DB startet 1. Klasse-Offensive

(31.07.) BERLIN - Die DB will die 1. Klasse im ICE deutlich attraktiver machen und schult dafür ab August 200 neue Mitarbeiter. Geplant sind zudem neue 1. Klasse-Lounges in den Bahnhöfen, ein kostenloses Zeitungs- und Zeitschriftenangebot im Zug und mehr Services während der gesamten Reise. Das Konzept wird bis zum 9. Dezember umgesetzt. Mit der 1. Klasse-Offensive will die DB neue Kunden gewinnen. "Unser Ziel ist, hier die Nachfrage innerhalb eines Jahrs um zehn Prozent zu steigern", so Dr. Nikolaus Breuel, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG. Heute wird die 1. Klasse im ICE rund zehn Millionen Mal pro Jahr genutzt.

Als Kennlernangebot startet die DB bereits am 1. August das 1. Klasse-Spezial. Es kostet ab 49 Euro und gilt für eine einfache Fahrt in der 1. Klasse in allen Fernverkehrszügen. In DB Reisezentren oder DB Agenturen kostet das Angebot fünf Euro mehr. Der erste mögliche Reisetag ist der 4. August. Die Fahrkarten sind an einen festen Zug gebunden und erhältlich, solange der Vorrat reicht. Das 1. Klasse-Spezial wird bis zum 28. August verkauft, der letzte mögliche Reisetag ist der 31. August. Mit dem Angebot knüpft die DB an den Erfolg des Dauer-Spezial an: Seit 10. Juni wurden von diesem Angebot schon eine Million Fahrten verkauft, davon die Hälfte in der günstigsten Preisstufe zu 29 Euro.

Bereits heute profitieren Reisende in der 1. Klasse vom Am-Platz-Service mit Getränken und Snacks, besonders großzügiger Beinfreiheit und viel Ruhe zum Arbeiten oder Entspannen. Das Kundenbindungsprogramm bahn.bonus belohnt Reisen in der 1. Klasse mit 50 Prozent mehr Punkten. Die DB Lounges in Hamburg und Berlin verfügen schon heute über einen separaten 1. Klasse-Bereich. Ende August wird in der DB Lounge in München der 1. Klasse-Bereich eröffnet. Weitere Lounges werden folgen. Wer einen Fernverkehrsfahrschein der 1. Klasse besitzt, wird hier persönlich am Platz mit Getränken und kleinen Gerichten bedient. Darüber hinaus steht eine breite Auswahl an Tageszeitungen und hochwertigem Lesematerial zur Verfügung. Der W-LAN-Zugang ins Internet ist in den DB Lounges für 1. Klasse-Reisende kostenlos.

Ausbau der Bahnstrecke Döbeln - Meißen hat begonnen

(31.07.) LEIPZIG - Am vergangenen Samstag begannen auf einem knapp vier Kilometer langen Abschnitt zwischen Deutschenbora und Miltitz-Roitzschen die Bauarbeiten zur grundlegenden Erneuerung der Gleisanlagen der Strecke Döbeln - Meißen. Bis 12. Oktober investieren der Bund, der Freistaat Sachsen und die DB rund 2,4 Millionen Euro. Während der bis 17. September dauernden Sperrung für den Zugverkehr fahren zwischen Meißen und Deutschenbora Busse. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Geschwindigkeit von bisher 40 km/h auf zunächst 70 km/h angehoben. Mittelfristig werden nach Erneuerung der Bahnübergangssicherungsanlagen und Modernisierung der Signal- und Sicherungstechnik sogar 100 km/h möglich sein. Dafür wird das vorhandene Schotterbett ausgehoben, gereinigt, aufgearbeitet und zusammen mit über 9.000 Tonnen neuem Schotter wieder eingebaut. Mehr als 6.000 Betonschwellen und über 7.000 Meter Schienen sind genauso zu erneuern wie die Entwässerung auf einem Kilometer Länge und die Wiederherstellung von über drei Kilometern Bahngräben.

Die Strecke Leipzig - Döbeln - Meißen gehört organisatorisch zum Regionalnetz Mittelsachsen. Mit einer Gesamtlänge von rund 200 Kilometern erschließt es sowohl das Umland der Oberzentren Dresden, Chemnitz und Leipzig als auch deren ländliche Regionen. Hier wurden in den vergangenen sechs Jahren fast 214 Millionen Euro investiert. Durch das Jahrhunderthochwasser 2002 ist der Streckenabschnitt Großbothen - Nossen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach dem Wiederaufbau konnte dieser Abschnitt vor drei Jahren wieder für den Verkehr freigegeben werden. Durch weitere Investitionen in Höhe von 55 Millionen wird künftig die Reisezeit auf der Relation Leipzig - Döbeln - Meißen zusätzlich verkürzt.

120. Geburtstag der Selketalbahn am 07. August

(31.07.) GERNRODE - Am 07. August ist es auf den Tag genau 120 Jahre her, dass die damalige Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn AG (GHE) den ersten Abschnitt der Selketalbahn in Betrieb nahm. Anlässlich dieses besonderen Ereignisses macht die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) den Fahrgästen der Selketalbahn ein besonderes Geschenk. Alle fahrplanmäßig zwischen Quedlinburg, Bad Suderode, Gernrode, Alexisbad, Harzgerode, Stiege, Hasselfelde und Eisfelder Talmühle verkehrenden Züge können an diesem Tag zum Nulltarif genutzt werden. Ausgenommen hiervon sind lediglich Fahrten aus dem Selketal zum Brocken. Darüber hinaus bespannt die HSB am Jubiläumstag die überwiegende Zahl der planmäßigen Züge auf der Strecke mit Dampflokomotiven und wird diese mit besonderen Schildern an den Stirnseiten schmücken.

Das Geburtstagskind, welches aufgrund seiner wildromantischen Streckenführung längst als Geheimtipp bei Eisenbahn- und Naturfreunden gilt, kann als älteste Schmalspurbahn im Harz auf ein langes und wechselvolles Leben zurückblicken. Nach nur 10 Monaten Bauzeit nahm die 1886 gegründete "Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn AG" (GHE) bereits am 07. August 1887 den ersten Streckenabschnitt zwischen Gernrode und Mägdesprung auf einer Länge von 10,2 km feierlich in Betrieb. Viele der Anwohner sahen am Eröffnungstag zum ersten Mal im Leben einen Zug, sodass durch den großen Andrang zahlreiche Extrazüge eingelegt werden mussten.

Damit war das moderne Eisenbahnzeitalter im damals noch kaum erschlossenen Selketal eingeläutet. Knapp ein Jahr später nahm die GHE bereits den weiter-führenden Betrieb über Alexisbad bis nach Harzgerode auf. Ab 1892 folgte der Anschluss nach Hasselfelde, und im Jahre 1905 wurde dann in Eisfelder Talmühle die direkte Anbindung zur Harzquerbahn und damit auch zum Brocken hergestellt. Die Gesamtstreckenlänge betrug nun rund 52 km. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges folgten drastische Einschnitte für die Selketalbahn. Die GHE wurde enteignet und das Fahrzeug- sowie Gleismaterial nahezu vollständig als Reparationsleistung in die Sowjetunion verbracht. Kurze Zeit später begann jedoch schon der Wiederaufbau, der allerdings erst im Jahre 1983 mit dem letzten Teilstück Straßberg – Stiege komplett abgeschlossen werden konnte. Von der seit 1949 betriebsführenden Deutschen Reichsbahn (DR) übernahm die neu gegründete kommunale HSB dann am 1. Februar 1993 zusammen mit der Harzquer- und Brockenbahn auch die Selketalbahn.

Seitdem konnte der Betrieb auf der ältesten Harzer Schmalspurbahn, die mit 40 Promille übrigens den steilsten Abschnitt des heute insgesamt 140,4 km umfassenden Streckennetzes der HSB aufweist, als wichtiger Bestandteil des Gesamtnetzes für die Zukunft nicht nur gesichert, sondern auch ausgebaut werden. Mit der feierlichen Eröffnung der Streckenverlängerung von Gernrode in die gut 9 km entfernte Welterbestadt Quedlinburg setzten die HSB und das Land Sachsen-Anhalt am 04. März 2006 einen wichtigen Meilenstein für die zukünftige Entwicklung. Zehntausende feierten begeistert die neue Verbindung, aus der bereits ein Jahr nach Aufnahme des fahrplanmäßigen Betriebes eine 25 %-ige Erhöhung der Fahrgastzahlen auf der Selketalbahn resultierte.

Den 120. Geburtstag der Selketalbahn feiert die HSB aber nicht nur mit Gratis-fahrten am 07. August. Ein besonderes Geburtstagsgeschenk der HSB wird auch die dauerhafte Etablierung eines neuen touristischen Highlights für das Selketal und den Harz sein. Mit dem Grusical-Rockspektakel "Die Harzschützen", welches am 10. August im Schloss zu Harzgerode uraufgeführt wird, knüpft die HSB nahtlos an die großen Erfolge von "Faust – Die Rockoper auf dem Brocken" an. Der Premiere werden in diesem Jahr noch fünf weitere Aufführungen am 11. und 12. August sowie am 14., 15. und 16. September folgen, für die der Kartenvorverkauf in den HSB-Verkaufsstellen in Quedlinburg, Gernrode und Alexisbad sowie in der Stadtinformation Harzgerode bereits begonnen hat.

Als besondere Zugabe gibt die HSB zur Würdigung des besonderen Ehrentages auch noch eine spezielle Jubiläums-Armbanduhr heraus, die im optisch an-sprechenden Edelstahldesign mit dem Schriftzug "120 Jahre Selketalbahn" an das besondere Ereignis erinnert. Die in einer limitierten Auflage hergestellte und nicht nur für Sammler interessante Uhr ist ab sofort an allen Verkaufsstellen der HSB sowie im Internet-Dampfshop unter www.hsb-wr.de erhältlich.

"Spiegel": Länder stellen hohe Hürden für Bahn-Privatisierung auf

(30.07.) BERLIN - Bei der Sonderkonferenz der Verkehrsminister am kommenden Donnerstag zeichnen einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge erhebliche Widerstände gegen die geplante Teilprivatisierung der Bahn ab. Demnach wollen die Länder ohne erhebliche und vor allem für den Bund teure Änderungen dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts nicht zustimmen. So solle der Bund entweder die Hälfte der Nahverkehrsinvestitionen ausschließlich für "Regionalnetze und S- Bahnstrecken" verwenden oder den Ländern "ein echtes Mitsprache- und Kontrollrecht" bei der Verwendung aller Bundesgelder für Investitionen im Nahverkehr (jährlich 500 Millionen Euro) einräumen. Das gehe aus einem Beschlussvorschlag für die Sonderkonferenz in Berlin hervor, berichtet der "Spiegel". Die Länder forderten außerdem Sanktionen gegen die Bahn, wenn das Unternehmen nach der Privatisierung nicht ausreichend in den Nahverkehr investiere oder Gleisanlagen nicht ordentlich in Schuss halte. Der Bund müsse zudem seine Zuschüsse an die Länder für den Regionalverkehr erhöhen, wenn die Bahn höhere Gebühren für die Trassennutzung durch regionale Anbieter erhebe. Verbindlich sollen laut dem Beschlussvorschlag auch "Qualitätsvorgaben und Mittelausstattung" für Bahnhöfe und Serviceeinrichtungen geregelt werden. Den Kabinettsentwurf wollen die Länder von Gutachtern überprüfen lassen.

Unterdessen berichtet der "Tagesspiegel am Sonntag", in der Bilanz der DB seien Milliardenbelastungen enthalten, die der Bund auch nach der geplanten Privatisierung des Staatskonzern tragen müsste. Es gehe um insgesamt etwa 1,6 Milliarden Euro, bei denen die Bundesrepublik die Haftung übernommen habe, kritisierte Grünen-Verkehrsexperte Winfried Hermann gegenüber dem "Tagesspiegel". Dem Bericht zufolge handelt es sich um Kredite, die der Bahn durch die Europäische Gesellschaft für die Finanzierung von Eisenbahnmaterial (Eurofima) gewährt wurden. Das Unternehmen wurde 1955 von einer Reihe europäischer Staaten gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch die Bundesrepublik, die sich im Gründungsprotokoll verpflichtet hat, für die von der damaligen Bundesbahn aufgenommenen Kredite zu haften. 1,6 Mrd. Euro seien "kein Pappenstiel – und es ist nicht geklärt, wer das bezahlt", zitierte die Zeitung Hermann. Die Frage müsse vor der geplanten Privatisierung beantwortet werden. Schließlich habe Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zugesagt, dass der Bund keine Schulden der Bahn übernehme.

"Welt": DB kommt in Arabien zum Zug 

(30.07.) BERLIN - Die DB beteiligt sich an milliardenschweren Schienenprojekten in Arabien. Einen ersten Auftrag im Rahmen der geplanten Citylinie in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat das Unternehmen nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" bereits erhalten. Ingenieure und Projektmanager der DB sind demnach derzeit in den Emiraten dabei, ein Schienennetz-Konzept für die Retortenstadt "Al Raha Beach", 30 Kilometer von der Hauptstadt Abu Dhabi entfernt, zu erarbeiten. In der Stadt an der Golfküste sollen bis 2020 rund 120.000 Menschen leben, die neue zunächst 13 Kilometer lange Stadtbahn wird voraussichtlich im kommenden Jahr fertig gestellt. "Nach dem Zuschlag für die Planung haben wir gute Chancen, auch als Betreiber zum Zug zu kommen", sagte ein Bahnmanager der Zeitung. Darüber hinaus böten die Emirate noch viel Potenzial für die Zukunft, denn es seien weitere Bahnverbindungen, beispielsweise in die Hauptstadt oder zum Flughafen geplant. Die DB hat außerdem für die Projektierung und den Betrieb eines 730 Kilometer langen Teilabschnitts einer Güterbahnlinie quer durch Saudi-Arabien ein Angebot abgegeben.

TRANSA befördert Dampfspeicherlokomotive zu neuem Einsatzort

Quelle: TRANSA Spedition GmbH

(30.07.) OFFENBACH - Kürzlich transportierte die TRANSA Spedition eine Dampfspeicherlok aus der Baureihe "Babelsberg" von Deuben (Sachsen-Anhalt) nach Karwitz (Niedersachsen). Der Transport fand auf der Straße statt, da der 1986 entstandene historische Nachbau keine Betriebszulassung für das öffentliche Schienennetz hat. Auftraggeber ist der Privatmann Fred Thurm: "Ich habe mich schon immer für Dampflokomotiven interessiert und freue mich nun, dieses tolle Stück bald wieder in Betrieb zu sehen. TRANSA hat die Lok professionell an ihren neuen Bestimmungsort gebracht." Zum Einsatz kam dabei ein 100 Tonnen Kran, der die Lok jeweils am Rahmen vorne und hinten anhob. Die Anschlagketten wurden dabei mit einem Schrägzug an den Seiten vorbei geführt. Um die Lok nicht zu beschädigen, brachten die Mitarbeiter vor Ort Kanthölzer zwischen Seilverlauf und Lokomotive an.

Bei einer Länge von 9,84 Metern, einer Breite von 3,08 Metern und einer Höhe von 4,18 Metern bringt die Dampfspeicherlok 33 Tonnen auf die Waage. Als Transportgestell diente eine hydraulisch erweiterbare Kesselbrücke, eine weit absenkbare Rahmenkonstruktion für den Transport meist zylindrischer Ladung, mit einer Nutzlast von 55 to. Um das Gewicht der Lok gleichmäßig zu verteilen, wurden eigens drei Bleche - für jede Achse eines - angefertigt. Aufgrund der Überbreite und Überhöhe wurde der Transport von einem Begleitfahrzeug und der Polizei gesichert. Zukünftig wird die Dampfspeicherlokomotive zunächst im Museum ausgestellt. Nach fertig gestellter Aufarbeitung könnte sie auch wieder für Museumsbesucher zum Einsatz kommen. Zuvor wurde die Lok mit der Nummer 11 auf dem Werksgelände der MIBRAG (Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH) in Deuben eingesetzt. Die historischen Vorbilder der Lok wurden Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der ehemaligen DDR hergestellt.

