Ab Montag Nachmittag drohen Bahnstreiks
(29.09.) BERLIN - Bahnreisende müssen sich in der kommenden Woche auf Bahnstreiks einstellen. Auch ein Telefonat am Freitag zwischen DB-Chef Hartmut Mehdorn und dem GDL-Vorsitzenden Manfred Schell brachte keine Einigung im Tarifkonflikt. Am Sonntag um 24 Uhr endet die Friedenspflicht. Am Montag Mittag will die GDL bekannt geben, wann und wo gestreikt werden soll. Sie kündigte an, den Berufsverkehr am Montagmorgen zu verschonen und am Mittwoch, am Tag der Deutschen Einheit, nicht zu streiken.
Die DB sieht sich nach eigener Darstellung "noch besser auf Streiks vorbereitet als beim letzten Mal". Das Unternehmen werde einen "eingeschränkten, aber belastbaren Fahrplan" anbieten, sagte DB-Personalvorstand Margret Suckale der "Welt". Bei den ICEs werde die DB alles daran setzen, dass die Fahrpläne eingehalten würden. Für eine rasche Information der Fahrgäste würden bis zu 800 weitere Mitarbeiter mobilisiert. Fahrkarten und Reservierungen, die an einem Streiktag gültig waren, würden "kostenlos erstattet". Auch rechtliche Mittel schloss Suckale nicht aus. Mit zahlreichen einstweiligen Verfügungen hatte die DB bereits im Juli gegen die Streiks gekämpft.
Aktuelle Informationen zur Lage im bundesweiten Zugverkehr gibt es über die kostenlose Service-Hotline unter der Telefonnummer 08000 996633 (aus dem Ausland +49 1805 334444, Gebühren je nach Herkunftsland und Provider).
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Investitionen in die Strecke Saalfeld - Blankenstein
(29.09.) LEIPZIG - Die rund 42 Kilometer langen Strecken Saalfeld - Blankenstein/Unterlemnitz - Ebersdorf-Friesau sind für die in Friesau und Blankenstein ansässige Holz verarbeitende Industrie sowie für den Güterverkehr der DB von besonderer Bedeutung. Die von der DB-Güterbahn Railion beförderte Gütertransportmenge ist seit 1998 kontinuierlich auf heute über das Dreifache gestiegen. Betrug das Aufkommen damals noch rund 350.000 Tonnen, werden in diesem Jahr über eine Million Tonnen erwartet. Die zu erwartenden Steigerungen im Güterverkehr sowie die topografisch anspruchsvolle Trassierung der Strecken im Thüringer Schiefergebirge stellen hohe Anforderungen an die Vorhaltung der Fahrweginfrastruktur.
Seit dem Sommer 2005 laufen die Bauarbeiten zur abschnittsweisen Gleis- und Weichenerneuerung sowie zur technologischen Umgestaltung der Betriebsführung. Die Investitionsschwerpunkte lagen mit rund fünf Millionen Euro in den zurückliegenden Jahren in der Erneuerung von Brücken zwischen Hockeroda und Wurzbach, in der Wiederinbetriebnahme des Bahnhofes Unterlemnitz sowie in Weichenerneuerungen in Leutenberg und Lichtentanne. Bis 2010 werden weitere sieben Millionen Euro zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur aufgewendet, um beispielsweise die Streckengeschwindigkeit auf 60 km/h zu erhöhen sowie die Signal- und Sicherungstechnik zu modernisieren. Der Freistaat Thüringen hat die Streckensanierung mit 250.000 Euro gefördert. Die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH (NVS) engagiert sich darüber hinaus beim Bahnhofsverschönerungsprogramm. So wurden bzw. werden entlang der Bahnstrecke ungenutzte oder unansehnliche Gebäude abgerissen (Kaulsdorf, Lichtentanne, Leutenberg, Bad Lobenstein, Harra), Wege zu den Bahnsteigen befestigt (Kaulsdorf, Hockeroda), Graffitis entfernt und Graffitischutz aufgebracht (Breternitz), Unterführungen instand gesetzt (Hockeroda) oder Malerarbeiten durchgeführt (Leutenberg, Lichtentanne, Zschachenmühle).
Im Nahverkehr wird die Strecke durch moderne Triebwagen der DB Regio AG, Verkehrsbetrieb Thüringen, auf Bestellung der NVS im Zweistundentakt, in der Hauptverkehrszeit auch häufiger, bedient. In Saalfeld haben die Züge aus Blankenstein Anschluss in Richtung Erfurt, Jena, Gera und an den ICE nach Leipzig und Berlin. Doch auch für Ausflügler und Urlauber ist die Strecke Saalfeld - Blankenstein attraktiv. Mit dem "Schiefergebirgs-Express" kann man bis Ende Oktober jeweils samstags umsteigefrei, schnell und bequem von Leipzig, Zeitz oder Gera in das Thüringer Schiefergebirge und in die Rennsteigregion reisen.
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14 Tage komplexe Bauarbeiten für die neue Eisenbahn-Südeinbindung Halle (Saale)
(29.09.) HALLE - Vom 8. Oktober, 12 Uhr, bis zum 21. Oktober, 12 Uhr, erfolgen rund um die Uhr an der Südeinbindung von Halle (Saale) im Bereich nördlich der Dieselstraße bis Ammendorf komplexe Bauarbeiten. Gebaut wird hauptsächlich in zwei Bereichen. Der erste umfasst die Vorbereitungen der Gleisanlagen für die Neubaustrecke Erfurt - Halle von Ammendorf in Richtung Halle (Saale) Hauptbahnhof. Hier erfolgt der Anschluss der neu hergestellten Gleise und Weichen. Im Bereich der Brücke Dieselstraße werden auf der Strecke Halle (Saale) - Weißenfels in diesem Zeitraum 2.200 Meter Gleis, einschließlich Tiefbauarbeiten, neu errichtet und drei Weichen ausgebaut. Dafür müssen über 30.000 Tonnen Boden und Bahnschotter per Schiene an- und abtransportiert werden. Der Bahntransport wurde gewählt, um die Belastungen, die mit LKW-Transporten entstanden wären, zu vermeiden.
In dem genannten Zeitraum sind zwanzig sogenannte Arbeitszüge mit Bautechnik der verschiedenen Gewerke im Abschnitt der Südanbindung Halle unterwegs. Schwere Gleisbautechnik stellt die Gleislage her, Technik zur Weichenmontage verbindet die neuen mit den vorhandenen Gleisen. Oberleitungsmontagewagen sorgen für den richtigen Verlauf des elektrischen Fahrdrahts. Darüber hinaus muss die Signal- und Sicherungstechnik an den neuen Zustand angepasst werden. Neu im Abschnitt der Südanbindung Halle sind nach Abschluss der Bauetappe weitere fünf Kilometer Gleis, sieben Weichen. Für die elektrischen Oberleitungsanlagen werden 7.200 Meter sogenanntes Kettenwerk und 6.000 Meter Speiseleitung montiert. 60 neue Signalmaste erreichen am 18. und 19. Oktober per Hubschrauber ihre Standorte. Auch dieses Verfahren wurde gewählt, um Landtransporte durch die Stadt zu vermeiden.
Ein weiterer Bauabschnitt während der Streckensperrung befindet sich im Süden von Ammendorf. Hier werden Vorbereitungen für den Abzweig der künftigen Neubaustrecke Halle (Saale)–Erfurt in Richtung Erfurt getroffen. Neben dem Bahndamm entsteht eine geschlossene Baugrube für ein Brückenpfeilerfundament. 50 etwa zehn Meter lange Spundwandprofile werden mittels Vibrationsrüttler in den Boden gebracht. Da die Zeit der Streckensperrung begrenzt ist, wird rund um die Uhr gearbeitet. Der Vibrationsrüttler kommt nur am Tage zum Einsatz. Erhebliche Lärmbelästigungen sind trotzdem unvermeidlich, wofür sich die DB bei den Anwohnern entschuldigt.
Im Süden von Halle (Saale) erreichen die zwei Gleise der künftigen Neubaustrecke Erfurt–Halle über ein Brückenbauwerk die vorhandenen Bahnanlagen, wo sie im Bereich Ammendorf mit der vorhandenen Strecke in Richtung Halle (Saale) Hauptbahnhof verbunden werden. In der Mitte verläuft künftig die zweigleisige Neubaustrecke, außen je ein Gleis der Strecke von und nach Weißenfels. Die neuen Brücken und Gleise über die Regensburger Straße sowie der neue Haltepunkt Halle-Ammendorf gingen bereits im Januar dieses Jahres in Betrieb. Es folgen weitere umfangreiche Arbeiten zur Herstellung des Endzustandes der Regensburger Straße sowie von Entwässerungsanlagen. Die Investition von Bund und Bahn in den derzeitigen Bauabschnitt Halle (Saale) beträgt 92,5 Millionen Euro. 64,6 Millionen Euro davon kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die laufenden Bauarbeiten im Stadtbereich Halle (Saale) dauern bis Ende 2008. Es folgt eine weitere Ausbaustufe bis 2011. Die 123 km lange Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle soll im Zeithorizont 2015/16 in Betrieb gehen.
In der genannten Zeit muss die Strecke Halle (Saale) - Schkopau voll gesperrt werden. Es kommt zu Fahrplanänderungen im Fern- und Regionalverkehr mit früheren und späteren Abfahrts- und Ankunftszeiten und Ersatzverkehren. Die Deutsche Bahn bittet Reisende um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten. Die Züge der Fernverkehrslinie Stralsund - Berlin - Halle (Saale) - Erfurt - Kassel - Düsseldorf und die ICE der Linien Halle (Saale) - Frankfurt/Berlin/München werden zwischen Merseburg und Halle (Saale) über Holleben umgeleitet und haben dadurch längere Fahrzeiten. In Halle (Saale), Naumburg (Saale), Weimar und Erfurt werden zahlreiche Anschlüsse nicht erreicht. Für die Nahverkehrszüge der Regionalbahn-Linien Halle (Saale) - Erfurt - Eisenach und Halle (Saale) - Naumburg (Saale) fahren zwischen Halle (Saale) Hauptbahnhof und Schkopau Busse im Schienenersatzverkehr. Durch die längeren Fahrzeiten der Busse kann es zu Reisezeitverlängerungen kommen. Die Mitnahme von Fahrrädern, Kinderwagen, mobilitätseingeschränkten Personen und Gruppenreisenden ist in den Bussen nur begrenzt möglich. Informationen zu den veränderten Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei den Servicemitarbeitern, beim BahnBau-Telefon rund um die Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 5 99 66 55, sowie im mdr auf Texttafel 737 und 739 sowie im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten.
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SBB: Sanierung des Willerzeller Viadukts wird teurer
(29.09.) BERN - Seit Juli 2007 laufen die Sanierungsarbeiten des Willerzeller Viadukts über den Sihlsee. Wie sich bei den laufenden Sanierungsarbeiten herausstellte, gestalten sich die Instandsetzungsarbeiten der Fahrbahn des Willerzeller Viadukts anspruchsvoller als erwartet. Die Fahrbahn, die letztmals vor dreißig Jahren total überholt worden war, hat in den letzten Jahren erheblich gelitten und muss aufwendiger als geplant saniert werden. Dies führt zu leichten Bauverzögerungen und zu Mehrkosten. Die laufenden Arbeiten dürften nicht wie vorgesehen Anfang November, sondern erst drei Wochen später Ende November abgeschlossen sein. Die Kosten für die Sanierung von Fahrbahn und Randträger dürften sich auf rund 4 Millionen Franken belaufen. Ursprünglich gingen die Etzelwerke AG als Bauherrin von Kosten in der Höhe von circa 2,5 Millionen Franken aus. Die Kosten werden von der Etzelwerk AG - einer Tochtergesellschaft der SBB - getragen.
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GDL-Chef: "Ein Streik scheint unvermeidlich"
(28.09.) BERLIN - Bei der DB stehen inzwischen wieder alle Zeichen auf Streik. Bereits am kommenden Dienstag könnten die Lokführer erneut die Arbeit niederlegen. Nach ZDF-Angaben scheiterte ein Geheimtreffen zwischen Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und dem Vorsitzenden der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, in dem ein letzter Versuch der Einigung unternommen werden sollte. "Da ist gar nichts rausgekommen", sagte Schell laut ZDF. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe) sagte Schell, ein Streik scheine "unvermeidlich". "Wenn ich bei der Bahn den ernsthaften Willen zu Verhandlungen sähe, wäre der 30. September für die GDL kein Dogma. Aber es sieht im Moment nicht so aus, als wollte der Arbeitgeber uns noch ein tragfähiges Angebot vorlegen", sagte Schell. Über mögliche Streiks und Streikorte wolle er am Montag die Presse informieren. Am Tag der deutschen Einheit müssen die Fahrgäste allerdings keine streikenden Lokführer fürchten: "Die Lokführer werden den Feiertag nicht durch Arbeitskampf entweihen", sagte Schell der "FAZ". Schell bekräftigte noch einmal, die Gewerkschaft bestehe auf einem eigenen Tarifvertrag. Das wiederum lehnt die DB strikt ab. An dieser Frage war auch das Moderationsverfahren mit den Vermittlern Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf gescheitert. DB und GDL interpretieren die Moderationsergebnisse völlig unterschiedlich und jeweils zu ihren Gunsten und werfen sich gegenseitig die Abkehr von den Ergebnissen vor.
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Bahn-Konkurrenz: Lufthansa streicht Verbindung Köln - Frankfurt
(28.09.) ESSEN - Erfolg für die Bahn: Angesichts der schnellen Bahn-Konkurrenz zwischen Köln und Frankfurt am Main stellt die Lufthansa nach Informationen der "Neuen Ruhr Zeitung" ihre Flüge zwischen den beiden Städten ein. Demnach streicht die Lufthansa Ende Oktober die täglich vier Flüge zwischen den knapp 200 Kilometer voneinander entfernten Städten. "Die Auslastung wurde immer geringer, die Kunden entscheiden sich vermehrt für die Zugverbindung zwischen beiden Städten", zitierte die Zeitung einen Lufthansa-Sprecher. Vor einigen Jahren hatte die Lufthansa bereits die Direktflüge von Hamburg nach Berlin eingestellt.
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Gedrosseltes Tempo für Elektrotriebzüge
(28.09.) BERLIN - Rund 750 Elektrotriebzüge der DB der Baureihen ET 423 bis 426 müssen nach einem Bericht des "Handelsblatts" von Samstag an zur Sicherheit langsamer fahren. Ein entsprechender Bescheid des Eisenbahnbundesamtes über die Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit von 140 auf 125 km/h sei bei der DB eingegangen. Grund seien Zweifel an der Bremsleistung der relativ leichten Fahrzeuge bei Herbstwetter. Die Bahn nannte die Maßnahme "unverhältnismäßig und unangemessen", setzt sie aber um. Ein Sprecher sagte, ein sicherer Betrieb sei in jedem Fall gewährleistet.
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S-Bahn Berlin: Ehemalige Chefs verklagen jetzigen Chef
(28.09.) BERLIN - Die früheren Geschäftsführer der S-Bahn-Berlin, Ernst-Otto Constantin und Walter Schumacher, haben einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafantrag gestellt gegen Ulrich Thon, den jetzigen Geschäftsführer für den Betrieb des Unternehmens, gestellt. Sie werfen ihm üble Nachrede, "möglicherweise sogar Verleumdung" vor. Laut dem Zeitungsbericht war im Internetforum der S-Bahn im Mai, versehen mit dem Namen Ulrich Thon, im Zusammenhang mit umstrittenen Rationalisierungsmaßnahmen bei dem Unternehmen zu lesen: "Wir haben darüber hinaus immer noch mit Altlasten zu kämpfen, die in 13 Jahren S-Bahn Berlin GmbH gewachsen sind und lassen Sie mich dies mal klar ausdrücken, bei denen Sie über Jahre an der Nase herumgeführt und dumm gehalten worden sind." Später heißt es: "Leider hat man in der Vergangenheit versäumt, Ihnen die Wahrheit zu sagen. Um so weher tut es heute." Gegen diese Äußerungen gehen Constantin und Schuhmacher laut "Berliner Zeitung" nun mit einem Strafantrag vor, nachdem zuvor eine Aufforderung, die Behauptung richtig zu stellen, ohne Erfolg geblieben war.
