"SZ": DB verdient in ersten fünf Monaten 668 Millionen Euro
(30.06.) MÜNCHEN - Der Gewinn der DB in den ersten fünf Monaten diesen Jahres fällt nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" fast doppelt so hoch aus wie geplant. Von Januar bis Mai 2007 habe die DB einen Gewinn nach Zinsen und Steuern in Höhe von 668 Millionen Euro erzielt, heißt es unter Berufung auf einen Lagebericht, den DB-Chef Hartmut Mehdorn in dieser Woche dem Aufsichtsrat vorlegte. Kalkuliert waren laut "SZ" 371 Millionen Euro. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lag der Gewinn noch bei 304 Millionen Euro. Der profitabelste Unternehmensbereich ist dem Bericht zufolge nach wie vor der Regionalverkehr, der fast die Hälfte des Konzerngewinns beisteuere: 319 Millionen Euro in den ersten fünf Monaten 2007.
In diesem Jahr will die Bahn laut "SZ" 1,39 Milliarden Euro Gewinn nach Zinsen und Steuern machen und damit das Rekordergebnis vom Vorjahr (1,24 Milliarden Euro) übertreffen. Mehdorn strebe einen baldigen Börsengang an. Schon im Herbst wolle der Konzernchef auf potentielle Investoren zugehen, schreibt die "SZ". Auch wolle der Konzernchef mit der Bahn international weiter expandieren. Nach dem in dieser Woche bekannt gegebenen Kauf von Transportgesellschaften in Spanien und Großbritannien richte Mehdorn seinen Blick nun nach Osten. Es würden Beteiligungen an Staatsbahnen geprüft, habe Mehdorn dem Aufsichtsrat erklärt. Das Unternehmen wolle sich in einer "DB Eastern Europe" mit osteuropäischen Staaten zusammentun und mit ihnen die dortigen Eisenbahnen betreiben sowie neue Logistikzentren für den Güterumschlag errichten.
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Allianz pro Schiene zieht verkehrspolitische Bilanz der deutschen EU-Ratspräsidentschaft
(30.06.) BERLIN - "Insgesamt positiv - mit einigen Schönheitsfehlern", so bewertet die Allianz pro Schiene die jetzt zu Ende gehende deutsche EU-Ratspräsidentschaft verkehrspolitisch. "Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ist mit dem Dritten Eisenbahnpaket ein wichtiger Schritt für Europas Eisenbahnen gelungen", sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Freitag in Berlin. Die Einführung eines europaweit anerkannten Lokführerscheins, die Netzöffnung für den Personenfernverkehr und die europäischen Fahrgastrechte seien "Meilensteine, auf die wir lange gewartet haben." Insbesondere mit dem europäischen Lokführerschein sei ein wesentlicher Wettbewerbsnachteil für die Schiene endlich aufgehoben. Die europäischen Fahrgastrechte sollen ab 2009 in Kraft treten. Allerdings wurde im Dritten Eisenbahnpaket für die nationale Umsetzung in den EU-Mitgliedsstaaten eine Übergangsfrist von 15 Jahren vereinbart. "Jetzt muss Deutschland die Kundenrechte so schnell wie möglich umsetzen", forderte Flege.
Bei der Durchsetzung der so genannten Cross-Acceptance, der EU-weiten gegenseitigen Anerkennung von Zulassungen für Schienenfahrzeuge, kann Tiefensee nach Allianz pro Schiene-Ansicht einen Teilerfolg verbuchen. Zwar konnte der Minister sein angestrebtes Ziel der EU-weiten Zulassungsanerkennung nicht erreichen. Aber immerhin gibt es eine schriftlich fixierte Absichtsbekundung, nach der in Deutschland zugelassene Fahrzeuge ohne Mehrfachprüfung auch in den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Italien fahren dürfen. Enttäuschend sei jedoch die vom EU-Verkehrsministerrat verabschiedete europäische Energiestrategie für den Verkehr. Der Verkehrsministerrat hatte kein CO2-Minderungsziel für den Verkehrssektor formuliert und bleibt damit weit hinter der Bundesregierung zurück, die sich für Deutschland auf die Reduzierung von mindestens 30 Millionen Tonnen CO2 bis zum Jahr 2020 verständigt hat. Auch sei es im Zeitalter des Klimawandels "nicht nachvollziehbar, dass der Verkehrsministerrat unter der deutschen Präsidentschaft die Chancen einer Verkehrsverlagerung auf die Schiene überhaupt nicht erkannt zu haben scheint", so Flege. Die vom Rat angekündigten Effizienzsteigerungen bei allen Verkehrsträgern reichten bei weitem nicht aus, um den Klimawandel zu stoppen.
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Tiefensee: "Durchbruch für feste Fehmarnbeltquerung"
(30.06.) BERLIN - Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und sein dänischer Amtskollege Flemming Hansen haben am Freitag in Berlin einen Durchbruch bei den Verhandlungen über die Fehmarnbeltquerung erzielt. "Nach harten, aber immer nachbarschaftlich fairen Verhandlungen haben wir heute unsere Absicht bekundet, das Bauwerk quer über den Fehmarnbelt zu errichten", sagte Tiefensee. Diese völkerverbindende Brücke soll nicht nur die Fahrzeit zwischen Kopenhagen und Hamburg deutlich verkürzen, sie hat auch für die gesamteuropäischen Transportwege einen großen Stellenwert. Deswegen ist das heute auch ein guter Tag für Europa." Über die 19 Kilometer lange Brücke sollen sowohl Züge als auch der Individualverkehr rollen. Bis zur Brückenfertigstellung wird nach den Plänen des Verkehrsministeriums die eingleisige Schienenstrecke nach Puttgarden elektrifiziert, sieben Jahre nach Inbetriebnahme der Brücke soll eine zweigleisige, elektrifizierte Schienenstrecke zur Verfügung stehen. Der Bau der Brücke soll bis zum Jahr 2018 abgeschlossen sein.
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Bahnvorstand appelliert an Gewerkschaften: Dritte Verhandlungsrunde um Entgelte konstruktiv nutzen
(30.06.) BERLIN - Vor der dritten Verhandlungsrunde um die Entgelte für 134.000 Mitarbeiter bei der DB am heutigen Samstag in Berlin hat Personalvorstand Margret Suckale am Freitag die Gewerkschaften Transnet und GDBA dazu aufgefordert, konstruktiv und mit Augenmaß zu verhandeln und damit doch noch einen drohenden Streik abzuwenden. Am 30. Juni endet die Friedenspflicht. Die Gewerkschaften hatten erneut davon gesprochen, ihre Forderungen mit Streiks durchsetzen zu wollen. Sie verlangen ein neues, höheres Angebot des Unternehmen. Sollte dies nicht geschehen, würden die Gespräche an diesem Samstag "ein schnelles Ende haben", sagte Transnet-Vorstandsmitglied Alexander Kirchner am Freitag in Berlin. In diesem Fall wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA am Sonntag über erste Warnstreiks beraten. Die Friedenspflicht endet am Samstag um 24.00 Uhr.
Die DB AG hatte in der zweiten Verhandlungsrunde am Dienstag ein Angebot vorgelegt, das den Forderungen der Gewerkschaften Transnet und GDBA entgegenkommt und die Beschäftigten der Bahn am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben lässt. Das Angebot sieht unter anderem vor: konjunkturbedingte Sonderzahlung für Juli bis Dezember 2007 in Höhe von 300 Euro, Erhöhung des Tabellenentgelts zum 1. Januar 2008 in Höhe von 2 Prozent sowie zum 1. Juli 2009 weitere 2 Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten. Dazu Suckale: "Wir können uns eine Erhöhung des Angebots vorstellen, wenn gleichzeitig produktivitätssteigernde Maßnahmen vereinbart werden.
Zur anstehenden dritten Verhandlungsrunde wurde erneut auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eingeladen. Bisher hat die GDL-Führung sämtliche Gesprächsangebote abgelehnt und lediglich mit Streiks gedroht. "Diese Verweigerungshaltung ist unverantwortlich. Hier wird versucht, das organisationspolitische Eigeninteresse einer Gewerkschaft auf dem Rücken unserer Kunden durchzuboxen", sagte Suckale. Die GDL will am Montag über Details zu den angekündigten Streikmaßnahmen informieren.
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Kürzungen im Nachtverkehr Schweiz - Italien
(30.06.) BERN - Die Tagesverbindungen Schweiz - Italien werden immer schneller. Mit der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels verbessert sich das Angebot für die Reisenden von und nach Italien erneut. In Italien selber verkehren immer mehr Hochgeschwindigkeitszüge. Aus diesem Grund verlagern sich laut SBB die Reisebuchungen immer häufiger von Nacht- auf Tageszüge. Vor diesem Hintergrund hat sich die SBB entschieden, das Angebot im Nachtverkehr an die heutige wirtschaftliche Situation und die Kundenbedürfnisse anzupassen. Ab Ende August bzw. Ende Oktober 2007 werden die beiden saisonalen Wochenendverbindungen Freccia delle Puglie (Zürich - Bari - Lecce) und Freccia della Calabria (Zürich - Lamezia Terme - Villa San Giovanni) aufgehoben. Als Alternative steht nach wie vor der Nachtzug Zürich/Genf - Rom zur Verfügung. In Rom können die Fahrgäste mit den modernen Eurostar-Hochgeschwindigkeitszügen von Trenitalia in den Süden weiterreisen.
Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 verkehren internationalen Züge nach Italien via Lötschberg-Basistunnel und gewinnen damit ab Basel und Bern um bis zu einer Stunde pro Weg. Die Fahrzeit im Zug Bern - Mailand verkürzt sich so auf drei Stunden. Ab Mailand können Reisende entweder mit schnellen Eurostar-Zügen oder mit Nachtzügen von Trenitalia in den Süden weiter reisen. Daraus ergeben sich auch Anpassungen bei den EuroNight-Verbindungen (EN): Ab Dezember 2007 verkehrt der EuroNight nach Rom nur noch ab Zürich und Genf. Die direkten Wagen Basel - Rom werden aufgehoben. Der Zürcher Flügel des EN Luna bedient im Gegenzug ab dem Fahrplanwechsel auch die Bahnhöfe Olten, Bern und Spiez. In Olten und Bern bestehen von und nach Basel/Deutschland gute Anschlüsse. Die SBB empfehlen den Kundinnen und Kunden, ihre Reise mit dem Nachtzug nach Italien frühzeitig zu planen.
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Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks Warburg
(30.06.) FRANKFURT/Main - Die DB modernisiert die Strecke Kassel - Warburg und investiert rund 57 Millionen Euro in modernste Leit- und Sicherungstechnik. Planmäßig geht an diesem Wochenende das neue elektronische Stellwerk (ESTW) Warburg mit Stellrechnern in Lamerden, Hümme, Hofgeismar und Immenhausen in Betrieb. Während der Umstellung ist die Strecke Kassel - Warburg am 1. Juli ganztägig gesperrt, es verkehren Ersatzbusse.
Das neue Stellwerk in Warburg steuert dann die Strecke von Warburg bis Mönchehof. Die weiteren Abschnitte zwischen Mönchehof bzw. Weimar und Kassel werden in einem zweiten Bauabschnitt bis Mitte November in die neue Technik eingebunden. Die Modernisierung beinhaltet die komplette Ausrüstung der Strecke mit Computertechnik, eine ferngesteuerte Betriebsführung sowie die Anpassung der Bahnübergangsanlagen an die zentrale Betriebsführung. Als Signale dienen ausschließlich Lichtsignale. Darüber hinaus stehen neue Weichenverbindungen in Lamerden sowie optimierte Fahrmöglichkeiten auf beiden Richtungsgleisen zur Verfügung. Die neuen Stellrechner ersetzen die bisherigen mechanischen oder Relais-Stellwerke in Lamerden, Hümme, Hofgeismar, Grebenstein, Immenhausen und Mönchehof. Sie ermöglichen elektronische Gleisfreimeldungen und bei Bedarf Gleiswechsel (Fahren auf dem Gegengleis, z.B. bei Gleissperrungen) unter höchsten Sicherheitsanforderungen. In Verbindung mit den neuen Überleitverbindungen wird so eine verbesserte Leistungsfähigkeit des 40 Kilometer langen Streckenabschnittes Warburg - Mönchehof erreicht.
Weiterhin wurde im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des ESTW Warburg auch die Technik an vierzehn Bahnübergängen entlang der Strecke an die zentrale Betriebsführung angepasst und modernisiert. Zwei Bahnübergänge in Eberschütz bleiben dauerhaft geschlossen. Je ein kleiner Wirtschaftsweg-Bahnübergang in Hofgeismar und einer in Grebenstein bleiben zwar ebenfalls zu, erhalten aber Ersatzquerungsmöglichkeiten mit der Bahn. Zur Verbesserung der Telekommunikation wurden neue Kabeltrassen mit modernen Lichtwellenleiter-Kabeln entlang der Strecke installiert.
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DB will EWS und Transfesa kaufen
(29.06.) BERLIN - Nach der Zustimmung des Aufsichtsrats der DB plant das Unternehmen eine 100-prozentige Übernahme der English Welsh & Scottish Railway Holding Limited (EWS) sowie eine mehrheitliche Beteiligung an der spanischen Transportes Ferroviarios Especiales (Transfesa). Vorbehaltlich der Vertragsunterzeichnung sowie der notwendigen behördlichen Zustimmungen wird die DB mit den Akquisitionen ihre Spitzenposition als international agierendes Verkehrsunternehmen vor allem im Schienengüterverkehr in Europa weiter ausbauen. Hiermit erweitert DB Logistics die zentralen Transportkorridore in Westeuropa und kann für die Kunden noch bessere Angebote aus einer Hand entwickeln.
Für DB Logistics ergeben sich aus der Übernahme der beiden Unternehmen Anknüpfungspunkte an die Transport- und Logistikmärkte in West- und Südwesteuropa und damit eine Stärkung des Süd-West-Korridors. Mit der Integration soll der Marktanteil der Schiene in Europa spürbar ausgebaut und die Qualität des Angebots erhöht werden. DB Logistics, EWS und Transfesa ergänzen sich vor allem in den Segmenten Rail Logistics, Automotive, Industrie- und Massengüter. Zudem erhofft sich DB Logistics künftig eine bessere Ausgangsposition in Frankreich, wo EWS durch die Tochter Euro Cargo Rail bereits vertreten ist. Gleichzeitig ist es das erklärte Ziel der DB, weiterhin eng mit der SNCF zusammenzuarbeiten, wie es heute zum Beispiel bereits im Einzelwagenverkehr der Fall ist, um mit attraktiven Angeboten neue Verkehre für die Schiene zu gewinnen.
Die EWS ist als größte britische Güterbahn und als eines der größten Güterverkehrsunternehmen in Europa auf Wagenladungsverkehr in den Bereichen Energiewirtschaft, Industriegüter und Baumaterial spezialisiert. Vor allem aufgrund ihrer Aktivitäten in Großbritannien und der sich entwickelnden Marktposition in Frankreich ist die EWS eine sehr gute Ergänzung für DB Logistics. Mit etwa 5.000 Mitarbeitern hat das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 770 Millionen Euro erwirtschaftet. Das spanische Unternehmen Transfesa ist ein international agierender Transport- und Logistikdienstleister, der sich auf Schienen- und Straßentransporte in den Segmenten Automotive, Schüttgut und General Cargo spezialisiert hat. Für DB Logistics bietet das Unternehmen aufgrund seiner starken Präsenz im iberischen Wirtschaftsraum und zum anderen als Betreiber von Umspuranlagen einen idealen Zugang zum Süd-West-Korridor. Das Unternehmen hat zurzeit rund 1.100 Mitarbeiter und wies für das vergangene Jahr einen Umsatz von rund 290 Millionen Euro aus.
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"Tagesspiegel": Regierung einigt sich bei wichtigen Details zu Bahnbörsengang
(29.06.) BERLIN - Die Bundesregierung hat sich einem Bericht des "Tagesspiegel" zufolge auf wichtige Details für die Teilprivatisierung der DB geeinigt. Unter Berufung auf das Umfeld des Wirtschaftsministeriums hieß es, die Staatssekretäre aus den betroffenen Ressorts hätten sich am Donnerstag auf einen Kompromiss verständigt. Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU), der bislang als scharfer Kritiker des von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee erarbeiteten Konzeptes zum Bahnbörsengang galt, hat den Angaben zufolge wichtige Änderungen zugunsten des Bundes in dem Gesetzentwurf erreicht. Die Bahn soll laut "Tagesspiegel" nach dem Kompromiss weiterhin starken Einfluss auf das 34 000 Kilometer lange Netz behalten, es aber juristisch nicht besitzen. Zunächst bekommt sie es für 15 Jahre übertragen. Für eine Verlängerung muss anders als bisher geplant der Bundestag zustimmen. Es sei nun sichergestellt, dass die Teilprivatisierung "in vollem Umfang revidierbar ist, wenn die Erfahrungen negativ sein sollten", zitierte der "Tagesspiegel" aus dem Umfeld des Wirtschaftsministeriums.
