Schell: DB betreibt Volksverblödung
(31.10.) BERLIN - Der auf Kur befindliche GDL-Chef Manfred Schell hat die DB in einem Interview mit dem "Stern" verbal erneut scharf attackiert. Schell nannte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und Personalchefin Margret Suckale in einem am Dienstag veröffentlichten "Stern"-Interview "die Außerirdischen", die die Eisenbahnerfamilie zerstört hätten. Suckale nannte er zudem eine "Super-Nanny", die treuherzig in die Kameras schaue und verkünde, dass es für Weihnachten "obendrein noch Geld gibt". Das jüngste Tarifangebot der Bahn bezeichnete Schell als "Volksverblödung". Die Offerte, den Lokführern einmalig 2000 Euro zu bezahlen für geleistete Überstunden, ist seiner Ansicht nach "Geld, das den Kollegen ohnehin gehört." Darüber hinaus beschuldigte der GDL-Chef die Bahn "Psychoterror" zu betreiben. Er sagte gegenüber dem "Stern", dass der Konzern die Abmahnungen und Kündigungen gegen Lokführer zurücknehmen müsse.
"Außer immer neuen Beschimpfungen und Verunglimpfungen fällt den GDL-Funktionären gar nichts mehr ein. Die neuerlichen Pöbeleien des GDL-Vorsitzenden Manfred Schell sind nur noch peinlich", kommentierte DB-Sprecher Oliver Schumacher die Aussagen Schells. "Schell bleibt bei seinem Stil der Beleidigungen", so Schumacher weiter. Der Umgangston der GDL-Funktionäre zeichne sich seit längerem dadurch aus, den Arbeitgeber wahlweise als Drecksäue, Lügner oder Betrüger zu verunglimpfen.
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DB feiert Tunneldurchschlag am Katzenberg
(31.10.) FREIBURG - Mit einer symbolischen Enthüllung der beiden Tunnelvortriebsmaschinen feiert die DB den Durchschlag des 9.385 Meter langen Katzenbergtunnels im Beisein von Rudolf Köberle, Staatssekretär im Innenministerium des Landes Baden-Württemberg, den beiden Tunnelpatinnen MdB Marion Caspers-Merk und Inken Oettinger, sowie Werner Klingberg, Konzernbevollmächtigter der DB für die Region Südwest und das Land Baden-Württemberg und Wolfgang Feldwisch, Leiter Großprojekte DB Netz AG. Das Bauwerk ist das derzeit größte Tunnelprojekt Deutschlands und wichtiger Bestandteil der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe - Basel. Der zwischen Bad Bellingen und Efringen-Kirchen verlaufende Katzenbergtunnel begradigt die Linienführung der Bahnstrecke im Bereich der Gebirgsformation "Isteiner Klotz". So sind künftig höhere Geschwindigkeiten und kürzere Reisezeiten möglich.
Der Baubeginn für einen der modernsten Eisenbahntunnel Europas war im August 2003. Bei seiner Konzeption wurden neueste Technologien und Sicherheitsstandards berücksichtigt. So wird der Katzenbergtunnel gemäß einer neuen Richtlinie zum Brand- und Katastrophenschutz als Zweiröhrentunnel mit insgesamt 19 Verbindungsbauwerken gebaut. Der Einbau der so genannten Festen Fahrbahn erlaubt Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde und bietet zugleich einen hohen Reisekomfort. Die Arbeiten der beiden Tunnelvortriebsmaschinen begannen zeitversetzt im Sommer 2005. Die rund 220 Meter langen Vortriebsmaschinen wurden eigens für dieses Bauvorhaben konzipiert und produziert.
Die Fertigstellung des Tunnelrohbaus ist für Ende 2008 geplant. Unmittelbar im Anschluss werden dann die Arbeiten an der tunneltechnischen Ausrüstung aufgenommen, die Inbetriebnahme des Tunnels mit der Anbindung an die bestehende Rheintalbahn soll im Jahr 2012 erfolgen. Nähere Informationen zum Gesamtprojekt gibt es in der neuen Broschüre zur Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel sowie im Internet unter http://www.db.de/karlsruhe-basel.
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Investition für moderne Zugbehandlungsanlage in Dresden-Reick
(31.10.) LEIPZIG - Mit einem symbolischen Baubeginn startete am Dienstag offiziell ein weiteres umfangreiches Investitionsvorhaben der DB. In den nächsten zwei Jahren entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Dresden-Reick eine moderne Abstell- und Behandlungsanlage für Fernverkehrszüge, die in Dresden enden und beginnen. Rund 26 Millionen Euro werden in dieses Vorhaben investiert. Erstmalig können dann in Dresden Züge konzentriert abgestellt werden. Das vereinfacht die Zugbehandlung und verbessert gleichzeitig die Qualität der bereitgestellten Züge. Hier werden neben zwölf neuen Gleisen zur Abstellung und Behandlung umfangreiche Anlagen gebaut, die dazu dienen, die Fernverkehrszüge sauber und technisch geprüft wieder von Dresden auf die Fahrt zu schicken.
Die Anlage wird aus acht Abstellgleisen, davon vier Behandlungsgleise, drei Ausziehgleise und einem Lokumfahrungsgleis bestehen. Die Kapazität beträgt künftig cirka 5.000 Meter Gleislänge. Der Neubau ist notwendig, weil mit der fortschreitenden Modernisierung des Bahnknotens Dresden und der Umgestaltung des Dresdner Hauptbahnhofes von einem Richtungs- auf einen Linienbetrieb für die Züge der S-Bahn- und des Fernverkehrs der Platz für die Abstellung und Behandlung der Fernzüge nicht mehr gegeben ist. Gleichfalls wird eine Innenreinigungsanlage mit stationärer Entsorgung der Toiletten und der Wasserbefüllung errichtet.
Vorgesehen sind der Neubau einer Oberleitungsanlage für das ganze Gelände und ein elektronisches Rangierstellwerk. Außerdem wird eine Eisenbahnüberführung errichtet, um weitere Gleise für das Rangieren innerhalb der Anlage zu bauen. Gegenwärtig sind umständliche Rangierfahrten erforderlich, um die Fernzüge zur bisherigen Abstellanlage zu fahren. Das kostet Zeit in der Behandlung der Züge. Auf der Altanlage können nur eingeschränkt Innenreinigungen vorgenommen werden. Die Abstellanlage rundet das Konzept für den Eisenbahnknoten Dresden ab. Täglich sollen 14 Fernverkehrszüge behandelt werden.
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DB baut gleichzeitig an 15 Baustellen entlang der Strecke Halberstadt - Vienenburg
(31.10.) LEIPZIG - Die seit dem 3. Juni laufenden Bauarbeiten im Abschnitt Wernigerode - Ilsenburg gehen zügig voran. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird an rund 15 Baustellen gleichzeitig gearbeitet. So unter wird anderem am Personentunnel und an der Eisenbahnüberführung in Ilsenburg, an sieben Bahnübergängen und an den neuen Bahnsteigen in Wernigerode, Wernigerode Elmowerk sowie in Darlingerode gearbeitet. Zudem laufen die Vorbereitungen für den Anschluss der neuen Elektronischen Stellwerkstechnik in Wernigerode und Ilsenburg. Die Arbeiten zur Inbetriebnahme des umgestalteten Bahnhofs Halberstadt nähern sich dem Ende. Reisende werden hier künftig sechs Bahnsteige zur Verfügung habe. Sie sind komfortabel über Treppen und Aufzügen zu erreichen.
Für die Umbauarbeiten des 9,1 Kilometer langen Abschnitts Wernigerode - Ilsenburg musste die Strecke gesperrt werden. Für den Reiseverkehr wurden Ersatzmaßnahmen getroffen, der Güterverkehr wird in Abhängigkeit der Bauarbeiten mit den betroffenen Unternehmen geregelt. Während der gesamten Sperrung sind Bahnkörper und Gleise zu sanieren, Weichen zu erneuern, Brücken, Bahnsteige und Bahnübergänge werden neu gebaut und elektronische signal- und sicherungstechnischen Anlagen installiert.
Zum Fahrplanwechsel sind alle wichtigen Arbeiten für die durchgehende Befahrbarkeit der Strecke Halberstadt - Wernigerode - Ilsenburg - Vienenburg erledigt und ein neuer verbesserter Fahrplan tritt in Kraft. Vom 1. bis zum 8. Dezember erfolgt die Inbetriebnahme der neuen Infrastruktur. Die Aufnahme des Neigetechnikverkehrs mit Anhebung der Geschwindigkeit auf bis zu 160 km/h erfolgt im Juni 2008. Dafür wird es bis dahin weitere Ausbaumaßnahmen und Restarbeiten geben. Im Abschnitt Halberstadt - Vienenburg werden insgesamt 103 Millionen Euro investiert. Die Bauarbeiten sind Bestandteil des seit 1998 laufenden Ausbaus der 132 Kilometer langen Schienenpersonennahverkehrsstrecke Halle (Saale) - Halberstadt - Vienenburg. Diese Maßnahme wurde zwischen dem Bund, dem Land Sachsen-Anhalt und der Deutschen Bahn vereinbart. Den dritten und letzten Bauabschnitt fördert die Europäische Union mit cirka 50 Millionen Euro.
Der Bahnkörper muss in großen Abschnitten abgetragen und schichtweise mit neuem Material wieder aufgebaut werden. Für die Bettung des darauf liegenden Gleises sind unter anderem 15.000 Tonnen Schotter zu verarbeiten. Außerdem entstehen auf fast 6,1 Kilometern Streckenlänge die Entwässerungsanlagen neu. Der Bahnhof Wernigerode erhält einen neuen 120 Meter langen Mittelbahnsteig. Auf dem Bahnhof Ilsenburg werden ein Personentunnel und zwei Eisenbahnbrücken sowie eine Stützmauer erneuert beziehungsweise neu gebaut. Die Haltepunkte Wernigerode Elmowerk und Darlingerode erhalten neue 120 m lange Bahnsteige mit barrierefreiem Zugang. Der gesamte Abschnitt wird mit moderner Leit- und Signaltechnik ausgerüstet. Sieben Bahnübergänge erhalten neue Sicherungsanlagen mit Halbschranken. Sie werden künftig elektronisch vom Zug aus gesteuert und verkürzen damit auch die Wartezeit der Straßenverkehrsteilnehmer.
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DB legt erfolgreiche Weinkarte neu auf
(31.10.) BERLIN - Ab dem 1. November kommt in den Fernverkehrszügen der DB die zweite Auflage der Weinkarte zum Einsatz. Neben den beliebten Klassikern werden drei neue Weine renommierter Winzer ausgeschenkt. Robert Etmans, Vorstand Personal und Bordservice der DB Fernverkehr AG: "Beim Weinverkauf freuen wir uns über ein Umsatzplus von 13 Prozent seit Einführung der Weinkarte vor sechs Monaten. Unsere Gäste honorieren das verbesserte Angebot." Neben Weinen aus Italien, Spanien und Südafrika liegt der Schwerpunkt der Weinkarte erneut bei deutschen Gewächsen. Jeweils ein Weiß- und ein Rotwein stammen von Weingütern, die dem Verband deutscher Prädikatsweingüter (VDP) angehören. VDP-Weingüter zeichnen sich durch erste Weinlagen, klassische Rebsorten und Winzerpersönlichkeiten aus.
Mit der Einführung einer eigenständigen Weinkarte und ausgewählten Weinen von Top-Winzern im Mai 2007 hat die Deutsche Bahn dem Thema Wein erstmalig einen besonderen Stellenwert in ihrem gastronomischen Angebot eingeräumt. Bei der Weinauswahl wird die Deutsche Bahn von der Sylter Sansibar, Restaurant und Weinhandel, beraten.
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DB Autozug startet mit Neuerungen in die Sommersaison 2008
(31.10.) DÜSSELDORF - Ab dem 5. November können die DB Autozüge für die Sommersaison 2008 gebucht werden. Neu sind die Verbindungen von Düsseldorf, Frankfurt/ Neu-Isenburg, Hamburg oder Hildesheim nach Alessandria (Piemont/Italien), die freitags oder sonntags fahren werden. Außerdem können 2008 erstmals auch höhere Fahrzeuge wie der Opel Zafira oder der VW Touran ins Piemont und nach Frankreich transportiert werden. Insgesamt werden von April bis Oktober 2008 über 70 DB Autozug-Verbindungen innerhalb Deutschlands, nach Frankreich, Italien und Österreich angeboten. Alessandria, zwischen Turin, Mailand und Genua gelegen, eignet sich optimal als Ausgangspunkt für Rundreisen durch die Region und zur Weiterfahrt an die Ligurische Küste, in die Toskana oder an die Cote d’Azur.
Frühbuchern bietet der DB Autozug auch in diesem Jahr die günstige Fahrzeugmitnahme ab neun Euro. Hinzu kommt noch der Preis für die gewählten Plätze im Schlaf- oder Liegewagen. So kostet die einfache Fahrt für eine Person im Liegewagen von Hamburg ins 1.600 Kilometer entfernte Narbonne ab 99 Euro, von Berlin ins 900 Kilometer entfernte Villach ab 59 Euro und von Düsseldorf ins 900 Kilometer entfernte Bozen 79 Euro. Alle Informationen zum DB Autozug-Angebot findet man im neuen Sommerkatalog. Infos und Buchung über das DB Autozug Servicetelefon unter 01805 / 24 12 24 (14 Cent/Min., ggf. abweichende Mobiltelefonpreise) täglich von 8 bis 22 Uhr und überall, wo es Fahrkarten gibt, sowie unter www.dbautozug.de.
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Mehdorn: Bahn-Privatisierung nach SPD-Beschluss fraglich
(30.10.) BERLIN - "Die Zeichen sind eher kritisch, ob das überhaupt noch geht". So äußerte sich nach dem SPD-Parteitag DB-Chef Hartmut Mehdorn am Montag zur geplanten Teilprivatisierung der DB gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters". "Die Beschlüsse sind schon ziemlich eng. Wir müssen jetzt alle gut überlegen, welche Lösung es da gibt", sagte Mehdorn und mahnte zur Besonnenheit. "Wir müssen jetzt kühlen Kopf bewahren und abwarten, was die Bundesregierung sagt. Schnelle Urteile zu fällen, das wäre jetzt falsch." Insgesamt sei das jahrelange Ringen um die Privatisierung ein Trauerspiel. "Das geht jetzt schon von fünf Jahre lang." Der SPD-Parteitag hatte am Wochenende den Teilverkauf des Unternehmens von der Verwirklichung des Volksaktien-Modells abhängig gemacht. Auch die letzte Entscheidung über einen Kompromiss mit der Union behielt sich der Parteitag vor.
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InterConnex: Buchen und Zahlen per Handy
(30.10.) BERLIN - Ab 1. November 2007 können die Fahrgäste beim privaten Fernzug InterConnex bequem per Handy buchen und zahlen. Damit stellt der private Fernverkehrsanbieter eine weitere Möglichkeit des einfachen und sicheren Ticketkaufs zur Verfügung. In der Zeit bis zum 9. Dezember sogar garantiert für den Super-Sparpreis. Das heißt für die Strecke Leipzig - Berlin sowie Berlin - Leipzig 12 Euro. Die Fahrt von Leipzig bis an die Ostsee, nach Rostock und Warnemünde, kostet maximal 21 Euro. "Zusätzlich zur bereits beliebten Onlinebuchung unter www.interconnex.com und dem Vorverkauf können unsere Kunden ab November noch unabhängiger von Ort und Zeit Tickets ordern", so Andreas Winter, Sprecher von InterConnex. Praktisch von überall und direkt am Reisetag ist der Ticketkauf möglich. Zudem entfällt beim Handy-Ticket der Ausdruck des Fahrscheins auf Papier - das Handydisplay wird zur Fahrkarte.
Der Reisende wählt mit wenigen Klicks seine Verbindung, bucht und erhält kurze Zeit später alle notwendigen Daten auf sein Handy gesandt. Im Zug hält der Fahrgast das Handy vor. Auf dem Display stehen alle relevanten Reisedaten, die zur Kontrolle notwendig. Die Abbuchung erfolgt über Lastschrift oder Kreditkarte. Einzige Voraussetzung für das Handy-Ticket: Vor der ersten Buchung meldet sich der Nutzer im Internet an und lädt das entsprechende Programm (Java-Software) auf sein Handy herunter. Dafür ist ein GPRS-fähiges Handy nötig. T-Systems entwickelte das Handyticket für den InterConnex.
