Ab Fahrplanwechsel mehr Züge und kürzere Reisezeiten

BERLIN - Zum Fahrplanwechsel wird auf der Neubaustrecke Nürnberg - Ingolstadt - München der Vollbetrieb aufgenommen. Ab dem 10. Dezember ist der ICE zwischen Nürnberg und München im Halbstundentakt mit bis zu Tempo 300 unterwegs. Die Fahrzeit zwischen beiden Städten verkürzt sich nach dem Ende der Arbeiten auf der Ausbaustrecke von Ingolstadt nach München noch einmal um 20 auf 62 Minuten. Von der Neu- und Ausbaustrecke zwischen Nürnberg und München profitieren auch mehrere andere Verbindungen: ebenfalls ab Fahrplanwechsel benötigen Bahnreisende zwischen Frankfurt am Main und München im ICE nur noch drei Stunden und zehn Minuten: eine halbe Stunde weniger als heute. Rund 20 Minuten Zeit gewinnen ICE-Fahrgäste zwischen München und Leipzig (künftig 4:23 Stunden), Hannover (4:12 Stunden) und Berlin (5:42 Stunden). Zwischen München und Berlin wird zudem das Angebot auf einen Stundentakt verdichtet.

Auch auf der Strecke Köln - Frankfurt - Nürnberg - München bietet die Bahn ab Dezember stündliche ICE-Verbindungen. Erstmals verkehrt zudem ein ICE-Sprinter morgens von Köln nach München. Die Fahrzeit verkürzt sich hier auf unter vier Stunden. Von Frankfurt Süd aus ist München mit diesem Zug in zwei Stunden und 54 Minuten erreichbar. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und Frankfurt am Main fahren die ICE ab Dezember im Halbstundentakt, außerdem gibt es zusätzliche Verbindungen in den Hauptverkehrszeiten. Auf der Linie 45 Mainz - Heidelberg - Stuttgart werden die zwei ICE 3-Zugpaare durch IC-Züge in gleicher oder ähnlicher Zeitlage ersetzt. Das Fernverkehrsangebot für Heidelberg wird gegenüber 2006 um drei weitere IC-Leistungen ausgeweitet (Dortmund - Heidelberg - Stuttgart, Stuttgart - Heidelberg - Hamburg, Stuttgart - Heidelberg - Köln).

Auf der Strecke Stuttgart - Zürich (Gäubahn) verkehren ab 10. Dezember ausschließlich ICE-Züge im Zweistundentakt (insgesamt sieben Zugpaare täglich). Die künftig eingesetzten siebenteiligen Züge mit Speisewagen bieten mit rund 360 Sitzen ein deutlich höheres Platzangebot und benötigen für die Fahrt knapp 2 ¾ Stunden. In Zürich besteht Anschluss nach Mailand. Zwischen Dresden und Nürnberg fährt der Franken-Sachsen-Express ebenfalls im Zwei-Stundentakt und wird dank Neigetechnik der eingesetzten Triebzüge der Baureihe VT 612 um eine halbe Stunde schneller als die momentan verkehrenden lokbespannten IC-Züge. Von der Elbmetropole Dresden gibt es künftig neue Direktverbindungen mit Nachtreisezügen nach Wien, Budapest und Kosice. Außerdem können Reisende den DB-Autozug ab dem Fahrplanwechsel auf den meisten internationalen Verbindungen auch ohne Fahrzeug nutzen.

InterConnex ab 10. Dezember drei Mal täglich zwischen Berlin und Leipzig

(16.11.) BERLIN - Zwischen Berlin und Leipzig tritt ab Sonntag die private Konkurrenz verschärft gegen den ICE an. Der InterConnex verkehrt ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember unter der Woche drei Mal täglich zwischen Leipzig und Berlin. In Berlin nutzt der Zug künftig durch den neuen Nord-Süd-Tunnel und ist dadurch sehr viel schneller am Ziel: die Fahrzeit zwischen den beiden Städten verkürzt sich auf weniger als 1 1/2 Stunden. Samstags führt die Verbindung ab Leipzig über Berlin und Rostock erstmals bis nach Warnemünde. Am frühen Sonntagnachmittag geht es wieder zurück nach Süden. In Berlin hält der neue InterConnex außer im Drehkreuz Hauptbahnhof auch am Potsdamer Platz. Dort ist nicht nur die neue Mitte Berlins mit wenigen Schritten zu erreichen, sondern es bestehen auch sehr gute Anschlüsse an die Nord-Süd-S-Bahn und die U-Bahn-Linie 2. Neu ist auch ein Halt in Bitterfeld, der zunächst viermal an Wochentagen angeboten werden kann.

Durch den Einsatz elektrischer Züge kann der nicht elektrifizierte bisherige Streckenabschnitt Leipzig - Gera nicht mehr vom InterConnex befahren werden. "Bedauerlich ist auch, dass wir in Folge der anhaltenden Bauarbeiten zwischen Berlin und Rostock vom Streckenbetreiber DB Netz nur am Wochenende Fahrplantrassen auf dieser Strecke bekommen haben", so der für die InterConnex-Züge zuständige Geschäftsführer Jan Bleis. "Doch ein Ende dieser Einschränkungen ist in Sicht: Wir gehen davon aus, zum Beginn der Sommersaison Anfang Juni 2007 wieder täglich nach Rostock fahren zu können."

Die günstigste Variante, ein Ticket zu bekommen, ist eine Buchung über das Internet. Für jede Strecke stehen extragünstige Kontingente zur Verfügung. Von Leipzig nach Berlin kommt man damit beispielsweise schon ab 12 Euro, für Jedermann und ohne BahnCard. Die normale Fahrkarte für die Fahrt von der Messe- in die Hauptstadt kostet im Vorverkauf 16 Euro, Kurzentschlossene zahlen nach dem Motto "Einsteigen und Losfahren" 20 Euro direkt im Zug. Kinder bis 14 Jahren reisen in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern kostenlos.

Doch der InterConnex wird nicht nur schneller und verkehrt öfter, die Fahrt wird auch komfortabler. Neue klimatisierte Wagen haben eine niedrige Fußbodenhöhe und breite Türen. Damit sind sie auch für mobilitätseingeschränkte Kunden und Eltern mit Kinderwagen bequem zu nutzen. Die großzügigen Mehrzweckbereiche ermöglichen es auch Radfahrern, ihr Gefährt problemlos mitzuführen. Unter www.interconnex.com gibt es alle Fahrpläne und direkte Buchungsmöglichkeiten. Informationen und Ticketverkauf auch über die InterConnex-Hotline 01805/10 16 16 (12 Ct/min aus dem Telekom-Festnetz) und an allen Servicestellen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB).