ÖBB stellen neuen Fahrplan vor

(14.11.) WIEN - Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben am Montag ihren neuen Fahrplan vorgestellt. Österreichweit wurden mehr als 100 Verbindungen im Nahverkehr neu vertaktet. Das ergebe Verbesserungen für insgesamt 30.000 ÖBB-Kunden täglich, hieß es auf einer Pressekonferenz. Besonderes Augenmerk sei zudem auf die intensive Nutzung von Synergien gelegt worden. So konnten österreichweit 476 neue Anschlüsse zwischen Schiene und Bus geschaffen werden - ein wesentlicher Schritt auf dem Weg der ÖBB zum umfassenden Gesamtmobilitätsanbieter. Noch im Laufen ist zudem die Auslieferung von 130 neuen Fahrkartenautomaten, die durch ihre 24-Stunden-Verfügbarkeit vor allem in vielen ländlichen Regionen ein besseres Service bieten. Mittlerweile können die ÖBB dieses Service auch in den neuen Nahverkehrszügen der Reihe DESIRO anbieten.

Im Fernverkehr bringt der neue Fahrplan Verbesserungen für Langstrecken-Pendler und Business-Reisende durch neue Angebote auf der Westbahn. Deutlich verdichtet werden die Verbindungen zwischen Wien und Oberösterreich. Vier neue Züge ab Linz nach Wien sowie ein Frühzug, der künftig von Wels statt von Linz aus fahren wird, verbessern das Angebot. Auch die Fahrgäste auf der Südbahn profitieren durch eine neue Schnellverbindung von Graz nach Wien in nur zwei Stunden und 15 Minuten. Bisher war die schnellste Verbindung bei über zweieinhalb Stunden. Das Highlight des Fahrplanwechsels im Fernverkehr ist laut ÖBB die Einführung des ICE. "Wir bieten ab 10. Dezember unseren Kunden mit dem ICE eine schnelle Verbindung mit einem top-modernen Fahrzeug. Der ICE ist Luxus auf 56 Rädern", so ÖBB-Personenverkehrs-Vorstand Stefan Wehinger. Der ICE wird täglich mit einem Zugpaar Wien - München sowie Wien - Bregenz verbinden. Das Fahrzeug besticht durch sein ansprechendes Außen- und Innendesign, bietet dem Fahrgast ein großzügiges Platzangebot und eine hervorragende Schallisolierung, die ein Höchstmaß an Komfort und Wohlbefinden garantieren. Ab Dezember 2008 wir der ICE einen zwei Stunden-Takt zwischen Wien und Frankfurt aufnehmen.

Deutlich verdichtet wird auch das Angebot zu Destinationen in die Nachbarstaaten Österreichs. So gibt es künftig zwei neue Zugpaare zwischen Wien und Budapest und drei neue Zugpaare zwischen Wien und Brünn. Auch die Verbindungen nach Prag werden mit zwei neuen Zugpaaren ausgeweitet. Zusätzliches Highlight: Die tschechische Bahn verkehrt erstmals mit ihren modernsten Zügen, den "Pendolino", nach Wien. Durch den Einsatz von Neigetechnik ist es somit erstmals möglich, die Strecke Wien - Prag in unter vier Stunden zurückzulegen. Außerdem kommen Schnäppchen-Jäger wieder auf ihre Kosten. Im kommenden Jahr werden den ÖBB-Kunden 645.000 "SparSchiene"-Tickets ab 19 in über 100 Städte in Zentraleuropa geboten.

Neuerungen in den Bundesländern (Auszug)

- Auf der Wiener S-Bahn, wo täglich bis zu 200.000 Fahrgäste unterwegs sind, führen die ÖBB auf der Stammstrecke zwischen Wien Meidling und Wien Floridsdorf Freitag Nacht und Samstag Nacht einen 20-Minuten-Takt ein. Natürlich zum Normaltarif.

- Auch die Fahrgäste nach Wien Liesing profitieren vom neuen Fahrplan. Zwischen 22 Uhr und Mitternacht wird der bestehende 30-Minuten-Takt auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet.

- Für die Pendler aus dem Burgenland gibt es in der Morgenspitze zwei zusätzliche Züge von Neusiedl/See nach Wien. Allein von dieser Verbesserung profitieren täglich bis zu 3.000 Fahrgäste.

- Die Steirer sollen durch die Einführung neuer Züge zwischen Graz und Bruck, Graz und Spielfeld sowie Gleisdorf und Graz zum Umsteigen bewegt werden, um so zur Senkung der Feinstaub-Belastung beizutragen.

- Ein neuer Zweistunden-Sprintertakt zwischen Mürzzuschlag und Schladming verbindet vier steirische Bezirkshauptstädte.

- In Kärnten wird es ab Fahrplanwechsel mehr Verbindungen zwischen Klagenfurt und Villach geben. Drei neue REX-Züge (Regional Express) sorgen in der Früh, am Nachmittag und am Abend für verbesserte Anbindungen.