Sturm-Hotline der DB abgeschaltet

(23.01.) BERLIN - Die DB hat am Montag Nachmittag die Sturm-Hotline abgeschaltet. Mit der Normalisierung des Nah- und Fernverkehrs sei die Nachfrage drastisch zurückgegangen, so dass die kostenlose Hotline unter der Nummer 08000 996633 nicht mehr erforderlich sei, teilte das Unternehmen mit. Die DB hatte die Informationshotline eingerichtet, nachdem es am vergangenen Donnerstag zur weitgehenden Einstellung des Bahnverkehrs in Deutschland kam. Zeitweilig hatten bis zu 350 Mitarbeiter von DB Dialog die Fragen der Reisenden zur aktuellen Situation im Bahnverkehr beantwortet. Die Hotline wurde täglich bis zu drei Millionen Mal angerufen. Auch andere Informationsquellen der Bahn waren in den zurückliegenden Tagen stark nachgefragt. So wurden die Informationen auf der Website www.bahn.de täglich bis zu 1,6 Millionen Mal abgerufen.

Die DB hat außerdem in großem Umfang Gutscheine als Entschädigung für Verspätungen und für Taxitransfers an Reisende verteilt sowie Hotelübernachtungen organisiert. Betroffene Fahrgäste können sich auch nachträglich an die Deutsche Bahn (DB Fernverkehr AG, Kundendialog, Postfach 60 07 49 in 22207 Hamburg) wenden. Fahrkarten, die bis zum Wochenende galten und wegen der Orkanfolgen nicht genutzt wurden, werden gebührenfrei erstattet.

Kaum noch Behinderungen (Stand 21.01./ 21:00)

Fernverkehr

Die Befahrbarkeit der Strecken wurde nach den massiven Sturmschäden im Netz der DB wieder hergestellt - der Betrieb läuft zurzeit mit geringen Einschränkungen. Es kommt jedoch im Fern-/ und Nahverkehr noch zu abweichenden Zugzusammenstellungen, da die Triebzüge, Lokomotiven und Wagen durch die erheblichen Betriebseinschränkungen der letzten Tage immer noch nicht alle wieder an ihrem vorgesehenen Einsatzort sind und das Sitzplatzangebot kann in Einzelfällen noch eingeschränkt sein.

Nahverkehr in Bayern

Planmäßiger Betrieb bis auf folgende Einschränkungen:
Bad Reichenhall - Berchtesgaden: Schienenersatzverkehr mit Bussen.
Grafing - Rosenheim: Bis Montag, 22.01.2006 gegen 16:00 Uhr, steht nur ein Gleis zur Verfügung. Dies führt zu geringfügigen Verspätungen zwischen München und Rosenheim.

Nordrhein-Westfalen

Einschränkungen auf folgenden Strecken im Nahverkehr:
RE 15: Pendelbetrieb zwischen Rheine - Emden
RE 16: in Betrieb zwischen Essen - Finnentrop: Busnotverkehr zwischen Finnentrop - Grevenbrück bis Montag, Pendelbetrieb zwischen Grevenbrück - Siegen
RB 72: in Betrieb zwischen Paderborn - Horn Bad Meinberg, weiter Busnotverkehr bis Herford
RB 91: in Betrieb zwischen Hagen - Finnentrop, Busnotverkehr zwischen Finnentrop - Grevenbrück, Pendelverkehr zwischen Grevenbrück - Siegen
S6: in Betrieb zwischen Köln-Nippes - Düsseldorf, Busnotverkehr zwischen Derendorf - Hösel und Hösel - Essen
S9 kann derzeit leider ihren Betrieb noch nicht wieder aufnehmen

Die S- Bahn Linien 1-5, 7, 8 sowie 11-13 sind wieder vollständig in Betrieb.

Züge rollen weitgehend wieder nach Fahrplan (Stand 15:45)

(20.01.) Nach den massiven Sturmschäden im Netz der DB normalisiert sich der Bahnbetrieb weiter. Durch eingleisige Abschnitte und weitere Störungen kommt es allerdings immer noch zu Beeinträchtigungen und Verspätungen in vielen Regionen. Am stärksten ist Nordrhein-Westfalen betroffen. Mehrere Strecken sind noch immer nicht befahrbar, an der Wiederherstellung wird gearbeitet (siehe unten). Darüber hinaus kann es bundesweit zu Verzögerungen kommen, weil sich die Disposition von Mitarbeitern und Fahrzeugen wieder einspielen muss.

Im Einzelnen sind zur Zeit noch die Fernverkehrsstrecken Essen - Dortmund (Umleitung über Oberhausen - Gelsenkirchen), Gelsenkirchen - Münster sowie (Kassel -) Warburg - Altenbeken (-Paderborn) gesperrt.

Nahverkehr in Bayern

Der bayerische Nahverkehr konnte viele Strecken wieder in Betrieb nehmen - mit Verspätungen und Zugausfällen muss aber noch zu gerechnet werden. Neben der Instandsetzung von Gleisen und Oberleitungen bereitet auch die Tatsache Probleme, dass viele Triebzüge, Lokomotiven und Wagen durch die erheblichen Betriebseinschränkungen der letzten Tage immer noch nicht wieder an ihrem vorgesehenen Einsatzort sind. Deshalb müssen Leistungen mit Ersatzzügen gefahren werden, die teilweise ein eingeschränktes Platzangebot und Abweichungen von veröffentlichten Zugaustattungen, beispielsweise mobilen Einstiegsrampen für Rollstuhlfahrer, haben.

Folgende Strecken sind noch gesperrt, es wird Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten: Rosenheim - Holzkirchen sowie Berchtesgaden – Bad Reichenhall. Auf der Strecke zwischen München und Ingolstadt kommt es wegen eingleisigem Betrieb noch zu erheblichen Verspätungen. Zwischen München und Rosenheim ist der Zugverkehr mit Einschränkungen wieder aufgenommen. Aus Richtung München in Richtung Rosenheim verkehren die Züge ohne Halt von München Hbf direkt nach Rosenheim und dann mit allen Unterwegshalten weiter nach Salzburg. Reisende von München Ost fahren bitte mit der S-Bahn nach München Hbf. Reisende nach Grafing, Aßling, Großkarolienenfeld und Ostermünchen fahren bitte mit der mit S-Bahn bis Grafing und nutzen von dort den Schienenersatzverkehr mit Bussen. Aus Rosenheim in Richtung München verkehren durchgehenden Züge mit allen planmäßigen Unterwegshalten. Auf allen anderen Strecken verkehren wieder Nahverkehrszüge der DB Regio, mit Verzögerungen ist jedoch weiterhin zu rechnen.