"Für die Zukunft der Städte und unserer Mobilität kommt dem öffentlichen Personennah- und -fernverkehr eine entscheidende Rolle zu. Deswegen müssen Einstiegsbarrieren abgebaut werden und das gesamte Auskunfts- und Ticketsystem einfach, komfortabel und sicher sein. T-Systems engagiert sich seit Jahren im Bereich des elektronischen Fahrgeldmanagements, um genau dies anbieten zu können", erklärt Ulrich Kemp, bei T-Systems für das Geschäft mit großen und mittelständischen Kunden verantwortlich. Deutschlandweit nutzen mehrere Verkehrsverbünde und -unternehmen die Informations- und Kommunikationstechnik von T-Systems bei der Einführung elektronischer und mobiler Ticketsysteme. Die Telekom-Tochter wird zum Beispiel für den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) das mobile Auskunfts- und Ticketsystem nach erfolgreichen Tests in Frankfurt und Hanau nun verbundweit aufbauen.
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DB: Vorwürfe in ddp-Meldung völlig substanz- und haltlos
(30.10.) BERLIN - Die wiederholt erhobenen Vorwürfe einer Meldung der Nachrichtenagentur "ddp", wonach millionenteure Schienenwechsel auf der Strecke Köln-Rhein/Main anstünden, hat die DB am Montag erneut als absolut unzutreffend zurückgewiesen. "Die absurden Vorwürfe sind durch keinerlei Fakten belegbar. Die zitierten Aussagen eines Bahnexperten sind rein spekulativ", sagte hierzu Bahnsprecher Martin Walden. "Wir verwahren uns entschieden gegen Anwürfe, die allein auf Hörensagen oder Vermutungen basieren." Die DB verurteile ein solches Verhalten als verantwortungslos.
Fakt sei vielmehr, dass es auf der Strecke Köln-Rhein/Main bislang keine Auswechslung von Schienen gegeben habe und entsprechende Maßnahmen auch nicht geplant seien. Die Strecke befinde sich in einwandfreiem Zustand. Den besonderen Anforderungen an diese hoch beanspruchte Strecke trage die DB durch ein intensives Präventionsprogramm Rechnung. Dabei würden die Schienen etwa durch regelmäßiges Schleifen gepflegt. Solche Arbeiten gehörten zum üblichen Instandhaltungsprogramm insbesondere auf Hauptstrecken und führten mitnichten dazu, dass Schienen vorzeitig getauscht werden müssen. Im Gegenteil: regelmäßiges Schienenschleifen erhöhe die Lebensdauer von Schienen nachweisbar, teilte die DB mit.
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Sachsen-Ticket gilt ab 1. November in allen Verkehrsmitteln des VMS
(30.10.) LEIPZIG - Das Sachsen-Ticket gilt ab 1. November in allen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS). Dr. Harald Neuhaus, Geschäftsführer des VMS, und Klaus-Dieter Martini, Sprecher des Verkehrsbetriebes Südostsachsen der DB Regio AG, unterzeichneten in Chemnitz einen entsprechenden Vertrag. "Mit der Anerkennung des Sachsen-Ticket und des Sachsen-Ticket Single in allen Nahverkehrsmitteln des VMS machen wir unseren Kunden ein weiteres attraktives Angebot zur unkomplizierten Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Mittelsachsen", erläuterte Neuhaus. Martini ergänzte: "Das Sachsen-Ticket ist eines der erfolgreichsten Tarifangebote im Freistaat und wir hoffen, dass es auch für die Kunden des Verkehrsverbundes Mittelsachsen zu einem "Bestseller" wird."
Mit dem Sachsen-Ticket können bis zu fünf Personen oder Eltern/Großeltern (maximal zwei Erwachsene) mit beliebig vielen eigenen Kindern/Enkeln unter 15 Jahren für 26 Euro einen ganzen Tag die Nahverkehrszüge in der 2. Wagenklasse - und ab 1. November alle Verkehrsmittel im Verkehrsverbund Mittelsachsen - nutzen. Einzelreisende sind mit dem Sachsen-Ticket Single für 18 Euro ebenfalls günstig unterwegs. Die genannten Preise gelten für den Kauf am DB Automaten bzw. im Internet unter www.bahn.de. Im DB Reisezentrum und bei DB Agenturen kosten die Tickets zwei Euro mehr. Sachsen-Tickets gelten von bis des Folgetages, am Samstag oder Sonntag bereits ab bis des Folgetages auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Die Länder-Tickets haben sich seit ihrer Einführung 2001 zu einem der erfolgreichsten Angebote der Deutschen Bahn entwickelt. Im Jahr 2006 wurden bundesweit über zehn Millionen Länder-Tickets verkauft. Im Vergleich der zurückliegenden Jahre konnte mit rund 284.000 verkauften Sachsen-Tickets der Absatz im Jahr 2006 gegenüber 2005 um 56 Prozent gesteigert werden. Damit entfiel ein großer Anteil des Rekordergebnisses im Verkauf von Länder-Tickets auf die Kunden im Freistaat Sachsen. Mit Anerkennung der Sachsen-Tickets in den Verkehrsmitteln im Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelsachsen wird das Mobilitätsangebot für die Kunden ab 1. November deutlich erweitert und die Basis für ein durchgehendes Tarifangebot geschaffen. Nach dem Zweckverband Verkehrsverbund Oberlaussitz Niederschlesien (ZVON) und dem Verkehrsverbund Vogtland ist der VMS der dritte sächsische Verkehrsverbund der das Sachsen-Ticket anerkennt.
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SPD-Parteitag für Volksaktienmodell
(29.10.) HAMBURG - Der Hamburger SPD-Parteitag hat nach kontroverser Debatte über die Bahnreform das Volksaktienmodell gebilligt, die endgültige Entscheidung aber verschoben. Nach dem Willen der SPD sollen für die umstrittene Teilprivatisierung der Deutschen Bahn zunächst mindestens 25,1 Prozent stimmrechtsloser Vorzugsaktien ausgegeben werden. Sollte die SPD das Modell in den Verhandlungen mit der Union nicht durchsetzen können, soll sich wieder ein Parteitag mit dem Vorhaben befassen. Eine vollständige Ablehnung der Privatisierungspläne wäre dann sehr wahrscheinlich.
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Keine Bewegung im Bahn-Tarifstreit
(29.10.) BERLIN - Im Bahntarifstreit bleiben die Fronten verhärtet. Die Bahn wird das Ultimatum der GDL, bis diesen Montag 15.00 Uhr ein neues Angebot vorzulegen, nicht erfüllen. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale bekräftigte am Wochenende die Haltung des Konzerns: "Wir lassen das Ultimatum der GDL verstreichen. Es wird kein neues Angebot geben", sagte sie dem "Focus". Suckale betonte, die Bahn sei jederzeit zu Verhandlungen bereit. Grundlage könne die vorgeschlagene neue Entgeltstruktur für Lokführer sein. "Dabei können wir neue Tätigkeitsgruppen festlegen wie zum Beispiel Lokführer, die ins Ausland fahren, eine Gruppe leiten, neue Mitarbeiter ausbilden oder einen besonders unregelmäßigen Fahrplan haben." Hier könne es mehr Geld geben.
Die GDL will am Montag Nachmittag über erneute Streiks entscheiden. "Es liegt in der Verantwortung des Bahnvorstands, weitere Arbeitskämpfe zu vermeiden. Dazu bedarf es nur eines Tarifangebots auf der Basis eines eigenständigen Tarifvertrages und keiner erneuten Mogelpackung", sagte GDL-Vizechef Claus Weselsky. Sonst beschwöre die Bahn "eine noch schärfere Gangart im Tarifkonflikt herauf". Weselsky verwies im "Hamburger Abendblatt" auf die hohe Streikbereitschaft der GDL-Mitglieder. "Die GDL kann deutlich länger streiken, als sich der Bahnvorstand das wünscht." Auch mit der Finanzierung des Arbeitskampfes habe die Gewerkschaft keine Probleme.
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"WiWo": DB will Arcor-Beteiligung verkaufen
(29.10.) DÜSSELDORF - Die DB will sich laut einem Bericht der "WirtschaftsWoche" vom Festnetzbetreiber Arcor trennen. Demnach fordert die DB für ihren 18,17%-Anteil 649 Millionen Euro vom Mehrheitseigentümer Vodafone. Damit müsse der britische Mobilfunkkonzern für eine Komplettübernahme der Festnetz-Tochter mehr investieren als bislang geplant. Die Deutsche Bahn bewerte ihren Anteil jetzt deutlich höher als vor einem Jahr, schreibt das Magazin weiter. Die DB soll laut WirtschaftsWoche zu Zugeständnissen bereit sein, wenn Arcor der Bahn Preisnachlässe gewährt. Die Bahn ist größter Kunde von Arcor und wolle das auch nach einem Verkauf bleiben. Ein Sprecher der Bahn wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren.
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Fronten bleiben auch nach 30-stündigem Streik verhärtet
(27.10.) BERLIN - Auch nach dem 30-stündigen Streik der Lokführer kommt keine Bewegung in den festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der DB und der GDL. Die DB wies am Freitag das jüngste Ultimatum der GDL scharf zurück und bezeichnete es als durchsichtiges Ablenkungsmanöver. Die Gewerkschaft hatte den Konzern aufgefordert, bis kommenden Montag um 15 Uhr ein neues Angebot vorzulegen. Ansonsten drohte die Gewerkschaft mit neuen Streiks. DB-Personenverkehrsvorstand Karl-Friedrich Rausch sagte dazu: "Offensichtlich will die GDL nur von ihrem eigenen Durcheinander ablenken. Fakt bleibt: Unser wiederholt verbessertes Angebot liegt auf dem Tisch. Es ist die GDL, die seit Monaten jede Verhandlung darüber kategorisch verweigert hat und sich in ihrer Forderung überhaupt nicht bewegt hat. Von diesen Neinsagern lassen wir uns nicht erpressen."
2.500 Lokführer, also kaum mehr als ein Prozent der DB-Beschäftigten, hatten am Donnerstag und Freitag mit ihrem Streik rund 2,7 Millionen Pendler getroffen und dem Unternehmen einen Schaden von über zehn Millionen Euro zugefügt. Bundesweit waren bis Freitag früh zum offiziellen Streikende etwa 18.000 Regionalzüge und S-Bahnen nicht gefahren - das sind etwa 50 Prozent. In den östlichen Bundesländern war die Bilanz deutlich schlechter. Der Nahverkehr kam dort fast vollständig zum Erliegen. Auch nach Streikende fielen den ganzen Tag über zahlreiche weitere Züge aus. Unter der von der DB eingerichteten kostenlosen Servicetelefonnummer sind seit Mittwoch über 500.000 Anrufe eingegangen. Auf www.bahn.de wurden im selben Zeitraum über 4,2 Millionen Zugriffe auf die Informationsseiten zum Streik gezählt.
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Baubeginn am Bahnhof Rendsburg
(27.10.) RENDSBURG - Die DB beginnt am Montag, dem 29. Oktober mit den Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Rendsburg. Die Dacheindeckung des Bahnsteigdaches über den beiden Bahnsteigen wird erneuert, Korrosionsschutz aufgetragen und ein Neuanstrich angebracht. Begonnen wird in der kommenden Woche mit der Erneuerung der Seitenwand am Gleis 1. Hierfür wird die Stahlkonstruktion einschließlich der noch vorhandenen Scheiben abgebaut und anschließend neu erstellt. Für diese Baumaßnahme werden 768.000 Euro investiert, davon werden knapp 477.000 Euro vom Land Schleswig-Holstein getragen. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2008 geplant. Es ist geplant, in einem späteren zweiten Bauabschnitt den Bahnsteig an den Gleisen 1 und 2 zu erneuern und mit einem Blindenleitsystem zu versehen. Dabei sollen dann auch die Treppenaufgänge und die Bahnsteigausstattung beider Bahnsteige modernisiert werden.
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ESTW in Moosburg und neuer Haltepunkt Marzling ab Sonntag am Bahnnetz
(27.10.) MOOSBURG - Am kommenden Wochenende geht das Elektronische Stellwerk (ESTW) Moosburg ans Netz. Parallel zur Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik errichtete die DB in Marzling zwei neue Außenbahnsteige in modularer Bauweise (mit Fertigbauteilen). Die Bahnsteige sind 210 Meter lang, 2,75 Meter breit und 0,55 Meter hoch. Sie wurden mit einem Wetterschutz, mit einer Lautsprecheranlage und Fahrscheinautomaten ausgestattet. Die Regionalzüge der Bahnlinie München - Landshut werden diesen neuen Haltepunkt ab Sonntag, 28. Oktober 2007, anfahren. Die bisherige Marzlinger Station wird dann geschlossen. Insgesamt wurden für diese beiden Bahninfrastrukturprojekte in den Landkreisen Landshut und Freising rund 42 Millionen Euro investiert (rund 40 Millionen für das ESTW, rund 2 Millionen Euro für den neuen Haltepunkt).
Mit der Inbetriebnahme des ESTW Moosburg und der neuen Leit- und Sicherungstechnik im Streckenabschnitt Marzling - Gündelkofen wird die zweite Baustufe des Großprojektes ESTW Moosburg beendet. Die Stellwerke in den Bahnhöfen Marzling (Baujahr 1941), Langenbach (Baujahr 1893), Moosburg (Baujahr 1895), Bruckberg (Baujahr 1960) und Gündlkofen (Baujahr 1960) werden durch moderne Technik ersetzt. Die Stellrechner der ESTW Außenstellen Moosburg, Langenbach und Gündlkofen werden an die ESTW Unterzentrale Landshut angebunden. Die Bedienung und Steuerung erfolgt durch Fahrdienstleiter in der Betriebszentrale in München. Insgesamt werden über die neue Signaltechnik 103 Signale und 27 Weichen gesteuert und überwacht. Die Eingabe der Fahrwege erledigt der Fahrdienstleiter "per Mausklick". Auf einem Monitor sind die Fahrmöglichkeiten wie auf einem Lageplan dargestellt. Im Rahmen der Maßnahmen wurden 24 Bahnübergänge der neuen Technik entsprechend angepasst. 17 Bahnübergänge wurden komplett erneuert, sechs wurden beseitigt. Insgesamt wurden rund 40 Millionen Euro investiert, um das neue Elektronischen Stellwerk Moosburg zu bauen.
Bundesweit betreibt die Bahn mehr als 640 ESTW. Durch den Einsatz der modernen Stellwerkstechnik kann der Zugverkehr im ständig wachsenden Verkehrsmarkt wirtschaftlicher und zuverlässiger betrieben werden.
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Bis zum Abend 11 000 Züge ausgefallen
(26.10.) BERLIN - Bis zum Abend (Stand 21 Uhr) sind durch den Streik der Gewerkschaft
Deutscher Lokomotivführer (GDL) nach Angaben der DB bundesweit rund 11.000
Regionalzüge und S-Bahnen ausgefallen. Bundesweit sind somit durchschnittlich
rund 50 Prozent der Züge ausgefallen. Üblicherweise fahren durchschnittlich 4,8
Millionen Kunden pro Tag mit den Regionalzügen und S-Bahnen der DB. Im Fern- und
Güterverkehr sind Streiks weiter gerichtlich untersagt. An dem Ausstand
beteiligten sich etwa 2.100 Lokführer, knapp die Hälfte davon in den östlichen
Bundesländern. Dort ist der Zugverkehr fast zum Erliegen gekommen. In Sachsen,
Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern fuhren nur etwa zehn
Prozent der Züge. Die Deutsche Bahn hatte mit Streikbeginn 2 Uhr in der Nacht
Ersatzfahrpläne in Kraft gesetzt, die bis zum angekündigten Streikende am
Freitag, 8 Uhr, einen stark ausgedünnten Verkehr vorsehen. Unmittelbar danach
wird die Deutsche Bahn damit beginnen, möglichst schnell die Verkehre nach
Fahrplan anzubieten. Das Unternehmen rechnet damit, dass das volle
Betriebsprogramm bundesweit erst wieder ab Samstag gefahren werden kann.
Die Züge der Berliner S-Bahn fuhren am Donnerstag im Innenstadtbereich alle zehn
Minuten, auf den Außenstrecken alle 20 bis 40 Minuten. Bei der Hamburger S-Bahn
wurden die Strecken im 20-Minuten-Takt bedient. Bei der S-Bahn München fuhren
die Züge im Stundentakt, zwischen Pasing und Flughafen München alle 20 Minuten.
Die S-Bahn Rhein-Ruhr sowie die S-Bahn Stuttgart fuhren im 30-Minuten-Takt, in
Frankfurt am Main fuhr sie im Stundentakt, in Hannover alle zwei Stunden, zum
Flughafen Hannover stündlich. Die DB informiert über die aktuelle Situation im
Bahnverkehr und die regionalen Ersatzfahrpläne im Internet unter
www.bahn.de/aktuell und über die
kostenlose Telefon-Hotline 08000 99 66 33.
