblatt" will die Bahn mit der neuen Generation jedoch noch flexibler beim Platzangebot werden im Vergleich zum jetzigen Halbzugkonzept bei ICE 2 und ICE 3. "Wir brauchen mehr Variationsmöglichkeiten bei den Zuglängen, um besser als bisher den Marktanforderungen folgen zu können", sagte Rausch der Zeitung. "Wenn die Nachfrage in einem Fahrplanjahr um fünf Prozent wächst, dann wollen wir im nächsten Jahr mit einem um fünf Prozent aufgestockten Platzangebot den Markt besser bedienen." Von der Industrie würden entsprechende Konzepte erwartet.
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Eine Million Fahrgäste in TGV-/ICE-Frankreich-Verkehr
(20.05.) FRANKFURT/Main - Der deutsch-französische Hochgeschwindigkeitsverkehr mit ICE und TGV ist auf Erfolgskurs. Knapp ein Jahr nach der Betriebsaufnahme wurde am Montag im Frankfurter Hauptbahnhof bereits der millionste Fahrgast begrüßt und mit einem Strauß Blumen sowie einem Gutschein für ein Wochenende in Paris mit Hotelübernachtung inklusive An- und Abreise 1. Klasse im ICE überrascht. "Die neuen Routen sind ein Renner. Heute nutzen täglich durchschnittlich mehr als 3.300 Reisende die Züge. Damit wurden unsere hohen Erwartungen noch übertroffen", sagt Nikolaus Breuel, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG.
Die Kunden geben dem gemeinsamen Angebot von DB und SNCF hervorragende Noten, wie erste Befragungen ergeben haben. So sind 96 Prozent der Fahrgäste zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Angebot. Insbesondere das Servicekonzept mit den gemischten deutsch-französischen Teams kommt sehr gut an. Ebenso gelobt wird der Service in der 1. Klasse, der für internationale Reisende eine leichte Mahlzeit, deutsche und französische Zeitungen sowie eine Taxi-Reservierung für Paris umfasst. Hierfür geben 92 Prozent der Reisenden die Note 1 oder 2.
Am 10. Juni 2007 wurde der deutsch-französische Hochgeschwindigkeitsverkehr aufgenommen. Seitdem verbindet der ICE bis zu fünfmal täglich Frankfurt am Main, Mannheim, Kaiserlautern und Saarbrücken mit Paris. Der TGV fährt viermal täglich von Stuttgart über Karlsruhe und Straßburg in die französische Hauptstadt - einmal täglich auch direkt ab bzw. bis München. Beide Züge erreichen auf der französischen Neubaustrecke eine Höchstgeschwindigkeit von 320 Stundenkilometern. Die beste Reisezeit im ICE von Frankfurt am Main nach Paris beträgt 3 Stunden 48 Minuten. Stuttgart und Paris sind mit dem TGV nur noch 3 Stunden 39 Minuten voneinander entfernt. Die schnellen und bequemen Verbindungen helfen auch der Umwelt: Gegenüber dem Flugzeug wird der CO2 -Ausstoß bei einer Reise um mehr als 75 Prozent reduziert.
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Zypries: Keine Extra-Entschädigung für Bahnkunden
(20.05.) BERLIN - Bahnkunden sollen bei Verspätungen nach Ansicht von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) keine weitergehende Entschädigung erhalten als die Europäische Union dies vorsieht. Bei einer nationalen Sonderregelung werde die DB im Wettbewerb mit anderen Bahngesellschaften einseitig belastet, sagte Zypries bei einem Kongress der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin. Bundesverbraucherminister Horst Seehofer und andere Unionspolitiker fordern dagegen, dass Fahrgäste schon von 30 Minuten Verspätung an ein Viertel des Fahrpreises zurückbekommen, nicht erst ab einer Stunde. Die Hälfte des Ticketpreises solle bereits bei einer Verspätung von einer Stunde fällig werden, nicht erst von zwei Stunden an. Dies soll auch für den Nahverkehr gelten.