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Berlin und Landsberg sind die Bahnhöfe des Jahres 2007
(28.09.) BERLIN - Der Berliner Hauptbahnhof und der Bahnhof Landsberg am Lech erhalten den Titel "Bahnhof des Jahres 2007". Die Allianz pro Schiene prämiert damit den Berliner Hauptbahnhof als kundenfreundlichsten Großstadtbahnhof und den Landsberger Bürgerbahnhof als kundenfreundlichsten Kleinstadtbahnhof des Jahres. "Die Anforderungen von Reisenden und Besuchern an die Ausstattung, den Service und die Atmosphäre eines Bahnhofes steigen von Jahr zu Jahr. Es gibt in Deutschland viele hervorragende Bahnhöfe. Berlin und Landsberg sind besonders beeindruckende Beispiele für die Wandlungsfähigkeit und die Modernität des Schienenverkehrs", sagte Dirk Flege, Jury-Mitglied und Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, beim Verkünden der Sieger am Donnerstag.
Das Bündnis vergibt die bundesweite Auszeichnung in diesem Jahr zum vierten Mal. In der Jury sind auch die beiden mitgliederstärksten deutschen Fahrgastverbände Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Pro Bahn vertreten. "Die Entscheidung zwischen den zehn nominierten Bahnhöfen ist uns wieder einmal sehr schwer gefallen", sagt Jury-Mitglied Monika Ganseforth vom VCD. „Alle Bahnhöfe haben sich durch besondere Kundenfreundlichkeit ausgezeichnet. Den Ausschlag gab die Anziehungskraft, die beide Siegerbahnhöfe sowohl auf Reisende als auch Touristen und Einheimische ausüben." Das zeige in Berlin auch die "Abstimmung mit den Füßen". Ganseforth: "Der neue Berliner Hauptbahnhof zieht täglich Tausende Besucher an und wirbt mit seiner faszinierenden Architektur und seinem bunten Angebot sowohl für die Hauptstadt als auch den Verkehrsträger Schiene." Als kundenfreundlichsten Kleinstadtbahnhof kürte die Jury den seit 2004 privat betriebenen Bürgerbahnhof in Landsberg am Lech (Oberbayern). "Hier funktioniert einfach alles. In dem liebevoll sanierten Bahnhofsgebäude von 1872 ist nach Jahren des Stillstandes wieder Leben eingezogen. Der Bahnhof wird sowohl von den Landsbergern als auch von den Reisenden hervorragend angenommen. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass private Bahnhofsbetreiber die DB durchaus entlasten können. Der Bürgerbahnhof zeigt, was man mit Geld und Ideen aus einem Bahnhof herausholen kann", sagt Jury-Mitglied Karl-Peter Naumann von Pro Bahn.
Die nominierten Bahnhöfe waren auf der Grundlage einer repräsentativen Kundenumfrage ausgewählt worden. Die Jury überzeugte sich vor Ort persönlich von den Vorzügen der Kandidaten und testete dabei die Kundeninformation, die Sauberkeit, die Integration in die Stadt, die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln und die Aufenthaltsqualität in den Bahnhöfen. Im vergangenen Jahr konnten sich die Bahnhöfe Hamburg-Dammtor und Oberstdorf durchsetzen. Der Festakt mit der Enthüllung der Siegertafel im Berliner Hauptbahnhof findet am Montag, 22. Oktober, statt. Neben Allianz pro Schiene-Jurymitgliedern werden Bahnchef Hartmut Mehdorn und Berlins Bürgermeister Harald Wolf reden. Der Tafelenthüllungs-Termin in Landsberg wird voraussichtlich Ende Oktober stattfinden.
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Neue schnelle Fahrkartenautomaten der DB in Flensburg und Eckernförde
(28.09.) FLENSBURG - Den Kunden der DB stehen ab sofort fünf neue DB Automaten am Bahnhof Flensburg zur Verfügung. In Eckernförde werden drei neue Automaten am Freitag, 28. September in Betrieb genommen. Die neuen Automaten ersetzen die bisherigen Fahrkartenautomaten. Die neue Automatengeneration lässt sich schnell und einfach per Berührung über den Bildschirm (Touchscreen) bedienen und ist noch kundenfreundlicher: Bahnreisende erhalten an den Automaten Fahrkarten des Schleswig-Holstein-Tarif, DB-Fahrkarten, das Schleswig-Holstein-Ticket und weitere LänderTickets. Darüber hinaus können auch Reservierungen gebucht und Fahrplanauskünfte abgerufen werden. Der Kunde kann zwischen der Zahlung mit Bargeld (Münzen und Banknoten) oder EC-Karte wählen, Angebote des DB Fernverkehrs können zusätzlich mit BahnCard oder Kreditkarte bezahlt werden. Die DB investiert für die neuen Fahrkartenautomaten allein in Schleswig-Holstein insgesamt 4 Millionen Euro. Die neue Automatengeneration wird in den nächsten Jahren schrittweise an allen Standorten in Schleswig-Holstein aufgestellt.
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Neue Kinderkampagne der ÖBB: "Timi Taurus - Freunde am Zug"
(28.09.) WIEN - 1987 wurde der Bahn Bezi als "Kinderfigur der ÖBB" eingeführt. Seit
damals gab es immer wieder Aktionen für Familien, aber keine Ansätze für eine
neue Kindermarke. "Als Vater einer dreijährigen Tochter freut es mich umso mehr,
dass wir unseren Familien eine neue Kampagne und Produktlinie vorstellen können
- Timi Taurus und seine Freunde am Zug. Wir möchten auf diese Weise den Kindern
spielerisch und pädagogisch wertvoll die Bahn - und vor allem den Spaß an der
Bahn - näher bringen ", so Stefan Wehinger, Vorstandsdirektor der
ÖBB-Personenverkehr AG. Mit der neuen Kindermarke "Timi Taurus – Freunde am Zug"
werden den Kindern die Werte und Kernkompetenzen der ÖBB spielerisch
beigebracht. Mit neun personalisierten Figuren - Timi Taurus, Tobi Talent, Desi
Desiro, Jack Railjet, Didi Dosto, Gustav Güterzug, Lehrer Dampf, Draisinchen und
Piti Postbus - erleben die Kinder verschiedene Abenteuer mit den ÖBB. "Dazu
dient ein vielschichtiger Marketing -Mix, bei dem uns der nachhaltige Aspekt
besonders wichtig war. Im Kinderbuch lernen die Kinder beispielsweise, dass die
meisten Züge elektrisch fahren und dadurch die Umwelt schonen, dass man bei
Bahnübergängen auf die Ampel achten muss usw.", so Martin Fülöp,
Marketing-Leiter bei der ÖBB-Personenverkehr AG.
Ab sofort gibt es diverse Merchandising-Produkte unter dem neuen Markennamen: In
den Fernverkehrszügen werden von den Zugbegleitern Mal-Rätselhefte, Rubbelkarten
in Form von Kinderfahrkarten und Spielkarten verteilt. Weiters wird das
Kinderbuch "Timi Taurus und die Zugschule" sowie T-Shirts, Käppis und weitere
Streuartikel als Gewinn bei Veranstaltungen und im Internet verlost. Unter
www.oebb.at gibt es ab heute eine eigene
Subseite für Kinder inkl. tollem Gewinnspiel. Auf verschiedenen Messen und
Mailings an bestehende VORTEILScard Familie-Besitzer wird die neue Kindermarke
ebenfalls vorgestellt. Auch die erste Kooperation besteht bereits: Ab Oktober
informiert das Junior Club Mailing von Mc Donalds über Timi und seine Freunde.
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5,2 Milliarden Fahrten mit Bussen und Bahnen im ersten Halbjahr 2007
(27.09.) WIESBADEN - Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes fuhren im ersten Halbjahr 2007 Fahrgäste rund 5,25 Milliarden Mal im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen. Das waren 0,1% mehr Fahrten als in der ersten Jahreshälfte 2006. Je Fahrt wurden dabei im Liniennahverkehr durchschnittlich 9,3 Kilometer und im Linienfernverkehr 291 Kilometer zurückgelegt. Die Beförderungsleistung - als Produkt aus den beförderten Personen und der Fahrtweite - lag bei 65,5 Milliarden Personenkilometern und damit um 0,9% höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit setzte sich insgesamt der beständig leichte Zuwachs der letzten Jahre weiter fort.
Im Nahverkehr beförderten die
Unternehmen knapp 5,19 Milliarden Fahrgäste (+ 0,1%), dabei wurde eine
Beförderungsleistung von 48,3 Milliarden Personenkilometern (+ 1,3%) erbracht.
Die Zuwächse wurden im Schienenverkehr erzielt, während beim Busverkehr die
Fahrgastzahlen sanken. 1,0 Milliarden Fahrgäste nutzten Eisenbahnen und S-Bahnen
(+ 0,9%), 1,8 Milliarden Straßen-, Stadt- und U-Bahnen (+ 1,4%) und
2,7 Milliarden Omnibusse (- 1,1%). Fahrgäste, die während einer Fahrt zwischen
den Verkehrsmitteln eines Unternehmens umsteigen, werden dabei in die Gesamtzahl
einmal einbezogen, in die nach Verkehrsmitteln untergliederten Angaben jedoch
mehrmals. Die Beförderungsleistung stieg im Nahverkehr mit Eisenbahnen um 2,9%
auf 22,0 und bei den Straßenbahnen um 1,7% auf 7,9 Milliarden Personenkilometer;
sie sank dagegen im Nahverkehr mit Omnibussen um 0,8% auf 18,4 Milliarden
Personenkilometer.
Im Eisenbahnfernverkehr ist die Zahl der Fahrgäste gegenüber dem ersten Halbjahr
2006 um 0,5% auf 58 Millionen Personen zurückgegangen, die Beförderungsleistung
wuchs dagegen um 0,2% auf 16,7 Milliarden Personenkilometer. Die Angaben stammen
von den rund 930 größeren Unternehmen im Liniennahverkehr mit Bussen und Bahnen
beziehungsweise im Omnibusfernverkehr, die mindestens 250 000 Fahrgäste im Jahr
befördert haben, sowie von den Unternehmen mit Eisenbahnfernverkehr.
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"SZ": Bundesrechnungshof kritisiert Tiefensees Gesetzentwurf
(27.09.)BERLIN - Der Bundesrechnungshof hat einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge den Gesetzentwurf von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee zum Bahnbörsengang kritisiert. Dmnach wirft der Rechnungshof Tiefensee vor, das Schienennetz nicht ausreichend zu kontrollieren und daran offensichtlich auch in Zukunft nichts ändern zu wollen. Laut "SZ" sieht der dazu vorgesehenen Vertrag zwischen Bund und Bahn unter anderem die Einführung von Qualitätsparametern vor, zu denen etwa die Summe der Zeitverluste gehört, die durch Langsamfahrten an nicht vollständig intakten Gleisstellen entsteht. Damit solle überprüft werden, ob die Bahn solche Schwachstellen zügig beseitigt oder ob sie einzelne, womöglich weniger wirtschaftliche Streckenabschnitte systematisch vernachlässigt. Im Gegenzug beteiligt sich der Bund pro Jahr mit bis zu 2,5 Milliarden Euro an der Instandhaltung des Netzes. Aus einer Antwort des Bundesministeriums seien keine Hinweise ersichtlich, dass die oben genannten Mängel bei der anstehenden Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung abgestellt werden könnten, schreibt die "SZ". Außerdem kritisiere der Bundesrechnungshof, dass der ordnungsgemäße Einsatz der Staatsmittel allein durch Wirtschaftsprüfer, nicht aber durch das sehr viel kompetentere Eisenbahn-Bundesamt testiert werden solle. "Der Nachweis der wirtschaftlichen und sparsamen Mittelverwendung kann dadurch nicht erbracht werden", so die Prüfer.
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Neue Mehrsystemlokomotiven für BLS Cargo
(27.09.) BERN - BLS Cargo vergibt einen Auftrag über 10 neue
Mehrsystem-Güterverkehrslokomotiven an Bombardier Transportation. Mit der
Beschaffung von Mehrsystemlokomotiven verstärkt BLS Cargo ihre Wachstums- und
Internationalisierungsstrategie. Die neuen Lokomotiven ermöglichen die
durchgehende Führung von Zügen von Deutschland über die Schweiz bis nach
Italien. BLS Cargo hat sich für Lokomotiven TRAXX F140 MS von Bombardier
Transportation entschieden. Sie ist eine Weiterentwicklung der Re 484 und gehört
wie die bestehenden zwanzig BLS Cargo Lokomotiven Re 485 zur TRAXX Plattform von
Bombardier. Die Lokomotiven verfügen über die technischen Ausrüstungen, um in
Deutschland, in Österreich, in der Schweiz und in Italien eingesetzt werden zu
können. Dafür werden die Lokomotiven auch mit den Zugsicherungssystemen ETCS und
SCMT ausgerüstet. Der Werkvertrag wurde von den Parteien am 25. September 2007
unterschrieben. Die Auslieferung der neuen Lokomotiven ist ab November 2008
geplant.
Die Ausrichtung der Beschaffung auf Mehrsystemlokomotiven folgt der
Produktionsstrategie von BLS Cargo, welche auf die Fortführung und
Weiterentwicklung grenzüberschreitender Produktionskonzepte ausgerichtet ist.
Dabei werden in Zusammenarbeit mit Partnerbahnen Lokomotiv- und auch
Lokführerressourcen grenzüberschreitend eingesetzt. Die Erfahrungen im
grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und der Schweiz zeigen eine
verbesserte Effizienz im Einsatz der Traktionsmittel und deutliche
Qualitätsgewinne. Mit den neuen Lokomotiven wird eine Erweiterung solcher
Konzepte bis Italien möglich. Bei der Umsetzung werden die dort tätigen
Partnerbahnen der BLS Cargo einbezogen.
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Kampagne "Mach nicht alles kaputt!" in Niedersachsen
(27.09.)HANNOVER - "Mach nicht alles kaputt!" lautet das Motto einer landesweiten
Kampagne, die die DB unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministers
für Inneres und Sport, Uwe Schünemann, heute in Hannover gestartet hat.
Gemeinsam mit der Bundes- und Landespolizei, dem Landespräventionsrat sowie den
Aufgabenträgern des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs in Niedersachsen will die
Bahn mit dieser Aktion Kinder und Jugendliche auf die Gefahren und die Folgen
von Vandalismus und illegalem Graffiti aufmerksam machen. Immer wieder zeigt
sich, dass der Reiz des Verbotenen zu unbedachten Handlungen führt, deren
Konsequenzen Eltern und Kinder oft hart treffen. Hinzu kommen die
gesundheitlichen Folgen und die Gefahren, vor allem auf Gleis- und Bahnanlagen.
Beschmierte Züge, beschädigte Sitze und zerkratzte Scheiben sind ein Problem,
mit dem die DB täglich konfrontiert wird. Die Vandalismusschäden betragen
bundesweit mehr als 50 Millionen Euro jährlich. Allein in Niedersachsen und
Bremen beliefen sich die Kosten für die Beseitigung der Schäden in und an
Nahverkehrszügen in 2006 auf cirka 1,4 Millionen Euro. Neben den finanziellen
Schäden wird auch das Gefühl von Sicherheit und Sauberkeit in den Zügen und
Bahnhöfen beeinträchtigt.
Mit einem landesweiten Wettbewerb für die Klassen 7 bis 11, deren Startsignal
Minister Schünemann heute bei der Auftaktveranstaltung in der Integrierten
Gesamtschule Mühlenberg in Hannover gab, sollen Schülerinnen und Schüler
angeregt werden, sich kreativ mit dem Thema Vandalismus und Graffiti
auseinanderzusetzen. Ideelle Anregungen dazu gab es unter anderem vom
Playback-Theater der Moks Theaterschule Bremen, deren junge Akteure die
Zuschauer mit in eine Theateraufführung einbezogen. Die besten Beiträge des
jetzt von der Bahn ausgeschriebenen Wettbewerbs werden mit attraktiven Preisen,
wie Klassenfahrten und Sachpreisen belohnt. Die Arbeiten werden zu den
Aktionstagen im Mai nächsten Jahres auf den Bahnhöfen in Hannover, Bremen und
Braunschweig ausgestellt. Dann werden den Schülern auch die Folgen von
Zerstörungen und Farbschmierereien an einem präparierten Vandalismuszug
vorgeführt. Weiterführende Informationen zum Thema gibt es im Internet auf dem
Kampagnenportal der Bahn unter
www.mach-nicht-alles-kaputt.de.