Ein anderer Streitpunkt betraf die Finanzierung des Netzes. Die Bahn soll vom Staat zur Pflege der Infrastruktur während der 15 Jahre insgesamt 37,5 Milliarden Euro bekommen. Eine vertragliche Vereinbarung darüber soll aber dem Bericht zufolge erst ein Jahr lang im Probebetrieb laufen, vereinbarten nun die Staatssekretäre. Dies würde bedeuten, dass Anteile der Bahn wohl frühestens Anfang 2009 verkauft werden können. Durchgesetzt hat das Ministerium den Informationen zufolge ferner eine Stärkung der Bundesnetzagentur: Diese soll die Unabhängigkeit des Netzes überwachen. Zudem solle eine Arbeitsgruppe die Höhe der Trassenpreise ermitteln und ein System entwickelt werden, um diese zu senken. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollten ebenfalls im Gesetz berücksichtigt werden, hieß es.
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"FTD": Bahn hat Betriebsräten jahrelang Vorteile gewährt
(29.06.) HAMBURG - Betriebsräte bei der Bahn haben nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" über Jahre billige Fahrkarten, überproportionale Gehaltserhöhungen und andere Vergünstigungen erhalten. Unter Berufung auf einen internen Revisionsbericht hieß es, die Prüfer hätten "unzulässige Zulagen und Zuschläge" für Betriebsräte und die hohe Zahl von Freistellungen bemängelt. Danach sollen allein im Jahr 2001 947 Mitarbeiter freigestellt worden sein, 85 Prozent mehr als nach Betriebsverfassungsgesetz und Tarif notwendig, heißt es weiter. Außerdem habe es "auffällige Einkommenssteigerungen" und fehlerhafte Eingruppierungen in zu hohe Gehaltsklassen gegeben. "Einkommenssteigerungen beim Monatsgehalt innerhalb einer Wahlperiode von bis zu 66 Prozent wurden festgestellt", so die Prüfer.
Der der "FTD" vorliegende Bericht listet außerdem eine Vielzahl von Abrechnungsmängeln bei Betriebsräten auf, etwa bei der Nutzung von Jahresfahrkarten oder bei Reisekosten. Kritisiert werden zudem externe Schulungsmaßnahmen, an deren Notwendigkeit es Zweifel gebe. So wurden bei 58 von 160 externen Schulungen Ungereimtheiten festgestellt, entweder wurden die Seminarinhalte nicht genannt oder Reisekosten falsch abgerechnet. Die DB bestätigte gegenüber der "FTD" den Bericht. Vorstandschef Hartmut Mehdorn und der damalige Personalvorstand Norbert Bensel hätten 2002 die interne Untersuchung eingeleitet, sagte ein Bahn-Sprecher. Offenbar hatte sich die damals neue Unternehmensspitze an einigen bekannt gewordenen Missständen gestoßen. Den Vorwurf, die Bahn habe mit den Vergünstigungen das Wohlverhalten der Gewerkschaften erzielen wollen, wies der Bahn-Sprecher als "abwegig" zurück. Außerdem betonte er, dass es heute keine vergleichbaren Fälle mehr gebe.
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Ferienfahrplan der S-Bahn startet bereits am 2. Juli
(29.06.) BERLIN - Die S-Bahn Berlin führt am 2. Juli und damit eine Woche früher als geplant den Ferienfahrplan ein. Darüber hinaus werden einzelne Linien verkürzt. Gründe dafür sind die Wiedereinführung der bisherigen Dienstpläne für Triebfahrzeugführer, gemäß der am 5. Juni getroffenen Vereinbarung zwischen der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, dem Betriebsrat und den Tarifparteien und der anhaltend hohe Krankenstand bei den Triebfahrzeugführern. "In den vergangenen Tagen fielen immer wieder einzelne Züge wegen fehlender Triebfahrzeugführer aus. Im Interesse unserer Fahrgäste schaffen wir jetzt ein zwar vermindertes, jedoch stabiles Zugangebot", sagt Tobias Heinemann, Sprecher der Geschäftsführung.
Die Änderungen im Einzelnen:
- Einführung des Ferienfahrplans schon am 2. Juli
- S 25, Mo-So: Verstärkerzüge verkehren zwischen Lichterfelde Süd und Potsdamer Platz
- S 25, Mo-So, ab 20.30 Uhr: 20 Min-Takt zwischen Priesterweg und Gesundbrunnen
- S 46, Mo-So, ab 20:30 Uhr: verkehrt zwischen Königs Wusterhausen und Tempelhof
- S 5, Mo-Fr, ab 18 Uhr: Verstärkerzüge verkehren zwischen Mahlsdorf und Warschauer Straße
- S 85, verkehrt nur Mo-Fr
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Bahn bietet Gewerkschaften neue Verhandlungen an
(29.06.) BERLIN - Die DB will mit einem neuen Gesprächsangebot an die Gewerkschaften Transnet und GDBA einen Streik in letzter Minute abwenden. Am Samstag, also genau an dem Tag, nach dem die Friedenspflicht endet, ist ein neuer Verhandlungstermin angesetzt. Das für Personal zuständige Vorstandsmitglied der DB, Margret Suckale, erklärte zu dem neuerlichen Gesprächsangebot: "Unsere Kunden dürfen nicht unter dem Tarifkonflikt leiden." Die beiden Gewerkschaften fordern für 134.000 Arbeitnehmer bei der Bahn sieben Prozent mehr Entgelt, mindestens aber 150 Euro. Die Arbeitgeber hatten am Dienstag Erhöhungen um je zwei Prozent für 2008 und 2009 sowie eine Einmalzahlung von 300 Euro angeboten.
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Mehdorn bleibt bis 2011 Bahnchef
(28.06.) BERLIN - Der Aufsichtsrat der DB hat am Mittwoch den Vertrag für den DB-Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn um drei Jahre verlängert. Das Vertragsende ist demnach im Mai 2011. "Unter Mehdorns Führung hat sich das Unternehmen äußerst erfolgreich entwickelt", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Werner Müller. "In der Phase der Teilprivatisierung ist die Kontinuität an der Führungsspitze unerlässlich für die Entwicklung des Unternehmens." Mit der Entscheidung des Aufsichtsrates sei sichergestellt, dass auch nach einer Teilprivatisierung die DB Kurs halten werde. Müller betonte, dass es wichtig sei, dass der Zeitplan der Teilprivatisierung eingehalten werde. "Wir freuen uns, dass das Gesetzgebungsverfahren offensichtlich gut vorankommt." Wesentliche Fragen seien jüngst zufriedenstellend beantwortet worden, so dass zahlreiche Bedenken ausgeräumt worden seien.
Die DB hat in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ihren wirtschaftlichen Erfolgskurs fortgesetzt. Bis Mai haben sich sowohl Umsatz als auch Ergebnis positiv entwickelt. "Wir sind sehr gut unterwegs", sagte Mehdorn. "Die Ziele für dieses Jahr werden wir sicherlich erreichen, wenn keine außergewöhnlich negativen Umstände eintreten. Sorgen machen mir dabei die Streikdrohungen der Gewerkschaften."
Der Aufsichtsrat billigte zudem den Verkauf der Fährgesellschaft Scandlines. Dass diese Veräußerung an eine mehrjährige Beschäftigungssicherung gekoppelt worden sei, habe sowohl dem Vorstand als auch dem Aufsichtsrat sehr am Herzen gelegen, sagte Müller weiter. Der Aufsichtsrat genehmigte am Mittwoch nach Angaben aus dem Gremium ferner den Kauf von drei Logistikunternehmen im Wert von über 700 Millionen Euro. Die britische Güterbahn EWS wird für rund 460 Millionen Euro gekauft, 51 Prozent am spanischen Logistiker Transfesa für 130 Millionen Euro und das spanische Unternehmen Spaintir für knapp 150 Millionen Euro. Details will die DB am heutigen Donnerstag bekannt geben.
Für seine langjährige Arbeit für die Bahn in Deutschland hat der Aufsichtsrat Roland Heinisch gedankt. Das DB-Vorstandsmitglied für den Systemverbund Bahn scheidet mit Ablauf seines Vertrages Ende August aus dem Konzernvorstand aus. Seine Aufgaben übernimmt künftig Dr. Lutz Bücken, der als Generalbevollmächtigter direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichten wird. Der 51-jährige Bücken hat bislang das Geschäftsfeld Dienstleistungen geführt und erfolgreich saniert. "Heinisch hat sich um das Bahnwesen in Deutschland verdient gemacht und viele Innovationen eingeführt, ohne die die moderne Bahn von heute in Deutschland nicht denkbar wäre", so Mehdorn.
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Bald wird auch im Südtirol geFLIRTet
(28.06.) BUSSNANG - Am Mittwoch haben die STA (Südtiroler Transportstrukturen AG) und Stadler Bussnang AG einen Vertrag über die Lieferung von 8 Zweispannungstriebzügen des Typs FLIRT unterschrieben. Der Vertrag beinhaltet zudem Optionen für die Lieferung von weiteren Zügen. Der Auftragswert beträgt knapp Euro 60 Millionen. Die Züge werden ab Dezember 2008 auf der Strecke Meran - Bozen - Innichen (Pustertal) verkehren. Insgesamt hat STA 4 4-teilige, 2 5-teilige, 2 6-teilige FLIRT sowie zwei Verstärkungswagen bestellt. Die Zweispannungstriebzüge (15 kVAC, 3 kVDC) sollen in Italien und später auch in Österreich zugelassen werden, damit sie durchs Pustertal bis nach Lienz in Kärnten bzw. über den Brenner nach Innsbruck verkehren können. Die Züge bieten je nach Länge zwischen 406 und 632 Sitzplätze an. Sie verfügen über vollklimatisierte Fahrgasträume, einen Niederflurbereich, ein modernes Fahrgastinformationssystem mit Flachbildschirmen sowie ein offenes und transparentes Innendesign, derweil das Außendesign den Dieseltriebzüge des Typs GTW im Vinschau ähneln wird.
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Land bestellt mehr Plätze im Zug nach Neumünster
(28.06.) KIEL - Die Regionalbahn um 16.55 Uhr von Kiel nach Neumünster fährt künftig mit fünf Wagen. Das hat das Land Schleswig-Holstein nun bei der DB Regionalbahn Schleswig-Holstein bestellt. Dadurch werden in diesem stark genutzten Pendlerzug ausreichend Sitzplätze für die Fahrgäste zur Verfügung stehen. Bisher hat die Regionalbahn für diese Verbindung einen Triebwagen vom Typ LINT eingesetzt. Auf der Bahnlinie Kiel - Neumünster kooperieren Nord-Ostsee-Bahn und Regionalbahn und teilen sich den Verkehr. Die Bestellung des Landes gilt ab dem 23. Juli und kostet das Land jährlich rund 10.000 Euro. Bereits jetzt setzt die Regionalbahn Schleswig-Holstein den Fünf-Wagen-Zug auf eigene Rechnung ein, um damit den momentan nicht verkehrenden ICE um 17.11 Uhr in Richtung Hamburg zu ersetzen. LVS-Geschäftsführer Bernhard Wewers: "Ich bin froh, dass wir endlich eine Lösung für diese stark nachgefragte Verbindung gefunden haben. In der Vergangenheit gab es immer wieder Beschwerden von Fahrgästen, die keinen Sitzplatz gefunden hatten."
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NOB: Mit zusätzlichen Fahrradwagen in die Hochsaison
(28.06.) KIEL - Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) verlängert in der touristischen Hochsaison ihre Züge auf der Strecke Hamburg - Westerland und ergänzt diese teilweise um einen Fahrradwagen: Vom 30.6. bis einschließlich 2.9.2007 werden an den Wochenenden die planmäßigen Züge 9.07 Uhr ab Hamburg-Altona und 19.22 Uhr ab Westerland um je einen Fahrradwagen verstärkt. "Unsere Kunden haben bereits zu Ostern und Pfingsten regen Gebrauch von unserem Fahrradwagen gemacht", so die NOB-Pressesprecherin Suzanne Thomas. "Wir freuen uns, wenn die Kunden auch jetzt wieder den Fahrradwagen nutzen, um ihr Rad zu transportieren." Ein streckenbezogenes Fahrradticket kostet im Schleswig-Holstein-Tarif 3,50 Euro pro Fahrrad und Tag. NOB-Kunden erhalten übrigens beim Fahrradverleih Velo-Quick gegenüber dem Westerländer Bahnhof bei Vorlage eines gültigen Fahrausweises einen Rabatt von 20 Prozent (www.veloquick.de).
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(27.06.) FRANKFURT/Main - Die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen DB und den Gewerkschaften Transnet und GDBA ist am Dienstag ergebnislos zu Ende gegangen. Ein neuer Termin wurde nicht vereinbart. Die Arbeitgeberseite betonte allerdings, sie sei an einem weiteren Gespräch noch vor Ende der Friedenspflicht interessiert. Die DB hatte am Dienstag zwar ein Angebot vorgelegt, das die Gewerkschaften allerdings als "Almosen" bezeichnete. Das Angebot der DB sieht unter anderem konjunkturbedingte Sonderzahlung für Juli bis Dezember 2007 in Höhe von 300 Euro, Erhöhung des Tabellenentgelts zum 1. Januar 2008 in Höhe von 2 Prozent sowie zum 1. Juli 2009 weitere 2 Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten vor. Margret Suckale, Personalvorstand der DB, sagte nach der zweiten Verhandlungsrunde: "Wir wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen. Nun müssen sich auch die Gewerkschaften bewegen. Mit den bundesweit höchsten Forderungen in der laufenden Tarifrunde werden sonst Arbeitsplätze gefährdet."
Transnet-Verhandlungsführer Alexander Kirchner sagte, das Angebot der DB sei eine "Verhöhnung der Beschäftigten". Der Vorschlag der Arbeitgeberseite habe "erhebliche Zugeständnisse der Mitarbeiter" beinhaltet. Zum einen solle die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden angehoben werden. Zum anderen wollten die Arbeitgeber Teile des noch laufenden Tarifvertrages mit der aktuellen Einkommensrunde vermengen. "Die Arbeitgeber provozieren geradezu Streit", erklärten Kirchner und sein GDBA-Kollege Heinz Fuhrmann. Sie verwiesen auf die Rekordbilanz der Bahn im Jahr 2006 und die für dieses Jahr in Aussicht gestellten neuen Rekordzahlen. Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr Lohn.
Unterdessen präzisierte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihre Streikankündigung. Ihr Vorsitzender Manfred Schell kündigte im gemeinsamen "Morgenmagazin" von ZDF und ARD Streiks ab Montag an und rechtfertigte dies mit den Worten: "Wer über 130 Tage mit uns nicht verhandeln will, wird in den letzten drei Tagen nichts mehr daran ändern können." Dazu sagte DB-Personalvorstand Suckale, die Streikdrohungen der GDL seien "völlig unverantwortlich". Die GDL lehne "alle Gesprächsangebote über die Entlohnung" ab und versuche "dann ohne Verhandlungen auf dem Rücken der Kunden [...], ihre Interessen durchzuboxen."