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Zusammenarbeit SBB Cargo und ERS Railways
(20.05.) BERN - SBB Cargo fährt erstmals bis nach Bologna und verstärkt die Zusammenarbeit mit ERS Railways. Ab sofort sind wöchentlich 36 Containerzüge zwischen Rotterdam und Norditalien unterwegs. Die Schweizer Güterbahn baut ihr Angebot in Italien weiter aus und fährt für ERS Railways neben Melzo und Padua neu auch bis nach Bologna, die heute südlichste Destination von SBB Cargo. Die mit diversen Konsumgütern beladenen Container werden in Rotterdam und Bologna umgeschlagen. ERS Railways übernimmt den Transport zwischen Rotterdam und Basel, SBB Cargo bedient durchgehend die Strecke zwischen Basel und Norditalien. Mit der Angebotserweiterung nach Bologna fahren neu insgesamt 36 Containerzüge pro Woche von Rotterdam direkt nach Norditalien und zurück. Die beiden Partner wollen ihre Zusammenarbeit auf der Nord-Süd Achse weiter verstärken. ERS Railways gehört zur A.P. Møller-Maersk-Gruppe und ist einer der führenden Anbieter im kombinierten Verkehr von Containern, Tanks und Wechselbehältern.
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BPOL: Zugverspätung wegen Ehekrach
(20.05.) WABERN - Wegen eines Streites zwischen Eheleuten musste letzten Freitag der Intercity 2275 seine Fahrt im Bahnhof Wabern kurz unterbrechen. Wie es am Montag in einer Pressemitteilung der Bundespolizei hieß, war die Auseinandersetzung zwischen einem 53-jährigen Mann und seiner zehn Jahre jüngeren Frau auf der Fahrt von Göttingen nach Stuttgart derart eskaliert, dass der Mann kurzerhand auf die Zugtoilette flüchtete und sich dort einschloss. Auf massives Drängen der Ehefrau öffnete die Zugbegleiterin die WC-Tür, da die 43-Jährige vermutete, dass sich ihr Ehemann etwas antun könnte. Der Streit setzte sich anschließend fort. In Wabern verließen die beiden Streithähne den Zug. Für die anderen Fahrgäste ging die Fahrt dann mit fünfminütiger Unterbrechung weiter.
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Gleisbauarbeiten zwischen Mainz und Oppenheim/ Bobenheim und Frankenthal
(20.05.) MAINZ - An den kommenden vier Wochenenden (24. Mai bis 15. Juni) kommt es auf der Bahnstrecke Mainz - Ludwigshafen, insbesondere auf den beiden Abschnitten zwischen Mainz und Oppenheim sowie Bobenheim und Frankenthal, wegen Gleis- und Weichenerneuerungen zu Fahrplanänderungen. An diesen vier Wochenenden, jeweils von Samstag ab 14 Uhr bis zum folgenden Montag gegen 1.30 Uhr, entfallen alle Züge der Regionalbahnlinie 44 zwischen Mainz und Oppenheim sowie zwischen Bobenheim und Frankenthal. Als Ersatz verkehren auf dem Streckenabschnitt Mainz - Worms - Frankenthal Busse des Busverkehrs Rhein-Neckar (BRN) und des Omnibusverkehrs Rhein-Nahe (ORN), die in Frankenthal Anschluss auf die Züge in und aus Richtung Ludwigshafen herstellen. Die Bahn bittet, die teilweise abweichenden Haltestationen der Busse des Schienenersatzverkehrs zu beachten.
Zwischen Oppenheim und Bobenheim ergänzen zusätzliche Regionalbahnen das Angebot. Die Züge der Regionalbahnlinie Bingen - Alzey - Worms - Mannheim verkehren nur zwischen Bingen und Worms. Zwischen Worms und Frankenthal werden diese Regionalbahnen durch Busse ersetzt. In Frankenthal besteht dann Anschluss auf die Regionalbahnen in und aus Richtung Ludwigshafen. Züge der Regionalexpresslinie Karlsruhe - Mainz verkehren nur zwischen Karlsruhe und Ludwigshafen. Im Abschnitt Ludwigshafen - Mainz werden sie durch einen Expressbusverkehr ersetzt, der nur Frankenthal und Worms anfährt. Schon in der Nacht vom Freitag 23. auf Samstag 24. Mai entfallen im Spätverkehr einzelne Regionalbahnen auf Teilabschnitten zwischen Mainz und Frankenthal. Die ausfallenden Züge werden durch Busse ersetzt.