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Sonderticket und Sonderzug zum Tag der deutschen Einheit in Schwerin
(27.09.) BERLIN . Am 2. und 3. Oktober 2007 finden die zentralen Feierlichkeiten zum "Tag der Deutschen Einheit" in Schwerin statt. Vor der malerischen Kulisse des Schweriner Schlosses und im gesamten Stadtzentrum präsentieren sich unter anderem die 16 Bundesländer mit regionalen Besonderheiten und kulinarischen Spezialitäten. Auch die DB ist mit einem Informationszelt und vielfältigen Spielmöglichkeiten für kleine "Bahnfans" vertreten. So ist als besonderes Highlight die mit rund 120 m² größte begehbare Spielzeugeisenbahn des Landes aufgebaut. Reiselustige können am 3. Oktober 2007 mit einem Sonderticket der Bahn zum "Tag der Deutschen Einheit" besonders preisgünstig zu dem Bürgerfest nach Schwerin fahren. Das Ticket kostet im personalbedienten Verkauf 21 Euro und berechtigt eine Person zu einer Hin- und Rückfahrt in der 2. Klasse in RE, RB und IC-Zügen der Deutschen Bahn auf folgenden Strecken: IC-Züge auf der Strecke Hamburg Hbf - Schwerin Hbf - Stralsund sowie in den RE-/RB-Zügen auf den Strecken Stralsund - Rostock Hbf - Schwerin Hbf, Berlin - Schwerin Hbf und Magdeburg - Wittenberge - Schwerin Hbf. Kinder in Begleitung von mindestens einem Eltern- oder Großelternteil dürfen kostenfrei mitreisen.
Reisende aus Berlin können mit dem Sonderticket am 3. Oktober 2007 auch einen Sonderzug nutzen, der die Bundeshauptstadt an diesem Tage direkt mit Schwerin verbindet. Der Sonderzug fährt ab Berlin Ostbahnhof um 8.28 Uhr mit Halten an den Berliner Bahnhöfen Friedrichstraße (8.34 Uhr), Hauptbahnhof (8.37 Uhr), Zoologischer Garten (8.43 Uhr), Spandau (8.59 Uhr) sowie Wittenberge (9.51 Uhr) und erreicht um 10.33 Uhr Schwerin Hbf. Die Rückfahrt beginnt um 19.20 Uhr in Schwerin Hbf und endet um 21.31 Uhr am Berliner Ostbahnhof. Mehr Informationen zu den Reisemöglichkeiten und Tarifen gibt es telefonisch beim Regionalen Ansprechpartner Nahverkehr unter 0331/235 68- 81, -82 oder online unter www.bahn.de.
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Bahn startet bundesweit Kooperationen mit Schulen
(27.09.) BERLIN - Die DB engagiert sich für eine frühzeitige Berufsorientierung von
Schülern und schließt deshalb Schulkooperationen ab. Den Startschuss dafür gaben
heute der Berliner Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Jürgen
Zöllner, und Margret Suckale, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Bahn,
bei einer Veranstaltung mit vierzig Berliner Schulen. Im Rahmen dieser
Kooperationen werden Schülerinnen und Schülern ab der siebten Klasse
beispielsweise Praktika, Bewerbungstrainings und IT-Fitness-Tests angeboten.
Außerdem unterstützt die Bahn Schülerzeitungen und ermöglicht Einblicke in die
verschiedenen Berufsbilder.
Margret Suckale sagte bei der Auftaktveranstaltung: "Als einem der größten
Arbeitgeber und Ausbilder liegt uns die Zukunft der Jugend besonders am Herzen.
Schulkooperationen sind eine hervorragende Möglichkeit, den regelmäßigen
Austausch zwischen Schule und Wirtschaft zu stärken. Gemeinsam mit den
Schulleitern unterstützen die Schulpaten der Bahn Jugendliche darin, den
Übergang von der Schule in den Beruf gut zu meistern.“ Bildungssenator Zöllner
ergänzt: „Die Partnerschaft zwischen Schulen und der Deutschen Bahn eröffnet den
Schülerinnen und Schülern viele Chancen. Sie können die Deutsche Bahn als
Ausbildungsunternehmen kennenlernen, Kontakte knüpfen, bekommen Unterstützung
für eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz und, wenn sie es denn wollen, auch
die Chance auf einen Ausbildungsplatz oder einen Platz bei der Berufsakademie
der Deutschen Bahn. Das sind beste Perspektiven."
Im Mai 2007 wurden mit Unterstützung der Berliner Bildungsverwaltung und des
Berliner Netzwerks Hauptschulen alle Berliner Haupt-, Real- und Gesamtschulen
sowie Gymnasien angeschrieben und zu Gesprächen eingeladen. Für jeden Schultyp
wurde im Juni 2007 eine separate Informationsveranstaltung durchgeführt. Das
Interesse der Schulen an Kooperationen mit der DB AG war sehr groß. Mit zunächst
vierzig Schulen startet die Bahn entsprechende Kooperationen in Berlin, weitere
werden im ersten Schulhalbjahr 2007/2008 folgen. Hierzu hat die Bahn andere
Berliner Unternehmen angesprochen und als Partner gewonnen. In Bayern, Hamburg
und Nordrhein-Westfalen laufen Abstimmungsgespräche mit dem Ziel,
Schulkooperationen ebenfalls in diesem Schuljahr abzuschließen.
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DB bestätigt Preiserhöhung ab Dezember
(26.09.) BERLIN - Die DB hat am Dienstag Medienberichte bestätigt, wonach zum 9. Dezember 2007 die Preise für Einzelfahrscheine und Zeitkarten in der 2. Klasse um durchschnittlich 2,9 Prozent steigen. Als Gründe für die neuerlichen Erhöhungen nennt die DB vor allem die steigenden Personalkosten nach dem Tarifabschluss von Transnet/ GDBA sowie die Energiepreise, die wieder Rekordhöhe erreicht hätten. Wie die DB betonte, liege man im Regionalverkehr unter dem Niveau der Preismaßnahmen in den Verkehrsverbünden der Bundesländer. Für 2008 werden die großen Verbünde ihre Preise im Durchschnitt um 3,3 Prozent anheben. Die Preise für die BahnCard steigen im Durchschnitt um 3,8 Prozent. So kostet eine BahnCard 25 in der 2. Klasse dann 55 statt 53 Euro. Verlängert wird das bis zum 31. Dezember befristete Dauer-Spezial; aufgrund der großen Nachfrage ist es nun bis Dezember 2008 erhältlich. Gleichzeitig wird die BahnCard gestärkt. Ab Dezember 2007 erhalten BahnCard-Kunden 25 Prozent Rabatt bei Bahnreisen in 29 europäische Länder.
Der 1. Klasse-Service wird im ICE ausgebaut. Die Bahn hat allein für diesen Bereich in den letzten Monaten 200 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Im Gegenzug wird im Fern- und Regionalverkehr der Faktor für die 1. Klasse auf 1,6 erhöht. Der Preis für Reservierungen im Fernverkehr steigt in der 2. Klasse um 50 Cent. Er beträgt dann zwei Euro im Internet sowie an DB-Automaten und vier Euro im personenbedienten Verkauf. In der 1. Klasse wird der Preis auf drei Euro im Internet und an DB-Automaten und auf fünf Euro im personenbedienten Verkauf angehoben. Der Preis für das Länder-Ticket bleibt in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, und Schleswig-Holstein unverändert. Damit sind mehr als 60 Prozent dieser Tickets preisstabil. Das gilt auch für das Hopper-Ticket in Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie das Regio-Ticket in Bayern. In Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird der Preis für das Länder-Ticket um einen Euro und in Rheinland-Pfalz und im Saarland um zwei Euro angehoben. Der Preis für das Schönes-Wochenende-Ticket steigt ebenfalls um zwei auf 35 Euro. Neu eingeführt werden das Niedersachsen-Ticket-Nacht (ab 19 Euro) und das Regio-Ticket in Baden-Württemberg (ab 10 Euro).
NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) denkt einem Zeitungsbericht zufolge über ein Veto gegen die geplante Erhöhung der Bahnpreise nach. "Wir werden diese Preiserhöhung genau prüfen und notfalls ein Veto aus NRW einlegen", sagte Wittke der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) in ihrer Mittwochsausgabe. Der Minister übte scharfe Kritik am Vorgehen der Bahn: "Wir wollen mehr Menschen auf die Schiene bekommen. Und das schafft man nicht mit höheren Fahrpreisen, sondern nur mit besserer Leistung." Der Minister bezeichnete Preiserhöhungen als "wenig kreativ. Die Bahn kokettiert Halbjahresergebnis für Halbjahresergebnis mit immer besseren Ertragszahlen", kritisierte Wittke. "Dann muss schon ganz genau nachgewiesen werden, warum denn die Fahrpreise erhöht werden."
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GDL lehnt neues Bahnangebot ab
(26.09.) BERLIN - Die Lokführergewerkschaft GDL hat am Dienstag im Tarifstreit mit
der DB ein neues Angebot des Unternehmens abgelehnt. Der Konzern hatte sich zuvor bereit erklärt,
zusätzlich zu den mit den beiden anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA vereinbarten 4,5 Prozent
mehr Lohn noch einmal bis zu 5 Prozent mehr Lohn zu zahlen. Im Gegenzug sollte
die Wochenarbeitszeit für Lokführer von 39 Stunden um ein oder zwei Stunden
verlängert werden. GDL-Chef Manfred Schell lehnte den Vorschlag umgehend als
Provokation ab und drohte mit neuen Streiks ab Oktober. "Mit dem heutigen
Angebot verabschiedet sich die Deutsche Bahn gänzlich von dem, was sie im
Moderatorenverfahren vereinbart hat", erklärte Schell. Die Bahn habe neue
Verhandlungen auf der Basis eines Angebots von Anfang August angeboten. "Dies
lehnt die GDL ab." Das Angebot sei eine Provokation, da es weder einen
eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer, noch deutliche Verbesserungen in
Arbeitszeit- und Entgeltfragen vorsehe. "Bleibt die DB bei ihrer sturen Haltung,
so sind Streiks im Oktober unausweichlich."
Die DB wiederum warf der GDL ebenfalls mangelnden Verhandlungswillen vor. DB
Personalvorstand Margret Suckale sagte, der Konzern wolle einen Streik
vermeiden, fürchte ihn aber nicht. Das Unternehmen habe manche Kröte geschluckt,
während die GDL schon am Tag nach dem Moderations-Kompromiss zu ihren
Maximalforderungen zurückgekehrt sei, sagte die Managerin. Sie appellierte an
die Gewerkschaft, das neue Angebot anzunehmen und den seit Monaten schwelenden
Tarifstreit zu beenden. Suckale bedauerte, dass die Ergebnisse der Gespräche mit
den Moderatoren Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf nicht umgesetzt werden
können: "Die Moderatoren haben uns eine sehr gute Lösung aufgezeigt, die
allerdings ein großes Maß an Disziplin und gutem Willen bei allen Beteiligten
voraussetzt. Die Kooperation der Gewerkschaften ist eine von drei Säulen des
Moderationsergebnisses und deshalb notwendig, weil Lokführer bei der DB AG in
allen drei Gewerkschaften organisiert sind. Nur durch Kooperation ist es
möglich, einen Lokführer-Tarifvertrag konflikt- und widerspruchsfrei in das
Tarifwerk der Bahn einzubinden und eine Spaltung unserer Belegschaft zu
vermeiden." Suckale betonte die Verhandlungsbereitschaft der DB. "Wir sind
bereit, unser früheres Verhandlungsangebot zu konkretisieren. Wir erwarten aber
auch, dass die GDL-Führung ihre utopischen Entgeltforderungen nun endlich
aufgibt."
Unterdessen berichtet "Spiegel Online", dass die DB auf der Pressekonferenz, bei
der das neue Angebot an die GDL vorgestellt wurde, einen Vertreter der GDL aus
der Bahn-Zentrale hinausgeworfen habe. "Ich betrat den Raum gemeinsam mit mehreren
Journalisten", zitiert "Spiegel
Online" den GDL-Bezirksvorsitzenden Hans-Joachim Kernchen. Werner Bayreuther,
Hauptgeschäftsführer der AGV Move, dem Arbeitgeberverband der Mobilitäts- und
Verkehrsdienstleister, sei auf ihn zugekommen und habe ihm gesagt, er sehe es
nicht gern, dass ein GDL-Mann dabei sei. "Er sagte zu mir: Bitte verlassen Sie
den Raum", berichtet Kernchen. Dann sei er von einem Konzernsprecher
aufgefordert worden, vor die Tür zu gehen. Dort sei ihm gesagt worden, dass er
das Gebäude umgehend verlassen solle. Von der DB gab es zu dem Vorfall keine
Stellungnahme.
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Stoiber verkündet "endgültigen Durchbruch" beim Münchner Transrapid
(26.09.) MÜNCHEN - Kurz vor seinem Abtritt hat Bayerns Ministerpräsident am Dienstag den "endgültigen Durchbruch" für den Bau des Transrapids vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen verkündet. Nach Verhandlungen mit der DB und der Industrie am Montagabend über die Finanzierung des Projekts sagte Stoiber, der Bau der Magnetschwebebahn werde bereits im kommenden Jahr beginnen. Die Partner konnten sich demnach auf die Schließung einer Finanzierungslücke von 165 Millionen Euro bei dem insgesamt auf 1,85 Milliarden Euro bezifferten Projekts einigen. Nun sollen Bahn, Industrie und EU jeweils 50 Millionen Euro davon bezahlen, für weitere 15 Millionen Euro wird der Freistaat Bayern aufkommen.
Nach Bekanntwerden des angeblichen Durchbruchs mehren sich inzwischen die kritische Stimmen. Münchens OB Christian Ude, ein entschiedener Gegner des Projekts, stellte eine Klage der Stadt München gegen die bayerische Staatsregierung in Aussicht. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee zweifeln die bislang kalkulierten Kosten für das Projekt an. "Das Projekt wird deutlich teurer. Die Kosten werden auf keinen Fall bei 1,85 Milliarden Euro stehen bleiben", sagte Steinbrück den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwochsausgabe). Die Zahl basiere auf einer fünf Jahre alten Schätzung und sei nicht mehr aktuell. Gleichzeitig schloss Steinbrück aus, dass der Bund noch einmal bei seinem Anteil draufsatteln wird. "Wenn Ministerpräsident Stoiber die Finanzierungslücke schließen will, sage ich à la bonheur. Aber er muss wissen, dass der Bund seinen Betrag auf 50 Prozent von 1,85 Milliarden Euro deckelt. Bei 925 Millionen ist Schluss." Ähnlich äußerte sich Verkehrsminister Tiefensee. Das Gesprächsergebnis des bayerischen Ministerpräsidenten mit der DB und der Industrie sei zwar ein weiterer Schritt zur Realisierung des Transrapid, "aber keineswegs die endgültige Lösung der Probleme". Vor dem ersten Spatenstich für den Bau müssten alle künftigen Kostenrisiken verbindlich ausgeschlossen werden. "Ich bin sicher, dass auch der Bundestag erst die erforderlichen Mittel freigeben wird, wenn die absolute Gewissheit über die endgültige Ausgaben- und Risikostruktur verbindlich geregelt ist", sagte Tiefensee.
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Neuer Bahnsteig im Bahnhof Erbach fertig gestellt
(26.09.) FRANKFURT/Main - Ab kommenden Freitag halten im Bahnhof Erbach alle Züge am neuen Mittelbahnsteig. Er wurde seit Anfang Juli mit einer Bahnsteighöhe von 55 cm erstellt und ist durch einen behindertengerechten Zugang barrierefrei zu erreichen. Neben neuen Wetterschutzhäuschen mit Sitzgelegenheiten wird der Bahnsteig mit Info-Vitrinen, Beschilderungen, Beleuchtung, Lautsprechern und Funkuhren ausgestattet. Rund eine Millionen Euro wurden hier investiert. Die alten Bahnsteiganlagen werden bis Monatsende zurückgebaut. Neben dem Bahnhof Erbach wurden bereits die Stationen Darmstadt Ost, Lengfeld, Seligenstadt, Groß-Umstadt, Höchst, Mümling-Grumbach, Bad König und Bad König Zell auf der Odenwaldbahn modernisiert. Bis zum Herbst 2008 werden noch die Stationen von Reinheim, Ober-Ramstadt, Groß-Umstadt Wiebelsbach, Hainstadt und Michelstadt auf einen modernen Nahverkehrsstandard gebracht. Für die Stationsumbauten werden über 16 Millionen Euro investiert. Die Kosten teilen sich Bund, Land, RMV, die Kommunen und die Bahn.