Infolge der Streikaktionen muss die DB erhebliche Einbußen hinnehmen.
Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Personenverkehr, sagte am Donnerstag bei einer
Zwischenbilanz nach 15 Stunden Streik in Berlin: "Allein an einem Streiktag wie
heute verzeichnet die DB AG einen Schaden von zehn Millionen Euro. Und da sind
weitere Verluste, die durch die anhaltende Verunsicherung unserer Kunden
entstehen, noch gar nicht eingerechnet." Die Halbierung des Angebotes im
Nahverkehr führe zum Rückgang der Fahrkarteneinnahmen im Nah- und Fernverkehr.
Außerdem erhalte die DB für Züge, die nicht fahren, keine Bestellerentgelte, mit
denen die Länder den Nahverkehr finanzieren.
Bahnkunden müssen am Wochenende und zu Beginn der kommenden Woche keine weiteren
Streiks im Nahverkehr befürchten. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
(GDL) werde ihren Arbeitskampf zunächst bis einschließlich Montag, 29. Oktober,
aussetzen, sagte GDL-Sprecherin Gerda Seibert am Donnerstag auf Anfrage. Sie
dementierte damit einen Bericht der "Financial Times Deutschland"
(Freitagausgabe), in dem von einer Aussetzung bis einschließlich Freitag, 2.
November, berichtete wird. "Das stimmt nicht", betonte Seibert. Mit der
Streik-Pause bis einschließlich Montag wolle die GDL der Bahn "Gelegenheit zu
einer Stellungnahme geben und eventuell ein neues Angebot vorzulegen",
erläuterte Seibert. Alles, was über den Montag hinausgehe, sei noch nicht
entschieden. Am Freitag wird die Gewerkschaft um 10.00 Uhr in Frankfurt am Main
über ihr weiteres Vorgehen beraten. DB-Konzernsprecher Oliver Schumacher sagte
dazu: "Das Chaos bei der GDL wird immer größer." Das Durcheinander sei ein
"zynisches Spiel: Streikankündigungen, Streikabsagen, Dementis wechseln jetzt
schon im Stundentakt - zum Schaden der Kunden, der Mitarbeiter und des
Unternehmens. Das ist keine Strategie, das ist pures Chaos." Schumacher forderte
die GDL auf, dieses Verwirrspiel zu beenden, klare Führung erkennen zu lassen
und endlich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Weitere Panne bei der GDL: die Gewerkschaft siegte zwar am Mittwoch vor Gericht gegen die DB. So darf die DB, bis auf Ausnahmefälle, streikende Lokführer nicht gegen ihren Willen zu Notdiensten einteilen. Allerdings gab die GDL in ihrem Antrag offenbar ein falsches Streikdatum an. Dem Gericht fiel das nicht auf. Streng nach Buchstaben und Ziffern des Urteils ist der Bahn nun "aufgegeben, es zu unterlassen, während des für den Zeitraum vom 26.10.2007, 2.00 Uhr, bis zum 27.10.2007, 8.00 Uhr geplanten Streiks streikbereite und streikwillige Arbeitnehmer des Fahrpersonals planmäßig in dem in der Öffentlichkeit verkündeten besonderen Fahrplan einzuteilen sowie dispositiv im Rahmen dieses Fahrplans einzusetzen".
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Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main in einwandfreiem Zustand
(26.10.) FRANKFURT/Main - Die DB hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach millionenteure Schienenwechsel auf der Strecke Köln-Rhein/Main anstünden. So hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Recherchen des Deutschen Depeschendienstes berichtet, in den kommenden zwei Jahren die Schienen auf nahezu der gesamten zweigleisigen, 180 Kilometer langen Strecke vorzeitig ausgetauscht werden. Der Grund dafür sei nach Angaben aus Bahnkreisen die enorme Belastung der Schienen, die sich aus dem hohen Tempo der Züge, der Beschaffenheit des Geländes und der modernen Zugtechnik ergebe. Die Kosten für den Schienenaustausch wurden in dem Bericht auf 60 bis 80 Millionen Euro beziffert.
Die DB teilte dazu mit, dass es auf der Strecke bislang keine Auswechslung von Schienen gegeben habe. Entsprechende Maßnahmen seien auch nicht geplant. Den besonderen Anforderungen an diese hoch beanspruchte Strecke trage die DB durch ein intensives Präventionsprogramm Rechnung. Dabei werden die Schienen laut DB etwa durch regelmäßiges Schleifen gepflegt. Solche Arbeiten, bei denen einige Zehntel Millimeter Stahl abgetragen werden, gehörten zum üblichen Instandhaltungsprogramm insbesondere auf Hauptstrecken und führten mitnichten dazu, dass Schienen vorzeitig getauscht werden müssen. Im Gegenteil: regelmäßiges Schienenschleifen erhöhe die Lebensdauer von Schienen nachweisbar. Zudem ergäben sich aus topographischen Einflüssen keinerlei besondere Abnutzungserscheinungen an Schienen, wie von der "FAZ" berichtet. Die in der Meldung wiedergegebenen Vorwürfe von nicht namentlich genannten Vertretern der Bauindustrie lassen laut DBvielmehr den Eindruck entstehen, dass hier möglicherweise interessengeleitet versucht wird, aufgrund falscher Behauptungen Verunsicherung zu erzeugen. Die Deutsche Bahn verurteilt ein solches Verhalten als in der Sache falsch und damit absolut verantwortungslos.
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Bahn unterliegt im Rechtsstreit um Hunsrückquerbahn
(26.10.) LEIPZIG - Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am Donerstag entschieden, dass das Eisenbahn-Bundesamt die Deutsche Bahn Netz AG zu Recht dazu verpflichtet hat, die Hunsrückquerbahn zwischen Stromberg und Morbach wieder in einen befahrbaren Zustand zu versetzen. Die klagende Deutsche Bahn Netz AG ist Eigentümerin der im Hunsrück gelegenen Eisenbahnstrecke Langenlonsheim - Stromberg - Simmern - Büchenbeuren - Morbach - Hermeskeil (sog. Hunsrückquerbahn). Im April 2003 sperrte sie die Teilstrecke Stromberg - Morbach wegen Sicherheitsmängeln, seitdem findet dort kein Zugverkehr mehr statt. Mit Bescheiden vom Oktober 2003 gab das Eisenbahn-Bundesamt der Klägerin auf, die festgestellten Mängel in der Betriebssicherheit der Strecke zu beseitigen. Hiergegen wandte die Klägerin ein, die dadurch entstehenden Kosten seien aus Trassenerlösen nicht abzudecken. Aktuell bestehe auch kein Verkehrsbedürfnis. Außerdem dürfe sie abwarten, bis abschließend entschieden sei, ob ein Ausbau der Strecke zur Anbindung des Flughafens Hahn erfolge; in einem solchen Fall seien die Mittel für eine reine Instandsetzung nutzlos eingesetzt. Das Gleiche gelte, wenn ein solcher Ausbau nicht stattfinde; in diesem Fall wolle sie die Strecke stilllegen. Die Vorinstanzen haben ihre Klage jeweils abgewiesen.
Auch die Revision der Klägerin blieb ohne Erfolg. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Auffassung der Beklagten bestätigt, dass die Klägerin als Eisenbahninfrastrukturunternehmen nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) die Pflicht trifft, ihre Strecken in einem betriebssicheren Zustand für den Eisenbahnverkehr vorzuhalten und die Strecken, wenn dieser Unterhaltungspflicht nicht entsprochen wurde, wieder in einen betriebssicheren Zustand zu versetzen. Gegenüber dieser Pflicht kann sich die Klägerin nicht auf die fehlende Wirtschaftlichkeit solcher Maßnahmen wegen unzureichender Trassenerlöse berufen, die Unterhaltung der Strecke aus eigenem Entschluss einstellen und die Strecke nicht nur vorübergehend sperren. Vielmehr hat der Gesetzgeber mit dem in §11 AEG geregelten Stilllegungsverfahren den Weg vorgegeben, wie sich die Eisenbahninfrastrukturunternehmen in einer solchen Situation von ihrer Unterhaltungspflicht befreien können. Über das Erfordernis einer behördlichen Genehmigung und die hieran geknüpften Voraussetzungen für die dauernde Einstellung des Betriebs soll sichergestellt werden, dass die Infrastruktur für den Eisenbahnverkehr nur dann verloren geht, wenn dem Unternehmen der Betrieb wirtschaftlich nicht mehr zuzumuten ist und auch kein Dritter gefunden werden kann, der die Strecke zu übernehmen bereit ist. Damit soll das Zugangsrecht der Eisenbahnverkehrsunternehmen gesichert und Wettbewerb im Eisenbahnverkehr ermöglicht werden.
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(25.10.) BERLIN - Am frühen Donnerstag Morgen um 2 Uhr beginnt der in der laufende Tarifrunde bislang längste Lokführerstreik. 30 Stunden lang bis Freitag um 8 Uhr wollen die in der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) organisierten Lokführer im Regionalverkehr die Arbeit niederlegen. Die DB hat einen Ersatzfahrplan (Direktlinks zu den Fahrplänen in den einzelnen Bundesländern auf der Bahnnews-Startseite) aufgestellt und will so mindestens 50 Prozent aller Züge fahren lassen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern erwartet die DB die stärksten Einschränkungen. Der Takt der Berliner S-Bahn wird stark ausgedünnt - trotzdem soll im Stadtgebiet ein 10- bis 20-Minuten-Takt angeboten werden. Auch die Hamburger S-Bahn fährt alle zehn bis zwanzig Minuten, die S2 und die S11 fallen aus. Ebenfalls stark betroffen ist die S-Bahn München, wo rund 30 Prozent der Züge verkehren. In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden 60 Prozent der Züge fahren, bei der Frankfurter S-Bahn sind es 50 Prozent, im übrigen Hessen 70 Prozent und in Rheinland-Pfalz und dem Saarland 80 Prozent der Züge. Gründe für die regional unterschiedlichen Streikauswirkungen sind der Organisationsgrad der Lokführer bei der GDL und die Tatsache, dass in den östlichen Bundesländern keine beamteten Lokführer zur Verfügung stehen, die nicht streiken dürfen. Auf Grund der Komplexität im Eisenbahnverkehr wird es bis zum Freitagabend zu spürbaren Verspätungen kommen. Die DB wird die Regionalzüge und S-Bahnen ab 8 Uhr am Freitag wieder nach und nach im normalen Fahrplan fahren.
Die GDL hat inzwischen aber auch angezweifelt, dass die Ersatzfahrpläne aufrecht erhalten werden können. Grund dafür ist eine einstweilige Verfügung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg gegen die DB vom Mittwoch Abend. Demnach wird der DB bis zu diesem Freitag untersagt, streikwillige Arbeitnehmer kurzfristig in Dienste für Ersatzfahrpläne einzuteilen. Während des Streiks am 12. Oktober hatte die Bahn nach eigenen Angaben etwa 90 Lokführer zu Notdiensten verpflichtet, vor allem in Ostdeutschland, um eine Grundversorgung sicherzustellen. Das ist nun nicht mehr möglich. Die Konzernkommunikation der DB wird am Donnerstagmorgen gegen 5.30 Uhr mit einer Presseinformation einen ersten Überblick über die Auswirkungen des bundesweiten Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer im Regional- und S-Bahn-Verkehr der DB geben. Auch mündliche Interviews für Hörfunksender und Nachrichtenagenturen haben ab diesem Zeitpunkt eine belastbare Faktengrundlage.
Unterdessen forderte GDL-Chef Manfred Schell ein substanzielles Angebot der Bahn und legte andernfalls Personalvorstand Margret Suckale den Rücktritt nahe. Suckale wiederum forderte Schell auf, den Streik abzusagen, seine Kur abzubrechen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Laut Medienberichten sei er verhandlungsbereit nach dem Motto: Lohnsteigerungen können über mehrere Jahre vereinbart werden. Dazu sagte Personalvorstand Margret Suckale am Mittwochin Berlin: "Jetzt lassen Sie Ihren Worten auch Taten folgen, kommen Sie an den Verhandlungstisch, Herr Schell, wir warten." Mehr Lohn für Lokführer über mehrere Jahre könne man sofort im Rahmen der Tarifverhandlungen zur Entgeltstruktur vereinbaren. Außerdem könnten die Lokführer noch in diesem Jahr eine Einmalzahlung von 2.000 Euro erhalten. "Einmalzahlung, zehn Prozent mehr Geld und ein eigener Tarifvertrag für Lokführer sind ein gutes Angebot. Darüber können wir sofort verhandeln." Suckale bedauerte, dass der GDL-Vizevorsitzende Weselsky das Moderationsergebnis offenbar verlassen habe. Anders sei es nicht zu erklären, dass er nun wieder einen Tarifvertrag für das gesamte Fahrpersonal fordere und nicht bereit sei mit den anderen Gewerkschaften zu kooperieren, um ein konflikt- und widerspruchsfreies Ergebnis zu erzielen. "Wir stehen zu dem Moderationsergebnis, das Sie, Herr Schell, unterschrieben haben. Lassen Sie nicht zu, dass das gemeinsam erzielte Ergebnis weiter zerredet wird", so Suckale.
Einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge stehen die Lokführer der DB mit ihrem Gehalt vergleichsweise gut da. Nur die Autoindustrie, das Verlagsgewerbe und die Energiebranche bezahlten ihre Facharbeiter besser, schreiben die DIW-Forscher. Dagegen verdienten Lkw-Fahrer meist spürbar weniger - und müssten deutlich länger arbeiten. Nach Konzernangaben kommt ein Lokführer bei der Bahn im Jahr brutto auf 31 000 bis 33 000 Euro. Die Summe liege damit über dem durchschnittlichen Wert in der Gesamtwirtschaft von 26 681 Euro, schreibt das DIW. Auf die Arbeitszeit umgerechnet zahle die Bahn ihren Lokführern 19,60 Euro je Stunde (junge, relativ unerfahrene Kraft ohne Kinder) und 21,77 Euro (erfahrener, verheirateter Lokführer mit einem Kind). Damit liegt der Konzern zwar unter dem Schnitt im verarbeitenden Gewerbe (25,15 Euro), aber über dem Wert der vergleichbaren Branche Verkehr und Nachrichtenübermittlung von 17,37 Euro. In Deutschland gebe es nur zwei Bahn-Wettbewerber, die mehr zahlten als der Konzern.
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Allianz pro Schiene: Deutschland investiert im EU-Vergleich zu wenig in die Schiene
(25.10.) BERLIN - Deutschland als Haupttransitland Europas investiert trotz Klimawandels weniger in die Schieneninfrastruktur als fast alle anderen EU-Länder. Das ergeben aktuelle Berechnungen der Allianz pro Schiene auf der Grundlage von Zahlen, die die EU-Kommission vergangene Woche vorgestellt hat. Die tatsächlichen Infrastrukturausgaben sind demnach in den vergangenen drei Jahren sogar um knapp 200 Millionen Euro von 3,4 Mrd. Euro auf 3,2 Mrd. Euro gesunken. Pro Einwohner investierte der deutsche Staat im Jahr 2006 lediglich 39 Euro in das Gleisnetz - selbst Länder wie Slowenien und die Slowakei investieren pro Kopf deutlich mehr in das klimaschonende Verkehrssystem. "Deutschland investiert eindeutig zu wenig in die Schieneninfrastruktur", sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Mittwoch in Berlin. "Die EU erwartet bis 2020 ein Wachstum der Verkehrsleistung im Güterverkehr um 50 Prozent. Angesichts dieser Prognosen muss die Bundesregierung schnellstmöglich mehr Geld in den umweltverträglichen Verkehrsträger lenken", forderte Flege. Ansonsten werde Deutschland "vom Lkw-Verkehr überrollt und das selbstgesteckte Klimaschutzziel verfehlen".
Laut Allianz pro Schiene-Berechnung liegt Deutschland bei den untersuchten Staaten mit 39 Euro pro Einwohner und Jahr auf dem drittletzten Platz vor Griechenland und Ungarn. Spitzenreiter mit 359 Euro pro Einwohner und Jahr ist die Schweiz, gefolgt von Belgien (172 Euro) und den Niederlanden (159 Euro). Der komplette Staatenvergleich ergibt für das Jahr 2006 folgendes Ranking: Pro Einwohner und Jahr gibt Ungarn 16 Euro, Griechenland 25 Euro, Deutschland 39 Euro, Slowakei 41 Euro, Slowenien 52 Euro, Dänemark 57 Euro, Finnland 72 Euro, Irland und Frankreich je 76 Euro aus. Schweden investiert pro Einwohner 156 Euro, Niederlande 159 Euro und Belgien 172 Euro in die Schienenwege. Bereits vor zwei Jahren hatte die Allianz pro Schiene nach dem Vergleich europäischer Schienen-Investitionen gewarnt: "Deutschland verliert den Anschluss". Damals war ebenfalls die Schweiz Spitzenreiter, Deutschland lag weit hinten.