DB geht gerichtlich gegen Urabstimmung der Lokführer vor

(28.07.) BERLIN - Im Tarifstreit mit der Lokführergewerkschaft GDL geht die Bahn nun auch gegen die noch laufende Urabstimmung über unbefristete Streiks mit rechtlichen Mitteln vor. Beim Arbeitsgericht Mainz seien bereits eingereichte Anträge auf einstweilige Verfügungen erweitert worden, sagte ein Bahnsprecher. Damit wolle der Konzern überprüfen lassen, ob eine Urabstimmung zulässig sei, die ein unrechtmäßiges Tarifziel verfolge. Die GDL setzte die laufende Urabstimmung trotz des von der Bahn beantragten Verbots fort. "Wir sehen dem Ganzen gelassen entgegen", sagte ein GDL-Sprecher. "Wir sind rechtlich auf der sicheren Seite und haben ein Recht auf einen Arbeitskampf."

S-Bahn-Streckenerneuerung in Frankfurt wird abgeschlossen

(28.07.) FRANKFURT/Main - Die Erneuerung der Nahverkehrsstrecke Frankfurt-Stadion - Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof - Kelsterbach ist planmäßig fortgeschritten. Die Arbeiten verlaufen voll im Zeitplan. Ab Montagmorgen fahren die S-Bahn-Linien 8 und 9 wie gewohnt über den Regionalbahnhof. Die Ersatzverbindungen mit dem Airportshuttle über den Fernbahnhof, so wie der Pendelbus von Rüsselsheim zum Terminal 1 werden eingestellt. Auf der Baustelle arbeiten circa 70 Menschen in zwei bis drei Schichten rund um die Uhr an allen Tagen der Woche. Bis zum Abschluss der Arbeiten am 30. Juli 2007 werden 31.500 Meter Schienen, ca. 25.000 Schwellen und 17.000 Tonnen Schotter ausgetauscht. Die Investitionen für die Baumaßnahme betragen insgesamt 12 Millionen Euro.

Bei den oberirdischen Streckenabschnitten konnten Großmaschinen, wie eine Bettungsreinigungsmaschine und ein moderner Gleisumbauzug, der Schwellen und Schienen gleichzeitig austauscht eingesetzt werden. Die fünf Kilometer Gleise im beengten Tunnel müssen dagegen in den verbleibenden Tagen zeitaufwändiger mit Baggern und Eisenbahnkränen erneuert werden. Die alten Gleise werden in verladefähige Teile zerschnitten, der Schotter ausgebaggert und mit Waggons abtransportiert. Um Beeinträchtigungen durch Staubentwicklung zu vermeiden, wurde eine Be- und Entlüftung der Baustelle im Tunnel installiert. Die Lüfter bewegen dabei zwei Millionen Kubikmeter Luft in der Stunde. Die Abluft wird gefiltert, bevor sie an die Umwelt abgegeben wird.

Umfangreiche Bauarbeiten auf der Rangaubahn

(28.07.) NÜRNBERG - Mit Beginn der Sommerferien in Bayern starten am kommenden Montag, 30 Juli 2007, umfangreiche Bauarbeiten entlang der Rangaubahn (Bahnstrecke Fürth - Cadolzburg). Die Stationen Fürth-Westvorstadt, Fürth-Dambach, Weiherhof, Egersdorf und Cadolzburg erhalten neue, barrierefrei erschlossene Bahnsteige. In Zirndorf wird das Bahnsteigdach um 20 Meter verlängert. Knapp viereinhalb Millionen Euro werden hierfür investiert. Bis zum Ferienende und bis zu den Feierlichkeiten anlässlich des Fürther Stadtjubiläums werden die alten Bahnsteige zurück gebaut und neue Anlagen in Fertigteilbauweise errichtet. Im Anschluss daran werden bis Ende des Jahres die barrierefreien Zugänge gebaut und die Bahnsteigeausstattung montiert. Der Zugverkehr wird durch die Bauarbeiten nicht eingeschränkt. Aufgrund des geringeren Reisendenaufkommens und der baubedingt eingeschränkten Platzkapazitäten an den Bahnsteigen verkehren allerdings nur Kurzzüge.

Die neuen Bahnsteige werden 120 Meter lang, 0,55 Meter hoch, zwischen 2,50 Metern und 3,55 Metern breit und mit einem Wetterschutz inklusive Sitzgelegenheiten sowie einer neuen Beschilderung ausgestattet. Die Erschließung der Bahnsteige erfolgt anhand von Rampen barrierefrei. Außerdem wird ein Blindenleitsystem integriert. In den Boden gefräste Rillen erleichtern sehbehinderten Menschen, die einen Taststock nutzen, die Orientierung. Die neuen Bahnsteige werden in gleicher Lage wie bisher errichtet. Lediglich in Cadolzburg wird er nach Westen verschoben. Hierfür wird das Gleis 4 zurückgebaut. Der bisherige Mittelbahnsteig bleibt bis zum Abschluss der Bauarbeiten in Betrieb. Danach erfolgt der Rückbau.

Während der Bauaktivitäten werden die Bahnsteige teilweise gesperrt. Dadurch werden an den Stationen in Dambach, Weiherhof und Egersdorf für kurze Zeit Umwege erforderlich. Die Fahrgäste werden gebeten, auf dem Weg zum Zug ein paar zusätzliche Minuten einzuplanen. Auf der Strecke werden während der Sommerferien Kurzzüge eingesetzt. Die Bauarbeiten finden im 24-Stunden-Betrieb statt. Deshalb kann es auch in der Nacht zu einer erhöhten Lärmentwicklung kommen. Zusätzlich muss mit Bauschmutz und beengten Verhältnissen durch den Baustellenverkehr gerechnet werden. Die DB bittet hierfür bereits vorab alle Anwohner und Fahrgäste um Verständnis.

Schwellenwechsel auf der Münchner S-Bahn-Stammstrecke

(28.07.) MÜNCHEN - Die Schienen und Schwellen der S-Bahn-Stammstrecke in München sind jeden Tag einer Belastung von 90.000 Tonnen ausgesetzt. Rund 1.000 Züge fahren täglich über diese Strecke. An den ersten beiden Sonntagen im August (5. und 12. 08.) müssen zwischen Ostbahnhof und Rosenheimer Platz 400 alte Holzschwellen ausgetauscht werden. Diese Schwellen wurden 1971 eingebaut und werden jetzt durch Betonschwellen ersetzt. Die Baustelle liegt zwischen Tunnelmund und den Bahnsteigen im Ostbahnhof. "In diesem Bereich können wir nicht mit großen Gleisbaumaschinen arbeiten, weil die Gleise in Bögen verlegt sind", so Ulf Schönleben von DB Netz Süd. "Deshalb bleibt uns nur die Möglichkeit die Arbeiten auf zwei Sonntage aufzuteilen",  so Schönleben weiter. Zum Einsatz kommen ein Zweiwegebagger, ein Schwellenwechselgerät und eine Gleisstopfmaschine. Am 5. August wird im Gleis Ostbahnhof-Rosenheimer Platz und am 12. August im Gleis Richtung Ostbahnhof gearbeitet. Die Arbeiten beginnen jeweils am Samstag um 23.30 Uhr und enden am Montag gegen 4 Uhr. Die Kosten für die Bauarbeiten betragen rund 200.000 Euro.

DB unterzeichnet Vertrag mit Transfesa

(28.07.) BERLIN - Die DB hat am Donnerstag den Vertrag zum Erwerb der Mehrheit an der spanischen Transportes Ferroviarios Especiales (Transfesa)  unterzeichnet. Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung steht unter dem Vorbehalt der notwendigen behördlichen Zustimmungen. Die DB wird mit der Akquisition ihre Spitzenposition als führendes Schienengüterverkehrsunternehmen in Europa ausbauen und einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung des Güterverkehrs in Richtung Südwesteuropa leisten können.Mit dem Erwerb soll die Position der Schiene gegenüber anderen Verkehrsträgern in Europa spürbar gestärkt und die Qualität des Angebots verbessert werden. DB Logistics und Transfesa ergänzen sich insbesondere im Segment Automotive.

Das spanische Unternehmen Transfesa ist ein international agierender Transport- und Logistikdienstleister, der sich auf Schienen- und Straßentransporte in den Segmenten Automotive, Schüttgut und General Cargo spezialisiert hat. Für DB Logistics bietet das Unternehmen aufgrund seiner vielseitigen Präsenz im iberischen Wirtschaftsraum und zum anderen als Betreiber von Umachsanlagen einen idealen Zugang nach Spanien und Portugal. Das Unternehmen hat zurzeit rund 1.200 Mitarbeiter und wies für das vergangene Jahr einen Umsatz von rund 290 Millionen Euro aus.

1000. Güterzug im Lötschberg-Basistunnel

BERN - Am 25. Juli 2007, am frühen Morgen hat der 1000. Güterzug seit Aufnahme des reduzierten kommerziellen Betriebs den NEAT-Tunnel am Lötschberg durchfahren. Das Mitte Juni eröffnete, 34,6 km lange Bauwerk zwischen Frutigen (Berner Oberland) und Raron (Wallis) ist zurzeit in der Phase der Ertüchtigung, in der die technischen und organisatorischen Systeme im betrieblichen Alltag erprobt und optimiert werden. Seit gestern Dienstag verkehren neu auch Züge der Rollenden Autobahn Freiburg im Breisgau - Novara durch den Lötschberg-Basistunnel. Die BLS AG plant die Aufnahme des fahrplanmäßigen Vollbetriebs für den 9. Dezember 2007.

In einer ersten Zwischenbilanz stellen die Verantwortlichen fest, dass die technischen Systeme im Alltag funktionieren und es bisher zu keinen nennenswerten Störungen gekommen ist. Während der derzeitigen Ertüchtigungsphase ist ein Zeitfenster von täglich 6 Stunden für Fertigstellungsarbeiten und Hochtastfahrten für das Zugsicherungssystem ETCS Level 2 reserviert. Während den übrigen 18 Stunden wird ein reduzierter kommerzieller Betrieb durchgeführt. Daran beteiligen sich mehrere Cargo-Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Als das Bundesamt für Verkehr (BAV) der BLS AG am 14. Juni 2007 die Betriebsbewilligung für die Lötschberg-Basisstrecke erteilte, verband es diese mit Auflagen. Die Spezialisten der BLS AG und der BLS AlpTransit AG sind daran, diese systematisch abzuarbeiten, damit am 9. Dezember 2007 der fahrplanmässige Vollbetrieb mit allen Zugskategorien aufgenommen werden kann. Jene Auflagen, welche den Betrieb der Rollenden Autobahn, d.h. des Transports begleiteter LKWs, betreffen, wurden inzwischen soweit erfüllt, dass das BAV nun auch Rola-Züge im Basistunnel zulässt. Dazu war es notwendig, am Rollmaterial und bei der Infrastruktur letzte Anpassungen vorzunehmen. Gestern Dienstag, 24. Juli 2007, durchquerte nun bei Tagesanbruch ein Rola-Zug Freiburg im Breisgau - Novara als erster den Basistunnel. An den Auflagen für die Züge des Personenverkehrs wird weiterhin intensiv gearbeitet. Spätestens ab dem Fahrplanwechsel vom 9. Dezember 2007 werden auch die InterCity- und Eurocity-Züge durch den Basistunnel verkehren.

DB: IC als Produktkategorie wird nicht abgeschafft

(27.07.) BERLIN - Die DB plant nach eigenen Angaben nicht, den InterCity als Produktkategorie abzuschaffen. Damit dementierte das Unternehmen am Donnerstag entsprechende Berichte verschiedener Medien. Vielmehr sei in der Diskussion, wie die in den nächsten Jahren am Ende ihrer Lebensdauer ankommenden IC-Wagen zu ersetzen sind. Dies könnte auch durch Triebzüge geschehen. Der Einsatz eines Triebzuges bedeute jedoch nicht, dass auf der betreffenden Relation dann ICE-Preise gelten müssen. Durch das Auslaufen der jetzigen Intercity-Züge von einer Preiserhöhung zu sprechen, sei demnach falsch, betonte die DB.

Für Verkehre in Bayern 39 elektrische Triebzüge bestellt

(27.07.) BERLIN - Die DB bestellt für das Verkehrsnetz Würzburg und für die Strecke München - Passau 39 elektrische Nahverkehrstriebzüge Coradia-Lirex von Alstom Transport, Salzgitter. Mit 27 Triebzügen aus dieser Bestellung wird DB Regio Bayern das E-Netz Würzburg bedienen; zwölf Züge sind für die Strecke München - Passau bestimmt. Die Fahrzeuge gehen ab Fahrplanwechsel im Dezember 2009 in Betrieb. Sie werden unter der Bezeichnung Baureihe 440 geführt werden. Die Beschaffung erfolgt auf der Basis einer bereits im vergangenen Jahr geschlossenen Rahmenvereinbarung. Mit diesen neuen Fahrzeugen setzt die Bahn die Modernisierung der Fahrzeugflotte konsequent weiter fort.

DB schlägt VRR neues S-Bahn-Konzept vor

(27.07.) DÜSSELDORF - DB Regio NRW hat dem VRR ein neues S-Bahn-Konzept vorgeschlagen. "Unser Ziel ist ganz klar die Verbesserung der Qualität. Wir wollen die Pünktlichkeit steigern, die Sauberkeit der Züge verbessern und die Kunden zuverlässiger über aktuelle Fahrplanänderungen informieren", so Heinrich Brüggemann, Regio-Chef von NRW. "Allein für neues Reinigungspersonal und moderne Informationsdisplays will die Bahn über eine Million Euro investieren." Zusätzlich hat sich DB Regio NRW im Rahmen des Verkehrsvertrages mit dem VRR bereits verpflichtet, für 400 Millionen Euro neue S-Bahn-Züge anzuschaffen. Die ersten neuen Wagen werden 2008 geliefert. Durch verbesserte Anschlüsse und die Entlastung von Knotenpunkten wie Düsseldorf will DB Regio NRW die Pünktlichkeit im S-Bahn-Netz steigern. Geplant sind zudem neue Direktverbindungen von Dormagen und Neuss nach Düsseldorf Flughafen mit der S 11. Damit würde die linksrheinische Region erstmals eine direkte Anbindung an den Flughafen Düsseldorf erhalten.

Trotz deutlich gekürzter Bundesmittel könnte durch das neue Konzept das S-Bahn-Angebot im Bereich des VRR fast vollständig erhalten bleiben. Kürzungen wären nur in  den nachfrageschwachen Abschnitten Wuppertal - Oberbarmen - Hagen (S 8) und Witten - Hagen (S 5) erforderlich. Mit diesem Vorschlag geht DB Regio NRW ein weiteres Mal auf den VRR zu. Und das trotz der Ankündigung des VRR, der Bahn jährlich 45 Millionen Euro weniger zu zahlen, als im Verkehrsvertrag von 2004 von beiden Seiten vereinbart wurde. Heinrich Brüggemann: "Statt auf Konfrontation setzen wir auf Kooperation. Wir haben hier konstruktive Vorschläge gemacht, die wir mit der Aufforderung an den VRR verbinden, daran ebenso konstruktiv mitzuarbeiten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, das Angebot für die Kunden zu verbessern!"

Die BahnCard für alle Fans von HERTHA BSC

(27.07.) BERLIN - Die DB, Hauptsponsor von HERTHA BSC, bietet ab 1. August die HERTHA BSC BahnCard 25 an. Die Karte kostet 29 Euro und ist bis 31. Dezember gültig. Das Besondere an der HERTHA BSC BahnCard: Ihre Gültigkeit verlängert sich bei jedem HERTHA-Auswärtssieg in der Hinrunde der Saison 07/08 um jeweils einen Monat. Insgesamt finden in der Hinrunde acht Auswärtsspiele statt, somit kann sich die Gültigkeit der HERTHA BSC BahnCard 25 bis zum 31. August 2008 verlängern. Die HERTHA BSC BahnCard gewährt 25 Prozent auf Bahnreisen in der 2. Klasse und ist mit den Sparpreisen 25 und 50 kombinierbar. Verkauft wird sie vom 1. August bis 15. September in allen DB Reisezentren und DB Agenturen.

Inhaber der HERTHA BSC BahnCard 25 erhalten ebenfalls 25 Prozent Rabatt auf Tickets für die Heimspiele von HERTHA BSC im Olympiastadion (ausschließlich im DB-Block und so lange der Vorrat reicht, Ausnahme: Spiel gegen Bayern München), auf das Heimspieltrikot, den HERTHA/DB-Fanschal und das HERTHA/DB-Schlüsselband. Auch auf Ameropa-Packages zu den Heim- und Auswärtsspielen von HERTHA BSC gilt der Rabatt, wenn die Buchungen des Angebots per Telefon unter 01805 979098 erfolgen. In den Bordbistros der ICE, Intercity und Eurocity gibt es bestimmte Angebote, auf die es ebenfalls einen Rabatt gibt.