Region Nordost

RE Linie 7 Wünsdorf Waldstadt - Belzig - Dessau
Züge fallen zwischen Belzig und Dessau aus und werden durch Busse ersetzt. Die Betriebsaufnahme des Regionalzugverkehres zwischen Belzig und Dessau ist zum Tagesanlauf am 21.01.07 geplant.

RE Linie 9 M/V und RB Linie 13 M/V Stralsund - Bergen - Saßnitz
Wegen einer Oberleitungsstörung mit eingleisiger Betriebsführung zwischen Samtens und Bergen verspäten sich die Züge um bis zu 15 Minuten. In Fahrtrichtung Bergen entfällt der Verkehrshalt in Teschenhagen. Reisenden nutzen den SEV-Pendel zwischen Teschenhagen und Bergen.

RE Linie 11 Frankfurt (Oder) - Cottbus
Aufgrund einer Oberleitungsstörung mit eingleisiger Betriebsführung zwischen Frankfurt (O.) und Cottbus verspäten sich die Züge um bis zu 15 Minuten.

Nordrhein-Westfalen

Vor allem im Sieger- und Sauerland und in Ostwestfalen sind aber Gleise teilweise noch bis Montagmorgen gesperrt. Zum Teil werden Busse eingesetzt. Hier die Sperrungen in der Übersicht:
Münster Marl-Sinsen: vsl. frei ab Montagmorgen
Ratingen - Essen (S 6): vsl. frei ab Montagmorgen
Essen - Bottrop: vsl. frei ab Montagmorgen
Rummenohl - Dieringhausen: vsl. frei ab Montagmorgen
Meinerzhagen - Krummenerl: vsl. frei ab Montagmorgen
Köln - Dormagen - Neuss - Krefeld: Aufhebung der Sperrung derzeit noch nicht absehbar
Lethmathe - Siegen: Aufhebung der Sperrung derzeit noch nicht absehbar
Brilon Wald - Brilon Stadt: Aufhebung der Sperrung derzeit noch nicht absehbar

Die Strecke Essen - Dortmund soll heute ab 22 Uhr wieder frei sein. Zwischen Köln und Düsseldorf fahren seit heute morgen wieder Züge. Außerdem verkehren auch auf folgenden Strecken wieder Züge:
RE 1: in Betrieb mit Umleitung über Gelsenkirchen
RE 2: in Betrieb zwischen Mönchengladbach - Marl Sinsen, Busnotverkehr zwischen Münster - Recklinghausen
RE 3: in Betrieb
RE 4: in Betrieb
RE 5: in Betrieb zwischen Koblenz - Oberhausen, Busnotverkehr zwischen Oberhausen - Emmerich
RE 6: in Betrieb
RE 7: in Betrieb zwischen Köln - Rheine im Pendelbetrieb
RE 8: in Betrieb
RE 9: in Betrieb
RE 10: Pendelbetrieb zwischen Kleve - Krefeld
RE 11: in Betrieb zwischen Hamm - Paderborn
RE 12: in Betrieb
RE 13: in Betrieb zwischen Viersen - Hamm, Busnotverkehr zwischen Viersen - Venlo
RE 15: in Betrieb
RE 16: in Betrieb zwischen Hagen - Werdohl, Busnotverkehr zwischen Lethmathe - Altenhundem
RE 17: in Betrieb
RE 29: in Betrieb
RE 57: in Betrieb

RB 20: in Betrieb
RB 22: in Betrieb
RB 23: in Betrieb
RB 24: in Betrieb
RB 25: in Betrieb
RB 26: in Betrieb
RB 27: in Betrieb
RB 31: in Betrieb
RB 32: in Betrieb
RB 33: in Betrieb
RB 37: in Betrieb
RB 38: in Betrieb
RB 47: in Betrieb
RB 48: in Betrieb
RB 50: in Betrieb zwischen Münster - Ascheberg, Busnotverkehr zwischen Ascheberg - Lünen
RB 52: in Betrieb
RB 53: in Betrieb
RB 54: in Betrieb
RB 55: in Betrieb
RB 56: in Betrieb
RB 59: in Betrieb
RB 61: in Betrieb
RB 63: in Betrieb
RB 64: in Betrieb
RB 65: in Betrieb
RB 66: in Betrieb
RB 69: in Betrieb
RB 72: in Betrieb zwischen Paderborn - Horn Bad Meinberg, weiter Busnotverkehr bis Herford
RB 89: in Betrieb zwischen Münster - Paderborn
RB 91: in Betrieb zwischen Siegen - Kreuztal
RB 92: in Betrieb
RB 93: in Betrieb zwischen Bad-Berleburg - Hilchenbach, Busnotverkehr zwischen Hilchenbach – Siegen beauftragt
RB 95: in Betrieb
RB 99: in Betrieb

Auf folgenden S-Bahn Abschnitten findet wieder Fahrbetrieb statt:
S1: in Betrieb zwischen Düsseldorf - Duisburg
S2: in Betrieb
S4: in Betrieb
S5: in Betrieb zwischen Dortmund - Hagen
S6: in Betrieb zwischen Köln-Nippes - Langenfeld
S7: in Betrieb zwischen Düsseldorf Hbf - Düsseldorf Flughafen Terminal
S8: in Betrieb
S9: sporadischer Busnotverkehr Zwischen Essen - Bottrop und Essen - Langenberg
S11: in Betrieb zwischen Bergisch-Gladbach - Dormagen
S12: in Betrieb
S13: in Betrieb

Tag nach "Kyrill": DB zieht Zwischenbilanz

(20.01.) BERLIN - Nach der weitgehenden Einstellung des Zugverkehrs in Deutschland wegen des Orkans Kyrill in der Nacht zum Freitag ist der Betrieb am Freitag nach und nach wieder angelaufen. Nach ersten Schätzungen war die DB bundesweit von über 450 Schadensfällen betroffen, vor allem durch umgestürzte Bäume im Gleis, kaputte Oberleitungen zum Teil auf Kilometer langen Abschnitten und Stromausfall in einigen Bahnhöfen. In Berlin wurde ein tonnenschweres Stahlteil aus der Fassade des neuen Hauptbahnhofs gerissen - der Bahnhof blieb für 14 Stunden gesperrt. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, gingen noch in der Nacht zum Freitag die Instandhaltungsspezialisten aus allen Bereichen der Bahn zum Teil mit schwerem Gerät an die Beseitigung der Schäden. Bundesweit kamen 63 so genannte Turmtriebwagen zur Reparatur von Oberleitungen zum Einsatz. Noch in den Nachtstunden konnten viele Schäden behoben werden und damit der Verkehr ab den Morgenstunden zumindest auf einigen Strecken wieder ermöglicht werden. Abschnitt für Abschnitt arbeiteten sich die Instandhaltungstrupps voran um die Hindernisse von den Gleisen zu beseitigen und beschädigte Oberleitungen und Masten zu reparieren. Über die Höhe des Sachschadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

In einigen Regionen laufen die Aufräumarbeiten weiter, insbesondere auf gebirgigen Strecken in Franken, Sachsen und Thüringen. Deswegen kann es auch am Samstag mancherorts noch zu Behinderungen des Bahnverkehrs kommen. Die DB empfiehlt den Reisenden, sich vor Fahrtantritt frühzeitig über die aktuellen Reisemöglichkeiten zu informieren. Für Informationen zur aktuellen Lage hat die DB die kostenlose Sonder-Hotline 0 8000 99 66 33 eingerichtet.