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Mehr als 5.000 Bewerber für Lokführerausbildung bei der DB
(25.10.) BERLIN - Die DB hat auf ihre Anzeigenkampagne "1.000 Lokführer gesucht" nach eigenen Angaben eine überwältigende Resonanz bekommen. Wie Margret Suckale, Vorstand Personal und Recht der DB, am Mittwoch in Berlin sagte, haben sich seit Mitte September über 12.000 Interessenten per E-Mail, auf dem Postweg oder über eine telefonische Hotline gemeldet. Rund 5.000 Bewerbungen für eine Ausbildung zum Lokomotivführer seien bei der DB schließlich eingegangen; darunter 170 aus dem Konzern. Die Auswahlgespräche laufen derzeit. Anfang 2008 beginnt die Ausbildung im ersten Kurs. Die Bewerber durchlaufen ein sechs- bis neunmonatiges Qualifizierungsverfahren mit einer monatlichen Ausbildungsvergütung in Höhe von 1.740 Euro brutto. Jeder, der dieses Verfahren erfolgreich abschließt und mobil ist, erhält eine Übernahmegarantie. Die DB bietet den Absolventen attraktive Einkommensperspektiven und viele soziale Leistungen wie Freifahrten, Job-Ticket und Altersvorsorge. Das Einstiegsgehalt eines Lokführers beträgt laut DB im Durchschnitt inklusive Zulagen und Sonderzahlungen 32.000 Euro brutto im Jahr. Außerdem schließt ein Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag betriebsbedingte Kündigungen bis zum Jahr 2010 aus.
Unter den Bewerbern finden sich trotz der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auch etliche ausgebildete Lokführer von Wettbewerbern der DB. Margret Suckale: "Diese Mitarbeiter wissen natürlich, dass sie bei uns schon jetzt bis zu 25 Prozent mehr verdienen können. Und sie merken auch, dass es bei der DB AG in dieser Tarifrunde sehr viel mehr gibt, als die GDL mit dem eigenen Arbeitgeber abgeschlossen hat." Statt um 31 Prozent - wie bei der DB gefordert - schließe die GDL anderswo zu zwei Prozent mit Arbeitsverlängerung ab. Die anhaltend positive Leistungsentwicklung im Personen- und Güterverkehr führt bei der DB zu einem erhöhten Bedarf an Lokführern.
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Die Bahn stellt die Uhren auf Winterzeit um
(25.10.) BERLIN - In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober endet in Deutschland die Sommerzeit. Um drei Uhr früh werden die Uhren um eine Stunde auf zwei Uhr zurückgestellt. Für die Bahn ist die Zeitumstellung mittlerweile zur Routine geworden. Nachtzüge werden in der um eine Stunde längeren Nacht von Samstag auf Sonntag an einem geeigneten Bahnhof entlang der Reisestrecke halten. So wird sichergestellt, dass die rund 50 betroffenen Züge ihre Zielbahnhöfe fahrplanmäßig erreichen und morgens nicht eine Stunde zu früh ankommen. Züge, die tagsüber fahren, sind von der Zeitumstellung nicht betroffen, da sie zum Zeitpunkt der Umstellung ihre Zielbahnhöfe bereits erreicht haben. S-Bahnen, die in großen Ballungsgebieten am Wochenende bis spät in die Nacht verkehren, sind von der einstündigen Pause in der Nacht der Zeitumstellung nicht betroffen. Diese Züge setzen ihre Fahrt ohne Unterbrechung fort. Bei der Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit werden auch etwa 120.000 Uhren in Bahnhöfen und Diensträumen sowie in Automaten, Informations- und Steuerungssystemen um eine Stunde zurückgestellt. Taktgeber ist das Funksignal der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Dieses Signal wird bei der DB von autark arbeitenden Funkuhren sowie von rund 2.500 Mutteruhren aufgenommen und von dort an alle anderen Uhren im Bereich der Bahn weitergegeben. Die Anpassung aller Uhren dauert etwa eine Stunde.
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DB Logistics unterstützt Logistikpreisträger Claas bei internationalen Bahntransporten
(25.10.) FRANKFURT/Main - Für die Umsetzung einer integrierten logistischen
Gesamtkonzeption hat die Bundesvereinigung Logistik die CLAAS KGaA mbH aus
Harsewinkel mit dem Deutschen Logistik-Preis 2007 im Rahmen des diesjährigen
BVL-Kongresses in Berlin ausgezeichnet. Um die reibungslose Steuerung der
komplexen Logistikkette zwischen dem deutschen Stammwerk und den europäischen
Märkten zu sichern, verlässt sich der weltweit tätige Anbieter von
Agrartechnologie auch auf die Verbundleistungen von DB Logistics. Seit dem Bau
des ersten Gleisanschlusses vor 40 Jahren in Harsewinkel verbindet die DB und
Claas eine enge Partnerschaft. Jede zweite Claas-Maschine erreicht den Kunden
per Bahn.
Seit 2005 verbindet DB Logistics das deutsche Werk der CLAAS-Gruppe in
Harsewinkel mit dem russischen Werk in Krasnodar, 1.540 Kilometer südlich von
Moskau. Dort erfolgt die Endmontage von Großmähdreschern, deren Komponenten auf
der Schiene aus dem westfälischen Stammwerk zugeführt werden. Bülent Ileri,
Leiter Transportlogistik der CLAAS-Gruppe: "Die Belieferung unseres russischen
Werks muss zuverlässig und termingerecht erfolgen. Deshalb ist gerade beim
Schienenverkehr als wirtschaftlich sinnvollem Transportmittel höchste
Zuverlässigkeit absolut notwendig." Die Verkehre werden in enger Zusammenarbeit
von Railion, Railog und Schenker in Moskau über Brest nach Krasnodar gefahren.
Karsten Sachsenröder, Leiter des zuständigen Railion Marktbereichs Baustoffe,
Industrie- und Konsumgüter: "Dank unserer Markterfahrung können wir den Übergang
zwischen unterschiedlichen Rechtssystemen und logistischen Infrastrukturen
erheblich vereinfachen und damit CLAAS einen reibungslosen grenzüberschreitenden
Schienentransport über vier Transitländer anbieten."
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EU-Kommission leitet Prüfverfahren gegen DB ein
(24.10.) BRÜSSEL - Die EU-Kommission hat ein förmliches Prüfverfahren gegen die DB eingeleitet. Darin wird untersucht, ob die DB für Verkehrsleistungen in Berlin und Brandenburg von den Bundesländern möglicherweise zuviel Geld erhält. Wie die Kommission mitteilte, gebe es Hinweise auf eine mögliche Überkompensation, weil die DB Ausgleichsleistungen auf Grundlage eines festen Kilometersatzes bekomme. Dabei würden aber die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf nicht berücksichtigt, und die Zahlungen würden auch nicht angepasst, wenn die Bahn ihre Preise erhöhe. Außerdem sollten die unrentabelsten Strecken bis 2012 neu ausgeschrieben werden. Aber selbst, wenn sie nicht mehr von der Bahn betrieben würden, sei keine Anpassung der Ausgleichsleistung vorgesehen, teilte die Kommission weiter mit. Ein Wettbewerber habe sich über die "Überkompensation" durch den von 2002 bis 2012 laufenden Vertrag beschwert. Die deutschen Behörden wurden aufgefordert, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.
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Neue ICE-Verbindungen von Dortmund nach Wien und Garmisch-Partenkirchen
(24.10.) DÜSSELDORF - Am 9. Dezember wird europaweit der Fahrplan umgestellt. Im
Fahrplan 2008 profitiert das Rhein/Ruhr-Gebiet von neuen ICE-Direktverbindungen
nach Wien und Garmisch Partenkirchen. Die bisher teilweise von Eurocity-Zügen
bediente Strecke von Dortmund über Köln - Bonn - Koblenz - Frankfurt und Passau
nach Wien wird zukünftig täglich mit komfortablen Neigetechnik-ICE befahren und
dadurch 10 Minuten schneller als bisher. Samstags wird der IC Alpenland durch
eine umsteigefreie ICE-Verbindung Dortmund - Ruhrgebiet - Köln über die
Schnellfahrstrecken Köln-Frankfurt und Nürnberg-Ingolstadt nach
Garmisch-Partenkirchen ersetzt und damit rund 2,5 Stunden schneller als derzeit.
Durch die Umstellung auf ICE-Züge steigen allerdings auch die Fahrpreise auf den
Strecken, außerdem ist eine Fahrradmitnahme künftig nicht mehr möglich.
Züge der ICE Linie Dortmund / Essen - Köln Messe/Deutz - Frankfurt - Nürnberg -
München fahren künftig über den neuen, zweigleisigen Streckenabschnitt zwischen
Köln Mülheim und Köln Messe/Deutz (tief) dadurch verringert sich die Fahrzeit um
10 Minuten. Zwischen Düsseldorf und Berlin halten wieder alle ICE-Züge in
Düsseldorf Flughafen. Der beim letzten Fahrplanwechsel versuchsweise eingesetzte
ICE-Sprinter von Köln über Frankfurt nach München wird mangels Nachfrage
eingestellt. Ebenfalls aufgrund schwacher Auslastung wird die Bedienung des
Köln/Bonner Flughafens von 8 auf 6-ICE-Zugpaare im Abschnitt Köln-Bonn
reduziert.
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"FTD:" Kühne + Nagel droht DB mit Auftragsentzug
(24.10.) BERLIN - Das Logistikunternehmen Kühne + Nagel hat der DB nach Informationen der "Financial Times Deutschland" mit dem Entzug von Aufträgen gedroht. Grund ist dem Bericht zufolge die geplante Umbenennung der Schienengüterverkehrssparte Railion, die Kühne + Nagel für Eisenbahntransporte nutzt. Die DB-Tochter solle künftig unter DB Schenker firmieren. "Da wird die Neutralität verletzt", sagte eine Kühne+Nagel-Sprecherin der "FTD".
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SBB: Bauarbeiten am Axen beginnen
(24.10.) BERN - Die SBB erneuert von Ende Oktober 2007 bis Herbst 2009 am Axen
zwischen Brunnen und Flüelen die bergseitige Strecke. Die Tunnels Morschach,
Fronalp und Stutzeck-Axenberg, die von 1943 bis 1948 erbaut wurden, haben
eine Erneuerung dringend nötig. Nach deren Abschluss werden sie für die nächsten
50 Jahre den neusten Standards betreffend Profilanforderungen, Bausubstanz,
Sicherheit und bahntechnischer Anlagen entsprechen. Konkret erneuert die SBB am
Axen die Bausubstanz im Tunnelgewölbe, in der Tunnelsohle sowie die
Tunnelentwässerungen. Zudem erhalten die drei Tunnels ein neues Gleisbett, neue
Gleiskörper und neuste bahntechnische Einrichtungen wie Gleis-, Fahrleitungs-
und Kabelanlagen. Anstatt einer herkömmlichen Fahrleitung werden in den Tunnels
neu Stromschienen eingebaut. Diese haben den Vorteil, dass sie eine kleine
Einbauhöhe aufweisen und gegenüber herkömmlichen Fahrleitungen größere
Energieleistungen bewältigen können. Im Herbst 2009 ist die Erneuerung auf der
ganzen Strecke zwischen Brunnen und Flüelen abgeschlossen.
Die Arbeiten behindern den Bahnverkehr vorerst nicht: Durch den Einbau von
provisorischen Spurwechselweichen zwischen Brunnen und Sisikon können die
Arbeiten soweit optimiert werden, dass der Bahnverkehr nicht beeinträchtigt
wird. Dank dieser Provisorien können die drei Tunnels separat und zeitlich
gestaffelt erneuert werden. Dabei wird jeweils nur ein Tunnelabschnitt gesperrt.
Dieser eingleisige Betrieb beginnt am 5. November 2007 mit der Sanierung des
Tunnels Morschach. Ab 2009 müssen nur einzelne Züge in Randstunden durch Busse
ersetzt werden.
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DB: Kritik des Grünen-Politikers Hermann haltlos
(24.10.) BERLIN - Die DB hat die Kritik des Grünen-Politikers Winfried Hermann als
völlig haltlos zurückgewiesen. In einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk
wird Hermann von der Nachrichtenagentur AP mit den Worten zitiert, die DB AG sei
bisher nicht auf die Lokführer-Gewerkschaft GDL zugegangen. Konzernsprecher
Oliver Schumacher: "Das ist eine sehr seltsame Wahrnehmung der Fakten. Viermal
hat die DB AG bisher ihr Angebot verbessert. Nun liegt die fünfte Offerte auf
dem Tisch. Die DB hat sich also immer bewegt, während die GDL-Funktionäre stets
nur Nein sagen." Offenbar habe Hermann auch das Moderationsergebnis nur in
Auszügen gelesen, anders ist seine Bemerkung nicht zu verstehen, die DB AG halte
sich nicht an das Moderationsergebnis. Schumacher: "Jede Vereinbarung mit der
GDL muss sich demnach konflikt- und widerspruchsfrei in das Tarifwerk der DB AG
einfügen. Dass Herr Hermann diese zentrale Passage offenkundig einfach
unterschlägt, ist bezeichnend."
Unterdessen bereitet sich die DB intensiv auf den 30stündigen Streik der GDL ab
Donnerstag um 2 Uhr vor. Der Ersatzfahrplan steht ab Mittwochmittag unter
www.bahn.de/aktuell zur Verfügung.
Kunden können sich auch rund um die Uhr über die kostenlose Hotline 08000 99 66
33 sowie in den DB Reisezentren informieren. Nutzer eines WAP-fähigen
Mobiltelefons können aktuelle Reiseinformationen über mobile.bahn.de/ris
abrufen. Über 1.000 Mitarbeiter werden zusätzlich für den Kundenservice im
Einsatz sein. Geplant ist, im bundesweiten Durchschnitt mindestens 50 Prozent
der Nahverkehrszüge zu fahren. Dabei wird es regionale Unterschiede geben. Wie
bei den jüngsten Streiks werden voraussichtlich vor allem die ostdeutschen
Bundesländer und die S-Bahnen in München und Berlin von den Einschränkungen
besonders stark betroffen sein. Bei der Berliner S-Bahn ist im Stadtbereich
dennoch ein 10- bis 20-Minuten-Takt geplant. Auf Grund der Komplexität des
Eisenbahnverkehrs wird es laut DB bis in den Freitagabend zu spürbaren
Verspätungen kommen. Die DB wird die Regionalzüge und S-Bahnen ab 8 Uhr wieder
nach und nach im normalen Fahrplan fahren.
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Tiefensee: "Die Schiene muss weiter gestärkt werden"
(24.10.) BERLIN - Der Gütertransport auf der Schiene boomt. Nach Rekordwerten im vergangenen Jahr wuchs allein im ersten Halbjahr die Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr um 10,5 Prozent auf 57,6 Mrd. Tonnenkilometer. Ein Trend, den Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Dienstag bei der Veranstaltung "Mehr Bahn wagen. Güterbahnen im Aufschwung" der Allianz pro Schiene in Berlin als "höchst erfreulich" wertete. Vor mehr als 100 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft bekräftigte Tiefensee die Notwendigkeit, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen: "Die Schiene muss weiter gestärkt werden."
Anfang des Jahres hatte die Allianz pro Schiene konkrete Beispiele für die Verkehrsverlagerung in Deutschland zusammengetragen. Diese hatten gezeigt, dass sich die Anstrengungen der Güterbahnen gelohnt haben. "Bahntransporte sind zunehmend attraktiver geworden, so dass sie Verkehr von der Straße auf die Schiene ziehen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Allianz pro Schiene, Norbert Hansen. Ein entscheidender Faktor für den Boom auf der Schiene seien auch politische Weichenstellungen gewesen. So habe die 2005 eingeführte Lkw-Maut maßgeblich zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene beigetragen. Immer noch vorhandene Wettbewerbsungleichheiten zwischen den beiden Verkehrsträgern müssten dringend weiter abgebaut werden. Hansen: "Wir brauchen die Lkw-Maut auf allen Straßen und auch für Lkw mit weniger als 12 Tonnen, um die Güterbahnen, die auf allen Strecken Trassengebühren zahlen, nicht zu benachteiligen." Um den Boom der umweltfreundlichen Schiene nicht zu stoppen, müsse der Bund die Schieneninfrastruktur weiter ausbauen. "Gerade im Hafenhinterlandverkehr gibt es bereits jetzt schon gewaltige Engpässe", so Hansen. „Dafür werden mindestens 2,5 Mrd. Euro jährlich benötigt."