Restaurierung von Fahrzeugen der Parkeisenbahn abgeschlossen

(27.07.) BERLIN - Nach dem Brandanschlag auf die Parkeisenbahn Wuhlheide hatte die DB Unterstützung bei der Beseitigung der entstandenen Schäden zugesichert. Am Donnerstag Vormittag wurden jetzt zwei Eisenbahnfahrzeuge der Parkeisenbahn Wuhlheide nach gelungener Restaurierung in der Hauptwerkstatt der S-Bahn Berlin GmbH auf einen Spezialtransporter der Schenker Deutschland AG verladen und wieder in die Wuhlheide transportiert. In der Werkstatt erfolgte in den letzten Wochen nach einer genauen Schadensanalyse die Aufarbeitung der Fahrzeuge. Neben umfangreichen Stahlbau- und Lackierungsarbeiten wurden auch Fenster ausgetauscht und Teile der Inneneinrichtung erneuert. Mitarbeiter aus dem Bahnwerk Eberswalde halfen bei der Restaurierung. Die DB hat zudem die Parkeisenbahn mit Spezialwerkzeugen unterstützt.

Tarifkonflikt zwischen DB und GDL verschärft sich weiter

(26.07.) BERLIN - Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat am Mittwoch die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik bei der DB gestartet. GDL-Chef Manfred Schell sagte, er rechne mit einer überwältigenden Mehrheit für einen Arbeitskampf. "Ich gehe davon aus, dass über 90 Prozent an Zustimmung erreicht werden." Die Gewerkschaft will das Ergebnis der Urabstimmung am 6. August veröffentlichen. Nach wie vor fordert die Gewerkschaft 31 Prozent mehr Gehalt sowie einen eigenen Spartentarifvertrag. Die DB lehnt dies kategorisch ab und bietet den GDL-Mitgliedern 4,5 Prozent mehr Lohn ab 2008 und eine Einmalzahlung von 600 Euro in diesem Jahr an. Das Unternehmen drohte am Mittwoch damit mit Entlassungen und Fahrpreiserhöhungen für den Fall höherer Tarifabschlüsse. Mehr als die mit den beiden übrigen Gewerkschaften Transnet und GDBA ausgehandelten 4,5 Prozent Lohnerhöhung und 600 Euro Einmalzahlung sei nicht drin, ohne dass über Rationalisierung und Fahrpreiserhöhungen intensiv nachgedacht werden müsse, sagte DB-Personalvorstand Margret Suckale der Zeitung "Die Welt".

Auch vor Gericht will die DB erneut gegen die drohenden Streiks vorgehen. Die DB beantragte am Mittwoch beim Arbeitsgericht Mainz eine einstweilige Verfügung gegen die drohenden unbefristeten Streiks. Der Antrag der Bahn stütze sich darauf, dass es bereits einen bestehenden Tarifabschluss gebe und die Tarifeinheit bei der Bahn erhalten bleiben solle, sagte ein Sprecher. Zudem wäre ein Streik unverhältnismäßig, weil der damit zu erwartende Schaden für die Kunden, das Unternehmen und die Volkswirtschaft erheblich wäre. Die Gewerkschaft wiederum beantragte eine einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht Frankfurt gegen die DB. Diese richte sich gegen ein Mitarbeiterschreiben des Unternehmens vom 13. Juli, wonach die GDL-Mitglieder nicht die von der Bahn mit den anderen Gewerkschaften ausgehandelte Lohnerhöhung bekommen sollen, erklärte die GDL. Mit dem Brief will das Unternehmen die Bahner ermitteln, die die GDL unterstützen. Ihnen soll die mit den anderen beiden Bahn-Gewerkschaften ausgehandelte Einmalzahlung nicht zukommen.

Ursache der IC-Entgleisung war Schienenstück

(26.07.) MÜNCHEN - Ein aufs Gleis gefallenes Schienenstück hat die Entgleisung eines IC-Steuerwagens in der Nähe von München verursacht. Den Angaben zufolge waren neben dem Gleis ausrangierte, rund zwölf Meter lange Schienenstücke gelagert. Ein Mitarbeiter eines von der DB mit dem Abtransport beauftragten Schrotthändlers war am Dienstag damit beschäftigt, die alten Gleisstücke mit einem Spezialfahrzeug zu verladen. Dabei fiel ein Schienenstück auf das Gleis. Dem Mann gelang es nicht mehr, die Stange rechtzeitig zu entfernen, bevor der IC die Stelle erreicht. Gegen den verantwortlichen 28 Jahre alten Mitarbeiter werde wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, teilte die Bundespolizei am Mittwoch in München mit. Es soll ferner geklärt werden, ob die Arbeiten in unmittelbarer Nähe der Bahnstrecke zulässig und ausreichend abgesichert waren.

Die DB ist weiterhin mit den Aufräumarbeiten an der Strecken München-Augsburg beschäftigt, die voraussichtlich bis Anfang nächster Woche andauern. Bis dahin kommt es noch zu Behinderungen im Bahnverkehr. Der Fern- und Regionalverkehr in Richtung München kann ohne Einschränkungen auf dem regulären Gleis durchgeführt werden. Der Fernverkehr in Richtung Augsburg sowie die S-Bahnen der Linie S 4 (Mammendorf-Ebersberg) fahren auf den zwei verbleibenden Gleisen. Zur Entlastung verkehren die S-Bahnen darum den ganzen Tag nur im 20-Minuten-Takt (statt dem planmäßigem 10-Minuten-Takt im Berufsverkehr). Die Regionalzüge in Richtung Augsburg fahren über den Rangierbahnhof München Nord und könne darum nicht in München-Pasing halten. Fahrgästen in München-Pasing wird empfohlen, die S-Bahnen der Linie S 4 bis Mammendorf zu nutzen. Dort erhalten sie Anschluss zu den Regionalzügen in Richtung Augsburg, die dort außerplanmäßig halten.

Der Schaden wird auf mehr als eine Million Euro beziffert. Durch die Entgleisung wurde die Strecke auf einer Länge von über 1000 Metern beschädigt. Insgesamt müssen 1.500 Meter Gleis erneuert und rund 2.500 Schwellen sowie 500 Tonnen Schotter ausgetauscht werden. Ab Donnerstag kommt hierfür ein spezieller Umbauzug zum Einsatz, der aus Königsborn (Sachsen-Anhalt) überführt wird.

Im Nachtzug D 320 wird der VBB-Tarif anerkannt

(26.07.) BERLIN - Ab sofort ist der Nachtzug D 320 von Berlin bis Szczecin für die Nutzung von Fahrscheinen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) freigegeben. Damit werden eine weitere Abendverbindung und eine dritte Direktverbindung zur größten Stadt Polens an der brandenburgischen Grenze angeboten. Zusätzlich bestehen jeweils eine RE- und IC-Verbindung im Direktverkehr sowie bis zu 7 RE/RB-Verbindungen mit Umsteigen in Angermünde. Der Zug fährt unter anderem. ab Bahnhof Zoologischen Garten um 20.43 Uhr, Berlin Hauptbahnhof um 20.55 Uhr und erreicht Szczecin um 23.27 Uhr. Dieser Zug verkehrt bis zum 30. September 2007. Der VBB-Einzelfahrausweis ist für 16,50 Euro bei allen DB-Reisezentren und -automaten erhältlich. Weiterhin gelten das Brandenburg-Berlin-Ticket und das Brandenburg-Berlin-Ticket Nacht für diesen Zug. Diese beiden Tickets gelten darüber hinaus auch im Stadtverkehr in Szczecin.

Bombardier erhält Auftrag aus Polen

(26.07.) BERLIN - Bombardier Transportation ist mit der Lieferung von 37 Doppelstockwagen für das von Koleje Mazowieckie betriebene Stadtbahnnetz der Region Masowien beauftragt worden. Der neue Auftrag hat einen Wert von etwa 55 Millionen Euro und wird vom Kunden, der Region Masowien, gemeinsam mit der EIB (Europäische Investitionsbank) finanziert. Die Auslieferung der Züge soll im Jahr 2008 abgeschlossen sein. Die neue Generation von Doppelstockwagen, die nun nach Polen geliefert werden soll, ist auch bei Fahrgästen in anderen Ländern immer populärer, darunter in Deutschland, Luxemburg, Dänemark und Israel. In den vergangenen 13 Jahren brachte Bombardier insgesamt etwa 2000 Doppelstockwagen auf die Schiene, von denen sich allein in Deutschland über 1600 Wagen im täglichen Einsatz bewähren. Die hervorragende Qualität und Zuverlässigkeit der Doppelstockwagen von Bombardier Transportation wurde auf der internationalen Fachmesse InnoTrans 2006 in Berlin mit dem Sonderpreis der Deutschen Bahn ausgezeichnet.

Die Wagen sind vollständig klimatisiert. Neben ihrer extrem hohen Laufruhe garantieren die großzügigen Mehrzweckbereiche, die breiten Einstiege für behinderte Fahrgäste, sowie elektronische Informationssysteme ein angenehmes, zeitgemäßes Fahrerlebnis. Die modernen Mittelwagen zeichnen sich durch komfortable Niederflureingänge aus, wodurch ein nahezu niveaugleicher Übergang ermöglicht wird.

Vorschau auf Bahnbaustellen im Allgäu für zweites Halbjahr 2007

(26.07.) KEMPTEN - Auch im zweiten Halbjahr finden wieder umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen der Infrastruktur im Allgäu statt. Die Bauarbeiten finden größtenteils unter dem rollenden Rad statt und erfordern daher teilweise umfangreiche Ersatzmaßnahmen, wie etwa Umleitungen oder Busverkehre. Schwerpunkte der Bautätigkeit im zweiten Halbjahr 2007 werden die Streckenabschnitte Immenstadt - Hergatz, Hergatz - Lindau und Kempten Memmingen sein. Weiterhin kommen eine Reihe von Einzelmaßnahmen hinzu. Zeitweise Vollsperrungen sind leider nicht vermeidbar, so unter anderem zwischen Immenstadt und Hergatz.

Max Maulwurf ist überall dort auf Plakaten präsent, wo gebaut wird. Der fleißige Maulwurf weist auf Fahrplanänderungen und Ersatzmaßnahmen hin und informiert, wo nötig, auch die Anwohner über die Bauarbeiten. Die Fahrgastinformation erfolgt über verschiedene Wege. Je nach Umfang und Dauer der Baustelle bzw. abhängig von den betrieblichen Auswirkungen informiert Max Maulwurf mit Aushängen, Handzetteln und Lautsprecheransagen in den Zügen und an den Bahnhöfen. Dazu gehört auch die laufend aktualisierte Baustellenübersicht inklusive den Ersatzfahrplänen im Internet (www.bahn.de/fahrplanaenderungen) sowie im Videotext im BR (Seite 700).

Wiesheu: "Länderbedenken gegenüber Teilprivatisierung der DB unbegründet"

(26.07.) BERLIN - "Die Bedenken der Länder gegenüber dem Gesetzentwurf zur Teilprivatisierung der DB sind unbegründet." Das sagte das Vorstandsmitglied der DB AG für Wirtschaft und Politik, Otto Wiesheu, am Mittwoch in Berlin. Im Zusammenhang mit dem Beschluss des Bundeskabinetts zum Gesetzentwurf zur Teilprivatisierung der DB hatten einzelne Landesverkehrsminister Besorgnisse geäußert. Im Mittelpunkt stand dabei, dass die Teilprivatisierung zu einem sinkenden Einfluss des Bundes bei der Infrastruktur führen könnte und der Regionalverkehr beeinträchtigt würde. Zudem würde der Wettbewerb leiden.

Der Gesetzentwurf zur Teilprivatisierung der Bahn stärke den Bund in seiner Infrastrukturverantwortung, so Wiesheu. Sämtliche Infrastrukturunternehmen der Bahn gingen in das juristische Eigentum des Bundes über. Dies sei ein ganz entscheidender Unterschied gegenüber der bisherigen Konstruktion. Bislang liegt das Infrastruktureigentum vollständig bei der DB. "Seit 1996 haben wir in Deutschland im Regional- und Nahverkehr das Bestellerprinzip. Die Länder alleine entscheiden auf welchen Strecken und in welcher Dichte Zugverkehr von welchem Eisenbahnunternehmen gefahren wird", sagte Wiesheu. Es sei daher ein Thema der Länder, wo und in welchem Umfang Regionalverkehr auf dem deutschen Schienennetz stattfindet. Die DB und andere Bahnunternehmen fahren hier im Auftrag der Länder. Auch bei dem Verfahren zu Streckenstilllegungen ändere sich bei einer Teilprivatisierung gegenüber der bestehenden Rechtslage nichts. "Die DB selbst kann keine Strecken stilllegen. Hier gibt es klare gesetzliche Richtlinien." Strecken können nur mit Genehmigung des Eisenbahn-Bundesamtes, einer Bundesbehörde, nach den Vorgaben des Allgemeinen Eisenbahngesetzes stillgelegt werden.

Ebenso sei die Sorge unbegründet, die Teilprivatisierung könne den Wettbewerb auf der Schiene beeinträchtigen. Über den diskriminierungsfreien Zugang zum Netz wacht die Bundesnetzagentur als staatliche Regulierungsbehörde. "Sie ist dazu mit durchgriffsstarken Kontrollinstrumenten ausgestattet." Im Übrigen sei Deutschland das Land mit der stärksten Wettbewerbsdichte in ganz Europa. "Alleine im Güter- und Regionalverkehr sind über 342 Unternehmen auf dem deutschen Netz zugelassen. Das zeigt, dass der Wettbewerb funktioniert." Wiesheu: "Schaut man sich den Gesetzentwurf genauer an, werden Bund und Länder in mehreren Punkten eindeutig besser gestellt im Vergleich zur bisherigen Situation. Das gilt zum Beispiel für die Vorgaben für das 34.000 Kilometer lange Netz der Bahn im Rahmen der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund. Diese umfasse auch die regionale Infrastruktur. Die Politik bestimme im Rahmen dieses Vertrags eine klar definierte Netzqualität, die die DB einhalten muss. Ansonsten drohen strenge Sanktionen."

Allianz pro Schiene zum DB-Privatisierungsgesetzentwurf

(26.07.) BERLIN - Verhalten positiv hat die Allianz pro Schiene am Dienstag auf den vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Neuorganisation der Eisenbahnen des Bundes (EBNeuOG) reagiert. "Der insgesamt taugliche Ansatz weist noch verkehrspolitische Defizite auf", sagt Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. Ihm fehlt insbesondere die Verpflichtung der Infrastrukturunternehmen, die Kapazität des Schienennetzes zu steigern oder wenigstens zu halten: "Die Frage der Soll-Kapazitäten des Schienennetzes ist im vorliegenden Gesetzentwurf noch nicht geregelt." Auch die Festlegung auf sinkende Bundesmittel für den Netzerhalt sei angesichts des stark wachsenden Schienenverkehrs völlig kontraproduktiv. Positiv bewertet Flege hingegen die klarere Unterscheidung zwischen öffentlicher Verantwortung und Unternehmensaufgaben sowie die Regelungen zu den Korrekturmöglichkeiten der Strukturentscheidungen (Verbleib des Schienennetzes beim Bund, sofern nach 15 Jahren keine andere Entscheidung durch das Gesetz getroffen wird).

"Wir begrüßen die Einführung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung, die Rechte und Pflichten zwischen Bund und den Infrastrukturunternehmen klar regelt", sagt Flege. Dass die Bundesmittel in Höhe von 2,5 Milliarden Euro je nach Entwicklung des Schienennetzes nur nach unten korrigiert werden sollen, ist laut Allianz pro Schiene allerdings das falsche Signal, „Das Schrumpfen des Bundesschienenwegenetzes wird bereits einkalkuliert, anstatt Anreize für dessen verkehrspolitisch gewollte Weiterentwicklung zu setzen." Der Zuschussbeitrag des Bundes müsse deshalb in beide Richtungen flexibel sein. "Das Wachstum des energieeffiezientesten und umweltverträglichsten Verkehrsträgers darf nicht durch falsche Anreize und schlimmstenfalls auf ein Schrumpfnetz ausgerichtete Bestimmungen ausgebremst werden", warnt Flege. „Sowohl bei der Frage der Soll-Kapazitäten als auch bei der Entwicklung der Bundesmittel für den Netzerhalt muss im bevorstehenden parlamentarischen Prozess unbedingt noch nachgebessert werden."