Erstmals in der Geschichte der Bahn hatte der Schienenverkehr in Deutschland fast völlig stillgestanden. Zehntausende Reisende waren davon deutschlandweit betroffen. Die Passagiere wurden mit Bussen oder Taxis weiterbefördert, in Hotels untergebracht oder übernachteten in Bahnhöfen und (zum Teil extra bereitgestellten) Zügen. Während der Nachtstunden und am Freitag kümmerten sich rund 1.000 Service-Mitarbeiter um die Kunden. Im Call Center der Bahn beantworteten zeitweilig bis zu 350 Mitarbeiter die Anfragen der Reisenden. "So eine Situation haben wir in Deutschland noch nie gehabt", sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn. "Wir wollten nicht, dass die Fahrgäste auf der Strecke gefangen sind", rechtfertigte er den Stillstand fast aller Züge. Insgesamt habe die Bahn den Sturm "ohne jeden Unfall" im Zugbetrieb bewältigt. Nur ein Zug habe seinen Bahnhof nicht mehr erreichen können, sei dann aber bald abgeschleppt worden. Bei Entschädigungen wolle sich der Konzern kulant zeigen, auch wenn ein Orkan höhere Gewalt sei, kündigte Mehdorn an. Es könnten aber "nicht alle" entschädigt werden.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) lobte die Mitarbeiter der Bahn, die "schnell, flexibel und professionell" reagiert hätten. Die Organisation habe "nahezu perfekt geklappt". Verbraucherschützer kritisierten die Bahn dagegen wegen ihrer Informationspolitik während des Sturmes. "Es gab viel zu wenig Informationen, wie und wann es nach dem Verkehrsstopp weitergeht", sagte Karl-Peter Naumann, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). Viele Fahrgäste hätten sich allein gelassen gefühlt. Auf den Anzeigetafeln in den Bahnhöfen hätten oft veraltete, unpräzise oder gar falsche Angaben gestanden. Zudem habe es vielerorts lange Schlangen und übermäßig lange Wartezeiten an den Service-Points gegeben. "Davon, dass ich einen Kaffee umsonst bekomme, kann ich mir nichts kaufen", monierte er. Die Bahn solle jetzt allen Kunden, deren Zug nicht gefahren ist oder die ihre Fahrt nicht antreten konnten, den Fahrpreis erstatten - "natürlich ohne Bearbeitungsgebühr", forderte Naumann.

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"FAZ": Die lange Nacht der Deutschen Bahn
"SZ": Kontrollierter Kollaps
"Spiegel Online": Die Bahn gibt einen aus. Danke.

NOB: Trotz "Kyrill" fuhren fast alle Züge

(20.01.) KIEL - Bei der Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB) kam es durch den Orkan "Kyrill" kaum zu Zugausfällen. "Wir haben abgesehen von den Beeinträchtigungen durch die zeitweiligen Streckensperrungen den Fahrbetrieb aufrechterhalten", so die Pressesprecherin der NOB, Suzanne Thomas. Während der knapp dreistündigen Sperrung der Rendsburger Hochbrücke konnten allerdings einige Züge der NOB nur auf Teilen der Strecke Kiel - Husum verkehren. Die ca. einstündige Sperrung des Hindenburgdamms hatte keinen Einfluss auf die planmäßigen Zugverbindungen: Die NOB-Züge von und zur Insel Sylt fuhren alle. In Einzelfällen kam es hierbei jedoch zu Verspätungen.

Bahnverkehr beginnt sich zu normalisieren (Stand 18:45)

(19.01.) Der Bahnverkehr in Deutschland beginnt sich zu normalisieren. Einschränkungen infolge des Orkans "Kyrill" gibt es derzeit vor allem noch in Teilen von Berlin/Brandenburg, Süddeutschland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in Westfalen. Der Nahverkehr konnte bereits in den Morgenstunden vielerorts wieder aufgenommen werden. Die S-Bahnverkehre in den Ballungsräumen laufen weitgehend.

Auf vielen wichtigen Strecken fahren auch wieder Züge des Fernverkehrs, darunter auf den Strecken Hamburg - Berlin, Hamburg - Hannover, Hannover - Göttingen, Berlin - Dresden, Dortmund - Münster, Köln - Aachen - Brüssel, Köln - Frankfurt, Kassel - Frankfurt, München - Stuttgart, Frankfurt - Karlsruhe - Basel sowie Dresden-Leipzig-Frankfurt/Main. Seit dem Mittag ist auch der Berliner Hauptbahnhof wieder voll in Betrieb, die Züge halten und die Geschäfte sind geöffnet.

Im Einzelnen sind im Fernverkehr zur Zeit noch folgende Strecken gesperrt:
Leer - Rheine
Münster - Recklinghausen - Wanne-Eickel
Oberhausen - Emmerich (- Niederlande)
(Köln -) Viersen - Venlo (Niederlande)
Köln - Wuppertal - Dortmund / Hamm
Sassnitz (Rügen) - Stralsund
Halle/S. / Leipzig - Bitterfeld - Jüterbog (- Berlin)
(Hamm -) Paderborn - Kassel
(Kassel -) Treysa - Gießen (- Frankfurt)
Nürnberg - (Schnellfahrstrecke) - Ingolstadt - Dachau - München
München - Rosenheim

Durch eingleisige Abschnitte und weitere Störungen kommt es weiterhin zu Verspätungen in vielen Regionen. Am stärksten sind Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Bayern betroffen. In Baden-Württemberg läuft der Zugverkehr weitgehend pünktlich.