Angesichts des wachsenden Güterverkehrsaufkommens sprach der Minister auch die Diskussion um die Zulassung von Riesen-Lkw an. „Wir müssen den Güterverkehr bewältigen, ohne auf Scheinlösungen wie den Gigaliner zu setzen. Nachdem sich die Länderverkehrsminister gegen die Zulassung dieser Fahrzeuge in Deutschland entschieden haben, sei er "optimistisch", dass es „auch auf EU-Ebene zu einer vernünftigen Lösung ohne Gigaliner" kommen werde. "Alle Argumente, die uns in Deutschland zur Ablehnung von Riesen-Lkw bewogen haben, gelten auch für ganz Europa", so Tiefensee. Er werde sich dafür einsetzen, dass dies bedacht werde.
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Ab Donnerstag 30-stündiger Streik
(23.10.) BERLIN - Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihre Mitglieder aufgerufen, von Donnerstag um 02.00 Uhr bis Freitag um 08.00 Uhr die Arbeit im Regionalverkehr niederzulegen. Noch am Vortag hatte es aus der GDL geheißen, man wolle sich bei künftigen Streiks bemühen, die Pendler zu verschonen. Im Fern- und Güterverkehr darf vorerst nicht gestreikt werden; über den Widerspruch der GDL gegen die einstweilige Verfügung der DB entscheidet das Landesarbeitsgericht in Chemnitz erst am 2. November. Lege die Bahn in den kommenden zwei Tagen ein verbessertes Angebot vor, sei die GDL bereit, ihre Streiks abzusagen, sagte GDL-Vize Claus Weselsky. Der neue Streik solle der Bahn aber zeigen, dass die Lokführer nicht gewillt seien, sich von ihrem Arbeitgeber länger hinhalten zu lassen.
Die Bahn reagiert mit einem Ersatzfahrplan auf die Streikankündigung.
Personenverkehrsvorstand Karl-Friedrich Rausch sagte, Informationen zum
Ersatzfahrplan gebe es ab Mittwochmittag im Internet unter bahn.de/aktuell und
bei der kostenlosen Service-Hotline 08000 99 66 33. Der Ersatzfahrplan werde
während der Streiks bis Freitag, 8.00 Uhr gültig sein. Danach würden die Züge im
Laufe des Tages nach und nach wieder nach dem normalen Fahrplan verkehren.
Gleichzeitig appellierte die DB an die GDL, mögliche Streiks im Nahverkehr bis
mindestens Ende kommender Woche auszusetzen. "Die GDL-Funktionäre haben entgegen
der tatsächlich durchgeführten Streiks immer wieder betont, dass sie eigentlich
gar nicht im Nahverkehr streiken wollen, sondern viel lieber im Fern- und
Güterverkehr", sagte Rausch. "Dem
steht bislang das Urteil des Chemnitzer Arbeitsgerichts entgegen. Nun will die
nächste Instanz, das Landesarbeitsgericht, bis Ende kommender Woche entscheiden,
ob das Urteil Bestand hat. Dann wäre es doch nur konsequent von der GDL, bis
dahin Streiks auszusetzen - ansonsten verliert die GDL-Führung den letzten Rest
an Glaubwürdigkeit. Klar ist aber auch: Das Gericht kann Rechtssicherheit
herstellen, der Tarifkonflikt ist aber nur am Verhandlungstisch zu lösen."
Deshalb erneuerte Rausch die DB-Forderung, wonach die GDL endlich an den
Verhandlungstisch zurückkehren solle.
Unterdessen hat die DB bestätigt, dass wegen der Streiks mehrere Lokführer
abgemahnt und zwei wegen Verstoßes gegen Sicherheitsbestimmungen sogar fristlos
entlassen worden seien. So sei einem Lokführer gekündigt wurde, weil er am 3.
Juli, dem ersten Streiktag, einen leeren Intercityzug auf einer eingleisigen
Strecke habe stehen lassen. "Er war zweieinhalb Stunden nicht über Funk
erreichbar", sagte Bahnsprecher Uwe Herz. "Wir
mussten vom Schlimmsten ausgehen." Der Streikende habe einen
sicherheitsrelevanten Verstoß begangen. Herz sagte, die zweite fristlose
Kündigung sei aus ähnlichem Grund erfolgt. Details dazu nannte er nicht.
Hintergrund der zahlreichen Abmahnungen sei, dass Arbeitnehmer, die einen
Notdienst verweigern, mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Ziel
des Notdienstes sei, einen sicheren Eisenbahnbetrieb zu gewährleisten und
Reisenden, die auf die Bahn angewiesen sind, eine Grundversorgung
sicherzustellen. "Da besteht eine ganz klare Rechtslage", sagte der
Bahnsprecher. Einen Bericht des "Bielefelder Westfalenblatts", wonach über 200
Lokführer abgemahnt und 10 Lokführer entlassen worden seien, dementierte er
ebenso wie übrigens auch die GDL, die von
einem "Missverständnis" sprach. In der Bewertung der Sache weichen Bahn und GDL
jedoch weit voneinander ab. Die Gewerkschaft will den Betroffenen nun auf
juristischem Wege helfen.
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"Tagesspiegel": Trotz Arbeitskampf rege Nachfrage nach Lokführerjobs bei der Bahn
(23.10.) BERLIN - Der laufende Arbeitskampf hat der Attraktivität der Bahn als Arbeitgeber einem Bericht des "Tagesspiegel" (Dienstagsausgabe) offenbar nicht geschadet. Seit der Konzern Mitte September 1000 Lokführerstellen ausgeschrieben hat, hätten rund 12 000 Menschen Interesse bekundet, sagte Konzernsprecher Uwe Herz der Zeitung. Mehr als 3400 Bewerbungen seien eingegangen, von denen die Bahn über 2000 nach erster Vorauswahl als geeignet eingestuft habe. Darunter sei auch "eine zweistellige Zahl fertiger Lokführer" von anderen Bahn-Unternehmen, sagte Herz. "Wir sind zuversichtlich, die 1000 Stellen schnell besetzen zu können." Die private Konkurrenz zahlt dem Bericht zufolge zum Teil deutlich weniger als der Staatskonzern. Während Bahn-Lokführer nach Konzernabgaben rund 32 000 Euro brutto im Jahr erhalten - inklusive Zulagen und Sonderzahlungen -, müssten sich die Kollegen bei Connex in Sachsen beispielsweise mit knapp 25 Prozent weniger begnügen. Eine Sprecherin der Connex-Mutter Veolia wollte das der Zeitung auf Anfrage nicht kommentieren.
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SPD-Vorstand stimmt für Volksaktienmodell
(23.10.) BERLIN - Der SPD-Vorstand hat am Montag das Volksaktienmodell für die Bahnreform mit klarer Mehrheit gebilligt. Bei der Abstimmung unter den 45 Vorstandsmitgliedern habe es zwei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen gegeben, teilte Parteichef Kurt Beck nach der Sitzung mit. Damit konnte sich Finanzminister Peer Steinbrück mit seinen Bedenken gegen das Volkasaktienmodell nicht durchsetzen. Nach dem SPD-Vorstandsbeschluss sollen zunächst mindestens 25,1 Prozent stimmrechtsloser Vorzugsaktien ausgegeben werden. Über die weitere Beteiligung privater Investoren solle der Gesetzgeber "nach einer Evaluierung" entscheiden. Private Investoren dürften keinen Einfluss auf die Unternehmenspolitik ausüben. Dafür stelle die sogenannte Volksaktie die geeignete Form dar. Ziel müsse es sein, "eine Zerschlagung der Bahn" zu verhindern, heißt es in dem Papier weiter.
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Berlin Hauptbahnhof als bester Großstadtbahnhof 2007 ausgezeichnet
(23.10.) BERLIN - Der Berliner Hauptbahnhof ist am Montag um ein Attribut reicher
geworden. Mehr als 100 Gäste feierten mit der Allianz pro Schiene den
kundenfreundlichsten Großstadtbahnhof des Jahres 2007. Im Beisein von Berlins
Bürgermeister und Wirtschaftssenator Harald Wolf und dem Vorstandsvorsitzenden
der DB Station und Service AG, Wolf-Dieter Siebert, enthüllten die
Jury-Mitglieder im Bahnhof die Siegertafel und übergaben Bahnhofsmanager Thomas
Hesse feierlich die Urkunde. "Die Architektur, die Lebendigkeit, die kulturellen
Angebote und die Umfrage-Ergebnisse zur Kundenzufriedenheit haben uns
überzeugt", sagte Jury-Mitglied Prof. Monika Ganseforth vom Verkehrsclub
Deutschland (VCD). In ihrer Laudatio lobte sie den Bahnhof als "Teil dieser
lebendigen, aufregenden Stadt" und als "Symbol für die Zukunft des
Verkehrsträgers Bahn". "Unsere Wahl entspricht der Abstimmung mit den Füßen",
kommentierte Ganseforth die Entscheidung der Jury. In den repräsentativen
Umfragen des Meinungsforschungsinstituts infas hatte Berlin Hauptbahnhof im
Eröffnungsjahr 2006 und im Folgejahr jeweils Spitzenplätze unter Deutschlands
Hauptbahnhöfen belegt. Weitere Pluspunkte aus Jury-Sicht sind das
kundenorientierte Servicepersonal, das vielfältige Angebot an Geschäften,
Gastronomie und Kultur, das den Charakter des Bahnhofs nicht verfälscht, sondern
mit Leben füllt, sowie die angenehmen Licht- und Akustikverhältnisse durch die
offene Bauweise mit viel Glas. Auch die auffallende Sauberkeit trage zur hohen
Aufenthaltsqualität des Bahnhofes bei. „Es gibt keine dunklen oder einsamen
Ecken, die ein Gefühl der Unsicherheit aufkommen lassen könnten", so Ganseforth.
"Der Preis ist eine Verpflichtung, gut zu bleiben und noch besser zu werden",
mahnte Jury-Mitglied und Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege bei der
Übergabe der Urkunde. An die Stadt Berlin appellierte er, die provisorischen
Bahnhofsvorplätze möglichst bald auf das Schönheitsniveau des Bahnhofs zu
bringen. Auch die fehlende Nord-Süd-Verbindung der S-Bahn und die fehlende
Anbindung an das U-Bahn-Netz seien "Defizite, die ein Bahnhof dieser
Größenordnung auf Dauer nicht haben darf". Flege freute sich in diesem
Zusammenhang auch über die von Bahnhofsmanager Hesse überbrachte Nachricht, dass
noch in dieser Woche elektronische Informationstafeln mit den Abfahrts- und
Ankunftszeiten der Buslinien auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs angebracht
werden. Flege: "Das ist der Beweis, dass der Titel "Bahnhof des Jahres" nicht
nur Auszeichnung, sondern auch Ansporn ist." Die Allianz pro Schiene vergibt den
Titel "Bahnhof des Jahres" seit 2004 an je einen Großstadtbahnhof und einen
Kleinstadtbahnhof. Im vergangenen Jahr waren die Bahnhöfe Hamburg-Dammtor und
Oberstdorf als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen. Bester Bahnhof in der
Kategorie kundenfreundlichster Kleinstadtbahnhof ist in diesem Jahr Landsberg am
Lech.
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NOB: Ende des Ticketverkaufs im Klanxbüller Bahnhof
(23.10.) KIEL - Der Pfingsten dieses Jahres gestartete Fahrkartenverkauf der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) im Klanxbüller Bahnhof endet mit dem 31 Oktober. "Der Andrang ist mit dem Saisonende merklich zurückgegangen", begründet NOB-Pressesprecherin Suzanne Thomas die Entscheidung. Wie es mit Beginn der nächsten Saison weiter gehe, könne man jetzt allerdings noch nicht sagen. Geplant sei weiterhin, dass der neue Inhaber des Bahnhofs einen Partner findet, der u. a. auch Fahrkarten verkauft. "Wir würden das im Sinn unserer Fahrgäste sehr begrüßen", so Suzanne Thomas.
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DB Services und DB Station&Service erhalten Facility Management Anwenderpreis 2007
(23.10.) BERLIN - Die DB-Töchter DB Services und DB Station&Service sind zweiter Teamsieger bei der Vergabe des Facility Management Anwenderpreises 2007. Im Rahmen der EXPO Real 2007 - Internationale Fachmesse für Gewerbe-Immobilien - in München nahmen Mitarbeiter und Führungskräfte der beiden DB-Gesellschaften die begehrte Glasskulptur-Trophäe in Empfang. Als führender Facility-Management-Dienstleister und Spezialist für integrierte Serviceleistungen hatte sich DB Services für das Bewirtschaftungsmodell Systemdienstleistung entschieden und bereits im Jahr 2005 gemeinsam mit der DB Station&Service auf bisher über 5.000 Bahnhöfen erfolgreich umgesetzt. Das Konzept, die konsequente Umsetzung, aber auch praxisnahe Ansätze zur Weiterentwicklung überzeugten die Fachjury. Der begehrte Branchenpreis zur nachhaltigen Förderung und Verbreitung der Facility Management-Idee wurde - diesjährig zum zwölften Mal - vom renommierten Fachmagazin "Der Facility Manager" vergeben.
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(22.10.) BERLIN - Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wird am Montag keine Streiks durchführen. Das teilte die GDL am Sonntag Nachmittag mit. Offen blieb, ob in den kommenden Tagen die Arbeit niedergelegt wird. Darüber will die GDL jeweils am Nachmittag des Vortages informieren. Der zweite GDL-Vize Günther Kinscher begründete im Fernsehsender n-tv den Streikverzicht am Montag mit den Worten: "Die Pendler haben genug gelitten." Die GDL denke vor allem an die vielen Ostdeutschen, die zum Wochenbeginn zu ihren Arbeitsplätzen im Westen führen. Der in Kur befindliche GDL-Chef Manfred Schell kündigte mit Blick auf mögliche Streiks in den kommenden Tagen in der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (Montagausgabe) eine Kursänderung an: falls am Dienstag wieder gestreikt werde, "dann sollen Berufspendler und Schüler in den Stoßzeiten morgens und nachmittags davon nach Möglichkeit nicht betroffen sein." Die GDL wolle Sympathien in der Bevölkerung zurückgewinnen und der DB zeigen, dass ihr Streikwille ungebrochen sei.
Schell machte deutlich, dass der Streik auf den Güter- und Fernverkehr ausgedehnt werden solle, wenn die Justiz dies zulasse. Die bisherigen Streiks im Nahverkehr hätten der Bahn "offensichtlich kaum geschadet". Schell sagte: "Ein Streiktag in allen drei Bereichen wird die Bahn ganz sicher zu einem verhandlungsfähigen Angebot bewegen." Zunächst muss das Arbeitsgericht in Chemnitz über die Berufung der GDL zum Streikverbot im Güter- und Fernverkehr entscheiden. Mit einer Entscheidung sei in den nächsten zwei bis drei Wochen zu rechnen, sagte Schell. Der stellvertretende GDL-Vorsitzende Günther Kinscher sagte dem "Hamburger Abendblatt", die GDL wolle "mit einem Eilantrag vor das Bundesverfassungsgericht" ziehen, falls in Chemnitz das Streikverbots im Güter- und Fernverkehr bestätigt werde. DB-Konzernsprecher Oliver Schumacher forderte am Sonntag die GDL-Führung auf, die "Machtspielchen" zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Den GDL-Funktionären fällt nichts anderes ein, als sich immer nur zu verweigern und nach der Politik zu rufen."
Unterdessen haben bundesweit mehrere Bahnkunden wegen der Bahnstreiks Strafanzeige gegen DB-Chef Hartmut Mehdorn und andere Mitglieder des Bahnvorstandes gestellt. Bei den Anzeigen gehe es unter anderem um den Vorwurf der Nötigung und um Schadenersatzforderungen, sagte der Berliner Oberstaatsanwalt Karlheinz Dalheimer der "Bild am Sonntag". So wären einige Angestellte durch den Bahnstreik zu spät zur Arbeit gekommen und die Arbeitgeber hätten ihnen die Fehlstunden vom Lohn abgezogen. Da die Bahn ihren Hauptsitz in Berlin hat, werden bei der dortigen Staatsanwaltschaft die Anzeigen gesammelt und bearbeitet.