Das Schienenbündnis hatte den Entwurf vor der Verabschiedung im Kabinett in einer ausführlichen Stellungnahme verkehrspolitisch bewertet. Maßgeblich für die Allianz pro Schiene-Bewertung sind fünf Eckpfeiler, die der Vorstand des Schienenbündnisses im Mai 2006 verabschiedet hat. Die Mitgliedsverbände der Allianz pro Schiene, die beim Thema Teilprivatisierung der DB AG das gesamte Meinungsspektrum der öffentlichen Diskussion abdecken, haben diese fünf Eckpfeiler zur Messlatte für die anstehende Privatisierungsentscheidung erhoben.

Kabinett billigt Gesetzentwurf zur Bahnprivatisierung

(25.07.) BERLIN - Das Bundeskabinett hat am Dienstag in Berlin einen Gesetzentwurf von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee zum Börsengang der DB gebilligt. Danach können maximal 49 Prozent des Unternehmens an die Börse gebracht werden. Schienennetz, Bahnhöfe und Energieleistungen sollen zunächst 15 Jahre im Eigentum des Bundes bleiben. Die Bahn darf es in dieser Zeit jedoch wirtschaftlich nutzen. Fällt der Bund nach Ablauf der 15 Jahre keinen weitergehenden Beschluss, geht das der Bahn übertragene wirtschaftliche Eigentum nach drei weiteren Jahren an ihn zurück. Die Bahn bekäme einen Wertausgleich. Für die 15 Jahre erhält die DB jährlich bis zu 2,5 Milliarden Euro Bundeshilfen für die Erhaltung des Netzes. Über eine spezielle Vereinbarung darüber wird noch verhandelt. Das Votum der Ministerrunde unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) fiel einstimmig, wie es in Regierungskreisen hieß. Bundestag und Bundesrat müssen dem Gesetz zustimmen. Von Verbänden, der Opposition und aus mehreren Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Hessen und Berlin, kam am Dienstag massive Kritik.

Tiefensee sprach von einem entscheidenden Schritt. Das Gesetz solle die Qualität des Schienenverkehrs in Deutschland sichern und dem bundeseigenen Konzern zu mehr Wettbewerbsfähigkeit verhelfen. "Das Netz bleibt beim Bund. Kein Investor erhält Zugriff auf nur einen Kilometer Schiene. Der Bund behält immer die Mehrheit der Aktien", sagte der Minister. Der Erlös aus dem Anteilsverkauf solle zwischen dem Bund und der Bahn geteilt werden. Erwartet wird ein Milliardenbetrag. Mit der Teilprivatisierung rechnet Tiefensee noch im nächsten Jahr. Er gehe davon aus, dass der bundeseigene Konzern bis Ende 2008 "in welcher Weise auch immer" an den Kapitalmarkt komme. Die DB begrüßte den Kabinettsbeschluss. DB-Vorstand Otto Wiesheu erklärte in Berlin: "Mit dem Kabinettsbeschluss ist ein entscheidender Meilenstein für die Teilprivatisierung der Bahn erreicht. Der Weg für das Gesetzgebungsverfahren ist frei. Wir gehen davon aus, dass das Vorhaben jetzt von Bundesregierung, Bundesrat und Bundestag entschlossen vorangetrieben wird und zu einem positiven Ergebnis geführt wird."

IC-Steuerwagen bei München entgleist

(25.07.) MÜNCHEN - Am Dienstag Mittag ist bei Gröbenzell (Bahnstrecke München - Augsburg) der Steuerwagen eines mit rund 300 Personen besetzten InterCitys entgleist. Acht Menschen wurden laut Bundespolizei verletzt. Insgesamt rund 100 Rettungskräfte sowie psychologisch geschulte Mitarbeiter der DB betreuten die betroffenen Reisenden vor Ort und sorgten dafür, dass sie ihre Reise mit Bussen fortsetzen konnten. Die Bahnstrecke wurde auf einer Länge von rund einem Kilometer beschädigt und blieb den Rest des Tages gesperrt. Regional- und Fernverkehrzüge wurden über den Münchner Rangierbahnhof umgeleitet, auf der Strecke der S4 wurden zwischen Olching und Lochhausen Busse eingesetzt. Seit 15.35 Uhr fahren die S-Bahnen wieder durchgehend im 20-Minuten-Takt.

Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei über einer Million Euro. Ursache war offenbar ein auf dem Gleis liegender Gegenstand, wie die Bundespolizei mitteilte. Nach dem Abtransport des Zuges wurde in den Abendstunden mit den Reparaturarbeiten an der Strecke begonnen. Insgesamt müssen ca. 1.500 Meter Gleis und rund 2.500 Schwellen ausgetauscht werden. Am heutigen Mittwoch sollen die Nah- und Regionalverkehrszüge von Augsburg in Richtung München voraussichtlich wieder auf dem gewohnten Weg verkehren und auch den Halt in München Pasing bedienen. In die Gegenrichtung, also von München in Richtung Augsburg, werden voraussichtlich auch mindestens am Mittwoch noch über den Rangierbahnhof München Nord umgeleitet. Der Halt in München Pasing wird daher in diese Richtung auch morgen entfallen. Aufgrund der erforderlichen Reparaturarbeiten wird es auch in den kommenden Tagen noch zu Behinderungen und längeren Fahrzeiten im Fern-, Regional- und S-Bahnverkehr kommen. Aktuelle Informationen über den Zugverkehr auf der Strecke München-Augsburg finden Reisende im Internet unter www.bahn.de/aktuell. Außerdem werden die Hörfunkredaktionen von der DB entsprechend informiert.

DB gewinnt endgültig Ausschreibungen in Rheinland-Pfalz

(25.07.) FRANKFURT/Main - DB Regio Südwest hat die Ausschreibungen über die künftigen Zugverkehre von Perl nach Koblenz, zwischen Bullay und Traben-Trabach sowie zwischen Andernach und Kaisersesch gewonnen. Nachdem die Einspruchsfrist ohne Einwände verstrichen ist, ist der Zuschlag nun rechtskräftig.Aufgrund des saarländischen Anteils auf der Obermoselstrecke erfolgte die Vergabe für die Mosel gemeinsam mit dem Saarland. Die Vergabe der jährlich 3,1 Millionen Zugkilometer umfasst alle Regionalbahnen zwischen Perl und Koblenz, das gesamte Zugangebot zwischen Bullay und Traben-Trarbach sowie zwischen Andernach und Kaisersesch.

2,4 Millionen Zugkilometer pro Jahr werden an der Mosel ab Dezember 2009 gefahren. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren. DB Regio kauft dafür 13 neu entwickelte Fahrzeuge, die bisher noch nicht im Einsatz sind. Es handelt sich um vierteilige Einheiten mit 248 Sitzplätzen und zweiteilige Einheiten mit 120 Sitzplätzen. Die Fahrzeuge sind klimatisiert und bieten besondere Einrichtungen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sowie für Blinde und sehbehinderte Fahrgäste eine taktile Beschriftung. In den Mehrzweckräumen besteht die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme. Die Verkehre auf den Bahnstrecken zwischen Bullay und Traben-Trabach sowie zwischen Andernach und Kaisersesch werden ab Dezember 2008 von DB Regio gefahren. Die Laufzeiten dieser Verträge betragen jeweils fünf Jahre und umfassen zusammen jährlich rund 0,7 Millionen Zugkilometer. Auf beiden Strecken kommen die auf Nebenstrecken bewährten und wirtschaftlichen Triebwagen der Baureihe VT 628 zum Einsatz.

Modernisierung am Weidener Bahnhof abgeschlossen

(25.07.) WEIDEN - Fast ein Jahr lang modernisierte die DB den Bahnhof Weiden. In der Mittelhalle wurde durch die neue Anordnung des Reisezentrums und der Geschäfte eine freundliche und einladende Atmosphäre geschaffen. DB Station&Service investierte in die Modernisierung der Mittelhalle rund 250.000 Euro. Von den jeweiligen Mietern der Geschäfte in der Mittelhalle wurden nochmals insgesamt noch einmal 450.000 Euro investiert. Am Bahnhof Weiden wurden fünf moderne, doppelseitige LCD-Anzeiger an den Bahnsteigen und eine zusätzliche Informationstafel in der Bahnhofshalle installiert. Auf rund 250.000 Euro, gefördert mit Mitteln von Bund und Freistaat Bayern, belief sich die Investition. Mit Hilfe der neuen Anzeiger können die Reisenden zuverlässig und aktuell über den Zugverkehr, Gleisänderungen oder eventuelle Störungen informiert werden. Die Mitarbeiter im Ansagezentrum bedienen die Anlage und können auch manuelle Eingaben vornehmen.

Wegen der Bauarbeiten waren am Weidener Bahnhof Lärm, Bauschmutz und veränderte Wegeführungen unvermeidbar. Die Deutsche Bahn bedankt sich am 15. September 2007 bei den Reisenden und den Anwohnern mit einem Bahnhofsfest für die Geduld und das Verständnis.

Weltmeister BahnCard 25 gewinnt Gold

(25.07.) BERLIN - Die DB hat bei der 17. Verleihung des Deutschen Verkaufsförderungs-Preises durch den Berufsverband der Verkaufsförderer und Trainer (BDVT) Gold in der Kategorie "Dienstleistungen" gewonnen. Mit der erfolgreich umgesetzten Kampagne "Weltmeister BahnCard 25", die sich je Sieg der Deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM 2006 um einen Monat verlängert hatte, und dem Sympathieträger Michael Ballack konnte sich das Unternehmen gegen die Konkurrenz durchsetzen. Betreut wurde das Projekt durch die Agentur Ogilvy & Mather. Die Weltmeister BahnCard 25 wurde im letzten Jahr innerhalb von nur acht Wochen mehr als 420.000-mal verkauft. Der Erfolg der Kampagne für den Fernverkehr bestätigt die DB-Strategie, verkaufsfördernde Werbung mit hoher Priorität zu betreiben, um Kunden am Point of Sale (POS) anzusprechen und zum Kauf zu animieren.

Schienennetz soll größten Gewinn für die Bahn liefern

(24.07.) BERLIN - Das Schienennetz soll nach Informationen der Nachrichtenagentur "Reuters" der größte Gewinnbringer der DB werden. Im Jahr 2011 solle das Netz mehr erwirtschaften als alle anderen Sparten, bestätigten Konzernmanager am Montag der Agentur. Wie es unter Berufung auf Konzernunterlagen weiter hieß, habe das Netz bereits in den ersten fünf Monaten diesen Jahres mit 125 Millionen Euro einen höheren Gewinn als die boomende Logistiksparte Schenker erzielt. Ein Unternehmenssprecher lehnte eine Stellungnahme zu Zahlen ab. Er betonte aber, Ziel sei es, wirtschaftlich zu werden. Im vergangenen Jahr hatte das Netz Verlust ausgewiesen.

Neue Linien der S-Bahn RheinNeckar kommen gut an

(24.07.) KAISERSLAUTERN - Ende letzten Jahres hat die S-Bahn RheinNeckar als letzten Abschnitt der ersten Ausbaustufe den planmäßigen S-Bahn-Betrieb zwischen Speyer und Germersheim durch die Verlängerung der S-Bahn-Linien 3 und 4 aufgenommen. Eine erste Zwischenbilanz zeigt den Erfolg der S-Bahn RheinNeckar. "Seit dem Start am 10. Dezember 2006 haben sich 19 Prozent mehr Fahrgäste für unsere S-Bahn entschieden. Das sind pro Kalendertag rund 350 Reisende mehr", freut sich Andreas Schilling, Leiter der DB Regio RheinNeckar. 62 Mal pro Tag verbinden die S-Bahn-Züge der Linien S 3 und S 4 Germersheim im 30-Minuten-Takt mit den drei Zentren Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg. Die roten Triebzüge der Baureihe ET 425 sind bis zu 140 km/h schnell und benötigen für die Fahrt von Germersheim nach Mannheim mit allen Unterwegshalten durchschnittlich nur 38 Minuten.

Auch für die Linie 1 der S-Bahn RheinNeckar, die zwischen Kaiserslautern und dem saarländischen Homburg (Saar) Ende letzten Jahres ihren Betrieb aufgenommen hatte, fällt die erste Zwischenbilanz bei der Bahn und dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd positiv aus. Hier nutzten laut Andreas Schilling täglich rund 1000 Fahrgäste mehr die Züge, was einem Plus von 23 Prozent entspricht. 28 Mal pro Tag verbinden die Züge der S-Bahn-Linie 1 Homburg (Saar) im Stundentakt und umsteigefrei mit den drei Zentren Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg. Mit Kaiserslautern - Homburg (Saar) ging Ende 2006 der erste Abschnitt der zweiten Ausbaustufe der S-Bahn RheinNeckar in Betrieb. Insgesamt investieren der Bund, das Land Rheinland-Pfalz, das Saarland und die im Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN) neu integrierten Gebietskörperschaften des ehemaligen Westpfalz Verkehrsverbundes (WVV) für den Ausbau und die Modernisierung der Bahnhöfe über 15 Millionen Euro. Die noch laufenden Modernisierungsarbeiten an den Stationen Kennelgarten und Vogelweh sowie in Homburg (Saar) werden voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein.

OHE entscheidet sich für Siemens-Eurorunner

(24.07.) ERLANGEN - Mit der Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE) in Celle, einer Tochter der Arriva Bachstein GmbH, hat der Siemens-Bereich Transportation Systems (TS) einen weiteren Kunden von seiner umweltfreundlichen diesel-elektrischen Lokomotive Eurorunner ER20 überzeugt. Die erste von drei georderten Lokomotiven, die Mitte Juli an den norddeutschen Privatbahnbetreiber übergeben worden ist, wurde am 23. Juli in Celle von David Martin, Chief Executive Officer des britischen Mutterkonzerns Arriva plc., getauft. Arriva plc. gehört zu den führenden europäischen Transportunternehmen.

Ausschlaggebend für die Entscheidung der OHE war das bewährte technische Konzept der Lokomotive sowie die extrem kurzen Lieferzeiten. Bereits gut zwei Wochen nach Erteilung des Auftrags wurde die erste Lokomotive ausgeliefert, Mitte August wird der zweite und schon im Oktober der dritte Eurorunner für die OHE das Siemens-Werk in München-Allach verlassen. Der Auftragswert liegt insgesamt bei rund sieben Millionen Euro. Der Eurorunner ist eine moderne, umweltfreundliche Lokomotive, die schon heute zukünftige Standards hinsichtlich Schallemission, Abgaswerte, Brandschutz und passiver Sicherheit erfüllt. Mit einer Leistung, die je nach Variante Höchstgeschwindigkeiten zwischen 140 und 160 Stundenkilometern erlaubt, ist der Eurorunner für den Einsatz vor Reisezügen ebenso geeignet wie für Güterzüge. Insgesamt sind bereits 180 Siemens-Eurorunner in vier Ländern unterwegs.

Die OHE, seit 2007 im Mehrheitsbesitz von Arriva, ist nach der ostbayerischen Regentalbahn bereits die zweite deutsche Arriva-Tochter, die sich für die Siemens-Lokomotive entschieden hat. Die Regentalbahn hatte im Mai 2006 elf Eurorunner ER20 bestellt. Mit der OHE hat Siemens nun einen zweiten Schlüsselkunden im Privatbahn-Sektor gewonnen.

Weiterhin Behinderungen zwischen Erlangen und Forchheim

(24.07.) ERLANGEN - Nach dem schweren Unwetter am Wochenende ist die Bahnstrecke Erlangen - Forchheim seit Montag Mittag erneut nur noch eingleisig befahrbar. Auf der gesamten Strecke Nürnberg - Bamberg kommt es voraussichtlich noch bis Dienstag Mittag zu starken Beeinträchtigungen und Zugausfällen. Zwischen Erlangen und Forchheim werden fast alle Regionalzüge durch Busse ersetzt. Ursache für die erneute Streckensperrung sind die Unwetter des Wochenendes, die auch eine Eisenbahnbrücke südlich des Bahnhofs Baiersdorf beschädigten. Eine Prüfung ergab am Montag, dass sie aufgrund von Unterspülung nicht mehr befahrbar ist. Zugfahrten auf diesem Gleis können nicht vorgenommen werden. Stattdessen wird die Bahn noch am Montag beginnen, eine Behelfsbrücke einzubauen. Die Arbeiten sollen morgen im Laufe des Tages abgeschlossen sein.