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Bahn droht VRR mit Zugstreichungen
(27.06.) DÜSSELDORF - Im Streit zwischen der DB und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) um gekürzte Zahlungen hat die DB am Dienstag erstmals damit gedroht, ein Fünftel ihrer Zugverbindungen einzustellen und den VRR zu verklagen. Der Verkehrsverbund halte 21 Millionen Euro zurück, die der Bahn vertraglich zustünden. "Geschlossene Verträge müssen eingehalten werden", betonte der Chef der DB Regio NRW, Heinrich Brüggemann. Wenn der VRR bei seiner harten Haltung bleibe, müsse die Bahn auch Sonderzüge etwa zu Fußball-Bundesligaspielen oder zur Loveparade Ende August in Essen auf den Prüfstand stellen. Brüggemann forderte den VRR zugleich auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Eine VRR-Sprecherin begründete die Kürzungen dagegen mit mangelnder Pünktlichkeit und verdreckten Zügen. Da die Bahn unzureichende Leistungen erbringe, könne sie auch nicht volle Bezahlung verlangen. Außerdem enthielten die 2004 mit einer damals noch praktisch monopolistischen Bahn abgeschlossenen Verträge überhöhte Preise für den Nahverkehr. Der VRR sei offen für Nachverhandlungen über die Verträge, wenn dabei geringere Preise herauskämen. Insgesamt will der Verkehrsverbund seine Zahlungen an die DB jährlich um 45 Millionen Euro kürzen. Wegen rückläufiger Bundeszuschüsse plant der VRR mit dem nächsten Fahrplanwechsel außerdem Kürzungen bei Leistungen für die Kunden.
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Bauarbeiten zwischen Sontheim und Memmingen
(27.06.) MEMMINGEN - Auf insgesamt rund zehn Kilometern erneuert die Bahn in zwei Bauabschnitten seit 4. Juni bis zum 2. August zwischen Sontheim und Ungerhausen sowie zwischen Ungerhausen und Memmingen die Gleise. Dies ist Voraussetzung, um den technischen Standard für einen schnellen und pünktlichen Zugverkehr auf hohem Niveau halten zu können. Insgesamt werden in diese Baumaßnahme rund acht Millionen Euro investiert.
Mit einem Zweiwegebagger und einem Gleiskran werden als erstes Schienen und Schwellen ausgebaut. Dann wird der alte Gleisschotter per Bagger, Radlader und LKW abgefahren, gereinigt und aufbereitet. Eine Schicht von 30 Zentimetern altem Erdboden unter dem Schotter wird anschließend entsorgt. Zur Verbesserung des Gleisuntergrundes wird dann eine neue Tragschicht mit einer Tiefe von 30 Zentimetern zur Ableitung von Oberflächenwasser eingebaut. Diese Tragschicht besteht aus einem Sand-Kies-Gemisch mit einem Gesamtgewicht von 34 000Tonnen. Der gereinigte Schotter wird in einem nächsten Schritt per LKW, Radlader und Bagger auf die Strecke aufgeschüttet. Danach werden die neuen Schwellen (insgesamt 16800) auf den Schotter verlegt; anschließend werden die Schienen auf den Schwellen befestigt. Als Abschluss der Arbeiten verdichtet eine Stopfmaschine den Schotter unter Schwellen und Schienen, um so den sicheren Halt des Gleises zu gewährleisten.
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Mittelbahnsteig Hämelerwald über Rampe erreichbar
(27.06.) HANNOVER - Ab Sonntag, 8. Juli, ist der Mittelbahnsteig im Bahnhof Hämelerwald von der neuen Fußgängerunterführung aus behindertengerecht über eine Rampe zu erreichen. Die Nutzung der Fußgängerbrücke ist dann nicht mehr möglich. Sie wird schon in der Nacht zuvor, nach Halt des letzten Zuges in Richtung Hannover, zurückgebaut. Die Bahn ist bemüht, die von den Bauarbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Trotzdem kann es zu Beeinträchtigungen kommen, für die das Unternehmen um Verständnis bittet.
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Riesen-Lkws: Schweden und Niederländer legen Rückwärtsgang ein
(27.06.) BERLIN - Während der Streit um die Zulassung von Riesen-Lkw in Deutschland das Speditionsgewerbe erreicht hat, machen die Regierungen von Schweden und den Niederlanden bereits einen Rückzieher. Nach Angaben der Deutschen Verkehrszeitung hat die schwedische Regierung das staatliche Forschungsinstitut für Transportfragen VTI beauftragt, die Vorteile der Rückkehr zum Lkw nach europäischem Standardmaß (18,75 Meter Länge und 40 Tonnen Gewicht) zu untersuchen. Die Studie soll die Kosten für den Verschleiß der Straßen, die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und die Emissionen der Riesen-Lkw ermitteln. Die niederländische Regierung, die bei der Einführung der Monstertrucks zusammen mit Schweden bislang vorpreschte, hat sich inzwischen für die Abkehr von den 60-Tonnern entschieden.
"Die Entwicklung in Schweden und in den Niederlanden zeigt, dass
Monstertrucks in Deutschland keine Zukunft haben", sagt Peter Witt,
Förderkreissprecher der Allianz pro Schiene und Aufsichtsratvorsitzender von
Bombardier Transportation. Die bundesweite Einführung von Riesen-Lkw würde
einen großen Teil des Schienenverkehrs auf die Straße verlagern. „Das
können wir uns verkehrs- und umweltpolitisch nicht leisten." Kosten in
Milliardenhöhe kämen für die Anpassung der Straßeninfrastruktur auf den
Steuerzahler zu. Nach einer Studie des Bundesverkehrsministeriums wären allein
für den Ausbau der Brücken bis zu 8 Milliarden Euro nötig. Die deutschen
Spediteure sind nach einem Bericht der Financial Times Deutschland von Dienstag
in der Frage um die Zulassung von 60-Tonnern uneins. Der Deutsche Speditions-
und Logistikverband (DSLV), der eher große Speditionen vertritt, setzt sich
für die Riesen-Lkw ein. Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und
Entsorgung (BGL) lehnt sie mit Verweis auf vorhandene Infrastrukturengpässe und
die Verkehrssicherheit vehement ab. Derzeit werden die Monstertrucks in fünf
Bundesländern probeweise eingesetzt.
"Die Verkehrssicherheit ist eines der Hauptprobleme des Monstertrucks",
pflichtet Allianz-pro-Schiene-Förderkreissprecher Peter Witt dem bei.
"Überlange Fahrzeuge sind vor allem durch ihre längeren Überholvorgänge
und das eingeschränkte Sichtfeld tickende Zeitbomben auf unseren Straßen."
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DB investiert in Logistiksparte
(26.06.) BERLIN - Die DB will nach Informationen der Nachrichtenagentur "Reuters" mit mehr als 700 Millionen Euro die internationale Logistiksparte ausbauen. Für rund 460 Millionen Euro werde die größte britische Güterbahn EWS komplett übernommen, meldete "Reuters" am Montag unter Berufung auf Unternehmenskreise. Da das Unternehmen bereits in Frankreich aktiv sei, könne die Bahn so indirekt auf den schwer zugänglichen Nachbarmarkt vordringen. Auf der Einkaufsliste stünden zudem 51 Prozent des spanischen Logistikers Transfesa, der rund 130 Millionen Euro kosten solle. Etwa 150 Millionen Euro werde zudem für die spanische Spaintir mit gut 800 Beschäftigten bezahlt. Um die Engpässe im deutschen Schienengüterverkehr zu mildern, würden 500 Güterwaggons angeschafft, die rund 40 Millionen Euro kosten sollen. Ein Bahn-Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren.
Nach Angaben aus dem Unternehmen boomt das Logistik-Geschäft sowohl bei der Spedition Schenker (Lkw, Flugzeug, Schiff) und der Güterbahn Railion. Bis Ende Mai liege man bei Schenker beim Gewinn etwa acht Prozent über Vorjahr, bei Railion etwa 6,5 Prozent. Bei der Güterbahn mache die Personalknappheit weiter massiv zu schaffen. Vor allem der Container-Verkehr habe in den ersten Monaten des Jahres erneut die Erwartungen übertroffen, hieß es.
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Preise des Schleswig-Holstein-Tarifs steigen zum 1. August um durchschnittlich 3,7 Prozent
(26.06.) KIEL - Zum 1. August 2007 steigen die Fahrkartenpreise in Schleswig-Holsteins Nahverkehr um durchschnittlich 3,7 Prozent. Einzelfahrkarten und Zeitkarten werden etwa um 3,6 Prozent teurer, während die Preise der günstigeren Schülerzeitkarten um 4,9 Prozent steigen. Tageskarten und Kleingruppenkarten werden im Durchschnitt um 2,8 Prozent teurer. Der Preis der Kleingruppenkarte für das gesamte Bus- und Bahnnetz in Schleswig-Holstein und Hamburg bleibt mit 33,50 Euro unverändert. Neu ist, dass Kunden ab dem 1. August auf der Kleingruppenkarte ihren Namen eintragen müssen. Damit soll dem Missbrauch der Karte vorgebeugt werden.
Neben der allgemeinen Preissteigerung spiegele sich in der Preiserhöhung auch die Kürzung der Regionalisierungsmittel wider, die der Bund den Bundesländern zur Finanzierung des Nahverkehrs zuweist, hieß es in einer Pressemitteilung der LVS. Täglich nutzen 165.000 Fahrgäste den Schleswig-Holstein-Tarif bei über 40 Bus- und Eisenbahnunternehmen.
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Neue Schwarzwaldbahn seit einem halben Jahr in Betrieb
(26.06.) KARLSRUHE - Ende letzten Jahres hat die neue Schwarzwaldbahn der DB den planmäßigen Betrieb zwischen Karlsruhe und Konstanz aufgenommen. Zuvor hatte das Land Baden-Württemberg alle Nahverkehrsleistungen auf der Strecke öffentlich ausgeschrieben und im Jahr 2004 den Zuschlag an die DB Regio AG erteilt. Seit Dezember 2006 verbinden 36 moderne Doppelstockwagen mit Klimatisierung, komfortablen Sitzen, viel Platz für Gepäck und bis zu 50 Fahrräder und viel Aussicht aus der Panoramaklasse Rheintal, Schwarzwald und Bodensee. Die Züge befahren die Strecke abwechselnd im Zwei-Stunden-Takt als InterRegioExpress oder RegionalExpress. Die Schwarzwaldbahn kooperiert im touristischen Bereich mit zahlreichen Gemeinden und Freizeiteinrichtungen entlang der Strecke und setzt auf neue Marketingideen wie etwa die "Schwarzwald-Erlebnisgutscheine". Diese Konzeption kommt bei Freizeitnutzern gut an und erklärt maßgeblich den Erfolg der Schwarzwaldbahn auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten.
In Karlsruhe zogen am Montag Dr. Walter Gerstner, Geschäftsführer der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, und Thilo Blennemann vom Innenministerium Baden-Württemberg sowie Dr. Michael Vulpius, Leiter Regionalverkehr Südbaden der DB Regio AG, und Dirk Andres, Schwarzwaldbahnmanager, nach einem halben Jahr planmäßigem Betrieb eine erste erfolgreiche Zwischenbilanz. So ergaben sich an Wochentagen bei den Pendlern Verkehrszuwächse von zwölf Prozent auf dem Abschnitt Karlsruhe-Offenburg und von über sieben Prozent zwischen Offenburg und Konstanz. Im Freizeitverkehr an Sonn- und Feiertagen betrug der Zuwachs 9,1 Prozent (Karlsruhe-Offenburg) und 3,8 Prozent (Offenburg-Konstanz). Die Zuwächse liegen insgesamt deutlich über den Erwartungen.
Sehr positive Ergebnisse zeigen sich auch in der Auswertung der Qualitätskriterien, für die das Land bei der Ausschreibung in allen Bereichen des Leistungsspektrums anspruchsvolle Vorgaben gemacht hatte. Umso erfreulicher ist es nach Ansicht des Unternehmens und der Landesvertreter, dass die Schwarzwaldbahn sowohl bei den objektiven als auch bei den subjektiven Kriterien alle vereinbarten Zielwerte auf Anhieb klar übertroffen hat. Die Qualitätsuntersuchungen führt ein unabhängiges Institut durch. Die objektiven Kriterien (Pünktlichkeit, Zugbildung, Sauberkeit, Schadensfreiheit und Fahrgastinformation) werden in Prozent gemessen. Die subjektiven Kriterien, das heißt das Fahrgasturteil, (Pünktlichkeit, Sauberkeit, Sicherheit, Schadensfreiheit, Sitzplatzangebot, Information im Regelfall und Information bei Unregelmäßigkeiten) werden durch Befragung der Fahrgäste in Form von Schulnoten ermittelt.
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Wieder Steine auf den Schienen - wieder Kinder gestellt
(26.06.) WUPPERTAL - Einen Tag nach der Zugentgleisung in Solingen wurden am Samstag
wieder Kinder beim Steine auf die Gleise legen gestellt. Wie die Bundespolizei
mitteilte, meldeten gegen 21.15 Zeugen der Polizei, dass eine S-Bahn am
Haltepunkt Velbert-Rosenhügel über Steine gefahren sei, zuvor hätten sie
drei Jugendliche beobachtet. Bei der Absuche der gesperrten Strecke fanden
die Beamten auch auf dem Gegengleis (Fahrtrichtung Essen) aufgelegte
Steine auf einer Länge von 6 Metern. Erst nachdem diese geräumt waren, wurde
die Strecke wieder freigegeben. Drei Züge erhielten durch diesen Vorfall insgesamt
41 Minuten Verspätung. Verletzt wurde glücklicher Weise niemand. Sachschäden
wurden nicht bekannt.
Bei einer Nahbereichsfahndung konnten Polizeibeamte drei Mädchen im Alter von
13,14 und 15 Jahren stellen. Im Beisein der Eltern gaben die Mädchen sofort zu,
Steine auf die Schienen gelegt zu haben. Unter Tränen gaben die Mädchen an,
sich über die mögliche Konsequenzen ihres Handelns nicht im Klaren gewesen zu
sein. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr
wurde eingeleitet.
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35 Jahre S-Bahn München
(26.06.) MÜNCHEN - Seit 1972 gibt es in der Region München die S-Bahn. Sie hat sich in den letzten drei Jahrzehnten zum Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in München entwickelt. "35 Jahre S-Bahn München" soll für die Bevölkerung der Region München auch ein Grund zum Feiern sein. Dazu veranstaltet die S-Bahn am 1. Juli 2007 von 10 - 17 Uhr ein großes Familienfest im Ostbahnhof und im Werk Steinhausen. Mit Unterstützung von DB Station&Service, DB Netz und DB AutoZug findet im Ostbahnhof eine große Fahrzeugschau statt. Zum Bestaunen gibt es eine Vielzahl von historischen Schienenfahrzeugen. Von der Dampflok bis zu einer kleinen Rangierlokomotive sind alle Größen vertreten. Aber auch die Fahrzeuge der Gegenwart werden präsentiert. So wird der modernste Nahverkehrswagen Deutschlands – ein neuer Doppelstockwagen - zum Besichtigen bereit stehen.
Die Gewerbebetriebe im Ostbahnhof beteiligen sich ebenfalls an den Feierlichkeiten. Bei der Bäckerei Rischart wird um 10 Uhr eine über drei Meter lange S-Bahntorte angeschnitten und anschließend an die Besucher kostenlos verteilt. Die S-Bahn hat 3.500 "S-Bahn-Brezn" bestellt und verschenkt sie an die Festbesucher. Viele Künstler und eine mobile Jazz-Band sorgen für Spaß und Unterhaltung. Im Talgo-NachtZug und im Speisewagen der SüdostBayernBahn erhalten die Besucher Speisen und Getränke. Für Nostalgiefans stehen der erste S-Bahn-Zug Münchens, der ET 420001, zu Fahrten zwischen Ostbahnhof und Markt Schwaben (Fahrpreis Erwachsene zwei Euro, Kinder einen Euro) bereit. Ein Dampfzug fährt zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof (Fahrpreis fünf Euro).
Alle 20 Minuten pendelt die S1 ab 9.44 Uhr kostenlos zwischen Ostbahnhof und der Werkshalle der S-Bahn in Steinhausen. Das Werk wird seine ganze Leistungsvielfalt präsentieren. Es wird z. B gezeigt, wie Graffitis beseitigt, Radsätze überprüft oder die Sitzreinigung durchgeführt werden. Die Mitarbeiter des Notfallmanagements der S-Bahn informieren über ihre abwechslungsreiche Tätigkeit. Zu besichtigen ist auch eine der modernsten Außenreinigungsanlagen für Züge in Europa. Für Freizeitlokführer finden Führerstandsmitfahrten im Werksgelände statt. Dabei erhalten die Gäste Einblick in das Cockpit und die Arbeit der Lokführer. In der Lehrwerkstatt können sich Schüler und Eltern über die Ausbildung bei der S-Bahn informieren. Azubis geben dabei Auskunft über ihre Tätigkeiten und ihren Ausbildungsberuf.
