Änderungen der DB im Regionalverkehr in Bayern
NÜRNBERG - Zum Fahrplanwechsel nimmt Bayerns schnellste Bahnachse Nürnberg - Ingolstadt - München den Vollbetrieb auf. Das hat auch Auswirkungen auf den Nahverkehr: am 10. Dezember geht Deutschlands schnellster Regionalverkehr mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 200 km/h an den Start. Im Zweistundentakt wird der München-Nürnberg-Express zwischen den beiden Metropolen verkehren. Die Fahrt von München nach Nürnberg legt der Express in einer Stunde und 42 Minuten zurück. Die Fahrzeit von Ingolstadt nach Kinding (Altmühltal) beträgt 16 Minuten, nach Allersberg (Rothsee) 30 Minuten. In der Gegenrichtung wird Allersberg (Rothsee) von Nürnberg aus in 14 Minuten und Kinding (Altmühltal) in 29 Minuten erreicht. Der "München-Nürnberg-Express" fährt mit klimatisierten und druckdichten Wagen, die bisher im IC-Verkehr zum Einsatz kamen. Von September 2006 bis Ende November 2006 wurden insgesamt 26 Fahrzeuge, darunter drei Steuerwagen, von DB Instandhaltung im Bahnwerk Neumünster für ihren Einsatz in Bayern fit gemacht. Alle Fahrzeuge wurden rot lackiert und sind durch den weißen Schriftzug "München-Nürnberg-Express" gut erkennbar. Der Allersberg-Nürnberg-Express ergänzt im Stundentakt das Regionalverkehrsangebot auf Bayerns schnellster Bahnachse.
In Ingolstadt Hbf werden jeweils zur vollen Stunde der Regional- und der Fernverkehr miteinander verknüpft. Die ICE-Züge kommen zur Minute 59 an und fahren zur Minute 01 weiter nach München. In der Gegenrichtung kommen die ICE zur Minute 58 an und fahren dann zur Minute 00 weiter über die Neubaustrecke nach Nürnberg. Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten von und nach Augsburg sowie auf der Donautalbahn (Ulm - Donauwörth - Ingolstadt - Regensburg) wurden entsprechend angepasst. Das Fahrplanangebot auf der Strecke München - Ingolstadt - Treuchtlingen wurde komplett neu gestaltet. Die Züge verkehren stündlich zwischen München und Treuchtlingen und zweistündlich weiter bis Nürnberg. In der Zwischenstunde wird der Anschluss von Treuchtlingen nach Nürnberg durch die Züge aus Augsburg hergestellt. Stündlich gibt es außerdem Regionalverkehrsverbindungen von Treuchtlingen nach Würzburg. Zwischen Eichstätt Bahnhof und Eichstätt Stadt wird ein Stundentakt mit Anschluss an die Züge nach Ingolstadt und Treuchtlingen angeboten. Während des Berufsverkehrs werden zusätzliche Züge zwischen Ingolstadt Hbf und Eichstätt Bahnhof eingesetzt. Am Morgen besteht Anschluss an den Fernverkehr in Richtung München. Am Nachmittag besteht aus Richtung München Anschluss aus dem München-Nürnberg-Express.
Zwischen Nürnberg und Dresden verkehren künftig unter dem Namen "Franken-Sachsen-Express" statt den bisherigen lokbespannten IC-Zügen Regionalzüge. Im Zweistundentakt fahren bis zu acht Zugpaare täglich diese Strecke in einer Reisezeit von vier Stunden und 20 Minuten. DB Regio fährt den Franken-Sachsen-Express "bogenschnell" im Auftrag des Fernverkehrs mit Fahrzeugen der Baureihe VT 612. Für die Kunden bedeutet das einen Fahrzeitgewinn von rund 40 Minuten auf der 390 Kilometer langen Strecke. Besonderheit: Im "Franken-Sachsen-Express" gelten die Länder-Tickets und das "Schönes-Wochenende-Ticket."
Mit dem "Allgäu-Franken Express" bietet die Bahn erstmals eine Direktverbindung vom Allgäu nach Nürnberg an. Vier Zugpaare werden zwischen Lindau/Kempten über Augsburg nach Nürnberg fahren. In Nürnberg wird der Anschluss zum Fernverkehr in Richtung Hamburg, Berlin und zum Franken-Sachsen-Express nach Dresden hergestellt. Zum Einsatz kommen moderne Triebzüge der Baureihe VT 612. Die Reisezeit beträgt künftig z.B. von Kempten bis Nürnberg 2:27 Stunden. Den nördlichen Teil der Strecke zwischen Augsburg und Nürnberg legt der von Regio Allgäu betriebene Express ähnlich schnell wie der ICE zurück.