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Länder verabschieden Papier mit Änderungsvorschlägen zum Bahnbörsengang
(26.09.) BERLIN - Mit einem umfangreichen Forderungskatalog haben die Verkehrsminister der Länder ihrer Kritik am bestehenden Gesetzentwurf zur Privatisierung der DB Nachdruck verliehen. Der von den 16 Länderverkehrsministern einstimmig gefasste Beschluss formuliert laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" "sechs Problemkörbe mit insgesamt 32 Unterpunkten", die in den vorliegenden Entwurf der Bundesregierung eingearbeitet werden müssten. In dem Beschluss heißt es z.B., dass die "verkehrlichen und ökonomischen Ziele der Bahnreform besser zu erzielen sind, wenn die Betreiber der Schienenwege nicht nur eigentumsrechtlich, sondern tatsächlich wirtschaftlich unabhängig von allen Eisenbahnverkehrsunternehmen sind". Die Länder fordern auch, dass nach der Bahnprivatisierung der Bestand und die Leistungsfähigkeit des Schienennetzes in den ländlichen Regionen gesichert bleiben müssten. Dabei sollten die Länder vor allem ein stärkeres Mitspracherecht beim Neu- und Ausbau von Nahverkehrsstrecken erhalten. Weiterhin sollen die Trassenpreise jährlich nur um maximal 1,5 Prozent steigen dürfen. Denkbar sei auch, die Regionalisierungsmittel, die der Bund den Ländern für den Nahverkehr jährlich überweist, an die Entwicklung der Trassenpreise zu koppeln. Weiter fordern die Länder, das privates Kapital, das durch den Verkauf von Anteilen am Konzern eingenommen werden soll, sei "ausschließlich für den Ausbau der Schieneninfrastruktur in Deutschland einzusetzen".
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"FAZ": Bahn will Preise um 2,9 Prozent erhöhen
(25.09.)FRANKFURT/Main - Die DB plant nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", voraussichtlich Ende dieses Jahres die Preise für Zugfahrten im Nah- und Fernverkehr um 2,9 Prozent zu erhöhen. Unter Berufung auf Unternehmenskreise hieß es, begründet werde dieser Schritt mit den gestiegenen Stahl- und Energiepreisen. Die Bahn teilte auf Anfrage der Zeitung mit, es werde derzeit noch gerechnet. Die Ergebnisse würden am Donnerstag bekannt gegeben.
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Angel Trains Cargo ordert 60 Bombardier Traxx-Lokomotiven
(25.09.)BERLIN - Mit der Bestellung von 60 BOMBARDIER TRAXX-Lokomotiven sowie einer
weiteren Option durch das paneuropäische Leasingunternehmen Angel Trains hat
Bombardier Transportation eine weitere große Lok-Order aus dem
Privatkunden-Bereich erhalten. Der aktuelle Auftrag umfasst die Lieferung von
TRAXX Multisystem (MS)-, Wechsel (AC)- und Gleichstromloks (DC) und hat ein
Volumen von rund 225 Millionen Euro. Angel Trains geht von der zeitnahen
Ausübung der weiteren Option bei erfolgreichem Abschluss der gerade laufenden
Leasingvertragsverhandlungen aus. Die neuen E-Loks werden im
grenzüberschreitenden Verkehr auf verschiedenen europäischen Strecken unterwegs
sein, darunter auch auf neuen Korridoren zwischen Österreich und Ungarn sowie
zwischen Schweden und Norwegen. Besonders die Plattformstrategie und der damit
verbundene hohe Anteil an Gleichbauteilen der TRAXX -Fahrzeugfamilie ermöglicht
den wirtschaftlichen Einsatz in ganz Europa. Die Endkonfiguration der modular
gefertigten Lokomotiven kann problemlos den jeweiligen Einsatzgebieten und deren
Infrastruktur angepasst werden.
Während die Endfertigung der Multisystem- und Wechselstromloks im Bombardier
Werk Kassel erfolgt, werden die Gleichstromloks im italienischen Werk Vado
Ligure montiert. Die Rohkarosserien liefert der Bombardier Standort Wrocław
(Polen) zu, die Drehgestelle kommen aus Siegen und die Antriebs- und
Steuerungssysteme auf Basis der erprobten BOMBARDIER MITRAC-Technologie aus
Mannheim. Angel Trains verfügt bereits über eine Flotte von 100 TRAXX-Fahrzeugen,
die vom spezialisierten Tochterunternehmen Angel Trains Cargo an diverse
Schienenfrachtbetreiber in ganz Europa verleast sind. Der Fahrzeugbestand von
künftig 160 Lokomotiven ist für die wichtigen europäischen Frachtstrecken
zwischen Deutschland, Polen, den Niederlanden und Italien vorkonfiguriert und
teilt sich in jeweils 70 MS- und AC-Varianten (letztere sind in Deutschland als
BR 145/185 bekannt) sowie 20 DC-Loks (in Italien als E 483 im Einsatz) auf.
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"Spiegel": Bund und Bahn dachten über Stilllegung von 14.000 Kilometern Schiene nach
(25.09.)BERLIN - Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zeigt ein streng vertrauliches Regierungsgutachten, dass Bahn und Bund in der Vergangenheit schon einmal ausführliche Szenarien zur Stilllegung von Tausenden Kilometern Strecke durchgespielt haben. Vertreter des Verkehrsministeriums und der Bahn hätten "umfangreiche Analysen der Reduzierung des Cash-Bedarfs" bei "verschiedenen Reduktionen des Streckenumfangs präsentiert", heißt es laut "Spiegel" in dem über 1000 Seiten starken Gutachten, das die Investmentbank Morgan Stanley 2004 im Auftrag der Bundesregierung zur Börsenfähigkeit der Bahn erstellte. Unter anderem wurde durchgerechnet, wie viel Geld der Bund künftig an den Konzern überweisen müsste, wenn man 2630, 8000 oder sogar 14.000 Kilometer des jetzigen Netzes stilllegen würde, das insgesamt 34.000 Kilometer umfasst. Ein DB-Sprecher sagte dazu, man habe bei den von Morgan Stanley beschriebenen Gesprächen nur durchspielen wollen, wie sich mögliche Streckenkürzungen auf die Höhe der Ersatzinvestitionen auswirken würden. Dies habe gezeigt, dass der Kostenhebel nur sehr gering sei.
Unterdessen wird der SPD-interne Streit über die Bahn-Privatisierung schärfer. Im Vorstand seien die Positionen nach einer heftigen Debatte am Montag verhärteter als zuvor, sagten Teilnehmer nach der Sitzung in Berlin. Finanzminister Peer Steinbrück erteilte dem Vorschlag der Partei-Linken eine Absage, die zu privatisierenden Anteile der Bahn als stimmrechtslose Vorzugsaktien an einzelne Käufer zu geben. Stattdessen lobte er das Modell von Namensaktien, das auch der in der SPD unbeliebte Bahnchef Hartmut Mehdorn unterstützt. Das Konzept stieß aber laut Teilnehmern auf Kritik wegen der Sorge, dass damit die Bahn doch größeren Investoren Anteile zuteilen könnte. Das Ministerium stütze sich auf bloße Spekulationen und eine verzerrte Darstellung des Volksaktien-Modells, heißt es in einer schriftlichen "Klar- und Richtigstellung", die der Abgeordnete Hermann Scheer dem Vorstand vorlegte. Angesichts des anhaltenden Streits und der Angst vor Stimmverlusten bei den Wahlen in Hamburg, Niedersachsen und Hessen im Januar und Februar plant die SPD die Entscheidung über das Privatisierungsgesetz erst für März 2008. Darüber bestehe in der Führung Einigkeit, hieß es in Vorstandskreisen. Der SPD-Vorstand setzte am Montag eine Arbeitsgruppe ein, die für Parteitag und Gesetzgebungsverfahren Kriterien für die Haltung der SPD aufstellen soll. Unter Leitung von Generalsekretär Hubertus Heil sind darin Befürworter wie Kritiker des bisherigen Entwurfs vertreten, so dass Vorstandsmitglieder die Chancen auf eine Einigung in der Arbeitsgruppe für gering halten.
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Allianz pro Schiene: Länder brauchen mehr Geld für den Nahverkehr
(25.09.)BERLIN - Die Allianz pro Schiene warnt vor dem Ausdünnen des
Schienenpersonennahverkehrs (SPNV). Gut ein Jahr nach der drastischen Kürzung
der so genannten Regionalisierungsmittel, mit denen der Bund den Öffentlichen
Personennahverkehr in den Bundesländern bezuschusst, zieht das Schienenbündnis
eine erste Bilanz. "Erstmals seit Beginn der Bahnreform ist das
Nahverkehrsangebot auf der Schiene um mehrere Millionen Zugkilometer
zurückgegangen, sagt Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. "Die
Bundesländer brauchen jährlich mindestens 7 Milliarden Euro, um wenigstens den
Status quo halten zu können." Im Sommer 2006 hatte der Bund die Kürzungen um
insgesamt 2,8 Mrd. Euro bis zum Jahre 2010 beschlossen. Die mit der Bahnreform
und dem Regionalisierungsgesetz begonnene Erfolgsgeschichte des SPNV werde durch
rabiate Kürzungen zerstört und den Menschen in manchen Regionen die Alternative
zum Auto genommen. Seit der 1994 in Kraft getretenen Bahnreform waren die
Fahrgastzahlen und die Verkehrsleistung dank massiver Investitionen der Länder
in Fahrzeuge und in die Infrastruktur in beeindruckendem Maße gestiegen. Das
Fahrgastaufkommen hat sich bis 2006 mehr als verdoppelt. Die Verkehrsleistung
(transportierte Personen mal Kilometer) nahm im selben Zeitraum um 43 Prozent
zu. "Momentan bemühen sich die Länder, die negativen Folgen der Kürzungen so
gering wie möglich zu halten", so Flege. "Diese Mangelverwaltung ist äußerst
unbefriedigend."
Nach dem aktuell im Bundestag debattierten Gesetzentwurf der Bundesregierung für
die Änderung des Regionalisierungsgesetzes sollen die Bundesländer im kommenden
Jahr insgesamt 6,675 Mrd. Euro für die Förderung des Öffentlichen Nahverkehrs
erhalten. "Das sind noch einmal 35 Millionen Euro weniger als für 2007. Vor dem
Hintergrund der stark wachsenden Nachfrage und des Klimawandels ist das ein
Unding", so der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. Der Gesetzentwurf sieht die
Steigerung der Förderung um jährlich 1,5 Prozent ab 2009 vor. Für 2014 ist eine
erneute Überprüfung der Höhe der Mittel mit Wirkung ab 2015 geplant. Die Allianz
pro Schiene begrüßt die vorgesehene Dynamiserung sowie die Planungssicherheit
für die kommenden sieben Jahre. Jetzt seien die Länder in der Pflicht, die
Mittelverwendung nachvollziehbar zu machen. Nur so könne der Bund die
Notwendigkeit der Mittelerhöhung erkennen. Dirk Flege: "Die Erfolge der Länder
im Nahverkehr dürfen nicht kaputt gemacht werden. Nur mit absoluter Transparenz
können Missbrauchsvorwürfe des Bundes entkräftet werden. Transparenz ist der
beste Schutz vor zukünftigen Kürzungen."
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EBA-Planfeststellungsbeschluss für Altmühldorf
(25.09.)BONN - Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat den zweiten Planfeststellungsbeschluss für den zweigleisigen Ausbau der ABS 38 München - Mühldorf - Freilassing in einem ersten Teilabschnitt zwischen Ampfing und Mühldorf im Bereich Altmühldorf erlassen. Wie das EBA am Montag mitteilte, sind im Wesentlichen der Bau eines zweiten Gleises nördlich des Bestandsgleises, Maßnahmen an Eisenbahnüberführungen, elektro- und signaltechnische Maßnahmen, Bau von Schallschutz, landschaftspflegerische Maßnahmen sowie eine Elektrifizierung Gegenstand des Verfahrens. Ein Planfeststellungsbeschluss im Abschnitt Ampfing - Mühldorf liegt bereits vor. Der dritte Planfeststellungsbeschluss für den Bereich Ampfing wird baldmöglichst durch die Außenstelle München des Eisenbahn-Bundesamtes erlassen. Sobald die drei Planfeststellungsbeschlüsse vorliegen, sind die rechtlichen Voraussetzungen für den Baubeginn geschaffen. Dieser soll nach Angaben der Vorhabensträgerin noch in diesem Jahr erfolgen.
Der zweigleisige Ausbau hat eine große Bedeutung für den südostbayerischen Raum. Er führt zu der so dringend notwendigen Steigerung der Kapazitäten der Streckeninfrastruktur im Personen- und Schienengüterverkehr. Die Reise- und Fahrzeiten werden verkürzt. Das zweite Gleis entspannt die Anschlusssituation im Knotenbahnhof Mühldorf. Das so genannte "Chemiedreieck" - Burghausen, Trostberg, Gendorf - wird an den Raum Mühldorf und an das überregionale Schienenverkehrsnetz besser angebunden. Zu dem ist die Ausbaustrecke München - Mühldorf - Freilassing Teil der Transeuropäischen Netze (vorrangiges Projekt Nr. 17) und damit ein bedeutendes Glied in der wichtigen Ost-West-Achse Paris - Stuttgart - München - Wien - Bratislava. Durch sie kann der Eisenbahnverkehr nach Südosteuropa verbessert und andere Strecken entlastet werden.
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Tiefensee: Bahn-Privatisierung nicht vor Ende 2008
(24.09.) BERLIN - Beim Bahnbörsengang wird es nach Ansicht von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee zu weiteren Verzögerungen kommen. "Ich sehe nicht, dass eine Teilprivatisierung früher als Ende 2008 vollzogen werden kann", sagte Tiefensee dem "Tagesspiegel am Sonntag". Er habe bereits seit langem vor "zu großer Eile" gewarnt. Gleichzeitig kritisierte Tiefensee die Privatisierungsgegner, die der Öffentlichkeit "mit Fehlinformationen" Ängste schürten. Es habe sich eine Stimmung entwickelt, die meine, dass die Bahn vor der Privatisierung gerettet werden müsse. Das Gegenteil sei aber richtig, sagte Tiefensee. "Wer jetzt nicht handelt, gefährdet die Bahn." Private Aktionäre sollten an der Sanierung des Schienennetzes beteiligt werden, betonte Tiefensee. "Der Bund kann diese Lasten in Zukunft nicht mehr alleine tragen." Es gelte jedoch zu verhindern, dass der Einfluss möglicher Großinvestoren Partner auf die Bahn-Politik zu groß werden könne. Wie der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Angaben aus Regierungskreisen weiter berichtete, will das Finanzministerium vorschlagen, Anteile an der Bahn per vinkulierter Namensaktie zu verkaufen.
Auch DB-Chef Hartmut Mehdorn hat einem Bericht der "WirtschaftsWoche" zufolge die Namensaktien ins Spiel gebracht. Bei solchen Papieren müsse sich "jeder Aktionär zu erkennen geben", sagte er im Interview mit der am Montag erscheinenden "WirtschaftsWoche". Dadurch könnten die Bahn und der Bund als künftiger Mehrheitseigentümer den Überblick über die Aktionäre erhalten. Mehdorn begründete seinen Vorstoß damit, dass er und die Bundesregierung respektieren müssten, "dass die Leute hierzulande Angst haben, unredliche Zeitgenossen könnten sich hinten herum der Bahn bemächtigen". Bei Namensaktien gäbe es keine solchen "anonymen Spielchen". Mehdorn wendet sich damit auch das gegen das von Teilen der SPD favorisierte Volksaktienmodell. "Eine solche sogenannte Volksaktie", sagte Mehdorn dem Magazin, "funktioniert nicht, bei allem Respekt". Die Bahn-Aktie sei "kein Papier für Leute, die auf eine hohe Dividende schielen", sondern "vor allem attraktiv durch die langfristige stetige Steigerung des Unternehmenswertes und damit des Kurses". Das sei etwas für langfristig denkende Anleger, die sichere Anlagen suchten. Weiter signalisierte Mehdorn die Bereitschaft, sich künftig auch mit weniger staatlichen Zuschüssen als 2,5 Milliarden Euro pro Jahr für den Erhalt des bestehenden Schienennetzes zufrieden zu geben. "Ich habe Verständnis dafür, dass der Staat Rationalisierungsanstrengungen von uns verlangt und an den Erfolgen teilnehmen haben will", sagt er im Interview mit der "WirtschaftsWoche". Im Gegenzug forderte Mehdorn allerdings "an anderer Stelle mehr unternehmerische Freiheit" für die DB. Dazu zähle die Möglichkeit, die so genannten Trassenpreise regelmäßig um einen gewissen Betrag zu erhöhen. "Der Inflationsausgleich" sei da "eine realistische Zielgröße".