Die S-Bahn-Geschäftsleitung steht in mehreren Diskussionsrunden den Fahrgästen für Fragen zur Verfügung. Das Thema Klimaschutz wird hierbei ganz besonders im Focus der Gespräche stehen. Dabei geht es z. B. um das Engagement der S-Bahn bei der Veranstaltung „München macht mit“ des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Entlang einer Budenstraße erhalten die Besucher Informationen rund um die S-Bahn. Mit dabei sind u. a. der MVV, die Bundespolizei und der BahnShop 1435. Für Briefmarkenfreunde gibt es einen Sonderstempel zum 35. Geburtstag der S-Bahn München.
Für die Kinder (von drei bis 14 Jahren) wurde ein altersgerechtes Programm mit Minieisenbahn, Kinderschminken, Hüpfburg und Zauberkunststücken zusammengestellt. Die Hundestaffel der Bundespolizei zeigt bei Vorführungen die Fähigkeiten und verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Polizeihunde. Eine Auswahl des Bundespolizei-Orchesters München spielt zur Unterhaltung der Gäste. In einem überdachten Biergarten gibt es bayerische Spezialitäten zu günstigen Preisen. Die Stimmungsband "The Oldies" sorgt hier für die musikalische Unterhaltung. Auf einer Showbühne bietet die S-Bahn ein buntes Programm für die ganze Familie mit einem großen Gewinnspiel.
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DIW warnt vor überzogenen Forderungen im Tarifstreit bei DB
(25.06.) BERLIN - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung warnt nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" vor einem zu hohen Lohnabschluss zwischen der DB und den Bahngewerkschaften. Sollten die Gewerkschaften Transnet und GDBA ihre Forderungen nach siebenprozentigen Lohnsteigerungen durchsetzen, seien bis zu 6400 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Bahn "hätte einen Anreiz, sich aus der bisher praktizierten Beschäftigungssicherung zu verabschieden", wenn die Gewerkschaftsforderungen durchgesetzt würden, zitiert der "Spiegel" aus einer DIW-Studie, die in dieser Woche erscheinen soll. Rund 3000 Arbeitsplätze, die unter derzeitigen Bedingungen durch die DB JobService GmbH abgesichert seien, seien gefährdet. Im Bahnkonzern selbst könnten in den kommenden vier Jahren bis zu 6400 Stellen abgebaut werden, sofern das Unternehmen sämtliche Möglichkeiten nutze, Arbeit im Produktionsprozess einzusparen. Eine moderate Lohnpolitik sichere "zweifach Beschäftigung": durch Sicherung der Wirtschaftlichkeit im DB Konzern und durch Sicherung von Marktanteilen bei den im Wettbewerb stehenden Konzernteilen.
Die Tarifverhandlungen werden am kommenden Dienstag forgesetzt. Lege die Bahn dann kein oder ein nur unzureichendes Angebot vor steige das Risiko eines Streiks enorm, sagte Transnet-Chef Norbert Hansen am Wochenende in der "Berliner Zeitung". "Wir sind jedenfalls uneingeschränkt mobilisierungsfähig." Die Friedenspflicht endet am 30. Juni. Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat bereits angekündigt, dass ein Streik im Juli nicht mehr zu vermeiden sei. Die Gewerkschaft fordert Lohnerhöhungen von bis zu 31 Prozent.
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Velaro E nimmt offiziell Betrieb auf
(25.06.) ERLANGEN - Mit dem Velaro E bringt Siemens erstmals einen deutschen Hochgeschwindigkeitszug in Spanien auf die Schiene. Am Freitag wurde der Betrieb durch die spanische Regierung und die spanische Eisenbahngesellschaft Renfe offiziell aufgenommen, teilte Siemens mit. Der Velaro, der als erster Serienzug Reisegeschwindigkeiten von 350 km/h fahren kann, hat bei Testfahrten in Spanien bereits Spitzenwerte von 404 km/h erreicht. Damit ist er der schnellste Serien-Hochgeschwindigkeitszug der Welt. Nun fahren die ersten Passagiere im Regelbetrieb mit dem in Krefeld und Spanien gefertigten Zug auf den Strecken Madrid - Tarragona und Madrid - Sevilla. Der Auftrag hatte inklusive Service für 14 Jahre für Siemens ein Volumen von über einer Milliarde Euro.
Technologisch basiert der Velaro auf Weiterentwicklungen des erfolgreichen Triebzugkonzepts ICE 3 für die Deutsche Bahn AG. "Wir sind weltweit der einzige Anbieter, der mit dem Velaro im Hochgeschwindigkeitsverkehr über 300 km/h einen Triebzug vorweisen kann und darauf können wir sehr stolz sein", sagte Hans M. Schabert, Vorsitzender des Bereichsvorstandes von Siemens Transportation Systems. "Mit dem Velaro setzen wir den eingeschlagenen Weg konsequent fort, Hochgeschwindigkeitszüge als Alleinhersteller anzubieten". Bereits im September 2006 hatte der Velaro E, bei der spanischen Eisenbahn Renfe "AVE S 103" genannte Zug, mit 403,7 km/h einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Serienzüge aufgestellt. Der Rekord wurde während einer Testfahrt zwischen Madrid und Barcelona erzielt. "Unser Velaro E hat diese Geschwindigkeit als Serienfahrzeug ohne Umbauten aus dem Stand heraus erreicht. Es gibt zwar Züge, die schon schneller gefahren sind, aber dabei handelt es sich immer nur um Prototypen oder speziell ausgestattete Versuchsfahrzeuge", betonte Schabert. Der bisherige Weltrekord für Serienzüge lag bei 368 km/h aus dem Jahr 2000 und wurde von einem ICE 3 gehalten.
Triebzüge finden aufgrund verschiedener Vorteile gegenüber herkömmlichen Push-and-Pull-Zügen international großes Interesse. Bei gleicher Zuglänge bedeutet die unterflur untergebrachte Antriebstechnik etwa 20 Prozent mehr Raum für Sitzplätze, da statt Lokomotive zusätzlich Raum für Fahrgäste bleibt. So finden beispielsweise im chinesischen Velaro über 600 Passagiere Platz. Indem 50 Prozent der Achsen direkt angetrieben werden, kann der Zug aufgrund der besseren Haftwertausnutzung effektiver beschleunigen. Darüber hinaus ermöglicht dieses Antriebskonzept das Befahren von steileren Streckenabschnitten mit einer Steigung bis zu 40 Promille. Nicht zuletzt lastet durch die bessere Gewichtsverteilung über den gesamten Triebzug weniger Gewicht auf dem einzelnen Radsatz, wodurch die internationale Norm (TSI) von maximal 17 Tonnen pro Radsatz eingehalten wird. Die Zuglänge von 200 Metern ermöglicht den Einsatz des Velaro in Doppeltraktion bzw. im Flügelverkehr. Man wählte mit dem Velaro ein Plattform-Konzept, um auf spezielle Kundenwünsche wie unterschiedliche Klassen und betriebliche Anforderungen wie Temperatur- oder Topographieunterschiede weiterhin individuell eingehen zu können. Außer in Spanien hat man sich auch in China und Russland für den Velaro entschieden.
Die 26 Hochgeschwindigkeitszüge des Typs Velaro E (Kundenbezeichnung AVE S 103) für die Spanische Eisenbahn Renfe waren der erste Auftrag für die Velaro-Plattform von Siemens. Siemens Transportation Systems hat im Juli 2005 den ersten Velaro E in Spanien dem Kunden präsentiert. Von den 26 bestellten Zügen sind bereits 18 an den Kunden ausgeliefert. Mit einer Leistung von 8 800 Kilowatt erreicht der Triebzug eine reguläre Betriebsgeschwindigkeit von 350 Stundenkilometern. Mit einer Länge von 200 Metern bietet der AVE S 103 Platz für 404 Passagiere in drei Klassen: Club, Preferente, Turista. Merkmale des neuen Zugs sind der außergewöhnliche Komfort, das Video- und Audio-Programm sowie das Catering, für das vier Onboard-Galleys eingerichtet wurden. Am Kopf des Zuges befindet sich ein Endwagen der Club-Klasse mit Besprechungs- und VIP-Raum sowie eigener Galley. Die daran anschließende Preferente-Klasse bietet hochwertige Ausstattung und individuellen Service auf Business-Class-Niveau. Den Übergang zur Touristen-Klasse bildet der Cafeteria- Wagen, in dem sich auch Räume für das Kundenbetreuungszentrum, das Zugpersonal und für unbegleitetes Gepäck befinden. Fast alle Sitze des Verlaro E sind drehbar und können somit vor Fahrtbeginn in Fahrtrichtung ausgerichtet werden. In allen Wagenklassen bieten große Video-Displays Unterhaltungsprogramme. Zudem sind an allen Sitzplätzen sechs verschiedene Audioprogramme in Stereoqualität empfangbar. LED-Innen- und Außendisplays versorgen die Fahrgäste mit aktuellen Informationen in verschiedenen Sprachen. Hinsichtlich des Zugsicherungssystems ist der AVE S 103 bereits mit dem neuen europäischen Standard ETCS (Level 2) ausrüstet, der die Voraussetzung auch für den grenzüberschreitenden Einsatz des Zuges bildet. Parallel zu den ersten Passagierfahrten startet nun auch der für 14 Jahre abgeschlossene Servicevertrag für die spanischen Hochgeschwindigkeitszüge.
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"Westfalenblatt": Bahn bekämpft das gefälschte Tickets
(25.06.) BIELEFELD - Angesichts der Zunahme von Ticketfälschungen will die DB das Papier in ihren 9000 Fahrkartenautomaten austauschen. Die Bahn werde zudem die Ticket-Kontrollen in den Zügen verschärfen, sagte Bahnsprecher Gerd Felser dem Bielefelder "Westfalen-Blatt". Alle Schaffner im Nah- und Fernverkehr seien speziell geschult worden, um die Fälschungen auf den ersten Blick zu erkennen. Durch Schwarzfahrer im öffentlichen Personennahverkehr entstehe den Verkehrsunternehmen jährlich ein Schaden von 300 Millionen Euro. Laut Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in Köln liege die Schwarzfahrerquote bei 2,5 bis 3 Prozent.
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Neue Brücke beseitigt Engpass der Bahnstrecke München - Regensburg
(25.06.) MÜNCHEN - Zur Verbesserung der Zugkapazität auf der Bahnstrecke München - Regensburg beseitigt die Bahn im Bereich von Neulustheim (zwischen Moosach und Laim) einen infrastrukturellen Engpass. Bis Ende 2008 werden 35 Millionen Euro investiert. Zurzeit kommt es in diesem Streckenbereich immer wieder zu Behinderungen zwischen dem Regionalverkehr und der S-Bahnlinie 1. Stadteinwärts fahrende S-Bahnen kreuzen das Gleis des Regionalverkehrs. Dies führt oft dazu, dass die S1 warten muss, bis der Regionalzug den Streckenabschnitt befahren hat. Diese Verzögerung führt dann im Dominoeffekt auch zu Verspätungen bei anderen S-Bahnlinien auf der Stammstrecke. Mit dem Bau eines Überwerfungsbauwerks als höhenfreie Kreuzung wird dieser Engpass beseitigt. Die Bauarbeiten zu diesem 85 Meter langen Bauwerk haben im Frühjahr 2007 begonnen und werden im Dezember 2008 abgeschlossen sein.
Neben dem eigentlichen Bauwerk sind aber noch zahlreiche weitere Arbeiten notwendig. Dazu zählen die Erweiterungen der Eisenbahnüberführungen an der Bärmannstraße und über den Nymphenburger Kanal. Eine Verbreiterung der Gleisanlagen und die Anpassung der Oberleitung sowie der Signaltechnik schließen sich an. "Wir müssen unter dem 'rollenden Rad' bauen und die baubedingten Behinderungen so gering wie möglich halten. Das erfordert eine ausgefeilte Baulogistik", erläutert Dipl.-Ing. Peter Scheidt, Projektingenieur von DB ProjektBau. Die vorhandene Vegetation des nahen Schlossparks wird durch einen Zaun entlang der Baustelle geschützt. Für die baubedingten Eingriffe wird in München-Aubing eine Ausgleichsfläche von 35.145 m² angelegt. Diese Kosten für diese Baumaßnahme werden durch Bund, Land und DB Netz AG finanziert.
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Hoher Krankenstand bei Berliner S-Bahn
(25.06.) BERLIN - Am Wochenende ist es bei der Berliner S-Bahn erneut wegen eines hohen Krankenstands bei den Lokführern zu Beeinträchtigungen gekommen. Wie ein Sprecher der S-Bahn am Samstag sagte, seien derzeit elf Prozent der S-Bahn-Führer krankgeschrieben. Aufgrund zahlreicher Krankmeldungen bei den 940 Lokführern der S-Bahn war es bereits Anfang Juni zu massiven Beeinträchtigungen im S-Bahn-Verkehr gekommen. Hintergrund war damals der Konflikt zwischen Belegschaft und Unternehmen über die neue Dienstplanregelung. Diese sah für die Lokführer zum Teil lange Wege zu Beginn und zum Ende der Schichten vor. Unternehmensleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft einigten sich kurz darauf auf eine Rückkehr zur alten Regelung ab 1. Juli. Dem Sprecher zufolge wird derzeit geprüft, ob der hohe Krankenstand möglicherweise betriebs- oder stressbedingten Ursachen hat. Hierzu würden Gespräche mit den Betroffenen geführt.
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Behindertengerechter Ausbau der S-Bahn-Station Grafing Stadt beendet
(25.06.) GRAFING - Die DB hat den barrierefreien Ausbau der S-Bahn-Station Grafing Stadt abgeschlossen. Den neuen Bahnsteig besichtigten am Freitag Grafings Bürgermeister Rudolf Heiler und Heiko Hamann, Leiter Bahnhofsmanagement München. Der Ausbau dieser Station ist Bestandteil des 104 Millionen Euro-Programms "Barrierefreier Ausbau der S-Bahn München", welches zwischen dem Freistaat Bayern und der DB im Juni 2001 vereinbart worden ist. Die Modernisierung der Station Grafing Stadt wurde aus diesem Programm mit einer Million Euro finanziert. Im Zuge der Umbauarbeiten hat die Bahn in Grafing Stadt den Bahnsteig auf einer Länge von etwa 100 Metern auf 96 cm erhöht. Damit kann der Ein- und Ausstieg zu den dort haltenden S-Bahn-Zügen ohne Stufen erfolgen.
Außerdem wurde der Bahnsteig um 40 Meter verlängert. Dieser neue Abschnitt hat eine Höhe von 76 cm erhalten. In diesem östlichen Bahnsteigabschnitt können die Fahrgäste der Regionalbahn bequem in den Zug einsteigen. Die Bahnsteigausstattung und die Wetterschutzanlagen sind ebenfalls erneuert worden. Erstmals hat die Station ein 30 m langes Bahnsteigdach erhalten. Rampen ermöglichen den barrierefreien und bequemen Zugang zum Bahnsteig. Der gesamte Bahnsteig verfügt jetzt über ein so genanntes taktiles Blindenleitsystem. In den Boden gefräste Rillen erleichtern sehbehinderten Reisenden, die einen Taststock nutzen, die Orientierung.
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EU: Verspätungsregelung für internationalen Zugverkehr
(23.06.) BRÜSSEL - Das Europaparlament, die EU-Kommission und der EU-Ministerrat haben sich langwierigen Verhandlungen auf Entschädigungsregelungen bei Verspätungen im internationalen Bahnverkehr geeinigt. Hat ein Zug mehr als eine Stunde Verspätung, soll der Fahrgast 25 Prozent des Fahrkartenpreises zurückerhalten. Bei einer Verspätung von mehr als zwei Stunden gibt es die Hälfte des Fahrpreises zurück. Die Regelung soll ab 2009 in Kraft treten. Bei nationalen Bahnfahrten, die etwa 95 Prozent aller Fahrten ausmachen, können die Mitgliedsländer Übergangsfristen bis zu 15 Jahren beschließen. Abgelehnt durch die EU-Verkehrsminister wurde die Forderung des Europaparlaments, auch im Regional- und Nahverkehr, wo es häufig zu beträchtlichen Verspätungen kommt, die Bahnkunden zu entschädigen.
