Neuer Fahrplan bei der SBB

In der Nacht auf Sonntag, 9. Dezember 2007, wechselt der Fahrplan im öffentlichen Verkehr. Der neue Lötschberg-Basistunnel verkürzt die Reisezeit ins Wallis um bis zu eine Stunde. Der seit 15. September 2007 vorübergehend eingesetzte NEAT-Express verkehrt wie angekündigt nicht mehr. Die italienische Metropole Mailand ist ebenfalls um bis zu eine Stunde schneller im Zug erreichbar als bisher. Das internationale Bahnangebot mit dem TGV Est von Zürich nach Paris sowie mit den ICE Verbindungen Interlaken - Bern - Deutschland wird dank zusätzlicher Direktzüge weiter ausgebaut. Dank des Basistunnels dauert die Fahrt von Basel oder Zürich nach Visp künftig gerade noch zwei Stunden. Und von Bern reist man künftig in zwei Stunden und 7 Minuten nach Zermatt. Die Züge verkehren neu stündlich Romanshorn - Brig (auf Neubaustrecke und im Lötschberg-Basistunnel mit Vmax 200 km/h). Im Einzelnen verkehren: stündlicher IC Romanshorn - Zürich Flughafen - Zürich HB - Bern - Spiez - Visp - Brig sowie stündlicher IC Basel SBB - Bern - Spiez und weiter alternierend nach Interlaken Ost oder Brig (4x pro Tag von/nach Milano als Cisalpino). 

Auch wer via Bern in die Jungfrauregion reist, fährt künftig weniger lang: Die Reise nach Grindelwald oder Lauterbrunnen verkürzt sich um mehr als eine Viertelstunde. Der neue Anschlussknoten Interlaken Ost ermöglicht kürzere Reisezeiten von bis zu 18 Minuten in die Jungfrauregion. Dafür sind keine Direktverbindungen Zürich - Interlaken mehr möglich. In Bern besteht aber immer Anschluss von/nach Zürich. Im Einzelnen verkehren: stündlicher IC oder ICE Basel SBB - Bern - Spiez - Interlaken Ost (5x pro Tag von/nach Frankfurt/Berlin) sowie stündlicher IC Basel SBB - Bern - Spiez und weiter alternierend nach Interlaken Ost oder Brig.

Zudem setzt die SBB zwischen einzelnen Städten zusätzliche Züge ein: Zwischen Zürich und Basel verkehren an den Werktagen zu den Hauptverkehrszeiten zusätzliche Nonstop-IC-Züge halbstündlich (Mo - Fr, Basel SBB ab 6.37, 7.37, 8.37 Uhr, Zürich HB ab 6.28, 7.26, 16.26, 17.28, 18.28 Uhr). Ab Fahrplanwechsel 2008 wird der nonstop IC-Halbstundentakt Basel SBB - Zürich HB durchgehend eingeführt. Zwischen Bern und Zürich fährt zur Hauptverkehrszeit am Abend neu ein zusätzlicher IC Bern ab um 17.14 Uhr. Zwischen Genf und Bern werden mehr Direktverbindungen angeboten. Neu wird der stündliche InterRegion (IR) Genf-Flughafen - Sitten nach Brig verlängert. Dadurch entsteht ein neuer durchgehender IR-Halbstundentakt Genf-Flughafen - Visp - Brig. Zwischen Luzern und Bern verkürzt sich die Fahrzeit des IC um fünf Minuten auf genau eine Stunde. Zusätzlich werden mehr Direktverbindungen Genf - Bern( - Luzern) angeboten. Und zwischen Zürich und Chur wird der IC-Stundentakt am Abend um eine Stunde verlängert. Letzte IC-Abfahrt Zürich HB–Chur ist neu um 20.37 Uhr und ab Chur nach Zürich HB neu um 19.09 Uhr. Im Tessin verkehrt ein zusätzlicher Morgenzug von Chiasso (Abfahrt 6.39) über Bellinzona (Ankunft 7.35) und weiter nach Locarno (Ankunft 8.06). "Reisen im Zug wird nochmals schneller und einfacher", sagte SBB Chef Andreas Meyer vor den Medien.

Im Hinblick auf die bevorstehende Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels einigte sich die SBB laut Blumenthal mit der BLS als Betreiberin des Tunnels "auf verschiedene Szenarien für betriebliche Entscheide». Gemeinsam wurde festgelegt, dass verspätete Züge des nationalen Fernverkehrs und des internationalen Personenverkehrs trotz Verspätung wenn immer möglich den neuen Basistunnel benutzen und nicht über die Bergstrecke umgeleitet werden. Bei verspäteten Zügen werden die Anschlüsse laut Blumenthal «wenn immer möglich durch Dispo-Züge sichergestellt".