Die Reparatur- und Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Die häufigsten Schadensbilder sind Bäume und Äste im Gleis, beschädigte Oberleitungen und Äste, die sich in Stromabnehmer der Züge verhakt haben. Derzeit sind alle verfügbaren Instandhaltungsfahrzeuge und -mitarbeiter im Einsatz. Die Arbeiten werden aufgrund des immensen Ausmaßes der Schäden voraussichtlich den ganzen Tag andauern, mancherorts auch darüber hinaus. Die Schadenshöhe infolge des Orkans ist derzeit noch nicht einzuschätzen. Die Bahn empfiehlt den Reisenden, sich vor Fahrtantritt frühzeitig über die aktuellen Reisemöglichkeiten zu informieren und von nicht notwendigen Reisen abzusehen. Für Informationen zur aktuellen Lage hat die DB die kostenlose Sonder-Hotline 0 8000 99 66 33 eingerichtet.

Situation in Bayern (Stand 18:45)

Der bayerische Nahverkehr kann viele Strecken wieder in Betrieb nehmen - mit Verspätungen und Zugausfällen ist aber weiterhin zu rechnen. Mit einem geregelten Zugverkehr kann jedoch nicht vor, Samstag den 20.01.07, gerechnet werden. Folgende Strecken sind noch gesperrt, es wird Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten: Rosenheim - Holzkirchen, Freilassing - Berchtesgaden (der Abschnitt Bad Reichenhall - Berchtesgaden bleibt voraussichtlich bis Dienstag für den Zugverkehr gesperrt), Pleinfeld - Gunzenhausen, Pressig - Ludwigsstadt, Zwiesel - Grafenau (voraussichtlich bis Samstagabend, 20. Januar, gesperrt). Die Strecke von München nach Ingolstadt wird voraussichtlich erst am Montag wieder für durchgehende Regionalzüge freigegeben. Bis dahin können die Fahrgäste zwischen München und Petershausen die S2 nutzen. Zwischen Petershausen und Ingolstadt verkehren Pendelzüge.

Aus München in Richtung Rosenheim wurde ab Freitag 17 Uhr wieder ein eingeschränkter durchgehender Zugverkehr aufgenommen. Die Züge verkehren ohne Halt von München Hbf direkt nach Rosenheim und dann mit allen Unterwegshalten weiter nach Salzburg. Reisende von München Ost fahren bitte mit der S-Bahn nach München Hbf. Reisende nach Grafing, Aßling, Großkarolinenfeld und Ostermünchen fahren bitte mit der mit S-Bahn bis Grafing und nutzen von dort den Schienenersatzverkehr mit Bussen. Aus Rosenheim in Richtung München wurde ab Freitag 19 Uhr wieder ein durchgehender Zugbetrieb mit allen planmäßigen Unterwegshalten aufgenommen. Auf allen anderen Strecken verkehren wieder Nahverkehrszüge der DB Regio, mit Verzögerungen und Zugausfällen ist jedoch weiterhin zu rechnen.

Situation in Nordrhein-Westfalen (Stand 19:45)

Auf folgenden Strecken verkehren wieder Züge:

RE 1: in Betrieb zwischen Köln - Aachen, Hamm - Dortmund, Düsseldorf - Duisburg
RE 2: in Betrieb zwischen Krefeld - Marl-Sinsen
RE 3: in Betrieb
RE 4: in Betrieb zwischen Aachen - Düsseldorf, sporadisch bis Dortmund
RE 5: in Betrieb zwischen Koblenz - Leverkusen Mitte
RE 6: in Betrieb
RE 7: in Betrieb zwischen Hamm - Rheine im Pendelbetrieb
RE 8: in Betrieb
RE 9: in Betrieb
RE 10: Pendelbetrieb zwischen Kleve - Kevelaer
RE 11: in Betrieb zwischen Hamm - Paderborn
RE 12: in Betrieb
RE 13: in Betrieb zwischen Viersen - Hagen
RE 15: in Betrieb
RE 16: in Betrieb zwischen Witten - Werdohl
RE 17: in Betrieb
RE 29: in Betrieb
RE 57: in Betrieb

RB 20: in Betrieb
RB 22: in Betrieb
RB 23: in Betrieb
RB 24: in Betrieb
RB 25: in Betrieb
RB 26: in Betrieb
RB 27: in Betrieb
RB 31: in Betrieb
RB 32: in Betrieb
RB 33: in Betrieb zwischen Mönchengladbach - Aachen, Duisburg - Krefeld
RB 37: in Betrieb
RB 38: in Betrieb
RB 48: in Betrieb zwischen Wuppertal - Solingen, Bonn-Mehlem - Opladen
RB 50: in Betrieb zwischen Münster - Ascheberg
RB 52: in Betrieb
RB 53: in Betrieb
RB 54: in Betrieb
RB 55: wieder befahrbar voraussichtlich ab 22.01.2007
RB 56: in Betrieb
RB 59: in Betrieb zwischen Unna - Wehrl
RB 61: in Betrieb
RB 63: in Betrieb
RB 64: in Betrieb
RB 65: in Betrieb
RB 66: in Betrieb
RB 69: in Betrieb
RB 72: in Betrieb zwischen Paderborn - Horn Meinberg, weiter Busnotverkehr bis Herford
RB 89: in Betrieb zwischen Münster - Hamm - Altenbeken
RB 91: in Betrieb zwischen Siegen – Kreuztal
RB 92: in Betrieb
RB 93: in Betrieb zwischen Erndtebrück - Bad-Berleburg
RB 95: in Betrieb

Auf folgenden S-Bahn Abschnitten findet wieder Fahrbetrieb statt:
S1: in Betrieb zwischen Düsseldorf - Duisburg
S2: in Betrieb zwischen Dortmund - Duisburg/ Essen/ Recklinghausen
S4: in Betrieb
S5: in Betrieb zwischen Dortmund - Hagen
S6: in Betrieb zwischen Köln-Nippes – Langenfeld
S7: in Betrieb zwischen Düsseldorf Hbf – Düsseldorf Flughafen Terminal
S8: in Betrieb
S9: sporadischer Busnotverkehr Zwischen Essen – Bottrop und Essen - Langenberg
S11: in Betrieb zwischen Bergisch-Gladbach - Dormagen
S12: in Betrieb
S13: in Betrieb

Nach Orkan weiter Einschränkungen im Bahnverkehr (Stand: 8.00 Uhr)

(19.01.) BERLIN - Infolge des Orkans "Kyrill" kommt es im Bahnverkehr weiterhin bundesweit zu Einschränkungen. Der Nahverkehr ist vielerorts wieder aufgenommen, teilweise jedoch mit verminderter Geschwindigkeit. Insbesondere in Süd- und Südostdeutschland muss weiterhin mit erheblichen Störungen gerechnet werden. Die S-Bahnverkehre in den Ballungsräumen laufen weitgehend. Vermehrt fahren auch wieder die Züge des Fernverkehrs, so etwa auf den Strecken Köln-Frankfurt, Hamburg-Berlin, München-Stuttgart, Frankfurt-Karlsruhe-Basel, Kassel-Frankfurt, Köln-Aachen-Brüssel oder Hamburg-Hannover.

