Nahverkehrsangebote der DB zum Fahrplanwechsel in Thüringen

ERFURT - Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember werden die Nahverkehrsangebote auf einigen Strecken der Bahn im Freistaat Thüringen entsprechend der Nachfrage angepasst und Anschlussbeziehungen in den Eisenbahnknoten optimiert.

Die Züge der Regional-Express-Linien RE 1 (Göttingen - Erfurt - Gera - Zwickau/Chemnitz) und RE 3 (Erfurt - Gera) fahren zwischen Erfurt und Gera ab 10. Dezember neu im Stundentakt und die Reisezeit verkürzt sich um zehn Minuten auf 66 Minuten. Darüber hinaus halten alle RE-Züge wieder in Neudietendorf. Die Reisezeit zwischen Gera und Zwickau/Chemnitz verkürzt sich um etwa zehn Minuten. In Gößnitz besteht immer Anschluss von und nach Altenburg. In Chemnitz bestehen günstige Umsteigemöglichkeiten Richtung Dresden. So verkürzt sich die Reisezeit zwischen Gera und Dresden um rund 40 Minuten auf zwei Stunden 44 Minuten. Vorübergehend halten die Regional-Express-Züge nicht in Dennheritz und Glauchau-Schönbörnchen; diese Stationen werden mit Bussen bedient. Grund für den Wegfall der Zughalte ist die Sicherung der Anschlüsse in den Knotenbahnhöfen. Mit der geplanten Verbesserung der Infrastruktur in diesem Raum soll durch Fahrzeitgewinn der Halt auch in diesen Orten wieder problemlos möglich sein.

Durch die Veränderungen beim RE 1 ergibt sich ein neuer Fahrplan für die RB-Linie 37 (Gera - Altenburg). In Richtung Altenburg fahren diese Züge 25 Minuten später ab, in der Gegenrichtung fahren sie etwa 20 Minuten früher als derzeit. Dadurch besteht in Altenburg ein Anschluss an die Regionalbahn Richtung Leipzig. Ein Großteil der Züge wird in Gera mit der RB-Linie 21 von und nach Weimar verknüpft. Während der Bundesgartenschau Gera/Ronneburg 2007 fahren auf dieser Linie an den Wochenenden zusätzliche Züge.

Die Züge der Regionalbahn-Linie RB 51 (Gera - Leipzig) erhalten künftig in Leipzig Anschluss an die ICE-Züge Richtung Berlin sowie an den Regional-Express Richtung Cottbus. Deshalb fahren die Züge von Leipzig in Richtung Gera ca. zehn Minuten später als derzeit. In der Gegenrichtung fahren diese Züge rund 20 Minuten früher und nicht mehr durchgehend von Saalfeld, sondern von Zeulenroda beziehungsweise Mehltheuer. Für Reisende zwischen Leipzig und Greiz verkürzt sich die Umsteigezeit in Gera.

Im Verlauf der RE-Linie 2 (Erfurt - Saalfeld) halten wieder alle Züge in Niederwillingen.

Zwischen Saalfeld und Gera sind die Züge der RE 4 nur noch 58 Minuten unterwegs, die Regionalbahnen werden ebenfalls fünf bis acht Minuten schneller. Die Umsteigebeziehungen zu den ICE-Zügen Richtung Nürnberg/München werden verbessert. In Saalfeld besteht künftig Anschluss zwischen der RB-Linie aus Gera und der Regionalbahn-Linie RB 18 von und nach Lichtenfels.

Zwischen Jena und Pößneck halten ab Fahrplanwechsel wieder alle Züge der RB 52 in Rothenstein. In Göschwitz besteht Anschluss an die Regional-Expresszüge Richtung Erfurt und Gera. Die Anschlüsse zu den ICE-Zügen in Jena Paradies bleiben erhalten. In Richtung Jena fahren diese Züge etwa 15 Minuten früher, in der Gegenrichtung um eine Stunde versetzt.

Auf den schwach frequentierten Linien Sondershausen - Bretleben ("Kyffhäuserbahn") und Schönberg - Schleiz/West verkehren ab dem Fahrplanwechsel keine Züge mehr. Mit dem Fahrplanwechsel tritt im Korridor Sangerhausen - Bad Frankenhausen - Artern/Roßleben ein auf die Zugfahrten beziehungsweise Zugankunftszeiten in Sondershausen und Artern abgestimmter Busfahrplan in Kraft.