Neuer Fahrplan 2009 der SBB

(26.11.) BERN - Der neue Fahrplan 2009 bringt den Bahnkunden in der Schweiz ab dem 14. Dezember 2008 sowohl im Fern- wie auch im Regionalverkehr insgesamt schnellere, häufigere und bequemere Verbindungen. Die Zahl der angebotenen Zugkilometer nimmt um 5,5 Prozent zu. Zwischen den Zentren Lausanne und Genf sowie Bern und Zürich setzt die SBB zusätzliche Züge ein. Zwischen Basel und Zürich fahren die Züge neu integral im Halbstundentakt. Mit weiteren gezielten Maßnahmen wird die SBB versuchen, die zunehmenden Kapazitätsengpässe in den Hauptverkehrszeiten zu entlasten. Mit Verstärkungen, Doppelführungen und zusätzlichen Zügen baut die SBB das Angebot in den Belastungsspitzen aus. So gibt es im neuen Fahrplan etliche neue Frühzüge.

Mit ihrem weltweit am dichtesten genutzten Schienennetz stößt die SBB bei Angebotserweiterungen jedoch zunehmend an die Kapazitätsgrenzen. Und die Nachfrageprognosen zeigen ungebremst nach oben, besonders in den Hauptverkehrszeiten und zwischen den großen Zentren. Deshalb sei der Ausbau des Schienennetzes dringend, betonte das Unternehmen. "Jeder zusätzliche Zug gefährdet heute die Stabilität des Gesamtsystems", sagte SBB-Chef Andreas Meyer. "Je dichter der Verkehr, desto größer sind die Störungsanfälligkeit und die Auswirkungen von Störungen. Deshalb hat das Störungsmanagement bei der SBB eine hohe Priorität. So ist beispielsweise eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der SBB intensiv daran, die Betriebsstörungen der letzten Monate in der Romandie vertieft zu analysieren und Maßnahmen zu erarbeiten."

Neben den Kapazitätsengpässen bei der Infrastruktur stellt die massiv verzögerte Ablieferung neuer Züge durch die Industrie die größte Herausforderung für den Fahrplanwechsel dar. "Dass wir inzwischen über zwei Jahre auf die bestellten neuen Züge für Cisalpino warten, ist für mich nicht nur ein großes Ärgernis, sondern stellt uns auch logistisch und betrieblich vor erhebliche Probleme", erklärte Andreas Meyer. Die ersten neuen Züge des Typs ETR 610 könnten voraussichtlich im ersten Halbjahr 2009 in Betrieb genommen werden, sagte Alain Barbey, Chef der Cisalpino AG. Der ab 14. Dezember gültige Übergangsfahrplan sieht zwischen Zürich und Milano täglich sieben Verbindungen vor, vier davon als Direktverbindungen mit den bestehenden Neigezügen des Typs ETR 470. Drei weitere Verbindungen werden zwischen Zürich und Lugano mit SBB Intercity-Neigezügen mit Anschluss in Lugano von und nach Milano geführt. Dies erfordert für die Passagiere weiter Richtung Mailand in Lugano ein Umsteigen auf den Neigezug von Cisalpino (ETR 470). Bei der Rückreise von Mailand erfolgt ebenfalls ein Umsteigen in Lugano auf einen SBB Neigezug. Am Abend steht eine zusätzliche Verbindung von Milano nach Luzern - Basel mit Umsteigen in Lugano im Angebot.

Mit dem neuen Fahrplan schreitet auch die Vereinheitlichung des Service-Angebots je nach Zugkategorie voran, besonders in den Intercity-Zügen (IC und ICN). So profitieren die Kunden auf nahezu allen Intercity-Verbindungen von einem Speisewagen (7.00 bis 21.00 Uhr), Platzservice mit der Minibar (7.00 bis 19.00 Uhr), Business- und Ruheabteilen sowie einer Familienzone. Das Außendesign der Speisewagen und die Speisekarten werden dem SBB Auftritt angeglichen.