Mit der Aufnahme des Vollbetriebs auf der neuen bayerischen Bahnachse wurde auch der Regionalfahrplan umfassend geändert und optimiert. Oftmals konnte die Anschlusssituation durch geänderte Taktzeiten verbessert werden. Bei den Regionalzügen der Relation Regensburg - Nürnberg ändern sich die Taktzeiten im Minutenbereich. Diese Änderungen wurden erforderlich, weil im Streckenabschnitt Nürnberg-Reichswald bis Nürnberg Hbf auch die Regional- und Fernverkehrszüge der neuen Bahnachse Ingolstadt - Nürnberg die Trasse nutzen. Geänderte Taktzeiten gibt es beispielsweise auch in Würzburg. Die Ankunft und Abfahrt der RegionalBahnen von und nach Gemünden ist jeweils zur vollen Stunde. Damit wird der Anschluss zur ICE-Linie Köln - München hergestellt. Mit dem RegionalExpress zwischen Würzburg und Gemünden entsteht nahezu ein 30-Minuten-Takt. Die Züge werden in der Regel nach Schweinfurt/Bamberg durchgebunden. Ab Gemünden verkehren sie weiter nach Jossa und zweistündlich nach Schlüchtern. Außerdem ändern sich die Taktzeiten der RegionalExpress-Verbindungen im Abschnitt Gemünden-Aschaffenburg. Die Abfahrtszeiten der RegionalBahnen zwischen Würzburg und Bamberg sowie zwischen Fürth und Markt Erlbach wurden wegen des neuen Fahrplankonzeptes um rund 30 Minuten verschoben.
Die Fahrzeuge der Baureihe VT 612 fahren auf den Strecken Lichtenfels - Saalfeld, Hof/Bayreuth - Lichtenfels, Hof/Bayreuth - Nürnberg, Nürnberg - Schwandorf/Regensburg Weiden wieder mit Neigetechnik. Die Fahrzeiten verkürzen sich dadurch um drei bis fünf Minuten. In Lichtenfels besteht Anschluss aus allen Richtungen. Neu ist eine tägliche durchgehende Verbindung von Lichtenfels (ab 5.54 Uhr) über Neuenmarkt-Wirsberg (ab 6.33 Uhr) nach Hof (an 7.22 Uhr). In Hochstadt-Marktzeuln besteht Anschluss aus Richtung Saalfeld, in Neuenmarkt-Wirsberg von und nach Bayreuth. In Hof wird der Anschluss zum RegionalExpress nach Leipzig hergestellt.
Auf die starke Nachfrage im Pendlerverkehr hat DB Regio reagiert. Zwischen Mühldorf und München-Ost fährt montags bis freitags (außer an Feiertagen) ein zusätzlicher Zug um 7.38 Uhr ab Mühldorf mit Ankunft in München um 8.45 Uhr. In der Gegenrichtung fährt am Abend ein zusätzlicher Zug ab München Hbf um 19.46 Uhr, der um 21.03 Uhr Mühldorf erreicht. Ein besonderes Angebot erwartet die Kunden im südostbayerischen Raum. Ab 10. Dezember werden Regionalzüge im Stundentakt zwischen Traunreut und Traunstein verkehren. Hierfür wurde extra ein neuer Haltepunkt in Traunreut gebaut. Die Besonderheit: Auf dem Abschnitt Hörpolding - Traunreut verkehrten seit Jahren nur Güterzüge. Mit dem Bau des neuen Haltepunktes in Traunreut kann jetzt wieder durchgehend Personenverkehr zwischen Traunreut und Traunstein angeboten werden. In Traunstein haben die Fahrgäste im Berufsverkehr Anschluss in Richtung München. Tagsüber besteht aus Richtung Traunreut ein guter Zuganschluss zu den InterCity-Zügen nach Salzburg.
Insgesamt 20 neue Doppelstockwagen (Dosto), davon vier Steuerwagen, kommen zum Fahrplanwechsel auf der Strecke München - Salzburg zum Einsatz. Die modernen Wagen sind klimatisiert und mit einem Fahrgastinformationssystem ausgestattet und haben ein Mehrzweck-/Fahrradabteil. Im Steuerwagen ist eine Rampe installiert, die auch Rollstuhlfahrern einen bequemen Einstieg in den Zug ermöglicht. Durch den Einsatz der Dostos kann die Platzkapazität um bis zu 30 % gesteigert werden.