Die Reparatur- und Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Sie werden voraussichtlich den ganzen Tag andauern, mancherorts auch darüber hinaus. Die Schadenshöhe infolge des Orkans ist derzeit noch nicht einzuschätzen. Die Bahn empfiehlt den Reisenden, sich vor Fahrtantritt frühzeitig über die aktuellen Reisemöglichkeiten zu informieren und von nicht notwendigen Reisen abzusehen. Für Informationen zur aktuellen Lage hat die DB die kostenlose Sonder-Hotline 0 8000 99 66 33 eingerichtet.

Übersicht über die Lage in Bayern

Auf folgenden Strecken verkehren wieder Züge bzw. wird der Zugbetrieb in Kürze wieder aufgenommen. Da die dafür benötigten Züge und Mitarbeiter aber teilweise auf anderen Strecken festsaßen, kommt es noch zu Verspätungen. Frei sind alle Strecken von und nach München mit Ausnahme der Strecken Richtung Ingolstadt und Salzburg. D. h. folgende Strecken werden wieder mit Zügen befahren: München - Landshut, München - Mühldorf, München - Mittenwald, München - Augsburg - Ulm und München - Buchloe. Außerdem verkehren alle Züge im Allgäu wieder, mit Ausnahme der Strecke Kißlegg - Aulendorf

Folgende weitere Strecken werden mit Nahverkehrszügen bedient:
Nürnberg - Roth
Nürnberg - Altdorf
Nürnberg - Lauf
Schwandorf - Regensburg
Würzbug - Kitzingen und Markt Bibart - Nürnberg
Schweinfurt - Bamberg
Aschaffenburg - Gemünden - Würzburg
Treuchtlingen - Nürnberg
Neustadt b. Coburg - Coburg
Zwieseler Spinne
Würzburg - Ansbach - Treuchtlingen
Bamberg - Ebern
Forchheim - Ebermannstadt
Traunstein - Ruhpolding
Traunstein - Waging
Plattling - Straubing
Günzburg - Donauwörth

Auf folgenden Strecken wurden bei Erkundungsfahrten Bäume im Gleis gefunden, eine Betriebsaufnahme in den nächsten Stunden ist hier noch nicht möglich:
Hof - Weiden
Günzburg - Mindelheim
Ingolstadt - München (voraussichtlich den ganzen Tag)
Salzburg - Grafing Bahnhof (hier ist Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet)

Zu allen hier nicht aufgelisteten Strecken ist davon auszugehen, dass die Betriebsaufnahme dort nur sehr schleppend erfolgt.

Auf folgenden Strecken ist gegenwärtig Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet:

Zwischen Freilassing und Rosenheim sowie zwischen Rosenheim und Grafing Bahnhof. Von dort besteht Anschluss mit der S-Bahn nach München. Die Ersatzbusse verfügen allerdings über weit weniger Kapazitäten als die zu ersetzenden Züge.
Zwischen Wasserburg und Ebersberg. Von dort besteht Anschluss mit der S-Bahn nach Grafing und München.
Zwischen Bamberg und Nürnberg. Dort sind drei Busse im Einsatz, die Kapazitäten reichen für die bestehende Nachfrage leider nicht aus.
Zwischen Lichtenfels und Coburg ohne Unterwegshalte. Fahrgäste mit einem Fahrtziel auf den Unterwegshalten nutzen bitte den regulären Linienverkehr.
Coburg - Bamberg ohne Unterwegshalte.
Sonneberg - Coburg.

Übersicht über den Fern- und Regionalverkehr in Berlin/Brandenburg (Stand 9:00)

BERLIN - Im Fernverkehr stellt sich eine Verbesserung auf den Strecken Richtung Hamburg und Hannover ein. Richtung Leipzig und Frankfurt (Oder) kommt es zu Einschränkungen. Haltebahnhöfe in Berlin sind die Bahnhöfe Berlin Gesundbrunnen und Berlin-Spandau.

Der Regionalverkehr im Bereich Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern ist zur Zeit erheblich eingeschränkt, da die meisten Zulaufstrecken nach Berlin noch unterbrochen bzw. nur eingeschränkt befahren werden können.

RE 1/ R11
Magdeburg / Brandenburg – Berlin Zoolog Garten im 30-Minutentakt
Berlin Friedrichstraße – Frankfurt (Oder) im Stundentak mit Halt auf allen Bahnhöfen
Frankfurt (Oder) – Eisenhüttenstadt kein Zugverkehr
Frankfurt (Oder)–Cottbus kein Zugverkehr

RE 2
Cottbus - Berlin Gesundbrunnen - Berlin-Spandau - Rathenow ohne Halt Berlin Hauptbahnhof, keine Halte auf der Stadtbahn

RE 3
Elsterwerda - Eberswalde im Stundentakt ohne Halt Berlin Hauptbahnhof
Eberswalde–Pasewalk im 2-Stundentakt
Pasewalk - Stralsund kein Zugverkehr

RE 4
Wismar–Wittenberge - Berlin - Ludwigsfelde ohne Halt Berlin Hauptbahnhof

RE 5
Rostock - Berlin - Jüterbog im 2-Stundentakt ohne Halt Berlin Hauptbahnhof
Stralsund–Demmin kein Zugverkehr
Grimmen - Demmin Ersatzverkehr mit Bussen
Demmin - Jüterbog im 2-Stundentakt ohne Halt Berlin Hauptbahnhof
Jüterbog - Falkenberg / Lutherstadt Wittenberg kein Zugverkehr

RE 6
Züge enden/beginnen in Hennigsdorf, Hennigsdorf - Wittenberge planmäßig

RE 18
Cottbus - Dresden kein Zugverkehr

RB 11
Ausfall (Nauen – Berlin Zoolog Garten – Berlin-Schönefeld Flugh.)