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Russen erwägen Einstieg bei Deutscher Bahn
(22.10.) HAMBURG - Russland erwägt laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" nach der Teilprivatisierung einen Einstieg bei der DB. "Leider aber werden solche Entscheidungen am Kabinettstisch getroffen und nicht nach dem freien Spiel der Kräfte im Markt", sagte ein Sprecher der Russischen Eisenbahn (RZD) dem Magazin in Anspielung auf die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Russlands Präsident Wladimir Putin. Der Sprecher sagte weiter, er könne sich auch eine wechselseitige Beteiligung von RZD und DB vorstellen. "Wenn unsere Bahn an die Börse geht, bin ich dafür, dass auch ausländisches Kapital zum Zuge kommt, die Deutschen, die Slowaken, die Polen, die Länder mit denen wir kooperieren", sagte er.
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SPD-Arbeitsgruppe für Bahn-Volksaktien
(20.10.) BERLIN - Im parteiinternen Streit über die Bahn-Privatisierung hat sich die SPD auf eine Arbeitsgruppe auf ein Volksaktienmodell verständig. Die Partei schlägt vor, 25,1 Prozent an stimmrechtslosen Vorzugsaktien abzugeben. Dies teilte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Freitag in Berlin nach einer Telefonkonferenz mit. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee zeigte sich erfreut über den Kompromiss.
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Transnet/GDBA sehen Fortschritte bei Verhandlungen zu Entgeltsystem
(20.10.) BERLIN - TRANSNET und GDBA erkennen auf der Arbeitgeberseite erste Bewegung
bei den Verhandlungen zu einem neuen Entgeltsystem. "Die Bahn hat offenbar
erkannt, dass dieses neue System nicht aufkommensneutral sein kann", sagten
die Gewerkschaftsvorsitzenden Norbert Hansen und Klaus-Dieter Hommel am Freitag
nach den Verhandlungen in Berlin. Es werde jetzt ein Stufenplan zur Einführung
der neuen Struktur verhandelt. In der Zielplanung werde der Konzern einen
dreistelligen Millionenbetrag für die Verbesserungen aufwenden. Hansen und
Hommel werteten es als ein "klares Signal", dass die
Mitarbeiterbeteiligung 2008 erhöht werde. Dies habe der Bahn-Vorstand zugesagt.
Die Höhe werde nach Vorliegen des Betriebsergebnisses noch konkret verhandelt
werden.
"Wir wollen für alle Beschäftigten Einkommensverbesserungen, die über
die regulären Tarifsteigerungen hinausgehen", führten die beiden
Gewerkschaftsvorsitzenden aus. TRANSNET und GDBA streben eine Tarifstruktur an,
in der Kriterien wie Leistung, Verantwortung, Qualifikation, Erfahrung und
Belastung zur Lohnfindung herangezogen werden. Das neue System soll für 135.000
Tarifkräfte im Konzern gelten. Hansen und Hommel wiesen darauf hin, dass bei
den Beschäftigten eine große Erwartungshaltung herrsche. Wichtig sei deswegen
jetzt ein realistischer Zeitplan. Das Thema solle aber auf jeden Fall aus den
regulären Einkommensrunden herausgehalten werden. Fortgeführt werden sollen
auch die Verhandlungen über familienfreundlichere Arbeitszeitregelungen.
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Ab Montag moderne elektronische Stellwerkstechnik auf der Niddertalbahn
(20.10.) FRANKFURT/Main - Noch bis Sonntagnacht dauern die umfangreichsten Bauarbeiten auf der vor 101 Jahren eröffneten Niddertalbahn an. Der Zugverkehr wurde seit Donnerstag letzter Woche durch Busse ersetzt. Mit der Wiederaufnahme des Bahnverkehrs am Montagmorgen wird eine komplett neue elektronische Stellwerkstechnik in Betrieb genommen. Die Weichen und Signale zwischen Bad Vilbel und Glauburg-Stockheim werden dann durch "Mausklicks" gesteuert. Das Herzstück der neuen Technik befindet sich im neuen Elektronischen Stellwerk (ESTW) in Altenstadt. Von hier aus werden die Fahrstraßen der Züge eingestellt und die Bahnübergänge überwacht. Stellrechner in Nidderau und Niederdorfelden sorgen zusammen mit der neuen Verkabelung für kurze Wege bei der Datenübertragung. Neben dem laufenden Bahnbetrieb wurden dazu rund 30 Kilometer Kabelweg neu verlegt und 12 Signale neu errichtet. Anstelle der alten Flügelsignale sind zukünftig moderne Lichtsignale im Einsatz.
Die digitale ESTW-Technik ist Voraussetzung dafür, dass die Streckengeschwindigkeit auf der Niddertalbahn von 60 auf 80 Kilometer pro Stunde erhöht werden kann. Dazu werden auch 25 Bahnübergänge angepasst und mit zusätzlicher Sicherungstechnik ausgerüstet. Neben den kürzeren Fahrzeiten, die ab dem Fahrplanwechsel im Dezember zum Tragen kommen, schafft die ESTW-Technik auch die Voraussetzung für eine Verbesserung des Zugangebots. So sehen die Planungen zum Beispiel vor, dass die Bahn im Auftrag des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) ab Mai 2008 auch am Wochenende Zugverkehr auf der Niddertalbahn anbietet. Die zurückliegenden Tage ohne Zugverkehr wurden auch genutzt, um die Bahnsteiganlagen in Niederdorfelden umzubauen und dafür Gleise zu verlegen. Anstelle des alten Mittel- bzw. Hausbahnsteigs finden die Fahrgäste zukünftig auf 76 Zentimeter erhöhte Außenbahnsteige vor, die einen bequemen Ein- und Ausstieg in die Züge ermöglichen. Ein erster Außenbahnsteig ist in Niederdorfelden bereits fertig. In Altenstadt steht ein ähnlicher Bahnsteigneubau in den nächsten Wochen an, ohne dass es dadurch zu Einschränkungen im Zugverkehr kommt.
Insgesamt werden im Zeitraum von 2000 bis 2008 rund 50 Millionen Euro in die Modernisierung der Niddertalbahn investiert. In einer ersten Bauphase zwischen 2000 und 2005 waren bereits auf der gesamten 30 Kilometer langen Strecke zwischen Bad Vilbel und Glauburg-Stockheim Schienen, Schwellen und Schotter erneuert worden. Zehn Bahnhöfe erhielten neue Bahnsteige und Beschallungsanlagen zur Fahrgastinformation. Der Büdesheimer Tunnel wurde erneuert und dabei verlängert.
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S-Bahn Berlin: Betriebs- und Informationssystem im Plan
(20.10.) BERLIN - Noch in diesem Jahr wird das Betriebs- und Informationssystem S-Bahn (BIS) wie geplant auf dem gesamten S-Bahn-Ring in Betrieb gehen. Damit steht auch bei Störungen im Betrieb eine bessere Information für die Reisenden zur Verfügung. Die neue Technik ist uneingeschränkt für alle Züge und Zuglängen der S-Bahn Berlin geeignet. Auf dem Ring sind zur Zeit Züge mit sechs Wagen und in kurzen Zeitabständen unterwegs. Dies entspricht dem aktuellen Fahrgastaufkommen. Ein Erhöhen der Zuglänge auf acht Wagen ist bei Bedarf möglich. Kriterium hierfür ist die Kundennachfrage und das im Verkehrsvertrag vereinbarte Sitzplatzangebot. Das Abfertigungssystem berücksichtigt auch besondere Verhältnisse, wie starke Krümmungen der Bahnsteige oder schwer einzusehende Bereiche, so zum Beispiel in den Bahnhöfen Schönhauser Allee und Frankfurter Allee.
Die S-Bahn Berlin GmbH betreibt derzeit 15 Linien auf einem Netz mit einer Gesamtlänge von 331 Kilometern. Werktäglich fahren rund 1,4 Millionen Fahrgäste mit den rot-gelben Zügen. Die Züge auf dem S-Bahn-Ring benutzen täglich 400.000 Berliner und Gäste der Stadt.
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Gotthard-Basistunnel: Durchschlag der Weströhre
(20.10.) SEDRUN - Nach einer letzten Sprengung konnten sich am Mittwoch um 11.00 Uhr die Mineure von Sedrun und Amsteg die Hände reichen. Neun Monate früher als geplant erfolgte in der Weströhre des Gotthard-Basistunnels der Durchschlag zwischen den Teilabschnitten Sedrun und Amsteg mit einer horizontalen Abweichung von knapp 15 cm und einer vertikalen Abweichung von nur 1 cm. Mit dem druckhaften Tavetscher Zwischenmassiv Nord bei Sedrun musste eine bautechnisch schwierige Zone von etwa 1200 m Länge durchquert werden. Um dem enormen Gebirgsdruck zu begegnen, wurden in Sedrun neue Wege im Tunnelbau beschritten. In diesem Teilabschnitt mit druckhaftem Gebirge haben ausgebrochene Hohlräume die Tendenz, sich ohne Gegenmaßnahmen wieder zu schließen. Zur Offenhaltung des Ausbruchquerschnitts wurden deshalb als Stützmittel deformierbare Stahlbogen eingebaut, die sich bei einsetzendem Gebirgsdruck bis zum Erreichen des maximalen Tragwiderstandes langsam zusammenschieben. Diese Technik war zwar aus dem deutschen Steinkohlebergbau bekannt, wurde aber in diesen Dimensionen im Tunnelbau bisher noch nicht eingesetzt.
Das gewählte Konzept mit deformierbarem Stahleinbau hat die Erwartungen mehr als nur erfüllt. Die Vortriebs- und Sicherungsarbeiten kamen in den schwierigen geologischen Verhältnissen des Nordvortriebs Sedrun trotz teilweise sehr großen Deformationen gut voran, so dass beim Durchschlag schließlich ein Vorsprung von neun Monaten gegenüber dem Bauprogramm resultierte. Im Teilabschnitt Amsteg ist der Vortrieb seit längerem beendet. Die beiden Tunnelbohrmaschinen hatten ihr Ziel nach einer Strecke von je 10,7 km nach hervorragenden Vortriebsleistungen ebenfalls mit mehrmonatigem Vorsprung erreicht. Im Osten waren es 9 Monate, im Westen 6 Monate. Insgesamt waren am 1. Oktober 2007 vom 153,5 km langen Tunnelsystem am Gotthard 105,1 km oder 68,6 Prozent ausgebrochen.
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Am Freitag, Samstag und Sonntag keine Streiks bei der DB
(19.10.) BERLIN - Die GDL-Lokführer werden am Freitag, Samstag und Sonntag nicht streiken. Das weitere Vorgehen der GDL ist zunächst noch unklar. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft auch für Montag, Dienstag und Mittwoch der kommenden Woche Streiks in Aussicht gestellt. Ob am Montag gestreikt wird, will die GDL am Sonntag Nachmittag bekannt geben. Wegen der Streiks am Donnerstag von 2 bis 11 Uhr fielen nach Angaben der Bahn bundesweit durchschnittlich etwa 40 Prozent der Regionalzüge und S-Bahnen aus. Dabei gab es zwischen dem Osten und dem Westen starke Unterschiede bei der Streikbeteiligung und damit bei den regionalen Schwerpunkten und Auswirkungen. Zu den größten Beeinträchtigungen kam es in den ostdeutschen Bundesländern. So fielen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen regional bis zu 80 Prozent der Züge aus. Der größte Anteil der 200 Ersatzbusse wurde in diesen Ländern eingesetzt. Mit einem 20-Minuten-Takt konnten dagegen die S-Bahnen in Berlin und Hamburg eine stabile Leistung fahren. In Nordrhein-Westfalen war 70 Prozent der Züge unterwegs. Bei der S-Bahn Rhein/Neckar fuhren über 80 Prozent der Züge.
"Unsere vorläufige Bilanz der heutigen Streikaktionen der GDL zeigt deutlich, dass die Gewerkschaft ihr Streikziel verfehlt hat", sagte Personenverkehrsvorstand Karl-Friedrich Rausch am Mittag. "Das Land war mitnichten lahmgelegt, wie es die GDL immer wieder vollmundig behauptet. Und wir stellen außerdem fest, dass unsere Kunden gut informiert sind und deshalb weiterhin besonnen reagieren. Aber Ärger und Unmut wachsen - zu Lasten der GDL." Der Fern- und Güterverkehr, der laut Gerichtsbeschlüssen nicht bestreikt werden darf, ist nach Plan gefahren. Die DB forderte die GDL erneut auf, umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Nur dort können Lösungen gefunden werden, nicht aber durch Streiks", sagte DB-Personalvorstand Margret Suckale. Sie fügte hinzu: "Unser Angebot steht: bis zu zehn Prozent mehr Geld plus einer Einmalzahlung von 2.000 Euro sowie ein eigener Tarifvertrag für Lokführer."
Unterdessen berichtet "Focus Online", dass die DB pro Streiktag mehr als vier Millionen Euro allein dadurch verliere, dass zwei von fünf Zügen ausfallen. Nach den bisherigen vier Streiktagen bedeute dies zusammengerechnet Umsatzeinbußen von etwa 15 bis 20 Millionen Euro. Das ist der Großteil der Streikkosten, wie ein Bahnsprecher "FOCUS Online" bestätigte. Hinzu kommen Umsatzausfälle, weil Kunden wegen des Streiks auf andere Verkehrsmittel umsteigen, sowie die Kosten für zusätzliches Personal während der Streiktage. Trotz alledem müsste die Bahn dem Bericht zufolge für einen hohen Tarifabschluss viel mehr Geld aufwenden. Selbst wenn "nur" die Löhne der 20 000 Lokführer um zehn Prozent steigen würden, macht dies allein in einem Jahr weit mehr als 60 Millionen Euro aus.
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Lokführer verhindert Zusammenstoß
ESSEN - Glück im Unglück hatten am Donnerstag morgen 70 Reisende der S-Bahn 2 die sich auf der Fahrt von Gelsenkirchen nach Oberhausen befanden. Aus bisher noch nicht abschließend geklärter Ursache wurde der Fahrweg der S-Bahn kurz vor dem Bahnhof Essen Bergeborbeck in das Güterzuggleis gelenkt. Der Lokführer der S-Bahn erkannte die Abweichung des Fahrweges sofort und bremste die S-Bahn so ab, dass sie 70 Meter vor dem abfahrbereiten Güterzug zum Stehen kam. Eingesetzte Beamte der Bundespolizei veranlassten die sofortige Sperrung aller Betriebsgleise im Bergeborbecker Bahnhof. Die sich in der S-Bahn befindlichen Reisenden konnten daraufhin den Zug verlassen und durch das Schotterbett unverletzt den Bahnsteig erreichen. Warum die S-Bahn von der Personenzugstrecke in die Güterzugstrecke fuhr wird zurzeit von der Bundespolizei und des Eisenbahnbundesamtes geprüft. Nach ersten Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Fahrdienstleiter die Weichen für die S-Bahn nicht richtig gestellt hat.
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Railion startet planmäßigen Eisenbahnfährbetrieb nach Baltijsk
(19.10.) MAINZ - Nach zahlreichen Testfahrten in den zurückliegenden Monaten nimmt
heute das Eisenbahnfährschiff "FS Vilnius" den Regelbetrieb als erste
Non-Stop-Verbindung zwischen Deutschland und Russland auf. Die "FS Vilnius", die
bereits seit Juli 2006 zwischen dem deutschen Hafen Sassnitz-Mukran und dem
litauischen Hafen Klaipeda Eisenbahnfährdienste verrichtet, wird einmal pro
Woche zwischen Sassnitz-Mukran und Baltijsk bei Kaliningrad verkehren. Die Fähre
legt jeweils donnerstags im Hafen Sassnitz-Mukran und jeweils freitags im Hafen
Baltijsk ab. Es handelt sich dabei um eine Kooperation zwischen der Railion
Deutschland AG, der dänischen Reederei DFDS A/S und der Russischen Eisenbahn.
Mit Aufnahme der neuen Fährlinie verfügt Railion ab sofort über eine weitere
zuverlässige und leistungsfähige Eisenbahnfährverbindung über die Ostsee
Richtung Osteuropa. "Den Verkehren via Baltijsk kommt eine besondere Rolle zu,
da die Anwendung des CIM-Frachtbriefs auf der Seestrecke und dem
Streckenabschnitt Fähre bis Bahnhof Baltijsk die Abwicklung wesentlich
beschleunigt und eine Weiterführung der Verkehre nach Russland im Transit
ermöglicht", so Eckart Fricke, Vorstand Einzelwagenverkehr der Railion
Deutschland AG.