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Lokführergewerkschaft fordert Bahn zu Verhandlungen auf
(24.09.) BERLIN - Im Tarifkonflikt bei der DB hat die Gewerkschaft Transnet die Lokführergewerkschaft GDL zum Einlenken aufgefordert. Transnet-Chef Norbert Hansen appellierte an die GDL-Führung, "auf sinnlose Streiks und Streikdrohungen" zu verzichten. Sie solle "den Weg der Vernunft" einschlagen und gemeinsam für alle Bahn-Beschäftigten verhandeln, schrieb Hansen in einem Gastbeitrag in der Zeitung "Bild am Sonntag". GDL-Chef Manfred Schell bekräftigte dagegen die Drohung mit erneuten Arbeitskampfmaßnahmen im Oktober. "Wenn die Bahn nicht schnell zu Verhandlungen bereit ist, sind Streiks unvermeidlich", sagte er der "Berliner Zeitung". Die GDL werde nicht direkt nach dem Ende der vereinbarten Friedenspflicht ab dem 1. Oktober streiken, aber "sehr schnell reagieren". Die Aussicht auf eine Einigung schätzte Schell pessimistisch ein. "Wir wollten am Donnerstag gemeinsam die Kuh vom Eis holen, stattdessen ist sie durchs Eis gebrochen", sagte der GDL-Chef der "Berliner Zeitung". An der Bahn sowie den Konkurrenzgewerkschaften GDBA und Transnet übte Schell scharfe Kritik: "Das ist ein gemeinsamer Feldzug von der Deutschen Bahn und den beiden Gewerkschaften." Die Bahn habe sich "indiskutabel" verhalten, indem sie sich sofort auf die Seite von GDBA und Transnet geschlagen habe, die einen eigenständigen Tarifvertrag verhindern wollten.
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Bombardier und Siemens erhalten Auftrag für weitere Sprinter-Züge
(24.09.) BERLIN - Das gemeinsame Sprinter-Konsortium von Konsortialführer Bombardier
Transportation und Siemens ist von der Niederländischen Eisenbahn (Nederlandse
Spoorwegen - NS) mit der Lieferung von 32 vierteiligen und 32 sechsteiligen
Elektrotriebzügen beauftragt worden. Das Gesamtvolumen des Auftrags beläuft sich
auf etwa 399 Millionen Euro. Dabei beträgt der Anteil für Bombardier ca. 162
Millionen Euro, Siemens übernimmt einen Anteil von ca. 237 Millionen Euro. Mit
diesem Auftrag werden die ersten beiden Optionen von insgesamt fünf eines 2005
unterzeichneten Vertrags eingelöst. Darüber hinaus sieht der Vertrag die
Lieferung einer Reihe von strategischen Ersatzteilen vor. Da das Tempo der
Fahrzeugproduktion erhöht wurde, soll dieser zusätzliche Auftrag nun in 13 statt
in 32 Monaten, d.h. zwischen Oktober 2009 und November 2010, ausgeliefert
werden. Die vierteiligen Züge werden an den Bombardier-Produktionsstätten in
Aachen und Hennigsdorf gefertigt. Siemens wird den Großteil der Produktion in
seinem Werk in Krefeld-Uerdingen ansiedeln.
Die Fahrzeuge sollen den Ausbau des Pendlerverkehrs im dicht besiedelten Westen
der Niederlande ermöglichen und die älteren Fahrzeuge der NS schrittweise
ersetzen. Die neuen Züge basieren auf einem bewährten Bombardier-Siemens-Design
und wurden an die spezifischen Anforderungen der NS und des niederländischen
Eisenbahnsystems angepasst. Sie sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h
zugelassen und Erwartungen der Fahrgäste an attraktives Design, Fahrkomfort,
Fahrgastinformationssysteme, Kameraüberwachung und eine bessere Rundumsicht dank
breiterer Fenster abgestimmt. Aufgrund der verbesserten Zugänglichkeit der Züge
werden die Haltezeiten in Bahnhöfen reduziert, die Sicherheit erhöht und
Hindernisse für Fahrgäste, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, beseitigt.
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Durchmesserlinie Altstetten - Zürich HB - Oerlikon
(24.09.) ZÜRICH - Nach neun Jahren der Planung ist es soweit: Die Bauarbeiten für die
Durchmesserlinie Altstetten - Zürich HB - Oerlikon können beginnen, die Bagger und
Baumaschinen sind aufgefahren. Mit einem symbolischen Spatenstich in der
Haupthalle des Zürcher Hauptbahnhofs feierten am Freitag Stadt und Kanton Zürich gemeinsam mit der SBB und dem ZVV in Anwesenheit von rund 200
geladenen Gästen den offiziellen Auftakt der Bauarbeiten. Regierungspräsidentin
Rita Fuhrer, Stadtrat Martin Waser und SBB CEO Andreas Meyer legten selbst Hand
an. Ausgerüstet mit Warnweste und Helm führten sie den Spatenstich in der
Haupthalle des Bahnhofs symbolisch in einem mit Sand gefüllten Kubus aus.
Regierungspräsidentin Rita Fuhrer betonte dabei, dass die Zürcher Bevölkerung
die Durchmesserlinie mittrage: "82 Prozent der Zürcher Stimmberechtigten
stimmten im Jahr 2001 für den Staatsbeitrag zum Bau der Durchmesserlinie. Ich
kann mich an kein Projekt erinnern, das so unbestritten war." Und Stadtrat
Martin Waser ergänzte: "Zürich steht voll und ganz hinter der neuen
Durchmesserlinie: Es ist eine gute Investition in die Zukunft."
Die 9,6 km lange Durchmesserlinie bildet einen zentralen Teil der West-Ost-Achse
des nationalen Schienenverkehrs. Als Kapazitätssteigerung für den Hauptbahnhof
ermöglicht sie ab 2013 neue Angebotskonzepte im S-Bahn- und Fernverkehr: "Zürich
ist für die SBB ein bedeutender Knoten. Werden die Kapazitäten hier ausgebaut,
so profitiert nicht nur die Region Zürich, sondern die ganze Schweiz", erklärte
SBB CEO Andreas Meyer. Die Bahnkunden erhalten demnach noch bessere Anschlüsse,
und es entstehen neue Verbindungen.
Die Durchmesserlinie durchquert die Stadt Zürich von Altstetten über den
Hauptbahnhof bis nach Oerlikon. Herzstück ist der zweite unterirdische
Durchgangsbahnhof Löwenstrasse: Er wird 16 Meter unter den heutigen Gleisen 4
bis 9 gebaut. Der Bahnhof Löwenstrasse und der Weinbergtunnel können im Dezember
2013 mit neuen Verbindungen für den S-Bahnverkehr eröffnet werden. Ab 2015
ermöglicht die Anbindung Zürich HB - Altstetten die abschließende Verbesserung
auch für den Fernverkehr. Damit wird die Durchmesserlinie vollständig sein.
Detaillierte Informationen zum Projekt, zu aktuellen Bauarbeiten und
Behinderungen sind erhältlich unter www.durchmesserlinie.ch. Die Bauarbeiten
sind so geplant, dass sie den Bahnbetrieb nicht einschränken. Sollten sie
trotzdem eine kurzfristige Änderung des Fahrplans bewirken, wird auf vorgängig
genannter Homepage informiert.
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Die 01 1081 ist jetzt im Bahnpark Augsburg zu besichtigen
(24.09.) AUGSBURG - Die 01 1081 ist von Heilbronn nach Augsburg umgezogen. Da der dortige Bahnpark eine 01 noch nicht in seinem Ausstellungsbestand hat, andererseits in Heilbronn bisher gleich drei solcher Maschinen, darunter auch die betriebsfähige 01 1066 des Historischen Dampfschnellzug e.V. (HDS), standen, hat man sich beim HDS entschlossen, der Bitte der Augsburger Freunde nachzukommen, und die 01 1081 bis auf Weiteres dorthin zu verbringen. Die Lok wurde schleppfähig hergerichtet und trat dann den Weg nach Augsburg an, machte dabei aber Station bei den Göppinger Modellbahntagen der Firma Märklin, wo die Lok als Ausstellungsstück zu bewundern war. Die Gastlok 01 533 der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) nahm am Freitag, 14. September die 1081 auf der Fahrt von Heilbronn nach Göppingen in den Schlepp. Bis Stuttgart ging es im gemächlichen 30-Kilometer-Tempo, von dort aus dann immerhin mit Hg 50 bis Göppingen. Dort war am 15. und 16. September die 533 im Betrieb zu bewundern und die 1081 als umlagertes Ausstellungsstück ebenfalls ein Blickfang.
Die 139 133 (Zebra) der Lokomotion brachte dann am Abend des 16. September die 1081 in ihre neue Heimat nach Augsburg, wo die beiden Maschinen gegen 1 Uhr nachts eintrafen. So sind nun im Bahnpark Augsburg alle drei Typen ölgefeuerter Dampflokomotiven zu besichtigen, neben der 01 1081 auch die Güterzugmaschinen 41 364 und 44 606 sowie die betriebsfähige 41 018. Letztere wird am 27. Oktober einen Sonderzug von Nürnberg auf der Strecke von Augsburg bis ins Allgäu nach Kempten führen. Ab Memmingen trifft sich dieser Zug mit einem Zug des Historischen Dampfschnellzug e.V. der aus Stuttgart kommt und von der 01 1066 gezogen wird. Gemeinsam erinnern die beiden Loks an das Ende der Dampfzeit bei der DB vor dreißig Jahren und fahren an diesem Tag denn auch mit den Computernummern 012 066 und 042 018. Buchungen für den Sonderzug ab Stuttgart beim HDS, für den ab Nürnberg bei der IGE.
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DB organisiert Nachtzugangebot neu
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(22.09.) BERLIN - Die DB organisiert ihr Nachtzugangebot neu. Ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember verkehren unter der Marke City Night Line einheitlich alle Nachtzüge der DB auf einem europaweit deutlich ausgebauten internationalen Liniennetz. "Wir bieten ab Dezember 29 Verbindungen in neun europäische Länder", so Nikolaus Breuel, Vorstandsvorsitzender DB Fernverkehr AG. Ziel sei es, den internationalen Erfolg der ICE-Züge bei den Nachtzugverbindungen fortzusetzen. Amsterdam wird neben München und Zürich das Drehkreuz im europäischen Nachtreiseverkehr. Die Verbindungen von Kopenhagen, Prag, Wien und Mailand werden bis in die niederländische Metropole weitergeführt.
Alle Nachtzüge der DB werden künftig unter der Marke City Night Line verkehren. Neben einem weiß-roten Zugdesign soll nach Bahnangaben bei Komfort, Qualität und Service ein gleichmäßig hoher Standard geboten werden. Dazu gehören ein einheitlicher Auftritt des Personals sowie das gleiche Angebot beim Frühstück und in der Zuggastronomie. Der Kauf von Fahrkarten wird deutlich vereinfacht. So können erstmals durchgehende Reisen europaweit über www.bahn.de online gebucht werden. Schlafwagenabteile sind ohne die bisher nötige 1. Klasse-Fahrkarte zur Alleinnutzung reservierbar, was insbesondere für Geschäftsreisende von Vorteil ist. Eine Fahrt mit dem City Night Line zum Spar-Night-Tarif kostet ab 69 Euro pro Person und Strecke im Schlafwagen, ab 49 Euro im Liegewagen und ab 29 Euro im Sitzwagen.
Die Schweiz bleibt weiterhin der bedeutendste ausländische Markt für City Night Line mit Verbindungen ab Basel und Zürich zum Beispiel nach Amsterdam, Kopenhagen und neu von Basel nach Prag. In Richtung Italien werden ab Dezember 2007 auf den Strecken von München nach Venedig und Rom ausschließlich neuwertige Schlafwagen eingesetzt.
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Widerstand gegen Bahnbörsengang bei erster Lesung des Privatisierungsgesetzes
(22.09.) BERLIN - Bei der ersten Lesung des Gesetzes zur Privatisierung der DB am Freitag im Bundestag haben sich Abgeordnete von SPD und Union gegen das Projekt gewandt und umfangreiche Nachbesserungen gefordert. Sie fürchten, dass die Bahn zu stark an Profitinteressen ausgerichtet werden könnte und so unrentable Strecken stillgelegt werden könnten. Sämtliche Oppositionsparteien im Bundestag forderten die Bundesregierung auf, die Bahnprivatisierung in ihrer aktuellen Form zu stoppen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) verteidigte unterdessen seine Pläne zur Privatisierung der Bahn erneut. Er wies Befürchtungen zurück, nach einer Privatisierung könnten unrentable Strecken etwa auf dem Land stillgelegt werden. DB-Vorstand Otto Wiesheu erklärte, die DB gehe davon aus, dass der Börsengang wie geplant im kommenden Jahr über die Bühne gehen werde.
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DB vergibt Planungsaufträge für NBS Rhein/Main - Rhein/Neckar
(22.09.) FRANKFURT/Main - Diese Woche hat die DB einen Auftrag in Höhe von 7,5 Millionen Euro zur Erstellung der technischen Planung für die Trasse der Neubaustrecke Rhein/Main-Rhein/Neckar vergeben. Diese beschäftigt sich mit der genauen Trassierung der rund 85 Kilometer langen Strecke zwischen Frankfurt am Main und Mannheim und bewertet unter technischen, wirtschaftlichen sowie ökologischen Aspekten die Trassenführung. So müssen im Rahmen der Streckenplanung die Unterlagen für beispielsweise 20 Kilometer Tröge, 100 Straßenbrücken, 30 Eisenbahnbrücken sowie sieben Kilometer Tunnel erarbeitet werden. Darüber hinaus sind vertiefende Planungen zu Maßnahmen des Lärmschutzes sowie der Streckenausrüstung - hierzu zählt die Leit- und Sicherungstechnik - zu erstellen.
Um die entsprechenden Detailplanungen durchführen zu können, muss auch die mögliche Nutzung von Grundstücken für den Trassenbau geklärt werden. Hier gilt es Lösungen zu finden, um beispielsweise vorhandenen Gas- oder Kabelleitungen umzulegen. Weitere wichtige Punkte der jetzt anstehenden Planungen sind vertiefende Betrachtungen hinsichtlich der Umweltverträglichkeit der Trasse, entsprechende Untersuchungen zur Hydrologie, zur Gestaltung und technischen Lösung von Bauwerken sowie die Ermittlung der exakten Baukosten. Auch das Erarbeiten eines Rettungskonzeptes in Zusammenarbeit mit Feuerwehren ist Bestandteil der vorbereitenden Planung.
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DB erhöht Eigenmittel für Bestandsnetz und Bahnhöfe
(22.09.) FRANKFURT/Main - Die DB liegt bei der Abarbeitung ihrer geplanten Baumaßnahmen in diesem Jahr nach eigenen Angaben sehr gut im Plan. Der Vorstand der DB AG hat sich in seiner Sitzung am Freitag über den Stand der laufenden Maßnahmen des Bedarfsplanes berichten lassen. Stefan Garber, Vorstand für Infrastruktur und Dienstleistungen: "Wir liegen voll im Plan. Das zeigt, dass unsere Anstrengungen zur Optimierung unserer Planungs- und Bauprozesse greifen." Vorwürfe, wonach die DB Netz AG, der Infrastrukturbetreiber der DB, an der Instandhaltung des Schienennetzes spare, entbehrten auch vor diesem Hintergrund jeder Grundlage. So habe die DB in den Jahren 2004 bis 2006 jährlich durchschnittlich deutlich über 1,3 Milliarden Euro - mit steigender Tendenz - für den Unterhalt der Gleise aus eigenen Mittel aufgewendet.
Die Aufwendungen für laufende Maßnahmen im Bestandsnetz werden jetzt sogar weiter erhöht. So hat der Holdingvorstand in seiner heutigen Sitzung entschieden, dass im Zusammenhang mit der geplanten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) die eigenen Mittel der DB AG für das Bestandsnetz steigen werden. Darüber hinaus wird ebenfalls aus eigenen Mitteln ein Sonderprogramm für Bahnhöfe realisiert.