RB 14
Halbe–Calau kein Zugverkehr, Calau–Senftenberg planmäßig

RB 21
Griebnitzsee–Wustermark im 2-Stundentakt

RB 22
Potsdam - Berlin-Schönefeld Flughafen planmäßig

RB 33
Berlin-Wannsee - Jüterbog planmäßig nach gültigen Baufahrplan

RB 43
Cottbus - Falkenberg kein Zugverkehr

Der S-Bahn-Verkehr ist im Bereich des Hauptbahnhofs unterbrochen. S-Bahn-Züge fahren bis Friedrichstraße bzw. bis Bellevue. Reisende werden gebeten die Verkehrsmittel der BVG zu benutzen bzw. den eingerichteten Ersatzverkehr mit Bussen. Der Hauptbahnhof ist, nach dem sich ein Träger an der Süd-West-Seite gelöst hat, bis auf weiteres durch die Bundespolizei gesperrt.

Beeinträchtigungen in Mittel-/ Süd-/ und Südostdeutschland

Der Nahverkehr ist vielerorts wieder aufgenommen, teilweise jedoch mit verminderter Geschwindigkeit, wodurch es auch zu längeren Fahrzeiten kommt. Insbesondere in Süd- und Südostdeutschland muss weiterhin mit erheblichen Störungen gerechnet werden. Vermehrt fahren auch wieder die Züge des Fernverkehrs, so etwa auf den Strecken Dresden - Leipzig - Erfurt, Dresden - Berlin, Leipzig - Erfurt - Richtung Frankfurt/M. Die IC-Züge auf der Linie Leipzig–Dortmund verkehren derzeit nur im Abschnitt zwischen Magdeburg und Halle (Saale). Die Linie München - Leipzig - Berlin wird wegen eines Oberleitungsschadens bei Probstzella nur im Abschnitt Leipzig - Saalfeld befahren.

Auf vielen Nahverkehrsstrecken konnte der Zugverkehr wieder aufgenommen werden. Zum Beispiel:
Eisenbahnknoten Leipzig: (einschließlich S-Bahn): nach Dresden, Chemnitz, Altenburg, Gera, Zeitz, Bitterfeld, Halle (Saale), Naumburg (Saale), Weißenfels.
Eisenbahnknoten Magdeburg: nach Halle (Saale), Burg, Genthin in Richtung Berlin, Richtung Aschersleben, Richtung Stendal.
Eisenbahnknoten Dresden: nach Leipzig, Coswig, Tharandt.
Eisenbahnknoten Erfurt: nach Weimar, Naumburg (Saale), Gera, Halle (Saale). Eisenbahnknoten Halle: in Richtung Nordhausen, Leipzig, Bitterfeld, Eilenburg.

Auf den Strecken Mittweida - Chemnitz, Saalfeld - Großheringen, Gera - Göschwitz, Dresden–Bad Schandau (ab 10:00 Uhr) und Pirna - Bad Schandau konnte Busersatzverkehr eingerichtet werden. Für die Strecke Leipzig - Berlin gibt es derzeit noch keine Prognose für eine Freigabe. Auch für die Strecke Pirna Richtung Grenze zu Tschechien kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Auf der Erzgebirgsbahn bleiben die Strecken Cranzahl - Vejperty, Pockau - Marienberg und die Standseilbahn Augustusburg gesperrt.

Weiter gesperrt bleiben auch die Strecken: Magdeburg - Güterglück, Roßlau–Wiesenburg, Bitterfeld - Lutherstadt Wittenberg, Bitterfeld - Dessau, Eilenburg - Falkenberg, Elsterwerda - Falkenberg, Gera - Zeitz - Leipzig, Pirna - Schöna, Bad Schandau - Neustadt - Pirna, Arnsdorf - Kamenz, Güterglück - Zerbst, Radis - Jüterbog, Fröttstädt - Helmstedt, Hockeroda - Probstzella, Bitterfeld - Lutherstadt Wittenberg, Elsterwerda - Lauchhammer, Eibau - Ebersbach, Pirna - Dürrohrsdorf - Neustadt - Bad Schandau

Übersicht über den Regionalverkehr in Mecklenburg-Vorpommern (Stand 9:00)

RE 1 Hamburg–Rostock planmäßig

RE 8 Wismar–Rostock–Tessin fährt mit ca. 30 Min Verspätung

RE 9Rostock–Stralsund planmäßig

RB 13 kein Zugverkehr auf der Insel Rügen

RB 14 kein Zugverkehr auf der Insel Rügen

Einschränkungen im Bahnverkehr in NRW (Stand: 11:20 Uhr)

Auf folgenden Strecken verkehren wieder Züge bzw. wird der Zugbetrieb in Kürze wieder aufgenommen. Da die dafür benötigten Züge und Mitarbeiter aber teilweise immer noch auf anderen Strecken festsitzen, kommt es nach wie vor zu hohen Verspätungen:

RE 1: Köln – Aachen und Hamm – Dortmund
Auf dem Streckenabschnitt Dortmund – Essen findet zur Zeit eine Erkundungsfahrt statt.

RE 2: läuft der Pendelbetrieb zwischen Krefeld – Oberhausen an

RE 3: läuft der Pendelbetrieb zwischen Düsseldorf – Hamm an

RE 4: Aachen – Düsseldorf

RE 5: Köln – Koblenz

RE 6: Pendelbetrieb zwischen Minden – Bielefeld

RE 8: kompletter Laufweg frei

RE 9: Aachen – Kirchen

RE 10: Erkundungsfahrt läuft

RE 11: Pendelbetrieb zwischen Hamm - Paderborn

RE 12: sporadischer Regelbetireb

RE 15: Rheine – Emden

RE 16: Pendelbetrieb zwischen Witten – Hohenlimburg

RE 70: Pendelbetrieb zwischen Bielefeld – Minden

RB 20: Regelbetrieb auf der gesamten Strecke

RB 22: Regelbetrieb läuft an

RB 23: Bonn – Euskirchen

RB 24: Köln-Deutz - Gerolstein

RB 25: Köln – Dieringshausen

RB 26: Koblenz – Köln

RB 27: kompletter Laufweg frei

RB 33: Mönchengladbach – Aachen

RB 38: Erkundungsfahrt

RB 39: Busnotverkehr

RB 47: Erkundungsfahrt

RB 50: Dortmund – Amelsbühren

RB 52: wieder befahrbar voraussichtlich ab 20.01.2007

RB 53: Pendelverkehr zwischen Iserlohn – Kalthof, auf dem restlichen Streckenabschnitt ist eine Erkundungsfahrt veranlasst.