Die Entschädigungsregelungen sind Teil des sog. dritten Eisenbahnpakets. Ein weiterer Punkt, der mit der Annahme dieses Paketes beschlossen wurde, ist der einheitliche europäische Lokführerschein. "Ich freue mich besonders, dass es gelungen ist, die Voraussetzungen zu schaffen, dass zukünftig Lokführer nicht mehr an den Grenzen wechseln müssen. Der bereits zum 1. Januar 2007 mögliche freie Netzzugang im Schienengüterverkehr wird dadurch wesentlich erleichtert", sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Weiterer Teil des Paketes bildet ein Richtlinienvorschlag, der nunmehr auch die Liberalisierung des grenzüberschreitenden Schienenpersonenverkehrs ermöglicht. Auch hier sind ab 2010 grenzüberschreitende Angebote eines einzelnen Eisenbahnunternehmens möglich. Durch die Marktöffnung für den grenzüberschreitenden Personenverkehr wird der Binnenmarkt angeregt. So könnten beispielsweise Verkehrsdienste wie Thalys und Eurostar künftig Konkurrenz bekommen.
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Startschuss für Modernisierung der Strecke Mühldorf - Landshut
(23.06.) VILSBIBURG - Mit einem Spatenstich im Bahnhof Vilsbiburg haben am die Regierungsvizepräsidentin Monika Weinl, der Landrat von Landshut , Josef Eppeneder, und die SüdostBayernBahn den Startschuss für den Ausbau der Strecke Mühldorf - Landshut gegeben. Im Projekt "Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs Mühldorf - Landshut" verbirgt sich der Neubau von Bahnsteigen in Geisenhausen, Vilsbiburg und Neumarkt-St. Veit, die Erneuerung der Signaltechnik, die Modernisierung der Sicherungsanlagen an Bahnübergängen sowie abschnittweise Gleiserneuerungen. Durch die Optimierung der Einfahrten in die Bahnanlagen sowie eine Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 120 Stundenkilometer ist eine Verkürzung der Reisezeiten um bis zu acht Minuten möglich.
Zusätzlich beabsichtigt die SüdostBayernBahn gemeinsam mit der Stadt Landshut den Neubau des Haltepunktes Landshut Süd. Die neuen Bahnsteiganlagen werden eine Bahnsteighöhe von 55 Zentimetern aufweisen und ermöglichen damit ein bequemes Ein- und Aussteigen. Umfangreiche Studien im Vorfeld der Planung haben gezeigt, dass die Einführung eines Stundentaktes sowie die vorgesehenen Infrastrukturverbesserung einen sehr positiven gesamtwirtschaftlichen Effekt haben. Vor diesem Hintergrund unterstützen Bund und auch der Freistaat Bayern die Ausbaumaßnahme.
Insgesamt investieren der Bund, die Kommunen und die SüdostBayernBahn rund 23 Millionen Euro. 16 Bahnübergänge werden mit einer neuen technischen Sicherung ausgestattet. Für die neuen Signalanlagen werden rund 22 Kilometer Kabeltröge verlegt. Die Modernisierung der Strecke soll bis Herbst 2008 abgeschlossen sein. Nach Beendigung der Ausbaumaßnahmen wird die Bahnstrecke Mühldorf - Landshut vom elektronischen Stellwerk im Bahnhof Mühldorf überwacht und gesteuert.
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Foster gewinnt Architekturpreis für Umbau des Dresdner Hauptbahnhofs
(23.06.) LONDON - Der Archtitekt Lord Norman Foster hat den renommierten britischen Architekturpreises RIBA-Award in der europäischen Kategorie gewonnen. Das Royal Institute of British Architects (RIBA) zeichnete Foster + Partners am Freitag Abend auf einer Festveranstaltung in London für den gelungenen Umbau des Dresdner Hauptbahnhofs aus. Das Royal Institute of British Architects vergibt die Awards jährlich für Gebäude mit einem besonders hohen architektonischen Standard bei gleichzeitiger starker Prägung des Stadtbildes. Lord Foster hat dem Gebäude von 1898, das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt worden war, mit einem kühnen Entwurf ein neues Gesicht gegeben. Über die sanierten historischen Stahlträger und das Sandsteingebäude haben die Architekten eine lichtdurchlässige Kunststoffmembran gespannt, die das Gebäude hell und freundlich erscheinen lassen. Die Modernisierung des Bahnhofsdachs, des Empfangsgebäudes sowie des Großteils der Gleisanlagen war im November 2006 abgeschlossen worden.
"Der Dresdner Hauptbahnhof stellt in seiner Einheit von Funktionalität, Service für die Kunden und architektonischer Schönheit ein Aushängeschild für unser Unternehmen dar. Dafür gratulieren wir Lord Foster und seinem Team“, sagte DB-Chef Hartmut Mehdorn. "Mit seiner für einen Bahnhof einzigartigen Atmosphäre ist er eine gelungene Verbindung von historischer, denkmalgeschützter Pracht und modernen Ansprüchen an einen Mobilitätskonzern. Und Dresden hat ein neues Wahrzeichen."
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Zusätzliche Züge zwischen Hannover und Norddeich
(23.06.) HANNOVER - Die DB setzt während der Hauptreisezeit zusätzliche Züge zwischen Hannover und Norddeich Mole ein. In der Zeit vom 29. Juni bis 27. Juli fährt an Freitagen ein zusätzlicher Regional-Express von Hannover (ab 13.00 Uhr) nach Norddeich Mole (an 16.44 Uhr). Zur Rückfahrt fährt in der Zeit vom 1. bis 29. Juli an Sonntagen ein zusätzlicher Regional-Express von Norddeich (ab 14.16 Uhr) nach Hannover (an 17.57 Uhr). In den Zügen gelten alle Fahrscheine des Nahverkehrs. Mit dem Niedersachsen-Ticket gewähren die Reedereien AG Ems und AG Reederei Norden Frisia Reisenden Rabatte auf der Seeverbindung von Emden-Außenhafen nach Borkum sowie von Norddeich Mole nach Norderney und Juist.
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Modernisierung des Bahnhofs Elbgaustraße
(23.06.) HAMBURG - Die DB modernisiert derzeit den S-Bahnhof Elbgaustraße. Aufgrund der Baumaßnahmen ist ab Montag, 25. Juni die Fußgängerbrücke von der Park&Ride-Anlage zum S-Bahnsteig komplett gesperrt. Zu der Modernisierung gehört der Einbau eines Personenaufzugs, der einen bequemen Zugang für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste zum Bahnsteig bietet. Die bestehende Überdachung des Zugangs zum Bahnsteig wird bis zum Aufzug verlängert. Der tiefer liegende Außenbereich vor der Fußgängerbrücke wird auf die Bahnsteighöhe angepasst und die Zugangsanlage zum Bahnsteig wird optisch freundlich gestaltet. Im Herbst sind die Umbauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen. Investiert werden rund 900.000 Euro in diese Baumaßnahme.
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Kinder bringen Triebwagen zum Entgleisen
(23.06.) SOLINGEN - Zwei 13-jährige Jungen haben am Donnerstagabend eine Regionalbahn in Solingen zum Entgleisen gebracht. Gegen 21.50 Uhr war der Zug auf dem Weg nach Wuppertal über Steine gefahren, die die Jungen auf die Schienen gelegt hatten. Wie die Bundespolizei am Freitag in Wuppertal mitteilte, sprang dabei die erste Achse der Lok aus den Schienen, der Zug rutschte noch 100 Meter durch das Gleisbett. Die 50 Fahrgäste und der Lokführer kamen laut Polizei mit dem Schrecken davon. Anwohner waren nach Polizeiangaben auf die beiden Jungen aufmerksam geworden, weil sie schon früher am Abend Steine auf die Schienen des Gegengleises gelegt hatten. Es handle sich hier um einen gefährlichen "Dumme-Jungen-Streich" mit teuren Folgen, betonte Wolfgang Heimann, Sprecher der Bundespolizei. So dürften auf die Eltern nun Schadensersatzforderungen im fünfstelligen Bereich zukommen, erklärte er. Der entstandene Schaden werde derzeit auf 50.000 Euro geschätzt.
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Russische und Deutsche Bahn schmieden Bündnis
(22.06.) MOSKAU - Die DB und die Russische Eisenbahn (RZD) haben einen Vertrag über eine enge Zusammenarbeit beider Unternehmen in den Bereichen Transport und Logistik unterzeichnet. DB-Chef Hartmut Mehdorn sprach am Donnerstag in Moskau von einem "wichtigen Durchbruch". " Damit rückt auch die angestrebte Schienenverbindung von Deutschland nach China via Russland wieder ein Stück näher", sagte Mehdorn. RZD-Präsident Wladimir Jakunin lobte während derselben Pressekonferenz: "Die Deutsche Bahn AG ist einer unserer besten Partner, die immer zu dem steht, was sie sagt. Die gemeinsame Logistikgesellschaft mit der DB AG ist ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie, ein integriertes Transportsystem zu schaffen. Mit dem Joint Venture wird es uns gelingen, zusätzliches Frachtvolumen zwischen Westeuropa, Russland und China auf die Schiene zu bringen."
Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die Gründung einer gemeinsamen Logistikgesellschaft. Dieses Joint Venture wird Komplettleistungen aus einer Hand anbieten und damit insbesondere den Containertransport von Europa bis in alle Regionen von Russland und der GUS deutlich vereinfachen. Gleichzeitig wird es verbesserte fahrplanmäßige Verbindungen von Deutschland durchgehend bis nach Moskau geben. Im Ergebnis ist dies ein weiterer wichtiger Baustein, um eine wettbewerbsfähige Eisenbahnverbindung bis nach China etablieren zu können. "Mit der Aufnahme der Verkehre in diesem Jahr können wir auch Angebote ab der chinesischen Grenze via Russland bis nach Deutschland anbieten", sagte Mehdorn. Aus diesem Grund wollen die Deutsche Bahn und die Russische Eisenbahn auch die Zusammenarbeit mit den Chinesischen Eisenbahnen vertiefen. Ziel ist die Schaffung eines Joint Venture. Bis dahin sind aber noch einige Fragen zu klären.
Deutschland zählt zu den attraktivsten europäischen Partnerländern für Russland und China. Im Zuge der zunehmenden internationalen Arbeitsteilung nehmen die Handels- und damit die Verkehrsströme zwischen Europa, Russland und China stetig zu. So lag das Transportvolumen zwischen der EU und Russland im Jahr 2005 bei über 300 Millionen Tonnen. Zwischen EU und China waren es über 60 Millionen Tonnen. In den ersten Monaten 2007 war der Aufwärtstrend ungebrochen. Laut Statistischem Bundesamt wuchsen die deutschen Exporte nach Russland von Januar bis März dreimal so schnell wie die gesamten Ausfuhren. Mehdorn: " Wir engagieren uns langfristig und besetzen heute schon die Schlüsselmärkte von morgen."
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Weiterbetrieb von Tempelhof: DB sieht keine rechtlichen Möglichkeiten mehr
(22.06.) BERLIN - Der Weiterbetrieb des Flughafenstandorts Berlin-Tempelhof ist nach Einschätzung der DB nur noch durch eine entsprechende politische Entscheidung möglich. "Realistisch betrachtet sind die rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft", erklärte Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender der DB Station & Service AG, am Donnerstag in Berlin. Das jüngste Schreiben des Bundesverwaltungsgerichts lege nahe, dass sowohl die Frage der Zuständigkeit des Gerichts als auch die Frage der Zulässigkeit der Klage negativ entschieden werden könnten. "Damit tritt klarer denn je zu Tage, dass der Flughafen Tempelhof offenbar ausschließlich auf politischem Wege gerettet werden kann. Die Bahn steht bei entsprechendem politischen Willen bereit, in einem Gesamtkonzept für den Standort Tempelhof den Flughafenbetrieb zu übernehmen."
Siebert machte erneut deutlich, dass die DB AG den Ausbau des Flughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) in keiner Weise beeinträchtigen wolle. Vielmehr gehe es darum, die großen Chancen dieses einmaligen Flughafenstandorts für die Hauptstadtregion zu erhalten. "Wir sind auch weiterhin bereit, etwas für den Wirtschaftsstandort Berlin zu tun." Die DB hatte jüngst eine Feststellungsklage beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht, um rechtliche Zweifel an der künftigen Nutzung von Berlin-Tempelhof als Sonderflughafen auszuräumen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte jedoch Bedenken gegen die Zulässigkeit der von der Bahn erhobenen Feststellungsklage zur Weiternutzung des Flughafens Tempelhof geäußert. Das Gericht verwies darauf, dass die Länder Berlin und Brandenburg eine für die Weiternutzung Tempelhofs erforderliche Änderung des Landesentwicklungsplanes bislang ablehnen. Daher sei es, so das Gericht, derzeit ungewiss, welche Auswirkung diese Änderung auf den Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Flughafens Schönefeld hätte.
Die Bahn hatte vorgeschlagen, Tempelhof als Sonderflughafen für einen eingeschränkten Nutzerkreis, beispielsweise Geschäftskunden, zu betreiben. Bereits heute ist die Bahn an zehn deutschen Flughäfen rund um den Flugverkehr aktiv.
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Graffiti-Sprayer reinigen beschmierte Flächen
(22.06.) MÜNCHEN - DB Station&Service ist bei der DB für die Bahnhöfe und Stationen zuständig. Das Bahnhofsmanagement München alleine für 147 Stationen. Durch Graffiti-Schäden entsteht in diesem Gebiet ein jährlicher Schaden von rund 100.000 Euro. In enger Zusammenarbeit zwischen den Polizeibehörden und der Bahn werden immer mehr Graffiti-Sprayer gefasst und überführt. Die Wiedergutmachung des Schadens, der durch die Schmierereien verursacht wird, übersteigt aber oft die finanziellen Möglichkeiten der meist jugendlichen Sprayer. Selbst wenn die Jugendlichen zum Zeitpunkt der Tat nicht über Geld verfügen, kann die Bahn zivilrechtlich auch noch bis zu 30 Jahre nach der Verurteilung Schadenersatz fordern. Viele Jugendliche unterschätzen diese rechtliche Bedeutung, wenn sie Bahnanlagen zerstören und beschmieren.
Die Organisation "BRÜCKE MÜNCHEN e. V." und das Projekt Graffiti München (ProGraM) - gefördert vom Sozialreferat der Stadt München - haben es sich zur Aufgabe gemacht, bei der Wiedergutmachung des Schadens zwischen Geschädigten und Sprayern zu vermitteln. In der Vergangenheit war es allerdings oft ein Problem, geeignete Einsatzmöglichkeiten zur Schadensabgeltung zu finden. Graffitis zu entfernen erfordert Sachkenntnis im Umgang mit den benötigten Chemikalien. Es soll weder die Gesundheit der Sprayer noch die Beschaffenheit der zu reinigenden Flächen in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch einfache Reinigungstätigkeiten sind meist in Gleisnähe durchzuführen und erfordern die ständige Anwesenheit von geschultem Aufsichtspersonal.
An der S-Bahn-Station Heimeranplatz konnte nun eine Fläche gefunden werden, die es erlaubt, dass Sprayer ohne Gefährdung die Reinigung durchführen können. Die Betreuer von ProGraM haben die erforderliche Sachkenntnis im Umgang mit den notwendigen Reinigungsmitteln. Die Abgeltung der Schuld erfolgt durch Anrechnung der geleisteten Arbeitsstunden. Diese Leistung wird durch ProGraM überwacht und dokumentiert. Nach der geleisteten Arbeitszeit erhält der Sprayer eine schriftliche Erklärung, dass DB Station&Service den entstandenen Schaden als abgegolten betrachtet und keine weiteren Forderungen mehr erheben wird.
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SBB: Heftige Unwetter behinderten Bahnverkehr
(22.06.) BERN - Heftige Gewitterstürme am Donnerstagmorgen haben zu erheblichen Behinderungen im Schweizer Bahnverkehr geführt, hauptsächlich in den Regionen Fribourg, Bern, Emmental und Oberaargau. Nur am Rande betroffen waren die Regionen Zürich und Ostschweiz. In der übrigen Schweiz hatten die heftigen Unwetter keine oder nur geringe Auswirkungen auf den Bahnverkehr der SBB. Beschädigungen an Fahrleitungen durch Bäume und Äste sowie durch Hochwasser überflutete Gleise führten lokal zu Behinderungen. Die SBB setzte, wo möglich, kurzfristig Bahnersatzbusse sowie zahlreiche Mitarbeitende zur Kundeninformation ein.