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Modernisierung des Station Ober-Ramstadt beginnt
(22.09.) FRANKFURT/Main - Im Rahmen der Modernisierung der Odenwaldbahn beginnen am kommenden Donnerstag die Arbeiten im Bahnhof Ober-Ramstadt. Die vorhandenen Bahnsteige werden zurückgebaut und durch einen neuen breiteren und höheren Mittelbahnsteig mit einer Höhe von 55 cm ersetzt. Man kann somit zukünftig stufenfrei in die Züge einsteigen. Durch den Bau eines behindertengerechten Zugangs kann der neue Bahnsteig barrierefrei erreicht werden. Rund eine Million Euro werden in den Bahnhof Ober-Ramstadt investiert. Für den Bau des neuen Mittelbahnsteiges muss zuerst ein Behelfsbahnsteig auf der Nordseite des Bahnhofes errichtet werden. Der Zugang erfolgt über die vorhandene Personenüberführung und einen provisorischen Fußgängerweg von der Industriestraße aus.
Aufgrund der Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks in Groß-Umstadt Wiebelsbach fahren auf der Strecke Darmstadt Nord - Groß-Umstadt Wiebelsbach in der Zeit vom 8. bis 12. und 15. bis 19. Oktober nur morgens Züge in Richtung Frankfurt und abends in Richtung Odenwald. In der übrigen Zeit wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die VIAS informiert durch Handzettel und im Internet unter www.VIAS-online.de. Ab 22. Oktober bis zur Fertigstellung des neuen Mittelbahnsteigs verkehren die Züge in Richtung Darmstadt vom alten Bahnsteig 1 und die Züge nach Groß-Umstadt Wiebelsbach vom Behelfsbahnsteig am Gleis 2. Im Bahnhof Reinheim ist der Bahnsteig 1 fertig gestellt und wird am Mittwoch in Betrieb genommen. Die Arbeiten für den neuen Bahnsteig 2 werden nach der Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks Ende Oktober beginnen. Der alte Mittelbahnsteig wird bis zur Fertigstellung des Bahnsteigs 2 weiterhin genutzt.
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ESTW Bad Vilbel geht in Betrieb
(22.09.) FRANKFURT/Main - 26 Millionen Euro hat die Bahn in Bad Vilbel in modernste Stellwerkstechnik investiert. In der Nacht vom 29. September auf 30. September wird die Umstellung von Relais-Technik auf digitale Computersteuerung abgeschlossen. Ab dann werden im neugebauten elektronischen Stellwerk (ESTW) Bad Vilbel alle Signale und Weichen der Eisenbahnstrecke von Frankfurt-Eschersheim bis Dortelweil per Mausklick gestellt und überwacht. "Da das bestehende Stellwerk nicht mehr erweitert werden kann, ist das ESTW auch die Voraussetzung für den geplanten viergleisigen Ausbau der Strecke zwischen Frankfurt West und Bad Vilbel", erläutert Klaus Müller, Bezirksleiter Betrieb der DB Netz AG. Das ESTW übernimmt auch die Aufgaben des Stellwerkes Frankfurt-Frankfurter Berg und steuert die Zugfahrten von Dortelweil bis Eschersheim.
Bereits im August 2006 hatten die Arbeiten für das ESTW Bad Vilbel mit der Erneuerung der Signaltechnik im Streckenabschnitt Frankfurt-Ginnheim - Groß Karben begonnen. Neben dem laufenden Bahnbetrieb wurden 60 Kilometer Kabel und 15 Kilometer Kabelkanäle neu verlegt, 58 neue Signale errichtet und 25 neue Weichenantriebe installiert und verkabelt. Nach über einem Jahr Vorbereitungszeit werden die bestehenden, mit Relaistechnik ausgestatteten Stellwerke Bad Vilbel und Frankfurter Berg nach 44 bzw. 52 Jahren Betriebszeit am Samstag, dem 29. September gegen 20 Uhr 30 zum letzten Mal eine Zugfahrt steuern und danach abgeschaltet. In der Nacht werden die neuen Signale des ESTW in Betrieb genommen. 61 alte Signale, 150 alte Gleisfreimeldergehäuse und 75 Gleismagnete werden abgebaut. Bis zu 60 Personen sind in dieser Nacht im Einsatz. Bis Sonntagmorgen, 8 Uhr ist zwischen Frankfurt West und Friedberg kein Zugverkehr möglich, ersatzweise verkehren Busse. Der Bahnhof Frankfurt-Berkersheim kann jedoch von diesen Bussen nicht bedient werden.
Wenn am Morgen die Fahrdienstleiter im neuen ESTW Bad Vilbel ihren Dienst beginnen, hat über Nacht ein technischer Zeitsprung von einem halben Jahrhundert stattgefunden. Zwei Fahrdienstleiter überwachen auf jeweils acht Computermonitoren die Zugverkehre. Alle wichtigen Informationen wie Fahrpläne, Zustand und Einstellung der Fahrstraßen und Weichen sind auf den Monitoren übersichtlich angeordnet. Das ESTW erkennt anhand der Zugnummer das Ziel eines Zuges und stellt die Weichen vollautomatisch. Eingreifen müssen die Bahnmitarbeiter nur bei Störungen und dann nur per Mausklick.
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Bahn-Konflikt: Streik wird wieder wahrscheinlicher
(21.09.) BERLIN - Der Tarifkonflikt der Bahn spitzt sich wieder zu. Am Donnerstag kündigten die Bahngewerkschaften Transnet und GDBA die Zusammenarbeit mit der Lokführergewerkschaft GDL auf, nachdem auch in einem mehrstündigen Gespräch aller Beteiligten mit den beiden Politikern Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf über die Auslegung des Ergebnisses des Moderationsverfahrens von Ende August keine Einigung erzielt werden konnte. Transnet und GDBA warfen der GDL am Donnerstag vor, sich nicht an das Moderationsergebnis zu halten. "Die GDL ist nicht zu gemeinsamen Verhandlungen bereit", kritisierte der Vorsitzende der Tarifgemeinsaft aus Transnet und GDBA, Alexander Kirchner. Auch Transnet-Chef Hansen zeigte sich empört: "Für mich ist das Verhalten der GDL-Spitze gegenüber den Lokführern und gegenüber den anderen Bahn-Beschäftigten unverantwortlich", sagte er. Die GDL reagierte dagegen mit Unverständnis. "Wir können die Reaktion der Transnet nicht nachvollziehen", sagte GDL-Chef Manfred Schell. Nach dem Bruch der Gewerkschaften scheint eine Einigung im Tarifkonflikt bis Ende September kaum mehr möglich, auch wenn die GDL mit der DB weiterverhandeln will. Am 30. September endet die Friedenspflicht der Lokführer. Bahnkunden drohen damit im Oktober erneut Streiks.
Die DB zeigte sich enttäuscht über die fehlgeschlagene Kooperation der Gewerkschaften. Margret Suckale, Personalvorstand der DB, sagte nach dem Gespräch: "Die GDL-Führung hat ihre falschen Vorstellungen der letzten Verhandlungsrunden nicht korrigiert." So sei die GDL in die Verhandlungen im September wieder mit ihrem ursprünglichen Fahrpersonaltarifvertrag aus dem März erschienen. Suckale dankte den beiden Moderatoren noch einmal für ihren Einsatz: "Die Moderatoren haben uns eine sehr gute Lösung aufgezeigt, mit der eine Spaltung der Mitarbeiter vermieden werden könnte. Wenn diese einmalige Chance jetzt nicht genutzt werde, wird es keine zweite Chance geben." Das Moderationsergebnis lasse die Selbstständigkeit von Tarifverträgen zu, ohne das einheitliche Tarifwerk in seiner Geschlossenheit zu zerstören. Suckale weiter: "Um so enttäuschender ist es, wenn die GDL-Führung, die im Sommer sämtliche Verhandlungsangebote ausgeschlagen hat, nun auch die Kooperation unter den Gewerkschaften ablehnt."
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"FAZ": Weniger Züge von Frankfurt/ Wiesbaden nach Köln
(21.09.) KÖLN - Die DB wird zum Fahrplanwechsel im Dezember laut "Frankfurter Allgemeiner
Zeitung" weniger Züge zwischen Frankfurt bzw. Wiesbaden und Köln einsetzen.
Demnach sollen an den Nachmittagen von Frankfurt nach Köln drei Züge gestrichen
werden, die erst im Dezember 2006 neu in den Fahrplan aufgenommen worden waren,
um der gestiegenen Nachfrage auf der Neubaustrecke gerecht zu werden und einen
Halbstundentakt zwischen den Bahnhöfen zu schaffen. An Vormittagen und in der
Gegenrichtung bleibt es laut "FAZ" beim bisherigen Angebot. Weiter ausgedünnt
werden außerdem die Verbindungen von Mainz über Wiesbaden nach Köln. Waren bei
der Eröffnung der Neubaustrecke im Jahr 2002 noch acht Zugpaare pro Tag, sind es
nach fünf Zugpaaren bis Juni und momentan vier Zugpaaren ab Dezember nur noch
drei Zugpaare.
Ein Bahn-Sprecher betonte gegenüber der "FAZ", die Zahl der Halte in Limburg und
Montabaur werde sich mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember nicht ändern. Statt
der entfallenden Pendelzüge hielten dort zu etwa der gleichen Zeit durchgehende
Züge ins Ruhrgebiet. Die dadurch verlorene Zeit sparten sie dadurch ein, dass
sie in Köln auf den Umweg über den Hauptbahnhof verzichteten und nur in Deutz
stoppten. Der Sprecher bestätigte, dass die Bahn von Dezember an mehr Züge vom
Typ ICE 3 für den Verkehr nach Paris benötige. Es sei allerdings nicht so,
dass Fahrzeugmangel der Grund für die Ausdünnung des Fahrplans sei. Vielmehr sei
das Angebot derzeit größer als die Nachfrage. "Wir haben manche Züge fahren
lassen, nur weil wir sie hatten."
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DB widerspricht dpa-Meldungen entschieden
(21.09.) BERLIN - Die DB widerspricht entschieden der Behauptung der Deutschen Presseagentur, wonach die DB die Netzerhaltungsmaßnahmen drosseln wolle. Konzernsprecher Oliver Schumacher: "Das ist ein durchsichtiges Störmanöver einen Tag vor der ersten Lesung des Gesetzes über die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn AG im Deutschen Bundestag. Das Gegenteil ist der Fall: die Investitionen ins Bestandsnetz werden in diesem Jahr höher sein als 2006. Wer vor diesem Hintergrund von einer Drosselung oder einem drohenden Stopp spricht, verdreht böswillig die Realität." Die DB werde auch in diesem Jahr wieder rund 6 Milliarden Euro in die Infrastruktur stecken. Schumacher: "Wer sich vor diesem Hintergrund von interessierter Seite einreden lässt, hier werde kaputt gespart, der betreibt ein einseitig politisches Geschäft."
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SBB: Start der "Zuckerrübenkampagne"
(21.09.) BERN - Rund eine Million Tonnen Zuckerrüben warten ab sofort entlang der
Bahngleise des Schweizer Mittellandes auf den Abtransport. Jedes Jahr von Mitte
September bis Ende Dezember bringen die mehr als 4000 Schweizer Rübenpflanzer
ihre Ernte an einen der Bedienpunkte von SBB Cargo. Während der dreimonatigen so
genanten "Rübenkampagne" unterhält SBB Cargo ein eigenes "Rübennetz" mit rund 76
Verladestellen vom Genfersee bis zum Bodensee. Hier werden die Rüben, wie zum
Beispiel in Rosé bei Fribourg mit einer modernen Umschlagmaschine, vom
Transportfahrzeug des Landwirts in den Güterwagen der SBB Cargo umgeladen. Damit
kein Bauer vor einem leeren Geleise steht, sorgen Logistik-Spezialisten von SBB
Cargo zusammen mit den Mitarbeitenden der Zuckerfabriken für eine genaue Planung
und einen reibungslosen Ablauf. Täglich müssen bis zu 300 Güterwagen des Typs
Eaos am richtigen Verladeort stehen und die Bauern über die Verladezeit und Ort
informiert sein. Adrian Keller, Leiter Geschäftsbereich Schweiz von SBB Cargo
betont: "Nur dank einer engen und intensiven Zusammenarbeit zwischen der
Güterbahn und den Zuckerfabriken stehen die Bahnwagen am versprochenen Ort und
Tag zum Verlad der Rüben bereit".
Aber nicht alle Wagen werden nach dem Entlad der Rüben sofort leer zum nächsten
Verladeort geschickt. Sie werden in den Zuckerfabriken mit Schnitzeln gefüllt.
Dieses Nebenprodukt wird in der Viehfütterung eingesetzt. Das sind pro Jahr rund
150 000 Tonnen, die per Bahn zurück transportiert werden. In diesem Jahr
wird eine Ernte von rund 1,6 Millionen Tonnen Zuckerrüben erwartet, die per Bahn
und Straßenfahrzeugen nach Aarberg oder Frauenfeld gelangen. Daraus entstehen je
nach Zuckergehalt mehr als 230 000 Tonnen Kristallzucker und 400 000 Tonnen
Nebenprodukte wie Schnitzel und Melasse. Das Werk Aarberg produziert neben
Würfelzucker auch die bekannten Zuckersachets, deren Inhalt so manchen Kaffee
versüsst. Die aktuellen Sujets sind dem 125-jährigen Gotthard-Jubiläum gewidmet
und zeigen Lokomotiven aller Epochen.
Damit der lose Kristallzucker unter hygienisch einwandfreien Bedingungen
transportiert werden kann, stellt SBB Cargo den Zuckerfabriken 20 Schüttgutwagen
des Typs Tagnpps zum ausschließlichen Gebrauch zur Verfügung. So können
Kontaminierungen des sensiblen Ladeguts ausgeschlossen werden. Die Wagen mit der
Werbeaufschrift "Zucker fährt ein" rollen direkt zu den Schokoladenfabriken wie
zum Beispiel Lindt & Sprüngli, Camille Bloch und Chocolat Frey. Der Einsatz
dieser sicheren Güterwagen ist Teil des Hygienekonzepts von SBB Cargo, das im
Juli 2007 von der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und
Management-Systeme (SQS) mit der Verleihung des Zertifikats der guten
Handelspraxis (GHP) gewürdigt wurde. Das heißt SBB Cargo verbürgt sich,
Transporte mit losen Lebens- und Futtermitteln nach hygienischen Standards
durchzuführen. Josef Arnold, Direktor der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld
bestätigt: "Wir haben mit SBB Cargo eine Partnerin, die nicht nur den Transport
der Rüben aus den entfernteren Regionen in die Fabriken einwandfrei meistert,
sondern auch die Beförderung des wertvollen Naturprodukts Zucker für uns
übernimmt".
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"Tagesspiegel": Zeitplan für Bahn-Gesetz kommt ins Rutschen
(20.09.) BERLIN - Das Ringen um die Privatisierung der DB könnte sich noch bis weit ins kommende Jahr hinziehen. Die beiden Chefs der Regierungsfraktionen - Volker Kauder (Union) und Peter Struck (SPD) - haben nach "Tagesspiegel"-Informationen (Donnerstagausgabe) gegenüber Abgeordneten versichert, dass man keinen Druck auf die Parlamentarier ausüben wolle. Angesichts vieler Änderungswünsche für das Bahn-Gesetz werde es "genug Zeit für die intensive Diskussion geben", versicherte Kauder laut Teilnehmerkreisen am Dienstagabend bei einer Fraktionssitzung von CDU/CSU. Es sei auch denkbar, dass erst im Frühjahr 2008 über das Gesetz im Bundestag abgestimmt werde. Ähnlich hatte sich laut SPD-Kreisen auch Struck in den vergangenen Tagen gegenüber niedersächsischen Bundestagsabgeordneten geäußert. Bisher hat die Regierung eine Entscheidung des Bundestags über das Bahn-Gesetz bis Ende dieses Jahres angestrebt.
Unterdessen hat sich Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee am Mittwoch bei der umstrittenen Bahn-Privatisierung kompromissbereit gezeigt. "Wir sind bereit, alle Anregungen zu prüfen und gegebenenfalls aufzunehmen", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in der ARD. Er kenne die Sorgen der Landesregierungen. Regionale Schienennetze dürften aber nicht ohne weiteres verkleinert werden: "Keine Schiene darf abgebaut werden ohne das der Bund oder die Länder dafür ihre Zustimmung geben." Er ergänzte: "Aber vielleicht finden wir in einem entsprechenden Vertragswerk eine noch bessere Formulierung, die noch größere Sicherheit schafft, und dazu bin ich bereit."