Bahnhof Frankfurt/Oder wegen Explosionsgefahr geräumt

(24.07.) FRANKFURT/ODER - Ein defekter Kesselwagen hat am Montag Nachmittag den Zugverkehr im Raum Frankfurt/Oder erheblich behindert. Aus bislang ungeklärter Ursache trat leicht entzündbares Gas aus dem im Bahnhof abgestellten Zug aus. Der Bahnhof war mehrere Stunden lang gesperrt, der Zugverkehr von und nach Frankfurt unterbrochen. Der defekte Kesselwagen wurde gegen Abend von der Feuerwehr aus dem Bahnhof gezogen. Nach zweieinhalb Stunden wurde die Sperrung aufgehoben.

Erhebliche Behinderungen im S-Bahn Verkehr München

(24.07.) MÜNCHEN - Infolge eines Brückenschadens war der S-Bahn Verkehr in München am Montag zwischen 12:00 und 13:30 Uhr erheblich beeinträchtigt. Bei einer Routineüberprüfung hatten Bahnmitarbeiter an einem Überführungsbauwerk ein instabiles Bauteil erkannt. Bei der Überprüfung stellte sich ein Frostschaden an einem etwa 20 cm großen Betonteil heraus. Bahntechniker beseitigten dieses Teil. Eine Untersuchung des gesamten Brückenbauwerkes ergab keine weiteren Mängel. Vorsorglich wurde der S-Bahnverkehr zwischen Hackerbrücke und Donnersberger Brücke unterbrochen. Die Brücke wurde 1981 in Betrieb genommen. Routineüberprüfungen finden halbjährlich statt.

Streik: Wirtschaft befürchtet hohe finanzielle Schäden

(23.07.) BERLIN - Die deutsche Wirtschaft fürchtet schwere Störungen bei einem unbefristeten flächendeckenden Streik der Lokführer. Verbände warnten vor schweren Störungen in der Produktion und forderten die Tarifparteien auf, eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden. "Viele Unternehmen sind zwingend auf einen zuverlässigen Schienenverkehr angewiesen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, der "Berliner Zeitung". Störungen im Transportablauf könnten eine Kette von Produktionsunterbrechungen nach sich ziehen. "Die Kosten eines Streiks für die Wirtschaft wären daher immens." Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bezifferte die volkswirtschaftlichen Schäden bei einem unbefristeten Bahnstreik pro Tag auf bis zu 500 Millionen Euro. Die DB selbst müsste nach Schätzungen des DIW täglich Umsatzausfälle von 27 Millionen Euro beim Personen- sowie 15 Millionen Euro beim Güterverkehr verkraften.

Unterdessen haben Politiker und auch Bahn-Chef Hartmut Mehdorn vor der am heutigen Montag beginnenden Urabstimmung der Lokführer versucht, die Gewerkschaft doch noch von einem Arbeitskampf abzuhalten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, sie wolle sich wegen der Tarifautonomie nicht in den Konflikt einmischen. Doch wäre es gerade in der Ferienzeit wünschenswert, dass man den Urlaubsort auch mit der Bahn erreichen könne. Mehdorn erklärte in der "Bild am Sonntag", die Kunden dürften nicht unter den Machtspielen einer kleinen Gewerkschaft. Er habe ein Angebot über bessere Arbeitsbedingungen gemacht und sei bereit, einen unabhängigen Experten die finanzielle Lage der Lokführer prüfen zu lassen. "Die Tür für Gespräche ist nicht zugeschlagen." Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunde (DGB), Michael Sommer, warf der GDL vor, die Bahnbeschäftigten zu spalten und den Flächentarifvertrag zu gefährden. Er forderte die Lokführer auf, zur Kooperation mit den anderen Bahngewerkschaften Transnet und GDBA zurückzukehren.

"Tagesspiegel": Sieben Länder haben Bedenken gegen die Bahn-Privatisierung

(23.07.) BERLIN - Mindestens sieben Länder haben derzeit noch Bedenken gegen die geplante Privatisierung der Bahn. Wie der "Tagesspiegel am Sonntag" meldet, fordern Hessen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Nordhein-Westfalen Nachbesserungen bei dem Gesetz, mit dem ein Teil des Bahnkonzerns an private Investoren verkauft werden soll. Die Länder befürchten, dass nach einer Privatisierung Investitionen auf rentable Fernstrecken konzentriert werden und der Verkehr in der Fläche vernachlässigt wird. Er wolle "direkten Einfluss auf Investitionsentscheidungen" in das Netz, sagte Sachsens Verkehrsminister Thomas Jurk (SPD) der Zeitung. Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) fürchtet, dass die Privatisierung die Mobilität als staatliche Daseinsvorsorge gefährdet und ist daher grundsätzlich gegen einen Verkauf. Karl-Heinz Daehre (CDU), Verkehrsminister aus Sachsen-Anhalt, sagte dem "Tagesspiegel am Sonntag", das Gesetz sei in der vorliegenden Form "nicht zustimmungsfähig". Am Dienstag will das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Bahnprivatisierung verabschieden, im Herbst soll der Bundesrat beraten.

Unterdessen rechnet Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee entgegen Plänen in Teilen der Koalition und der DB erst Ende 2008 mit der Privatisierung der Bahn. Wenn alle an einem Strang zögen, könnte der Bundestag noch in diesem Jahr eine Entscheidung fällen, sagte Tiefensee in einem am Wochenende veröffentlichten Interview des Nachrichtenmagazins "Focus". "Eine Zustimmung vorausgesetzt, könnte Ende 2008 ein (privater) Partner ausgesucht sein", ergänzte er. Das Interesse an Bahn-Anteilen sei bereits jetzt groß. Zur Privatisierung der Bahn, bei der zunächst ein Aktienpaket von 25 Prozent abgegeben werden soll, gibt es nach Tiefensees Worten keine Alternative. "Wir brauchen private Partner, um die Bahn noch stärker zu machen. Denn die Schiene muss sich auf den sehr offenen deutschen Markt gegen Wettbewerber aus dem Ausland durchsetzen können."

Nach Unwetter erhebliche Behinderungen im bayerischen Zugverkehr

(23.07.) ERLANGEN - Nach den starken Regenfällen in der Nacht zum Sonntag ist es auf der Bahnstrecke Bamberg - Erlangen - Nürnberg den ganzen Sonntag über wegen eines unterspülten Bahndammes bei Baiersdorf zu erheblichen Behinderungen gekommen. Im Baiersdorfer Bahnhof befreite das THW in der Nacht 35 Menschen aus einem Zug, sie wurden in Turnhallen untergebracht. Bis gegen 15 Uhr war die Strecke komplett gesperrt, dann fuhren zumindest die ICE-Züge wieder, die zuvor über Erfurt, Fulda und Würzburg umgeleitet worden waren. Im Regionalverkehr fand bis zum Abend zwischen Erlangen und Forchheim Schienenersatzverkehr statt. Auch in Oberbayern mussten am Samstag Abend wegen umgestürzter Bäume mehrere Bahnstrecken gesperrt werden, darunter die Strecken von München nach Augsburg bzw. Ingolstadt.

DB sucht Tariflösung mit allen Gewerkschaften

(21.07.) BERLIN - Die DB will nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen mit der Lokführergewerkschaft GDL den im August drohenden Streik noch verhindern. Das Unternehmen strebt eine Lösung an, in die alle drei Verkehrsgewerkschaften eingebunden sind. Dabei soll es im Wesentlichen um eine neue Einkommensstruktur bei der Bahn gehen, von der auch die Lokführer profitieren können. Außerdem erhalten in diesen Tagen 134000 Bahnmitarbeiter einen Brief, in dem sie eine Erklärung abgeben sollen, ob sie als Mitglieder von Transnet oder GDBA oder gewerkschaftlich nicht organisiert mit dem Tarifabschluss einverstanden sind. Nur wer die Erklärung unterzeichnet, soll die Einmalzahlung von 600 Euro im August erhalten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bahn- Arbeitgeberverbandes MoVe, Werner Bayreuther.

Die GDL wertet dieses Vorgehen als ein weiteres Mittel, mit dem die DB Druck auf die Lokführer machen will. GDL-Chef Manfred Schell riet den Mitgliedern der Gewerkschaft, den Brief in den Papierkorb zu werden und abzuwarten, "dass wir einen guten Tarifabschluss für sie aushandeln". Die GDL denkt auch über rechtliche Schritte gegen das Schreiben der DB nach. Laut Schell wolle die Bahn so versuchen, indirekt festzustellen, welcher Mitarbeiter in welcher Gewerkschaft organisiert sei. "Das ist absolut unzulässig, dagegen gehen wir vor." Die GDL will in der kommenden Woche die Urabstimmung einleiten. Bis zum 6. August werde man auf Warnstreiks verzichten. Dann sei denkbar, dass "über mehrere Tage gestreikt wird", sagte der stellvertretende GDL-Vorsitzende Günther Kinscher der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). "Zwei Tage Stillstand lähmen das ganze deutsche Wirtschaftsleben", sagte er. Die Streikkasse ist nach Informationen des "Handelsblatts" (Freitag) aus Gewerkschaftskreisen gut gefüllt. Es stünden etwa 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Unterdessen mahnte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee am Freitag die Tarifparteien, "eine Lösung zu finden, die einen guten Kompromiss für die Tarifpartner darstellt, und gleichermaßen das Interesse der Kunden und Reisenden zu beachten." Das schließe auch die Interessen der Güterverkehrs ein. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken (CSU), hatte zuvor vor einem Bahnstreik in der Hauptferienzeit gewarnt. "Die Tarifauseinandersetzung darf nicht auf dem Rücken der Reisenden stattfinden, die sich das ganze Jahr auf ihren Urlaub gefreut haben", sagte er der "Berliner Zeitung".

Keine Regionalisierungsmittel für Stuttgart 21 verwenden

(21.07.) STUTTGART - Die Bahngewerkschaft Transnet hat am Freitag Pläne von Baden-Württembergs Finanzminister Stratthaus kritisiert, Regionalisierungsmittel für den Bau von Stuttgart 21 zu verwenden. Der CDU-Politiker hatte zuvor erklärt, dass diese Gelder nun verstärkt für das Bauvorhaben ausgegeben würden. Der Bund stellt die Regionalisierungsmittel aber vornehmlich für die Bestellungen von Leistungen im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) zur Verfügung. Die Pläne von Stratthaus stellen nach Ansicht der Gewerkschaft eine klare Zweckentfremdung der Mittel dar. Es sei im Regionalisierungsgesetz nicht vorgesehen, dass Bahnhofsbauten mit diesen Geldern finanziert werden sollten. "Das Geld muss in die Bestellung von Nahverkehrsleistungen fließen", betonte Transnet-Vorstandsmitglied Karl Heinz Zimmermann. Eine Umleitung in Bauprojekte oder andere Vorhaben "verstößt gegen Sinn und Zweck des Regionalisierungsgesetzes." In diesem Zusammenhang erneuerte Zimmermann die TRANSNET-Forderung, dass der Bund die Mittel zweckgebunden zahlen müsse. Außerdem zeigten die Pläne, dass eine Nachweispflicht über die Verwendung "inzwischen mehr als angebracht ist".

Produktionsstart bei Siemens für russischen Hochgeschwindigkeitszug

(21.07.) KREFELD - Die Russische Eisenbahn (RZD) startet gemeinsam mit dem Siemens-Bereich Transportation Systems (TS) ins Zeitalter der Hochgeschwindigkeit: RZD-Präsident Wladimir Jakunin setzte am Freitag bei einem Besuch im Siemens-Werk Krefeld-Uerdingen die Rohbau-Fertigung des ersten russischen Hochgeschwindigkeitszuges vom Typ Velaro RUS in Gang. Die Züge sollen ab Ende 2009 mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern die Metropolen Moskau und St. Petersburg miteinander verbinden. Jakunin bezeichnete den Start der Velaro-Fertigung als "bedeutungsvollen Meilenstein in der Geschichte der Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen RZD und Siemens". Der Velaro RUS, "der vom Design und der Technologie dem höchsten Stand der Eisenbahntechnik entspricht, wird die RZD befähigen, einen gewissen Rückstand in der Hochgeschwindigkeitstechnik im Vergleich zu anderen Eisenbahngesellschaften aufzuholen, und Russland dem elitären Club der Hochgeschwindigkeitsländer der Welt beitreten zu lassen", betonte Jakunin.

Den Auftrag für den Bau der insgesamt acht Hochgeschwindigkeitszüge bis zum Jahr 2010, die alle im Werk Krefeld-Uerdingen gefertigt werden, hat Siemens Transportation Systems bereits im Mai 2006 erhalten. Siemens wird für die Dauer von 30 Jahren auch die Wartung der Züge übernehmen. Insgesamt beträgt der Auftragswert rund 600 Millionen Euro. Den Start der Rohbaufertigung des russischen Velaro besiegelten Jakunin und Schabert offiziell mit ihren Unterschriften unter ein Dokument über das Erreichen des ersten Schritts der Meilenstein-Vereinbarung. Russland gilt mit jährlichen Milliardeninvestitionen als einer der expansivsten Bahnmärkte der nächsten Jahrzehnte. Auch auf dem Hochgeschwindigkeitssektor sind neben der Strecke Moskau - St. Petersburg weitere Verbindungen geplant, beispielsweise zwischen Moskau und Nishni Novgorod. Eine moderne Bahninfrastruktur mit Hochgeschwindigkeitsverbindungen gilt auch in Russland als eine Antwort auf die Herausforderungen des Klimaschutzes. So liegt der für den Klimawandel mitverantwortliche Kohlendioxid-Ausstoß je Passagier bei Hochgeschwindigkeitszügen etwa um zwei Drittel niedriger als bei Flugzeugen.

Mit dem Velaro RUS erhält die russische Bahn nach Angaben von Hans M. Schabert, dem Vorsitzenden des Siemens-Bereichs Transportation Systems, den "weltweit modernsten Hochgeschwindigkeitstriebzug". Der Zug ähnelt dem ICE 3 der DB und dem Velaro E der spanischen Bahn Renfe. Er bietet in zehn Wagen Platz für mehr als 600 Fahrgäste und ist speziell an die technischen und klimatischen Bedingungen in Russland angepasst. Die Züge sind auf die russische Breitspur ausgelegt und rund 33 cm breiter als der ICE 3. Mit dem Velaro RUS, dem chinesischen Velaro CN, dem spanischen Velaro E und dem ICE 3 sind weltweit bereits mehr als 160 Hochgeschwindigkeitstriebzüge bei Siemens geordert worden.

Bayern: "Freie Fahrt für 1er Schüler"

(21.07.) NÜRNBERG - In diesem Jahr belohnen Eisenbahnen und Verbünde in Bayern wieder die sehr guten Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Freistaat Bayern. Am ersten Ferientag, dem 30. Juli können alle, die in Bayern in die Schule gehen und mindestens ein "sehr gut" im Zeugnis stehen haben, einen Tag kostenlos in allen Regionalzügen in Bayern fahren. Damit möchte die Bahn die Leistungen der bayerischen Schüler würdigen. Die Aktion gilt in allen Regionalzügen (IRE, RE, RB, S) der Deutschen Bahn AG in Bayern. Als Nachweis der Note "Sehr gut" gilt ein Zeugnis im Original oder in Kopie zusammen mit einem Personal-, Kinder- oder Schülerausweis. Bei Schülern, die statt Noten ein Zeugnis in Textform haben, genügt eine sehr gute Beurteilung ihrer schulischen Leistungen in mindestens einem Fach.

An der Aktion "Freie Fahrt für 1er-Schüler" beteiligen sich auch noch weitere Bahngesellschaften, nämlich ALEX, BOB, Erfurter Bahn, Regentalbahn, Vogtlandbahn und Bayerische Zugspitzbahn AG (auf der Schienenstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Zugspitzblatt sowie bei allen Seilbahnen. Die Seilbahnen und die Zahnradbahn können die Einserschüler nur in Begleitung eines Erwachsenen nutzen.). Außerdem beteiligen sich verschiedene Verkehrsverbünde und Verkehrsgemeinschaften an der Aktion; die Schüler können in allen Verkehrsmitteln des MVV (München), VGN (Nürnberg), AVV (Augsburg). Das Angebot gilt auch für bestimmte Strecken, die teilweise nicht in Bayern verlaufen, so zum Beispiel für die Außerfernbahn nach Reutte sowie nach Ulm. Es sind beliebig viele Fahrtunterbrechungen erlaubt. Die Aktion läuft den ganzen 30. Juli 2007 von 0:00 Uhr bis 24:00 Uhr. Nähere Informationen unter www.bahn.de/schueler-ferien-ticket.