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Noch freie Plätze zur Doppelqualifikation Studium und Berufsausbildung
(22.06.) STUTTGART - Die DB Netz AG bietet Abiturienten in Baden-Württemberg interessante Ausbildungsmöglichkeiten an. Abiturienten haben die Möglichkeit, ein Hochschulstudium in Kombination mit einer Berufsausbildung und den damit verbundenen Praxiserfahrungen zu absolvieren. Sie sparen Zeit, weil die Berufsschule durch den Besuch der Hochschule ersetzt wird. Zudem eröffnen sich den Absolventinnen und Absolventen spannende Entwicklungschancen in vielen Fach- und Führungsaufgaben bei der DB.
Insgesamt elf Studienplätze in drei Fachrichtungen stehen zur Verfügung:
- Studium Bauingenieurwesen zum Bachelor of Science in Wuppertal in
Kombination mit der Berufsausbildung zum Tiefbaufacharbeiter/Gleisbauer (m/w)
- Studium Wirtschaftsingenieurwesen zum Bachelor of Engineering in Erfurt
in Kombination mit der Berufsausbildung Eisenbahner im Betriebsdienst -
Fachrichtung Fahrweg (m/w)
- Studium Elektrotechnik zum Bachelor of Science Systems Engineering in
Wiesbaden in Kombination mit der Berufsausbildung zum Elektroniker für
Betriebstechnik (m/w)
Die Berufsausbildung wird an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg absolviert, die Fachhochschul-Standorte sind Wuppertal, Erfurt und Wiesbaden. Die Inhalte der Seminare und Vorlesungen sind bei allen drei Richtungen auf die Praxistage bei der DB Netz AG abgestimmt. Dadurch können Studenten ihr Wissen direkt umsetzen und anwenden. Nach vier Jahren haben die Absolventen zwei Abschlüsse: den Bachelor und den Facharbeiterbrief der Industrie- und Handelskammer. Weiterführende Informationen finden Interessierte unter www.db.de/schueler (Duales Studium/Fachhochschule/Uni). Der Bewerbungsschluss für das Jahr 2007 ist am 15. Juli 2007.
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Thüringen: Schüler-Ferien-Ticket 2007 und Sommer-Sonnen-Ferien-Uhr 2007
(22.06.) ERFURT - Bus- und Bahnunternehmen kooperieren und legen im Feriensommer 2007 erstmals ein attraktives Schüler-Ferien-Ticket Thüringen in zwei Varianten auf. Noch nie beteiligten sich so viele Bus- und Bahnunternehmen gemeinsam an der Aktion für eine grenzenlose Mobilität junger Leute in Thüringen. Mit dem Schüler-Ferien-Ticket 2007 und der Sommer-Sonnen-Ferienuhr besteht auch in diesem Jahr für Vollzeitschüler bis zum 21. Lebensjahr vom 19. Juli bis zum 29. August die Möglichkeit, den Freistaat Thüringen unabhängig und mobil zu genießen. Das Schüler-Ferien-Ticket kostet einmalig 18 Euro und berechtigt zur Fahrt in allen Nahverkehrszügen sowie in Straßenbahnen und Bussen der 27 beteiligten Verkehrsunternehmen in Thüringen. Erhältlich ist das Schüler-Ferien-Ticket ab sofort in den DB Reisezentren und DB Agenturen, in Reisebüros mit DB-Lizenz, an den Fahrkartenautomaten, an den Automaten der beteiligten Verkehrsunternehmen, in den Ticketshops der Zeitungen TA/TLZ/OTZ sowie in den angeschlossenen Touristinformationen.
Die Sommer-Sonnen-Ferien-Uhr 2007 kostet einmalig 9 Euro und gilt in den Straßenbahnen und Bussen der beteiligten Verkehrsunternehmen in Thüringen. Der Verkauf erfolgt bei den beteiligten Verkehrsunternehmen. Die Sommer-Sonnen-Ferien-Uhr gilt zusätzlich für Begleitpersonen von Schülergruppen ab fünf Schülern. Beim Kauf eines Schüler-Ferien-Ticket oder einer Sommer-Sonnen-Ferien-Uhr erhält der Schüler ein kostenfreies Bonusheft. Mehr als 25 Freizeiteinrichtungen bieten wieder Ermäßigungen auf ihre Angebote. Der Gesamtwert aller Coupons beträgt über 50 Euro. Besonderes Highlight: Der Deutsche Jugendherbergsverband Thüringen gewährt Inhabern des Schüler-Ferien-Tickets eine kostenlose Jahresmitgliedschaft. Im vergangenen Jahr nutzten mehr als 9.000 Schüler das Schüler-Ferien-Ticket. Die Sommer-Sonnen-Ferien-Uhr wurde von rund 5.000 Schülern erworben.
Das Schüler-Ferien-Ticket-Thüringen hat eine eigene Homepage. Unter www.sft-thueringen.de sind alle wichtigen Informationen rund um die Ferienangebote, Ausflugs- und Veranstaltungstipps zusammengefasst. Bei den Thüringen Tagen 2007 in Eisenach, zur Schulabschluss-Party "Mega-Rock in die Ferien" und zur KI.KA-Party in Erfurt kann man das Schüler-Ferien-Ticket auch am Infostand der Deutschen Bahn AG erwerben.
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Halbzeit bei Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg - Hannover
(21.06.) HANNOVER - Halbzeit bei den Gleisbauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover: Rund 14.000 Meter Gleise wurden seit dem 8. Mai neu verlegt, 23.800 Tonnen Schotter verfüllt und 23.340 Schwellen ausgewechselt. Damit ist gut die Hälfte der notwendigen Arbeiten auf dem 28 Kilometer langen Abschnitt zwischen Celle und Bienenbüttel geschafft. Die Arbeiten, wechselseitig an beiden Streckengleisen und einigen Bahnhofsgleisen in Bienenbüttel, Klein Süstedt und Bad Bevensen "unter dem rollenden Rad" ausgeführt, werden noch bis zum 21. Juli fortgesetzt. Derzeit sind die große Bettungsreinigungsmaschine und der Gleisumbauzug auf dem 6 Kilometer langen Abschnitt von Celle in nördlicher Richtung nach Garßen im Einsatz.
Rund 24 Millionen Euro investiert die Bahn allein in diese Baumaßnahme. Durch die Großbaustelle ist der Bahnbetrieb teilweise nur eingleisig möglich und die Kapazität der Strecke eingeschränkt. Personenzüge werden umgeleitet oder müssen auf Teilstrecken sogar ausfallen, der Güterverkehr wird großräumig umgeleitet. Für die Reisenden steht zusätzliches Servicepersonal in den Bahnhöfen und Zügen zur Verfügung. Auf bundesweit insgesamt über 3.000 Großbaustellen arbeitet die Bahn daran, das 34.000 Kilometer lange Schienennetz fit für die Zukunft zu machen. Von März bis Oktober werden dabei rund 5.500 Kilometer Schienen, über 2.000 Weichen und nahezu fünf Millionen Schwellen erneuert und über sechs Millionen Tonnen Schotter verarbeitet.
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Spatenstich für neue Zug-Außenreinigungsanlage in Saarbrücken
(21.06.) SAARBRÜCKEN - Saarbrücken erhält auf der Nordseite des Hauptbahnhofs eine neue Außenreinigungsanlage für Regionalzüge. Bei einem Spatenstich stellten der saarländische Staatssekretär im Wirtschafts- und Arbeitsministerium, Albert Hettrich, und der Vorsitzende der Regionalleitung der DB Regio Südwest, Udo Wagner, am Mittwoch das neue rund sechs Millionen Euro teure Projekt vor. Die neue Anlage wird rund 90 Meter lang und 12 Meter breit und mit modernster Technologie ausgestattet sein. Sie ersetzt eine alte Anlage, bei der die Züge aufwändig, teilweise mit einer Lok in das Arbeitsgleis hinein- und nach der Wäsche wieder herausrangiert werden mussten. Die neue Anlage kann von den Zügen komplett durchfahren werden. Für die Waggons wird eine automatische Schleppeinrichtung installiert.
Etwa 140 Züge - Diesel- und Elektrotriebzüge, Doppelstock- oder Reisezugwagen - können so pro Woche frisch geputzt wieder auf die Reise geschickt werden. Ein modernes Computersystem erkennt schon bei der Einfahrt eines Fahrzeugs die jeweilige Baureihe. Es stellt die rotierenden Bürsten automatisch auf die Konturen des Zuges ein und reinigt die vorprogrammierten Flächen inklusive der Front- und Heckbereiche. Ein Großteil des Wassers wird in einem geschlossenen System gereinigt und reduziert so den Frischwasserverbrauch. Dem Umweltschutz wird zudem dadurch Rechnung getragen, dass die neue Anlage deutlich weniger Reinigungsmittel und Energie pro Waschgang verbraucht als ihre Vorgängerin. Die Anlage soll im März 2008 in Betrieb genommen werden.
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NBS Rhein/Main - Rhein/Neckar: Mehdorn trifft Vertreter hessischer Kommunen
(21.06.) DARMSTADT - Knapp 200 Vertreter südhessischer Kommunen sind am Mittwoch der Einladung der DB zu einer Informationsveranstaltung über die Neubaustrecke Rhein/Main-Rhein/Neckar gefolgt. Dabei stellte die Bahn in Darmstadt-Kranichstein den aktuellen Planungstand vor. Gemeinsam mit Klaus-Peter Güttler, Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium, stellte sich DB-Chef Hartmut Mehdorn den Fragen der Kommunalpolitiker. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Fragen der Trassenführung, des Lärmschutzes sowie des zukünftigen Betriebskonzeptes. "Die Neubaustrecke von Frankfurt nach Mannheim ist eines unserer zentralen Infrastrukturprojekte. Wir brauchen diese Strecke dringend, um die wachsenden nationalen wie internationalen Verkehre aufzunehmen und weiter Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern zu können", so Hartmut Mehdorn. "Eine möglichst zeitnahe Umsetzung ist aber nur in enger Kooperation mit den betroffenen Kommunen und dem Land möglich. Mit der Konsenstrasse ist uns ein erster entscheidender Durchbruch in Hessen gelungen. Deswegen setzen wir auch weiterhin auf Dialog und Zusammenarbeit mit der Region."
Die Konsenstrasse sieht eine durchgehende Hochgeschwindigkeitsstrecke entlang der Autobahnen A 5 und A 67 mit einem eingleisigen Anbindungsast über den Darmstädter Hauptbahnhof vor. Derzeit erarbeitet die Deutsche Bahn die Unterlagen zur Planfeststellung. Gleichzeitig plant das Land Hessen den sechsspurigen Ausbau der Autobahn A 67 zwischen dem Darmstädter Kreuz und Langwaden. Um dem im Regionalplan Südhessen festgelegten Grundsatz der Trassenbündelung gerecht zu werden, wurde mit dem Land Hessen eine gemeinsame Planung vereinbart. Damit können die Planung der beiden Verkehrswege optimal verzahnt und die Eingriffe für Mensch und Natur minimiert werden. Im Anschluss an die Veranstaltung trat der Projektbeirat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Das Gremium, in dem neben der Bahn und dem Land die betroffenen Landkreise sowie Städte und Gemeinden vertreten sind, wird im konstruktiven Dialog die weiteren Planungen des Projektes eng begleiten. Weitere Informationen zum Projekt sind seit Mittwoch auch im Internet unter www.db.de/bauprojekte verfügbar.
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"FAZ": Verfassungsrechtliche Bedenken beim Bahnbörsengang beseitigt
(21.06.) FRANKFURT/Main - Die Bundesregierung kommt auf dem Weg zur Privatisierung der DB nach eigener Einschätzung einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" voran. Die verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Pläne von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) seien beseitigt, hieß es unter Berufung auf Ministeriumskreise. Im überarbeiteten Gesetzentwurf soll der Einfluss des Bundes auf die Infrastruktur gestärkt werden. "Die Verfassungsressorts, die Bundesministerien für Inneres und Justiz, haben jetzt keine Einwände mehr. Damit ist ein dicker Brocken abgearbeitet", zitiert das Blatt aus den Kreisen.
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Bahnstrecke Mühldorf (Oberbay) - Wasserburg (Inn) wieder frei
(21.06.) MÜHLDORF - Die Sperrung der Bahnstrecke Mühldorf (Oberbay) - Wasserburg (Inn) wird am heutigen Donnerstag um 17.00 Uhr aufgehoben. Die ersten Züge sind der Regionalexpress von Wasserburg (Inn) nach Mühldorf (Oberbay) um 17.55 Uhr und in der Gegenrichtung der Regionalexpress um 18.26 Uhr ab Mühldorf (Oberbay). Die Bahnstrecke war seit Freitagabend, 15.6.2007, wegen umgestürzter Bäume gesperrt.
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Tarifverhandlungen bei der DB vertagt
(20.06.) BERLIN - Die Tarifverhandlungen zwischen der DB und den Gewerkschaften Transnet und GDBA sind nach der ersten Verhandlungsrunde am Dienstagmittag ergebnislos vertagt worden. Nach Angaben der beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA sollen die Gespräche am 26. Juni in Frankfurt am Main fortgeführt werden. Die Gewerkschaft Transnet äußerte sich enttäuscht, dass es von der Bahn am Dienstag nicht einmal ein Angebot gegeben habe. Transnet-Chef Norbert Hansen nannte die Forderungen der Arbeitnehmer berechtigt. "So wie die Bilanz des Unternehmens sich positiv gestaltet, so muss sich auch wieder die Bilanz der Arbeitnehmerhaushalte der Beschäftigten der Bahn AG positiv gestalten." Die Gewerkschaften halten weiter an ihrer Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn für die rund 134 000 Tarif-Beschäftigten fest. Der aktuelle Tarifvertrag läuft am 30. Juni aus.
Unterdessen hat die Lokführergewerkschaft GDL für Anfang Juli einen Streik bei der DB angekündigt. Manfred Gell, Vertreter der GDL, bezeichnete den Arbeitskampf als "unvermeidlich". Hintergrund sei die Weigerung des Bahn-Vorstandes, mit der Gewerkschaft über einen Fahrpersonal-Vertrag zu verhandeln. Die GDL hat für einige Lohngruppen Steigerungen bis zu 31 Prozent verlangt. Vor Gericht strittig ist, ob sie das Recht auf eigene Tarifverhandlungen hat. Zwar sind rund 60 Prozent der 20.000 Lokführer in ihr organisiert, aber nur knapp über zehn Prozent des übrigen Zugpersonals.
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Modernisierung der Infrastruktur in Bayern erhöht die Leistungsfähigkeit
(20.06.) MÜNCHEN - Die Umsetzung des bundesweiten Zukunftsprogramms ProNetz liegt in Bayern voll im Zeitplan. Wie es am Dienstag in einer Pressemitteilung der DB hieß, würden sowohl die stark frequentierten Hauptstrecken als auch die Regionalnetze umfangreich modernisiert. Insgesamt werden in diesem Jahr in Bayern mehr als eine Milliarde Euro eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit von Schienen, Weichen, Brücken sowie der Leit- und Sicherungstechnik zu erhöhen. In den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der bestellten Fahrplantrassen um knapp zehn Prozent gestiegen, die Zahl der Trassenkilometer hat um sechseinhalb Prozent zugenommen.
"Wir machen die Infrastruktur fit für die Herausforderungen des Schienenverkehrs der Zukunft", erläutert Dr. Frank Ludwig, Leiter regionale Außenbeziehungen DB Netz Süd. Der Schienenverkehrsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren überproportional entwickelt. Im Wettbewerb der Verkehrsträger gewann die Schiene Marktanteile zurück. Der Personenverkehr legte in 2006 um vier und der Güterverkehr um über zehn Prozent zu. In Bayern ist vor allem auf den Strecken Würzburg/Bamberg - Fürth - Nürnberg und weiter nach Augsburg - München - Rosenheim - Österreich sowie die Achse Nürnberg - Regensburg - Plattling - Passau - Österreich ein überproportionales Wachstum, vor allem im Güterverkehr, erkennbar. Im Jahr 2005 wurden von den Bahnen auf dem bayerischen Schienenetz rund 165 Millionen Trassenkilometer zurückgelegt. Im laufenden Jahr liegt die Zahl der bestellten Trassenkilometer bei rund 176 Millionen.