Eine Mitnahme von Fahrrädern ist in den Ersatzbussen aus Platzgründen leider nicht möglich. Bei der Reiseplanung wird empfohlen, die längeren Busfahrzeiten zu beachten. Zeitkarten des Rhein-Nahe Nahverkehrsverbundes (RNN), die die Relation Mainz - Worms umfassen, können während der Streckensperrung auch für die Alternativroute über Alzey ohne Mehrkosten genutzt werden. Die Fahrradmitnahme ist auf dieser Strecke zu den üblichen Regelungen möglich. Informationen zum geänderten Fahrplan gibt es durch eine Informationsbroschüre und Aushänge an den Bahnhöfen, beim Regionalen Ansprechpartner Nahverkehr unter der Rufnummer 0621 830 1200, beim kostenlosen BahnBau-Telefon 0800 5 99 66 55, im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten sowie auf den SWR-Text Tafeln 527-529. Die Informationsbroschüre kann auch über die angegebene Internetseite abgerufen werden: Sonderinformation zur Kursbuchstrecke 660 Mainz - Ludwigshafen.
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EBA bricht Erprobung des neuen Betriebssystems der Berliner S-Bahn ab
(19.05.) BERLIN - Die S-Bahn Berlin bei der Einführung ihres neuen Betriebssystems, mit dessen Hilfe sie alle Zugabfertiger auf den Bahnsteigen einsparen will, einen Rückschlag erlitten. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" ließ das Eisenbahnbundesamt die Anlagen, die seit dem 9. Mai auf dem S-Bahnhof Sonnenallee im Fahrgastbetrieb getestet wurden, am Donnerstag wieder abschalten. Bevor das Betriebssystem wie geplant auf alle S-Bahnhöfe ausgedehnt werde, seien noch weitere Überprüfungen erforderlich, sagte eine EBA-Sprecherin der Zeitung. Dabei gehe es darum, wie sich die neue Technik in die Arbeitsabläufe des Fahrpersonals integrieren lasse. Dem Vernehmen nach hieß es laut "Berliner Zeitung", dass die Triebfahrzeugführer vorerst nicht mit weiteren Aufgaben belastet werden dürften. Das Personal solle sich auf die Strecke und die Signale konzentrieren. Dies sei nötig, weil das S-Bahn-Sicherungssystem derzeit überprüft werden müsse, nachdem ein Zug im März ein rotes Signal überfahren hatte.
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Mehdorns Doppelrolle an der Bahnspitze nur bis 2009?
BERLIN - Bahn-Chef Hartmut Mehdorn soll nach Informationen der "Financial Times Deutschland" offenbar bereits im nächsten Frühjahr seinen Vorstandsposten bei der Bahn-Tochter DB Mobility Logistics (DB ML) abgeben, die im Herbst zu knapp einem Viertel an die Börse soll. Mehdorn, dessen Vertrag bis zum 19. Mai 2011 läuft, bliebe dann nur noch Chef der Holding DB AG. Damit störe der Bund als Eigentümer den ohnehin schon komplizierten Verkaufsprozess, schreibt die "FTD" weiter. "Sollte Mehdorn schon während der internationalen Investorenpräsentationen ein Chef auf Abruf sein, dann drohen Preisabschläge", zitierte die Zeitung einen Bahn-Manager. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist nach Informationen der "FTD" nicht in die Pläne eingebunden. Aus der Umgebung der Regierungschefin werde die Darstellung zurückgewiesen, Mehdorn müsse sich bereits kurze Zeit nach dem Börsengang mit dem Vorstandsvorsitz bei der Bahn-Mutterholding begnügen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hingegen hatte vergangene Woche verkündet: "Ich gehe davon aus, dass die Doppelmandatschaft im Jahr 2009 endet."
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Mit Volldampf Richtung Föhr und Amrum
(19.05.) NIEBÜLL - Mit finanzieller Unterstützung der Nordseeinseln Föhr und Amrum setzt die Norddeutsche Eisenbahngesellschaft Niebüll GmbH (NEG) ab dem 14. Juni 2008 eine historische Dampflok der Baureihe 52 zwischen Niebüll und Dagebüll-Mole ein. Unter dem Motto "Nordfriesland macht Dampf!" werden bis zum 17. August 2008 jeweils samstags und sonntags ausgesuchte Regionalzüge planmäßig mit dem rauchenden Veteran bespannt - und das ganz ohne Fahrzeitverlängerung oder Mehrkosten. Das ist ein ganz besonders Urlaubs-Highlight.