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Regio Oberfranken kooperiert mit der Vogtlandbahn
MÜNCHEN - Am Freitag unterzeichneten in München der Geschäftsführer der Vogtlandbahn, Tobias Richter, der Regionalleiter von DB Regio Bayern, Norbert Klimt, und der Geschäftsleiter von Regio Oberfranken, Uwe Domke, einen Vertrag zur Kooperation auf drei Bahnstrecken in Oberfranken.Ab kommenden Sonntag (Fahrplanwechsel) wird die Vogtlandbahn als Subunternehmer für Regio Oberfranken komplett oder teilweise auf den Bahnstrecken Münchberg - Helmbrechts, Hof - Münchberg und Lichtenfels - Neuenmarkt-Wirsberg mit ihren Zügen unterwegs sein. Mit dieser Kooperation wird die Fahrzeugflotte in Oberfranken modernisiert. Die Fahrzeuge und Lokführer werden von der Vogtlandbahn gestellt. Die Züge sind als im Auftrag von Regio Oberfranken unterwegs gekennzeichnet. In den Zügen gelten selbstverständlich alle Tarifangebote der DB. Auch die Fahrkartenkontrollen werden von Mitarbeitern der DB durchgeführt.
"Mit dieser Kooperation kann Regio Oberfranken ältere Fahrzeuge insbesondere des Schülerverkehrs durch neueres Rollmaterial ersetzen sowie frei gewordene moderne Fahrzeuge zwischen Lichtenfels und Bad Rodach einsetzen. Ebenso kommen diese Fahrzeuge in Tagesrandlagen auf der Bahnstrecke Lichtenfels - Bayreuth zum Einsatz. Insgesamt gesehen kann mit dieser strategischen Entscheidung von Regio Oberfranken die Qualität im Schienenverkehr in der Region im Interesse des Kunden weiter verbessert werden", so Domke weiter.
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S-Bahn München: Mehr Plätze im Berufsverkehr
MÜNCHEN - Der neue S-Bahn-Fahrplan, der ab 10. Dezember 2006 gilt, bringt einige Verbesserungen für die Bahnkunden mit sich. Der größte Vorteil liegt im teilweise erheblich vergrößerten Platzangebot auf der S2, S4 und S8, besonders im Berufsverkehr. So fährt etwa die S8 um 7.02 Uhr ab Flughafen ab 10. Dezember als Langzug (drei gekuppelte Züge). Am Nachmittag werden weitere Langzüge zwischen 17 und 19 Uhr von und zum Flughafen angeboten. Dadurch erhöht sich das Platzangebot bei diesen Zügen um etwa 540 Plätze. Auch zwischen Kreuzstraße und Aying gibt es mehr Plätze. An Werktagen verkehren von ca. 6.00 Uhr bis 20.30 Uhr durchgängig Vollzüge (zwei gekuppelte Züge) bis zur Kreuzstraße. Neu ist hier auch eine S-Bahn um 7.04 Uhr ab Kreuzstraße. Bisher fuhr dieser Zug ab Großhelfendorf. Auch auf anderen Linien werden einzelne, im Berufsverkehr stark nachgefragte Züge auf Langzugstärke vergrößert. Besonders wichtig ist die S 2 um 16.01 Uhr ab Ostbahnhof Richtung Dachau. Auf der S 4 wird der Zug um 7.04 Uhr ab Mammendorf verstärkt.
München-Nachtschwärmer aus der Region können ab 2007 am Wochenende länger ausgehen: Im neuen Fahrplan werden einige Nachtschwärmer-S-Bahnen noch später aus der Münchner Innenstadt abfahren. Die Fahrgäste Richtung Erding, Mammendorf, Holzkirchen und Kreuzstraße haben dann gegen 2.35 Uhr eine letzte Heimfahrmöglichkeit. Der Fahrplan der Nachtschwärmer-Verbindungen wurde auch auf die letzten U-Bahn-Fahrten abgestimmt. Den Fahrgästen der S 5 Richtung Herrsching stehen im neuen Fahrplan mehr Fahrmöglichkeiten am Nachmittag zur Verfügung. Zwischen Weßling und Herrsching fahren zwischen 14 und 16 Uhr weitere S-Bahnen und schließen Taktlücken. Auch zwischen Ostbahnhof und Dachau wird eine zusätzliche S 2 um 23.41 Uhr ab Ostbahnhof angeboten. Mit diesem Zug realisiert die S-Bahn München einen wichtigen Kundenwunsch. Die S-Bahn kommt um 0:10 Uhr in Dachau an.
Die Änderungen der Abfahrzeiten werden heuer bei der S-Bahn nur gering ausfallen. Die neuen Pocketfahrpläne der S-Bahn bieten wieder einen exzellenten Überblick über den Fahrplan. Die kleinen nützlichen Helfer sind ab 1. Dezember im Internet unter www.s-bahn-muenchen.de abrufbar. Gedruckte Fahrpläne gibt es ab Fahrplanwechsel bei den Kundencentern im Ostbahnhof und Hauptbahnhof. Der neue S-Bahn-Fahrplan wurde durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH bestellt.