DB neuer Partner von Werder Bremen

(21.07.) BERLIN - Die DB ist für die nächsten zwei Jahre offizieller Mobilitäts- und Logistikpartner von Werder Bremen und baut damit ihr Engagement im Fußball weiter aus. Nach den Aktivitäten als Premiumpartner bei Eintracht Frankfurt seit fünf Jahren und als Haupt- und Trikotsponsor bei Hertha BSC Berlin seit dem vergangenen Jahr ist Werder Bremen der dritte Erstligist, den die DB unterstützt. Mit zahlreichen Marketing- und Kommunikationsaktivitäten will die DB den Fans von Werder Bremen das Unternehmen und seine Produkte und Dienstleistungen näher bringen. Dazu zählen Aktionen im Weserstadion und Veranstaltungen auch in den Bahnhöfen der Region. Mit der Partnerschaft knüpft die DB an eine erfolgreiche erste Saison als Hauptsponsor bei Hertha BSC Berlin an. Bereits im ersten Jahr hat die DB eine im Bundesligavergleich überdurchschnittliche Bekanntheit als Fußballsponsor erzielt und das breite Leistungsspektrum des Konzerns sehr gut kommuniziert. Auch die Erfahrungen mit besonderen Produkten und Angeboten für die Fans bringt die DB aktiv in die neue Partnerschaft mit Werder Bremen ein.

50.000 SüdostBayernTickets seit April 2006 verkauft

(21.07.) MÜHLDORF - Die SüdostBayernBahn (SOB) liegt mit ihrem SüdostBayernTicket auf Erfolgskurs: am Donnerstag wurde im Reisezentrum Simbach das 50.000 SOB-Ticket verkauft. Ute Hilger aus Simbach war die glückliche Käuferin und konnte sich über einen Blumenstrauß und einen Reisegutschein freuen. Die Jubilarin nutzt das Tagesticket öfters für Fahrten nach Landshut. Christoph Kraller, Sprecher der SüdostBayernBahn: "Das Ticket hat sich seit einer Einführung zu einem echten Verkaufsschlager im Verkehrsgebiet der SOB entwickelt und unsere Erwartungen übertroffen. Wir sind froh, dass unsere Kunden die Vorteile dieser flexiblen Tageskarte schätzen und nutzen."

Das SOB-Ticket wurde zum 1. April 2006 eingeführt. Es kostet pro Person 12,- Euro und gilt wochentags ab 9:00 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen ganztägig für beliebig viele Fahrten in der 2. Klasse auf allen Strecken der SüdostBayernBahn (außer in den Abschnitten Markt Schwaben - München und Ebersberg - München) von Landshut bis Salzburg, Mühldorf bis Burghausen oder von Passau bis Rosenheim.Neu seit diesem Jahr: Mit dem SOB-Ticket wird in vielen Fällen nicht nur die Fahrt billiger, sondern unter dem Motto "SOB-Ticket-Bonus" gibt es zudem eine Reihe von Vergünstigungen bei zahlreichen Ausflugszielen, so z.B. im Zoo Salzburg, bei der Maja-Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen oder in der Stadtresidenz Landshut. Umfassende Informationen zum SOB-Ticket gibt es in allen Verkaufstellen der SüdostBayernBahn sowie im Internet unter www.suedostbayernbahn.de.

Bahn frei für "Stuttgart 21" und Neubaustrecke nach Ulm

(20.07.) BERLIN - Die Weichen zum Bau der knapp 90 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Stuttgart und Ulm sind gestellt. Damit kann zum einen die Neubaustrecke über die schwäbische Alb gebaut werden. Zum anderen erhält die baden-württembergische Landeshauptstadt mit Stuttgart 21 einen modernen unterirdischen Durchgangsbahnhof, mit dem die Landesmesse und der Stuttgarter Flughafen angebunden werden. In Berlin haben am Donnerstag Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger, Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster und DB-Chef Hartmut Mehdorn ein Memorandum of Understanding über die Umsetzung des größten Infrastrukturprojektes im Südwesten Deutschlands unterzeichnet.

Darin sind die Finanzierungsmodalitäten zu "Stuttgart 21" und zur Neubaustrecke von Wendlingen bis Ulm festgehalten. Beide Projekte zusammen kosten nach derzeitigen Planungen 4,8 Millionen Euro. Die Summe setzt sich aus 2,8 Milliarden Euro für "Stuttgart 21", zu dem der Bahnhofsumbau zählt, und zwei Milliarden Euro für die Neubaustrecke zusammen. Von den 2,8 Milliarden Euro von "Stuttgart 21" übernimmt die Bahn rund 1,1 Milliarden Euro, Baden-Württemberg knapp 700 Millionen, der Bund 500 Millionen. Den größten Teil des Risikos von Kostensteigerungen von "Stuttgart 21" muss das Land Baden-Württemberg tragen. Die Bahn solle nur die Kosten bis zu einer Grenze von 220 Millionen Euro schultern, um das Projekt für das an die Börse strebende Staatsunternehmen nicht unwirtschaftlich zu machen.

Aus heutiger Sicht kann 2010 mit dem Bau begonnen werden. Die ersten Züge sollen im Jahr 2019/2020 rollen. Mit Inbetriebnahme der Strecke wird sich die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm halbieren, nur noch 28 Minuten benötigen Bahnreisende dann für die Fahrt zwischen den beiden Städten an Neckar und Donau. Auch der Regionalverkehr profitiert mit deutlichen Fahrzeitverkürzungen von den Projekten. So dauert beispielsweise die Fahrt zwischen dem neuen Stuttgarter Durchgangsbahnhof und dem Stuttgarter Flughafen nur noch acht Minuten.

Tarifverhandlungen gescheitert

(20.07.) BERLIN - Die Verhandlungen zwischen der DB und der Lokführergewerkschaft GDL sind am Donnerstag Nachmittag ergebnislos abgebrochen worden. Die GDL lehnte das Angebot der DB über Lohnerhöhungen von 4,5 Prozent und eine Ergebnisbeteiligung von 600 Euro ab. Zusätzlich hatte die DB einen eigenen Tarifvertrag über Berufs- und Ausbildungsbedingungen für Lokführer angeboten. Außerdem ist die Bahn bereit, mit allen drei Gewerkschaften gemeinsame Gespräche über ein Vergütungssystem aufzunehmen, mit dem auch Lokführer künftig besser nach Leistung und Qualifikation vergütet werden können. Das Angebot sieht weiterhin vor, dass ein externer Sachverständiger berufen werden soll, der die Tätigkeiten des Fahrpersonals und anderer Eisenbahnberufe bewertet. Kommt dieser Sachverständige zu dem Ergebnis, dass das Fahrpersonal im Vergleich zu anderen Berufsgruppen der DB zu niedrig bewertet ist, erklärt sich die DB zur Anpassung bereit.

Die Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag für das Fahrpersonal lehnte die DB erneut kategorisch ab. "Für die Bahn kann es nur ein einheitliches Tarifwerk geben", sagte DB-Personalvorstand Margret Suckale. "Wir lassen nicht zu, dass eine Gewerkschaft versucht, unsere Belegschaft in Mitarbeiter erster und zweiter Klasse zu spalten." An einem Spitzengespräch, zu dem DB-Chef Hartmut Mehdorn die drei Vorsitzenden der Bahngewerkschaften am Donnerstag in Berlin vor der Tarifrunde eingeladen hatte, nahm der GDL-Vorsitzende erst gar nicht teil. Die GDL fordert inzwischen mindestens 31 Prozent Lohnerhöhung. Bislang war die Rede von bis zu 31 Prozent. "Mit völligem Unverständnis mussten wir heute die Forderung der GDL nach mindestens 31 Prozent Lohnerhöhung zur Kenntnis nehmen. Die Gewerkschaft hat keinerlei Kompromissbereitschaft gezeigt", sagte Margret Suckale nach der Tarifverhandlung.

Nach den gescheiterten Verhandlungen stehen die Zeichen jetzt auf Streik. Ab kommenden Montag will die GDL ihre Mitglieder zur Urabstimmung aufrufen, das Ergebnis soll Anfang August feststehen. Dann droht ein unbefristeter Streik. Personalvorstand Suckale appellierte am Donnerstag Nachmittag an die GDL-Spitze, eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen. "Gerade in der Ferienzeit darf die Tarifauseinandersetzung nicht zu Lasten unserer Kunden ausgetragen werden. Verzichten Sie auf weitere Streiks."

"Berliner Zeitung": S-Bahn-Linie 21 zum Berliner Hbf wird erst ab 2008 gebaut

(20.07.) BERLIN - Die geplante S-Bahn-Anbindung des neuen Berliner Hauptbahnhofs nach Norden droht sich nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" (Donnerstagausgabe) zu verzögern. Es zeichne sich ab, dass der erste Spatenstich für die Linie S 21 zu den Bahnhöfen Wedding und Westhafen am nördlichen S-Bahn-Ring wohl erst im kommenden Jahr gefeiert werden könne, sagte der Berliner Konzernbevollmächtigte der DB, Ingulf Leuschel. Ursprünglich sollte Ende 2007 damit begonnen werden.  Die Finanzierungsvereinbarung und die Ausschreibung des Baus bräuchten aber noch Zeit, hieß es. Nach den bisherigen Plänen sollte die zweigleisige S 21, die einen rund 800 Meter langen Tunnelabschnitt umfasst, 2012 fertig sein.

Hamburger Hochbahn-Tochter unterstützt die Allianz pro Schiene

(20.07.) BERLIN - Die Allianz pro Schiene wächst unaufhaltsam. Mit der BeNEX GmbH, einer Tochtergesellschaft der Hamburger Hochbahn, begrüßt die Allianz pro Schiene ihr 75. Fördermitglied. "Wir freuen uns sehr, mit der BeNEX GmbH ein Unternehmen zu unseren Förderern zählen zu können, das als zukunftsorientiertes Dienstleistungsunternehmen Menschen für die Mobilität auf der umweltfreundlichen Schiene begeistern will", sagt Norbert Hansen, Vorstandsvorsitzender der Allianz pro Schiene. "Nur mit einer breiten Allianz können wir den Schienenverkehr in Deutschland weiter voranbringen. Dass uns mit BeNEX dabei jetzt bereits 75 Unternehmen der Bahnbranche bereitwillig unterstützen, bestärkt uns in unserem Engagement für mehr Mobilität auf der Schiene."

"Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass Politik und Gesellschaft über die ökologische und ökonomische Notwendigkeit des Ausbaus und der Förderung des Schienenverkehrs ausreichend informiert werden", begründet BeNEX-Geschäftsführer Dietmar Knerr die Fördermitgliedschaft. "Nur so können im Ergebnis die richtigen Entscheidungen getroffen werden", sagt Knerr. Die Erfolgsgeschichte der Allianz pro Schiene habe das Unternehmen schon kurz nach der Gründung im Mai 2007 dazu bewogen, den Verein zu unterstützen. "Die Allianz pro Schiene erreicht mit ihren Aktivitäten und Initiativen zahlreiche politische Entscheidungsträger und große Teile der Gesellschaft." In der BeNEX GmbH sind die Expansionsaktivitäten der Hamburger Hochbahn außerhalb Hamburgs zusammengefasst. Die Holding ist an den Schienenverkehren von cantus, metronom, NBE-nordbahn und ODEG beteiligt. Im Schienenbereich decken die Beteiligungen insgesamt knapp 20 Millionen Zugkilometer ab.

Entscheidende Verhandlungen zwischen DB und GDL

(19.07.) BERLIN - Die DB und die Lokführergewerkschaft GDL treffen sich am heutigen Donnerstag um 13 Uhr zu neuen Gesprächen im Tarifstreit. Die GDL hatte im Vorfeld eine Urabstimmung und unbefristete Streiks angedroht, falls die DB kein deutlich verbessertes Angebot vorlege. Die DB will nicht über den mit den beiden anderen Bahngewerkschaften Transnet und GDBA ausgehandelten Abschluss in Höhe von 4,5 Prozent und eine Einmalzahlung von 600 Euro hinausgehen, deutete allerdings Entgegenkommen z.B. bei den Arbeitsbedingungen an. Die GDL fordert dagegen einen eigenständigen Tarifvertrag sowie deutlichen Verbesserungen bei der Bezahlung und den Arbeitszeitregelungen.

Unterdessen hat sich die GDL in einem Offenen Brief an DB-Chef Hartmut Mehdorn über die bisherige Blockadehaltung des DB-Vorstandes in Bezug auf den Fahrpersonaltarifvertrag und die öffentlichen Äußerungen des DB-Chefs beschwert. "Wir lassen uns nicht länger hinhalten und abspeisen.Wir vertrauen Ihren Lippenbekenntnissen nicht mehr. Wir wollen Taten sehen!" Die GDL warf dem Chef der Deutschen Bahn vor, die Grenzen "des selbst in Tarifkonflikten noch Entschuldbaren" zu überschreiten. Das kategorische Nein zu den Forderungen der GDL zeuge von Ignoranz. "Den Tarifstreit vor den Gerichten auszutragen, ist ein Ausweichen vor dem Problem." Das Fahrpersonal wolle weder einen Streik noch die Reisenden behindern. "Sie lassen uns aber keine andere Wahl", heißt es in dem Brief.

Sonderausstellung "50 Jahre Trans-Europ-Express" im DB Museum eröffnet

(19.07.) NÜRNBERG - Im DB Museum Nürnberg wurde am Mittwoch die Sonderausstellung "50 Jahre Trans-Europ-Express" eröffnet. Zwei Originalfahrzeuge (Baureihe VT 601 bzw. VT 602) sowie historische Fotografien und Plakate lassen den Zeitgeist der 50er Jahre aufleben. Vor 50 Jahren brachte ein Zusammenschluss von nationalen Bahnverwaltungen den Europa-Gedanken auf die Schiene. Im Juni 1957, wenige Wochen nach Unterzeichnung der Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, begann die Ära des Trans-Europ-Express (TEE). Vor 50 Jahren startete der erste TEE-Zug. Fortan verbanden die bordeauxrot-beigefarbenen Züge die Wirtschaftmetropolen Deutschlands, Frankreichs, Italiens, der Schweiz und der Benelux-Länder. Zwar waren die Pläne für einen gemeinsamen europäischen Zug gescheitert, doch hatte man sich auf verbindliche Vorgaben einigen können. Mit hohen Reisegeschwindigkeiten, einem besonderen Komfort, Zugsekretariat, Zugtelefon sowie einer exklusiven Bewirtschaftung sprachen die nur Erste-Klasse-Wagen führenden Züge vor allem Geschäftsreisende an.

Als gestalterisch besonders gelungenes Flaggschiff galt der TEE der Deutschen Bundesbahn. Die dynamische Formgebung des wuchtigen Dieseltriebkopfes ließ den Zug zur Design-Ikone werden. Hintergrund der Entwicklung war die klare Absicht, den Fortschritten im Flugverkehr und Automobilbau ein attraktives Pendant entgegenzustellen. In der Ausstellung sind zahlreiche Innen- und Außenaufnahmen der Luxuszüge zu sehen. Die Fotografien aus dem Bestand des DB Museums werden ergänzt durch historische Plakate und Zugmodelle in Spur N. Inhaltlich spannt sich der Bogen über das Ende der TEE-Ära hinaus zu weiteren Projekten des internationalen Verkehrs bis zu den neuen Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen Deutschland und Frankreich. In der Fahrzeughalle und auf dem Freigelände sind die zwei Originalfahrzeuge ausgestellt.

Die Sonderausstellung und alle anderen Bereiche im DB Museum sind dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet; am Wochenende und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 4 Euro, Schüler 2 Euro Eintritt. Das DB Museum ist das älteste Verkehrsmuseum in Deutschland. Als Firmenmuseum der DB legt es neben der Pflege der Fahrzeugsammlung besonderen Wert auf eine informative und spannende Darstellung der Rolle der Bahn in der deutschen Geschichte.