Die Urlauber starten samstags und sonntags mit dem dampfbetriebenen "Zug E 11" vom Bahnhof Niebüll jeweils um 12:05 Uhr in Richtung Freienziel und erreichen den Fährbahnhof Dagebüll um 12:20 Uhr. Mit kleinen Pausen stampft der Dampfzug dann bis in die Abendstunden über die Strecke. "Damit ist die Anreise per Bahn nach Föhr und Amrum nicht nur bequem, sondern auch ein echtes Erlebnis", sagt Ingo Dewald, Geschäftsführer der NEG. "Die Dampflok kommt auch vor den modernen, klimatisierten IC-Kurswagen der Deutschen Bahn zum Einsatz - ein sicherlich reizvoller Kontrast, nicht nur für Kenner."
Die Lokomotive der Baureihe 52, die bis zum 17. August auf der Strecke zwischen Niebüll und Dagebüll fahren wird, hat die Betriebsnummer 8079 und ist in Nossen bei Dresden stationiert. Der dampfende Riese gehört zu den so genannten Kriegslokomotiven, die ab 1942 in großer Stückzahl gebaut wurden und mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 km/h das Rückrat im Güterzugdienst bildeten. Heute gibt es nur noch wenige betriebsfähige Exemplare dieser Baureihe in Deutschland zu bestaunen. "Die Rückkehr in den planmäßigen Zugdienst ist ein in dieser Form einmaliges Angebot", sagt Dewald. „"Wenn das Experiment erfolgreich verläuft, können wir uns jedoch auch zukünftig solche Aktionen vorstellen."
Informationen und Fahrpläne zum Dampflok-Betrieb zwischen Niebüll und Dagebüll gibt es ausgewählten DB-Reisezentren in Norddeutschland sowie im Internet auf den Websites www.neg-niebuell.de und www.bahn.de/nordseeinseln. Weitere Informationen gibt zudem gern die Föhr Tourismus GmbH, Postfach 1511, 25933 Wyk auf Föhr, Tel.: 04681-300, www.foehr.de.
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Wanderausstellung über die Deportationen in Münster
(19.05.) MÜNSTER - Die DB und der "Initiativkreis Deportationsausstellung Münster" haben am Sonntag in Müster die Wanderausstellung "Sonderzüge in den Tod - Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn" eröffnet. Die Ausstellung wurde von den Historikern der DB in Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin und dem Berliner Centrum Judaicum erstellt. Serge und Beate Klarsfeld, Fils et Filles des Déportés Juifs de France, haben für die Ausstellung Bilder und Biografien der aus Frankreich deportierten jüdischen Kinder recherchiert und zusammengestellt. Der "Initiativkreis Deportationsausstellung Münster", bestehend aus Bürgerschaft, Kulturinstitutionen, Erinnerungsinitiativen und den Parteien im Rat der Stadt Münster, hat die lokal- und regionalhistorische Ergänzungsausstellung gestaltet. Die Ausstellung wird in dem Gepäcktunnel und in der Expressguthalle des Hauptbahnhofs Münster gezeigt. Eine Medienstation mit Zeitzeugeninterviews und 65 Ausstellungstafeln erinnern an das Leid der Menschen, die dem nationalsozialistischen Rassenwahn nicht entkommen konnten und unter grausamen Bedingungen zu den Vernichtungsstätten des NS-Regimes deportiert wurden. Dokumente, Grafiken und Fotos belegen und erläutern die Rolle der Reichsbahn bei der Planung und Durchführung der Transporte in den Tod.
Die Wanderausstellung wurde im Januar 2008 in Berlin eröffnet. Nach Halle (Saale), Schwerin und Wittenberge ist sie in Münster erstmals in Nordrhein-Westfalen zu sehen. Die regionale Erweiterung der Ausstellung lenkt das Augenmerk auf das Deportationsgeschehen in Münster und im Münsterland. Im Mittelpunkt stehen die beiden Deportationen, mit denen die einheimischen Jüdinnen und Juden am 13. Dezember 1941 in das Ghetto Riga und am 31. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt verschleppt wurden. Thematisiert wird der Umgang mit dem Thema nach 1945, der sowohl die Täterverfolgung und Forschung als auch Gedenken und Erinnern umfasst. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9–18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Führungen können gebucht werden unter: dep-ms@stadt-muenster.de. Informationen unter