RB 54: Regelbetrieb läuft an

RB 55: wieder befahrbar voraussichtlich ab 22.01.2007

RB 59: Pendelbetrieb zwischen Unna – Wehrl

RB 66: sporadischer Betrieb zwischen Münster – Mengerich

RB 89: Pendelbetrieb zwischen Hamm - Altenbeken

RB 95: Au - Kirchen, Brachbach - Siegen

Auf folgenden S-Bahn Abschnitten findet wieder Fahrbetrieb statt:

S1: Düsseldorf – Duisburg

S2: sporadisch Duisburg – Dortmund

S4: Erkundungsfahrt läuft

S5: Witten – Hagen

S8: Mönchengladbach – Witten

S11: Pendelbetrieb zwischen Delbrück – Dormagen

S12: kompletter Laufweg frei. Wird aber derzeit nur in ausgedünnter Form befahren

S13: Troisdorf - Köln

Stahlträger am Berliner Hauptbahnhof abgerissen

(19.01.) BERLIN - Durch den Orkan "Kyrill" ist am späten Donnerstag Abend ein tonnenschwerer Stahlträger aus der seitlichen Glasfassade des Hauptbahnhofes abgestürzt. Auf der zerstörten Treppe im Eingangsbereich des Bahnhofs befanden zum Zeitpunkt des Unglücks keine Menschen. Einige Fahrräder, die auf dem Platz abgestellt waren, wurden beschädigt. Als Sicherheitsmaßnahme hat die Bundespolizei den erst Ende Mai eröffneten Hauptbahnhof kurz vor Mitternacht abgesperrt und geräumt. Zunächst können Fern-, Regional- und S-Bahnzüge den Hauptbahnhof nicht auf den oberen Gleisen durchfahren, nur im Nord-Süd-Tunnel ist die Durchfahrt für Fernzüge möglich. Die Züge werden umgeleitet, der S-Bahn-Verkehr ist auf Busse verlagert. Wann der Bahnhof wieder geöffnet wird, ist noch unklar.

Bahnverkehr auch am Freitag weiter beeinträchtigt (Stand 21:00)

(18.01.) BERLIN - Der bundesweite Bahnverkehr bleibt nach wie vor weitgehend eingestellt. Auch für den morgigen Freitag geht die DB derzeit davon aus, dass ein normaler Betrieb nicht möglich sein wird. Das gilt für den Fernverkehr wie auch für den Nahverkehr. Zahlreiche Bahnstrecken sind derzeit wegen umgestürzter Bäume und abgerissener Oberleitungen nicht befahrbar. Die Aufräumarbeiten werden mindestens die gesamte Nacht und voraussichtlich darüber hinaus andauern.

Die Bahn empfiehlt den Reisenden, sich vor Fahrtantritt frühzeitig über die aktuellen Reisemöglichkeiten zu informieren und von nicht notwendigen Reisen abzusehen. Aktuelle Informationen stehen unter der bundesweit einheitlichen Nummer 11861 zur Verfügung. Die ersten Einschätzungen zur konkreten betrieblichen Lage am Freitag wird die Bahn morgen früh ab 4.30 Uhr treffen können und darüber informieren.

Bahn betreut Reisende in Bahnhöfen und Zügen

(18.01.) MÜNCHEN - Die Deutsche Bahn kümmert sich nach der Einstellung des Zugverkehrs um die Betreuung der Reisenden in Bahnhöfen und in den Zügen. Die Züge wurden gezielt an Bahnhöfe und Haltepunkte gefahren, um den Reisenden eine Möglichkeit zur individuellen Weiterreise zu ermöglichen. Die S-Bahn München kann bis auf Weiteres einen Pendelverkehr zwischen München-Pasing und München Ostbahnhof aufrechterhalten. Außerdem werden die Empfangsgebäude der Bahnhöfe zum Schutz für die Reisenden die ganze Nacht über offengehalten und weitgehend mit Bahnmitarbeitern besetzt. In München wurden für die Reisenden als Aufenthaltsmöglichkeit zusätzlich beheizte Reisezüge bereitgestellt. Für die Betreuung und die Verpflegung der Reisenden wird im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten in den Bahnhöfen und Zügen gesorgt. Die Deutsche Bahn steht auch mit Städten, Gemeinden und lokalen Hilfsorganisationen im Kontakt. In Nürnberg konnten so beispielsweise für 500 Reisende Notunterkünfte in der Messe organisiert werden. In Buchloe wurden mit Hilfe der Stadt Unterkunftsmöglichkeiten in städtischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Sobald es die Wetterlage zulässt werden Streckenerkundungsfahrten durchgeführt um aufgetreten Schäden zu beseitigen. Dafür wurden so genannte Turmtriebwagen flächendeckend in Bayern stationiert. Die Besatzung der Fahrzeuge ist in Alarmbereitschaft und sofort einsatzfähig. Nach momentaner Einschätzung der Lage muss auch am Freitagmorgen mit starken Einschränkungen und außergewöhnlich großen Behinderungen im Bahnverkehr gerechnet werden. Reisende erhalten Informationen über aktuelle Zugläufe im Internet unter www.bahn.de und beim telefonischen Reiseservice unter der bundesweit einheitlichen Nummer 11861.

Bundesweit Bahnverkehr weitgehend eingestellt (Stand 19:20)

BERLIN - Die DB hat sich aus Sicherheitsgründen entschieden, bundesweit den Zugverkehr weitgehend einzustellen. Wie die DB mitteilte, diene die Maßnahme der Sicherheit von Fahrgästen und Personal. Züge werden an den nächsten geeigneten Orten zum Halten gebracht. Nach individueller Prüfung fahren einzelne Züge nach Möglichkeit weiter. Ist dies nicht möglich, verbleiben die Züge an den Abgangsbahnhöfen. Die Empfangsgebäude der Bahnhöfe werden zum Schutz der Reisenden weitgehend bundesweit offengehalten und auch in der Nacht mit Servicepersonal besetzt. Die Betreuung der Reisenden etwa durch Versorgung mit Getränken ist im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten sichergestellt. Darüber hinaus unterstützt die DB die Reisenden bei der Suche nach nahegelegenen Hotels und Unterkünften.

Reisende erhalten Informationen über aktuelle Zugläufe im Internet unter www.bahn.de und beim telefonischen Reiseservice unter der gebührenpflichtigen Nummer 11861. Wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann, ist laut Bahn noch völlig offen.

Streckensperrungen

Baden-Württemberg (Stand 15:30):

In Baden-Württemberg sind zurzeit mehrere Streckenabschnitte durch umgestürzte Bäume blockiert. Am stärksten betroffen ist die Schwarzwaldbahn zwischen Villingen und Triberg sowie Singen und Radolfzell. Bahnmitarbeiter arbeiten mit Hochdruck an der Beseitigung der Hindernisse. Auf Grund der derzeitigen Lage sind weitere Streckensperrungen nicht auszuschließen. Auf Strecken mit nächtlicher Betriebspause führt die Bahn am Freitagmorgen, 19. 01. 2007, größtenteils Erkundungsfahrten durch, um eventuelle Störungen beseitigen zu können (z.B. Äste im Gleis). Vor allem im morgendlichen Berufsverkehr muss daher damit gerechnet werden, dass dadurch Züge ausfallen oder verspätet verkehren.