Der Eisenbahnfährbetrieb über Sassnitz-Mukran und Baltijsk ist eine sinnvolle
Ergänzung zu dem leistungsfähigen Landweg des sogenannten Korridor II über Polen
nach Weißrussland. Sassnitz-Mukran ist der größte Eisenbahnfährhafen
Deutschlands und der einzige Hafenstandort Mitteleuropas für Verkehre mit
russischen Breitspurwaggons. Auf den Routen nach Klaipeda und Baltijsk wird das
Fährschiff "FS Vilnius", das eine Kapazität von 85 russischen Eisenbahnwaggons
oder 108 Lkw-Trailern hat, eingesetzt. Die Fahrzeit Sassnitz-Mukran-Baltijsk
beträgt rund 16 Stunden.
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Ab Donnerstag wieder Streiks bei der DB
(18.10.) BERLIN - In den nächsten Tagen wird es bei der DB wieder zu massiven Behinderungen kommen. Der stellvertretende GDL-Vorsitzende Claus Weselsky kündigte am Mittwoch einen Streik der Lokführer für Donnerstag von 2 bis 11 Uhr an. Auch am Freitag sowie Montag, Dienstag und Mittwoch kommender Woche soll weiter gestreikt werden, wenn es weiter keine Einigung gibt. Genaueres will die GDL jeweils am Nachmittag zuvor bekannt geben. Die DB geht davon aus, dass am Donnerstag im bundesweiten Durchschnitt 60 Prozent der Nahverkehrszüge und S-Bahnen fahren werden. Dies war der DB beim GDL-Streik am vergangenen Freitag unter vergleichbaren Umständen gelungen. Wegen der kurzfristigen Ankündigung könne kein geordneter Notfahrplan mehr aufgestellt werden. Die regionalen Schwerpunkte werden laut DB voraussichtlich wieder in den ostdeutschen Bundesländern sowie in München, Berlin und Hamburg liegen. Im Fern- und Güterverkehr sind keine größeren Beeinträchtigungen zu erwarten. Hier darf nach einem Urteil des Arbeitsgerichts Chemnitz nicht gestreikt werden.
Mit den neuen Streikankündigungen gleich für mehrere Tage verschärft der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Weselsky, der den seit Dienstag in Kur befindlichen GDL-Chef Manfred Schell vertritt, den Kurs der GDL noch weiter. Unkomplizierter wird der Tarifstreit durch den Wechsel nicht unbedingt: Weselsky, der im kommenden Jahr Schells Nachfolge antreten will, gilt als Scharfmacher und sehr machtbewusst. "Dass die Einigung zwischen Schell und Mehdorn von vor zwei Wochen vom GDL-Vorstand abgelehnt wurde, daran ist auch Weselsky schuld", hieß es am Mittwoch aus dem Umfeld der Gewerkschaft. Andere Quellen sprachen von einem "Machtkampf bei den Lokführern" und einem "Abschieben Schells aufs Abstellgleis in die Kur". "Vor allem die GDL eiert herum", zitiert "Spiegel Online" den Frankfurter Politikwissenschaftler Josef Esser. "Meiner Einschätzung nach geht es hinter den Kulissen nicht halb so einig zu, wie es nach außen hin immer demonstriert wird."
DB-Personalvorstand Margret Suckale sprach am Mittwoch von "Chaos bei der GDL-Führung", nachdem Schell in einem Zeitungsinterview als erster von "Streiks am Donnerstag" gesprochen hatte, dies aber kurz danach von einer GDL-Sprecherin dementiert wurde, um wenig später auf der Pressekonferenz bestätigt zu werden. "Ohne den Vorsitzenden Schell taumelt die GDL führungslos in einen völlig unnötigen und womöglich mehrtägigen Streik", so Suckale. "Dass die GDL nicht verhandeln will, ist eine tarifpolitische Geisterfahrt. Sie wischt seit Wochen jedes neue und immer wieder verbesserte Angebot vom Tisch. Dafür hat niemand mehr Verständnis. Mit der Berufung vor dem Chemnitzer Landesarbeitsgericht will die GDL Deutschland offenbar noch mehr schaden. Dagegen werden wir uns wehren."
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Bahn-Umwelt-Zentrum wirft FAS-Gastautor unseriöse Zahlentricks vor
(18.10.) BERLIN - Die DB wirft dem Gutachter und Autor Gottfried Ilgmann unseriöse
Zahlentricks vor. In mehreren Beiträgen für die "Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung" vom 14. Oktober 2007 hatte Ilgmann den Umweltvorsprung der Bahn
in Frage gestellt und mit falschen Zahlen argumentiert. Joachim Kettner vom
Bahn-Umwelt-Zentrum: "Ilgmann hat sich die Wirklichkeit zurechtgebogen - in
wessen Interesse auch immer. Über seine Motive kann nur spekuliert werden.
Ebenso wie die Redaktion hat er es leider nicht für nötig befunden, seine
'wahren Zahlen' mit uns zu diskutieren und seine Quellen offenzulegen. Wir
werden diese offenbar bewussten Desinformationen nicht hinnehmen." Die DB AG
hatte bereits am Sonntag die Darstellung Ilgmanns vehement zurückgewiesen. Am
Mittwoch nahm das Bahn-Umweltzentrum noch einmal detailliert Stellung unter
Berücksichtigung auf die aktuellen Zahlen aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2007,
die online unter www.db.de/umwelt
veröffentlicht sind.
Demnach hat die Bahn im Fernverkehr pro Person und 100 Kilometer umgerechnet nur
2,9 Liter Benzin verbraucht, das entspricht 47 Gramm CO2 je Kilometer. Der
Energieverbrauch im "stationären Bereich" - das sind Bahnhöfe,
Betriebszentralen, Signalanlagen, Rangierbahnhöfe - ist für keinen
Verkehrsträger ermittelt. Deshalb sei eine hypothetische Annahme von Herrn
Ilgmann nicht belastbar. Diese Meinung wird auch vom Umweltbundesamt und vom
ifeu (Institut für Energie- und Umwelt) vertreten. Die Bahn vermittelt nicht nur
Durchschnittswerte hinsichtlich Verbrauch und Emission, sie gibt darüber hinaus
ganz präzise Antworten auf jede konkrete Reise - Verkehrsträger übergreifend.
Der vom ifeu entwickelte Umweltmobilcheck -
www.bahn.de/umweltmobilcheck -
vergleicht die Ökowirkung zwischen Pkw, Bahn, Flugzeug - von Tür zu Tür. Allen
Berechnungen liegt der Primärenergieaufwand zugrunde. Das heißt: Die
Verbrauchswerte enthalten auch alle Verluste entlang der sogenannten Vorkette
von der Förderung über die Umwandlung im Kraftwerk und Übertragung des Stroms
bis zum Stromabnehmer. Der Pkw misst die Benzinverbräuche hingegen erst ab
Zapfsäule. Für eine ökologische Bewertung der Verkehrsträger ist - fast immer -
nur die Auslastung entscheidend. Nicht so beim Flieger, obwohl auch dort eine
voll besetzte Maschine günstiger ist. Hier multipliziert sich die
klimaschädigende Wirkung in hohen Flughöhen um den Faktor zwei bis vier. Das
weiß Herr Ilgmann, unterschlägt es aber.
Die Bahn nutzt nahezu alle verfügbaren Energiequellen, vom Diesel bis zum
Solarstrom. Bei der elektrischen Traktion entspricht der Energieträgermix
weitgehend dem der öffentlichen Stromversorgung. Zu unterstellen, dass ein
höheres Reisendenaufkommen bei der Bahn zu einem Zukauf "schlechter" Energien -
also CO2-intensiver Energie - führt, ist nach Bahndarstellung ein absurdes
Gedankenexperiment. Die Verkehrsleistung der Bahn wachse vor allem durch eine
Erhöhung ihrer durchschnittlichen Auslastung. Der spezifische Energieverbrauch
pro Person werde deshalb sogar günstiger. Unbestritten sei der Fernreisebus ein
klimafreundliches Verkehrsmittel, weil seine Auslastung hervorragend ist. Er ist
aber mit dem Angebot des regelmäßigen Taktverkehrs wie bei der Bahn nicht
vergleichbar. Seriös könnte er allenfalls mit den Sonderzügen der Bahn
verglichen werden und diese sind bis zu 100 Prozent ausgelastet.
Es bleibt für die DB der schale Beigeschmack zurück, dass Gottfried Ilgmann der
Bahn - wie schon seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten - die noch vorhandenen
Effizienzpotenziale vorhalten will. Er ignorierte dabei aber, wie weit das
Unternehmen bei deren Hebung bereits voran gekommen ist: 2002 lagen die
spezifischen CO2-Emissionen um 25,9 Prozent unter den Werten von 1990. Die Bahn
sei das einzige Verkehrsunternehmen mit einem bis 2020 reichenden
"Klimaschutzprogramm", das von 2002 an weitere 20 Prozent weniger CO2 je Fahrt
realisieren will. Ilgmann betätige sich mit seiner Zahlenakrobatik aber als
Stichwortgeber für zweifelhafte Konzepte, wenn im FAS-Kommentar der konkrete
Klimaschutzbeitrag, den viele Umsteiger leisten, mit den Worten madig gemacht
wird, dass es dem "Klima mitnichten hilft, wenn der deutsche Pkw-Besitzer, statt
gewohnheitsmäßig über die Autobahn zu hetzen, gelegentlich in den ICE steigt".
Joachim Kettner: "Fakt ist, dass Umsteiger vom Pkw sofort zwei Drittel CO2 bei
gleicher oder einer besseren Performance einsparen können und daher Bahn fahren
natürlich doch dem Klima hilft. Es ist beschämend, wie wenig konstruktiv mit dem
Öko-Thema umgegangen wird. Alle Verkehrssysteme haben ihre Vor- und Nachteile.
Jetzt ist nicht die Zeit der Zahlenkämpfe, jetzt gilt es, durch eine
intelligente Vernetzung der Verkehrsträger die Mobilität so umweltverträglich
wie möglich zu gestalten."
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Öffnung der Eisenbahnmärkte in Europa schreitet voran
(18.10.) BERLIN - In Europas Bahnmärkten fallen die Zugangsbarrieren, und Deutschland
belegt bei der Marktöffnung einen Spitzenplatz. "Der neue Liberalisierungsindex
Bahn zeigt, dass die Zugangsbedingungen für Wettbewerber in Deutschland
vorbildlich sind - sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr. Leider
werden die ab dem Jahr 2010 verbesserten europäischen Rahmenbedingungen im
Schienenpersonenverkehr nicht das Niveau der Marktöffnung erreichen, das heute
schon in Deutschland herrscht", sagte DB-Chef Hartmut Mehdorn anlässlich der
Vorstellung des "Liberalisierungsindex Bahn 2007" am Mittwoch in Brüssel. Zu der
Spitzengruppe zählen ebenfalls Großbritannien, Schweden und die Niederlande,
deren Eisenbahnmärkte als "fortgeschrittene Marktöffnung" eingestuft wurden.
Polen und Tschechien, zwei noch relativ junge EU-Mitgliedsstaaten, kommen in
dieser Rangfolge auf die Plätze acht und neun. Österreich liegt auf dieser Skala
leicht vor der Schweiz, Rumänien ist freizügiger als Frankreich.
Der neue Index belegt, dass sich die Märkte in allen europäischen Ländern
öffnen, allerdings in unterschiedlichem Tempo. Erstmals gibt es eine
Spitzengruppe von vier Ländern, die auf jeweils mehr als 800 - von 1000
möglichen - Punkte kommen. Und erstmals hat kein Land weniger als 300 Punkte
erreicht. Der "Liberalisierungsindex Bahn 2007" wurde von IBM Global Business
Services in Zusammenarbeit mit Professor Christian Kirchner,
Humboldt-Universität zu Berlin, erstellt. Dabei werden erstmals die
Marktöffnungsgrade in 27 Ländern - 25 Mitgliedsstaaten der EU, der Schweiz und
Norwegen - verglichen und bewertet. Neu ist auch, dass die Auswirkungen der
vollständigen Öffnung der Schienengüterverkehrsmärkte zum 1. Januar 2007
untersucht wurden. Dabei haben die Autoren festgestellt, dass Wettbewerb in
jedem untersuchten Land möglich ist. Vereinzelt sind jedoch noch nicht alle
EU-Anforderungen umgesetzt worden. Erstmals bietet die ausführliche Analyse auch
zwei separate Indizes für den Güter- und den Personenverkehr auf Europas
Schienen. Dabei weisen die Zugangsbedingungen im Personenverkehr größere
Unterschiede auf als im Güterverkehr. Bei der Bewertung der
Wettbewerbsmöglichkeiten im Personenverkehr liegt der deutsche Markt im
Vergleich zu den anderen 26 Nationen ganz vorn.
Vor fünf Jahren wurde der "Liberalisierungsindex Bahn" erstmals veröffentlicht,
mit sehr positiver Resonanz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Auch die
EU-Kommission verwies auf dieses Marktöffnungsbarometer, das 2004 aktualisiert
und weiter entwickelt wurde, auf ihrer Internetseite. Nun gibt es eine dritte,
noch breitere und tiefere Analyse aus dem Jahr 2007, die in Anwesenheit von
Jacques Barrot, dem Vizepräsidenten der EU-Kommission, vorgestellt wurde. Der
Liberalisierungsindex Bahn gibt der verkehrspolitischen Diskussion in Europa
seit dem Jahr 2002 eine unabhängige und fundierte wissenschaftliche Grundlage.
An der Entwicklung, die anhand der Studien 2002, 2004 und 2007 abzulesen ist,
kann die EU-Kommission den Fortschritt der von ihr eingeleiteten Liberalisierung
des europäischen Schienenverkehrs ausmachen und Schwachstellen erkennen. Erst
vor wenigen Wochen hat das Europäische Parlament das sogenannte Dritte
Eisenbahnpaket verabschiedet, das unter anderem die Marktöffnung für
grenzüberschreitenden Personenverkehr auf der Schiene zum Jahresbeginn 2010
vorsieht, die Rechte der Fahrgäste stärkt und die Mindestanforderungen für einen
Lokomotivführerschein in Europa vereinheitlicht. Weitere Analysen, Details und
"Länderblätter" dieser jüngsten pan-europäischen Bahn-Studie von IBM Global
Business Services und Professor Kirchner sind ab sofort auf den Internet-Seiten
der DB zu finden:
www.db.de/liberalisierungsindex. Dort können Lang- und Kurz-Versionen des
"Liberalisierungsindex Bahn 2007" in verschiedenen Sprachen heruntergeladen
werden.
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DB Regio NRW erweitert das Werk Essen
(18.10.) ESSEN - Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsführung DB Regio NRW
GmbH und Günter Kozlowski, Staatssekretär im Ministerium für Bauen und Verkehr
des Landes NRW sowie Martin Husmann, Vorstandssprecher des Verkehrsverbundes
Rhein-Ruhr AöR (VRR) gaben am Mittwoch mit einem gemeinsamen symbolischen
Spatenstich das Startsignal für die Erweiterungsmaßnahmen im Werk Essen. "Die DB
Regio NRW GmbH investiert die auch für die Deutsche Bahn erhebliche Summe von
mehr als 300 Mio. Euro in 84 neue S-Bahn-Züge der Baureihe 422, welche ab April
nächsten Jahres nach und nach auf den S-Bahn-Linien im Verkehrsgebiet des VRR
eingesetzt werden", sagte Heinrich Brüggemann. "Zur Anpassung der Infrastruktur
im Werkstattbereich in Essen werden jetzt circa 3,3 Mio. Euro eingesetzt."
Martin Husmann führte aus: "Die Investition in 84 neue Fahrzeuge ist im
Verkehrsvertrag mit dem VRR vereinbart. Im Ballungsraum an Rhein und Ruhr sind
viele Pendler auf zuverlässige Städteverbindungen angewiesen. Wir glauben, dass
sich durch den Einsatz der neuen Züge die Qualität des S-Bahn-Netzes an Rhein
und Ruhr verbessern wird, denn wir möchten unseren Kunden ein modernes,
leistungsstarkes und pünktliches S-Bahn-System anbieten."
Um die neuen S-Bahn-Triebwagen auf höchstem technischem Niveau instand zu
halten, muss DB Regio NRW vorher das in Essen bestehende Werk erweitern. Die
jetzige Länge der Fahrzeughalle reicht für die Wartung der Neufahrzeuge mit
einer Länge von knapp 70 Metern nicht mehr aus. Daher wird sie über zwei
Arbeitsgleisen um 15,5 Meter in Richtung Westen verlängert. Dabei werden neben
den technischen Gebäudeausrüstungen mit Arbeitsgruben, fahrbaren
Dacharbeitsbühnen, Fahrzeughebeanlagen und Ersatzteillager auch die
Beleuchtungs-, Energieversorgungs- und Oberleitungsanlagen im Innen- und
Außenbereich sowie die Zuwegungen erweitert. Die Bauarbeiten sollen bis März
kommenden Jahres abgeschlossen sein, rechtzeitig vor Beginn des Probebetriebes
mit den neuen Fahrzeugen vom Typ ET 422 im S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr.