Komplettsanierung der Strecke Bruchsal - Mühlacker im Jahr 2008

(19.07.) STUTTGART - Die DB setzt 2008 mit Hochdruck die Modernisierung ihrer Infrastruktur fort. Im Zuge dieser Qualitätsoffensive wird die Strecke Bruchsal - Mühlacker im Zeitraum von Mai bis Oktober 2008 komplett saniert. Bei einer Informationsveranstaltung im Rathaus der Stadt Bretten stellte die Bahn am Mittwoch Vertretern des Regierungspräsidiums Karlsruhe, der Landkreise Karlsruhe und Enzkreis sowie der Kommunen entlang der Strecke die geplanten Maßnahmen vor. Die Baumaßnahmen auf dem rund 32 Kilometer langen zweigleisigen Abschnitt zwischen Bruchsal und Mühlacker umfassen die Erneuerung von Schienen, Schwellen und Schotter, rund 40 Weichen, der Oberleitung einschließlich neuer Oberleitungsmaste und Fundamente im Abschnitt zwischen Bruchsal und Bretten, sowie einer Eisenbahnüberführung in Mühlacker.

Eine Durchführung der erforderlichen Arbeiten bei laufendem Betrieb würde zum einen den Zugbetrieb erheblich beeinträchtigen und zum anderen die Bauarbeiten deutlich verlängern. Die Bahn hat sich daher in Abstimmung mit allen Eisenbahnverkehrsunternehmen dazu entschlossen, die Strecke während der Bauphase im Zeitraum von Mitte Mai bis Ende Oktober 2008 vollständig zu sperren. Von der Sperrung betroffen sind die Regional-Express-Linie Heidelberg - Stuttgart sowie die Stadtbahnlinie S 9 Bruchsal - Mühlacker. Zwischen den Bahnhöfen Bruchsal und Mühlacker fahren Ersatzbusse, die alle Unterwegshalte bedienen. Für die Reisenden gibt es im Vorfeld und während der Baumaßnahmen umfangreiche Informationen. An den Umsteigebahnhöfen Bus/Schiene wird zusätzlich Service-Personal eingesetzt. Arbeiten in Teilbereichen der Strecke finden – ohne Einschränkung des Zugbetriebs - bereits ab Herbst 2007 statt.

"SZ": S-Bahn teilt sich bei voller Fahrt

(19.07.) MÜNCHEN - Ein Langzug der S-Bahn hat sich nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" am Montagabend bei voller Fahrt in zwei Teile getrennt. Eine sofort und automatisch eingeleitete Zwangsbremsung brachte alle Wagen auf freier Strecke zwischen Feldmoching und Oberschleißheim zum Stehen, verletzt wurde niemand. Erst nach knapp einer Stunde konnten, nach erfolglosen Wiederankuppelungsversuchen, beide Zugteile separat nach Oberschleißheim gebracht werden. Die unfreiwillige Zugteilung passierte nach Bahn-Angaben kurz vor Oberschleißheim - laut Sprecher Horst Staimer wegen eines Defekts an der Kupplung, dessen Ursache bislang nicht gefunden wurde.

ÖBB starten Videoüberwachung im Zug

(19.07.) WIEN - Die ÖBB starten die Videoüberwachung in den Talent-Nahverkehrszügen. Über 130 Talent-Züge - welche in ganz Österreich unterwegs sind - wurden mit Kameras, die sich im Einstiegsbereich befinden, ausgestattet. Auf der Pilotstrecke - der Wiener S 45 - sind die Kameras bereits in einigen Talent-Zügen scharf geschaltet. Die Kunden werden mittels eigener Aufkleber auf den Zügen über die Videoüberwachung informiert. Dies soll das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste erhöhen und zum anderen eine abschreckende Wirkung auf Kleinkriminalität und Vandalismus haben. Auch in Hinblick auf Großereignisse wie die Fußball-EM in einem Jahr ist die Videoüberwachung eine wichtige Maßnahme im Rahmen des Sicherheitspakets. Sukzessive sollen bis Anfang Herbst in  allen Talent-Zügen - die in den Ballungszentren Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck, Bludenz und in weiterer Folge Villach und Linz verkehren  - 1.000 Kameras in Betrieb gehen.

Fahrgastrechte in Bayern - Kunden gut informiert

(18.07.) MÜNCHEN - Seit 1. Mai 2007 haben die Kunden des Nahverkehrs in Bayern ein einklagbares Recht auf finanzielle Entschädigung bei Verspätungen. Diese Regelung ist bei DB Regio Bayern und anderen sechs Eisenbahnverkehrsunternehmern gültig. In den ersten zwei Monaten wurden nach Bahnangaben rund 280 Gutscheinkarten ausgegeben. Die Kunden sind demnach gut über ihre Rechte informiert. So kam es laut DB wiederholt vor, dass die Kundenbetreuer im Zug bei Verspätungen gefragt wurden: "Ist es schon so weit und bekomme ich meine Gutscheinkarte?" Der Fahrgast erhält eine Gutscheinkarte im Zug, am Service Point oder im Reisezentrum. Nach Vorlage der Gutscheinkarte und der genutzten Fahrkarte im Reisezentrum bekommt der Kunde einen Gutschein, den er innerhalb von zwölf Monaten beim Kauf einer Fahrkarte einlösen kann. Die Gutscheinkarte ist auch im Internet abrufbar und kann zusammen mit der Fahrkarte an das RAN-Team Bayern geschickt werden. Der Reisende erhält dann von dort den Gutschein per Post. Auch die Abwicklung von der Gutscheinkarte zum Gutschein ist den Kunden bekannt und stellt sich als problemlos dar. So gab es zum Thema Fahrgastrechte seit 1. Mai nur rund 130 Anfragen.

Die Kunden in Bayern profitieren von den neuen Regelungen auf allen Direkt- und Umsteigeverbindungen im Schienenpersonennahverkehr außerhalb der Verbünde sowie bei Fahrten, die die Grenzen von Verbünden überschreiten. Hat ein Regionalzug am Zielbahnhof des Reisenden mehr als 60 Minuten Verspätung, erhält der Kunde eine Entschädigung in Höhe von 25 Prozent des Fahrkartenwertes. Bei mehr als 120 Minuten beträgt die Entschädigung 50 Prozent. Die Fahrkarten müssen einen Mindestwert von vier Euro aufweisen. Es werden mindestens zwei Euro erstattet. Für Inhaber von Streckenzeitkarten oder einer Mobility BahnCard 100 beträgt die Entschädigung ab einer Verspätung von 60 Minuten pauschal drei Euro in der 1. Klasse sowie zwei Euro in der 2. Klasse. Ausgeschlossen sind Schülerzeitkarten und relationslose Angebote wie das Bayern-Ticket und das Schönes-Wochenende-Ticket.

Berlin: Frühjahrsputz der S-Bahn abgeschlossen

(18.07.) BERLIN - Die S-Bahn Berlin hat ihren Anfang April gemeinsam mit DB Station und Service begonnenen Frühjahrsputz jetzt mit einer zusätzlichen Bahnsteigkopf- und die Gleisreinigung abgeschlossen. Damit waren die Reinigungstrupps von DB Services und S-Bahn einen Monat länger als geplant unterwegs. Nun fällt der Blick auch vom Bahnsteig aus auf saubere Bahnanlagen. Besondere Schwerpunkte, wie zum Beispiel viele Bahnhöfe des S-Bahn-Rings, aber auch Marzahn, Springpfuhl oder Heerstraße wurden mehrere Tage lang bzw. auch mehrmals gereinigt. Unter den Brücken am Bahnhof Warschauer Straße waren vier Reinigungsdurchgänge notwendig. Dort und auch an Böschungen ist der Einsatz von Technik nicht möglich. Es musste von Hand gesäubert werden. Insgesamt wurden 140 Tonnen Müll entsorgt - soviel etwa, wie ein Vier-Personen-Haushalt in 90 Jahren verbraucht. Für die Reinigungsarbeiten entstanden Kosten in Höhe von fast 156.000 Euro.

SBB Cargo mit zweistelligem Verkehrswachstum

(18.07.)BERN - SBB Cargo steigerte im ersten Halbjahr 2007 die Verkehrsleistung gegenüber der Vorjahresperiode um 13 Prozent. Während die Verkehre in der Schweiz stabil blieben, legte das Unternehmen in Deutschland (+43 Prozent) und in Italien (+64 Prozent) massiv zu. Damit ist es SBB Cargo gelungen, in einem Markt mit intensivem Wettbewerb wiederum zusätzliche Verkehre zu akquirieren. Überdurchschnittlich wuchsen die Transporte im Kombinierten Verkehr, auch in den Bereichen Stahl und Chemie baute das Unternehmen seine Position weiter aus. Insgesamt verkehrten im Juli 2007 in Deutschland wöchentlich 435 Züge (Ende 2006: 410 Züge). In Italien waren es 405 Züge pro Woche (Ende 2006: 380 Züge). SBB Cargo fuhr beinahe 40 Prozent ihrer Transportleistung außerhalb der Schweiz.

In der Schweiz blieb die Verkehrsleistung bei zunehmendem Wettbewerbsdruck trotz leicht rückläufigem Wagenladungsverkehr stabil. Aufgrund des milden Winters transportierte SBB Cargo weniger Mineralöl und Streusalz. Mehrere Grossbaustellen für Autobahn- und Eisenbahnprojekte wurden abgeschlossen, was zu einem Rückgang der Transporte für die Bauindustrie führte. Deutlich gewachsen sind die Transporte von Chemieprodukten, Holz, Stahl und Schrott. Trotz des massiven Verkehrswachstums gelang es SBB Cargo, die Pünktlichkeit im internationalen Nord-Süd-Verkehr für Kunden mit Qualitätsvereinbarungen auf hohem Niveau bei über 80 Prozent zu halten.

DB Schülerbegleiter bei der S-Bahn München

(18.07.) MÜNCHEN - Immer wieder kommt es im Schülerverkehr an Bahnsteigen oder in Zügen der S-Bahn zu Vorfällen, die zu Beschädigungen der Fahrzeuge oder Behinderungen bzw. Belästigungen der Fahrgäste führen. Teilweise sind auch gefährliche Verhaltensweisen zu beobachten, wie z.B. Gleisüberschreitungen oder Rempeleien auf den Bahnsteigen. Zur Verbesserung der Sicherheit und Ordnung wurde mit der letzten MVV-Tarifanpassung ein "Sicherheitszuschlag" eingeführt. Aus diesen Mitteln wird u. a. das neue Programm "DB Schülerbegleiter" finanziert. Das Motto der DB Schülerbegleiter lautet "Überzeugen statt Petzen". Es ist nicht ihre Aufgabe, Fehlverhalten zu erfassen und zu berichten. Sie sollen mit den Mitschülern sprechen und sie davon überzeugen, dass sie ihr Verhalten ändern sollen. Im Rahmen eines Pilotprojekts der S-Bahn mit dem Gymnasium Icking wurden seit Mai 2004 Schülerbegleiter auf der S7 eingesetzt. Bei einer begleitenden Fahrgastbefragung sprachen sich 85 Prozent der Fahrgäste für eine Weiterführung dieses Projekts aus. Nur sechs Prozent waren dagegen.

20 Schulen aus verschiedenen Landkreisen werden in das Programm aufgenommen, 14 haben sich bereits fest für das Programm angemeldet. Sechs Ausbilder der S-Bahn werden gemeinsam mit der Bundespolizei pro Schule etwa 10 - 15 Schüler der Jahrgangstufen acht und neun ausbilden und betreuen. In der Ausbildung wird besonderer Wert auf die Themen Deeskalation, Konfliktbewältigung, Körpersprache, neutrales Verhalten, Kommunikationstechniken, sicheres und freundliches Verhalten, Umgang mit Provokationen und Streitschlichtung gelegt. Die Ausbildung erstreckt sich über drei Monate. Die Schüler lernen vor allem Verantwortung zu übernehmen. DB Schülerbegleiter sind ehrenamtlich und freiwillig tätig. Sie unterliegen keinem Handlungszwang. Bei jeder Situation im Zug entscheiden sie selbst, ob ihr Eingreifen die Situation verbessern könnte oder nicht. Die ausgebildeten Schüler erhalten ein Zertifikat, das sie bei der Arbeitsplatzsuche den Bewerbungsunterlagen beilegen können. Rund 50.000 Euro werden jährlich in das Programm DB Schülerbegleiter investiert.

Verkaufschlager SüdostBayernTicket

(18.07.) MÜHLDORF - Die SüdostBayernBahn (SOB) liegt mit ihrem Südostbayern-Ticket auf Erfolgskurs: am Montag wurde im Reisezentrum Simbach das 50.000 SOB-Ticket verkauft. Ute Hilger aus Simbach war die glückliche Käuferin und konnte sich über einen Blumenstrauß und einen Reisegutschein freuen. Die Jubilarin nutzt das Tagesticket öfters für Fahrten nach Landshut. Christoph Kraller, Sprecher der SüdostBayernBahn: "Das Ticket hat sich seit einer Einführung zu einem echten Verkaufsschlager im Verkehrsgebiet der SOB entwickelt und unsere Erwartungen übertroffen. Wir sind froh, dass unsere Kunden die Vorteile dieser flexiblen Tageskarte schätzen und nutzen." Das SOB-Ticket wurde zum 1. April 2006 eingeführt. Es kostet pro Person 12 Euro und gilt wochentags ab 9:00 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen ganztägig für beliebig viele Fahrten in der 2. Klasse auf allen Strecken der SüdostBayernBahn (außer in den Abschnitten Markt Schwaben - München und Ebersberg - München) von Landshut bis Salzburg, Mühldorf bis Burghausen oder von Passau bis Rosenheim.

Mit dem SchülerFerienTicket durch Mecklenburg-Vorpommern

(18.07.) BERLIN - Mit Beginn der Sommerferien bietet die DB wieder das beliebte SchülerFerienTicket für Mecklenburg-Vorpommern an. Für nur 25 Euro können reiselustige Schülerinnen und Schüler vom 14. Juli bis zum 26. August 2007 Busse und Bahnen des Nahverkehrs im ganzen Bundesland beliebig oft nutzen. Das Ticket gilt in Verbindung mit einem Schülerausweis oder vergleichbarem Berechtigungsnachweis. Auch Schülerinnen und Schüler aus anderen Bundesländern können mit dem Ticket während ihres Ferienaufenthaltes in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs sein. Bei vielen Unternehmen und Freizeiteinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern werden bei Vorlage Ermäßigungen angeboten. Das SchülerFerienTicket ist überall erhältlich, wo es Fahrkarten gibt sowie in vielen Bussen und Bahnen. Mehr Informationen zu dem Ticket gibt es im Internet unter www.schuelerferienticket-mv.de.

GDL bekräftigt Tarifforderungen

(17.07.) BERLIN - Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bleibt bei ihrer Forderung nach einem eigenständigen Tarifvertrag für das Fahrpersonal. Darüber hinaus setzt sie sich weiterhin für weitreichende Verbesserungen beim Entgelt und der Arbeitszeit ein. "Der GDL-Hauptvorstand und die Tarifkommission haben heute ein deutliches Signal Richtung DB-Vorstand gesandt. Sie haben ihn nachdrücklich dazu aufgefordert, den Forderungen der GDL entgegenzukommen und am kommenden Donnerstag ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen", sagte GDL-Chef Manfred Schell am Montag im Anschluss an die rund vierstündige gemeinsame Sitzung der beiden Gremien in Frankfurt am Main.

Der zweiten Verhandlungsrunde am kommenden Donnerstag komme dabei eine entscheidende Weichenstellung zu. Für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen am Donnerstag, sprachen sich Hauptvorstand und Tarifkommission einstimmig dafür aus, die Urabstimmung einzuleiten. Damit drohen bei der DB unbefristete Streiks. "Nachdem uns das Arbeitgericht Mainz am vergangenen Samstag das Streikrecht zur Durchsetzung unserer Forderungen zuerkannt und die einstweiligen Verfügungen aufgehoben hat, liegt es nun allein in der Hand des Arbeitgebers, diese Eskalation des Tarifkonflikts abzuwenden", so Schell weiter. Darüber hinaus stellten Hauptvorstand und Tarifkommission noch einmal klar, dass die GDL den zwischen dem DB-Vorstand und den beiden anderen Bahngewerkschaften erzielten Tarifabschluss in keinem Fall unterzeichnen wird. Dem Angebot des DB-Vorstandes vom vergangenen Freitag, den bereits erzielten Tarifabschluss zu übernehmen, wurde damit eine deutliche Absage erteilt.