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Vermittler treffen sich am Donnerstag mit DB und allen Bahngewerkschaften
(20.09.) BERLIN - Im Tarifstreit zwischen der DB und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vermitteln am Donnerstag in Berlin erneut die früheren CDU-Politiker Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler. Neben GDL-Chef Manfred Schell und Bahn-Personalvorstand Margret Suckale werden auch Vertreter der Gewerkschaften Transnet und GDBA an dem Gespräch teilnehmen. Biedenkopf und Geißler hatten zwischen beiden Seiten moderiert, nachdem die Gespräche nach Streiks der GDL festgefahren waren. Das Ergebnis des Moderationsverfahrens, an dem auch Transnet und GDBA beteiligt waren, wird nun von GDL und Bahn allerdings unterschiedlich ausgelegt, so dass in zwei Gesprächsrunden nach dem Verfahren keine Annäherung erzielt werden konnte. Am Donnerstag wollen daher alle Beteiligten das Ergebnis des Moderationsverfahrens erneut erörtern.
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Hängepartie um die Fortführung des Bahnverkehrs nach Rheinsberg geht weiter
(20.09.) BERLIN - Die Frage, was mit der Eisenbahnstrecke von Löwenberg (Mark) nach
Rheinsberg passiert, gerät immer mehr zur Hängepartie. Wie es in einer
Pressemitteilung des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbands heißt, sei die
vom Verband an die DB AG gerichtete Frage, ab wann zwecks Bauarbeiten die
Strecke von Löwenberg (Mark) nach Rheinsberg gesperrt werde, seit dem
31. August 2007 unbeantwortet. An den Fakten habe sich offenbar nichts
geändert. Die DB verlange vom Land Brandenburg eine Bestellgarantie für die kommenden
20 Jahre, bevor mit den Arbeiten zum Neubau der beiden Überführungen in
Lindow begonnen werde. Das Land wiederum verweigert laut Bahnkundenverband
diese Zusage und verweist auf die gültige Verkehrsbestellung. Die Konfusion
werde noch größer: inzwischen lägen zwei sich völlig widersprechende Angaben zur
Sperrung der Strecke vor. Ende August 2007 sei von einem Vertreter der DB Regio
AG bekannt gegeben worden, dass ihm eine schriftliche Sperrung der
Eisenbahnstrecke von Löwenberg (Mark) nach Rheinsberg ab 1. Oktober 2007 vorliege.
In der vergangenen Woche lautete eine andere Information, dass bis zum Fahrplanwechsel am
9. Dezember 2007 keine Sperrung verfügt worden sei. In beiden Fällen konnte
kein Beginn für die Bauarbeiten genannt werden.
Der Verband wies weiter darauf hin, dass vor dem tatsächlichen Baubeginn weitere
Schritte notwendig seien, die noch nicht eingeleitet seien und bis zu sechs
Wochen dauerten, wie z.B. Gelder beim Eisenbahnbundesamt abzurufen, die
Bauarbeiten auszuschreiben oder Fahrpläne für den Schienenersatzverkehr zu
erstellen. Mit jedem Tag, an dem es keine offizielle Terminnennung seitens der
DB AG gibt, scheint das Schicksal der Eisenbahnverbindung nach
Rheinsberg für den Bahnkundenverband klarer: es gibt keine Zukunft. Der
Verband forderte die DB auf, endlich Karheit zu schaffen und einen verbindlichen
Terminplan zu nennen. Weiterhin müsse sich das Land Brandenburg um die Sicherstellung
des Bahnverkehrs kümmern.
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Erster Spatenstich für neuen Haltepunkt der SüdostBayernBahn in Eggenfelden Mitte
(20.09.) EGGENFELDEN - In Eggenfelden an der Rottalbahn Neumarkt-St. Veit - Passau
begannen am Mittwoch die Bauarbeiten für den Neubau eines Haltepunktes am
Mitterweg in Eggenfelden. Rund 265.000 Euro werden dafür gemeinsam durch den
Bund, den Freistaat Bayern sowie die SüdostBayernBahn investiert. Pünktlich zum
Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 soll der neue Haltepunkt Eggenfelden Mitte
in Betrieb gehen und ersetzt dann den bisherigen Halt in Gern Altenburg. Der
neue Haltepunkt wird barrierefrei gestaltet. Der 120 Meter lange Bahnsteig hat
eine Höhe von 55 Zentimetern. Ausgestattet wird er mit einem
Blindenleitstreifen, einem transparenten Wartehäuschen, Sitzmöbeln,
Anzeigetafeln sowie mit einer Infosäule für die Kommunikation und Information.
Die unmittelbar an den Bahnsteig angrenzenden Freiflächen werden begrünt und
gärtnerisch gestaltet. Dank einer Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz
sowie der örtlichen Sparkasse wird am neuen Haltepunkt auch ein moderner
Rollstuhlhublift stationiert. Dadurch ist auch das Ein- und Aussteigen für
Rollstuhlfahrer möglich.
Komplettiert wird die neue Anlage durch flankierende Bau- und Servicemaßnahmen
der Stadt Eggenfelden. Zeitgleich mit dem neuen Haltepunkt wird auch die
Schrankenanlage am Bahnübergang erneuert. Schon jetzt weist die SüdostBayernBahn
darauf hin, dass im Zeitraum vom 26. September bis voraussichtlich zum 2.
November der Bahnübergang für den kompletten Verkehr gesperrt werden muss. Da
die alte Sicherungsanlage abgebaut werden muss, ist ein Überqueren des
Bahnüberganges weder für den Kraftverkehr noch für den Fußgängerverkehr möglich.
Eine Umleitung wird ausgeschildert. Am neuen Haltepunkt Eggenfelden Mitte werden
nach dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember in der Zeit von 5.50 Uhr bis 22.20 Uhr
täglich rund 15 Züge der SüdostBayernBahn halten. Diese Züge werden auch
weiterhin den bisherigen Bahnhof Eggenfelden anfahren.
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Bahn erhöht an Wochenenden Platzangebot in IRE-Zügen Stuttgart - Karlsruhe
(20.09.) STUTTGART - Die Deutsche Bahn AG erhöht ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 an Wochenenden das Platzangebot auf der IRE-Linie Stuttgart - Vaihingen(Enz) - Mühlacker - Pforzheim - Karlsruhe. Auf Grund der erfreulich positiven Entwicklung der Fahrgastzahlen fahren alle IRE zwischen Stuttgart und Karlsruhe an Samstagen und Sonntagen mit einem zusätzlichen fünften Doppelstockwagen. Das Platzangebot wird damit um 119 Sitzplätze pro Zug ausgeweitet. Einzige Ausnahme ist die sonntägliche Abendverbindung Stuttgart Hbf (ab 20.59 Uhr) - Karlsruhe Hbf (an 21.53 Uhr).
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Tarifstreit: Geißler und Biedenkopf sollen wieder vermitteln
(19.09.) FRANKFURT/Main - In den Tarifgesprächen bei der Bahn ruft die Lokführergewerkschaft GDL wieder die Vermittler zur Hilfe, um ein Scheitern und mögliche neue Streiks abzuwenden. Die früheren CDU-Politiker Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf seien zur Verhandlungsrunde an diesem Donnerstag in Berlin hinzu gebeten worden, teilte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Frankfurt mit. Sollte dieser Termin ergebnislos verlaufen, bestehe keine Möglichkeit mehr, vor Ablauf des zugesagten Streikverzichts bis zum 30. September zu einem Ergebnis zu kommen. Dann provoziere die Bahn wieder Arbeitskämpfe, sagte GDL-Chef Manfred Schell. Ein Bahnsprecher verwies darauf, dass eine Beteiligung der beiden Moderatoren an den eigentlichen Tarifverhandlungen weder besprochen noch beabsichtigt sei. Der Konzern würde dem Wunsch der GDL auf ein Gespräch mit den Vermittlern aber folgen, wenn daran alle drei Gewerkschaften teilnehmen würden. Ob dies möglich sei, müsse noch geprüft werden.
Biedenkopf und Geißler hatten bereits im August vermittelt und erreicht, dass die Verhandlungen zwischen DB und GDL im September wieder aufgenommen wurden. Das beim Vermittlungsverfahren erzielte Ergebnis wird nun von GDL und Bahn allerdings unterschiedlich ausgelegt, so das in zwei Gesprächsrunden nach dem Verfahren keine Annäherung erzielt werden konnte. Hauptstreitpunkt ist weiterhin ein eigener Tarifvertrag, der Entgelt und Arbeitszeitregelungen für Lokomotivführer regelt.
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Union stellt Forderungen für Bahnprivatisierung auf
(19.09.) BERLIN - Die Unions-Fraktion hat am Dienstag einen Forderungskatalog für den Bahnbörsengang beschlossen, wodurch sich der Verkauf von Anteilen an dem letzten deutschen Staatskonzern mindestens bis Ende 2008 verzögern könnte. "Es gibt fünf Punkte, die müssen erfüllt sein, damit wir überhaupt zustimmen können", sagte der Verkehrsexperte Hans-Peter Friedrich (CSU). So soll der Bund das Recht erhalten, Entscheidungen über Infrastuktur-Investitionen auch gegen das Unternehmen durchsetzen zu können. Außerdem wird in dem von Verkehrspolitikern der Fraktion erarbeiteten Papier ein "Probejahr" gefordert, bevor alle Bestimmungen der Privatisierung wirklich in Kraft treten. "Außerdem wollen wir eine externe Preiskontrolle", sagte Friedrich. Die DB dürfe auf keinen Fall von anderen Wettbewerbern überhöhte Preise für die Streckennutzung verlangen können. Auch bei der SPD gingen die Diskussionen weiter. Vorstandsmitglied Hermann Scheer geht sogar davon aus, dass die geplante Privatisierung nicht realisiert wird. "Sie kommt nicht. Davon bin ich überzeugt" sagte er dem Onlinemagazin "stern.de". Als Gründe nannte Scheer den Widerstand in der Bevölkerung, in den Ländern und innerhalb der SPD.
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DB feiert 100 Jahre zentrale Eisenbahntechnik
(19.09.) MÜNCHEN - "Zukunft braucht Herkunft": Nach diesem Motto blickte am Dienstag
das Technikzentrum der DB bei einem Festakt in München zurück auf 100 Jahre
zentrale Eisenbahntechnik. 1835 fuhr die erste Eisenbahn in Deutschland, danach
entwickelte sich das Eisenbahnwesen stürmisch, aber auch völlig ungesteuert.
"1907war es hohe Zeit, zentrale Stellen zu schaffen, um das System Bahn
einheitlich und gesteuert weiter zu entwickeln", sagte Dr. André Zeug,
DB-Generalbevollmächtigter Technik/Beschaffung im Systemverbund Bahn. Der
Bahntechnik-Standort München ist unverrückbar mit der Entwicklung des
Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Deutschland verbunden. Hier wurde in den 80er
Jahren gemeinsam mit der Industrie der ICE-V auf den Weg gebracht. 280
Ingenieure und Fachleute von insgesamt 850 Mitarbeitern sind bei DB
Systemtechnik in München-Freimann tätig. Mit Kompetenz bilden sie die fachliche
Klammer, um Eisenbahntechnik gesteuert voranzutreiben, der Bahnindustrie, den
Hochschulen und Forschungsstätten qualifizierte Leitlinien aufzuzeigen und damit
die Bahnsysteme international zu vereinheitlichen. "Innovative Technik, koste
sie, was sie wolle, können wir uns aber nicht leisten", sagte Zeug. "Was wir
aber brauchen, sind all jene technische Optimierungen und Erneuerungen, die
unser Geschäft wettbewerbsfähig und rentabel machen. Das ist die Stärke der DB
Systemtechnik, der Mehrwert für den Konzern."
Hans-Peter Lang, Chef der DB Systemtechnik mit Sitz in München, Minden und
Brandenburg-Kirchmöser erinnerte an die Einrichtung des Eisenbahn-Zentralamtes
in München am 19. Dezember 1906 und in Folge in Berlin am 24. Mai 1907. "Die
damals zentral angesiedelten Aufgaben werden vielfach heute von den DB-Bereichen
Technik und Beschaffung wahrgenommen", sagte Lang. Rasant und vielfältig habe
sich die Eisenbahntechnik entwickelt, die bei der Vielzahl von selbstständigen
Eisenbahnverkehrsunternehmen völlig uneinheitlich zur Anwendung kamen. Aufgabe
dieser Ämter sei es deshalb gewesen, technische und betriebliche Gemeinsamkeiten
zu identifizieren, als verbindliche Norm festzuschreiben und innovativ
voranzutreiben. Lang: "Die deutsche Eisenbahntechnik hat traditionell im Ausland
einen hervorragenden Ruf. Der Eisenbahnbetrieb in Deutschland steht
international für innovative Technik, für Zuverlässigkeit und für Pünktlichkeit.
Die Technik-Kompetenz von DB Systemtechnik wird weltweit nachgefragt. Ganz in
der Tradition der früheren Zentralämter treibt die Deutsche Bahn mit Stolz eine
einheitliche Eisenbahnentwicklung voran."
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35000 Besucher bei Eisenbahn- und Busfestival in Fürth
(18.09.) FÜRTH - Eine Fahrzeugschau mit historischen Lokomotiven, modernen Triebfahrzeugen und Bussen, die Taufe eines ICEs auf den Namen Fürth und zwei sonnige Spätsommertage haben das große Eisenbahn- und Busfestival mit dem Titel "Ankunft: Eisenbahnstadt Fürth" am vergangenen Wochenende für 35000 Besucherinnen und Besucher zu einem einmaligen Erlebnis gemacht. Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 1000. Geburtstag der Kleeblattstadt. Den Auftakt des Großereignisses, das von der Stadt Fürth, dem DB Museum Nürnberg und der infra fürth verkehr gmbh veranstaltet wurde, stellte die Taufe eines der modernsten Hochgeschwindigkeitszüge der DB auf den Namen Fürth dar. Der feierliche Akt wurde von der Gattin von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, Heike Jung, durchgeführt. Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern Klaus-Dieter Josel bezeichnete die Ankunftsstadt des legendären Adlers als "Keimzelle des deutschen Eisenbahnwesens".
Im Anschluss an die ICE-Taufe konnten die Eisenbahnfans über 50 Loks und Triebfahrzeuge auf dem Ausstellungsgelände besichtigen und erhielten einen in diesem Jahr bundesweit einmaligen Einblick in die Eisenbahngeschichte. Zu sehen waren neben der Weltrekord-Lok von Siemens zum Beispiel die 1947 erbaute Dampflok 475 111 des "Iron Monument Club Pilsen", die Diesellok V 200 135 der Museumseisenbahn Hamm oder der nicht betriebsfähige Nachbau des Adlers. Auf dem Betriebsgelände der infra fürth verkehr gmbh präsentierten sich außerdem insgesamt 85 Busse aus dem In- und fünf aus dem Ausland. Zusätzlich wurden 52 Fahrzeuge im Nahverkehrsnetz eingesetzt. Sie ersetzten die Linien 172, 173 und 174 und vermittelten den Fahrgästen ein völlig neues Fahrgefühl. Die Palette reichte von historisch wie den Büssing Schnauzenbus der Rheinbahn Düsseldorf aus dem Jahr 1929 bis hochmodern; ein Beispiel ist der Hybrino 18, Baujahr 2006 vom Dresdner Nahverkehr. Auf enorme Resonanz stießen beim Publikum auch zahlreiche Themen- und Sonderfahrten. So fuhren zum Beispiel die so genannte Ferkeltaxe sowie der Bayerische Localbahnverein mit der Dampflok 70 083 und der E 69 005 Rundfahrten von Fürth über Nürnberg zurück in die Kleeblattstadt. Das Stuttgarter Rössle und die Dampflok 52 8195 der Fränkischen Museums-Eisenbahn ersetzten die Planfahrten der deutschen Bahn von Fürth nach Cadolzburg.
Der Leckerbissen für die Eisenbahnfans waren an beiden Veranstaltungstagen die Lokparaden, bei der sieben Jahrzehnte Eisenbahngeschichte dokumentiert wurden. Die dafür bereitgestellten Tribünen mit mehr als 2000 Sitzplätzen waren fast komplett ausverkauft. Auf dem infra-Gelände konnten sich die Kleinen in einer Hüpfburg vergnügen, während auf die Erwachsenen in einer Halle ein breites Angebot von Ausstellern wartete, darunter auch zahlreiche Modellbahnen. Bilder von der Fahrzeugschau und der Lokparade gibt es auf einer Bahnnews-Sonderseite!