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Bahn modernisiert Bahnhof Weilerswist
(18.10.) DÜSSELDORF - Die DB modernisiert den Bahnhof in Weilerswist. Dazu wurde am Dienstag eine Bau- und Finanzierungsvereinbarung zwischen der Gemeinde und der DB Station & Service unterzeichnet. Die Bauvereinbarung beinhaltet den Neubau von zwei Seitenbahnsteigen und der Personenunterführung inklusive neuer Treppen- und Rampenanlagen. Außerdem soll das Bahnhofsumfeld neu gestaltet werden. Die Bahnsteige haben eine Länge von 165 Meter und eine Höhe von 76 cm, um das barrierefreie Ein- und Aussteigen zu ermöglichen. Die Maßnahme umfasst Gesamtkosten in Höhe von 3,855 Millionen Euro.
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GDL entscheidet am Mittwoch über weiteres Vorgehen
(17.10.) BERLIN - Im Tarifstreit bei der Bahn fällt am Mittwoch die Entscheidung über weitere Lokführerstreiks. Der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky sagte am Mittwoch, die GDL habe gestern von der Bahn eine Kurzfassung und eine 250-seitige Langfassung eines Angebots für Tarifverhandlungen bekommen. Die Kurzfassung sei für die GDL inakzeptabel. "Da der Teufel jedoch im Detail steckt, prüfen wir derzeit die Langfassung. Gerne hätten wir dabei die Erläuterungen der Bahn in Anspruch genommen", so Weselsky, der für die kommenden Wochen die Führung bei der GDL übernimmt, weil GDL-Chef Manfred Schell in Kur geht. "Sie steht jedoch für Gespräche nicht zur Verfügung." Die DB hatte unverbindliche Gespräche abgelehnt und die Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen gefordert. Bei der förmlichen Aufnahme von Tarifverhandlungen würde die Friedenspflicht gelten, und die GDL könnte nicht streiken. Die GDL wird die Prüfung der Langfassung bis Mittwoch Nachmittag abgeschlossen haben. Die GDL wird im Anschluss an die Prüfung um 15 Uhr in einer Pressekonferenz die Bewertung des Angebots und das weitere Vorgehen vorstellen. Unterdessen hat GDL-Vizevorsitzender Günther Kinscher gegenüber der Zeitung "Die Welt" angekündigt, die GDL wolle Widerspruch gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Chemnitz einlegen, wonach im Fern- und Güterverkehr nicht gestreikt werden darf. Zur Begründung erklärte er dem Blatt zufolge: "Streiks nur im Nahverkehr treffen die Bahn nicht."
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Lötschberg: Lokomotive auf falsch gestellter Weiche entgleist
(17.10.) FRUTIGEN - Die Verkettung von außergewöhnlichen Faktoren hat dazu geführt, dass am Dienstag früh - im Rahmen der Ertüchtigungsphase - ein Güterzug bei der Einfahrt in den Lötschberg-Basistunnel eine falsch gestellte Weiche befahren konnte. Dabei entgleisten zwei Achsen der ersten Lokomotive. Nach der Bergung des Zuges wurde der Basistunnel für den Verkehr wieder freigegeben. Die Ursache der Entgleisung ist geklärt: Eine betriebliche Umdisposition durch das Fernsteuerzentrum in Spiez hat zu einem außerordentlichen Halt für den Richtung Süden fahrenden Güterzug geführt. Dieser befand sich auf der Umfahrung Frutigen in der Übergangsphase vom konventionellen Betrieb zur ETCS-Steuerung mit Führerstandssignalisierung. Wegen eines technischen Fehlers im Zugsicherungsbereich, der nur in der Phase des Systemwechsels zum Tragen kommt und in der Simulation nicht erkannt werden kann, wurde der Lokführer nicht an der Weiterfahrt gehindert, obwohl die Weiche bei der Einfahrt in den Basistunnel falsch gestellt war. Die falsch gestellte Weiche führte schließlich zur Entgleisung der Lokomotive. Die Steckensperrung hatte betrieblich keine größeren Auswirkungen. Der Güterverkehr wurde über die Bergstrecke umgeleitet. Nachdem betrieblich sichergestellt wurde, dass sich der Fehler nicht wiederholen kann, wurde am späteren Nachmittag die westliche Einfahrt in den Basistunnel für den Verkehr freigegeben. Damit fährt auch der NEAT-Express bereits heute Dienstag Abend wieder nach Fahrplan.
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Start der Umbauarbeiten im Bahnhof Elmshorn
(17.10.) HAMBURG - Die Umbauarbeiten im Bahnhof Elmshorn haben begonnen. Mit dem Bau eines Aufzugs wird ein barrierefreier Zugang von der Königsstraße zum Mittelbahnsteig Gleis 2/3 geschaffen. Zusätzlich entsteht ein neuer Treppenaufgang inkl. Einhausung vom Mittelbahnsteig zum Tunnel Schulstraße/Bauernweg. Die Beleuchtung und Wegeleitung wird entsprechend angepasst. Die Kosten teilen sich der Bund, das Land Schleswig-Holstein und die DB. Im Frühjahr 2008 werden die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Bahnstation Elmshorn wird täglich im Durchschnitt von rund 9.000 Fahrgästen genutzt.
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Stationen Leverkusen Mitte und Opladen werden aufgewertet
(17.10.) LEVERKUSEN - Die DB investiert weiter in die Modernisierung ihrer Stationen. Im Bahnhof Leverkusen Mitte hat am Dienstag Peter Kradepohl, Leiter Bahnhofsmanagement Köln, im Beisein von Regina Jones, Regionalbereichsleiterin West, Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) und von Ernst Küchler, Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen, die neuen mit LCD-Anzeigentechnologie ausgerüsteten Fahrgastinformationsanlagen für die Bahnhöfe Leverkusen Mitte und Opladen vorgestellt. In Leverkusen Mitte investierten Bahn und Bund rund 250.000 Euro in die acht Zugzielanzeiger auf den Bahnsteigen und in die fünf neuen Uhren. Der Bahnhof Opladen erhielt zwei LCD-Anzeigen auf den Bahnsteigen. Die Investitionen dort belaufen sich auf rund 115.000 Euro. Die digitalen LCD-Anzeigen bieten die Möglichkeit, die Fahrgäste auch über eine variable Textzeile schnell zu informieren. Darüber hinaus wurden verschiedene Verschönerungsarbeiten im Bahnhof Leverkusen Mitte durch die Bahn und durch die Stadt Leverkusen durchgeführt. Bis Februar des nächsten Jahres werden 50 Bahnhöfe in NRW neue Fahrgastinformationsanlagen (FIA) erhalten. Insgesamt werden dafür landesweit 15 Millionen Euro investiert.
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Aktion "Schöner Bahnhof" soll Sauberkeit an Bahnstationen erhöhen
(17.10.) HANNOVER - Gepflegte Bahnhöfe und Anlagen sind bei täglich fast 1 Million Fahrgästen des Öffentlichen Personennahverkehrs und Bahnhofsnutzern in Niedersachsen ein wesentliches Qualitätsmerkmal und somit die Visitenkarte der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Damit sich Kunden und Besucher in den Bahnhöfen umfassender wohlfühlen, führen DB und Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH vom 18. bis 26. Oktober die gemeinsame Aktion "Schöner Bahnhof" durch. DB-Mitarbeiter und andere Freiwillige reinigen mit "Hochdruck" Bahnsteige, Gebäude und Umfeld, entfernen Graffiti, pflegen die Grünanlagen, putzen Vitrinen und nehmen kleinere Ausbesserungen vor. Los geht es zunächst in den Stationen Springe, Salzgitter-Ringelheim, Wilhelmshaven, Uslar und Delmenhorst. "Wir wollen das Erscheinungsbild der Bahnhöfe nachhaltig verbessern", sagt Friedemann Keßler, Leiter des Regionalbereichs Nord der DB Station&Service AG. "Mit dieser Aktion wollen wir auch das Verantwortungsbewusstsein der Öffentlichkeit für die Stationen erhöhen." Darum legt die Bahn großen Wert auf die Beteiligung und das Mittun von Anrainern und Bürgern und auf ein offensives Werben um Bahnhofspatenschaften. Der Oktober-Aktion "Schöner Bahnhof" sollen später weitere Aktionen auf anderen Stationen folgen.
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(16.10.) BERLIN - Die DB hat der GDL am Montag ein neues Angebot vorgelegt. Es sieht unter anderem einen eigenen Tarifvertrag für alle Lokführer vor, der sich allerdings konflikt- und widerspruchsfrei in das DB-Gesamttarifwerk einpasst. Weiter sieht das Angebot eine Einmalzahlung von 2.000 Euro sowie ab dem kommenden Jahr eine Erhöhung des monatlichen Entgelts von bis zu zehn Prozent vor. Basis des Angebots ist der Tarifabschluss über 4,5 Prozent mehr Gehalt zwischen DB und der Tarifgemeinschaft von Transnet und GDBA. Zusätzlich gibt es eine erhöhte Mitarbeiterbeteiligung für dieses Jahr in Höhe von 600 Euro. Darauf aufsattelnd können Arbeitnehmer in diesem Jahr 1.400 Euro erhalten, indem sie sich zwei Überstunden je Woche auszahlen lassen. Ab dem kommenden Jahr können zusätzlich zu den 4,5 weitere 5 Prozent Entgelt hinzukommen, wenn ein Lokführer sich bereit erklärt, die Wochenarbeitszeit um zwei Stunden zu erhöhen.
Weitere Vorschläge sehen vor, dass der Ruhetagsplan mitarbeiterfreundlicher gestaltet werden soll. Bessere Aufstiegs- und Einkommensmöglichkeiten soll auch eine neue Entgeltstruktur bringen, die bis Ende kommenden Jahres stehen soll. Das Bahn-Angebot setzt außerdem eine Kooperation mit Transnet und GDBA voraus. "Wir erwarten, dass es diese Kooperation gibt", sagte DB-Personalvorstand Margret Suckale. Transnet und GDBA hatten als Tarifgemeinschaft die Zusammenarbeit mit der GDL vor dreieinhalb Wochen aufgekündigt. Der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft, Alexander Kirchner, sagte, die GDL habe mit dem neuen Angebot für die "lokführerspezifischen Teile" eine privilegierte Verhandlungsposition bekommen, aber es solle ein "konflikt- und widerspruchsfreies Ergebnis" erzielt werden.
Die GDL äußerte sich am Nachmittag enttäuscht über das neue Angebot. "Wir erkennen in diesem Angebot im Grunde nichts Neues. Es unterscheidet sich von dem Tarifabschluss mit anderen Gewerkschaften nur darin, dass bis zu 1 400 durch die Bezahlung von bereits geleisteten Überstunden erfolgen sollen", so GDL-Chef Manfred Schell in Frankfurt. "Das Angebot ist in jedem Fall unzureichend." Eine Sprecherin der GDL erklärte, da noch viele Fragen offen seien, werde es über das Angebot am Mittwoch in Frankfurt am Main ein klärendes Gespräch geben. DB-Sprecher Oliver Schumacher sagte dazu am Abend, "unverbindliche und diffuse Gespräche" lehne die DB ab. Sie würden nur eine Verzögerung bringen und nicht weiterführen. "Die GDL muss sich jetzt entscheiden: Will sie weiter verzögern oder endlich verhandeln, um deutliche Lohnsteigerungen für ihre Mitglieder zu erreichen."
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Einsetzen des letzten Wandelements in Seubersdorf
(16.10.) MÜNCHEN - Im Rahmen des Programms "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes" baut die DB in der Oberpfalz in insgesamt acht Ortsdurchfahrten an der Bahnstrecke Regensburg - Nürnberg Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von rund 4.900 Metern. Stellvertretend für alle Ortsdurchfahrten feiert die DB in Seubersdorf mit dem symbolischen "Einsetzen des letzten Wandelements" am Donnerstag, 18.10.2007 um 11 Uhr am Bahnhof Seubersdorf die Fertigstellung der Schallschutzmaßnahmen in Seubersdorf.
Seit 1999 wird die "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes" von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde erstmals die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Aktuell stehen dem Programm jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Bundesweit sind aktuell in 1.020 Ortslagen Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung, Bau oder bereits abgeschlossen. Mit der Realisierung der Maßnahmen ist die DB Projektbau GmbH beauftragt.
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BUGA 2007 war für die DB ein Erfolg
(16.10.) BERLIN - Erfolgreich waren nach eigenen Angaben die Bemühungen der DB, die Besucher dazu zu bewegen, mit der Bahn zur BUGA nach Gera und Ronneburg zu reisen. So kamen 13 Prozent der BUGA-Gäste mit dem Zug. Von den rund 195.000 Bahnreisenden nutzten ein Drittel das BUGA-Kombi-Ticket. Damit konnte man für 22 Euro von allen Bahnhöfen aus Sachen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Nahverkehrszügen an- und abreisen, die BUGA besuchen sowie den Buspendelverkehr zwischen Gera und Ronneburg nutzen. Dieses Ticket wurde bundesweit vertrieben und beispielsweise auch in Chemnitz, Dresden, Leipzig, Halle (Saale), Magdeburg, Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main oder München gekauft.
"Mit 65.000 verkauften BUGA-Kombi-Tickets bis zum gestrigen Ende der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg sind unsere Erwartungen deutlich übertroffen worden. Und auch sonst hat die Bahn während der BUGA ihr Leistungsvermögen als verlässlicher Vertriebs- und Logistikpartner erfolgreich unter Beweis gestellt. Zahlreichen Aktivitäten der Deutschen Bahn AG haben maßgeblich zum Erfolg dieser Großveranstaltung beigetragen", fasst Gerold Brehm, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Thüringen, das Engagement des führenden Mobilitäts- und Logistikunternehmens zusammen.
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ÖBB erweitern Kooperation mit LaudaMotion
(16.10.) WIEN - Bahnreisende können ab sofort auch am Wiener Südbahnhof, am Grazer Hauptbahnhof und am Klagenfurter Hauptbahnhof smart umsteigen. Denn die ÖBB erweitern ihre Kooperation mit LaudaMotion um weitere drei Bahnhöfe. Insgesamt stehen ab sofort 100 Smarts an sieben österreichischen Bahnhöfen bereit. "Aufgrund der hervorragenden Annahme der ÖBB LaudaMotion Smarts ist die Erweiterung dieses Angebots die logische Konsequenz. So können wir einen zusätzlichen Beitrag leisten, um das Bedürfnis unserer Kunden nach Mobilität zufrieden zu stellen", so Stefan Wehinger, Vorstandsdirektor der ÖBB-Personenverkehr AG. Wegen der regen Nachfrage nach den kleinen City-Flitzern musste die ÖBB LaudaMotion Smart-Flotte bereits an jedem der bestehenden Standorte aufgestockt werden.
Auch nach der Erweiterung der ÖBB LaudaMotion Smarts- Standorte bleiben die Preise niedrig. VORTEILScard Inhaber mit gültigem Ticket zahlen für die Nutzung eines ÖBB LaudaMotion Smarts 9 Euro pro Kalendertag, Kunden ohne VORTEILScard 18 Euro - für den Vorteilspreis von 9 Euro gilt eine maximale Mietdauer von 3 Tagen, inbegriffen sind 100 km pro Tag. Voraussetzung für die Mietung: Mindestalter von 23 Jahren, eine Kreditkarte sowie ein gültiger Führerschein. Die Buchung eines Fahrzeugs erfolgt bequem über das Internet unter http://oebb.laudamotion.com oder am LaudaMotion Counter direkt am jeweiligen Bahnhof.
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DB und GDL dementieren angebliche Einigung im Tarifkonflikt
(15.10.) BERLIN - Die DB und die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) haben am Wochenende einen Bericht von "Spiegel Online" über eine Lösung im monatelangen Tarifkonflikt zurückgewiesen. "Die Deutsche Bahn AG weiß nichts von einer Einigung im Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer", sagte Konzernsprecher Oliver Schumacher am Sonntag. "Realität ist: In diesen Stunden wird ein Angebot an die GDL abschließend erarbeitet, welches am Montag der GDL und der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Auf dieser Basis erwartet die DB eine zügige Aufnahme von Tarifverhandlungen, um den Konflikt konstruktiv zu lösen