Bayern (Stand 17:00):

Lichtenfels - Saalfeld
Die Strecke von Lichtenfels nach Saalfeld ist zwischen Ludwigsstadt und Förtschendorf wegen Bäumen in der Oberleitung gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ist derzeit leider nicht möglich, da die Straßen zum Teil gesperrt sind. Die Strecke bleibt voraussichtlich bis morgen früh gesperrt. Die ICE-Züge von Nürnberg nach Berlin werden über Fulda umgeleitet.

Hof - Bad Steben
Die Strecke zwischen Hof und Bad Steben ist aufgrund von Bäumen auf den Gleisen voraussichtlich bis Betriebsschluss gesperrt. Schienenersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet.

Hof - Selb
Die Strecke zwischen Hof und Selb ist wegen eines Baumes im Gleis voraussichtlich bis Betriebsschluss gesperrt. Schienenersatzverkehr mit Bussen wird versucht einzurichten.

Münchberg - Helmbrechts
Die Strecke zwischen Münchberg und Helmbrechts ist wegen eines Baumes in im Gleis voraussichtlich bis Betriebsschluss gesperrt. Es wird versucht, Schienenersatzverkehr mit Bussen einzurichten.

Marktredwitz - Hof
Die Strecke zwischen Marktredwitz und Hof ist aufgrund von Bäumen auf den Gleisen gesperrt. Es wird versucht, Schienenersatzverkehr mit Bussen einzurichten. Es ist davon auszugehen, dass der gesamte Zugverkehr im Großraum Hof in Kürze eingestellt wird. Die Leistungen können weitgehend durch Busse ersetzt werden. Es kommt jedoch zu erheblichen Verzögerungen.

Wicklesgreuth - Windsbach
Die Strecke zwischen Wicklesgreuth und Windsbach ist wegen Bäumen im Gleis voraussichtlich bis Betriebsschluss gesperrt. Es wird versucht, Schienenersatzverkehr mit Bussen einzurichten.

Günzburg - Mindelheim
Die Strecke Günzburg - Mindelheim ist wegen Bäumen im Gleis voraussichtlich bis Betriebsschluss gesperrt. Es wird versucht Schienenersatzverkehr mit Bussen einzurichten.

Nürnberg - Treuchtlingen
Zwischen Nürnberg und Treuchtlingen kommt es wegen eines Baumes in der Oberleitung bei Roth zu erheblichen Verzögerungen.

Niedersachsen (Stand: 17:20):

Aufgrund der Orkanböen kommt es in Niedersachsen zu Beeinträchtigungen im Schienenverkehr. Umgestürzte Bäume behindern den Bahnverkehr zurzeit auf folgenden Strecken: Hamburg - Hannover (bei Lüneburg),
Bremen - Hannover (bei Nienburg),
Bremen - Osnabrück (bei Diepholz),
Hannover - Bielefeld (bei Minden und Stadthagen),
Münster - Emden (bei Lingen)

Rheinland-Pfalz:

Auf der Strecke Boppard–Emmelshausen ist der Bahnverkehr ab sofort wegen eines umgestürzten Baumes eingestellt. Ein Busnotverkehr wird eingerichtet. Auch auf einigen waldreichen Strecken in der Westpfalz muss mit der Einstellung des Zugverkehrs gerechnet werden.

IC fährt gegen umgestürzten Baum

HAMBURG - Ein IC auf dem Weg von Westerland nach Hamburg ist am Donnerstag bei Wilster gegen einen Baum gefahren. Wie ein Sprecher der Bundespolizei in Flensburg mitteilte, blieben alle Fahrgäste unverletzt. Der Zug konnte nach einer Verzögerung seine Fahrt fortsetzen. Die Strecke war etwa eine Stunde lang gesperrt.

Bahn ist auf Orkan vorbereitet

(18.01.) BERLIN - Aufgrund der zu erwartenden orkanartigen Böen in ganz Deutschland hat die DB entsprechende Vorsorge- und Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Die Geschwindigkeiten der Züge werden ab sofort den aktuellen Verhältnissen angepasst. Vorsorglich fahren auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken des Fernverkehrs die ICE bis auf Weiteres mit maximal 200 Stundenkilometern. Im Nahverkehr sind die Züge mit höchstens 140 Stundenkilometern unterwegs, auf der Strecke Nürnberg - Ingolstadt - München mit Tempo 160. Die Neigetechnik bei Nahverkehrszügen wird abgeschaltet. Als spurgeführtes Verkehrsmittel ist die Bahn weniger anfällig für wetterbedingte Einflüsse als andere Verkehrsmittel, dennoch kann es aufgrund der verringerten Geschwindigkeit und Sturmschäden zu längeren Fahrzeiten kommen. Die Anschlüsse für die Reisenden werden nach Möglichkeit gewährleistet. Die Mitarbeiter der Instandhaltung sind bundesweit in erhöhter Alarmbereitschaft, damit sie bei Störungen in kürzester Zeit vor Ort sind und diese beheben können. Für entstehende Unannehmlichkeiten bittet die Bahn ihre Kunden um Verständnis. Reisende erhalten aktuelle Informationen über Zugläufe im Internet unter www.bahn.de.

Wegen des Orkans sind momentan die Fernverkehrsstrecken Saalfeld - Lichtenfels sowie Frankfurt - Aschaffenburg gesperrt. Die Strecke von München nach Rosenheim ist zwischen Grafing und Assling wegen Bäumen auf der Oberleitung gesperrt. Es wird versucht, ein Schienenersatzverkehr einzurichten. Im Regionalverkehr ist auf der Strecke Boppard - Emmelshausen der Bahnverkehr wegen eines umgestürzten Baumes eingestellt. Ein Busnotverkehr wird eingerichtet. Auch auf einigen waldreichen Strecken in der Westpfalz muss mit der Einstellung des Zugverkehrs gerechnet werden. Die Strecke Titisee - Seebrugg wurde ab den Mittagsstunden vorsorglich für den Zugverkehr gesperrt. Die ausfallenden Züge werden durch Busse im Halb-Stunden-Takt ersetzt. Die Reisezeit aus/in Richtung Freiburg verlängert sich um bis zu 30 Minuten. Die Züge auf dem Abschnitt Freiburg - Titisee und umgekehrt verkehren ohne Einschränkungen.