DB droht mit Streichung von Love-Parade-Sonderzügen

(17.07.) ESSEN - Im Streit mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) um gekürzte Finanzmittel hat die DB damit gedroht, die geplanten Sonderzüge zur Love Parade Ende August in Essen zu streichen. Es gehe um 340 zusätzliche Fahrten, sagte der Chef der DB Regio NRW, Heinrich Brüggemann, am Montag. Außerdem stünden die Sonderfahrten zu Spielen der Fußball-Bundesliga in Nordrhein-Westfalen auf dem Prüfstand. Der VRR hatte Mitte Juni angekündigt, seine Zahlungen um jährlich 45 Millionen Euro zu kürzen. Grund seien mangelnde Leistungen und überhöhte Preise der Bahn im Nahverkehr. Der VRR habe sich ausdrücklich Zahlungskürzungen auch für die Sonderzüge vorbehalten, sagte Brüggemann. Deshalb sei das unternehmerische Risiko zu groß, diese Züge in vollem Umfang laufen zu lassen.

S-Bahnverlängerung Stade: Alle Fahrzeuge auf Zweistrombetrieb umgerüstet

(17.07.) HAMBURG - Am 9. Dezember 2007 nimmt die S-Bahn Hamburg den Betrieb zwischen Hamburg-Neugraben und Stade auf. Knapp fünf Monate vor dem Betriebsstart wurde am Montag im Alstom-Werk in Salzgitter das letzte der 42 für Zweistrombetrieb umgebauten Fahrzeuge präsentiert. Die Hamburger S-Bahn, deren Netz bislang in Neugraben im Süden der Stadt endet, bezieht ihre Antriebsenergie wie die Berliner S-Bahn statt aus einer Oberleitung aus einer seitlichen Stromschiene. Die umgebauten Triebzüge sind neben den seitlichen Stromabnehmern zusätzlich mit einem Dachstromabnehmer ausgerüstet, so dass diese auf zwei unterschiedlichen Stromnetzen fahren können. Hersteller der Zweistrom-Fahrzeuge ist das Firmenkonsortium Alstom/Bombardier Transportation. Der Konsortialführer Alstom mit Sitz in Salzgitter ist für die Mechanik und Bombardier mit Sitz in Hennigsdorf für die elektrische Ausrüstung der Fahrzeuge verantwortlich.

In Neugraben stellen die umgerüsteten S-Bahn-Fahrzeuge selbstständig innerhalb eines stromlosen Abschnittes mit einer Länge von 135 Metern von Gleichstrom auf Wechselstrom um. Bis Neugraben fahren sie mit 1.200 Volt Gleichstrom, ab Neugraben bis Stade mit 15.000 Volt Wechselstrom. Im Bereich der Energienutzung sind die Züge technologische Vorreiter in der gesamten Bahntechnik: Beim Bremsen geht der Antriebsmotor in eine Generatorfunktion über und speist die so erzeugte Energie zurück ins Netz.

Neue Fahrzeugwerkstatt und Außenreinigungsanlage in Dresden Altstadt übergeben

(17.07.) DRESDEN - Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe und der Enthüllung einer Gedenktafel wurde am Montag in Dresden Altstadt die moderne Fahrzeugwerkstatt der DB Regio AG, Verkehrsbetrieb Südostsachsen, ihrer Bestimmung übergeben. In einer Bauzeit von zehn Monaten entstand eine 147 Meter lange Außenreinigungsanlage. Daneben wurde eine Werkstatthalle mit einer Länge von 151 Metern errichtet. Durch die Halle führen zwei Gleise mit Mittel- bzw. Seitenarbeitsgruben. Über einem Gleis befindet sich eine von der Dachkonstruktion abgehängte fahrbare Dacharbeitsbühne. In der Halle wurde außerdem eine Achssenke für den Radsatzwechsel und eine Acht-Ständer-Hubbockanlage gebaut. Mit ihr können künftig ganze Triebwagen angehoben werden. Weiter entstand ein 90 Meter langes Betriebsgebäude mit allen Werkstätten, Umkleide- und Sanitäreinrichtungen, Büro-, Lager- und Versorgungsräumen sowie einer Brandmeldezentrale.

Die in Dresden Altstadt entstandene Außenreinigungsanlage arbeitet entsprechend der geforderten Umweltstandards. Durch die neu entstandene Abwasseraufarbeitungsanlage werden die Einleitbedingungen in das öffentliche Netz eingehalten und rund zehn Prozent des Wassers können wieder verwendet werden. In der neuen Fahrzeugwerkstatt werden 88 Mitarbeiter im Drei-Schichtbetrieb den gesamten Fuhrpark des Verkehrsbetriebes Südostsachsen, 55 Triebwagen, 46 E-Lokomotiven und 147 Reisezugwagen, warten und instand halten.

Erste neue Doppelstockwagen für S-Bahn Dresden gehen auf Fahrt

(17.07.) DRESDEN - Auf der S-Bahn-Linie S1 Meißen - Coswig - Dresden - Pirna - Bad Schandau - Schöna werden ab sofort die ersten der im April 2007 durch die DB beim Fahrzeughersteller Bombardier bestellten 53 Doppelstockwagen eingesetzt. Sie verfügen über eine hohe Laufruhe, Klimaanlage, breite Wageneingänge, Stellplätze für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder, Behinderten-WC sowie ein elektronisches Fahrgastinformationssystem. In der 1. Klasse runden eine geräumige Sitzanordnung sowie Steckdosen für Notebooks oder Mobiltelefone den Komfort ab. Die Doppelstockwagen sind ausschließlich als Nichtraucherwagen unterwegs. Große Panoramafenster bieten eine außergewöhnliche Sicht auf die vorbeiziehende Landschaft. Ein weiterer wichtiger Aspekt für den Einsatz der Doppelstockwagen ist neben hoher Qualität und Zuverlässigkeit deren Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit. Der Freistaat Sachsen fördert den Einsatz der modernen Fahrzeuge mit rund 40 Millionen Euro.

Neue Einsatzleitzentrale der CTL Logistics in Düsseldorf

(17.07.) DÜSSELDORF - Die Unternehmensgruppe CTL Logistics bündelt die operative Steuerung ihrer paneuropäischen Verkehre. Dafür richtet das Unternehmen eine zentrale Einsatzleitzentrale mit Sitz in Düsseldorf ein. Sie übernimmt ab sofort die gesamte Verkehrsplanung und die Disposition der internationalen CTL-Züge. Leiter der neuen Einheit wird Dr. Andreas F. Rudolphi, der seine Tätigkeit bei CTL kurzfristig aufnimmt. Das bislang in Hamburg angesiedelte betriebliche Management der CTL in Deutschland wird Dr. Rudolphi unterstellt und so rasch wie möglich in die neue Einsatzleitzentrale integriert. "Mit der Einrichtung unserer neuen Betriebszentrale machen wir einen maßgeblichen Schritt zur Erbringung ungebrochener, grenzüberschreitender Eisenbahnverkehre. Wir erfüllen damit wichtige Kundenanforderungen nach hoher Qualität in der Verkehrsdurchführung selbst sowie in der begleitenden Kommunikation auf internationalen Achsen", begründet Matthias Raith, für die internationale Entwicklung des Konzerns zuständiges Vorstandsmitglied der CTL Logistics S.A., Warschau, die Entscheidung seines Unternehmens.

Die CTL Logistics S.A. mit Hauptsitz in Warschau ist ein international tätiges Logistikunternehmen, zu dem eine der größten privaten Eisenbahnen Europas gehört. CTL bietet umfassende schienen- und straßengeführte Güterverkehre. Darüber hinaus zählen Logistik­ienstleistungen wie Grenz- und Hafen-Umschlag, Lagerung, Zollabfertigung, Waggon- und Kesselwagen-Vermietung sowie die Sendungsverfolgung zum Leistungsspektrum. Das Unternehmen verfügt über 30 Bahnhöfe, 5.000 Waggons, 170 Loks, 138 Kilometer Schienennetz und kann auf eine Lkw-Flotte zurückgreifen.

Behelfsbahnsteig für S-Bahn in Adlershof fertig gestellt

(16.07.) BERLIN - Am heutigen Montag geht der Behelfsbahnsteig Gleis 4 im S-Bahnhof Adlershof in Betrieb. Seit dem 9. Juli ist bereits der Teilbahnsteig am Gleis 3 fertiggestellt. Damit steht dann den Fahrgästen während des Neubaus des S-Bahnhofs ein komfortabler Bahnsteig für beide Richtungen zur Verfügung. Die S-Bahnen können während der gesamten Bauzeit unbeeinträchtigt fahren. Der S-Bahn-Brücken- und Bahnhofsneubau am S-Bahnhof Adlershof erfolgt ab Mittwoch, 18. Juli 2007, unter Vollsperrung der Rudower Chaussee bis Dezember 2008. Anschließend werden die Ingenieurbauwerke der Fernbahn erneuert und aufgeweitet. Diese Arbeiten dauern unter Deckung der Vollsperrung der Rudower Chaussee bis zum Frühjahr 2010 an. Grund für die Vollsperrung ist die Aufweitung der Brücke über die Rudower Chaussee von 36 auf 54 Meter.

In Berlin-Adlershof hat seit dem 19. Mai 2007 die heiße Phase für Gleiserneuerung und Bahnhofsneubau begonnen. Auf diesem Abschnitt des Gesamtvorhabens Grundsanierung der S-Bahnstrecke zwischen Baumschulenweg und Grünauer Kreuz der DB werden allein rund 33 Millionen Euro in den Umbau des Bahnhofs Adlershof mit den Brücken über der Rudower Chaussee investiert. Es entsteht ein barrierefreier- und behindertengerechter Bahnhof mit Fahrtreppe und Aufzug, der durch seine Klinkerfassade und ein innovatives Farb- und Lichtkonzept das neue Entree zur Wissenschaftsstadt Adlershof sein wird. Zukünftig drei Zu- und Abgänge zu den Bahnsteigen, kurze Wege zu S-Bahn, Bus und Tram verbessern entscheidend das Umsteigen zwischen den Verkehrsmitteln.

Kurzschluss legte ICE lahm

(16.07.) FULDA - Ein Kurzschluss hat am Samstag gegen 13.40 Uhr einen ICE auf der Fahrt von Hamburg nach München auf offener Strecke zwischen Kassel und Fulda gestoppt. Zwar sei im hinteren Bereich des Zuges auch Rauch gesichtet worden, die vorsichtshalber alarmierte Feuerwehr habe allerdings kein Feuer entdecken können. Eine erste Untersuchung ergab, dass auch die Oberleitung beschädigt war. Ob dies aber die Ursache oder Folge des Kurzschlusses war, blieb zunächst offen. Gegen 16.00 Uhr wurden die rund 300 Passagiere von einem planmäßigen ICE nach Basel aufgenommen, der sie bis nach Fulda mitnahm. Dort konnten die Reisenden eine halbe Stunde später einen Ersatzzug besteigen. Wegen der Sperrung der Trasse wurden 13 Fernzüge umgeleitet, zwischen 3000 und 5000 Passagiere mussten Verspätungen in Kauf nehmen.

SBB: Autobahn-Bahnhof in Erstfeld

(16.07.) ERSTFELD - Im letzten Herbst wurde anlässlich des Jubiläums "125 Jahre Gotthardbahn" der weltweit einzige Autobahn-Bahnhof eröffnet. Während des Umbaus der Autobahnraststätte erfolgte die Verpflegung der Gäste kurzerhand in SBB Speisewagen. Nach Wiedereröffnung des Restaurants ersetzte SBB Cargo in der vergangenen Woche die Speisewagen durch zwei Güterwagen des Kombi-Operateurs Hupac. Der komplexe Wagentausch erforderte eine kurze Sperrung der Autobahn. SBB Cargo transportierte die Güterwagen ab dem Bahnhof Erstfeld über ein Anschlussgleis in das Gelände des Zeughauses Rynächt in Schattdorf und anschließend über die Autobahn zur Raststätte. Mit dem Güterzug, bestehend aus einer SBB Cargo-Lokomotive des Typs Ae 610 und zwei mit Containern beladenen Flachwagen, thematisieren SBB Cargo und Hupac gemeinsam die Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene. Jährlich durchqueren rund 16 Millionen Tonnen Waren das Gotthardmassiv auf der Schiene.

Arbeitsgericht hebt einstweilige Verfügung gegen Streiks auf

(14.07.) BERLIN - Die Lokführergewerkschaft GDL darf wieder zu Warnstreiks aufrufen. Das Mainzer Arbeitsgericht gab am Samstag einem Widerspruch der GDL gegen die von der DB erreichte einstweilige Verfügung statt und hob  das bundesweite Verbot für die Warnstreiks bei der Bahn im Güter-, Fern- und Regionalverkehr auf. Zur Begründung teilte das Gericht mit, die GDL habe zugesichert, auf jene Teile ihrer Forderungen, auf die sich die Friedenspflicht bezogen habe. Zudem sei offen, ob die GDL die nun geänderten Forderungen jemals zu Streikzielen erklären werde. Der Anlass für die einstweilige Verfügung sei damit entfallen.

Trotz des Urteils müssen Fahrgäste der Bahn dennoch vorerst nicht mit erneuten Warnstreiks der Lokführer rechnen. Frühestens ab Montag, den 23.07., werde es wieder Arbeitsniederlegungen geben, sagte GDL-Chef Manfred Schell am Samstag. Neue Gespräche zwischen der DB und der Gewerkschaft finden am Donnerstag statt.

Gespräche zwischen DB und GDL ergebnislos beendet

(14.07.) BERLIN - Die Verhandlungen zwischen der DB und der Lokführergewerkschaft GDL sind am Freitag nach drei Stunden ergebnislos beendet worden, da die Positionen unverändert weit auseinander lagen. Die DB hatte der GDL den mit den beiden anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA vereinbarten Tarifabschluss vorgelegt, der Lohnerhöhungen von 4,5 Prozent ab Januar sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 600 Euro vorsieht. Die GDL hatte dieses Angebot allerdings schon im Vorfeld der Verhandlungen kategorisch als zu niedrig abgelehnt. Der GDL-Chef Manfred Schell zeigte sich nach den Verhandlungen empört. "Mit dem Ergebnis werden wir niemals leben können", betonte er. Die Verhandlungen sollen am 19. Juli fortgeführt werden. Den Termin soll eine Arbeitsgruppe inhaltlich vorbereiten. "Der nächste Donnerstag ist nun definitiv das letzte Mal, wo es uns gelingen kann, eine Einigung, eine Lösung zu finden", setzte Schell der DB ein Ultimatum. Danach erübrigten sich alle Gespräche.

Unterdessen verstärkt die DB ihre Kommunikationsstrategie, mit der die GDL isoliert werden soll. Nach der Anzeigenkampagne in großen Tageszeitungen, in der um Verständnis für die Position der DB geworben wurde, hat die Bahn beim Marktforschungsunternehmen TNS Infratest eine Umfrage in Auftrag gegeben. Zudem werden alle DB-Mitarbeiter befragt, ob sie mit dem Abschluss einverstanden sind, den Bahn und die Gewerkschaften GDBA und Transnet am Montag erzielt haben. "Wir wollen jeden einzelnen Mitarbeiter schriftlich befragen, ob er die Tarifeinigung vom Montag akzeptiert", sagte Bahn-Personalvorstand Margret Suckale der "Financial Times Deutschland". Wer nicht zustimme, werde zunächst die für August vereinbarte Einmalzahlung von 600 Euro nicht erhalten, berichtet die Zeitung.

Zu der Frage, ob es bis zu der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag Warnstreiks geben wird, waren die Medienberichte am Freitag widersprüchlich. Zum Teil hieß es, bis kommenden Donnerstag werde es eine Streikpause geben, in anderen Quellen wurde GDL-Chef Manfred Schell mit den Worten zitiert, er könne weitere Warnstreiks nicht ausschließen und wolle den Beratungen der Gewerkschaftsgremien am Montag nicht vorgreifen. Zudem stünden auch noch die Entscheidungen des Arbeitsgerichts Mainz dazu aus. Das Gericht verhandelt am Samstag über die Frage, ob die GDL zu erneuten Warnstreiks aufrufen darf. Den letzten Warnstreik am Dienstag hatte das Gericht untersa