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Länder drohen mit Blockade bei Bahnbörsengang
(18.09.) BERLIN - Mehrere Bundesländer drohen nach der Veröffentlichung eines Gutachtens, das dem geplanten Privatisierungsgesetz für die DB ein vernichtendes Urteil ausstellt (siehe auch gestern), mit einer Blockade beim Bahnbörsengang, falls nicht noch nachgebessert wird. "Jetzt muss die Bundesregierung erkennen, es ist fünf vor zwölf", sagte der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Ressortchef Karl-Heinz Daehre (CDU). Er und seine Kollegen aus Nordrhein-Westfalen und Brandenburg drohten, das Projekt im Bundesrat durchfallen zu lassen, sollten die Anliegen der Länder nicht ausreichend berücksichtigt werden. Der Börsengang stehe "auf der Kippe". Brandenburgs Verkehrsminister Reinhold Dellmann (SPD) forderte mehr Mitsprache der Länder bei der Verwendung der Investitionsmittel von 2,5 Milliarden Euro jährlich, die der Bund der Bahn für die Instandhaltung der Schienen zahlen will. Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) sagte, mit ein paar Nachbesserungen sei es nicht getan. Um den Gesetzentwurf zu ändern, seien noch umfassende Beratungen notwendig. Im Unterschied zu anderen Reformen habe die Bundesregierung bei der Bahnprivatisierung schließlich "nur einen Schuss frei".
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Zum Oktoberfest mit den Zügen von DB Regio Bayern
(18.09.) MÜNCHEN - Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Besucher aus dem
Freistaat bequem und sicher mit der DB zum größten Volksfest der Welt fahren.
Deshalb bietet DB Regio Bayern An- und Rückreiseverbindungen nicht nur im
Stundentakt, sondern darüber hinaus vor allem an den Wochenenden extralange und
zusätzliche Regionalzüge zur Wiesn und zurück. "Mit den Erfahrungen der letzten
Jahre haben wir einen 'Wiesnfahrplan' für die Oktoberfestbesucher erstellt",
erläutert Berthold Huber, Vorsitzender der Regionalleitung von Regio Bayern. Die
Zusatzzüge werden ermöglicht durch eine Bestellung der Bayerischen
Eisenbahngesellschaft (BEG). Damit wird das Platzangebot um rund 20 Prozent
erhöht. Auf folgenden stark nachgefragten Strecken werden diese Züge eingesetzt:
Nürnberg Hbf - Treuchtlingen - München Hbf, Passau/Landshut (Bay) Hbf - München
Hbf, Nürnberg Hbf - Regensburg Hbf - Landshut Hbf - München Hbf,
Simbach/Mühldorf - München Hbf, Salzburg/Freilassing - München Hbf, Ulm
Hbf/Günzburg - Augsburg Hbf - München Hbf sowie Garmisch-Partenkirchen - München
Hbf. Nicht erwähnt ist in der Auflistung der DB die neue Strecke von Nürnberg
über Ingolstadt nach München, auf der Regionalzüge mit bis zu 200 km/h
verkehren. In den ohnehin oft schon an der Kapazitätsgrenze fahrenden Zügen
dürfte es damit zu erheblichen Engpässen kommen.
Ein ausführlicher Flyer "Zur Wiesn" informiert über die Anreisemöglichkeiten und
gibt auch viele weitere Infos und Tipps rund um das Oktoberfest. Außerdem können
die Fahrpläne in Kürze unter www.bahn.de/bayern
heruntergeladen oder an den Bahnhöfen auf Plakaten eingesehen werden. Auch in
den Zusatzzügen gelten alle normalen Fahrscheine, wie z. B. das "Bayern-Ticket"
und das "Bayern-Ticket Single". Bei diesen Angeboten ist die Fahrt mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln in München bereits inklusive. "Viele zigtausend
Oktoberfestbesucher bevorzugen die Bahn für den Wiesnbesuch. Ich möchte den
Besuchern besonders unsere zusätzlichen Züge ans 'Wiesnherz' legen. Diese fahren
meist kurz vor oder nach den regulären Zügen und sind in der Regel nicht so
voll", so Huber weiter. Vom Münchner Hauptbahnhof kommen Wiesnbesucher mit der
S-Bahn über die Station Hackerbrücke, mit der U-Bahn über die Station
Theresienwiese oder zu Fuß an ihr Ziel.
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Länder-Studie: Bahnreform-Pläne verfassungswidrig
(17.09.) BERLIN - Der Bahnbörsengang in der momentan geplanten Form ist einer von den Ländern in Auftrag gegebenen Studie zufolge nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. In dem Gutachten heißt es laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", das "Grundproblem" des Gesetzentwurfs von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee sei der abnehmende Einfluss des Bundes auf die Schieneninfrastruktur, für deren Sicherung er im Interesse der Bevölkerung laut Grundgesetz zuständig sei. Die Eingriffsmöglichkeiten des Bundes auf die Netz-Bewirtschaftungspolitik der DB AG bleibe "hinter den verfassungsrechtlichen Anforderungen zurück". Die grundsätzliche Konzeption einer Integration von Netz- und Verkehrsbetrieb bei gleichzeitiger Trennung von juristischem und wirtschaftlichem Eigentum nötige zu einer "Art Quadratur des Kreises". Zu den möglichen Nachteilen für die Länder heißt es in der Studie: "Bei einer materiellen Teilprivatisierung der Deutschen Bahn AG besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die privaten Anteilseigner (...) darauf dringen werden, die Infrastrukturinvestitionen in die von der Deutschen Bahn AG selber genutzten Netzteile zu lenken und die Trassen- und Stationspreise anzuheben." Mittelfristig seien 6 000 bis 10.000 Netzkilometer der Bahn - also rund ein Viertel - durch Stilllegungen gefährdet, stellten die Gutachter fest. Dabei beziehen sie sich auf Pläne der DB, die Netz AG nach hohen Verlusten im Jahr 2006 bis 2011 zum Gewinnbringer mit 568 Millionen Euro Erträgen zu machen.
Das Verkehrsministerium wies die Verfassungszweifel zurück. "Der vom Kabinett beschlossene Gesetzesentwurf ist ohne jeden Zweifel verfassungsgemäß", erklärte das Bundesverkehrsministerium. Bahn-Vorstand Otto Wiesheu sagte, die Aussagen des Ländergutachtens überraschten ihn nicht. Die Länder hätten in ihrem entsprechenden Beschluss ausdrücklich von einem neutralen und objektiven Gutachter gesprochen. Die Gutachter hätten jedoch ernsthafte Zweifel an ihrer Objektivität und Unbefangenheit bestätigt, indem sie ihre Präferenz für die Trennung von Infrastruktur und Verkehrsbetrieb ausdrücklich in das Papier aufgenommen haben. Das sei aber nicht Auftrag der Gutachter gewesen. Auftrag sei gewesen, den Gesetzentwurf der Bundesregierung zu bewerten und nicht einen Nachtrag zu einer längst abgeschlossen politischen Debatte zu liefern. Die Berliner Beratungsgesellschaft KCW habe in früheren Gutachten und vor dem Deutschen Bundestag für eine Trennung von Netz und Transport plädiert. Sie habe zudem einen Zeitplan für eine kleinteilige Zergliederung des Deutschen Bahnsystems vorgeschlagen. Interessant sei, dass das Gutachten nicht zuerst den eigentlichen Auftraggebern, den Ländern, vorgelegen habe, sondern einzelnen Medien. "Diese Vorgehensweise macht die damit verbundene politische Absicht durchschaubar", sagte Wiesheu.
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Entschädigungen auch im Nahverkehr geplant
(17.09.) BERLIN - Bahnreisende sollen nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" ab Anfang 2008 in einigen Bundesländern auch im Nahverkehr bei Verspätungen Geld zurück bekommen. Auf Strecken in Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt sollen laut Zeitung Deutsche Bahn und private Bahnunternehmen eine Entschädigung zahlen, wenn ihr Zug eine Verspätung von mehr als einer Stunde hat. "Wir verhandeln darüber seit mehreren Monaten mit der Deutschen Bahn, und ich bin optimistisch, dass wir zu Beginn 2008 die entsprechenden Fahrgastrechte in Kraft setzen können", sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) der "Welt am Sonntag". Bislang gibt es im Nahverkehr lediglich in Bayern und in Schleswig-Holstein Entschädigung bei verspäteten Zügen. Laut "Welt am Sonntag" ist geplant, die Entschädigungsregeln bundesweit auszuweiten.
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DB will 1000 Lokführer einstellen
(17.09.) BERLIN - Die anhaltend positive Leistungsentwicklung im
Personen- und Güterverkehr führt bei der DB zu einem erhöhten Bedarf an
Lokführern. Mit Zeitungsanzeigen startet das Unternehmen in den nächsten Tagen
die Suche nach rund 1.000 Bewerbern, die bereits Lokführer sind oder sich zum
Lokführer ausbilden lassen wollen. Wer 21 Jahre oder älter ist, sich für Technik
interessiert und mindestens einen guten Hauptschulabschluss vorweisen kann,
erfüllt wesentliche Voraussetzungen für eine Qualifizierung zum Lokführer.
Interessenten können sich per E-Mail unter lokfuehrer@bahn.de bewerben oder
unter der ab 17. September geschalteten kostenlosen Hotline mit der
Telefonnummer 0800 1991111 weitere Informationen einholen. Die Bewerber
durchlaufen ein sechs- bis neunmonatiges Qualifizierungsverfahren mit einer
monatlichen Ausbildungsvergütung in Höhe von 1.740 Euro brutto. Jeder, der
dieses Verfahren erfolgreich abschließt und mobil ist, erhält eine
Übernahmegarantie. Die DB bietet den Absolventen nach eigenen Angaben
"attraktive Einkommensperspektiven und viele soziale Leistungen wie Freifahrten,
Job-Ticket und Altersvorsorge". Das Einstiegsgehalt eines Lokführers betrage im
Durchschnitt inklusive Zulagen und Sonderzahlungen 32.000 Euro brutto im Jahr.
Außerdem schließe ein Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag betriebsbedingte
Kündigungen bis zum Jahr 2010 aus.
Die Leistungsentwicklung im Personen- und Güterverkehr der Deutschen Bahn ist
anhaltend positiv. Der Schienengüterverkehr wächst weiter; erwartet wird eine
Leistungssteigerung von zehn Prozent in diesem Jahr. Im Personenverkehr sind im
ersten Halbjahr 913 Millionen Menschen Bahn gefahren; das sind vier Millionen
mehr als im Vorjahreszeitraum.
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Auch Texas fährt bald mit Stadler Zügen
(17.09.) BUSSNANG - Am vergangenen Montag hat die Lieferung des ersten Diesel-Gelenktriebwagen (GTW) nach Austin, der Hauptstadt von Texas, begonnen. Das fertige Schienenfahrzeug wurde hierfür in drei Teile zerlegt und auf die Spezialtransporter verladen, welche nach Bremerhaven gefahren sind. Dieser Straßentransport war nötig, weil die amerikanischen Radsätze nicht auf das europäische Schienennetz passen. Diese Woche wird der zweite GTW abgeholt und ebenfalls nach Bremerhaven überführt. Beide Schienenfahrzeuge werden voraussichtlich am 21. September nach Galvestone, Texas, verschifft, von wo ein Weitertransport auf der Strasse nach Austin, Texas, vorgesehen ist. Ab Ende Jahr werden die GTWs von Stadler auf dem texanischen Schienennetz die ersten Probefahrten absolvieren. Insgesamt liefert Stadler der Bahngesellschaft Capital Metro sechs GTWs für den texanischen Regionalverkehr. Der letzte GTW wird voraussichtlich Anfang Dezember in Bussnang abgeholt.
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DB gewinnt Ausschreibung für den Regionalverkehr Cottbus - Leipzig
(15.09.) BERLIN - DB Regio Nordost hat die Ausschreibung über den zukünftigen
Regionalverkehr zwischen Cottbus und Leipzig gewonnen. Die Vergabe der jährlich
1,3 Millionen Zugkilometer umfasst die RB 43 zwischen Cottbus und Falkenberg
(Elster) sowie den RE 10 zwischen Cottbus und Leipzig. Die Betriebsaufnahme
erfolgt im Dezember 2009. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 13 Jahren. DB Regio
kauft dafür sechs moderne und besonders komfortabel ausgestattete Elektrotriebzüge.
Es handelt sich dabei um vierteilige Züge mit 225 Sitzplätzen und zweiteilige
Züge mit 111 Sitzplätzen. Die Fahrzeuge sind klimatisiert, haben eine
Einstiegshöhe von 55 Zentimetern und bieten besondere Einrichtungen für
mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sowie eine taktile Beschriftung für
sehbehinderte Fahrgäste. In den Mehrzweckbereichen können Fahrräder
mitgenommen werden.
Über Bildschirme werden die Fahrgäste über Anschlüsse informiert und
unterhalten. In den großen Triebwagen stehen den Reisenden Cateringautomaten für
Heiß- und Kaltgetränke und kleine Snacks zur Verfügung. Die 1. Klasse ist in
allen Triebwagen mit Ledersitzen ausgestattet. Mit dem Gewinn der Ausschreibung
werden in der Region über 30 Arbeitsplätze nachhaltig gesichert, ganz
besonders am Standort Cottbus und in der Eisenbahnerstadt Falkenberg. DB Regio
bedient die Strecke auch derzeit. "Es freut uns besonders, dass sich die
Aufgabenträger für unser Alternativangebot entschieden haben, bei dem in jedem
Zug auch auf der RB 43 Kundenbetreuer die optimale Betreuung der Fahrgäste
garantieren", sagt Peter Buchner, Regionalbereichsleiter DB Regio
Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
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Tarifstreit: Fronten bleiben verhärtet
(15.09.) BERLIN - Bei den Tarifverhandlungen zwischen der DB und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Donnerstag in Berlin hat sich (wie bereits gestern kurz berichtet) noch keine Annäherung abgezeichnet. Knackpunkt ist weiterhin die Frage nach einem eigenständigen Tarifvertrag. Die GDL und die DB interpretieren hier die Ergebnisse des Vermittlungsverfahrens mit den Moderatoren Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf höchst unterschiedlich. Beide Parteien bescheinigten sich am Freitag in Pressemitteilungen gegenseitig, von den Ergebnissen des Moderationsverfahrens abzurücken. Die GDL pocht nach wie vor auf einen eigenständigen Tarifvertrag und wirft der DB vor, sie sei nur dazu bereit, einige arbeitszeit- und entgeltspezifische Details zu verhandeln, die ausschließlich Lokomotivführer betreffen. Dies entspreche jedoch nicht der Ende August getroffenen Vereinbarung.
Die DB stellt das ganz anders dar. Nach den Worten von Werner Bayreuther, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (Agv MoVe), ignoriert die GDL das Ende August erzielte Moderationsergebnis und "besteht auf isolierten Verhandlungen über ihre ehemaligen Forderungen in einem eigenen Tarifvertrag, ohne mit der Tarifgemeinschaft (TG) aus Transnet und GDBA über Inhalte und Verfahren zu kooperieren". Darüber hinaus wollte die GDL seinen Angaben zufolge nicht bestätigen, dass ein eventueller Tarifvertrag für Lokführer sich konflikt- und widerspruchsfrei in das Tarifwerk der DB einordnen werde. Gerade das sei aber ein Ergebnis des Moderationsverfahrens gewesen. "Dieses Vorgehen der GDL-Führung ist nicht hinnehmbar", sagte Werner Bayreuther. "Wir erwarten, dass die GDL auch ihren Teil der Pflichten aus der Moderation erfüllt und nicht deren Erfolg gefährdet."
Die GDL wiederum betonte am Freitag, alleine die DB habe es nun in der Hand, bis zum 30. September 2007 mit der GDL zu einem einvernehmlichen Tarifergebnis zu gelangen. Dies könne aus Sicht der GDL nur ein eigenständiger Tarifvertrag sein, der die GDL-Tarifforderungen erfüllt. Ansonsten seien erneute Arbeitskämpfe vorprogrammiert. Die GDL habe dem Arbeitgeber in der Tarifverhandlung am 13. September 2007 unmissverständlich klargemacht, dass sie unter den gegebenen Umständen keine Verlängerung der Tarifverhandlungen über den 30. September 2007 hinaus akzeptieren werde.
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Die Brenzbahn fit für die Zukunft
(15.09.) STUTTGART - Die umfangreichen Baumaßnahmen an Gleisanlagen, Bahnsteigen und Bahnübergängen sowie die Umstellung auf eine moderne elektronische Stellwerkstechnik auf der Brenzbahn zwischen Aalen und Ulm sind abgeschlossen. Die Strecke ist damit fit für einen modernen Schienenverkehr und wird am Samstag, dem 15. September 2007, im Rahm