Von acht Korridorprojekten in Bayern sind fünfzig Prozent bereits umgesetzt beziehungsweise in vollem Gange. Die Arbeiten in den Korridoren Würzburg - Treuchtlingen sowie Kaufering - Geltendorf sind bereits abgeschlossen. In den Korridoren Treuchtlingen - Augsburg und Mindelheim - Memmingen laufen derzeit die Bauaktivitäten auf Hochtouren. Im zweiten Halbjahr folgen die Korridore Nürnberg - Passau, Rosenheim - Salzburg, Lindau - Hergatz und Hergatz - Immenstadt. Die Sanierung des Regionalnetzes schreitet ebenso zügig voran. Vor allem in den Sommerferien sind noch einmal umfangreiche Bauarbeiten beispielsweise auf den Streckenabschnitten Wicklesgreuth - Windsbach, Cham - Miltach, Niederarnbach - Aichach sowie zwischen Holzkirchen und Schliersee beziehungsweise Bad Tölz vorgesehen.
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DB und dänisches Transport- und Energieministerium verkaufen Scandlines
(20.06.) BERLIN - Die Gesellschafter der Scandlines AG ("Scandlines"), die DB und das dänische Transport- und Energieministerium, haben am Dienstag offiziell die Unterzeichnung einer Aktienverkaufsvereinbarung zum Verkauf aller Anteile an Scandlines bekannt gegeben. Ein Konsortium aus Allianz Capital Partners GmbH, München, der 3i Group, Kopenhagen und Frankfurt am Main, und der Deutschen Seereederei GmbH, Rostock, zahlt 1,56 Milliarden Euro für den Gesamtanteil an Scandlines. Die Transaktion unterliegt der Genehmigung durch den Finanzausschuss des dänischen Parlaments, den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG, das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und die EU-Wettbewerbsbehörde. Diese Genehmigungen werden innerhalb von circa zwei Monaten erwartet.
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SOB modernisiert Bahnlinie Mühldorf - Garching - Trostberg
(20.06.) MÜHLDORF - Die SüdostBayernBahn (SOB) modernisiert die Bahnstrecke Mühldorf - Trostberg. Erster Schritt ist der Neubau eines modernen Haltepunktes in der Gemeinde Tacherting. Als weitere Maßnahmen sind bis 2010 eine Erneuerung der Signaltechnik, der Bahnübergänge und der Gleisanlagen vorgesehen. Nachdem sich der Bahnsteig in Tacherting in einem nicht allzu guten Zustand präsentiert, hat sich die SüdostBayernBahn für einen kompletten Neubau entschieden. Es wird ein behindertengerechter Bahnsteig mit einer Länge von 60 Metern und einer Höhe von 55 Zentimetern neu errichtet. Die Haltestellenanlage wird mit einem Blindenleitstreifen sowie einem transparenten Wartehäuschen ausgestattet. Ein neues Beleuchtungskonzept wird die subjektive Sicherheit der Reisenden in den Abendstunden verbessern. Zusätzlich wird die Station einen neuen Fahrradständer mit 22 Stellplätzen erhalten.
Während der Bauzeit steht den Reisenden ein provisorischer Bahnsteig zur Verfügung. Bis Ende August 2007 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Lange beschäftigt hat sich Projektleiter Christian Kern mit der Zukunft des alten Baumbestandes an der heutigen Haltestelle. "Wir werden im Rahmen der Bauarbeiten versuchen, die in Gleisnähe bestehende Baumgruppe mit fünf alten Ahornbäumen so weit als möglich zu erhalten. Absehbar ist aber bereits jetzt, dass einer der beiden Spitzahornbäume der Zuwegung weichen muss und eine weiterer bei den erforderlichen Fundamentierungsarbeiten gefährdet ist", so Christian Kern. Gemeinsam mit der Gemeinde Tacherting wurden schon im Vorfeld bereits drei junge Eichenbäume abseits der Bahntrasse gepflanzt. Insgesamt investiert die SüdostBayernBahn rund 130.000 Euro in Tacherting. Die Finanzierung erfolgt überwiegend aus Bundesmitteln sowie Eigenmitteln der SüdostBayernBahn. Aber auch die Gemeinde Tacherting und das Land Bayern haben die Modernisierung von Anfang an unterstützt.
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Vortrieb in der Oströhre am Katzenbergtunnel vorübergehend eingestellt
(20.06.) FREIBURG - Die Bauarbeiten zur Realisierung des Katzenbergtunnels sind am 15. Juni in der Oströhre bei rund 7.950 Meter vorübergehend eingestellt worden. Hintergrund für die Maßnahme ist die noch ausstehende Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt zur Unterfahrung von Bad Bellingen. Der Bereich von Bad Bellingen wird von allen an der Baumassnahme Beteiligten als große Herausforderung angesehen, da die Geologie auf der rund 400 Meter langen Strecke einen setzungsarmen Vortrieb erfordert. Trotz der im Vorfeld durchgeführten umfangreichen Messprogramme, Untersuchungen und Gutachten zur Unterfahrung dieses Abschnittes sowie Umbaumaßnahmen an den Tunnelbohrmaschinen, bat das Eisenbahn-Bundesamt vor einer Baufreigabe um Klärung der letzten noch offenen Fragen. "Wir werden die geforderten Unterlagen unverzüglich zur abschließenden Beantwortung einreichen", so Heinz-Georg Haid, Gesamtprojektleiter der Ausbau-und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel. "Es ist daher mit einer Verzögerung der Vortriebsarbeiten von rund 14 Tagen zu rechnen." Die Fertigstellung des Tunnelrohbaus Mitte 2008 ist durch diese Verzögerung jedoch nicht gefährdet.
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(19.06.) KÖLN - Die DB steigt mit zehn Prozent beim europäischen Hochgeschwindigkeitszug Thalys ein. Das teilten die DB, die französische und die belgische Bahn am Montag mit. Die weiteren Anteile halten zu 62 Prozent die französische Bahn SNCF (bisher 70) und zu 28 Prozent die belgische SNCB (bisher 30). Der Thalys verbindet Köln und Amsterdam über Brüssel mit Paris. Im vergangenen Jahr fuhren knapp sieben Millionen Reisende mit den Thalys-Zügen.
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Unternehmer verlagern ihre Transporte von der Straße auf die Schiene
(19.06.) BERLIN - Deutschlands Unternehmen verlagern zunehmend Transporte von der Straße auf die Schiene. "Der Schienengüterverkehr erlebt eine Renaissance", sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Montag in Berlin während der Vorstellung einer Broschüre mit Verlagerungsbeispielen aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen. "Jahrzehntelang ist in der Politik von der Verlagerung auf die Schiene geredet worden, die Wirtschaft hat jedoch auf die Straße gesetzt. Jetzt haben wir endlich die Trendumkehr. Die Güterbahnen sind mittlerweile so gut und preiswert, dass sie Verkehr von der Straße abziehen", so Flege. Allein die präsentierten Einzelbeispiele "ersparen der Gesellschaft jährlich 200.000 Lkw-Fahrten".
"Die Gründe für die Verlagerung sind vielfältig. Häufig ist der Bahntransport günstiger als der Lkw, andere Unternehmen haben die Nase voll von Staus und unpünktlichen Lkw, wiederum andere entscheiden sich auch aus Umweltgründen für die Schiene", fasst der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer die Motive der Unternehmer zusammen. Flege: "Überrascht waren wir von der großen Bedeutung der Lkw-Maut bei der Verlagerungsentscheidung. "Die 2005 eingeführte Lkw-Maut hat ganz offensichtlich zu mehr Wettbewerbsgerechtigkeit der Verkehrsträger beigetragen und führt selbst auf dem aktuell niedrigen Niveau zu einer Verlagerung auf die Schiene".
Der Geschäftsführer des Schienenbündnisses forderte, die Wettbewerbsnachteile des Schienengüterverkehrs weiter abzubauen und die Lkw-Maut auf alle Straßenkategorien auszudehnen sowie Lkw unter 12 Tonnen mit einzubeziehen. "Der Lkw zahlt nur ab 12 Tonnen und nur auf Autobahnen Maut, die Güterbahn auf allen Trassen. Das ist unfair." Die Allianz pro Schiene appellierte an die Bundesregierung, bei den am Montag beginnenden "Chefgesprächen" zum Bundeshaushalt die Weichen für einen umfassenden Ausbau des Schienennetzes zu stellen. "Sonst könnte der Aufschwung auf der Schiene schon in wenigen Jahren durch Kapazitätsengpässe abgewürgt werden. Klimapolitisch eine unschöne Vorstellung", kommentierte Flege.
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Tarifverhandlungen bei DB beginnen
(19.06.) BERLIN - Die DB und die Gewerkschaften Transnet und GDBA verhandeln ab dem heutigen Dienstag über einen neuen Tarifvertrag. Die Gewerkschaften fordern für rund 134 000 Beschäftigte sieben Prozent mehr Geld und begründen dies mit der guten wirtschaftlichen Entwicklung. Die Anhebung der unteren Lohngruppen soll mindestens 150 Euro betragen. Bahnchef Hartmut Mehdorn wies dies zurück. Die Bahn-Beschäftigten hätten zwar in den letzten Jahren für den Sparkurs des Unternehmens Opfer gebracht, aber "sieben Prozent mehr ist zuviel", sagte Mehdorn der Zeitschrift "Super Illu". Er appellierte an die Gewerkschaften, einem "maßvollen" Abschluss zuzustimmen. Ansonsten sei die bis Ende 2010 vereinbarte Beschäftigungssicherung gefährdet. Der aktuelle Tarifvertrag läuft am 30. Juni aus.
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Siegerehrung beim Wettbewerb "Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt"
(19.06.) BERLIN - Beim jährlichen Wettbewerb "Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt" wurden am Montag in Wiesbaden Auszubildende der DB für das Engagement gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt geehrt. Die Siegerteams kommen aus Leipzig, Frankfurt am Main und Berlin. Überreicht wurden die Preise von DB-Personalvorstand Margret Suckale sowie Vertretern der Gewerkschaften Transnet und GDBA, die als Schirmherren fungieren.
Den ersten Preis erhielten 10 Azubis aus Leipzig für ihr Projekt "Bahn-Azubis zeigen der Gewalt die rote Karte!". Die Azubis organisierten mit regionalen Fußballvereinen eine Unterschriftenaktion im Hauptbahnhof Leipzig. Gemeinsam demonstrierten sie in der Öffentlichkeit, dass Fußball auch nach der Weltmeisterschaft Mannschaftsgeist, Spaß und Fairness bedeutet. Das Siegerteam erhielt eine von der DB gestiftete Reise an die niederländische Nordseeküste samt Tagesausflügen nach Rotterdam und Amsterdam. Den zweiten Preis teilten sich zwei Teams aus Frankfurt und Berlin, die mit einer Autowaschaktion und dem Verkauf von selbstbedruckten Mouse-Pads Spenden für soziale Einrichtungen sammelten. Beide Teams fahren auf Einladung der Transnet an die Cote d´Azur. Weitere Preise gingen nach Mainz und Nürnberg.
Margret Suckale sagte bei der Preisverleihung: "Sieben Millionen Menschen reisen täglich mit Zügen und Bussen der Deutschen Bahn - Menschen aus allen Ländern der Welt. Deshalb motivieren wir unsere Jugendlichen schon am Anfang ihrer beruflichen Ausbildung, sich mit den Prinzipien des respektvollen und friedlichen Miteinanders zu beschäftigen." In ihrem Grußwort an die Teilnehmer der Siegerehrung sagte die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger: "Ich freue mich, hier auf ein Unternehmen und Menschen zu treffen, die nicht bewegt werden müssen, sondern schon längst aktiv geworden sind und andere bewegen." Die Projekte der Auszubildenden zeugten von der Vielfalt und Breite der Probleme, aber auch von der Phantasie und dem Willen zu gemeinsamem Handeln, lobte die Ministerin. Seit seinem Start vor sieben Jahren beteiligten sich bereits 6.800 Auszubildende der DB, der BAHN-BKK, der Stiftung Bahn-Sozialwerk und der DEVK mit insgesamt 550 Projekten an dem Wettbewerb.
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Kirchenglocke auf HSB-Gleisen unterwegs
(19.06.) WERNIGERODE - Am 24. Juni wird die Harzer Schmalspurbahnen GmbH HSB) einen Sonderzug mit einer ganz außergewöhnlichen Fracht auf die Reise schicken. Anlässlich des "Straßberger Kirchfestes zur Glockenweihe" wird der mit einer historischen Dampflokomotive bespannte Zug die für das dortige Gotteshaus bestimmte und knapp eine Tonne wiegende Bronzeglocke von Gernrode nach Straßberg transportieren. Bereits im Jahre 1925 wurde auf diesem Wege eine Glocke nach Straßberg befördert. Die Glocke wird bereits einen Tag zuvor, am Sonnabend dem 23. Juni gegen 14:00 Uhr im Bahnhof Gernrode auf einen Spezialwaggon der HSB verladen und anschließend geschmückt.
Der Sonderzug zum Kirchfest startet dann am 24. Juni um 9:36 Uhr in Gernrode und wird mit seinem kostbaren Ladegut um 11:00 Uhr in Straßberg eintreffen. Zustiegsmöglichkeiten bestehen unterwegs in Mägdesprung um 10:13 Uhr, in Alexisbad um 10:35 Uhr sowie in Silberhütte um 10:47 Uhr. Die Mitfahrt ist für jedermann zum tariflichen Fahrpreis möglich. Die Rückfahrt nach Gernrode kann mit jedem beliebigen fahrplanmäßigen Zug erfolgen. Nach Eintreffen des Sonderzuges in Straßberg wird die Glocke entladen und von einem historischen Festumzug zum Straßberger Kirchplatz geleitet, wo um 12:00 Uhr im Rahmen des Kirchfestes die feierliche Glockenweihe stattfinden wird. Im Anschluss wird ab 12:30 Uhr im eigens errichteten Festzelt ein musikalischer Frühschoppen veranstaltet, wobei mit Essen aus der Gulaschkanone und vom Grill sowie mit einer großen Kaffee- und Kuchentafel auch für das leibliche Wohl gesorgt sein wird.
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"Focus": Aufsichtsrat will Vertrag mit Mehdorn noch im Juni verlängern
(18.06.) BERLIN - Bahn-Chef Hartmut Mehdorn bleibt nach einem Bericht des Magazins "Focus" zwei weitere Jahre an der Spitze des Konzerns. Unter Berufung auf Aufsichtsratskreise hieß es, der Aufsichtsrat wolle auf seiner Sitzung am 27. Juni den Vertrag des Konzernchefs bis 2010 vorzeitig verlängern. Sein derzeitiger Vertrag läuft bis 2008. Mehdorn, der seit 1999 DB-Chef ist, solle noch den Börsengang des Staatsunternehmens managen. Das Gremium gewähre dem Vorstandsvorsitzenden eine Sonderregelung für die Vertragsverlängerung, weil Mehdorn am 31. Juli 65 Jahre alt wird. Laut hausinternen Grundsätzen der DB AG gelte: "Für Vorstandsmitglieder ist eine generelle Altersgrenze von 65 Jahren festgelegt." Getreu dieser Regel müsse Systemverbund-Vorstand Roland Heinisch mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen.
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"Spiegel": Widerstand in der SPD gegen Bahnprivatisierung wächst
(18.06.) HAMBURG - In der SPD wächst einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge der Widerstand gegen die Bahnprivatisierung. Demnach soll das Vorhaben, das bereits zahlreiche Bundestagsabgeordnete ablehnen, nun per Parteitagsbeschluss zu Fall gebracht werden. Mehrere SPD-Landesverbände wollten auf dem Bundesparteitag im Oktober einen entsprechenden Antrag stellen, heißt es in dem Bericht. "Kernbereiche öffentlicher Daseinsvorsorge können wir nicht den Renditeerwägungen globaler Kapitalmärkte aussetzen", zitierte das Magazin aus einem Papier der SPD Baden-Württembergs. Auch Berlins Landeschef Michael Müller mache gegen die Privatisierung Front: Das Vorhaben sei verfassungsrechtlich bedenklich und "inhaltlich nicht begründet". In der SPD-Bundestagsfraktion hätten die Abgeordneten Hermann Scheer und Peter Friedrich ein "Memorandum gegen die geplante Privatisierung der Bahn" vorgelegt.
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Allianz pro Schiene startet neues Umwelt-Projekt
(18.06.) BERLIN - Eisenbahnunternehmen soll die Kaufentscheidung für leise, energieeffiziente und schadstoffarme Schienenfahrzeuge leichter gemacht werden. In Zusammenarbeit mit Umwelt- und Eisenbahnexperten sowie mit Banken will die Allianz pro Schiene einen Kriterienkatalog zur umweltfreundlichen Fahrzeugbeschaffung erarbeiten. Dieser Katalog soll Kreditgebern als Grundlage dafür dienen, ihre Finanzierungskonditionen nach Umweltkriterien zu überprüfen. Gefördert wird das Projekt "Umweltbezogene Risikobewertung bei der Finanzierung von Schienenfahrzeugen" vom Bundesumweltministerium.
"Wir erhoffen uns ein Bewertungssystem, das erstmalig in Deutschland einen bundesweiten Anreiz für die beschleunigte Markteinführung von Umweltinnovationen bei Eisenbahnfahrzeugen liefert", sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am vergangenen Donnerstag während der Projekt-Auftaktveranstaltung in Berlin. Bei der Beschaffung von Schienenfahrzeugen handele es sich "allein in Deutschland um einen Markt mit einem Jahresvolumen von rund 3 Milliarden Euro". Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium ergänzte: "Umweltstandards werden bei der Beschaffung und Finanzierung von Schienenfahrzeugen bislang kaum berücksichtigt. Das hat seinen Grund: Einmal zugelassene Fahrzeuge hatten zeitlebens Bestandsschutz. Doch solche Garantien wird es angesichts steigender Umweltanforderungen zum Beispiel bei Lärm, Energieeffizienz und Abgasemissionen künftig nicht mehr geben. Schon heute zeigen EU-Vorschriften zur Luftreinhaltung und zum Umgebungslärm ihre Wirkung. Wer künftig Restwertverluste, aufwändige Nachrüstung oder vorzeitige Stilllegung vermeiden will, sollte bereits heute in innovative Techniken investieren."
Die Eisenbahnen sind das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Allianz pro Schiene-Projektleiter Matthias Pippert: "Den Umweltvorsprung wollen wir halten und ausbauen. Dieses politische Interesse der Schienenbranche geht Hand in Hand mit der Erwartungshaltung der Gesellschaft und dem betriebswirtschaftlichen Interesse der Banken und Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die Berücksichtigung ambitionierter Umweltstandards bei der Fahrzeugbeschaffung ist für alle die beste Zukunftsvorsorge." Die Resonanz der Auftaktveranstaltung war viel versprechend: Rund 100 Fachleute, überwiegend von Eisenbahnunternehmen, Kreditinstituten und der Bahnindustrie, waren gekommen, um sich über das Projekt zu informieren. Das Bewertungssystem soll im September 2008 auf der Fachmesse InnoTrans in Berlin vorgestellt werden.
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Lötschberg-Basistunnel offiziell eröffnet
(16.06.) FRUTIGEN - Acht Jahre nach Baubeginn ist der Lötschberg-Basistunnel am Freitag in Frutigen vor 1200 Gästen offiziell eröffnet worden. Um 10.30 Uhr durchbrach ein Güterzug eine vor dem Nordportal angebrachte Papierwand. Anschließend übergab Peter Teuscher, der Direktor der Bauherrin BLS AlpTransit, Verkehrsminister Moritz Leuenberger symbolisch ein Schienenstück. Der erste Ast der Neuen Eisenbahn Alpentransversale (NEAT) führt von Frutigen im Berner Oberland nach Raron im Wallis. Mit 34,6 Kilometern Länge ist es der längste Alpentunnel sowie nach dem Seikan-Tunnel in Japan und dem Eurotunnel der drittlängste Bahntunnel der Welt. Die Kosten des Bauwerks belaufen sich ohne Teuerung, Bauzinsen und Mehrwertsteuer auf 2,6 Milliarden Euro. Der zweite Ast der NEAT durch den Gotthard soll 2017 in Betrieb genommen werden. Vorerst verkehren nur Güterzüge durch den neuen Tunnel, zum Fahrplanwechsel im Dezember soll auch der Personenverkehr aufgenommen werden.
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Kapazitätsgrenzen bei Fahrrädern im München-Nürnberg-Express erreicht
(16.06.) NÜRNBERG - An den vergangenen Wochenenden haben das schöne Wetter und der damit verbundene Ausflugsverkehr ins Altmühltal laut DB für eine hohe Auslastung des München-Nürnberg-Express gesorgt. Viele Fahrgäste nutzten den schnellen Regionalverkehr zwischen München und Nürnberg für die Fahrt zum Wandern oder zu einer Fahrradtour. In diesem Zusammenhang hat die DB am Freitag noch einmal darauf hingewiesen, dass im München-Nürnberg-Express nur 16 Fahrräder transportiert werden können. Aus Kapazitätsgründen sei es derzeit leider nicht möglich, darüber hinaus Fahrräder mitzunehmen. Bei den Fahrzeugen des München-Nürnberg-Expresses handele es sich um druckdichte und klimatisierte Reisezugwagen aus dem IC-Verkehr. Aufgrund der besonderen technischen Anforderungen zum Befahren der Hochgeschwindigkeitsstrecke, könnten kurzfristig auch keine zusätzlichen Wagen angehängt werden. Wie es in einer Pressemitteilung hieß, suchen die DB und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) derzeit nach Lösungen, das Angebot an Fahrradstellplätzen im München-Nürnberg-Express, der vor allem auf die Bedürfnisse der Kunden im Pendlerverkehr ausgerichtet ist, zu erhöhen.
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Bombardier modernisiert 104 Lokomotiven für Green Cargo
(16.06.) BERLIN - Bombardier Transportation hat vom schwedischen Frachtunternehmen
Green Cargo einen Großauftrag für die Modernisierung von 42 Elektrolokomotiven
des Typs Rc2 und 62 Diesellokomotiven des Typs T44 erhalten. Bei dem Auftrag im
Wert von rund 115 Millionen Euro handelt es sich um den größten Auftrag für
die Modernisierung von Fahrzeugen, den es für Bombardier bis jetzt in Schweden
gegeben hat. Er umfasst die Verlängerung der Lebensdauer des Fahrzeugbestandes
um 15 Jahre, die Möglichkeit zur Vielfachsteuerung, die Verbesserung des
Fahrerraums, die Senkung des Energieverbrauchs, eine höhere Flottenverfügbarkeit
und eine Senkung der Wartungskosten. Das Projekt, das in den Bombardier-Werken
in Västeras (Schweden) und Randers (Dänemark) ausgeführt wird,
beginnt im Juni 2007. Die Lieferung der Prototypen ist für nächstes Jahr
vorgesehen, während die verbleibenden Einheiten im Laufe der folgenden 6 Jahre
ausgeliefert werden sollen.
Für Bombardier hat sich Green Cargo wegen der großen Kundenfreundlichkeit, der
Stabilität und des Umfangs seiner Tätigkeiten sowie seiner einwandfreien
Projektumsetzung entschieden. Hinzu kommt Bombardiers Engagement für den
schwedischen Markt: Sechs der elf "Kompetenzzentren" sind in diesem Land
angesiedelt. Bombardier Transportation Sweden verfügt zudem über umfangreiche Erfahrung in den
Bereichen Vertrieb, Technik und Wartung für 35 Länder weltweit. Mehr als 5.100
Fahrzeuge (32 Prozent davon für den Export) und mehr als 590 elektronische
Stellwerksysteme wurden an 50 Kunden in 20 Ländern ausgeliefert.
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Erster People Mover in Berlin in Betrieb genommen
(16.06.) BERLIN - Zum ersten Mal spannt sich in Berlin ein People Mover, eine Kombination aus Aufzug und Brücke, am Berliner Betriebsbahnhof Rummelsburg über das Gleis der S-Bahn. Der in vertikaler und horizontaler Richtung laufende Aufzug ermöglicht den Reisenden über die Bahnstrecke hinweg den barrierefreien Transfer zwischen Vorplatz und S-Bahnsteig. Nach einer Bauzeit von sechs Monaten steht den täglich rund 5.400 Reisenden im Berliner Betriebsbahnhof Rummelsburg ein innovatives Personenbeförderungssystem zur Verfügung. Durch zwei Türme und eine verbindende Brücke bringt die Kabine des People Movers die Fahrgäste in 35 Sekunden in einer durchgehenden Fahrt über das vielbefahrenen Gleis der S-Bahn. Die ebenerdige und damit barrierefreie zugängliche Fahrgastkabine ist innen 1,90 Meter tief und 1,40 Meter breit. Sie ermöglicht Rollstuhlfahrern, Reisenden mit sperrigem oder schwerem Gepäck sowie Reisenden mit Kinderwagen den bequemen Zugang zum S-Bahnsteig. Die Kabine ist auch für Fahrräder groß genug. Die beiden Türme sind 9,80 Meter (Bahnsteigebene) beziehungsweise 11,19 Meter (Vorplatz) hoch und durch eine 10,25 Meter lange Brücke verbunden.
Die Wartung, Instandhaltung sowie die technische Überwachung des Aufzugs im Störungsfall erfolgt durch die Firma ThyssenKrupp im Auftrag der DB. Die Investitionen für den Bau des People Movers von rund 890.000 Euro teilen sich der Bund und die DB. Bereits seit einigen Jahren überbrückt ein People Mover eine mehrspurige Bundesstraße bei Reutlingen und seit letztem Jahr die Bahngleise bei Altbach in Baden-Württemberg. Das System wurde dort sofort angenommen und läuft seither sehr zuverlässig.
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Sanierung des Mittelbahnsteiges im Quedlinburger Bahnhof abgeschlossen
(16.06.) QUEDLINBURG - In Anwesenheit von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung haben am Freitag Dr. Hans-Joachim Gottschalk, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Matthias Wagener, Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), und Ursula Warmus vom Bahnhofsmanagement Magdeburg der DB AG mit einem symbolischen Akt den fertig sanierten Mittelbahnsteig des Quedlinburger Bahnhofs eröffnet. Die Bauzeit der vom Land Sachsen-Anhalt in erheblichem Umfang mitfinanzierten und von der HSB im Auftrag der DB Station & Service AG durchgeführten Maßnahme zur Attraktivitätssteigerung des Bahnhofs der Welterbestadt betrug rund drei Monate. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 450000 Euro, davon trägt das Land ca. 275000 Euro, das Eisenbahnbundesamt hat Bundesmittel in Höhe von ca. 175000 Euro beigesteuert.
Nach dem jüngst erfolgten Abschluss der Sanierungsarbeiten erstrahlt der Mittelbahnsteig der DB Station & Service AG, welcher gemeinsam von HSB und Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH genutzt wird, nun in neuem Glanz. Im Zuge der Bauarbeiten standen dabei neben der Erhöhung der Kundenfreundlichkeit aber auch die Vorgaben des Denkmalschutzes im Vordergrund. So blieben das Bahnsteigdach und die historischen Fußgängertunnelabgänge vollständig erhalten. Der höher gelegte Bahnsteig bekam eine neue und behindertengerechte Pflasterung mit Blindenleitstreifen. Die originalen Bahnsteigkanten aus Naturstein blieben erhalten und wurden nach erfolgter Restaurierung auf einer Länge von 182 Metern wieder eingebaut. Die bereits 2006 errichtete Park & Ride-Anlage wurde direkt über den Kopfbahnsteig der HSB angebunden, so dass die Nutzer des Parkplatzes jetzt bequem die Züge erreichen können. Als besonderen Blickfang errichtete die HSB darüber hinaus eine rote Infowand neben der neuen Fahrradabstellanlage. Begleitend zu den Sanierungsarbeiten erneuerte die DB Netz AG das regelspurige Gleis am Mittelbahnsteig.
Im Rahmen der Eröffnung stand auch die aktuelle Entwicklung seit Aufnahme des fahrplanmäßigen Betriebes der HSB zwischen Quedlinburg und Gernrode im Blickpunkt. "Die vom Land Sachsen-Anhalt mit 6,5 Mio Euro geförderte Anbindung Quedlinburgs an unser Streckennetz schlug sich bereits mit einem deutlichen Plus in den Fahrgastzahlen nieder. Benutzten im Jahre 2005 nur 100.000 Fahrgäste die Züge der Selketalbahn, so waren es seit Aufnahme des fahrplanmäßigen Betriebes vor fast einem Jahr bislang schon über 120.000 Fahrgäste, welche die Züge der Selketalbahn benutzt haben", so HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener über die bislang sehr positive Bilanz und die entsprechende Fortsetzung des Trends. Wie Auswertungen der HSB belegen, sind bislang gut zwei Drittel der beförderten Passagiere aus dem Harz in Richtung Quedlinburg unterwegs gewesen.
Seit der im vergangenen Jahr feierlich eröffneten Anbindung der Welterbestadt Quedlinburg an ihr nunmehr 140 km umfassende Streckennetz hat die HSB auch schon weitere begleitende Maßnahmen umgesetzt. So wurden bislang insgesamt fünf Bahnübergänge, drei davon auf Quedlinburger Stadtgebiet, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mit neuen, modernen technischen Sicherungsanlagen ausgestattet. Noch vor Aufnahme des schmalspurigen Zugverkehrs setzte die HSB bereits mit der Eröffnung ihres Ladengeschäfts "Dampfladen No 7" am Quedlinburger Marktplatz einen wichtigen touristischen Akzent. HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener dankte dem Land Sachsen-Anhalt für die finanzielle Unterstützung und erklärte, dass auch im laufenden Jahr das touristische Engagement für das Selketal fortgesetzt werde, wie beispielsweise mit dem sehr erfolgreich verkehrenden Quedlinburger Brocken-Express.
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Ohne Umsteigen mit dem Zug von Trier nach Metz
(16.06.) TRIER - Seit dem Fahrplanwechsel am 10. Juni bietet die Bahn samstags und sonntags durchgehende Zugverbindungen zwischen Trier und Metz an. In beiden Fahrtrichtungen besteht jeweils einmal morgens und abends eine direkte Zugverbindung zwischen den beiden Städten. Am Trierer Hauptbahnhof startet der Regionalexpress um 9.58 Uhr. Nach Zwischenhalten in Konz Mitte, Perl, Thionville und Hagondange wird der Bahnhof Metz Ville um 11.25 Uhr erreicht. Zurück geht es um 18.10 Uhr über dieselben Stationen mit Ankunft in Trier um 19.32 Uhr. Damit bleibt genug Zeit, um in der auch als "Stadt mit Herz" bezeichneten Hauptstadt Lothringens zum Beispiel die Kathedrale Saint-Etienne mit den berühmten Fenstern von Chagall oder die schöne Altstadt anzuschauen.
In der Gegenrichtung können vor allem Besucher aus Frankreich um 8.10 Uhr in Metz in den Zug steigen, sich von 9.32 Uhr bis 19.58 Uhr von der Attraktivität Triers überzeugen, um dann um 21.25 Uhr wieder am Bahnhof Metz Ville anzukommen. Für den Reisekomfort sorgen bequeme Dieseltriebwagen mit modernster Technik. Sie bieten Platz für 80 Fahrgäste. Die neue deutsch-französische Direktverbindung ist ein Angebot der DB Regio Südwest, des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und der französischen Staatsbahn SNCF. Als besonders günstiger Fahrschein bietet sich das Saar-Lor-Lux-Ticket an. Es kostet für eine Person 18 Euro und für die zweite bis fünfte Person nur noch 9 Euro. Es berechtigt am Wochenende zu beliebig vielen Fahrten im Saarland, in Lothringen, in Luxemburg sowie in Rheinland-Pfalz auf der Obermoselstrecke, der Saarstrecke und der Strecke Trier - Wasserbillig (- Luxemburg).
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Angebot auf der Franken-Sachsen-Magistrale wird erhöht
(15.06.) BAYREUTH - Der Franken-Sachsen-Express (FSX) soll ab 9. Dezember 2007 stündlich als Direktverbindung auf der Franken-Sachsen-Magistrale zwischen Nürnberg und Dresden verkehren. Eine entsprechende Angebotsverbesserung planen die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die Aufgabenträger für den sächsischen Nahverkehr, das Sächsisch-Bayerische Städtenetz sowie Regio Oberfranken. Außerdem sollen die Anschlussverbindungen in Hof verbessert werden. Derzeit fährt der FSX im Zweistundentakt zwischen Nürnberg und Dresden. Außerdem besteht alle zwei Stunden eine Fahrtmöglichkeit zwischen den beiden Städten mit Umsteigen in Hof. Für das neue Fahrplankonzept müssen neben den Fahrplantrassen auch die Umlaufpläne des FSX neu gestaltet und die Fahrzeugflotte an die besonder